GESCHICHTE DES K.
K. 48. LINIEN-
INFANTERIE-
REGIMENTES VON
SEINER ZWEITEN...
Alexander Hold
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HARVARD C0LLE6E LIBRARY
NOV. 7, IIIS
MINOT FUND
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VORWORT.
Die Geschichte eines Begimentes ist im Wesentlichen
die gedrängte, übersichtliche Darstellung der Theilnahme des-
selben an den Kämpfen seiner Zeit.
Ihr Zweck ist es, durch Hervorhebung der militäri-
schen Thaten im Ganzen, die kriegerische Gesinnung der
Epigonen zu beleben und zu nähren; durch Aufzeichnung hel-
denhafter, besonders hervorragender Züge, ganzer Abtheilungen
oder einzelner Angehöriger des Regimentes, deren Andenken
der Vergessenheit zu entreissen und sie als nachahmungs-
würdige Beispiele der Nachwelt zu überliefern, damit die
jüngere Generation an den leuchtenden Bildern der Regiments-
Vorfahren ihr eigenes patriotisches Gefühl entflamme, und wenn
die Stimme des Vaterlandes ruft, wie jene im Herzen bereit
gefunden werde: Blut und Leben dem erhabenen Ziele des
Sieges, der Ehre des Regimentes, dem Ruhme der Armee,
so wie dem Wohle des Vaterlandes zu opfern.
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IV
Nicht der Pflege engen Special-Geistes, sondern der
Weckung und Hebung jener reinsten, weil uneigennützigsten
Gefühle, welche als Vaterlandsliebe und Gemeingeist die herr-
lichsten Blüthen treiben, sind diese Blätter also gewidmet ; —
möge dieser Zweck nicht verkannt, ihr Ziel aber erreicht
werden !
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Inhalts -Verzeichniss.
3*it«
1
1798 .
6
Schlacht au der Etsch 2h Marz 1799 .
7
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Schlacht bei Magnauo 5. Apnl 1799 . . ........
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72
üefecht bei Umpo freaao 11 Apnl 1800
25
A**hft Hai ft r-iiiicf in ionn ! S 4 n n 1 1 H/Vl
30
louo
Schlacht bei Caldiero 80. und 31. October 1805
35
18()6
39
1807
41
1808
45
1809
46
Gefecht hei Raszyn 19 April 1809
49
52
Erstürmung des Brückenkopfes von Thorn 15. Mai IBM ...
55
Nachhut-Gefecht hei .Tedlinsko 9. Joni 1809
59
Zweites Gefecht bei Jodlinsko 11. Juni 1H09
60
Gefecht hei Zarnoriec 10. Juli 1809 . .
fil
08
Schlacht hui Aspern (Grenadier-Division) 21. und 22. Mai 1809
64
Tod des Inhabers F Sl. I Baron Vukassovich bei Wagram
66
Beschiessung und Einnahme von Raab (Reserve-Division des Btltafllts)
68
68
1810 bis 1811
71
1812
72
Schlacht bei Podduby oder Gorodeczno 12. Aujrust 1812 ......
75
Gefecht am Tricziner-Hofe 8. October 1812
78
Treffen bei Biala 18 October 1812 ,
TH
Google
VI
Stile
Schlacht bei Wolkowisk 16. November 1812 79
iftia 88
Schlacht bei Dresden 2C. and 27. Aagnrt 1818 87
Schlacht bei Kulm 30 August 1813 89
Schlacht bei Leipiig 16., 18. und 19. October 1818 91
1814 - ■ ■ • . • • ■ 99
Einecbliessung von Beifort 2 big 18. Jtoner 1814 . 100
Gefecht bei Clerev 4. Februar 1814 101
Treffen bd Ma< ;on 11 M&rz 1814 104
Treffen bei 8t. George« 18. Marz 1814 107
Schlacht bei Lyon 20 Marz 1814 110
Gefecht bei Chivenw 29 März 1814 112
Gefecht bei Voreppe 2. April 1814 118
Schlacht am Mincio 8 Februar 1814 (Grenadier-DivUion) 116
1815. ■ . . ■ , • - ■ - i , i ^ . : i 123
üeberfall bei Mirandola 10. April 1815 ■ ■ 1»
Gefecht und Erstürmung ton Carpi 11. April 1815 ... ... 125
Schlacht bei Tolentino 2 und 3 Mai 1815 128
F. M. L. Radivojerich Regirnents-Inhaber November 1816 • . . . 134
1 81 6 hin 1821 ■ 137
1821 ■ ■ 119
1822 bis 1830 142
G. M. Gollner vou Golrinenfels Regimentt-Inhaher Augmt 1829 . .144
1831 147
1832 149
1833 bis 1840 ■ ■ ■ . 151
i84i m
1842 bii 1844 156
1845 bia 1846 158
Q. M. E. H. Emst Regimentts-Inhaber 10. Mai 1845 158
1*47 Hin
s x i s s x : . s t s s s . : . : : s * i i t s - t ! i s tf8
Züchtigung der Rebelleu in Castiglione 28. Marz 1848 168
RecognosciruDg gegen Marcaria 80. Man 1848 171
Schlacht bei Sta. Lucia 6. Mai 1848 .... 181
Gefecht und Einnahme von Viceuza 10. J nni 1848 192
Schlacht von Bona 23. Jnli 1848 197
Schlacht von Coatoza 25. Juli 1848 203
Qpfrcht bei VnltA 26 und 27. Juli 1848 208
Schlacht bei Mailand 4. AjgMt 1848 212
Treffen bei Schwechat (3. Bataillon) 30. October 1848 224
Gefecht bei Tyrnan (3. Bataillon) 14. December 1848 226
1B49 281
MBQ .243
1851 24*
1852 251
1853 ■ - ■ - - 258
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VII
: — : — i — : — : — ! : : • * s s _ - s t - i s * i i i t t i t i i i
Ifltt bis 1868 Mg
1869 Qfil
Gefecht bei Beriate 8. Juni 1869 . . . . 270
SrhUcht hoi Sdfctfna 21 Jnfti 18» 276
Iflflft ^ ^ , 221
1861 -293
1862 his lftfi5 295
1866 . . 298
Schlacht TOB flmto«a 94 Juni IHflfi ... MB
1867 bis 1*69 ^ 323
1869 his 1870 32n
Gefecht b«\ Irfdi»nt«ft 20 Pete, her 188» 328
Gefecht hei Gorazd» und S Trinita 23. Üctoher 1869 : , . . . 331
Gefecht bei Knezlac und Napoda 25 October 1869 334
Gefecht im Detil.- von Han ->6 Ontoher 1869 . . fflfi
Gefecht hei Cerkvice und Knezla* 2fi Oetoher 1869 336
Gefecht hei Sta Barbara und Giorgio 2 November 1869 339
Gefecht am Monte Golis :Y November 1S69 ■ ■ ■ • 342
Gefecht bei Risano 16 November 1869 348
Gefecht aof Gornji Lasmanaki Pol 19. November 1869 363
1H70 hin 1874 360
8chIu88wort 361
Total- Verlust- Ausweis seit Besteben des Regiments 363
Tabellarische Uebersicht der mitgemachten Feldzuge, Schlachten, Treffen,
und Gefechte seit Bestehen des Regimentes 365
VIII
Benätzte Quellen, Hilfswerke und Kartei.
Quellen.
Die Acten des Regimentes.
Die von der Errichtung des Regimentes 1798 bis zum Jahre 1863 fort-
geführte officielle Chronik desselben, von verschiedenen Verfassern, deren
letzte Hauptmann Franz Grobois und Major Eigenbrodt des Regiments
Skizze der Theilnahme des Regiments an dem Feldzuge 1866 in Italien,
zusammengestellt vom Hauptmann Balduin des Regiments nach den Original-
Acten.
Darstellung der Theilnahme des Regimentes an der Bekämpfung des
Aufstaudes in Süd-Dalmatien 1869 — 70 vom Oberlieutenant Carl Zur na,
ergänzt durch Hauptmann R. v. Heinzelmann nach Original-Acten
Hilfswerke.
Geschichte des Feldzuges 1799. Wien 1819.
Clausewitz hinterlassene Werke.
Die Kriege von 1792 bis 1815 von Oberst KauBler und Professor Wörl,
Carlsruhe und Freiburg 1842.
Der Krieg 1809 zwischen Oesterreich und Frankreich von F. M. L
v. Heller.
Der Krieg 1809 zwischen Oesterreich und Frankreich von F Z M
Baron Weiden.
Der Feldzug der Oesterreicher 1812 in Russland von F Z. M. Baron
Weiden.
Die Feldzüge der österreichischen Armee in Italien 1848 und 1849
Wien, Staatsdruckerei 1^52.
Der Krieg in Italien vom Jahre 1859. Wien, Gerold 1872.
Oesterreichs Kämpfe 1866. Vom k. k. Generalstabe.
Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, von Dr. Hirteu-
feld. Wien 1857.
Karten.
„Generalkarte von Mittel-Europa* von Scheda
„Schlachten-Atlas" von Wörl.
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pESCH LCHTE
des
k. k. 48. Linien-Infanterie-Regiments
vom Jahre 1798 an.
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1798
Der Fried* 4 von L'ampo formio endigte am 17. October h-i.iiw«.
1797 vorläufig jenen Kampf zwischen Oesterreich und Frank-
reich, den das erstere im Jahre 1792 im Bunde mit ganz
Europa begonnen, seit dem von Preussen im Jahre 1795 ab-
geschlossenen Separat-Frieden zu Basel aber, — auf dem festen
Lande allein — fortgeführt hat.
Der Congress zu Rastadt, berufen, um sämmtliche bethei-
ligte Reichsfürsten zum Beitritte zu den stipulirten Friedens-
bedingungen zu bewegen, zeigte jedoch so üblen Fortgang,
und Frankreichs diplomatische Vertreter führten bei jeder Ge-
legenheit eine so herausfordernde Sprache, dass der baldige
Wiederausbruch des Krieges immer wahrscheinlicher wurde.
Um seinen Forderungen mehr Gewicht zu geben, decre-
tirte Frankreich eine neue Aushebung von 200.000 Mann,
worauf Oesterreich in Folge seiner Allianz mit Russland die
versprochenen Hilfstruppen dieses Reiches in Anspruch nahm,
und ernstlich auf Mehrung der eigenen Streitkräfte bedacht war.
Unter die in dieser Richtung vom Wiener Hof-Kriegs- ^* U n,d,.
° ° Regiment«» in
Rathe für nöthig erkannten Massnahmen, gehörte auch die ££?L
Aufstellung von vier neuen Regimentern, welche aus den
4 Bataillons der ungarischen Infanterie-Regimenter, nebst ihren
Augmentation«- und Reserve-Divisionen formirt wurden.
Drei solcher vierter Bataillone eruierten durch das General-
Commando zu Padua am 13. Mai 1798 den Befehl: nebst
allen im Stande befindlichen Stabs- und Ober-Officiereu sich
nach Verona in Marsch zu setzen und trafen dieselben, und
zwar : das 4. Bataillon des Infanterie-Regimentes Graf Samuel
Gyulay Nr. 32 unter Comraando des Majors Ketskäs; -
das 4. Bataillon des Infauterie-Regim<'nt«s Graf Nädasdy
Nr. 33 commandirt vou Major Szemere. uud das 4. Ba-
taillon des Regiments Jobann Jellaclc Nr. f>3 vom rangs-
1*
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4
('»randt.
Jud, I7W
ältesten Hauptmann Jahorszausky befehligt, im Laufe
des Monats Juni 1798 in Verona ein.
ob".t Diese drei Bataillone wurden unter Cominando des
Or»f OyuUy
Obersten Alberl Graf Gyulay *) in ein Regimeut vereint,
und erhielt dasselbe die vacante Linien - Nummer des 179G
reducirten Schmidtfeldischen **) Regimentes und den Namen:
Erstes neuerrichtetes ungarisches Linien-Infanterie-Regiment
Nr. 4b. ,k Die abgängigen Officiers-Chargen wurden theils vom
Generalstabe, theils von den übrigen Linien- uud Grenz-Regi-
mentern, zum Theile auch von den leichten Bataillonen ersetzt.
*) Gyulay von Maros-Nemeth und Nädaska, Albert
Graf, Sohn des Feldmarschall-Lieutenants Samuel Graf Gyulay,
war zu Ofen am 12. September 1766 geboren.
Er begann seine militärische Laufbahn im Mai 1784 als Unter-
lieutenant in dem Huszareu-Regimente Kaiser Nr. 1, avancirte im
October 1787 zum Uberlieutenaut im 19. Infanterie- Regt. Alvintzy,
in einigen Monaten zum zweiten Rittmeister im Szekler-Huszaren-Re-
gimente Im Februar 1789 zum Grenadier-Hauptmann im Infanterie-
Regimeute seines Vaters (Nr. 32) ernannt, wohnte er dem Feldzuge dieses
Jahn-- in der Hauptarmee unter Laudon bei, und zeichnete sich bei
dem Sturme auf Belgrad am 30. September aus, indem er mit seiner
Compagnie ohne Befehl sich in hervorragender Weise am Kampfe be-
theiligte, durch die Pallisaden in den Graben eindrang, die Türken nach
hartem Kampfe aus demselben vertrieb und sie bis in die Stadt verfolgte,
wodurch der nachfolgenden eigentlichen Angriffs-Colonne die Eroberung
der Ausscnwerke und Vorstädte wesentlich erleichtert wurde. Kür die
bei dieser Gelegenheit bewiesene Tapferkeit wurde er mit dem Ritter-
kreuze des Militär- Maria-Theresicn -Ordens geziert
Gyulay wurde im Mai 1793 zum Major im O ' D oue 11 'sehen
Frei-Corps befördert, im April 1797 zum zweiten Oberstlieutenaut im
Regimente seines Vaters vorgerückt, wurde er im März 1798 als erster
Oberstlieutenant bei Kaiser-Huszaren eingetheilt, und bald daruuf zum
Obersten des neu errichteten ungarischen Infanterie- Regimentes Nr. 48
befördert.
**) Das Regiment Nr. 48, welches im Jahre 1796 reducirt wurde,
datirte seine Errichtung vom Jahre 1721.
Die Inhaber desselben waren:
1721 Diego de Portugal, Marchesc d'Alcaudete, Anton,
Fcldmarschall-Lieutenant.
1734 Vasquez de Binas, Johann Jakob, Graf, Feld-Marschall
1755 Luzan Emanuel, Conte, Feldzeugmeister.
1765 Ried Josef, Heinrich, Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant.
1773 Caprara Aeneas, Graf. Feldmarschall-Lieutcnant ; und
1794 Schmidtfeld Johann, Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant —
bis zu der im Jahre 1796 erfolgten AuÜosung.
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5
Den Bestand des ganzen Officiers-Corps überhaupt weiset »**
die in Beilage 13 enthaltene erste Officiers-Standes-Liste nach.
Da die 4. Bataillone bei ihr^n Regimentern meistens Re-
serven bildeten und den Abgang der Feldbataillone zu er-
setzen hatten, so kam es, dass der ausrückende Stand des
Regiments bei der ersten Formirung nur ein sehr geringer war.
Oberst Graf Gyulay, dessen Bestreben dahin ging, das
neue Regiment so schnell als möglich in jeder Hinsicht allen
anderen gleich zu stellen, erhielt durch sein thätiges Ver-
wenden bald einen Zuschub von sehr starken Transporten
solcher . Rekruten, weche die ungarischen Stände den Grenz-
Regimentern zur Aushilfe gaben und dort entbehrlich waren ;
nur die rüstigen schönen Leute derselben wurden bei den
Compagnien eingetheilt, dagegen die zu Kriegsfatiquen minder
Tauglichen an die Reserven verschiedener Regimenter abge-
geben. Durch diese Rekruten-Zuschübe war der Stand des
Regimentes so hoch gestiegen, dass es bei der ersten Aus-
rückung vor Sr. Durchlaucht dem commandirenden Generalen
Prinzen von Oranien 3983 Männer zählte, folglich um 143
Mann übercomplet war, ungeachtet dessen, dass es bereits
250 Mann theils an die Reserven , theis an das Regiment
E. H. Ferdinand Infanterie Nr 2 abgegeben hatte.
Anfänglich behielt jedes Bataillon die vom Regimente
mitgebrachten Aufschläge, sowie die Offkiere ihre verschiedenen
Uniformen; bei der später eingetretenen Kategorie wurde
jedoch die stahlgrüne Farbe mit gelben Knöpfen zur Egali-
sirung bestimmt.
Gleich bei der Errichtung wurde das Regiment in die
Division des Feldmarscball-Lieutenants Baron Krim, dann in
die Brigade des General-Feldwachtmeisters von Minkwitz
eingetheilt, und erhielt den befestigten Platz Verona zu seiner
Garnison.
Die eifrige Thätigkeit, welcher sich das Regiment unter
seinem rührigen und ambitiösen Commandanten hingab, um
in kriegsgemässer Ausbildung jedem anderen Regimeute gleich
zu kommen, war vom besten Erfolge gekrönt und durfte dessen
Officiers-Corps den kriegerischen Eventualitäten, welche die
stet* wachsenden politischen Kämpfe vorauszusagen schienen,
bald mit Selbstbewusstsmn und Zuversicht entgegensehen.
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1799.
Im Feldzuge in Italien.
Indessen verfloss das Jahr 1798 und war das neu-
eintretende bestimmt , dem Reginiente die Erstlinge seiner
Kriegslorbeeren in den blutgetränkten Gefilden Ober- Italiens
pflücken zu lassen.
Vielleicht wäre der Krieg schon im Jahre 1798 aus-
gebrochen, wenn das französische Directorium nicht 14 Halb-
brigaden und 6 Cavallerie - Regimenter unter dem General
Bonaparte nach Egypten gesendet hätte und nun mit Er-
gänzung seiner Armee vollauf beschäftigt gewesen wäre; als
aber im Jänner 1799, Oesterreich, der französischen Re-
gierung gegenüber sich weigerte, von dem Bündnisse mit
Russland zurückzutreten, erhielten die französischen Armeen
Befehl am 24. Jänner die Feindseligkeiten zu eröffnen.
Um diese Zeit hatte Oesterreich , zwar nicht vollständig
kriegsbereit , aber doch im grossen Ganzen versammelt :
54.000 Mann und 24.000 Reiter unter E. H. Carl in Bayern.
24.000 Mann und 1400 Reiter in Graubünden und Vorarlberg
unter Feldmarschall-Lieuteuant Ho tze, 44.000 Mann und 2600
Reiter in Tirol unter Feldmarschall - Lieutenant Graf Belle-
garde.
82 Bataillone und 76 Escadrouen oder 64.000 Mann
und 11.000 Reiter sammelten sich an der Etsch. Das Coin-
mando dieser letzteren Armee , hatte der russische General
Suwarow, der mit 25,000 Mann Hilfstruppeu eintreffen sollte,
zu übernehmen; vor dessen Anlangen jedoch befehligte die-
selbe Feldmarschall-Lieutenant Baron Kray.
Dagegen stellten die Franzosen in Deutschland unter
Jourdan 46.000 Mann, unter Bernadotte 48.000 Mann;
in der Schweiz unter Masse na 30.000 Mann und in Ober-
Italien 60.000 Mann unter dem ehemaligen Kriegsminister
General Sc heier in's Feld.
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7
Die Grenze, an welcher sicli die Armeen formirten, war "•»•
im Jahre 1790 in Ober-Italien die Etsch.
Die Franzosen durften das Gebiet jener Republik, welche sie
aus den lombardischen Landen geschaffen hatten, als das ihrige
betrachten , besassen somit auch Mantua und Peschiera. wäh-
rend die Oesterreicher auf das linke Etschufer beschränkt
waren und nur bei Verona und Legnago 3000 Schritt breite
Zonen auch des rechten Ufers rechtmässig occupirten. Der
rechte Flügel der Oesterreicher war mit Tirol in Verbindung,
der linke lehnte sich an den Po.
Als Mitte März die französische Armee ungefähr 45.000 d ~
Mann stark am Mincio stand und General S c h e r e r sein ■* **"
Hauptquartier in Mantua etablirte, Hess Feldmarschall-Lieutenant
Kray auch seine Truppen mehr zusammenziehen.
Bei Pastrengo wurde zwischen der Etsch und dem Garda-
See eine Stellung verschanzt und von dem rechten Flügel der
Armee besetzt, das Centrum stand in und vor Verona, der linke
Flügel, — gleichzeitig Reserve, — bei Bevilacqua hinter Legnago.
Am 26. März griffen die Franzosen, ohne den Ausbruch
der Feindseligkeiten angekündigt zu haben , bei Pastrengo,
Verona und Legnago an. General Schere r hatte seine Armee
in zwei grosse Corps, jedes von 3 Divisionen, getheilt. Mit
dem linken Flügel-Corps, circa 22.000 Mann der Divisionen
Serrurier, Delmas und Grenier, warf er sich auf die
verschanzte Stellung von Pastrengo, welche von General Eis-
nitz mit circa 10.000 Mann (von der Division Feldmarschall-
Lieutenant Keim) vertheidigt wurde, forcirte sie, bemächtigte
sich der Brücke bei Pol di Pastrengo und besetzte das Pla-
teau von Rivoli.
Vom französischen rechten Flügel-Corps griffen die Divi-
sionen Victor und Hatry (circa löOOOManni unter General
Moreau die Oesterreicber vor Verona an und kämpften mit
abwechseldem Glücke gegen dos österreichische Centrum (circa
16.000 Mann der Divisionen Feldmarechall-Lieutenant Höh en-
zoll er n und Keim) unter dem Cominando des Feldmarschall-
Lieutenant Keim um den Besitz der Dörfer Sta. Lucia und
S. Massimo, welches letztere siebenmal genommen und ver-
loren wurde und endlich in der Gewalt der Oesterreicher blieb.
Hier in diesen beiden Ortschaften, welche an diesem
Tage Zeugen eines heldenmüthigen Kampfes wurden, — war
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8
es dem Regiment? zum Erstenmal vergönnt, die Früchte früherer
Anstrengungen zu ernten. Die französische Division Victor
griff Sta. Lucia zeitlich am Morgen an, verdrängte die Brigade
Liptay aus dem Orte und warf dieselbe auf das Glacis vor
Porta nuova zurück, so dass ihr schleunigst Unterstützung
i gesendet werden musste. Gleichzeitig hatte sich die französische
Division Hatry gegen S. Massimo gewendet, wo sich die
Brigade R6vay mit Mühe behauptete.
Feldmarseball-Lieutenant Keim entnahm die ersten Un-
terstützungen seiner Division und wurde das 1. und 2. Ba-
taillon des Regimentes Nr. 48 zum Vorgehen aus Verona be-
ordert. Das 1. Bataillon mit dem Obersten Regiments-Com-
mandanten und Major Szemere marschirten durch Porta
S. Zeno, um den bei S. Massimo aufgestellten Truppen der
Brigade Revay zur Unterstützung zu dienen. Das 2. Bataillon
unter Commando des Majors Ketsk£s wurde durch Porta
nuova entsendet, um das von den Franzosen bereits genommene
Dorf Sta. Lucia wieder zu erobern.
Das 3. Bataillon unter Commando des Oberstlieutenant
de Baut musste das Castell Feiice besetzen, und hatte das-
selbe unter dem Oberbefehl des Gouverneurs Feldmarschall-
Lieutenant Baron Riese zu vertheidigen, falls die Franzosen
die k. k. Truppen aus der Position gegenüber Bussolengo ver-
drängen und sie zwingen sollten, sich am linken Etsch-Ufer
unter die Kanonen des Castells zu ziehen.
Das 1. Bataillon hatte den ganzen Tag über au dem Kampfe
Theil zu nehmen, der sich um den Besitz der vortheilhaften
Position von 8. Massimo entspann. Feldinarschall-Lieuteuant
Keim führte persönlich einen Theil der Division Hohen-
z ollem an diesem Punkt heran, der nun Zeuge des erbit-
tertsten Kampfes wurde.
Dreimal fiel der Ort !S. Massimo iu die Hände des Fein-
des, wurde ihm wieder entrissen und gegen Abend aber-
mals vom Gegner genommen ; da forderte Oberst GrafGyulay
den Hauptmann Sc ha ring er*) auf, es noch einmal zu ver-
suchen, den Feind aus der Position von S. Massimo zu ver-
treiben, und dadurch das Schicksal des Tages auf diesem Punkte
*) Major Szemere hatte sein Pferd unter dein Leihe verloren
und scheiut durch den Stur/ kampfunfähig geworden zu sein
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zu entscheiden. Hauptmann Scharinger säumte nicht, dem
Rufe seines Obersten zu folgen ; er griff den durch den Feind
auf das Hartnäckigste vertheidigten Ort erneuert an, und es
gelang ihm durch das kraftvolle Vordringen seiner Truppen,
Herr des Ortes zu werden, und, da Verstärkungen eintrafen,
es auch zu bleiben.
Die Grenadier- Division des Regimentes war dem Bataillon
Pers in der Brigade Geoeralmajor Liptay einverleibt, und
hatte am Morgen vor der andrängenden Uebermacht des Fein-
des Sta. Lucia räumen müssen Das 2. Bataillon, welches zur
Unterstützung dieses Grenadier-Bataillons und zur Wieder-
einnähme des Dorfes beordert war, erfüllte zwar diesen Auf-
trag und nahm den Ort im ersten Anlaufe, allein im Ungestüm
des Gefechtes entblösste es durch allzu rasches Nachdrängen
aus dem Dorfe heraus seine rechte Flanke ; eben in diesem
Augenblicke waren die Franzosen im Besitz der zunächst lie-
genden domiuirendeu Anhöhe zwischen Sta. Lucia und S. Mas-
simo gelangt und rückte von dort her sogleich eine Grenadier-
Halbbrigade gegen Sta. Lucia vor, das momentan von allen
österreichischen Truppen entblösst. — von den französischen
Grenadieren, im Rücken des 2. Bataillons ohne Kampf be-
setzt werden konnte, da sich auch das Grenadier- Bataillon
Pers der hitzigen Verfolgung angeschlossen und westwärts
vordringend den Ort verlassen hatte.
Die in dieser Richtung unternommene Verfolgung des
Gegners 'kam nicht nur bald zum Stehen, sondern ging den
weit überlegenen Kräften gegenüber, auf die mau gestoben
war, in eine rückgängige Bewegung über und waren nun Ab-
theilungen beider Bataillone genöthigt, sich durch das vom Feinde
besetzte Sta. Lucia durchzuschlagen, was nur mit bedeutendem
Verluste möglich war. Einige Hundert Schritte östlich des
Dorfes setzten sich diese Abtheilungen des Regimentes wieder
fest, und behaupteten sich nun in dieser Stellung im Vereine
mit einem grossen Theile der Division Hohenzollern, die
zur Unterstützung herbeigekommen war, 11 Stunden laug im
blutigen Ringen, ungeachtet aller Anstrengungen des Feindes
sie auch von dort zu vertreiben, jedoch ohne das Dorf Sta.
Lucia zurückerobern zu können. Zwei Generale Liptay und
Minkwitz wurden in diesem opfervollen Kampfe verwundet.
Während das Gefecht hier im Ceiilrum auf das Heftigste ent-
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V#rtuitc H»t
RtfimcaU.
W. M»rt IT»*
braonte. drang die 3. Division Montrichard des rechten
französischen Flügel-Corps, beiläufig 9000 Mann stark, bis an
die Thore von Legnago vor. Um 4 Uhr Nachmittags zog
Feldmars-ehall-Lieutenant Kray seine Reserve von Bevilacqua
heran, brach durch Legnago init den Divisionen Mercandin
und Fröhlich etwa 28.000 Manu stark in drei Colonnen
heraus, warf den französischen rechten Flügel bis an den
Tataro zurück, nahm ihm 15 Kanonen und zwang auch das
Centrum durch Bedrohung seiner rechten Flanke zum Rück-
züge. Diese Bewegung entschied den Tag zu Gunsten der
kaiserlichen Waffen, denn General Sc her er wagte es nicht,
seine , bei Pastrengo errungenen Erfolge auszubeuten , und
bezog weiter rückwärts eine Centrai-Stellung bei Isola della
Scala, während nur die Division Serrurier bei Rivoli und
Pastrengo stehen blieb.
Das Regiment Nr. 48. hatte seinen rühmlichen Antheil
an diesem Erfolge theuer bezahlt. Seine Verluste betrugen:
An Todten:
1 Officier (Lieutenant Nagy), 150 Mann.
An Verwundeten:
5 Officiere (Hauptmann S. Ivany, Walter und Hegy,
Lieutenant S ä ra o 1 y und C s u p o r), dann 353 Mann.
Gefangene:*)
2 Officiere (Regmts.-Adjt. Haus und Fähnrich Padolsky),
nebst 351 Mann.
Zusammen der Verlust:
8 Officiere. 854 Mann von 2 Bataillonen und der Grenadier-
Division, also des Bestandes.
In der eingetretenen Nacht bezog das Regiment die
Wälle der Stadt Verona, in welcher sich auch das Haupt-
Quartier befand, am nächsten Tage formirte sich die k. k. Armee
im Lager vor Verona in 4 Treffen.
*) Diese grosse Zahl von Gefangcnt-n erklärt sich durch den
Umstand, dass sich das 1. Bataillon und die Grenadier-Division durch
das besetzte Sta. Lucia durchschlagen mussten, und dass auch das
% Bataillon an dem wechselvollen Ortsgefechte in S. Massimo Theil nahm.
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Das Regiment, noch immer in der Division Keim ein- «*
getheilt, erhielt statt dem in der Schlacht verwundeten Gene-
ralen Mi nkwitz, den General Kovachevich zum Brigadier
und stand im 2. Treffen. Hier waren alle drei Bataillone des
Regimentes vereint, die Grenadiere aber beim Corps de reserve
in der Division Lu sign an. So verflossen 0 Tage, während
welchen die Armee die nöthige Erholung uud Kraft zu nenen
Unternehmungen finden sollte.
General Sc her er hoffte uunmehr einen üebergang über
die Etsch unterhalb Verona erzwingen zu können; — er schob
4 Divisionen zwischen Bagnole und Cerea an den Fluss, in-
dessen General Moreau mit 2 Divisiouen einen Hacken bei
Buttapietra und Isola-alta — Front gegen Norden bilden
musste. Feldmarschall-Lieuteuant Kray durchschaute des Geg-
ners Absicht und entschloss sich zur Offensive am rechten Etsch-
Ufer, während General Scher er beschloss, diesem Angriffe,
der sich durch eine Recognoscirung verrathen hatte, entgegen-
zugehen. So stiessen beide Armeen bei Magnano aufeinander.
Am 5. April früh um 8 Uhr musste österreichischer
Seit8 abgekocht und die ganze Armee unter die Waffen ge-
treten sein. Oberst Graf Gyulay versammelte das ganze
Officiers-Corps des Regimentes und forderte dasselbe in feuriger
Anrede auf: „Auf der bereits mit Ehren betretenen kriegeri-
schen Laufbahn muthig fortzuschreiten und dem Regimente
jenen Ruhm erkämpfen zu helfen, der es als ein neues Regi-
ment werth machen würde, jedem alten gleich zu zählen."
Bald nach 8 Uhr Morgens ertönte der Befehl zum Auf-
bruche; das 1. Treffen, (Division Mercandin,) formirte den
linken Flügel, das 2. (Division Keim), in welcher das Regi-
ment stand, das Centrum, und das 6. (Division Zoph) den
rechten Flügel der Schlachtordnung, endlich das 4. Treffen
(die Division Fröhlich), das Corps de reserve. Diese Co-
lonnen waren der Reihe nach auf Pozzo, Magnano und Castel
d'Azzano dirigirt; die Division Fröhlich hatte dem Centrum
zu folgen, indessen die Division H oh en zollern (in der sich
die Regiments-Grenadiere befanden) über Sona und Villafranca
als westlichste 5. Colonne der allgemeinen Vorrückung der
Armee, am änssersten rechten Flügel mit der Directiou auf
Isola-alta sich anzuschließen hatte. Das Centrum (bei welchem
das Regiment die Avantgarde bildete), marschirte eu colonne
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die Strassen bei den Ortschaften Tomba und Tombetta entlang
und gelangte so bis Magnano, wo der Feind schon in Bereit-
schaft, und selbst vorzurücken im Begriffe war. In der sich
nun entspinnenden Schlacht traf die Division Keim (4500
Mann) auf die stark überlegene französische Division Delmas
(6500 Mann), gegen welche sie zwar keine Erfolge erfechten,
aber in einem äusserst blutigen und harten Kampfe, an dem
sich das Regiment — als Vorhut — schon vom Beginne an
in hervorragender Weise betheiligte, seine zuerst eingenommene
Position behaupten konnte.
Dieses hartnäckige Ausharren des Centrums gab dem
Feldmarschall-Lieutenant Kray die Möglichkeit der geschlagenen
linken Flügel-Division, Mercandin, beinahe mit der ganzen
Division Fröhlich der Reserve zu Hilfe zu kommen, den
heftig vordringenden französischen rechten Flügel-Divisionen
Victor und Grenier bei Tomba und S. Giovanni lupatoto
in die linke Flanke zu fallen, ihnen eine entscheidende Nieder-
lage beizubringen und sie mit Verlust von 8 Kanonen und
3000 Gefangenen in voller Auflösung bis Isola della scala
zurückzuwerfen.
Dieser Erfolg entschied den Sieg des Tages, um den
sich das Regiment Nr. 48 so verdient gemacht hatte, dass
sich Feldmarschall-Lieutenant Keim veranlasst sah, demselben
seine vollste Zufriedenheit auszusprechen.
Der grosse Verlust des Regiments und die Behauptung
seiner Stellung sind Beweise seiner glänzenden Tapferkeit.
°«Ä l„*r Gleich bei dem ersten Angriffe wurde der tapfere Oberst Graf
«. A,.ni.;w. Gyulay von einer feindlichen Gewehr-Kugel am Kopfe sehr
schwer verwundet;*) Major Ketsk^s verlor ein Pferd unter
*) An den Folgen der nothwendig gewordenen Trcpanirung litt
er während seines ganzen Lebens. Zum Lohne seiner in den erwähnten
Gefechten bewiesenen Einsicht nnd Tapferkeit erhielt Oberst Graf
Gyulay den Elisabeth Theresien -Orden; seit Errichtung desselben war
dies der ersie Fall seiner Verleihung an einen noch activeu Obersten,
daher eine ganz besondere Auszeichnung. Gleichzeitig ernannte ihn die
Stadt Verona aus Dankbarkeit zum Veroneser Edelmann.
Im Jahre 1800 wurde Oberst Graf Gyulay zum Generalmajor
befördert; seine schwere Verwundung zwang ihn wiederholt in den
Ruhestand zu treten, doch diente er im Jahre 1805 bei dem ungarischen
Aufgebote, wurde 1808 zum Feldmarschall-Lieutenant ernannt und
commandirte 1809 in Italien das 8 Armee-Corps, in welcher Stellung
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dem Leibe: Hauptmann Ketzer, Lieutenant Ellenbauer,
Fähnrich Lafontaine blieben todt auf dem Schlachtfeld*.
Die Hauptleute Scharinger, Jacope, Urbany, Fay,
Allemann, Hartl, Ivanka, Unterlientennnt Udvarnoky,
Duimovich, Csebely, Bendl, Fähnrich Allemann und
Kokonovich wurden verwundet. Vom Feldwebel abwärts
hatte das Regiment an Todten und Blessirten 500 Mann. Ge-
fangen wurden: der verwundete Hauptmann Ivanka, Ober-
lieutenant Roth und 80 bis 100 Mann. Gesammtverlust des
Regimentes am 5. April 18 Officiere, 580 Mann. — Die Fran-
zosen verloren 4000 Todte und Verwundete, 4500 Gefangene,
23 Geschütze, indess der Gesammtverlust der Oesterreicher
3800 Todte und Verwundete betrug, von denen allein auf
das 48. Infanterie-Regiment entfiel.
Nach dieser glücklichen Schlacht bezog die Armee ein
Lager bei Villafranca, das Regiment aber nahm an der Ver-
folgung Theil, wurde zur Avantgarde unter Feldmarschall-
Lieutenant Eisnitz eingetheilt, und stand am 7. April im
Lager bei Goito.
Um jedoch dem Regimente Nr. 48, welches seit 26. März M.r.c „.«•■.
so sehr gelitten hatte, dass einige Compagnien fast ganz auf- April iim.
gelöst waren, etwas Ruhe und Erholung zu bieten, wurde es,
als die Armee den Mincio überschritt, nach Verona zurück-
gesendet, wo ungeachtet einiger eingetroffener kleiner Ergän-
zungs-Transporte, bei dem vorhandenen geringen Stande aus
drei Bataillonen deren zwei formirt werden mussten.
Indessen folgte die Grenadier-Division mit der Armee
dem weichenden Gegner über den Oglio und die Adda, wo
sie, dem Bataillon Pers einverleibt, dem Fluss-Uebergangs-Ge-
fechte bei Cassano am 27. April beiwohnte, und durch die feind-
liche Cavallerie angegriffen, nicht unbedeutende Verluste erlitt.
er sich wiederholt auszeichnete, und unter andern auch jene Division com-
mandirte, die durch Besetzung voii Tarvis, dann der beiden Sperr*
punkte Malborgbetto und Prcdil und deren heldentnfithige Ver-
teidigung am 16. und 17. Mai den Rückzug der Armee deckte.
Im Feldzuge 1813 commandirte F. M. L. Gyulay eine Di-
vision des Ke8ervc-Corps, — war 1815 ebenfalls Divisionär, — trat
nach abgeschlossenen Frieden in den definitiven Ruhestand, und starb
am 27. April 1845 in Pest. — Seit 1810 war er Geheimer Rath und
Inhaber des 21. Infanterie-Regiments.
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c r?.«nn ei 1° diesem, für die österreichischen Truppen abermals
n Aprii in», siegreichen Gefechte blieben 17 Grenadiere todt, Oberlieuteuaut
Rogäcs und 10 Grenadiere wurden verwundet und Haupt-
mann Topertzer mit 60 Grenadieren, welche fast alle
blessirt waren, geriethen in Gefangenschaft.
Gesammtverlust am 27. April 2 Officiere, 87 Mann.
Während nun die Armee im raschen Siegeslaufe unter
ihrem neuen Führer Suwarow, die durch Verluste geschwächte
französische Armee vor sich hertrieb, Mailand, Turin und
Tortona nahm, zog sich der nach Abgang Scherer's an die
Spitze der Armee gestellte Fuhrer der Franzosen General
Moreau in die Riviera zurück, in der Hoffnung, hier seine
Vereinigung mit der von Neapel heranrückenden Armee unter
Macdonald bewerkstelligen zu könneu. Diese Hoffnung wurde
jedoch durch die Niederlage Macdona ld's am 18. und
19. Juni an der Trebbia , wohiu ihm Suwarow entgegen-
gezogen war, getäuscht.
BfUjmi| „, Während dieser Vorgänge bei der Armee staud das 48.
JUBl "'j, t " .^Regiment in Garnison in Verona, rückte jedoch am 1(3. Juni
zum Belagerungs-Corps vor Mantua ab, bezog bei Murmirolo
und Soava das Lager und trat in die Division Feldmarschall-
Lieutenant Ott.
o. u <raiB»» n In diese Zeit der sehr beschwerlichen Belagerung der
Festung, fällt die Ernennung des General-Feldwachtmeisters
Baron Vukassovich zum Regiments-Inhaber.
Am 27. Juli ergab sich das von 30.000 Mann unter
Feldzeugmeister Baron Kray belagerte Mantua nach 21tägiger
Vertheidigung und wurde der grösste Theil des Belagerungs-
Corps sofort zur Verstärkung der Hauptarme«» nach Piemout
abgesendet.
urhi b.i Novi. Hier hatten sich die Verhältnisse insoferne geändert, als
ic Au«.« i7». französische Armee, auf 45.000 Mann verstärkt, unter
ihrem neuen Befehlshaber Joubert die Offensive aus der
Riviera ergriffen hatte, und am 14. August sich auf den steilen
Höhen südlich Novi, mit dem rechten Flügel auf dem M.
Rotondo, mit dem linken Flügel auf das Dorf Pasturana ge-
stützt und an den tiefen Thal-Einschnitt des Riasco-Baches
gelehnt, aufstellte. Den linkeu Flügel commandirte General
Periguon; unter seinem Commando stand die Division
Grouchy vor Pasturana; rechts davon die Division Le-
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moine; hinter beiden die Cavallerie-Division Riehe pense.
In dieser Stellung erwartete Joubert den Angriff der Ver-
bündeten.
Die Division Kray aus dem Belagerungs-Corps von
Mantua formirt (2ÜOOO Mann stark, darunter das 48. Regi-
ment), war um Mitternacht des 14. erst in Alessandria ein-
getroffen, legte hier das Gepäck ab und rückte noch in der
Nacht nach Fresonara bei Novi vor.
Bei Tages- Anbruch erhielt Kray, dessen Truppen nach
anstrengendem Nachtmarsche nur 2 Stunden geruht hatten,
den Befehl zum Angriffe und ging, indessen die Russen im
Centrum und die österreichische Division Melas am linken
Flügel noch unthätig blieben, allein zum Angriffe gegen
Pasturana in 2 Colonnen vor.
Die erste Colonne unter Bellegarde trifft hiebei auf
die Division Grouchy, die Division Ott mit dem 48. Infan-
terie-Regiment als Avantgarde, vom Feldzeugmeister Kray
selbst angeführt, stösst auf die Division L e m o i n e.
General Joubert sonst nirgends engagirt, führt selbst
alle Reserven herbei, wirft sie in die linke Flanke der Division
Ott und schlagt zwei heldenmüthige Angriffe der Oesterreicher
ab. Nun erst greifen die Russen das französische Centrum an,
während Feldzeugmeister Kray zum drittenmale stürmen
lässt, ohne dass es gelingt den Feind aus seiner Position zu
werfen, bis endlich auch Melas mit dem linken Flügel ein-
greift, und ein allgemeiner vierter Angriff die Franzosen mit
grossen Verlusten (alle Geschütze, 4 Fahnen, 10.000 Mann)
zum Rückzüge zwingt.
Die Schlacht hat 16 Stunden gedauert, doch war der
Sieg ein vollständiger. Die Divisionen Grouchy und Le-
moine waren aufgelöst und alle den Oesterreichern vis-ä-vis
commandirenden Generale todt oder verwundet.
Das Regiment hat sich an diesem Tage einen höchst v . r i a .u
ehrenvollen Antheil am Sipge, allerdings mit schweren Vor- ,« ***™* D
lusten, im heissen Kampfe erstritten. Der heldenmüthige
Commandant des Regiments Oberstlieutenant de Baut wurde
für sein» ausgezeichnete Tapferkeit und Verdienste in dieser
Schlacht mit dem Ritterkreuze des Maria-Theresien-Ordens be-
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loh«t, und sah sieh das ganze Regiment iu seinem Commau-
danten geehrt. *)
An Todteu zählte das Regiment 4 Offieiere (Oberlieute-
uant Maborli ch, Unterlieut*uaut Kollerth und S z e t *ey,
Fähnrich Gral' Alceuago), vom Feldwebel an, tiüMann; an
Blessirten 9 Offieiere (Oberstlieuteuant de Baut, Hauptleute
Paperte, ToperUet, Hartl. Oberlieutenant R6tse>,
*) Die „Geschichte des Theresieu-Ordens und seiner Mitglieder"
erzahlt Folgeudes :
De Ba ut, Fran z, zu Gent 1745 geboren, hatte den siebenjährigen
Krieg als Fähnrich bei Wartensieben-Infanterie mitgemacht
und legte in der Schlacht bei Torgau, 1760, so grosse Tapferkeit an den
Tag, dass er zum Lieutenant ernannt wurde.
In den ersten Feldzügen gegen Frankreich diente de Baut,
seit dem Jahre 1789 zum Hauptmann befördert, bei den Grenadieren,
und war so glücklich bei Lille im Jahre 1794 durch hervorragende
Bravour sich die Majors-Charge zu erkämpfen. Mit 130 Grenadieren
deckte de Baut den Rückzug der Armee so klug und ausharrend, dass
die Reserve-Artillerie ungebindert abziehen konnte; sechs feindliche,
mit Uebermacht geführte Angriffe vermochten nicht den tapferen Ofticier
aus seiner Stellung zu delogiren. Im Jahre 1797 befehligte er als Oberst-
lieutenant ein Grenadier-Bataillon, 1799 al>er nach der Verwunduug
des überaten Gyulay in der Schlacht bei Magnano (5. April) das
Regiment Vukassovich Nr l.v und fand seine Tapferkeit in der Schlacht
bei Novi (15. August) durch das Ritterkreuz des Theresien-Ordens
belohnt. Schon durch die vorhergegangenen Vorfälle hatte das Regi-
ment viele Offieiere und eine namhafte Zahl Soldaten verloren, trotzdem
aber mit regstem Kifer jede Gelegenheit zur Auszeichnung ergriffen. So auch
bei Novi. Die auf den Anhöhen in den Weingärten postirten Franzosen,
welche unserem rechten Flügel unter Feldzeugmeister Kray jedes
Vorrücken vereitelten, griff de Baut mit dem Bajonete an uud ver-
trieb sie ungeachtet des hartnäckigsten Widerstandes. Auf die Höhen
gelangt, erhielt er zwei Contusionen; diese binderten ihn aber nicht,
die Verfolgung des überlegeneu Feindes fortznsetzen, endlich auf einer
Wiese Stellung zu nehmen, wo er, trotzdem, dass er verwundet,
sein braves Regiment sehr gelichtet und von jeder Unterstützung
abgeschnitten war, mit seltenem Heroismus die Bataillone so lange
zur Ausdauer anzueifern verstand, bis die Anhöhen von nachrückenden
Truppen besetzt werden konnten und der Sieg zu unseren Gunsten
entschieden wurde.
Hiebei bewies Oberstlieuteuant de Baut so viel Klugheit,
Geschicklichkeit und Entschlossenheit, dass Feldzeugmeister Kray
nicht umhin konnte, ihm den glücklichen Ausschlag des Tages auf dem
rechten Flügel unserer Armee zuzuschreiben.
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Radenich, Unterlieutenant Eisler, Wolf. Renner und
237 Mann vom Feldwebel abwärts. 2 Officiere (Oberlieutenant
Widakovich und Unterlieutenant Sax) mit 75 Mann ge-
riet hen in Gefangenschaft.
Gesainnitverlust in der Schlacht bei Novi am 15. August
15 Officiere, 375 Mann. *)
In Folge der verlorenen Schlacht bei Novi, zog sich die
französische Armee abermals in die Riviera zurück und deckte
ihre Front durch eine Posteukette auf dem Kamme des Appenins.
Das Regiment Vukassovich Nr 48, über welches
nuumehr der älteste Hauptmann He gy i das Commando führte,
weil alle Stabsotticiere theils verwundet, theils krankheitshalber
abwesend waren, wurde im letzten Drittel des August, in der
Gegend von Fossano und Savigliano im Tauaro- und Maira-
Thale in Piemont zur Unterstützung der dort stehenden
Cavallerie, mit dem Reginiente Deutschmeister Nr. 4 in der
Brigade des Obersteu von Brixen vereint, zum Vorposten-
dienste verwendet, wo es häufige Plänkler-Scharmützel mit
den feindlichen Posten bestand. Als nach der Schlacht bei Novi
auch dieCitadelle von Tortona gefallen war, zog Su warow mit
dem russischen Hilfs-Corps nach der Schweiz, und blieben in
Piemont die Oesterreicher unter G. d. C. Melas allein zurück.
Diese Schwächung der kaiserlichen Armee benützte der
feindliche Ober-General More au. indem er am 17. September
aus der Riviera über Coni vordrang und die österreichischen
Vorposten zwang, mit Verlust von 18 Todten und Verwundeten
uach Fossano zurückzugehen und sich dort an das Regiment
Vukassovich anzuschliessen.
Der Commandant des sehr überlegenen Feindes Hess
das Regiment zur üebergabe von Fossano auffordern; unter
Zurückweisung dieses entehrenden Vorschlages wurde in aller
Eile das Möglichste aufgeboten, um diesen Posten mindestens
so lange allein zu behaupten , bis von der bei Brä stehenden
Haupt-Armee einige Unterstützung herbeikommen würde.
Auf die diesfällige Meldung gab jedoch das Armee-
Commando den Befehl: Fossano zu verlassen und sich zur
*) Der Corporai Strauiovsky, Johann Spritz und Gefreiter
Johann Hege du 8 erhielten für ihr hervorragend tapferes Verhalten
die Bilberne Ehrenmedaille und Gemeiner Josef Szabo 5 Ducaten
als Donceur.
18
im Armee nach Bra zurückzuziehen , wohin deun auch das Regi-
ment am 18. mit Tagesanbruch abmarschirte.
Am 19. um 10 Uhr Vormittags rückte eiu Theil der
Armee wieder gegen Fossano und Savigliano vor, indessen das
Regiment Nro. 48 zur Deckung des Tanaro-Thales nach Cherasco
bestimmt wurde, wo Major Szeme re das Regiments-Commaudo
übernahm.
D *B^.u"Tin'' Den 21 • October ging das Regiment mit dem Regimente
ii. o2V,\n». Lattermann Nr. 45, dann einem Bataillon Graf Josef
Mittrovsky Nr. 40 nach Mondovi ab, wo es als Besatzung
zu verbleiben hatte.
«Ä'w«« Ain Oktober erhielt der Brigadier Oberst von Bri-
•»« i » i o ( i»iw ie n den Befehl, den östlich unweit Mondovi, in und bei dem
Dorfe Vico auf einer Anhöhe, dann auf dem Berge S. Lorenzo
gelagerten Feind mit seiuer Brigade anzugreifen und sich in
dieser Position zu b hanpt'-n. Diesem Befehle zu Folge wurden
die Haupt »eilte Jakai <lu vsky undToth mit 4 Compaguien,
dann einem Bataillon des piemoutesischeu Regimeuts Mondovi,
zur Erstürmung der Position von S. Lorenzo bestimmt, und
sollten die übrigen 8 Compagnien des Regiments das, mit
einem starken Verhau umgebene Lager bei Vico, das Regiment
Lattermann aber das besetzte Dorf selbst einnehmen.
Uni 9 Uhr Früh rückten die drei Colounen von sehr
dichtem Nebel begünstigt , gegen die feindliche Position vor.
Die erste Colonne des Regimentes war so glücklich in das
feindliche Lager bei S. Lureuzo einzudringen und es zu be-
haupten; eb-nso erstieg die zweite Colonne den Verhau bei
Vico, verbranute das feindliche Lager und machte mehrere
Gefangene. Da aber die gegeu das Dorf vorrückende Abtheilung
des 4ö. Regiments durch ein geschicktes Flanken-Manöver des
Feindes zurückgeworfen wurde, sah sich die zweite Colonne
im Rücken angegiiffen und genöthigt, eine Masse zu formireu,
sich durchzuschlagen und die bereits errungenen Vonheile dem
Feinde zu überlassen. Während diese Coloune sohin unter die
Mauern von Moudovi zurückkehren musste, behaupteten die
Truppen unter Hauptmann Jak ardo vsky die genommene
Position von S. Lorenzo, ungeachtet aller Anstrengungen des
Feindes dieselbe wieder zu gewinnen.
Am 28. wurde der Angriff erneuert. Das Regiment er-
hielt hiebei die Bestimmung den Ort Vico, und ein neu ange-
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kommenes Grenadier-Bataillon das Lager bei diesem Dorfe zu «»•
erstürmen. Das Regiment rückte durch einen Kastanienwald
gedeckt vor, griff das Dorf auf mehreren Punkten zugleich au
und eroberte es im ersten Anlaufe. Ebenso glücklich waren
die Grenadiere in ihrer Unternehmung.
Obwohl nun die Franzosen Verstärkungen an sich zogen,
und das Dorf zu wiederholten Malen energisch angriffen, er-
litten sie nur bedeutenden Verlust ohne ihr Ziel m erreichen.
In diesen Gefechten bei Vico und S. Lorenzo am 27. uud v.,i„«.
«lc« Regiment«*.
28. verlor das Regiment Major Szemere, Hauptmann T o t h«. »»d «^.„b.r
und Oberlieutenant Jäger verwundet ; Fähnrich Szuszmann,
Waltmann und Contreuille gefangen, dann 150 Mann
vom Feldwebel abwärts an Todten, Verwundeten und Gefangenen.
Während die beiderseitigen Armeen im Grossen durch
den Kamm der Apenuinen vom Col di Tenda bis Gavi ge-
trennt waren, und trotz der rauhen Jahreszeit, namentlich im
Gebirge, unter anstrengenden Märschen und kleinen aber blu-
tigen Kämpfen, bestrebt blieben, ihre beiderseitigen Positionen
zu behaupten, beschloss der österreichische Feldherr dem Feiude
die beiden Hauptstützpunkte seiner Operationen: Coni und
Genua, zu entreissen. Die Belagerung von Coni wurde mit
Beginn Novembers eingeleitet und wurde das 4b. Infanterie-
Regiment in das Belagerungs-Corps unter Feldmarschall-Lieu-
tenaut Fürst Liechtenstein eiugetheilt. Die Cutemehiuuug i.
auf Genua missglückte, Coni jedoch fiel am 3. December uud
nachdem man durch dieses glückliche Ereigniss sicher war,
dass die Franzosen nicht so leicht mehr einen Augriff gegen
Piemont wagen würden, bezog die ganze Armee am 11. De-
cember Winterquartiere, wobei das 48. Infanterie-Regiment Winu P 7 < ,°j;^;™
die Städte Brä, Alba und Asti als Garnisonen zugewiesen D P \~ r m £ r ,lJr
erhielt.
Dergestalt endigte diese blutige und anstrengende Cam-
pagne, in welcher es dem Regimente schon im zweiten Jahre
seines Bestehens vergönnt war, an den hervorragendsten krie-
gerischen Ereignissen tbätigen Antheil zu nehmen, und nebst
dem Vertrauen seiner Commandanten auch Ehre und Ruhm
für alle Zeiten zu erwerben.
Der Total- Verlust des Regiments in diesem Feldzuge
beziffert sich (siehe Beilage I) auf 3 Stabsofficiere, 46 Ober-
Officiere und 2084 Mann, somit auf */ 3 seines ganzen Standes.
8*
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20
b«ii m « "f. i. Beilage Ar. 2.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1799 in Italien.
Schlacht an der Etech. 26. Man 179».
Offlctur«
a
HaDQ«>hftiV
150
353
351
Zusammen
8
Sehlacht hei Magnano. 5 April 1799.
3
. 13
2
}500
80
Zusammen
. 18
580
Gefecht bei Cassano. 27. April 1799.
Gefangen und gröSBtenheils blessirt . .
. . 1
17
10
60
. . 2
87
Schlacht bei NotI. 14. August 1799
63
237
75
Zusammen . . 15 375
Gefechte bei Fossano, Tic© and San Lorenzo.
18., 27. nnd 28. October.
3
. 168
Zusammen . . 5
150
Gesammt- Verlust im Feldzuge 1799 48 2084
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1800.
Im Feldzuge in Italien.
Nachdem die Franzosen im abgelaufenen Feldzuge die
Schweiz und die Riviera, mit Genua am rechten Flügel, be-
hauptet hatten, so verstärkte der erste Consul die Armee in
der letzteren bis auf 45.000 Mann und stellte sie unter den
energischen General M a s s e n a. Unter diesem war die Armee
in 2 grosse, gleich starke Flügel getrennt, welche vou dem
Generalen Soult 'rechter Flügel) und General Suchet (linker
Flügel) commandirt wurden.
Zur Beobachtung der auf den Pässen der Berner-Alpen
und des St. Gotthard befindlichen französischen Detachements,
stand österreichischer Seits Feldmarscball-Lieuteuant Keim mit
20 000 Mann, Front gegen Nordeu, mit dem Gros zwischen
Sesto-Calende und Aosta, indessen die Hauptarmee unter General
der Cavallerie Baron Mela? zwischen Coni, Turin, Tortona
und Novi, Front gegen Süden, durch eine Postirungslinie auf
dem Kamme des ligurischen Apennins sich deckte.
Den 12.000 Mann starken linken Flügel der österreichi-
schen Hauptarmee, der nördlich Genua stand, commandirte
Feldmarschall-Lieutenant 0 1 1.
Das Centrum, 20.000 Mann stark, stand unter Melas
eigenem Befehle bei Acqui ; in diesem Corps war das Regiment
Nro. 48 bei der Division St. Julien eingetheilt. Der recht*
Flügel in Ceva stand unter dem General Eisnitz und war
18.000 Mann stark. 9000 Mann unter Feldmarschall-Lieutenant
Hohen zollern befanden sich als Reserve in Novi. General
Melas beabsichtigte durch einen Stoss mit seinem Centrum
die beiden feindlichen Flügel — Suchet und Soult — von
einander zu trennen, dann zuerst Suchet in einer Schlacht
zu schlagen.
So standen die Dinge unmittelbar vor Ausbruch der
Feindseligkeiten und vor Beginn eines Feldzuges, der mit Einem
22
>»»• Schlage die kaiserliche Armee aller Früchte ihrer theuer und
ruhmvoll erkauften Erfolge berauben sollte.
Vom 11. December 1799 bis 19. Februar 1800 war das
Regiment in den vorerwähnten Winter-Quartieren geblieben,
als am 20. Februar der Befehl zum eiligen Aufbruche ein-
traf. Von diesem Tage au brachte das Regiment ganze 5
Wochen mit beständigen Hin- und Hermärschen zu, welche
darin ihre Veranlassung fanden, dass man den Gegner durch
Schein-Manöver täuschen wollte, um den wahren Angriffspunkt
zu verbergen, während man andererseits durch gleiche Be-
wegungen des Feindes zu Gegen massregeln gezwungen wurde.
(MwktbiiMMit Mit Ende März stiess das Regiment bei Acqui wieder
e. Apt<i i*h> zur Division des Feldmarschall-Lieutenant S t. J u 1 i e n, welche
die Avantgarde der Armee bildend, in die Riviera di Genova
vorrücken sollte und zunächst die Bestimmung erhielt, über
den Monte Castellano vorzudringen, und die von Natur starke,
durch zweckmässig angebrachte Verechanzungen uoch haltbarere
Position des Feindes auf dem Monte notte zu nehmen. Eine
zweite Colonne ging am selben Tage von Carcare gegen den
Pass von Altare vor, um denselben gleichzeitig mit jenem von
Monte notte zu forciren.
Dieser Stoss der Avantgarden, wenn nöthig vom gauzen
Corps des Centrums unterstützt, sollte die vom Oberfeldherrn
beabsichtigte Theilung der gegnerischen Streitkräfte zu Stande
bringen und hing somit von dem Gelingen desselben das
Schicksal der ersten Operationen, vielleicht des Feldzuges ab.
Am 6. April Früh formirte sich die Division (vermuth-
lich bei Spigno); das Regiment ä la tlte derselben, trat den
Marsch quer über das Gebirge an, und gelangte ungehindert
bis zum Fusse des Monte Castellano nördlich des Passes
Monte notte), der vom Feinde besetzt war.
Die erste Division des Regimentes unter Commando des
Hauptmann Scharinger griff sogleich den auf Monte Cas-
tellano stehenden Gegner an, und da das Regiment noch die 2.
Division des 1. Bataillons zur Unterstützung vorgehen liess,
selbst aber in geschlossener Schlachtordnung nachrückte, wurde
es in Kürze Meister dieses Berges, von dessen Kuppe aus
man die ganze feindliche Position von Monte notte, auf Einmal
übersah. Das Regiment hatte den Befehl, allein uicht weiter
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vorzurücken, sondern vorerst die nachfolgenden Regimenter der
Division, nämlich Deutschmeister Nr. 4, Josef Colloredo
Nro. 57 und L attermann Nro. 45 abzuwarten; da aber
der genommene Berg Castellano im wirksamen Ertrage der
feindlichen Hauptposition lag, von welcher ein beständiges
Feuer unterhalten wurde, so schützte sich das Regiment einst-
weilen, so gut es eben ging, hinter Steinmassen und einzelnen
Baumgruppen. Indessen rückten die genannten Regimenter
gegen Monte Castellano nach und schon befahl der Feldmar-
schall-Lieutenant St. Julien Freiwillige zum Sturme vor-
zurufen, als der schon mehrerwähnte tapfere Hauptmanu
Scharinger des Regimentes Vukassovich einer spontanen
Eingebung folgend, seine Compagnie mit einer kurzen An-
sprache begeisterte, und im Sturmschritt vorwärts gegen die
Hauptposition drang; seinem hinreissenden Beispiele folgte nun
das ganze Regiment, indem Oberstlieutenant de Baut, der
dasselbe seit Beginn des Feldzuges wieder commandirte, die
Wichtigkeit des Momentes erkennend, sofort mit ganzer Kraft
in das von Hauptmann Scharinger unvorbereitet eugagirte
Gefecht eingriff, und in Zeit von s / 4 Stunden war der Feind
geworfen nnd seine vortrefflichen Verschanzungen unter ge-
ringem Verluste erstürmt. Kaum war die Verbindung mit der
Hauptcolonne hergestellt, als sich Oberstlieutenant de Baut
auch schon zum Angriffe des Monte Legiuo anschickte, auf
den sich der Feind zurückgezogen hatte. Im Centrnm durch
eine Fleche, auf beiden Flügeln durch geschlossene, mit Wolfs-
gruben umgebene Redouten und in der Front durch Verhaue
geschützt, leisteten die Franzosen energischen Widerstand;
aber Oberet de Baut führte sein Regiment zum Bajonnet-
Angriff heran, warf den Feind aus den Verschanzungen und
eroberte 2 Kanonen und 11 Doppelhacken. Der zum Weichen
gebrachte Feind suchte zwar noch mehrere eich darbietende
Anhöhen zu erneuertem Widerstande zu benützen und stellte
sich wiederholt zur Gegenwehr, wurde aber allenthalben, durch
das ebenso rasche als muthvolle Vorrücken der kaiserlichen
Truppen zurückgedrängt, und bis an die Meeresküste nach
Albissola verfolgt, wobei er noch empfindliche Verluste an
Todten und Blessirten, dann 20 Officieren und einigen Hundert
Mann an Gefangenen erlitt.
Die Ehre dieses Tages gebührt hauptsächlich dem Regi-
24
mcnte V u k a s s o v i c h und seinem tapferen Comma ndanten,
durch deren heldenmüthiges, entschlossenes Vorgehen, die Ab-
sicht des Armee-Commandos — nämlich der Durchbruch der
feindlichen Armee bis an die Meeresküste, iu einem einzigen
Tage, zur Erfüllung gelangte. *)
Der ganze Verlust in diesem, dem Regimen te zum be-
sonderen Ruhme dienenden Kampfe, belief sich an Todten auf
16 Mann; verwundet wurden Hauptmann Casar, Oberlieutenant
Boch, Unterlieutenant Tartorotti und 40 Mann. In die
Gefangenschaft gerieth Lieutenant Suppan mit 6 Mann.
Gesammtvermst : 4 Ofiiciere und 62 Mann.
Am folgenden Tage sollte das Regiment Vukassovich
Savona besetzen: bei seinem Eintreffen fand es aber bereits
das Regiment Splenyi Nro. 51 in der Stadt, wesshalb es
am folgenden Tage wieder zur Division zurückgenommen wurde.
Um die Trennuug zwischen den beiden feindlichen Corps
zu erhalten, schob General der Cavallerie Meli, s sehr be-
deutende Streitkräfte über Savona an die Küste ; während das
Corps E 1 s n i t z, Front gegen Westen, Suchet beobachtete
und aufhielt, sammelte der österreichische Feldherr alle ver-
fügbaren Streitkräfte im grossen Bogen von Varazze, über
Sassello, Campo freddo und die Bocchetta bis nach Nervi, aus
welcher Stellung dann das bei Genua stehende Corps Soul t's,
concentrisch angegriffen, und in den Platz zurückgeworfen
werden sollte, um endlich zu dessen Belagerung schreiten zu
können.
Sowohl Masse na, der sich selbst beim Corps Soult
befand, wie Suchet, der nordöstlich Oneglia stand, suchten
durch wiederholte Angriffe, die verlorene Verbindung herzu-
stellen; ihre diessfälligeu Unternehmungen scheiterten jedoch
an der Wachsamkeit und Stärke der österreichischen Truppen.
♦) Noch im September dieses Jahres wurde Oberstlieutenant de
Baut tür die vielfältigen Verdienste Oberst, im folgenden Jahre in das
44. Infanterie-Regiment Qbersctzt und 180*2 in den Freiherrnstand er-
hoben. Nachdem er dem Kriege in Italien 1805 mit gleicher Auszeich-
nung beigewohnt hatte, und im April 1807 der zahlreichen Blessuren
wegen, als Generalmajor in Pension treten musste, ward ihm später
das Festungs-Commando in Peterwardein verliehen, wo er um 17. Februar
1816 verschied.
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25
Um an der vorerwähnten EinSchliessung des Soul t'schen ,Mn
Corps Theil zu nehmen, erhielt die Division St Julien mit
ihr auch das 4K. Regiment den Befehl zum Marsche nach
Campo freddo.
Am 9. April Früh um 5 Uhr brach die ganze Division
(von wo, ist unbekannt) auf, inarschirte Tag und Nacht in
einem Zuge, traf am 10. Morgens zu Campo freddo ein, und
bezog hier ein Lager.
Nachmittags hörte man starkes Musketen-Feuer im Gebirge,
gegen Sassello zu. wo der französische General Soult be-
deutende Kräfte vordringen Hess, um den ihn immer enger
umschliessenden Gürtel der Oesterreicher zu sprengen.
Nachts um 10 Uhr erhielt das Regiment den Befehl
oberhalb und südlich Campo freddo aut dem Gebirge einen
Cordon zu bilden, mit dem gemessenen Auftrage, dem auch
von Süden heranrückenden Gegner das weitere Vordringen, falls
er künftigen Tages solches versuchen sollte, hartnäckigst zu
verwehren; bei dessen zu grosser Uebermacht aber, sich auf
den, vorigen Tags innegehabten Lagerplatz zurückzuziehen
und an die Division anzuschließen.
Am 11. April Früh mit Anbruch des Tages, griff der 0 «'"*^^*»^
Divisions-General Soult das Regiment in seiner Aufstellung " A * M ^
mit Ungestüm und Uebermacht an, und warf es, ohne ihm
Zeit zu lassen, sich aus der sehr zerstreuten Cordons-Aufetel-
lung zu railliren, nach vierstündigem Widerstande zurück
Obwohl das 3. Bataillon vom Regimente Lattermann zur
Unterstützung herbeigeeilt war, musste doch der Rückzug
bis zum Monte Armella umsomehr fortgesetzt werden, als
durch eine über Sassello links detachirte feindliche Colonne,
das Regiment in der rechten Flanke bedroht und stark über-
flügelt war.
Der bei so uugüustigen Gefechts- und Rückzugs- Verhält- iSSCmC
nissen erlittene Verlust, musste dem Regimente um so empfind- 11 ApH1
Hoher sein, als dasselbe ohnehin durch die vorausgegangenen
Kämpfe und Anstrengungen bedeutend gelitten und mehrere
seiner ausgezeichnetsten Officiere verloren hatte.
Von den Officieren wurde Hauptmann Urbanyi ver-
wundet; Major Kets k es. Hauptmann He gyi, Scharinger,
Oberlieutenaut Roth, Unterlieutenant Gerhargy, Fähnrich
de Baut und Regiments- Adjutant Kon r ad mit 169 Maun
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'** gefiethen in Gefangenschaft. Todt und verwundt-t waren vom
Feldwebel abwärts 80 Mann.
Obwohl nun der Gegner allerdings einen kleinen Erfolg
erfochten hatte, so musste er sich doch überzeugen, dass er
bei weiterem Vordringen auf sehr überlegene Kräfte treffen
würde; dieser partielle und momentane Rückschlag konnte
daher an der üblen Situation der französischen Armee wenig
mehr ändern und nicht verhindern, dass die österreichische
auf ihrer ganzen, mehrere Meilen langen Front am 14. April
zum allgemeinen Angriffe vorging, und in einer Reihe von
siegreichen Gefechten, allerdings unter einem eigenen Verluste
von 8000 Mann , der französischen Armee den Besitz der
Apennineu-Kämme und der Riviera entriss, und Masse na
am 21. April mit dem 28.000 Mann starken Soult'scheu
Corps in Genua einschloss.
s 0 o?«.unu™ ^ m ^ ^P r '' kei S. Giustiniano nahm das Regiment
is. Aprii i*oo an einem dieser sehr blutigen Treffen Theil : hier kämpfte es
standhaft, anf einem sehr wichtigen Punkte, den es mit un-
erschütterlichem Muthe behauptete und trug dadurch zur Ent-
scheidung dieser Affaire so wesentlich bei, dass am folgenden
Tage der commandirende General der Cavallerie Baron Mela6,
den Generalen Graf Pälffy an dasselbe abschickte, um dem
Regiments seine besondere Zufriedenheit erkennen zu geben
und seinen Dank abzustatten. Mit Rücksicht auf den geringen
Stand des Regiments, waren die Verluste in diesem Gefechte
bedeutend.
Lieutenant Üncsovsky blieb todt auf dem Schlacht-
i> ApTi^o. felde, Lieutenant Koka no vi ch wurde verwundet; vom Feld-
webel abwärts belief sich der Verlust an Todten und Verwun-
deten auf 100 Mann; Oberlieutenant ReUsey mit 17 Mann
fiel in die Gefangenschaft.
Während nun Feldmarschall-Lieutenant Ott mit 24.000
Mann die Einschliessnng und Belagerung von Genua übernahm,
rückte General der Cavallerie Baron Melas mit 30.000 Mann
längs der Küste gegen Westen ab, vereinigte sich mit Feld-
marsehail-Lieutenant Eisnitz gegen das Corps Suchet, und
drängte dasselbe über die französische Grenze und hinter den
Var-Flus8 zurück.
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27
Gleichzeitig erhielt das Regiment Vukassovich den Bi«,k.«ir«ir,
Befehl über den Monte Erinetta zur Blokade der Citadelle von
April uuH M«l
Savona zu marschiren; es wohnte derselben ohne Verlust bis ,s "°-
zur Uebergabe bei. und rückte am 21. Mai über Finale, Al-
benga, Oneglia, S. Remo nach Nizza di Provence zur Haupt-
armee ein, und schlug sein Lager am Var-Flusse aul, nach-
dem es seine Kintheilung bei der Division Eisnitz erhalten
hatte
Bis zu diesem Abschnitte muss der Verlauf des Feld-
zuges ein glänzender genannt werden: leider sollte aber das
Kriegsglück, das die österreichischen Waffen bis an die Küste
des Mittelmeeres getragen hatte, nur zu bald sich von denselben
wenden.
Die französische Reserve - Armee , welche Bonaparte
30.000 Mann stark, bei Dijon versammelt hatte, setzte sich
schon im April in Bewegung, überschritt Mitte Mai den grossen
und kleinen St. Bernhard und drang in Ober-Italien im Rücken
Melas ein. da das hier aufgestellte Beobachtungs-Corps unter
Feldmarschall-Lieutenant Keim zu schwach war, um diess
verhindern zu können.
Melas erfuhr am IB. Mai vou dieser Bewegung, lieas
17.000 Mann unter Eisnitz (dabei auch das 48. Infanterie-
Regiment) am Var-Flusse Suchet gegenüber stehen, und
eilte mit 30.000 Mann nach Turin, wohin er den Marsch der
Reserve- Armee gerichtet glaubte. Bonaparte hatte aber nur
das Corps Lanues von Ivrea aus gegen Turin vorgeschoben,
war selbst nach Mailand marschirt, und rückte über Piacenza
nach Marengo bei Alessandria vor, wo er mit Melas zur
Schlacht am 14. Juni zusammentraf.
Schon war der Sieg den Oesterreichern errungen, sie
lockerten aber bei der Verfolgung ihre taktische Ordnung zu
sehr, so dass sie bei plötzlicher Erneuerung der Schlacht,
durch das Eintreffen frischer französischer Truppen unter
Desaix, geschlagen und nach Alessandria zurückgetrieben
wurden.
Um dieselbe Zeit war auch Eisnitz von Suchet mit
üeberlegenheit angegriffen und über den Col di Tenda gegen
Mondovi zurückgeworfen worden.
Bei diesem, bis zum 17. Juni währenden Rückzüge, bil-
dete das 48. Infanterie-Regiment in der Division des Generalen
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Elsnitz die Arrieregarde, und gelangt« über Savorgio und
den Col di Tenda nach Mondovi. Auf diesem sehr eiligen und
höchst beschwerlichen Rückzüge verlor das Regiment die Lieu-
tenants Türen an y und Sax mit 60 Mann, die in dem
schwer gangbaren Gebirge auf zurückgelassenen Piquets nicht
rechtzeitig eingezogen werden konnten, und gefangen wurden.
Nach der unglücklichen Schlacht bei Marengo kam das
Regiment in die Citadelle von Alessandria als Besatzung; als
jedoch der österreichische Feldherr in Folge des Verlustes der
Schlacht und aller Rückzugs- und Zuschubs-Linien, eine Con-
vention abschloss, vermöge welcher Piemont und die Lombardie
— bis an den Chiese — sammt den Festungen dem Feinde
überlassen wurden, wogegen die österreichische Armee freien
Abmarsch an dem Mincio erhielt, wurde das Regiment in die
Division des Regiments-Inhabers Feldmarschall-Lieutenant Vu-
kassovich zu Trient in Wälsch-Tirol eingeteilt, später
aber in die Judicarien verlegt, ohne in diesem Feldzuge weiter
zur Action zu gelangen.
Der Gesammt- Verlust, den das Regiment in diesem Feld-
zuge erlitt, beziffert sich (siehe Beilage 2) auf 1 Stabsofficier,
16 Oberofßciere und 488 Manu.
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29
Beilage Ar. 2. n."»*. » «
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1800 in Italien.
Gefecht am Monte
notte. 5 Marz 1800 o
Mci.r« 1
Kannsclitft.
16
Verwundet .
3
40
Gefangen . .
1
6
Zusammen .
4
26
Gefecht hei Campo
freddo 11. April 1800.
Todt .
1 80 «
Verwundet »
1
7
'l«9
Zusammen
8
249
Gefeeht bei San Gi
uatiniano. 16. April 1800.
1
lioo
Verwundet
1
1
17
3
117
Auf dem Rückzug e
Uber den Col di Tenda. Juni
1800.
Gefangen
2
60
Gesammt-Verlust im Feldzuge 1800.
T7~
488
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1801-1804.
Der Feldzug nahm eine noch unglücklichere Wendung,
als die französische Armee der österreichischen bis an die
Etsch folgend, diesen Fluss am 1. Jänner bei Bussolengo
überschritt und die Oesterreicher zum Rückzüge bis an die
Brenta nöthigte; dadurch war auch die glücklich geführte
Vertheidigung der Westgrenze Tirols in der linken Flanke be-
droht und erhielt desshalb die Division Vukassovich (mit
dem 48. Infanterie-Regiraente) den Befehl, sich an der Brenta
mit der Hauptarmee zu vereinigen. Der Marsch dahin wurde
am l. Jänner aus den Judicarien angetreten und ging über
Monte St Alberto, Mori, Calliano, Levico nach Nervesa, wo
der Waffenstillstand, dem am 9. Februar der Friede von Luue-
ville folgte, weiteren kriegerischen Ereignissen ein Ziel setzte.
bJcSSES Das Regiment wurde während des Waffenstillstandes in
SS."*" Cantonirungs-Quartieren um Cormons in Friaul untergebracht,
erhielt aber nach geschlossenem Frieden die Stadt Treviso im
Venetianischen zu seiner künftigen Friedeusstation ; dahiu brach
es am 3. April aus den Cantonirungs-Quartieren auf, und traf
am 14. zu Treviso ein, wo es in die Division des Feldmarschall-
Lieutenant Baron Anton Mitrovsky, und in die Brigade
General-Major Prinz Victor Rohan trat.
Nebst der Stadt Treviso erhielt das Regiment noch die
^ApriM«»'" Städtchen Bassano, Feltre und Belluno zur Garnison, so dass
diese letzteren 3 Ortschaften mit einem Bataillon besetzt, und
dieses alljährig abgelöst wurde.
c"» h A. Mit Ende A P ril i f?' eicn üacü <iem Einrücken zu Treviso
Aprit im. wurde der Oberst de Baut zum Infanterie-Regimente Graf
Bellegarde Nr. 44 transferirt, während der supernumeräre
Oberst Bianchi das Regiments-Commando übernahm.
Den 13. Mai traf auch die Grenadier-Division, ebenso
am 22 Mai das Regiments-Depot und die Rechnungs-Kanzlei
In Tr*YU« »U
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31
zu Treviso ein, wo sich das Regiment nunmehr mit Eifer der »•»>
Friedensarbeit hingab.
Im Verlaufe der nächsten Jahre widmete sich das Re- i«*. i«*
giment der militärischen Ausbildung, ohne dass besondere
Ereignisse die Schulung für den Krieg unterbrochen hätten.
Ende August 1804 bezog die ganze Brigade ein Eierzier-
Lager bei Lovadina an der Piave, nm nach Tierwöchentlicher
Uebung wieder in die früheren Garnisonen zurückzukehren.
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1805.
Im Feldznge in Italien.
Wegen des zu Livoruo ausgebrochenen gelben Fiebers
sollte an der Grenze der italienischen Republik ein Saniräts-
Cordon aufgestellt werden, und uiarschirte das hiezu bestimmte
3. Bataillon des Regimentes am December 1804 von Tre-
viso ab, kam am 1. Jänner 1*06 zu Pescantina, gegenüber
Bussolengo in der Val Policella an, und bildete von Ponte
di Castell vecchio bei Verona, längs der Etsch bis Osseuigo
an der Tiroler Grenze den rechten Flügel der Cordouslinie.
Die Grenadier-Division nebst dem 1. und 2. Bataillon
brachen jedoch am 16. April von Treviso auf und bezogen
bei Aviano im Friaul das für die italienische Armee bestimmte
Haupt-Exercirlager.
i n v. n .«ugi B Nach Beendigung der üebuugen gegen Ende Mai kamen
•«MitartMi diese Abteilungen nach Venedig in Garnison, woselbst auch
das vom Sanitäts-Cordon abgelöste 3. Bataillon am 6. Juni
eintraf. Hier versah das Regiment 4 Wochen lang Garnisons-
Dienste und erhielt dann seine Verwendung theils im Lazza-
retto nuovo und S. Erasmo, theils zu Brondolo beim Fortifi-
cations-Baue. Mit 11. August wurden auf Allerhöchsten Befehl
aus 3 Batailloneu zu 6 Compagnien 4 Bataillone a 4 Com-
pagnien und statt der Grenadier-Division ebenfalls ein Grena-
dier-Bataillon ä 4 Compagnien gebildet.
Mittlerweile trübten sich die politischen Verhältnisse
dergestalt, dass ein Krieg für Oesterreich unvermeidlich zu
werden drohte.
England, durch Bonaparte mit einem Angriffe auf seinem
eigenen Boden bedroht, spannte alle Federn an, um eine neue
Coalition gegen Frankreich zu Stande zu bringen, und durch
einen Angriff der Continental-Mächte, Bonaparte von seinen
auf England gerichteten Invasionsplänen abzulenken.
Russland fand sich aus Eifersucht auf die steigende
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33
Macht Frankreichs als erster Verbündeter bereit; im August ■«*
trat auch das, durch den letzten Frieden tief geschädigte
Oesterreich, nebst Schweden und Neapel dem Bündnisse bei,
während die Theilnahme Preussens zwar zu hoffen, doch nicht
gewiss war.
Der Operationsplan der Verbündeten bestimmte eine
180.000 Mann starke Armee von Oesterreicher u und Russen
auf den Hauptkriegsschauplatz an der Douau, indessen 142.000
Oesterreicher in Itatien unter dem Commando des Erzherzog
Carl auftreten, 53.000 Oesterreicher in Tirol und Vorarlberg
aufgestellt werden sollten. Es wurde ferner festgesetzt, dass
diese 3 Armeen die Offensive zu ergreifen und in Frankreich
ihre Vereinigung zu suchen hätten.
Napoleon erhielt von diesen Absichten der Continental-
Mächte schon im Lauf» des Sommers Kenntniss, beschloss,
von dem jedenfalls sehr schwierigen Unternehmen gegen
England abzustehen und diese Macht in ihren Verbündeten
zu bekämpfen.
Demgemäss beauftragte er den General Masse na mit
30.000 Mann, welche in Italien standen, sich defensiv zu ver-
halten, dirigirte dagegen alle im Lager zu Boulogne und
mehreren anderen üebungslagern befindlichen Truppen an
den Rhein.
Mitte September, als die Feindseligkeiten begannen, waren
die russischen Hilfstruppen erst an der mittleren Donau ein-
getroffen; Oesterreich stand somit allein den Gesammtkräften
der Franzosen gegenüber, und zwar waren 80.000 Mann unter
Erzherzog Ferdinand d'Este und Feldmarschall-Lieutenant
Mack zur Deckung Bayerns bis an die Hier vorgerückt, wo
sie das Eintreffen der Russen abwarteten, während sich in
Italien circa 80.000 Mann an der Etsch sammelten.
Die Märsche hiezu begannen schon Anfangs September.
Das 48. Infanterie-Regiment rückte in den ersten Tagen t » y M
dieses Monats von Venedig über Monselice , Este nach Mon- >» Ortob « r
tagnana und Bevilacqua vor, erhielt seine Eintheilung bei der
Division Feldmarschall-Lieutenant Reuss-Plauen, Brigade
Kälnäsy, mit welcher es am 13. October im Lager bei S.
Gregorio, wo Erzherzog Carl seine Armee concentrirte,
eintraf.
Das Grenadier-Bataillou des Regiments, in der Brigade
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im». Hieronymus Colloredo der Division Vogelsang ste-
hend, wurde ebenfalls mit der ganzen Division nach S. Gre-
gorio gezogen.
In dieser kritischen Zeit, unmittelbar an der Schwelle
o.,.,i„r i8.*. grosser Ereignisse stehend, musste das 48. Regiment seinen
Commandanten wechseln; Oberst Bianchi ging als General-
Commando-Adjutant zur deutschen Armee nach Ulm ab und
trat an dessen Stelle Oberstlieutenant Brusch von Neuberg
vom Regiraente D u c a (Nr. 39) als Commandant.
Der unglückliche Ausgang der ersten Kämpfe in Deutsch-
land, wo die Oesterreicher noch vor Ankunft der Russen in
der rechten Flanke und im Rücken von der gesammten Armee
Napoleon's angegriffen, bei Ulm eingeschlossen und am 17. Oc-
tober mit 23.000 Mann und GO Geschützen zur Capitulation
genöthigt wurden, Hess den Erzherzog Carl die Aussichts-
losigkeit einer Offensive in Italien, sowie die Nothwendigkeit
erkennen, sich seines Gegners bald durch einen energischen
Schlag zu entledigen, um seine Armee auf den nördlichen
entscheidenden Kriegsschauplatz führen zu können.
Die Stadt Verona am rechten Etschufer, war seit dem
Luneviller Frieden im Besitze der Franzosen, während die
Veronetta am linken Ufer den Oesterreichern gehörte. Ob-
gleich sich nun Massen a nur hinhaltend verhalten sollte,
fürchtete er doch, dass Erzherzog Carl bei dem üblen Gange
der Dinge in Deutschland einen Rechtsabmarsch durch Tirol
in's Auge fassen könnte, und beschloss der französische Ober-
general, um die Durchführung einer solchen Operation zu
hindern, so früh als möglich am linken Etschufer festen Fuss
zu fassen.
Schon am 18. October gelang es den Franzosen die
Brücke des Castel vecchio durch Ueberraschung zu nehmen
und sich in S. Giorgio am linken Ufer festzusetzen, während
die Oesterreicher Herren der Veronetta blieben. Erst am
29. October ging Masse na's Armee theils durch das Castel
vecchio, theils bei Bussolengo über die Etsch, stürmte die
Porta S. Giorgio ohne Erfolg, nöthigte jedoch durch Umge-
hung über die Höhen nördlich Veronetta deren Besatzung zur
Räumung, worauf die Franzosen auf der Strasse nach Vicenza
nachdrängten und mit der ganzen Armee den Oesterreichorn
in dieser Richtung folgten.
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35
Nach einigen Bewegungen des Gros, welche jedoch zu »**
keiner Affaire von Bedeutung führten, rückte die österreichische
Armee in der Nacht vom 29. auf den 30. October in die ver-
schanzte Position von Caldiero, um in derselben dem weiteren
Vorrücken der Franzosen Einhalt zu gebieten.
Beide Armeen waren ungefähr 50.000 Mann stark : die ^
österreichische hatte den rechten Flügel auf den Höhen von m . ». n. mmm
Lovato, den linken unter Feldmarschall-Lieutenant Fürst Re u s s
südlich der Hauptstrasse bis Chiaveghette, indessen General
Nordmann mit? Grenadier-Bataillonen den äussersten linken
Flügel zwischen Casa Bova und Chiavicca del Christo gegen
Ponte Zerpa bildete.
Die 4 Füsilier-Bataillone des Regimentes standen rechts
von den Grenadieren in und bei einer Redoute, wahrscheinlich
bei Chiaveghette.
Am 30. Früh , vom starken Nebel begünstigt , griff
Masse na die ganze Linie, besonders aber den rechten Flü-
gel und das Centrum mit gewohntem Ungestüm an, uud un-
geachtet er allenthalben zurückgeschlagen wurde, wiederholte
er bis spät in die Nacht seine Angriffe mit eben so viel
Muth und Tapferkeit, jedoch ohne Erfolg.
Die Füsilier-Bataillone des Regimentes kamen hiebei nicht
in das Gefecht, wohl aber hatten die Grenadiere, welche unter
General Nordraann's Commando die halbe französische Division
Verdier bis Sabionara zurückgeworfen hatten, einigen Verlust.
Die einbrechende Nacht beendete erst den Kampf, der
nächsten Tages neu entbrennen musste, da keiner der beiden
Gegner das Schlachtfeld räumen wollte.
Am 31. herrschte bis gegen 11 Uhr Früh fast ununter-
brochene Stille, bis plötzlich die ganze französische Division
Verdi er den österreichischen linken Flügel bei Casa Bova an-
griff und sich mit grösstem Ungestüm dieses wichtigen Postens
zu bemächtigen suchte; das Grenadier-Bataillon des Regimentes,
im Vereine mit noch 4 anderen Grenadier-Bataillonen focht hier
durch 5 Stunden mit äusserster Anstrengung, namentlich um
den Besitz der Redoute bei Chiavicca del Christo, bis endlich
Fürst Reu ss einen Theil seiuer Division (worunter auch das
48. Infanterie-Regiment) zur Unterstütung des linken Flügels
führte und durch einen energischen Stoss gegen die feindliche
linke Flanke die hart bedrängten Grenadiere degagirte.
3«
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36
Bei dieser Gelegenheit hat sich Oberst Brusch mit
dem 3. und 4. Bataillon des Regimentes durch einen gut
und kräftig geführten Angriff besonders ausgezeichnet und zu
dem von der österreichischen Armee erfochtenen Siege dieses
Tages entscheidend beigetragen*).
Timm in Die Verluste des Regimentes, namentlich an Officiereu
» o.'nToÜtotw waren sehr hart: Der Grenadier-Bataillous-Commandant Major
Peter Wittib starb auf dem Sehlachtfelde den Tod der Ehre;
Grenadier-Hauptmann St. Ivany, Wittmayer und Alle-
mann (welch' letzterer seinen Wunden später in Venedig
erlag), Füsilier-Hauptmann Tudorovich (welcher an seiner
Verwundung im Spitale zu Fünfkirchen starb), Oberlieutenaut
Baron Brentano, Süssmann, Unterlieuteuant Lebano-
vich, Galvano, Graf Douglas, Scotti, dann Fähnrich
Kermpotich wurden verwundet, somit zusammen 1 Stabs-
Officier todt und 11 Officiere verwundet. Vom Feldwebel ab-
wärts belief sich die Zahl der Todten auf 42. jene der Ver-
wundeten aber auf 175 Mann.
Leider bürdete das Schicksal dem Sieger mit der Not-
wendigkeit des Rückzuges das herbe Los des Besiegten auf.
*) Die Geschichte des Militär-Maria-Theresien-Ordens und seiner
Mitglieder erzählt:
Brusch tod Neuberg Franz, geboren 1767 zu Neuhaus in
Böhmen begann im 20. Lebensjahre als Kanonier seine Laufbahn,
machte als Lieutenant im Regiment« Alvintzy die FeldzOge gegen
die Türken mit, und war bei der Belagerung von Belgrad. Auch den
Revolutionskriegen hatte Brusch Anfangs in diesem Regiment«, später
aber im Gencralstabe beigewohnt.
Schon im Jahre 1800 zum Obcrstlieutenant bei Nädasdy- In-
fanterie Nr. 39 befördert, erhielt Brusch für mehrere hervorragende
Thaten im Feldzuge 1799 das Ritterkreuz des Thercsicn-Ordens, und
ward im Jahre 1805 zum Obersten bei dem Infanterie • Regiments
Baron Vukassovich ernannt, mit welchem er dem Feldzuge in Italien
mit allen 4 Bataillonen beiwohnte und sich in der Schlacht bei Caldiero
so sehr hervorthat, dass Erzherzog Carl in der Relation bemerkte,
wie Oberst Brusch, der vom Feldmarschall-Lieutenant Fürsten Reuss
mit 3 Bataillonen beordert wurde , auf die Conimunication deB Feindes
nach Gambion vorzurücken, um die Gefahr von dem Posten Chiavicca
del Cristo abzuwenden, diese Bewegung mit der grössten Entschlossen-
heit ausführte, den Rückzug des Feindes beschleunigte und seinen
Verlust beträchtlich vermehrte. Es wurde durch dieses tapfere Benehmen
des Obersten Brusch, der letzte versuchte Angriff des Feindes vereitelt
und der Sieg für die kaiserlichen Waffen
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Erzherzog Carl inusste schon am 2. November seineu Ab-
marsch an den Isonzo antreten, und durfte es nur seinem
Siege bei Caldiero und der imponirenden Haltuug seiner
Truppen danken, dass er denselben ohne grosse Verluste be-
werkstelligte, denn Massena drängte hart nach und blieb
den Oesterreichern knapp an den Fersen.
Sowie das Regiment bei Caldiero seinen jung erworbenen
kriegerischen Ruhm aufs Neue bethätigte und vermehrte,
ebenso zeichnete es sich durch Ordnung und Mannszucht
während des Rückzuges aus, worüber der Armeebefehl ddto.
Adelsberg vom 17. November 1805 vollgültigen Beweis liefert.
Das Regiment nahm mit der Armee durch Erain, Steier-
mark bis nach Ungarn seinen Weg, ohne dass bedeutsame
Ereignisse weiter bei demselben vorgefallen wären.
Während dieser Vorgänge bei der italienischen Armee,
zog sich die österreichisch-russische Haupt-Armee aus Baiern,
vorerst nach Nieder-Oesterreich, dann, um den noch im An-
märsche befindlichen russischen Corps sich zu nähern, nach
Mähren in die Gegend von Olmütz zurück. Napoleon verfolgte
die Verbündeten rastlos; vom Inn bis nach Wien bedurfte er
nur 14 Märsche; die Hauptstadt, sowie die unzerstörteu
Donau-Brücken fielen theils durch Ueberrumpelung, theils
durch eine Kriegslist in seine Hände und er konnte nun un-
gehindert den vereinigten Oesterreichern und Russen bis Brünn
folgen, wo er alle seine Kräfte zur entscheidenden Schlacht
concentrirte. Am 2. December 1805 wurde er von den Ver-
bündeten in seiner Stellung bei Austerlitz angegriffen; er
durchbrach jedoch ihr Centrum und schlug sie vollständig,
indem er ihnen 80 Kanonen abnahm und 27.000 Mann ausser
Gefecht setzte.
Dieser enscheidende Sieg endigte den Feldzug, da sich
sowol Oesterreich als Russland zur Fortsetzung des Krieges zu
schwach fühlten.
38
» Beilage Nr. 3.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1805.
OfQcicr«.
Sehlacht bei ( »Idlero 30. und 31. October 1806.
Todt 3 42
Verwundet 9 175
Gefangen
• ■ ■ • •
Zusammen . . 12 217
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1800.
Als mit Ende December, in Folge der Schlacht bei A i. ( S «r»u..»
Austerlitz der Friede zu Pressburg geschlossen wurde, erhielt, i«. Aa» r tu,
das Regiment die Bestimmung zur Garnison der Residenz
Wien.
Am 19. Jänner Vormittags auf dem Glacis eingetroffen,
wurde dasselbe durch So. Majestät den Kaiser Franz besich-
tigt, hierauf aber von Sr. kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog
Carl in Person, einigen Unterofficieren und Soldaten des Re-
giments, welche sich in der Schlacht von Caldiero besonders
ausgezeichnet hatten, öffentlich die Tapferkeits-Medaille ange-
heftet. *)
Anfangs Februar übernahm der, als General-Adjutant bei
der deutschen Armee gewesene, Oberst Bianchi wieder das B, » mU - r nM
Rt'giments-Commando, indessen Oberst von Brusch bei Sr.
kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog Ferdinand zu Brünn
als Geueral-Commaudo-Adjutant seine Anstellung erhielt.
Der wegen Verletzung des Anspachischen, Preussen ge-
hörigen Gebietes durch französische Truppen, zwischen Preussen
und Frankreich im Herbste ausgebrochene Krieg, war die
Veranlassung, dass das Regiment am 5. October ganz unvor-
bereitet von Wien in Marsch gesetzt und zur Neutralitäts- V iSsSE* /" r
O KrtitrmlHIU Armrr
Armee nach Böhmen beordert wurde, wo es in den Jungbnnzv« *3»T8££»,
lauer Kreis an die sächsische Grenze zu stehen kam.
Der Aufenthalt in dieser Cantonirung war nur von
kurzer Dauer, denn als die Franzosen in Verfolgung der bei
Jena und Auerstädt erfochtenen ausserordentlichen Erfolge mit
*) Corporal Boros und Tambour K e s z 1 o r erhielten die goldene;
Feldwebel Morien, Corporal Weix elberger, Mezaros, Tambour
S t r o d e r und Grenadier V e g h die silberne Medaille, Corporal Köpösdy
Grenadiere Michael und Johann Töth bekamen jeder 4 und
Corporal Peter Fodor 6 Ducaten Douceur.
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Riesenschritten gegen die Weichsel vordrangen und statt der
böhmischen Neutralitats-, nunmehr eine Observations-Armee
in Ober-Ungarn zur Aufstellung gelangte, musste auch das
Ä h r?oiur ße g iment am ly - November seinen Rückmarsch antreten, und
n..,.n.b„ mm. s j c h über Wien nach Ungarn begeben, wo es am 29. December
zu Altsohl im Sohler Comitate eintraf und in die Brigade
d'Aspre der Division Feldmarschall-Lieutenant Baron Brady
eingetheilt wurde.
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1807.
Am 1. Jänner 1807 erhielt Oberst ßianchi seine Er-
nennung zum (ieneral-Feldwachtineister. Obwohl Oberst von
Bianchi nun das Regiment verliess, blieb doch das Geschick
des letzteren in auffallender und merkwürdiger Weise durch
eine Reihe von Jahren mit dem ruhmreichen Namen Bianchi
verknüpft, 1812 in Russland, 1813 in Deutschland, 1814 in
Frankreich, 1815 in Italien, trat das Regiment Nr. 48 jedes-
mal unter das unmittelbare Commando Bianchi 's in dessen
Division, und hatte wohl auch einen Theil seiner Erfolge, seines
Ruhmes, der erleuchteten Führung dieses Generals zu danken.
Welch' hervorragende Rolle dieser seltene Mann spielte, wie
er That an That reihte und zu hohen Ehren und Würden
emporstieg, mag ein unten angefügter Auszug aus seiner
Biographie ersehen lassen.*)
•) Der „Geschichte des Maria-Theresien -Ordens und seiner Mit-
glieder 4 ist zu entnehmen :
Bianchi, Vincenz Ferrerius Friedrich Freiherr Ton.
Duca di Casalanza. Feldmarschall-Lieutenant, Hofkriegs- und geheimer
Rath, Inhaber des 55. Infanterie- Regiments. Bianchi zählte zu den
genialsten und umsichtigsten Generalen seiner Zeit. Er wurde zu Wien
am 1. Februar 17(58 geboren.
Der Krieg gegen die Türken forderte eine Vermehrung an Ingenieur-
Ofticieren, und im October 1787 wurden auch aus den jüngeren ( lassen
der Ingenieur-Akademie die besten Zöglinee als Lieutenants ausgemustert.
Dieses Los traf auch den jungen Bianchi, er ging sogleich zur
Armee nach Syrraien und war bei dem am 21. September 1788 ange-
ordneten ersten Sturme auf Novi einer von denen, welche sich ans
freiem Antriebe dazu anboten, so wie er sich auch bei dem, am 3
October erfolgtem Sturme auf die Bresche dergestalt durch Muth und
Entschlossenheit bemerkbar machte, dass er in der Relation unter
den besonders Ausgezeichneten genannt und in Folge dessen vom
Kaiser zum Oberlientenant befördert wurde. In dem darauf folgenden
Jahre war Bianchi bei dem Sturme auf Berbir und 179<» erscheint
er unter denjenigen, welche sich nach dem Zeugnisse des Feldzeuß-
meisters Baron de Vins bei den Unternehmungen auf Czettin vom
11 bis -Ji Juli „durch nutzbare Verwendung, besonderen Eifer und
ausgezeichnetes Wohlvcrhalten hervorgethan haben." In dem Feld/.uge
1792 stand er bei dem Corps des Prinzen von Hohenlohe, und war
42
MoMitavi An Stelle des scheidenden Oberst v. Bianchi übernahm
r»njl.. (Vmiirlt.
•"»«"•«. Oberstlieutenant von Hegyi das Commando des Regiments.
bei der Belagerung von Landau und bei jener von Thionville, welche
jedoch am 15. October aufgehoben wurde; im darauffolgenden Jahre
bei jener von Valencienues , welche dem Herzog von York in Ver-
bindung mit dem Feldzeugmeister Ferraris Ubertragen war. Am 13.
Juni wurden die I*aufgrabcn eröffnet und am 28. Juli waren die kaiser-
lichen Truppen nach einer blutigen Erstürmung des Horuwerkes Meister
des Platzes.
Im October 1793 war Rianchi zum Capitän - Lieutenant im
Corps tefördert, dann zeichnete er sich am 30. April 1794 bei dem
Sturme auf Landrecy, sowie bei der Beschiessun» von Charleroy aus,
bei welcher Gelegenheit er auch verwundet wurde; Im Jahre 1795
nahm er thätigen Antheil an der Belagerung von Mannheim, ward
hierauf zum General-Quartjermeisterstabc übersetzt, im Jahre 1796 im
Hauptquartiere des Feldmarschall Wurmser verwendet, und zeichnete
sich nicht nur bei Salö am Gardasee, wo er verwundet wurde und zwei
Pferde unter dem Leibe verlor, sondern auch am 2. November bei der
Einnahme von Cadine und Terlago aus, und machte mit dem Ober-
lieutenaut Doli er von den Stabs-Dragonern bei Trient 2 Officiere und
52 Mann gefangen. Im Jahre 1797 nahm er bei dem Corps des Feld-
zengmeisters Baron Alvintzy an allen jenen Gefechten Theil, welche
in den ersten Monaten dieses Jahres statt hatten ; namentlich aber am
15. bei Rivoli, wo er an der Spitze der ersten Coloune in Gefangen-
schaft gerieth.
Inzwischen war der Ruf von Bianchi 's Fähigkeiten und Lei-
stungen bis zum Kaiser gedrungen, welcher ihm, da er kurze Zeit bei
dem Feldzeugmeister Prinzen von Uranien in Italien als Interims-
Flügel- Adjutant angestellt war, die höchst ehrenvolle Bestimmung an-
wies, den jungen Erzherzog Ferdinand d'Este während der Feld-
züge zu begleiten, und es wurde derselbe im Februar 1799 zum Major
im Corps des General-Quartiermeister-Stabcs ernannt.
Bianchi, meistens bei den Vortruppen wirkend, erwarb sich
1800 bei Ulm entschiedenes Verdienst, und wurde seiner erfolgreichen
Thätigkeit wegen, im März zum Oberstlieutenant, im Juni zum zwei-
ten Obersten, dann zum Regiments - Commandanten bei Baron Vu-
kasso vich-Infanterie Nr. 48 ernannt.
Im Jahre 1805 als General-Adjutant zu dem bei der Armee in
Deutschland angestellten Erzherzog Ferdinand d'Este berufen, war
die Rettung dieses Prinzen nebst einem Theil deB Corps in diesem
unglücklichen Feldzuge nur der umsieht igen Entschlossenheit des Obersten
Bianchi zu danken.
Nach Beendigung des Feldzuges übernahm er wieder das Re-
giments-Commando von Baron V uk assov ich- Infanterie, bis er, mit
1. Jänner 1807 zum General- Major befördert, als Brigadier nach Bartfeld
kam. Bei dem Ausbruche des Krieges von 1809 gegen Frankreich erhielt
er eine Brigade bei dem 5. Armee-Corps unter dem Erzherzoge Ludwig
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Nach nur zehntägigem Aufenthalte im Sohler Comitate cuMjmcib
nuurschirte das Regiment in die Liptau und Ärva an diepf,^.^" 0™.',
12. Jiifin- r bU
In dem Treffen von Neumarkt. bei der ersten Colonne unter ** 0rt " b ' r , * J '
Feldmarschall-Lieutenant Fürst Reuss eingeteilt, hatte sich General-
Major Bianchi neue Lorbeern gesammelt und ward in der Relation
unter den besonders Ausgezeichneten genannt. Am zweiten Tage der
Schlacht von Aspern erhielt er die Weisung, das Commando über die
in dem Dorfe Aspern nicht zweckmässig zur Verteidigung aufgestellten
Truppen zu übernehmen. „Gehen Sie nach Aspern, übernehmen Sie das
Commando allda, und stellen Sie die Truppen besser auf waren die
Worte des kaiserlichen Prinzen und Feldherrn und Bianchi 's ganze
Instruction. Kaum hatte er seine Vcrtheidigungsanstalten getroffen, als
Napoleon den Tags vorher Iwgonneuen Riesenkampf wieder aufnahm
und alles daran setzte, sich zum Meister von Aspern zu machen.
Masscna's Tapferkeit entflammte sich rast zur Wuth und im
Nu war Bianchi mit den Seinigen aus mehreren Punkten des Dorfes
vertrieben; aber s» leichten Kaufes kamen die Franzosen uiebt weg
Unausgesetzt erneuerte Bianchi von der Donau durch die Auen her
seine Angriffe. Viermal im Laufe des Tages (22. Mai) kehrten die
Franzosen zurück, eben so oft ging ihnen Aspern verloren. Die offi-
ciellen Berichte sagen: General Bianchi riss seine Truppen durch
sein Beispiel mit fort. Er umging den feindlichen linken Flügel durch
die Gärten und Gebüsche.
Hierauf zur Verteidigung des Brückenkopfes von Pressburg be-
ordert, trat Bianchi hier zum ersten Male ganz selbststundig auf und
gründete seinen Ruf als einer der geschicktesten Generale dauernd
Er hatte' für die Verteidigung dieses wichtigen Ucbergangspunktes
über 10 Bataillone, 7 Schwadronen. 5672 Mann Infanterie, 870 Reiter
mit 22 Geschützen zu verfügen, schlug die Angriffe des Herzogs von
Auerstädt (Davoust), der sich um jeden Preis des Brückenkopfes
zu bemächtigen suchte, am 1. und 3. Juni kräftigst zurück und wurde
mit Armeebefehl des Generalissimus vom 14. Juni für sein ausgezeich-
netes Betragen mit dem Ritterkreuze des Maria-Theresien-Or-
den8 belohnt.
Im August 1809 zum Feldmarschall-Lieutenant befördert, ward
Bianchi nach dem Frieden zum General-Inspector in Ungarn, 1811
zum Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 63 (zur Zeit Nr. 55) ernannt
und erhielt in dem 1812 ausgebrochenen Kriege zwischen Frankreich
und Russland den Befehl über die erste Infanterie-Division bei dem
Auxiliar-Corp8 unter dem General der Cavallerie Fürsten v. S c h w a r z e n-
berg, dem er mit seinen gediegenen Kenntnissen würdig zur Seite und
in allen Relationen als der Ausgezeichnetste obenan stand j die Schlacht
bei Podduby, die Gefechte bei Divin, Starawüzwa, Liuboml. Triczin,
Biala, Rudnia und Pinsk waren eben so viele Zeugen seiner vortrefflichen
Feldherrngaben wie seiner Tapferkeit.
In dem darauf folgenden Feldzuge befehligte Bianchi eine
Division im Reserve-Corps und zeichnete sich in den Schlachten von
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Win, "tr u J£i'" '"polnische Grenze, wo es vom 12. Jänner bis 25. October in
^X™«!' Cantonirung blieb, den 26. aber in die Zipser Gespannschaft
abiuarschirtc, um durt bis nach Jahresschluß zu verbleiben.
Dresden und Kulm auf das Vortheilhafteste aus. Letztere half er ent-
scheiden.
Feldmarschall Fürst Schwarzenberg sagt in seiner Relation:
Der Feldmarschall-Lieutenant, ßianchi hat sich am 26. auf eine
seines Ruhmes würdige Art benommen, und auch am 30. höchst wichtige
Dienste geleistet."
In der Schlacht bei Leipzig hatte Bianchi am 16. durch seinen
meisterhaften Angriff bei Gröbern und Gossa nicht nur den bereits
siegreichen Feind im weiteren Vordringen gegen den linken Flügel der
Verbündeten bei Wachau aufgehalten, sondern auch zurückgeschlagen
und das zweite preussische Corps unter Kleist aufgenommen.
Seine Division allein hatte 12 Geschütze erobert und die
Bestimmung einer Reserve-Truppe, nur im entscheidenden Momente
aufzutreten, vollkommen erfüllt. Bianchi's Truppen wanden sich in
dieser Völkerschlacht den immer grünen Lorbeer des Ruhmes, und Se.
Majestät der Kaiser ernannte den F. M. L. Bianchi mit Allerhöchstem
Handbillet aus Rötha vom 20. October zum Commandern* des Maria-
Theres i e n - 0 r d e n 8.
Noch am Abend des 16. October hatte Kaiser Alexander, der
Zeuge des heroischen Kampfes der Division Bianchi gewesen, im Beisein
des Fürsten Schwarzenberg vom Halse des Fürsten Wolkonsky
das St. Georgskreuz genommen und an Bianchi durch seinen
General-Adjutanten übersendet.
Im Jahre 1814 zur Süd-Armee beordert, befehligte Bianchi
den rechten Flügel derselben und erwarb sich neue Lorbeern in dem
Treffen von Lyon.
Nach dem Einzüge der Allirten in Paris ward Feldmarschall-
Lieutenant Bianchi zum Hof-Kriegsrath ernannt
Im Jahre 1815, Anfangs als Divisionär, dann als Armee-Com-
mandant bei der Armee gegen Neapel, schlug Feldmarschall- Lieutenant
ßianchi mit 16O0O Mann bei Tolentino König Murats Armee, —
unterwarf ganz Neapel und erntete unsterblichen Ruhm.
Er wurde zum Duca die Casalanza erhoben, — 1816 österreichi-
scher Freiherr, erhielt das Grosskreuz des neu gestifteten Ordens der
eisernen Krone, wurde geheimer Rath — war dann im Hof-Kriegsrathe
thätig und trat 1824 in den Ruhestand, während dessen er auf einem
selbst erworbenen Landsitze (Moglianoi bei Treviso lebte, — bis ihn
im 88. Lebensjahre, am 21. August 1855 zu Sauerbrunn bei Rohitsch
der Tod dahinraffte.
Er war ein genialer Soldat und eine der mächtigsten Stützen
Oesterreichs in den französischen Kriegen.
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1808.
Den 21. Februar brach das Regiment aus dem Zipser A,, £" ra ™£" iu
Comitate auf, und rückte den 9. März die Grenadier-Division"*' u **£ mh "
mit dem 1. und 2. Bataillon in Ofen, das 3. Bataillon in
Gran und Comorn zur Garnison ein. Nach erfolgter Com-
pletirung mit 1500 Rekruten wurde das Regiment zum Festungs-
Baue nach Comorn commandirt, um dort vom 29. Mai bis
1. November verwendet zu werden.
Mit 1. November bezog das Regiment Cantoninmgen um
Bätorkäzv als Winter-Quartiere, wo zum Eisteumale Zeit und no«™«,« im
^ bl> End« Februar
Gelegenheit gegeben war, die im Laufe des Jahres eingereihten '**
zahlreichen Rekruten für ihre kriegerische Bestimmung aus-
zubilden.
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1809.
Im Foldzuge in Russisch-Polen.
Oesterreich, Preussen und Russland waren in den letzten
Kriegsjahren in unerträglicher Weise gedemüthigt worden:
obwohl sich Oesterreich bemühte eine Coalition gegen Napoleon
zu Stande zu bringen, waren doch die beiden letztgenannten
Staaten vorerst noch zu geschwächt, um sofortige Betheiligung
zuzusagen, so dass Oesterreich durch die Erhebung Spaniens er-
muthigt, und in der üeberzeugung , dass der dortige Kampf
bedeutende französische Streitkräfte binden, endlich nach dem
ersten glücklichen Ereignisse, der Eintritt Preussens und Russ-
lands in den Kampf zu gewärtigen sein würde, sich entschloss,
allein dem Schlachtenkaiser die Stirne zu bieten.
Die Armee war seit 1805 auf 400.000 Mann gebracht,
neu organisirt und nach französischem Muster in Corps ge-
gliedert worden ; die taktischen Vorschriften hatten zeitgemässe
Aenderungen erfahren; die Artillerie war verbessert und end-
lich durch Organisirung der Landwehr eine bedeutende Reserve
für die Armee gewonnen.
So trat Oesterreich mit frischen Kräften und kühnen Mu-
thes in den Kampf Schon im März sammelte sich die Haupt-
Armee in Böhmen unter Erzherzog Carl 200.000 Mann stark;
eine Armee unter Erzherzog Johann in Kärnthen und Krain,
aus 70.000 Mann bestehend, und endlich ein 35.000 Mann
starkes Armee-Corps unter Erzherzog Ferdinand, mit der
Bestimmung gegen das Herzogthum Warschau.
Dieses letztere, eine Schöpfung Napoleon's, hatte im
abgelaufenen Kriege schon als Basis seiner Operationen gegeu
Russlaud gedient, und schlössen sich sämmtliche Pulen-Frac-
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tionen gerne den französischen Unternehmungen an, in der >**
Hoffnung, dass Napoleon als Lohn ihrer guten Dienste
hilfreiche Hand zur Aufrichtung des alten Polen-Thrones und
Reiches bieten würde.
Der französische Kaiser verfehlte nicht solche Hoff-
nungen in jeder Weise zu nähren ; er acceptirte sie willig als
seine Bundesgenossen und verstärkte die Truppen des polnischen
Heerführers Poniatovski noch aus den Truppen des Rhein-
bundes mit der circa 1200 Mann und 16 Geschütze zählenden
Brigade Dyherrn des sächsischen Contingentes.
Unter solchen Umständen musste Oesterreich gegen
Warschau feindlich auftreten, und wurde daher beschlossen,
selbst angriffsweise vorzugehen, und sich wenn möglich War-
schau^, das als politischer und militärischer Centraipunkt
gleich wichtig war, zu bemächtigen.
Das 48. Infanterie-Regiment wurde zum VII. Corps des
Erzherzog Ferdinand, weiches in Polen eindringen sollte,
bestimmt , und marschirte von Bätorkey-i schon am 2(J. Fe-
bruar nach Krakau, indessen die Grenadier-Division sich vom »u»«!. ... m.
polnische Urrnsc.
Regimente trennte, um in das Grenadier-Bataillon des Majors F.bm.rM. m»»
Kirchenbetter und mit diesem in das Grenadier-Corps
Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre der grossen Armee, unter
den Oberbefehl Sr. kaiserlichen Hoheit des Erzherzog Carl
zu treten.
Oberstlieutenant Baron Gabeikoven hatte schon im UbvntUeutrnftllt
Bur. G«brlkt>vrn
rebruar an Stelle des schwererkrankten (im Monate März auch
V UitM ImiV.
gestorbenen) Obersten Heg vi das Regiments-Commando über-
nommen.
Wohlgeübt, wohlausgerüstet und kampfbegierig, mit einer
unbeschreiblichen Begeisterung trat das Regiment den Marsch
au, um an einem Feldzuge Theil zu nehmen, in welchem der
nach Weltherrschaft strebende Kaiser der Franzosen in die
Schranken der Mässigung gewiesen, und von Europa das un-
absehbare Unheil allgemeiner Unterdrückung abgewendet wer-
den sollte.
Am 2. April erreichte den Erzherzog Ferdinand zu
Krakau der Befehl des Generalissimus, am 10. April mit den
Feindseligkeiten zu beginnen und zwar wurde dem VII. Corps
der Puukt Novemiasto — 14 Meilen von Warschau — zum
Einbrüche in das feindliche Gebiet bestimmt; demgemäss er-
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48
««•■ Hess der Erzherzog Ferdinand seine Befehle. Ende März
inussten die Truppen zwischen Krakau und Radom sich con-
centriren und hatten nebst einer Avantgarde-Brigade, zwei
Divisionen unter den Feldniarschall-Lieutenants Mondet und
Schauroth, sowie eine selbstständige Brigade zur Detachiruug
gegen Czenstochau zu forraireu.
Die Stärke dos VII. Armee-Corps betrug circa 30.000
Mann, 5000 Pferde, in 25 Bataillonen und 44 Escadronen.
Dagegen hatte der polnische Ober-General Fürst Josef
Poniatovski circa 14.000 Manu — die Garnisonen abge-
rechnet — bei Warschau versammelt, und in 3 Legionen ge-
gliedert. Später verstärkt»« sich die polnische Armee noch
durch eine 4. neu formirte Legion, indessen das VII. Corps
von der schlesischen und galizischen Landwehr, dann durch
ein zu formirendes Kosaken-Corps einigen Zuzug erhielt.
In West-Galizien augelaugt, erhielt das Regiment Vu-
kassovieh bei Krakau einige Ruhetage, worauf es den
Marsch weiter gegen die Pilica fortsetzte.
In Radom eingetroffen, wurde dasselbe mit einem Bataillon
des Siebeubürger 1. Wallachen-, einem Bataillon des Sie-
benbürger 2. Wa 1 1 ache n - Grenz -Infanterie- und G Esca-
dronen des Kaiser-Huszaren-Regiments, daun einer
Cavallerie- und einer leichten Batterie in die Brigade des
Generalmajors Baron Mohr eingetheilt, welchem die Führung
der Avantgarde des 7. Armee-Corps übertragen wurde.
Am 13. April bezog die Brigade das erste Feldlager am
rechten Ufer der Pilica bei Odrziwol , wo sich nebst der Bri-
gade Mohr, auch die Divisionen Schau roth und Moudet
vereinigten.
Am 14. passirte das Armee-Corps vor Sr. k. Hoheit dem
Corps-Commandanten die Revue; die Vorhut-Brigade ging am
15. über die Pilica, um 2 Stunden nordwärts Novemiasto das
erste Lager auf feindlichem Boden zu beziehen.
Das Gros des Armee-Corps folgte erst nächsten Tages
über diesen Fluss.
Am 17. April stiess die Avantgarde bei Pietrikozi und
Konie auf die ersten Abtheilungen der feindlichen Armee,
welche unter den Befehlen des Divisions - Generals Fürsten
Poniatovsky circa 2 Meilen südwestlich vou Warschau, bei
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49
den Ortschaften Falenty und Raszyn*) eine feste und °«£* n b « J
sehr vortheilhafte Stellung bezogen hatte. Der rechte Flügel »»• aphi m»
derselben occupirte am 19. das westlich von Falenty gelegene
Gehölz, die Mitte hatte den Ort selbst, das daselbst befind-
liche herrschaftliche Schloss und den Schlossgartcn besetzt;
der linke Flügel lehnte sich au den östlich Falenty befind-
lichen Teich. Der Zugang zu dem Orte war durch Artillerie
vertheidigt, und ungefähr 2000 Schritte von Falenty bei Raszyn,
hinter einer mit Wassergräben durchschnittenen Ebene, durch
welche eine gute Chaussee als Verbindung führt, stand die
Reserve des Feindes, indessen seine Reiterei südwärts Falenty
in der Ebene entwickelt, seine Front decken sollte.
Als die Avantgarde aus dem ungefähr 6000 Schritte
südlich Falenty liegenden Walde heraustrat und des Gegners
ansichtig wurde, marschirte die Infanterie (5 Bataillone) mit
der Brigade-Batterie auf deu nördlich des Waldsaumes liegen-
den Sandhügeln auf, während die Cavallerie vorging, um die
vorwärts Falenty liegende Ebene von der feindlichen Reiterei
zu säubern.
Vier Compagnien des 3. Bataillons, commandirt vom
Hauptmann Brebillovich, waren mit 2 Divisionen Pala-
tinal-Huszaren und einer Batterie schon trüher unter die Be-
fehle des F.M.L. Baron Schauroth gestellt und gegen
den rechten Flügel des Feindes als Ümgehungs-Colonne ent-
sendet worden.
Gegen Mittag, bis zu welcher Zeit noch keine Infanterie
in das Gefecht getreten war, erhielt das Regiment Nr. 48 Befehl,
den Ort Falenty zu nehmen. Mit klingendem Spiele rückte
das Regimeut in der schönsten Ordnung vor, defilirte hiebei
vor dem Corps - Commandanten , welcher bei dem an der
Strasse liegenden Wirthshause Czervena Kercsma hielt, und
avaucirte unter begeistertem „ Vi vat" -Rufen, ungeachtet der
häufig einschlagenden feindlichen Kanonenkugeln in uuer-
schütterter Ordnung gegen den Feind.
Die 9. Division löste sich alsbald in Plänkler auf uud
in kurzer Zeit war das ganze Regiment in ein heftiges Ge-
fecht verwickelt.
*) Die Schreibweise der Ortsnamen folgt der Scheda 'sehen
Karte von Mittel-Europa.
G««chlrht« «I«. «*. Linien Inf. Oej. 4
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w» Der Ort Falenty wurde mit grosser Kühnheit gestürmt,
der Feind, welcher sich besonders in dem Schlosse und dessen
Graben hartnäckig vertheidigte, mit dem Bajonnete daraus
verdrängt und bis vor Raszyn verfolgt. Hier gelang es, dem
Gegner durch Herbeiziehung seiner Reserve, besonders eines
sächsischen Grenadier-Bataillons das ungestüm verfolgende
Regiment wieder in den Ort Falenty zurückzuwerfen und so-
gar einen Theil des letzteren wieder zu besetzen.
Nach kurier Ruhe und Sammlung wurde der Angriff
vom 48. Infanterie-Regiment, unterstützt durch 1 Bataillon
Weidenfeld (Nr. 37) Infanterie, erneuert, und da der Feind
die in der Mitte des Dorfes befindliche Brücke mit wohlge-
nährtem Infanterie- und Artilleriefeuer hartnäckig verthei-
digte, so übersetzte das Regiment Vukassovich, bis an
den Gürtel im Wasser und Schlamme watend, die tiefen Grä-
ben ausserhalb des Ortes. Hiedurch in Front und Flanke an-
gegriffen, wurde der Feind, seines hartnäckigen Widerstandes
ungeachtet, noch einmal zum Weichen gebracht und bis
Raszyn zurückgeworfen. Erst ein wiederholter Sturm auf diesen
Ort von Seite der dem Feinde directe folgenden Abtheilungen,
in Verbindung mit einem von der 8. Division des Regimentes
gegen die rechte Flanke desselben gerichteten Bajonnetangriffe.
vertrieben den Gegner auch aus Raszyn, wodurch das Gefecht
im Centrum, welches bis spät Abends gewährt hatte, zum
Vortheile der kaiserlichen Waffen entschieden war.
Die rechte und Hauptaugriffs - Colonne uuter General
Civallart konnte des sumpfigen Bodens halber ihr Ziel
Jaworow nicht erreichen, ebensowenig gelang es der Umge-
hungs- Colonne Schauroth 's zur Wirksamkeit zu gelangen,
sonst würde der feindliche Verlust, der 2300 Manu betrug,
um eiu Erhebliches gesteigert worden »ein.
verlor« d« Das Regiment hat sich in dieser siegreichen Affaiiv neuen
»Summ Ruhm erworben, aber denselben auch mit bedeutenden Opfern
erkauft : *)
*) Feldzeagmeiater Baron Weiden erzählt über das Gefecht
bei Raszyn, Seite 318 und 319:
„Während des Vorrückens der Huszaren griff das Regiment
Vukassovich die Posten Falentie und Raszyn, welche durch die
osterr. Artillerie in Brand gesteckt waren, an, und dieser mit Muth nnd
Nachdruck unternommene Augriff gelang vollkommen. Die beiden Posten
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Todt blieben 2 Officiere, 22 Mann,
Verwundet 4 M 197 „
Gefangfin — „ 7 „
Verinisst — „ 28 „
Gesammtverlust 6 Officiere, 254 Mann.
Todt: Hauptmann Bulat und Albrecht; verwundet: Ober-
lieutenant Baron Brentano, Lieutenant Bartha, Reis-
ner und Fähnrich Baron Hall egg.
Ausser dem, dem Feinde beigebrachten bedeutenden
Verluste an Todten und Verwundeten, hat das Regiment dem-
selben vor und bei Falenty 4 Kanonen und über 100 Mann
an Gefangenen abgenommen. Die Verluste des Regimentes
betrugen aber auch a / ß des Österreichischen Gesammtverlustes
an diesem Tage.
In Anerkennung des besonders rühmlichen Verhaltens
in diesem Gefechte, wurde der Regiments-Commandant Oberst-
lieutenant Baron Gabeikoven zum Obersten und der beim
wurden schnell in Besitz genommen und das Regiment Vukassovich
erbeutete bei dieser Gelegenheit 2 Kanonen.
Fürst Poniatovsky Hess einen Theil seiner Reserve vorrücken,
wahrend zwei Bataillone Sachsen durch das kleine Gehölz bei Michalowice
in die linke Flanke des Regiments VukaBsovich marechirten. Das
Gefecht wurde immer lebhafter: dieses brave Regiment vertheidigte
Bich mit Muth, wurde aber durch die Ueberzahl doch gezwungen, sich
etwas zurückzuziehen.
Nun rückte Erzherzog Ferdinand mit 1 Bataillon Weiden-
feld zur Unterstützung des Regiments Vukassovich vor, der Feind
wurde neuerdings angegriffen, zurückgeworfen und verlor noch drei
Kanonen.
so waren nur die wenigen Truppen im Feuer, deren wir
erwähnten, die sich bei dieser Gelegenheit sehr ausgezeichnet hatten.
Das Gefecht bei Raszyn dauerte bis 11 Uhr Nachts. Der Feind
hörte nicht auf, seine Versuche zu wiederholen, um diesen Posten zurück-
zubekommen. Die sächsischen Bataillone gaben die grössten Beweise
von Muth, allein alle diese Angriffe wurden von den Bataillonen von
Vukassovich und Weidenfeld abgeschlagen.
General Poniatovski zog sich in der Nacht nach Warschau
zurück, sein Verlust betrug an Todten und Verwundeten 2000, an Ge-
fangenen 300 Manu; das 8. Regiment beinahe gänzlich aufgerieben.
Die Oesterreicher verloren an Todten und Verwundeten 600
Mann; vom Regimente Vukassovich waren 8 Officiere verwundet"
4*
52
(Irfrrht bei
Orvchow.
lt. April
Regimente anwesende älteste Hauptmann von Papp zum
Major befördert.*)
Das siegreiche Gefecht von Raszyn hatte für das k. k.
Armee-Corps die bedeutsame Folge, dass Fürst Poniatovski,
die Unmöglichkeit ferneren Widerstandes am linken Weichsel-
ufer mit seineu unzulänglichen Kräften einsehend, beschloss,
das unbefestigte Warschau, in welches Erzherzog Ferdi-
nand am 22. April nach Abschluss einer Capitulation ein-
zog, den Oesterreichern zu Überlassen und sich hinter den
Bug bei Sierock und Modlin zurückzuziehen.
Demgemäss konnten die Oesterreicher schon am 22. April
Warschau am linken Ufer besetzen; die am rechten Ufer
liegende befestigte Vorstadt Praga blieb jedoch noch im Be-
sitze der Polen.
Um sich die Sympathie der Einwohner Warschau's zu
versichern, hatte das VII. Armee-Corps- im Einverständnisse mit
dem polnischen Armee-Commando in die Uebergabs-Capi-
tulation die merkwürdige Bestimmung aufgenommen, dass
vom befestigten Brückenkopfe der Vorstadt Praga weder nach
Warschau herüber, noch von Warschau nach den Befestigungen
hinüber geschossen werden solle.
Am 21. April marschirte das 48. Infanterie-Regiment,
nachdem es die vorhergehende Nacht auf dem erkämpften
Schlachtfelde gelagert hatte, nach Rakar, circa 2 Stunden von
Warschau, wurde jedoch nächsten Tages mit der Brigade
Mohr nach Gora am linken Weichselufer, südwärts War-
schau entsendet.
Indessen das Gros des Armee-Corps Warschau occupirte,
übersetzte am 23. und 24. April die gauze Vorhut-Brigade bei
Gora mit Kähnen den Fluss und rückte am rechten Ufer
desselben zur Cernirung Praga's vor.
Den 25. bezog das Regiment ungefähr V/ n Stunden
östlich Praga in einem Walde bei Wihodna-Kercsma ein Lager,
während die beiden Grenz-Bataillone und eiue Cavallerie-
Division mit */i Cavallerie-Batterie die Vorposten der Brigade
*) Goldene Tapferkcits-Medaillen erhielten die Feldwebel K ollo-
virb, Stankovich und Udvardy; Silberne: Feldwebel Sonn-
leitner, Corporal Almassy, Hrabotzky. die Gemeinen Fekete,
Orosi undMnlner; mehrere Soldaten erhielten Douceurs von einigen
Gold-Pucaten.
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bildeten. Noch am selben Tage gelang es dem Feinde, diese
Vorposten zu überfallen, bei welcher Gelegenheit die Grenz-
Bataillone vom Gros der Brigade abgeschnitten und 2 Kanonen
verloren wurden. Die Cavallerie konnte sich kaum durch die
Schnelligkeit ihrer Pferde vor dem gänzlichen Verderben
retten.
Dieser Angriff wurde durch die aus Modlin hervorge-
brochene feindliche Brigade S o k o 1 n i 1 2 k i , welche mit einigen
Cavallerie-Regimentern 6 —8000 Mann zählte, unternommen,
und nöthigte die viel schwächere Brigade Mohr zwischen
Grochow und Guslaw in der Eile eine Defensivstellung zu
nehmen. *)
In dieser Bedrängniss war es dem 3. Bataillon des Regi-
mentes, commandirt vom Hauptmann Brebillovich, vor-
behalten, durch schnelles Railliren und zweckmässige Auf-
stellung am Waldsaume östlich des Dorfes Grochow den un-
vorsichtig vordringenden Feind aufzuhalten, durch einige gut
angebrachte Dechargen dessen Cavallerie zurückzudrängen, die
bereits verlorenen Kanonen demselben abzunehmen und den
abgeschnittenen Grenz-Bataillonen den Weg zur Brigade
wieder zu öffnen.
Während dieses Kampfes des 3. Bataillons wurden Ab-
teilungen des 1. in des Feindes linke Flanke und Kücken
detachirt, welche das Dorf Grochow hinter dem Gegner be-
setzten.
Vom Kegimente Vukassovich und einem Bataillone
Siebenbürger Wallachen heftig in der Front bedrängt, musste
der meist aus Reiterei bestehende Gegner den besetzten Ort
passireu, wo er grosse Verluste an Todten, Verwundeten und
Gefangenen erlitt. Bei der fortgesetzten Verfolgung ereignete
es sich, dass Fähnrich Mikosch mit einiger Mannschaft sich
*) Feldzeugmeister Baron Weiden erzählt Seite 322:
„Der Feind an Zahl weit überlegen, war schon nahe daran,
letzteres Dorf zu nehmen, als 5 Compagnien von Vukassovich vor-
brachen, mit kaltem Blute bis auf 50 Schritte auf den Feind losgingen,
durch eine wob langebrachte Decharge selben zur Flucht nöthigten, und
trotz seiner Uebermacht bis über Grochow hinaus verfolgten; ....
.... nachdem man sich von 5 bis 10 Uhr geschlagen, beendigte
erst die Nacht diese kleine Affaire, bei der die Oesterreicher 195 Mann
an Todten und Verwundeten verloren, während der Feind 200 Todte
allein auf dem Platze zurückliess "
54
zu weit vorwagte und abgeschnitten wurde ; nicht Willens, sich
zu ergeben, besetzte derselbe mit einigen 30 Mann eine höl-
zerne Scheuer, von der aus er durch seine tapfere Vertheidi-
gung dem Gegner grosse Verluste zufügte, bis endlich die
Scheuer durch den Feind angezündet, in hellen Flammen auf-
ging und dieser Officier mit den Seinigen nunmehr in feind-
liche Gefangenschaft gerieth. Die Nacht erst machte dem Ge-
fechte ein Ende.
Der Verlust des Regimentes betrug an Todten 2, an
7m. Verwundeten 4 Mann; gefangen wurde Fähnrich Mi kose h
mit 31 Mann.
Wegen der Nähe des Feindes blieb das Regiment die
Nacht hindurch unter Gewehr, und trat die ganze Brigade
des andern Morgens im Angesichte des Feindes, ohne von
demselben beunruhiget zu werden, den Rückzug nach Gora
an, wo dieselbe durch 5 Tage im Lager verweilte.
Bei Gora hatte Erzherzog Ferdinand indessen einen
grossen Theil seines Corps coucentrirt; dort wurde die Her-
stellung einer Schiffbrücke und eines Brückenkopfes trotz
aller Schwierigkeiten emsig betrieben. — Noch war die Brücke
nicht vollendet, die warschauische Armee verhielt sich schein-
bar in voller Unthätigkeit, als plötzlich am 2. Mai Abends
bedeutende Kräfte vor dem unvollendeten Brückenkopfe er-
schienen, und die Brigade Sokolnitzki der 2. Legion am
3. Mai, Morgens um 2 Uhr, den Sturm auf den nur von
2 Bataillonen, Baillet Nr. 55, besetzten Brückenkopf unter-
nahm. Drei Angriffe wurden abgeschlagen, beim vierten unter-
lagen die beiden Bataillone, die nicht unterstützt werden
konnten, und wurden, nachdem sie 500 Todte und Verwundete
zählten, summt und sonders gefangen.
Nach Verlust des Brückenkopfes musste Erzherzog Fer-
dinand auf die Beherrschung des rechten W eichselufers ver-
zichten. Während nun Fürst Poniatovski gegen Lublin,
Zamosc und Sandomif marschirte, um im Rücken des VII.
Corps in Galizien einzufallen, sammelte Erzherzog Ferdi-
nand sein Corps am 4. Mai im Lager bei Piascezno und
marschirte von dort nach Gombin, in der Hoffnung, durch
diese Bewegung Poniatovski nach sich zu ziehen.
In dieser Absicht wurde auch die Brigade Mohr gegen
Thorn — den Hauptverbindungspunkt Warschaus mit Posen,
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55
überdies dem provisorischen Sitze der Regierung — voraus-
gesendet, um durch Wegnahme dos Brückenkopfes, die Ver-
bindung mit der im Aufstande begriffenen Provinz Posen zu
unterbinden.
Den 5. Mai war das Regiment Vukassovich Mit 4flm._ « ' «' ■ ■■« >
grössten Thoile der Brigade Generalmajor Baron M o h r bei Mozna ™
versammelt und begannen die Operationen am linken Weichsel-
ufer; die Brigade formirte wieder die Avantgarde und mar-
schirte in starken Märschen, ohne irgendwo auf einen Feind
zu stossen, vom 5. bis 14. des genannten Monats gegen Tborn,
vor welcher Festung es den 14. Abends eintraf und IV, Stun-
den südlich derselben, in einem Walde ein Lager bezog.
Vom Generalmajor Baron Mohr und Oberst Brusch,
dem Generalstabs-Chef des Vll. Corps, der die Expedition nach
Thorn freiwillig begleitete, wurde der frühe Morgen des 15.
zur Erstürmung des, südlich von Thorn auf dem linken Weich-
selufer liegenden, stark verschanzten Brückenkopfes bestimmt.
Der Brückenkopf bestand aus 5 durch Verbindungslinien
zusammenhängenden Redouten und einem Pallisaden-Reduit
unmittelbar am südlichen Brückenende, war mit 1500 Mann,
2 Kanonen und 1 Haubitze besetzt und sollte vom Regiraente,
Vukassovich angegriffen werden.*)
Das 2. Bataillon des Regimentes, unter Führung des
Hauptmanns Rogäts, erhielt den ehrenvollen Auftrag, den
eigentlichen Sturm zu unternehmen, welchen es auch um
6 Uhr Früh unter dem heftigsten feindlichen Feuer ausführte.
*) Feldzeugmeister Baron Weiden erzählt Seite 328 und 329:
Am 16 begann der Augriff auf den Brückenkopf mit 2 Batail-
lonen Vukassovich, geführt durch den Obersten BruBch.
Mit Tagesanbruch stürmten diese — ohne einen Schuss zu thun —
die Vorschanzungen , erstiegen selbe und warfen den Feind auf dir
Brücke zurück. Jetzt flog aber jener Theil derselben, der die Verbin-
dung mit dem linken Ufer uud der zwischen diesem und der Stadt
liegenden verschanzten Insel Maidau bildete, vorher schon zum Sprengen
gerichtet, in die Luft und hielt so das brave Regiment V ukassov ich
im weiteren Vorrücken auf. Im Brückenkopfe selbst ward die darin
befindliche Artillerie erobert, einige hundert Gefangene gemacht, eine
noch weit grössere Anzahl aber ward in die Weichsel gesprengt und
ertrank in den Fluthen. — Der Verlust der Oesterreicher bestand in
8 Todtcu, 2 Officieren und 58 Gemeinen an Verwundeten. Der brave
Oberst Brusch fiel auf dem Wahlplatze an der Spitze des Regimentes,
das er früher commandirte, und das ihn immer hoch verehrte.
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56
w» Geschlossen, ohne zu feuern, drang dasselbe mit gofäll-
tem Bajouete in die Verschanzuug ein, und war nicht alloin
so glücklich, dieselbe in kurzer Zeit vollständig zu erobern,
sondern sich auch gegen die Angriffe der feindlichen Reserve
darin zu behaupten. i
In unordentlichem Gedränge, mit beträchtlichem Verluste
an Todten und Verwundeten, mit Hinterlassung von 2 Kanonen,
1 Haubitze und 400 Gefangenen, warfen sich die Feinde gegen
ihre noch stehende Brücke, wo zahlreiche feindliche Mann-
schaft durch die rasche Verfolgung des Regiments den Tod
in der Weichsel fand; nur die vor der Stadt liegende vor-
schanzte und stark besetzte Insel hielt das Bataillon von der
weiteren Verfolgung zurück.
v«ri».t* Das Regiment verlor hierbei an Todten 8 Mann. Blessirt
*1 u.T'iU' wurden : Hauptmann U d v a r n o k y , Oberlieutenant S z ö r c s e y
und 58 Mann, zusammen 2 Offieiere und G6 Mann.
Der schwerste Verlust dieses Tages war jedoch der Tod
des Obersten Brusch v. Neuberg, Chef des Generalstabes,
welcher die stürmende Colonne persönlich geleitet hatte. Als
Commandant des Regiments führte er dasselbe schon am
31. October 1805 in der Schlacht bei Caldiero zu Sieg und
Ruhm, und einer der ausgezeichnetsten Ofticiere an Kennt-
nissen und Muth, wurde er hier bei Thorn au der Spitze des
stürmenden 2. Bataillons von 2 feindlichen Kugeln in die Brust
getroffen und starb den Tod dos Holden.
Auf dem Platze, wo derselbe fiel, beerdigte das Regi-
ment seinen hochgeehrten, unvergesslichen Obersten und er-
baute über seinem Grabe eine Pyramide aus Rasenziegeln. Sr.
königliche Hoheit der Erzherzog Ferdinand, das Andenken
dieses ausgezeichneten Kriegers ehrend, liess auf der näm-
lichen Stelle, demselben in späterer Zeit, ein Denkmal aus
Gusseisen errichten, ein ragendes Zeichen, das im fremden
Lande dauerndes Zcugniss geben soll, von österreichischer
Kriegertreue und österreichischem Hcldenmuth.
Der tapfere Anführer des 2. Bataillons Hauptmann
Rogats wurde für die schöne Waffenthat seiner Truppe mit
dem Militär - Maria-Theresien-Orden geziert,*)
*) Die Geschichte des Militär-Maria-Theresien-Ordens
erzählt:
„Rogdts Johann, zu Wien geboren, diente vorerst als Cadet
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57
Nach der Besetzung von Warschau und der Einnahme
beim Wurms er Frei-Corps, dann als üfficier im Dcutsch-Banater
Gre«z - Regimente und avancirtc nach dem Frieden von Luneville
zum Oberlieuteuant bei V u k a s s o v i c h-Infanterie. Nachdem dieser
brave Ofticier schon in Italien 1799 und 1Ö05 Proben seiner ent-
schlossenen Tapferkeit an den Tag gelegt hatte, gab ihm der Feldzug
in Polen 1809 Veranlassuug, sich das „Ritterkreuz" des Maria -The-
resia- Ordens durch folgende That zu verdienen:
Am 14. Mai wurde ein Bataillon durch den Chef des General-
Quartiermeisterstabes beordert, die Verschanzungen vor der Brücke von
Thoru und deu daselbst errichteten Brückenkopf zu stürmen. Haupt-
mann Rogäts bot sich zu dieser Unternehmung mit dem (H20 Mann
starken) 2. Bataillon, dass er während der ganzen Campagne befeh-
ligte, freiwillig an, und brach am 15. Mai, um halb i Uhr dahin auf;
nach einer Stunde laugte er vor den VerschAnzungen an, welche aus
5 Redouten bestanden, die mühsam im fusstiefen Sande in der Höhe
von 4 Klaftern und in der Lange von einer Viertelstunde ausgeführt,
zum Theile auch mit Pallisadcn befestigt und mit 2 Achtpfünderu,
1 Haubitze und ungefähr 2000 Maun Infanterie besetzt waren. Der
General-Quartiermeister Oberst von Brusch, mit Rogäts an der
Spitze des Bataillons reitend, wurde während des Vorrückens zum An-
griffe durch eine feindliche Kugel getödtet; Hauptmann Rogäts war
zwar der AngriiTsplan des auf dem Felde der Ehre Gefallenen unbe-
kannt, er gewahrte überdiess den ungünstigen Eindruck, deu dieser
Todesfall auf die Mannschaft gemacht hatte, und dass sie bereits zu
wanken beginne; aber der wackere Hauptmann erkannte auch, dass
ein Zaudern oder gar ein Rückzug nur die nachtheiligsten Folgen nach
sich ziehen müsse, ermunterte seine Krieger und bemeisterte sich auch
in einer Viertelstunde der durch Natur und Kunst gauz ausserordent-
lich festen Vorschauzungen, so wie der an der Weichsel hart unter
dem feindlichen Kanonenfeuer liegenden Fleche.
Die beiden Kanonen und die Haubitze wurden erobert und gegen
350 Polen gelängen. Ohne sich aufzuhalten, drang Rogäts mit dem
Bataillon weiter über die Weichsel-Brücke gegen die stark verschanzt«
Insel, gelangte bis unter die Kanonen derselben, und würde seine er-
rungenen Vortheile selbst noch weiter verfolgt haben, wenn er sich
nicht gezwungen gesehen hätte, sowohl aus Maugel an Unterstützung,
welche erst nach Verlauf von einer Stunde nachrückte, als auch um
sein Bataillon dem feindlichen, mörderischen Kanonenfeuer zu entziehen,
mit der Behauptung des erstürmten Brückenkopfes sich zu begnügen.
Dem tapferen Rogäts wurde im Nachtrags-Capitel vom Jahre
1811 das wohlverdiente „Ritterkreuz" zuerkannt, und ihm am Schlüsse
dieses Jahres die angesuchte Pcnsionirung nach 18 Dienstjahren bewilligt.
Indessen Hess er sich beim Ausbruche der Befreiungskriege
wieder cintheilcn, wohnte diesen als Rittmeister bei und trat im Dccember
1817, als Major erneuert in den Ruhestand.
RogätB starb zu Mosciska in Galizien am 22. November 1831.
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58
des Brückenkopfe« von Thorn, konnte sich Erzherzog Ferdi-
nand füglich als Herr des ganzen linken Weichsel -Ufers be-
trachten; leider Hessen die schlimmen Nachrichten von der
Hauptarmee und vom rechten Weichsel-Ufer ihn seine Er-
folge nicht ausnützen, ja, nöthigten ihn sogar seine Truppen
aus dem Warschau'schen zurückzuziehen, um dem Schauplatze
der wichtigsten Ereignisse näher zu sein, umsomehr, als Erz-
herzog Carl in Eilmärschen gegen Wien zurückging.
Mittlerweile war Fürst Poniatovski mit der War-
schau'schen Armee thatsächlich in Galizien eingebrochen, in-
dem er die Weichsel bei Pulawy überschritt, Sandomir (be-
festigter Brückenkopf am rechten Weichsel -Ufer) und das
schlecht befestigte Zamosc, dann Lemberg bedrohte. Gleich-
zeitig rückten nissische Truppen in Ostgalizien ein und drohte
die von General Dombrowski im Posen'schen organisirte
Insurrection über die Wartha hervorzubrechen, und das ohue-
diess durch viele Detachirungen geschwächte VII. Corps ganz
von Krakau abzuschneiden.
Erzherzog Ferdinand beschloss somit die Rückkehr
an die obere Weichsel, an welchen Fluss ein Theil der Divi-
sion Schauroth zur Bettung Sandomifs und Deckung von
Krakau am 17. Mai vorausgesendet wurde. Feldmarschall-
Lieutenant Mond et sollte mit den Brigaden Mohr und
Civallart bei Warschau bleiben, indessen Erzherzog Fer-
dinand mit dem Beste seines Corps: 8 Bataillons, U
Escadronen, am 22. Mai gleichfalls nach Süden abinarschirte,
und am 28. Mai die Pilica erreichte.
Die Brigade Mohr mit dem Regimente Vukassovich
stand bis 17. Mai bei Thorn, marschirte am 18. nach Be-
setzung des Brückenkopfes mit dem 1. Siebenbürger-Wallachen-
Bataillon, gegen die Wartha nach Inovraclav, erhielt jedoch
dort am 22. den Befehl umzukehren und trat am 23. Mai
den Marsch in der Richtung nach Warschau an.
In der ersten Marschstation rückte der vom Infanterie-
Regiment Splöny i Nr. 51 transferirte Oberst Baron Rechen-
i Mai im*, berg als Regiraents-Commandant, nebst mehreren Officieren
und 1000 Mann, zur Ergänzung des, vor dem Feinde und
durch die angestrengten Märsche, bereits sehr geschwächten
Regimentes ein.
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59
Am 2S. Mai mnsste General Mohr Rawa, Sochaczew
und Lowicz besetzen, indessen dio Brigade Civallart noch
in Warschau stand. Der polnische General Dombrowski
war thatwsachlich zur Offensive aus dem Posen'schen vorge-
brochen, folgte der Brigade Mohr und drang in der Richtung
gegen die Pilica und Warschau vor.
Unter solchen Umständen konnte Warschau nicht mehr
behauptet werden; das 48. Infanterie-Regiment, das am 28.
in Lowicz an der Bzura stand, musste zur Verstärkung der
Garnison und eventuellen Deckung des Abzuges das 1. Ba-
taillon auf Wagen nach Warschau senden, selbst aber im
Verbände der Brigade Mohr eine Stellung bei Blonie am 29.
Mai beziehen.
In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni, als die Räumung
Warschau^ erfolgte, hatte das 1. Bataillon Vukassovich
die Arrieregarde der abziehenden Garnison zu bilden.
Obwohl der Feind am 1. bei Wiljanow, aufwärt« an der t
Weichsel, einen Uebergang über diesen Fluss versuchte. rj-oi^T
welchen Hauptmann Bourchgrave mit der 2. Division des
Regiments durch zweckmässige Aufstellung auf dem linken
Ufer und geschickte Besetzung der bei diesem Orte gelegenen
Insel, mit geringem Verluste (einige Soldaten wurden ver-
wundet) abweisen konnte, erfolgte der weitere Rückzug ohne
Behelligung.
Am 2. Juni vereinigte sich das Regiment bei Mogielnice,
wo das 1. Bataillon wieder zur Brigade Generalmajor Mohr
einrückte; diese setzte nun als Nachhut des Corps den Marsch
gegen Süden fort, passirte am 8. bei Warka den Grenzfluss
des Herzogthums Warschau, die Pilica, und langte mittelst
eines Gewalt-Marsches bei Jedlinsko an der Radomka an, wo
sie am 9. Juni eine feste Aufstellung nahm, um die von dort
nach Radom führende Strasse, so lange zu decken, bis das
Gros und der Train Radom passirt haben würden.
Am 9. Juni Mittags marschirte das Regiment mit der
Brigade nach Radom und Hess zur Deckung der zwischen den
Sümpfen, von Jedlinsko nach Radom führenden Strasse, das
3. Bataillon Vukassovich unter Commando des Majors Papp
mit einer Escadron Palatinal - Huszaren als Nachhut zurück.
Hier wurde das Bataillon durch die feindliche Vorhut „, thbut , r{ „y, t
unter General Zajonczek, der bei Pulawy die Weichsel
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u*. überschritten hatte, von Koscienice her angegriffen, und anfangs
zurückgedrängt, später jedoch gelang es der Tapferkeit und
Sündhaftigkeit des Bataillons, nicht nur den Feind vom wei-
teren Vorrücken abzuhalten, sondern auch die ursprünglich
innegehabte Stellung wieder zu nehmen, und zu behaupten.
vr,io... Der Verlust des Bataillons in diesem Gefechte war nicht
An a. Raultlon..
• j..ni im«, unbedeutend und betrug an Todteu 18 Mann; verwundet wur-
den Lieutenant Haen und 22 Mann. Gefangen II, vermisst
15 Manu; zusammen 1 Oberofficier und 66 Mann.
Der Feind wollte seine Absichten auf Kadom, wo in
Nachschubs-Magazinen eine sehr bedeutende Menge an Kriegs-
vorräthen aufgehäuft war . nicht aufgeben , und da sich auf
dem kürzesten Wege der vorgesetzte Zweck voraussichtlich nur
schwer erreichen Hess, nahm er vorläufig am linken Ufer der
Radomka eine Stellung ein, richtete das Dorf Wsola brückenkopf-
artig her, um von dort aus eine günstige Gelegenheit zur Aus-
führung seines Vorhabens zu erspähen.
Feldmarschall-Lieutenant Monde t, welcher über die bei
Kadom versammelten Truppen (Brigaden Mohr und Cival-
lart) den Befehl führte, beschloss durch einen Offensivschlag
die Hoffnung des Feindes zu vereiteln.
Feldinarschall-Lieutenant M o u d e t dirigirte die Brigade
ii. j.,ni ■*■». Civallart mit den Regimentern de Ligne Nr. 30 und
Kottulinsky Nr. 41, nebst 2 Divisionen Cavallerie, von
Przytik am linken Radomka-Ufcr nach Jedlinsko. indessen
General Mohr mit seiner Brigade am rechten Ufer, von Ka-
dom directe dahin vorrückte. Beide Colonnen trafen gleich-
zeitig auf deu Feind; General Mohr bei Wsola, welchen Ort
er durch das Regiment Vukassovich erstürmen Hess; die
Brücken, welche nach Jedlinsko führen, wurden hergestellt und
in letzterem Orte während des Kampfes die Vereinigung, mit
Feldmarschall -Lieutenant Mondet's linker Flügel- Colonne,
durch gleichzeitiges siegreiches Vordringen bowirkt.
Dem General Zajonczok, der sich nach diesem Gefechte
gegen Koscienice zurückzog, kostete dieser Tag mehr als 500
Todte uud Verwundete, 600 Gefangene und 1 Kanone. Feld-
marschall-Lieutenant Mondet erlitt einen Verlust von 200
Todten und Verwundeten.
Die Verluste des Regiments Vukassovich beliefen
sich nur auf 4 Todte und 3 Verwundete.
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Cl
Indessen hatte sich die Lage des VIL Armee-Corps sehr
verschlimmert ; zwar hatte Erzherzog Ferdinand Sandomif , das
vor seinem Eintreffen schon in Feindeshand gefallen war, am
18. Jnni erstürmen lassen und gelang es ihm. während Feld-
marschall-Lieutenant M o n d e t bei Radotn sich behauptete,
durch eine vorteilhafte Aufstellung zwischen Kielce und San-
domif, bei Opatow, die polnische Armee am Ueberschreiten der
Weichsel vorläufig zu hindern. Dagegen hatte aber Russland
auf Napoleon's Andrängen Oesterreich den Krieg erklärt,
und rückte eine rasch formirte Armee von 30.000 Mann, unter
dem Fürsten Galizin, von Brescz - Litewski an den San;
die russische Armee hatte Anfangs Juli diesen Fluss und die
Wisloka schon überschritten und näherte sich dem Dunajec,
indessen Erzherzog Ferdinand dieser Armee ausser 7 — 8
Landwehr-Bataillons bei Krakau, keine Truppen entgegenzu-
stellen hatte.
Gleichzeitig bedrohte General Dombrowski des Erz-
herzogs linke Flanke an der oberen Pilica, so dass Feldmar-
schall-Lieutenant M o n d e t Radom aufgeben und sich mit dem
Gros in Miechow, — mit seiner Nachhut — dem 1. und 2.
Bataillon Vukassovich nördlich davon in Zarnowiec aufstellen
musste. Erzherzog Ferdinand zog sich von Opatow, ange-
sichts des concentrischen Vorrückens seiner Gegner gegen
Krakau, mit dem Gros hinter dieNida; Oberst Gabeikoven
mit dem 3. Bataillon Vukassovich und 2 Escadroneu
Palatinal-Huszaren, marschirte von Radom nach Pincow, um
die Verbindung der Divisionen Schauroth und Mond et in
dieser Weise zu erhalten.
Als nun auch der Fürst Poniatovsky bei Pulawy
über die Weichsel ging und gegen die Stellung des Erzherzog
Ferdinand an der Nida vordrang, beschloss dieser den
weiteren Rückzug, um sein Armee-Corps nördlich Krakau im
Halbkreise aufzustellen und so diesen Punkt so lange als
thunlich zu behaupten.
Bei Fortsetzung des Rückzuges gegen Krakau, erreichte
das 48. Regiment am 9. Juli mit dem 1. und 2. Bataillon
Zarnowiec, besetzte, da General Dombrowski dieser Bewe-
gung folgte, sogleich die am rechten Ufer der Pilica in der
Eile aufgeworfenen Verschanzungen vorwärts dieses Städtchens
und kämpfte den ganzen 10. als Nachhut der Brigade Mohr
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**■ mit ausharrender Tapferkeit, nm den heftig nachdrängenden
Feind an der üeberschreitung dieses Flusses zu hindern, was
auch tagsüber, allerdings nur durch grosse Thätigkeit, gelang.
Während der Nacht bewirkte der Gegner, weiter fluss-
aufwärts, an einer nicht bewachten Stelle dennoch den Ueber-
gang, und drang nicht nur mit Infanterie-Colonnen gegen die
rechte Flanke der Position von Zarnowiec vor, sondern drohte
auch mit Cavallerie-Abtheiluugen die RQckzugslinie des Regi-
ments zu gewinnen.
Längeres Verweilen in der innegehabten Stellung wäre
fruchtlos gewesen; fechtend und jeden Schritt Terrain theuer
verkaufend, zog sich das Regiment auf die Anhöhen südwest-
wärts Zarnowiec, wo es von der Brigade Mohr aufgenommen,
abermals festen Fuss fasste.
Durch den in grösster Ordnung bewerkstelligten Rückzug
der österreichischen Arrieregarde, die anwesenden Verstärkungen
und deren gut gewählte Stellung in Schranken gehalten, wagte
der Feind an diesem Tage keine weitere Verfolgung und be-
gnügte sich mit dem Besitze des Städtchens Zarnowiec.
d.. J&im£i*.. ^ er Verlust des Regiments an diesem Tage betrug :
,« a.«...< mw An Todten 26, an Verwundeten 68 Mann ; gefangen wur-
den 2 Officiere, 26 Mann, vermisst 58 Mann ; in Summa
2 Officiere, 178 Mann.
Der fernere Rückzug erfolgte über Miechow in bester
Ordnung. Unter den Mauern vou Krakau vereinigte sich das
Regiment mit dem, von Radom hier einrückenden 3. Bataillone,
welches unter Befehl des Obersten Gabeikoven, von 4 Esca-
dronen Huszaren unterstützt, ohne bedeutenden Verlust erlitten
zu haben, von Pincow her seinen Rückzug bewerkstelligt hatte.
Den 14. Juli erfolgte die Räumung von Krakau, zu der
sich Erzherzog Ferdinand angesichts der in seiner rechten
Flanke vorrückenden russischen Armee doch entschliessen
musste ; dieser wichtige Punkt wurde von russischen und war-
schauischen Truppen gemeinschaftlich besetzt
Nach dem Uebergange der letzten Abtheilungen des
VII. Armee-Corps auf das rechte Weichsel-Ufer, trat auch hier
der von Erzherzog Carl am 12. Juli bei Znaim abgeschlos-
sene Waffenstillstand in Wirksamkeit; diesem folgte alsbald
der Friede zu Schönbrunn am 14. October, durch welchen
Oesterreich den grössten Theil von Galizien verlor.
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Während des Waffenstillstandes cantonirte das Regi- ^jffSSSL
ment in und bei Myslenice, dann bei Wadowice ; bald jedoch * •«*
marschirte der grösste Theil des VII. Armee-Corps nach Ungarn,
um zur grossen Armee zu stossen. Das Regiment trat in die
Brigade des General-Major Grafen Civallart und bezog An- nVJC.
fangs September ein Lager ausserhalb der Vorstädte Comorns. A "' k "« l 2j p,,M ' wr
TJeber die Thätigkeit der Grenadier-Division ist anzu- m -'r^~ [
fuhren, dass dieselbe im Bataillon K irchen better bei der diyi.7".'
U.frclit
Brigade d'Aspre und im II. Reserve-Corps Kienmayer
den Inn mit der grossen Armee überschritt, ohne ein ernstes
Gefecht in Bayern mitzumachen; erst beim Rückzüge nach
Oesterreich, als General Hill er die Traun-Linie am 3. Mai
vertheidigte, wurde das II. Reserve-Corps in der Höhe von
St. Florian aufgestellt, um den Rückzug des Generals Hill er "twm
und des VI. Armee-Corps zu docken.
Der Feind erschien gegen Abend in mehreren Colonnen,
deren eine sich auf das Grenadier-Bataillon Kirchenbetter
warf. Dieses hatte die Division von Vukassovich- Infan-
terie schon früher in eine vor der Front gelegene Maierei
detachirt, und die beiden anderen Divisionen rückwärts hinter
einem Strassen - DeMle* aufgestellt. Der Feind wollte jene
Maierei nehmen, und hatte sieh schon am Eingange derselben
einiger Häuser bemächtigt, als beide Compagnien dieser Divi-
sion links und rechts hervorbrachen, und sich mit solchem
Ungestüm auf die Franzosen stürzten, dass diese in Unordnung
flohen, und ausser mehreren Todteu, 1 Officier und 14 Mann
an Gefangenen, den Grenadieren überliessen.
Erst bei Anbruch der Nacht zog sich die Division von
Vukassovich - Infanterie über die Ennsbrücke zurück, welche
Oberstlieutenant Klopstein mit einem Bataillon von Deutsch-
meister-Infanterie besetzt hielt, und nach bewirktem Ueber-
gang der Grenadiere anzünden Hess.
Die Grenadier- Division verlor in diesem Gefechte 2
Todte, 4 Verwundete und Abends noch 11 Grenadiere,
welche vom Patroullendienste zurückkehrend die brennende
Ennsbrücke nicht mehr passiren konnten und gefangen
wurden.
Im Verfolge des fortgesetzten Rückzuges ging das II.
Reserve-Corps bei Krems auf das Unke Donau-Ufer über, um
Wrln.le
«Ur (in n« Ii- ■
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sich dort mit der von Regensburg nach Wien eilenden Armee
des Erzherzog Carl zu vereinigen.
Bevor aber diese Vereinigung stattfand , hatte der
Feind am rechten Ufer sich der Residenz genähert. Das II.
Reserve-Corps, als das nächste, wurde demnach zu deren Ver-
teidigung beordert und rechtfertigte das in dasselbe gesetzte
Vertrauen dadurch, dass es am 9. und 10. Mai den Weg von
Krems nach Wien in einem Zuge zurücklegte, ohne von 5 Ba-
taillons, während dem ungeheuren Marsche (9V 2 Meilen in
einigen 30 Stunden) nur einen einzigen Mann zurückzulassen.
Erst dann, als Humanitäts-Rücksichten geboten, die noch nicht
vuti Wim.
iü. ... it. mm "«».befestigte, somit doch nicht haltbare Hauptstadt von den wei-
teren Folgen eines, bereits 5 Stunden anhaltenden Bombar-
dements zu bewahren, wurde die Verteidigung derselben durch
eine Capitulation eingestellt, und setzte das II. Reserve-Corps
den 11. Mai mit Tagesanbruch abermals auf das linke Donau-
Ufer über, um das Lager bei Sairing im Marchfelde zu be-
ziehen, wo bald die ganze Armee eintreffen sollte. Sämmtliche
17 Grenadier-Bataillone wurden nun vereinigt und aus beiden
Reserve-Corps unter Feldmarschall-Lieutenant Baron d'Aspre
ein einziges formirt.
Neun Tage verflossen nun in scheinbarer Ruhe, während
welcher jedoch bedeutende Massregeln, und das Eintreffen der
Armee unter Erzherzog Carl, ein ernsthaftes Unternehmen
ahnen liessen. Am 20. machte der Generalissimus der Armee
bekannt, dass der Feind Versuche zu einem Uebergange über
die Donau mache, mithin die Gelegenheit nicht mehr ferne
sei, um sich für die Tage bei Regensburg zu rächen.
mimm Am 21. Mai ging der Feind auf das linke Donau-Ufer
»i.^'m^i»«»."^ wurde hier von der österreichischen Armee um 12 Uhr
Mittags in 7 Colonnen angegriffen. Der blutige Tag verging,
ohne dass das Reserve-Corps einen Antheil daran nahm. Erst
während der Nacht wurde dasselbe aus seiner Aufstellung bei
Sairing herangezogen und im Centrum zwischen Aspern und
Esslingen, in 2 Treffen aufgestellt; das Bataillon Kirchen-
bett er kam im ersten Treffen auf den äusserten linken Flügel
zu stehen.
Am 22. Morgens erhielt die Grenadier- Reserve den Auf-
trag das feindliche Centrum anzugreifen: sie warf sich mit
Ungestüm auf die feindlichen Batterieu zwischen Esslingen
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und Aspern, welche auf dem ebenen Boden des Marchfeldes '•«•
verderbenbringend unter den Vorrückenden wirkten.
Ungeachtet des verheerendsten Kartätschen-Feuers, drang
das Bataillon Kirchenbett er bis zu einer aus 22 Ge-
schützen bestehenden feindlichen Batterie vor und eroberte 3
Stück derselben. Den übrigen Geschützen gelang es aufzuprotzen
und sich zu retten.
Einzelne Grenadiere sprangen aus der Front, stürzten
sich zwischen die Geschütze und durchbohrten deren Bedienung
mit dem Bajonet oder schlugen sie mit dem Kolben nieder.
Grenadier Sarich des Regiments stach den feindlichen Artil-
lerie-Commandanten vom Pferde und nur aus Mangel an Be-
spannung konnten die eroberten 3 Kanoneu nicht weggeschafft
werden.
In diesem Augenblicke brach eine feindliche Infanterie-
Coloune vor, um das verlorene Geschütz wieder zu erobern.
Die 3 Kanonen mussten nach kurzem Besitze dem Feinde
wieder überlassen werden, da der ausserordentlich grosse Ver-
lust des Bataillons, das bis zu diesem Augenblicke fast um
zwei Drittel seines Standes geschwächt war, ihre fernere Be-
hauptung unmöglich machte; das Bataillon zog sich in seine
frühere Aufstellung zurück, und wurde nach kurzer Rast zum
Sturme des Schüttkastens von Esslingen, der gleichsam die
Citadelle des Ortes bildete, beordert. Der Feind hatte zu
dessen Behauptung alle ihm zu Gebote stehenden Mittel ver-
wendet, um dadurch seinen Rückzug, wenn nicht zu sichern,
so doch zu erleichtern.
Dieses Unternehmen, bei welchem sich Angreifer und
° Vi'rluM» .Irr
Vertheidiger in glänzendster Tapferkeit überboten und die"^^^^
österreichischen Grenadiere ihre Gewehre in die SchiessscharU'n
der, vom Feinde besetzteu Umfassungs-Mauern stiessen, miss-
lang, und wurde um weitere kolossale Verluste zu ersparen, der
Befehl zur Einstellung der Angrifft auf Esslingen gegeben.
Der Verlust der Grenadier- Division des 48. Infanterie-
Regiments betrug an:
Todten: Unterlieutenaut Kaiman und 33 Mauu.
An Verwundeten: Uuterlieuteuaut Üreskovich und
i)l Manu.
Q »lfc U h H im «. Linien Inf. Heg 5
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CO
'**• In Summa 2 Officiere und 100 Mann von 2 schwachen
Compagnien.*)
Tod u» «f«j»«- In der folgenden Schlacht bei Wagram verlor das Regi-
* ^ aSuSTwi ment seinen tapferen Oberst-Inhaber Feldmarschall-Litnitenant
».VutuI«. Baron Vukassovich**), welcher durch eine Kanonenkugel
*) Als Belohnung für ihre Auszeichnung in dieser Schlacht er-
hielten der Feldwebel Szabö die goldene, und der Corporal Molnär,
die Grenadiere Rezzi, Csismadia und Moise die silberne Tapferkeits-
Medaille; Grenadiere Meregan und Mayer jeder 6 Stück Ducaten.
•*) Die „Geschichte des Theresien-Ordens und seiner Mit-
glieder" erzählt:
„Vukassovich, Josef F i 1 i p p Freiherr, Feldmarschall -Lieut-
nant, Inhaber des 48. Infanterie-Regiments , stammte aus der Licca,
wo sein Vater als Grenzofficier diente und war zu St. Peter im Jahre
1756 geboren. Vukassovich, ein Zögling der Neustädter-Akademie,
trat 1781 als Fähnrich in das Liccancr Grenz-Regiment und bereiste
als Lieutenant im Jahre 1780 Montenegro, bei welcher Gelegenheit er
sich die genaueste Kenntniss des Landes erwarb. Diese sollte ihm bei
Beginn des Tarkenkrieges 1788 sehr zu Statten kommen. Es galt, mit
dem Pascha von Scutari , mit den Bewohnern von Montenegro, Albanien
und Herzegowina Verträge und Bündnisse gegen die Türkei zu schliessen
Im März erreichte er Montenegro, im September verliess er das Land.
Er hatte dem Feinde tust ohne Truppen und unter tausend Gefahren
viel Schaden zugefügt, und auf dem Rückzüge durch kluge Anstalten,
dem Allerhöchsten Dienste bedeutende Gelder und Vorräthe zu erhalten
gewusst Diese ruhmvolle Tbat ward mit dem Ritterkreuz des Maria-
Theresien- Ordens und der Ernennung zum Major belohut
Unmittelbar darnach errichtete er theils aus den Montenegrinern,
theils aus den in der Licca und in dem österreichischen Litorale An-
geworbenen das sogenannte Gy ulay- Freicorps zu 12 Compagnien In-
fanterie und 4 Schwadronen Huszarcn, in der Stärke von 300" Mann,
wurde Oberstlieutenant und Commandant desselben, kam jedoch im
Jahre 1790 wieder zu dem Liccancr Rcgimcntc zurück, wo er 1794
zum Obersten vorrückte.
Im Jahre 1796 zeichnete er sich bei Voltri und Massona aus,
wurde dann am 12. April auf den Monte Fajale entsendet, und erhielt
Befehl schleunigst nach Dego aufzubrechen, um an dem Gefechte da-
selbst Theil zu nehmen.
Ein Irrthum im Datum des Befehls veranlasste, dass Vukasso-
vich erst am 15. am Kampfplätze erschien, indes» das unglückliche
Gefecht bei Dego schon Tags vorher statt hatte.
Vukassovich brachte aber mit seinen 5 Bataillonen, die nicht
einmal Geschütze hatten, eine solche Verwirrung in die französische
Armee, dass diese das panze Corps Beaulicu's wie durch einen
Zaubcrschlag vor sich wähnte. In der ersten Verwirrung nahm er 19
Kanonen, 28 Munitiouswägen, machte 500 Gefangene und vertheidigte
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tödtlich getroffen, ein frühes Ende seiner Heldenlaufbahn fand ; ««>»•
sonst nur einen Grenadier, nachdem das Bataillon Kirchen-
bett e r nur wenig in Action gekommen war. Auch sonst fand
dasselbe keine Gelegenheit mehr, an den Kämpfen dieses
Feldzuges Antheil zu nehmen, und rückte die Grenadier-Division
nach geschlossenem Frieden nach Ungarn, in das Neutraer Co-
mitat in Cantonirung ein.
Auch die Reserve-Division des Regiments fand in diesem ^;:% e
Feldzuge kriegerische Verwendung. mt ' 4 mF* m *'
Vicekönig Eugen, im Venezianischen bei Sacile vom
Erzherzog Johann geschlagen, folgte demselben — als er sich
nach der von Erzherzog Carl verlorenen Schlacht von Eck-
mühl an die Donau zurückzog — nach Ungarn. Erzherzog
Johann setzte sich bei Raab fest, und nahm die Schlacht,
welche ihm Eugen anbot an, verlor sie aber und musste
sich über Comorn auf das linke Donau-Ufer zurückziehen,
Raab aber seinem Schicksale überlassen.
sich mit dem eroberten Geschütze volle zwei Stunden, gegen das mittler-
weile zusammengezogene, von Masse na selbst in drei Colon neu an-
geführte französische Corps, bis er, der üebermacht weichend, über
Spigno nach Acqui den Rückzug antreten musste.
Im September 1800 commandirte er, zum General-Major vor-
gerückt, in Tirol eine Brigade und wurde am 3. bei St. Marco durch
einen Sturz vom Pferde verwundet. Das Jahr 1799, in welchem er In-
haber des neu errichteten Infanterie-Regiments wurde, war nicht weniger
ruhmvoll für Vukassovich.
Er nahm bei Verderio den französischen General Serrurier
gefangen, eroberte als Commandant der Avantgarde Novara, Vercelli,
Arona, Jvrea, die Castelle Bard, Verna, die Cidatelle von Casalo; be-
setzte Turin, nahm Cherasco , entsetzte das belagerte Ceva und be-
mächtigte sich Mondovi'8.
Als Feldmarschall-Lieutenant stand Vukassovich im Jahre
1800 bei Bellinzona, um Bon aparte den Uebergang über den Gott-
hard zu wehren, wurde aber zum Rückzüge nach Mailand gezwungen.
Nach dem Rückzüge Uber den Mincio übernahm er ein Corps in Tirol.
Im Jahre 1809 zeichnete er sich bei Aspern und Wagram aus,
wurde in letzterer Schlacht am 6. Juli tödtlich verwundet und hauchte
am' 9. August zu Wien seino Heldenseele ans.
Wie im Kriege, so war auch im Frieden seine Thätigkeit dem
Wohle des Vaterlandes gewidmet.
Die schönen Strassen über den Vratnik nach Zengg und von
Karlstadt nach Fiume wurden nach seinen Plänen und zum Theile
unter seiner Leitung angelegt.
5*
68
»? Juni
Bei Anuäheruug der Franzosen war die Reserve-Division
vou Vukasso v ich - Infanterie in die Stadt Raab gezogen
worden, um bei der Vertheidignngs- Instandsetzung und der
Verteidigung mitzuwirken.
Unter Commando des Hauptmanns .lacope traf dieselbe
«74 Mann stark, den 21. Mai in Raab ein; am 14. Juui nach
der 2tOgigen unglücklichen Schlacht bei Raab begann die
Belagerang der Stadt durch die Franzosen.
Nachdem durch das feindliche Feuer die Stadt und Be-
satzung sehr gelitten hatten, Munition und Lebensmittel fehlten,
so musste nach einer 9tägigen Belagerung der Festungs-
Commandaut Oberst Pechi die Stadt mittelst Capitulation
an den Feind übergeben, wobei die ganze Garnison in Gefangen-
schaft gerieth.
Von der Reserve-Division des Regiments befauden sich
unter diesen Gefangenen 5 Officiere und 702 Manu. — von
welchen jedoch ein grosser Theil den Franzosen entkam, —
um sich spater wieder freiwillig bei den Fahnen einzufinden.
m jb£u». Nach abgeschlossenem Frieden wurde das Regiment, zu
m. : welchem auch die Grenadier-Divisiou wieder einrückte, in den
ersten Tagen des November aus dem Lager bei Comoru in die
Cantonirang in und bei Jänoshäza verlegt.
An Stelle des bei Wagram gefallenen Feldmarschall-
Lieutenants Baron Vukasso vidi wurde im Monate No-
vember 1809 zum Oberst-Inhaber des Regiments, der Feld-
zeugineister Josef Barou Simbschen ernannt.
ii. M b— t mo.
Keltlo'tiirmeiüter
Jo.ef Kann
Öitnb.rlit-u
KffniU. Inhaber.
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Beilage Nr. 4. b.iu,* Nr. 4.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1809 in Russisch-
Polen, Deutschland und Ungarn.
Offlcicr«. MannKb.ft.
Treffen bei Raszyn. 19. April 1809
Todt 2 22
Verwundet 4 197
Gefangen und vermisst — 35
Zusammen . «! 254
Gefecht bei Grochow. 26. April 1809.
Todt — 2
Verwundet — 4
Gefangen 1 31
Zusammen . T~ 37
ErstUrmung des Brückenkopfes von Thorn.
15. Mal 1809
Todt _ 8
Verwundet 2 58
Zusammen . 2~ ~W
Gefecht bei Jedlinsko. 9 Juli 1809.
Todt _ ig
Verwundet 1 22
Gefangen und vermisst — 26
Zusammen 1 66
2. Gerecht bei Jedlinsko. 11. Juli 1809.
Todt _ i
Verwundet — 3
Zusammen . — ~~T
Gefeeht bei Zarnovlee 10. und 11. August.
Todt — 26
Verwundet — «8
Gefangen 2 126
Vermisst 58
Zusammen . 2 178
Gefecht bei St. Florian. 8. Mai 1809
Todt _ 2
Verwundet — 4
Gefangen — 11
Zusammen — 17
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n.iL*»xr. *. Sv hineilt bei Aspern. St. und 22. Mal 1H0». offlcier«. Kuawsksfl.
Todt 1 33
Verwundet 1 67
Zusammen 2 100
Behlaebt bei Wagram 5 and «. Jall 1809
Todt - 1
fapltalatlon von Raab. 14 Juni 1809.
Gefangen 5 762
GesammtTerlust im Feldzage 180» . 19 1488
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1810-1811.
Am 11. Jänner wurde von Jänoshaza in die neuen° I « r ' ,>,n """ hu j;«
Jtnnrr bl» April
Friedeusstationen, Marburg und Cilli, aufgebrochen und laugte >■»••
das Regiment am 20. dort an.
Im April schon erhielt dasselbe Leoben uud einige Orte 0 i£r™w£™«v
in Ober-Steiermark zur Garuisonirung zugewiesen, wurde aberAv&aSuSto.
im September nach Wien und Wr.-Neustadt verlegt uud hier aJütLn
erst auf den Friedeusfuss gesetzt. "Z^Z"™
bU Jlnncr ISIS
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1812.
Im Feldzuge in Russland.
Das Jahr 1811 war unter eifriger Friedeusarbeit ohne
bemerkenswerte Ereignisse vorübergezogen.
Schon gegen Ende desselben bereitete sich jedoch ein
Unternehmen vor, dessen Grösse und Wagniss, dessen anfäng-
lich kolossalen Erfolge, die Welt mit eben solchem mass-
losen Erstaunen erfüllen sollten, als die beispiellose Nieder-
lage, mit welcher dasselbe endete.
Napoleon, dessen unersättliche Herrschsucht und Ehr-
begierde nach der Demüthigung Russland's, des nach Frank-
reich mächtigsten Kivalen auf dem Continente, lechzte, bereitete
eine Invasion des russischen Gebietes vor. Zur Bewältigung
jener ungeheuren Räume, mussten selbst seine eigenen, be-
deutenden Kräfte unzureichend erscheinen, wesshalb er sich
bemühte, alle Staaten, welche in Europa seinem Einflüsse
unterlagen, zu mehr oder weniger freiwilliger Theilnahme an
diesem Kriege herbeizuziehen.
Auch Oesterreich musste sich zur Stellung eines Hilfs-
Corps entschliessen ; die von Kaiser Franz gewünschte Neu-
tralität wollte sein Schwiegersohn durchaus nicht zugestehen,
und bestand kategorisch auf Erklärung für oder gegen Frank-
reich; die Entscheidung konnte sonach nicht mehr zweifel-
haft sein, nachdem Napoleon in seiner Rücksichtslosigkeit
gewiss alle seine schon vorbereiteten, kolossalen Kräfte in
Bewegung gesetzt hätte, um das sich weigernde Oesterreich
vorerst niederzuwerfen, dann aber zu Gunsten seiner Unter-
nehmung gegen den nordischen Riesen, um so bequemer aus-
zubeuten.
73
Das österreichische Hilfs-Corps sollte vertragsmäßig vom mi -
Februar 1812 ab zusammentreten, aus 24.000 Mann Infan-
terie und 6000 Mann Cavallerie mit 60 Geschützen bestehen,
seine Concentrirung in Galizien, zwischen Lemberg und Prze-
mysl bewerkstelligen, einen 20tägigen Vorrath au Lebens-
mitteln und doppelte Munitions-Ausrüstung erhalten und vom
Tage des Beginnes der Operationen durch die französische
Kriegs- Verwaltung bezahlt und verpflegt werden \ dagegen sollte
dasselbe untheilbar sein und nur unter österreichischen Gene-
ralen und Napoleons directum Oberbefehle seine Verwen-
dung finden.
Das Commando über dieses Corps, das den Namen
Auxiliar-Corps anzunehmen hatte, erhielt der General der Ca-
vallerie Fürst Carl Schwarzenberg; es wurde in 5 Divi-
sionen gegliedert, deren Eine als Centrum-Division unter
Befehl des Feldmarschall-Lieutenant Baron Bianchi, in der
Brigade Generalmajor Lindenberg auch das 48. Infanterie-
Kegiment Simbschen in sich schloss.
Schon am 6. Jänner brach das Regiment aus seiner Gar- „.^ViuL.
nison Wr.-Xeustadt, Wien und Coucurrenz auf, um am 28.
zu Neu-Sandec in Galizien Cantonirungs- Quartiere zu be-
ziehen ; hier erhielt dasselbe in dem Oberst von S e e t h a 1 einen ^^.'. ^Sf
neuen Commandanten, nachdem der frühere, Oberst Baron K,,ac m *
Rechenberg nach 42jähriger Dienstleistung, als kränklich
und nicht mehr kriegsdiensttauglich in den Ruhestand ver-
setzt worden war.
In Galizien augekommen, wurden im Bereiche des ganzen
Auxiliar-Corps aus den 3 Batailloueu eines jeden Regiments,
deren zwei formirt, um wenigstens diese auf den Kriegsstand
zu briugeu, während die Cadres der 3. Bataillone sofort zur
Augmentirung in das Innere der Monarchie abgingen.
Am 31. März marschirte das Regiment nach Ost-Galizien ;
eantonirte vom 10. bis 29. April bei Jaroslau, dann bis zum
11. Juni, an welchem Tage der Vormarsch gegen die russische
Grenze begann, in der Umgegend von Roguzuo.
Die Aufgabe, welche der französische Oberfeldherr dem
Auxiliar-Corps stellte, war folgende:
Durch eine geeignete Stellung in Russisch -Polen, Warschau
zu decken, und gleichzeitig die Russen zu verhindern, durch
Volhynieu Streitkräfte gegen den Niemen, an dem die franzö-
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'*•'» sische, von dort nach Moskau vordringende Armee ihre Haupt-
basis etablirt hatte, vorzusenden ; also, die Communicationen
der Hauptarraee in der rechten Flanke zu decken.
Während sich mit Beginn des Monats Juni die franzö-
sische Hauptaraice, deren Gesammtstreitkräfte 500.000 Mann
betrugen, und die in 14 Armee-Corps, mit Ausnahme von
Engländern, Skandinaviern, Türken und Russen, alle Nationen
Europa's vereinte, zum üeberschreiten des Niemen vorbereitete,
marschirte das Auxiliar- Corps vom 11. Juni ab durch das
Grossherzogthum Warschau, über Zamosc, Lublin und Sie dl ec
nach Sokolow, wo es den Bug überschritt, und zuerst russi-
schen Boden betrat. Durch eine strategische Aufstellung
zwischen dem Bjelowesh -Wald, den Sümpfen des Polesie und
dem Muchawiec, nordöstlich Brzesc - Litewski bei Pru^any,
trachtete es seiner Aufgabe gerecht zu werden.
Mittlerweile sammelte sich in Volhynien ein russisches
Corps unter dem General Tormassow, das jedoch wegen
seiner Cn Vollzähligkeit vorläufig keine Operation unternehmen
konnte, uud den Marsch des Auxiliar-Corps unbehelligt ge-
schehen lassen musste; dagegen hatten die Truppen des letz-
teren mit plötzlich eingetretener drückender Hitze und grossem
Mangel an Lebensmitteln zu kämpfen, da die polnischen Be-
hörden nicht ganz ohne Grund angaben, dass die vorher dort
gelegenen Corps Alles verzehrt oder mitgenommen hätten.
Der aus Galizien mitgeführte 20tägige Verpflegs-Vorrath
musste gleich vom Anfang her auf den elenden Wegen weit
zurückbleiben.
In dieser Verlegenheit setzte Fürst Schwarzenberg
eine Commission nieder, um von nun an dem französischen
Beispiele folgend, die Requisitions-Verpflegung durchzuführen,
durch welche die Truppen sich wenigstens in die Möglichkeit
versetzt sahen, ihre dringendsten Bedürfnisse, von den überall
vorhandenen Heerden und Feldfrüchten zu decken, obwohl es
an Brot, Wein, Salz und Tabak gänzlich fehlte, uud auch
Branntwein nur von der schlechtesten Qualität zu bekom-
men war.
'""m;;^'-" Mitte Juli erhielt das Auxiliar-Corps den Befehl, sich
'"" '" ,r der allgemeinen Vorwärts-Bewegung der grossen Armee, an
deren rechten Flügel anzuschliessen, seine Direction hiebei
nach Minsk zu nehmen, und die Deckung Warschaus, sowie
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seiner eigenen Conim unicationen dem VII. Corps (Sachsen, ■*
unter Commando des französischen Marschalls Reynier) zu
überlassen.
Während dieses Corps in die Stellungen des österreichi-
schen Armee-Corps einrückte, marschirte das letztere bis Nies-
wicz, wo es am 28. Juli eintraf. Das Regiment Simbschen,
noch immer in der Division Bianchi eingetheilt, marschirte
hiebei mit dem Gros auf der grossen Strasse, die von Pruzany
nach Minsk führt.
Am 30. Juli traf ein Courier beim Auxiliar-Corps ein,
mit der Meldung, dass der russische General Tormassow
aus Volhynien die OfTensive gegen die Stellung des VII. Armee-
Corps ergriffen, die Brigade Klengel desselben bei Kobryn
umzingelt und gefangen habe, dass General Reynier sich in
der Richtung gegen das Auxiliar-Corps nach Kartuzskaja-
Berezna zurückziehen musste, und von demselben schleunige
Hilfe erwarte.
Fürst Schwarzenberg kehrte auf diese bedrohlichen/^; \'X u f ?,™ , t .
Nachrichten sofort um, traf in Slonim wieder mit dem VI 1. tSSJSXh
Armrr in
Corps zusammen, welches nun unter seinen Befehl gestellt v. ».>.»«..
wurde, und rückte bis zum 6. August wieder durch den
Bjelowesher-Wald gegen die vom VII. Corps verlassene Posi-
tion von Pruzany in drei Colonnen vor.
An den bisher vorgefallenen zahlreichen, durchwegs rühm-
lichen und meist siegreichen Gefechten der Vor- und Siche-
rungstruppen Theil zu nehmen, hatte das Regiment keine Ge-
legenheit; erst am 12. August in der Schlacht bei Podduby
war ihm eine wirksame Theilnahme am Kampfe beschieden.
Durch einen gut combinirten strategischen Augriff beider
Armee-Corps wurde Tormassow am 10. August aus der Gegend
von Pruzany gegen Kobryn gedrängt, setzte sich jedoch ä cheval
der nach Kobryn führenden Wege in den Wäldern und Sümpfen
bei Podduby und Gorodeczno fest.
Den 10. August war das österreichische Hauptquartier in iÄ!*,
Pruzany, das Regiment Nr. 48 lagerte am 11. südlich von a UB u,i
Pruzany bei Czachec *)
*) Zu den Strapazen der anstrengenden Marsche, — zu dem
Mangel an ausgiebiger Verpflegung, gesellte sich auch noch als furcht-
bare Plage die Ruhelosigkeit in den Bivouacs; die weiten Sümpfe und
Wälder jener Gegenden sind von Milliarden Insekten aller Art erfüllt,
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Dil» Russen hatten >ich etwa l 1 /« Meilen südlich davon
hinter dem Gorodeczna-Bache und auf den Höhen hinter dem
Sumpfe von Podduby, ä cheval der Strasse von Pruzauy nach
Kohryn aufgestellt. Die Front ihrer Stellung war nur auf der
Dammstrasse von Gorodeczno und dem schmalen, zum Theile
zerstörten Damme von Podduby zugänglich, und dort durch
Infanterie- und Artillerie-Feuer auf das Wirksamste verthei-
digt: der rechte Flügel lehnte sich au einen bedeutenden
Sumpf (Boloto Turskoe), so dass die Stellung nur im Walde
am linken Flügel anzugreifen war.
Fürst Schwarzenberg beschloss, südwärts Czachec
den Gegner in der Front nur schwach zu beschäftigen, den-
selben aber mit seinem Gros und dem VII. Corps auf
dem linken Flügel entscheidend anzugreifen. Hiezu dirigirte er
die Divisionen ßianchi und Siegenthal nach Szabin,
das VII. Corps von Szczerezew her, gegen den russischen linken
Flügel. Während sich nun durch die Schein - Angriffe der
österreichischen Divisionen Trautenberg und Siegenthal
in der Front ein heftiges Gefecht entspann, war der Kampf auf
dem linken Flügel im Walde, wo sich gegen das VII. Corps
die Russen immer mehr verstärkten, so hitzig, dass Fürst
Schwarzenberg dem Marschall Revuier 4 österreichische
Cavallerio-Regimenter und die Brigade Lilienberg sammt
dem Regimente Simbschen Nr. 48 zur Unterstützung senden
musste.
Diese Brigade kam eben recht, um einen Gegenangriff
der russischen Infanterie, gegen die sächsische Brigade Saar,
blutig abzuweisen, wobei der am Kampfe thoilnehmende Bri-
gadier des Regiments General Graf Vetter sein Pferd unter
dem Leibe verlor, und im Sturze sich so schwer beschädigte,
dass Genoral Märiässy das Brigade-Commando übernehmen
und bis zum Ende dos Feldzuges fortführen musste.
Die wechselseitigen Angriffe auf diesem Flügel, an denen
sich nun das 48. Regiment wiederholt betheiligte, dauerten mit
welche über alle im Freien Schlafenden herfielen : man machte ungeheure
Feuer um sie abzuhalten, allein da die Leute vom Schlafe überwältigt,
diese verlöschen Hessen, wurden Manche bis zur Unkenntlichkeit zuge-
richtet, und »fingen jeden Morgen zahlreiche Opfer mit geschwollenen
Köpfen herum.
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Erbitterung den ganzou Tag über fort, ohne dass eine Ent- »«*
scheidung herbeigeführt worden konnte.
Erst um Vj8 Uhr Abends gelang es dem Regimente
Colloredo Nr. 33 unterstützt von der 6, Division des 48.
Regiments Sim bscheu durch Ueberschreiten des Morastes
an jener Stelle, wo die russische Stellung eine, gegen Podduby
vorspringende Ecke bildete, sich der entscheidenden Höhen zu
bemächtigen.
Mit über den Köpfen erhoben« 1 !! Gewehren und Patron-
taseheu, und unter unglaublicher Anstrengung, gelaug es diesen
braveu Truppen, sich unter dem feindlichen Feuer durch den
Sumpf durchzuarbeiten. Am Fusse der Höhen angelangt, waren
sie gegen das feindliche Geschützfeuer gesichert; im Vertrauen
auf ihren Muth, triefend von Schlamm und Wasser erklommen
sie die Höhe.
Oben von heftigem Fiinteufeuer, auf kurze Distanz em-
pfangen, gerieth der Angriff in's Wanken: allein da General
Reyuier in diesem kritischen Augenblicke mit der Brigade
Saar neuerdings augrifl", und Feidmarschall - Lieutenant
B i a n c h i die Brigade L i 1 i e n b e r g links davon gleich falls
zum Sturme führte, so wurde die russische Infanterie in der
linken Flanke gefasst, vou den entscheidenden Höhen verdrängt,
und sah sich General Tormassow zum Rückzüge genöthigt,
den er mit grossen Verlusten (3000 Todte und Verwundete)
auf der einzigen ihm gebliebenen Strasse, gegen Kobryu, zu
bewerkstelligen vermochte.
Das 48. Regimeut erlitt an diesem siegreichen Tage nicht a „
unbedeutenden Verlust : " Au *"' t ,,M
Au Todten U» Mann vom Feldwebel abwärts.
Verwundete: Lieutenant Lohr, Schauer und Fähnrich
Bulath, dann 64 Manu.
Gefangen 2 und vermisst lf> Mann.
Gesammtverlust : 3 Officiere und 87 Mann.
Unter ununterbrochenen Gefechten und Scharmützeln, 'TgjSSS 1 *'
begann nun ein rastloser Verfolgungs-Marsch, der über Kobryn, u \™ 1
Diviu, Ratno, Wyzwa und Turisk bis 4. September an den
Stjr-Fluss, 30 Meilen weit, führte; zum Theii unter namen-
losen Bodenschwiftrigkeiteo, in dem w asser- und defileeureicheu
Polesie, und dem nordöstlichen Volhynien.
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>•«■ Während die unter Commando des Fürsten Schwarzen-
berg vereinten Corps (österreichisches Auxiliar- uud VII.
sächsisches) kaum noch 33.000 Mann stark am Styr anlaugten,
verstärkte sich hinter diesem Flusse die russische Armee
durch Zuzüge aus der Moldau, wo die Russen mit den Türken
Frieden geschlossen hatten, bis auf 70.000 Manu, worunter
18.000 Mann Reiterei, und übernahm der Admiral Czi-
c z a g o w deren Commando.
""•aSSiS ,Ur Am 23. September ergriff diese Armee die Offensive, und
feyiMbar w% ZO g s ^ cü daher Fürst Schwarzenberg, der zur Annahme
einer Schlacht sich viel zu schwach fühlte, zuerst bis an den
Muchawiec, dann an die Djesna zurück, ohne bis zum 8. Oc-
TrtntMr-Boih toDer eil1 ernsthaftes Gefecht anzunehmen. Am 8. October kam
u!«."""" 0 es nördlich Brzesc-Litewski am Tricziner-Hofe und Walde zu
' ürt " 1 "" 11 fiinem heftigen Gefechte, au dem die Brigade Märiassy mit
dem 48. Regimen te, unter staudhaftem Ausharren, lebhaften
Antheil nahm, und den Brigadier, durch eine Kanonenkugel
verwundet, verlor. Das Auxiliar-Corps büsste in diesem Ge-
fechte über 400 Mann ein ; die Verluste des Regiments S i m b-
schen sind jedoch nicht bekannt geworden,
offeo.i« Vom 8. October angefangen, als Cziczagow mit
*T:~. dem grössten Thoile seiner Armee gegen Minsk abmarschirte
und das Corps des Generals Essen gegen Warschan entsen-
dete, ergriff Fürst Schwarzenberg wieder die Offensive,
um Warschau zu decken, setzte bei Drohyczin über den Bug,
ging dem Corps FiSsen entgegen, und schlug dasselbe in dem
ui.u. Treffen bei Biala am 18. October. Das Regiment Simbschen
stand hier in der Reserve, betheiligto sich jedoch mit der
ganzen Division Bianchi an der Verfolgung, ohne hiebei
Verluste zu erleiden.
Die in dieser Gegend erfochtenen Vortheile, konnten
nicht weit verfolgt werden, denn die in der Richtung nach
Minsk abmarschirende Armee des Admirals Cziczagow,
welche gegen die Nachschubslinie der mittlerweile in Moskau
angekommenen grossen Armee operiren wollte, musste in ihrem
Beginnen gehindert werden.
Fürst Schwarzenberg ging daher nach Drohyczin
" , * zurück, nahm hier bedeutende Verstärkungen, welche General
Zechmeister aus Galizien ihm zuführte, dann die dem
VII. Corps zugetheilte, so eben aus Frankreich eingetroffene
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Division Durutte, aus Spaniern, Portugiesen und Franzosen »•«■
bestehend, auf, und Obersetzte den Bug am 30. October, um
mit seiner uuu auf 45.000 Mann angewachsenen Armee dem
Admiral Cziczagow über Slonim gegen Minsk zuvorzu-
kommen.
In äusserst strenger Kalte, welche besonders die Bivouacs
sehr emptiudlich machte, marschirte das Auxiliar-Corps nun
über Bieisk nach Slonim (24 Meilen), wo es am 13. November
eiutraf, und erfuhr, dass die Armee des Admirals Cziczagow
3 Tage vorher den Ort passirt habe.
Das VII. Corps war bei Wolkowisk geblieben und be-
obachtete jene 3 russischen Corps (24000 Mann), welche
Cziczagow in der Stellung bei Pruzany unter dem General
Sacken mit dem Auftrage zurückgelassen hatte , die Armee
Schwarzenberg 's so lange als möglich festzuhalten, damit
er selbst einen Vorsprung gewinne.
In dieser Absicht debouchirte Sacken am 13. aus dem
Bjelowesher-Walde, griff Reyuier bei Sotenitza an und
drängte ihn nach lebhaftem Gefechte wieder nach Wolkowisk
zurück.
Wollte Fürst Schwarzenberg nun nicht selbst alle
Verbindungen verlieren und Gefahr laufen, das VII. Corps ****** m*w.
durch Uebermacht gesprengt, sich selbst aber zwischen zwei
Feuern zu sehen, so musste er sich das Corps Sacken vom
Halse schaffen, zunächst also zur Unterstützung Reynier's
umkehreu. Der österreichische Feldherr stellte eine Infanterie-
Division und eine Cavallerie - Brigade unter den Befehl des
F.M.L. Frimont, den er beauftragte, der Armee Czi-
czagow 's zu folgen, und sie möglichst im Kücken zu be-
unruhigen, während er selbst mit den Infanterie-Divisionen
Trauteuberg und Biauch i (worunter das 48. Regiment)
und zwei Cavallerie-Brigaden umkehrte, und am 15. November
über Jeserniza zur Unterstützung Reynier's herbeieilte, wobei
er Direction auf Izabelin nahm.
Am 16. November, wahrend Sacken mit vereinter hcu.rht u*i
Macht, das hinter der Stadt Wolkowisk stehende VII. Corps ■«. .\u..»b.n.i«.
heftig angriff, traf Schwarzenberg mit den österreichischen
Truppen nach einem äusserst beschleunigten zehnstündigen
Marsche bei Izabeliu ein, griff die Russen im Rücken an,
während Reyuier nun ebenfalls in die Offensive überging,
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durch welchen combiiiirten Angriff das russische Corps auf
allen Seiten geworfen, und mit einem Gesainmtverlust von
5000 Mann zum eiligen Rückzüge, genötbigt wurde.
Das 48. Tnfanterie-Regiment nahm an der Schlacht bei
Wolkowisk keinen Antheil, ausser in der Reserve.
Die Russen wichen gegen den Muchawiec, wurden während
der Verfolgung noch in mehreren kleineren Gefechten besiegt,
uud erlitten bedeutende Verluste, ehe sie hinter diesem Flusse
sich weiterer feindlicher Einwirkung, durch Abbrennen aller
Brücken eutzieheu konnten.
Um diese Zeit, gegen Ende November, befanden sich
die Truppen des Auxiliar-Oorps in den misslichsteu Ver-
hältnissen.
Das ganze Land war durch die fortdauerndeu Durchzüge
bis zum Aeussersten erschöpft; von einer ordentlichen Ver-
pflegung war schon längst keine Rede mehr; — Fleisch für
den Manu, Heu für das Pferd und Holz zum Lagerfeuer waren
die einzigen Verpflegsmittel, welche noch aufgetrieben werden
konnten. — Bei den ununterbrochenen anstrengenden Märschen
war namentlich der Mangel an Brot, von dem binnen 14
Tagen oft nur 1 Portion per Mann verabfolgt werden konnte,
sowie von Salz, Wein und Tabak für die Truppen äusserst
drückend. Monturen und Schuhe waren schon längst nicht
mehr zu haben.
Aus den Häuten geschlachteter Thiere wurden Fussbe-
kleidungeu erzeugt, und Jeder dockte bei der grimmigen Kälte
(25-28° unter Null) seine Blossen, wie er konnte. Wo es
immer anging, requirirte man Lammfelle, um Kopf und Unter-
leib wenigstens zu schützen, und überzog Gesicht, Hände und
Füsse gegen das Erfrieren mit Schichten von Fett.
Die Zahl der Kranken uahm daher immer zu . und
kein Bivouac wurde verlassen, ohne dass vorher mehrere Todte,
die der Erschöpfung, dem Elende, oder der Kälte erlegen
waren, beerdigt wurden. Diese Prüfungen waren hart, und
doch murrten die Truppen nicht: die braven österreichischen
Regimenter gaben durch ihren wahren Heldenmuth im Kampfe,
wie im Tragen der äussersten Anstrengungen und Entbehrungen
eine Probe ihrer Pflichttreue, ihrer Diseiplin und ein schönes
Beispiel von Krieger-Tugend.
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Erneuert«
Ungeachtet dieser Verhältnisse, brach Fürst Schwarzen-
berg am 29. November abermals vom Muchawiec gegen Slonim „ C J^^
auf, wo am 7. December das ganze Auxiliar-Corps wieder
vereinigt war.
Auf dem letzten Tagmarsche dahin, fielen 500 Mann
der fürchterlichen Kälte, — die unerträglich schien, — zum
Opfer.
Jetzt erst ging genaue Nachricht von der kolossalen
Niederlage der französischen Hauptarmee, deren Rückzug und
elendem Zustande ein. Fürst Schwarzenberg machte eine
kurze Flankenbewegung nordwestlich gegen den Niemen, um
zur französischen Hauptarmee in eine Art Aufnahmsverhältniss
zu kommen, dann rückte er an den Narew nach Pultusk und
östlich Warschau, um diese Stadt, wohin sich das V. (polnische 1 )
Armee-Corps der grossen Armee gleichfalls zurückgezogen
hatte, gegen das Andringen der verfolgenden russischen Corps
zu schützen.
4l*.rl.lrhic .1«. U. LWn.Uf.4toe. ||
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82
Nr. &. Beilage Nr. Ii.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1812 in Russland
Sehlaeht bei Podduby. 12. August 1812. Offleiere. Mannschaft.
Todt - lfj
Verwundet 3 64
Gefangen und Vermisst — 17
Zusammen . . 3 87
Anmerkung. Die Verluste des Regimentes in den anderen feindlichen
Affairen denen es beiwohnte, sind nicht bekannt ge-
worden.
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1813.
Im Feldzuge in Deutschland.
•
Nachdem Fürst Schwarzenberg von Napoleon's
beispielloser Niederlage in Russland (von 270.000 Manu der
Centrums- Armee, welche den Niemen im Juni überschritten,
waren nur 4000 Mann in Königsberg im Jänner wieder ein-
gerückt) sichere Kunde erhalten und an die Regierung in
Wien berichtet hatte, ertheilte der Kaiser Franz am 3ü.
Jänner dem Auxiliar-Corps den Befehl, zur Deckung des
Heimatlandes gegeu Krakau zurückzugehen. Nach Abschluss
eiues Waffenstillstandes wurde demgemäss Warschau am
b. Februar geräumt und der zu den Winter-Quartieren an-
gewiesene Laudstrich nördlich Krakau und der oberen Weichsel,
vom 25.-28. Februar erreicht.
Bis zu diesem Zeitpunkte hatte das Auxiliar-Corps fol-
gende Verluste erlitten:
6000 Mann durch feindliche Einwirkung in den vielen Ge-
fechten,
4000 Mann erlagen dem Elende, den Mühseligkeiten und der
Kälte,
4000 Mann befandeu sich noch krank in den Spitälern,
und gibt dieser grosse Abgang von über 40 Percent einen
Massstab für die ausserordentlichen Leistungen, welche d.'ii
Truppen dieses Corps in thätiger und passiver Form aufge-
bürdet worden waren.
Das 48. Regiment Simbschen, das während dosw|;'«;; r *^«£'r«
ganzen Feldzuges beinahe ununterbrochen im Marsche be- S Z'£%\"
griffen war, bedurfte ebenfalls dringend der Erholung. Km 9 '* mu u& A * a
2.S. Februar traf es in Novomiasto-Korczyn an der Nida zur
6*
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84
*»■ Cantonirung ein und zog in den dortigen Winterquartieren
auch alle ihm zugewiesenen Ergänzungen an sich.
War die Erinnerung au die ehrenvolle Theilnahme an
diesem, wahrscheinlich grossartigsten kriegerischen Unternehmen
des Jahrhunderts eine erhebende, so währte es doch lange
Zeit, ehe sich das Regiment von seiner physischen Her-
abgekommenheit — der Folge monatelanger Strapazen und
Entbehrungen — erholen konnte*).
rLu. n "mndil Noch vor der Auflösung des Auxiliar-Corps avancirte der
Mi« ms. Oberst von Seethal zum General und erhielt der bisherige
Oberstlieutenant Wilhelm Dressery, unter gleichzeitiger
Beförderung zum Oberst, das Coraraando des 48. Infanterie-
Regimentes.
Während Oesterreich durch Zurückziehung des Auxiliar-
Corps, von dem erzwungenen Bündnisse mit Napoleon sich
befreite, dauerte der Krieg zwischen Russland und Frankreich
ohne Unterbrechung fort. Als auch das preussische Hilfscorps
unter dem General York durch die mit den Russen ge-
schlossene Convention von Tauroggen plötzlich von Napo-
leon abfiel, und sich an Russlands Krieger anschloss, um
Preussen vom verhassten Joche des Eroberers zu befreien, da
flammte in ganz Nord-Deutschland und Oesterreich die Be-
geisterung hell empor. Die lange vorbereitete Volksbewaffnung
schnf dem kleinen Preussen ein mächtiges Heer, das an der
Seite der Russen kämpfend, die Franzosen unter Eugen über
die Oder und die Elbe drängte, indessen der französische
Kaiser eine mit unglaublicher Raschheit aufgestellte, sehr be-
deutende Armee aus Frankreich gegen die Elbe heranführte.
Die verbündeten Preussen und Russen sowohl, wie
Napoleon warben um Oesterreichs Bündniss; wohin dieses
sich wandte, dahin musste die Entscheidung fallen; doch noch
schien die Zeit zum Eingreifen für Oesterreich nicht ge-
kommen, denn noch blutete das Land aus den schweren Wuu-
den der letzten Kriege, und eine Armee musste erst iu Böhmen
aufgestellt werden , um die Neutralität zu wahren, aus der
man nach Vollendung der Rüstungen durch offensives Vorgehen
*) Eine Total-Verlust-Liste für diesen Feldzug konnte nicht zu
sammcngestellt werden, nachdem nur die Verluste des Kegiments in
der Schlacht l>ei Gorodeczno bekannt geworden sind.
85
am rechton oder linken Elbeufer sofort in entscheidender "»»•
Weise in die Action eintreten konnte.
Mitte April wurde das Auxiliar-Corps aufgelöst und ein J,^ c
Theil seiner Truppen zur Noutralitäts-Armee nach Böhmen *•» '»'»•
entsendet. Auch das 48. Infanterie-Regiment Simbschen
mit der ganzen Division des Feldmarschall - Lieutenants
ßianchi erhielt diese Bestimmung.
Den 2G. April 1813 marschirte das Regiment aus den
Winterquartieren an der Weichsel ab, rückte durch Schlesien
nach Böhmen, und traf den 29. Mai zu Bohdanec an der
Elbe ein, in dessen Concurrenz es bis Anfangs Juli in Can-
tonirung vorblieb. Von dort marschirte es den 7. Juli nach
Skuwretz, um neuerdings Cantonirungon zu bezichen.
Mittlerweile spielten sich grosse Ereignisse knapp an der
Grenze von Böhmen und Schlesien ab.
Im Mai hatte Napoleon bereits eine Armee von über
200.000 Mann von Frankreich bis nach Sachsen geführt, die
verbündeten Preussen und Russen am 2. Mai bei Gross-
Görschen geschlagen, über die Elbe zurückgedrängt und sich
durch die Befestigung von Dresden einen guten Stützpunkt
an diesem Strome geschaffen, während die von den Franzosen
noch immer behaupteten Festungen Torgau und Magdeburg
den Mittollauf, und das in Eile fortificirte Hamburg, die Mün-
dungsgegend dieses Flusses deckten. Auf Dresden gestützt,
schob Napoleon, der an der Elbe nun über eine Gesammt-
macht von 300.000 Mann zu verfügen hatte, eine Armee gegen
Berlin, um durch Wegnahme dieser Hauptstadt Preussen zum
Abfalle von dem Bündnisse mit Russland zu drängen. Mit
der Hauptmacht folgte er den Verbündeten, welche sich, um
mit Oesterreich, dessen Beitritt zum Bündnisse gegen Napo-
leon ununterbrochen betrieben wurde, in nächster Verbin-
dung zu bleiben, längs der österreichischen Grenze gegen
Preussisch-Schlesien zurückzogen. Napoleon schlug die ver-
einigten Russen und Preussen am 21. Mai bei Bautzen, in
Folge dessen sie bis Schweidnitz zurückgingen und einen ihnen
angeboteneu langereu Waffenstillstand annahmen.
So standen die Verhältnisse an der österreichischen Grenze,
als mit abgelaufouom Waffenstillstände im August, auch
Oesterreich an Napoleon den Krieg erklärte, weil er die von
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««'s. don Verbündeten aufgestellten Friedensbedingungen anzunehmen
sich weigerte.
Der Plan der Verbündeten für den Wiederbeginn der
Operationen war folgender:
Die böhmische Armee unter dem F. M. Fürsten Carl
Schwarzenberg 130.000 Oesterreicher, durch 100.000
Russen und Preussen verstärkt, bildete den linkou Flügel,
und sollte gegen Napoleons Rückzugslinie in der Richtung
auf Leipzig operiren.
Die in der Mark Brandenburg, südlich Berlin, zur
Deckung dieser Hauptstadt aus 80.000 Preussen, Russen und
Schweden unter dem Kronprinzen von Schweden (ehemaligen
Marschall Bernadotte) zusammengesetzte Armee, hatte in
der linken Flanke Napoleons gleichfalls auf Leipzig vorzurücken,
n » d sich dort mit der böhmischen Hauptarmee zu vereinigen.
Im Centrum, in Preussisch - Schlesien , wurden 100.000
Preusseu und Russen unter Befehl des preussischeu Generals
Blücher gestellt, welcher Napoleon in der Front festhalten,
eventuel sich mit der Nordarmee bei Berlin zur Offensive
gegen Leipzig vereinigen sollte.
Diesem kolossalen Kraftaufwande der Verbündeten von
über 400.000 Mann gegenüber, erschien die französische Armee
nunmehr in der Minorität ; Napoleon stellte der schlesischen
Armee 70.000 Mann unter Macdonald an der Katzbach,
der Nordarmee 80.000 Mann unter Oudinot in der Gegend
nördlich Wittenberg, gegenüber, den Rest seiner Armee,
circa 200.000 Mann, hielt er gegen die böhmische Armee und
als Reserve, auf beiden Elbe-Ufern, in der Lausitz und am Fusse
des böhmischen Erzgebirges, endlich um Dresden herum vereint.
Die österreichische Armee sammelte sich im Elbe- und
Eger-Thale, um im ersten Drittel des August ihre Operationen
gegen Sachsen zu beginnen.
ir«n»i»r Das 48. Infanterie-Regiment mit der ganzen Divisioa
iuJmmuuT Bianchi, erhielt seine Eintheilung zum linken Flügel der
Armee, in das Corps des Feldmarschall - Lieutenant Graf
Gyulay,*) und rückte von Skuwretz, am 10. August in ein
Lager bei Wobrzistow, wo sich die ganze Division Bianchi
wieder vereinigte.
*) Der ehemalige Regiroents-Commandaut
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Während des Marsches wurde dem Regimeote an diesem »»■
Tage die Ehre zu Theil, von Sr. Majestät dem Kaiser Franz
und Ihren Majestäten, dem Kaiser Alexander von Russland
und König Wilhelm von Preussen besichtigt zu werden.
Vom 16. ab, rückte die Division B i a n c h i der sächsischen
Grenze zu und passirte am 22. über Sebastiansberg dieselbe.
Am 24. August erreichte das Regiment Dippoldiswalde, am 25.
W indisch-Karsdorf .
Während Napoleon eben eine Offensive gegen die
schlesische Armee betrieb, und dem Marschall St. Cyr mit .» ■ «■<» «-a.*.».
J Ina.
24.000 Mann den Schutz des in seinem Rücken liegenden,
wichtigen Punktes Dresden anvertraute, gelang es dem Fürsten
Schwarzenberg am Vormittag des 26. August seine Armee
in 5 Colonnen vor Dresden, im Halbkreise, zum Angriffe auf
diesen Stützpuukt Napoleons zu versammeln.
Das Corps Gyulay, mit der Division Bianchi und dem
48. Regiment in die 5. Colonne am linken Flügel eingetheilt,
brach am 26. August um 5 Uhr Morgens von Windisch-
Karsdorf auf und erreichte die Höhen von Kesseldorf (eine Meile
westlich Dresden) noch vor Mittag.
Um 3'/ s Uhr Nachmittags wurde das Corps beordert,
gegen Dresden vorzurücken.
Das Regiment war zum Angriffe auf das Dorf Plauen
bestimmt, und zwar ging das 2. Bataillon auf dem linken, das
1. auf dem rechten Weisseritz-Ufer gegeu das vom Feinde
besetzte Dorf vor.
Unter dem Schutze dichter Plänklerschwärme wurde der
von Kleingewehr- und Artillerie- Feuer vertheidigte Ortsumfang
angegriffen und genommen, so wie auch bei Verfolgung des
gegen den Freiberger - Schlag weichenden Gegners, der vor
demselben liegende Lust-Garten von einigen Corapagnien des
Regiments Nr. 48 besetzt. Diese Compagnien behaupteten
sich hier bis zum späten Abend gegen wiederholte Angriffe.
Ein Theil des Regiments unter Führung des Obersten, rückte
am linken Weisseritz-Ufer gegen den Löbdaer-Schlag vor und
griff die demselben vorliegenden Gehöfte Kl. Hamburg und
Altona an, um die sich ein heftiger Kampf entspann, als
auch andere Truppen die Division Bianchi unterstützend,
eingriffen.
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'«»• Das Gefecht wogte zwischen Löbda und Kl. Hamburg
hin und her, ohne dass sich ein Thoil dauernd des Besitzes
dieser Punkte rühmen durfte.
Im Verlaufe des Kampfes machte die französische Rei-
terei, unter Latour-Maubourg, zwischen Dreschendorf und
Cotta vorbrechend, einen Versuch, die Division Bianchi in
der linken Flanke zu fassen. An der Abweisung dieses Ca-
vallerie-Angriffes betheiligte sich das Regiment in hervor-
ragender Weise, indem die bedrohten Abtheilungen der feind-
lichen Reiterei mit dem Bajonet entgegengingen,*) und zwei
Divisionen derselben gegen die Stellung des Regiments K i e n-
mayer-Huszaren drängten, durch welches sie in der Flanke
angegriffen, mit grossem Verluste zersprengt wurden.
Bis spät in die Nacht dauerte das Feuer von beiden
Seiten fort, ohne dass eine Entscheidung herbeigeführt wor-
den wäre.
Die Verbündeten hatten sich in diesen ersten Stunden
des Kampfes, auf allen Seiten der Aussenposten der französi-
schen Stellung bemächtigt; doch beschloss der mittlerweile
mit 3 Divisionen seiner Garden herbeigeeilte Kaiser Napo-
leon, der noch 3 Armee-Corps aus der Lausitz im Laufe des
27. als Verstärkung nach Dresden heranzuziehen hoffte, aus-
zuharren, und am nächsten Morgen den Kampf wieder auf-
zunehmen.
Nachdem das Corps Gyulay am 26. Abends sehr be-
deutende Verluste im Kampfe erlitten hatte, erhielt es den
Befohl, nur eine Brigade am linken Wei sseritz- Ufer zu be-
lassen, mit den Divisionen Bianchi und Weissenwolf
aber sich hinter den Höhen des Centrums, nordwärts Gitter-
see für den 27. als Reserve zu formiren.
Feldmarschall-Lieutenant Graf Gyulay Hess das vom
1. Bataillon des 48. Infanterie-Regiments behauptete Dorf
Plauen durch Abtheilungen der Brigade Ciolich besetzen,
bewerkstelligte bei Potschappel mit dem Gros der Division und
dem Regimente, den Uebergang über die Weisserita um
Mitternacht, und lagerte dann nördlich Gitterseo, wo seine
Divisionen den ganzen Tag des 27. über, im heftigsten Regen
♦) Hiebci zeichneten sich Corporal Ludwig Moluar. Corpora]
Barkovics und Gemeiner Major der 5. Coropaguie besonders aus.
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unter Gewehr standen, ohne an den weiteren Kämpfen Antheil ««>•
zu nehmen.
Um 5 Uhr Abends, nachdem Napoleon mit allen ein-
getroffenen Verstärkungen aus Dresden vorgebrochen war und
beide Flügel der Verbündeten entschieden zurückgedrängt hatte,
ferner im Hauptquartiere der Monarchen die Nachricht einge-
troffen war, dass das französische Corps V and am nie von
Pirna her, bereits im Rücken der grossen Armee vorgedrungen
sei, und die schwierigen Gebirgs-Defilöen des Erzgebirges zu
sperren drohe, wurde die Schlacht abgebrochen, und der Rück-
zug gegen Böhmen angetreten.
Das 48. Regiment marschirte hiebei auf einem, durch mmu««^
den anhaltenden Regen beinahe unpraticablen Wege, bis 2 Uhr
Nachts nach Malter (nördlich Dippoldiswalde), wo es äusserst
erschöpft, ein Lager bezog.
Die Schlacht von Dresden hatte dem Regimente schwere g ffi*«*«
Opfer gekostet, nachdem es am 1. Schlachttage in wenigen ■"■ A,, & ,, • , W3
Stunden 10 Officiere und (>9C Mann verlor.
Todte: Fähnrich Zdmbory und 02 Mann.
Verwundete: Hauptmann Burghardt, Oberlieutcnaut
Simunich, Lieutenant Colombani, Weinczierl, Fedri-
goni, Fähnrich Mikos, Stanliovits und Funk und
363 Manu.
Gefangene: der blessirte Hauptmann Eisler und 68
Mann.
Veruiisst 173 Mann.
Im Verlaufe des Rückzuges kam das Regiment am 28.
nach einem beschwerlichen, durch russische Colouneu häutig
gekreuzten und aufgehaltenem Marsche nach Alt-Gaisingj am
29. erreichte es Dux.
Napoleon hatte der böhmischen Hauptarmee nur das ««■
t • . . _ _ . Kulm.
bis auf 40.CHX) Mann verstärkte Corps Vandamme zur Ver- so. a,.*«». um.
folgung nachgesendet. Dieses stiess bei Arbesau und Kulm
auf die von Königstein her bereits im Elbe-Thale eingetroffenen
russischen Garden uuter dem Prinzen Eugen von Würte Irl-
berg, und es entspann sich ein hartnäckiger Kampf, der am
30. in eine Schlacht überging, nachdem die Heeresleitung der
Verbündeten, von den successive vom Erzgebirge herabsteigen-
den Colonnen der Hauptarmee, Alles was ihr erreichbar schien,
zusammenraffte und gegen Kulm in Verwendung brachte.
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Auch die Division Bianchi mit dem 48. Infanterie«
Regimente wurde zur Schlacht bei Kulm herangezogen, hatte
jedoch nur einige Demonstrationen im feindlichen Kanonen-
feuer zu vollführen, ohne dass es dabei einen Verlust erlitten
hätte.
Nach hartem Kampfe wurde Vandarame's Corps durch
die Uebermacht der sich stetig verstärkenden Verbündeten
überwältigt, und als der preussische General Kloist auf
seinem Rückzüge durch das Erzgebirge zufalliger Weise dem
französischen Corps in den Rücken kam, dieses theils zer-
sprengt, theils aber nebst seinem Commandanten dem General
Vandam m e gefangen genommen.
Nach der Schlacht marschirte die Division Bianchi
wieder in das Lager bei Dux.
War nun auch die Schlacht vou Dresden ein Sieg für
die französischen Wallen, so hatten die Verbündeten doch bei
Kulm denselben eine empfindliche Schlappe beigebracht, und
sollten den sieggewohnten Eroberer, dessen Stern bereits
im Sinken war, noch härtere Schläge treffen. Macdonald
war am 26. August, am Tage des Beginnes der Schlacht von
Dresden, von der schlesischeu Armee unter Blücher, an der
Katzbach empfindlich geschlagen worden, während Oudinot
südlich Berlin bei Grossbeeren, durch die Preussen unter Bü-
low, schon am 23. August einen Echec erlitt; sein Nach-
folger Ney jedoch, durch die Corps Bülow und Tauenzien
am 6. September bei Deunewitz angegriffen, musste eine förm-
liche Niederlage erdulden, die ihm 24.000 Mann (worunter
15.000 Gefaugene) kostete.
Diese, für die Verbündeten glücklichen Ereignisse gabeu
denselben den Impuls: ihren kühnen Kriegsplan mit neuer
Energie zu verfolgen.
Die Nordarmee überschritt Ende September — Anfangs
October auch die schlesiche Armee, welche am 4. das Corps
Bert r and bei Wartenberg schlug — die mittlere Elbe in der
Gegend von Wittenberg, während die grosse böhmische Armee
aus dem Eger-Thale durch einen Links- Abmarsch über Chem-
nitz und Altenburg in Sachsen einrückte. Alle 3 Armeen
nahmen Leipzig zum Ziel, indessen Napoleon diesen Bewe-
gungen gegenüber, zur Räumung des rechten Elbe-Ufers und
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allniäliger Rückwärts-Concentrirung seiner Kräfte gegen Leip- ,M
zig, sich genöthigt sah.
Am 28. September brach mit der Armee auch die Divi- otSKS"»«»-
sion Hiauchi und das 48. Regiment von Dux auf, Anfl I n '« P nc1,iH.r
... Uli
marschirte über die böhmische Grenze nach Raizenhayn in
Sachsen und von dort über Chemnitz und Altenburg gegen
Leipzig.
Am 15. Oetober Abends bezog die Division Bianchi,
welche mit der Grenadier-Division Weissenwolf und der
Kürassier -Division Nostitz in das Reserve - Corps Prinz
Hessen- Homburg eingetheilt war, ein Lager bei Klein-
Storkonitz.
Im Laufe des 16. fand nun die Hauptschlacht südlich
Leipzig, auf den Höhen von Wachau uud Liebertwolkwitz
statt, während Nachmittags durch das Eintreffen Blücher's
bei Möckern, sich nördlich von Leipzig noch eine Nebenschlacht
entspann.
Die Oesterreicher kämpften am 1(3. an den Flügeln der
böhmischen Hauptarmee :
Das 3. Corps Gyulay wurde gegen Lindenau in den
Rücken Napoleous; das 2. Corps Meerfeldt, und hinter
diesem das Resorvo-Corps mit der Division Bianchi und dem
48. Regimente gegen Konnewitz in Napoleous rechte Flanke
dirigirt, während die andern österreichischen Corps unter
K 1 e n a u südlich Liebertwolkwitz am rechten Flügel der Ver-
bündeten in das Gefecht traten.
Am IG. Morgens brach das Regiment um 6 l / s Uhr auf ^hud.. h.i
und marschirte im Corps- Verbände über Zwenkau bis an den i«. it. m» n.
Wald vor Gautsch, wo es hinter dem bei Konnewitz, Lössnig
und Dölitz im heftigen Kampfe befindlichen 2. Corps eine
Reserve - Stellung bezog. — Das 2. Corps hatte französi-
sche Garden gegen sich, die in äusserst vorteilhafter Posi-
tion auf den rechten Thalrändern der angeschwollenen Pleisse
verzweifelten Widerstand leisteten ; ein Durchdringen schien
daher in dieser Richtung kaum möglich; überdies bemerkte
Fürst Schwarzenberg, der hier selbst anwesend war, dass
bei Wachau und Liebertwolkwitz jenseits der Pleisse sehr be-
deutende französische Massen zum Angriffe vorgingen, und nach
Süden zu immer mehr Terrain gewannen. — Der Fürst Hess daher
das Reserve-Corps noch vor Mittag rechts abmarschiren , und
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im führte es über Zöbigker, Gaschwitz und Deubeu nach Gröbern, wo
das Regiment mit der ganzen Division Bianchi und den Küras-
sieren unter Nostitz, dem preussischen Corps Kleist als
Reserve diente. -
Aus dieser Stellung wurden wiederholt Verstärkungen
vorgeschickt; um 2 Uhr Nachmittags traf ein solcher Befehl
das 2. Bataillon des Regiments, welches gegen die südlich
Wachau liegende Schäferei Auenhayn vorgesendet wurde, um
sich dieses Punktes zu bemächtigen.
Dieser Posten, auf einer sanften Anhöhe liegend, be-
herrscht das ganze Vorterrain gegen Süden, und wurde daher
für die Franzosen zu einem wichtigen Stützpunkte, den sie
durchaus zu behaupten suchten.
Das 2. Bataillon, welches ohne Unterstützung angreifen
musste, während der Gegner mit Artillerie und Reiterei ver-
sehen war, konnte ungeachtet seiner Anstrengungen in seiner
Isolirtheit dem erhaltenen Befehle nur unvollständig nach-
kommen; dennoch fiel Auenhayn den Verbündeten in die
Hände, als von den russischeu Reserven Unterstützungen her-
ankamen und die Grenadier-Division Rajewski ebenfalls
2 Bataillone gegen Auenhayn entsendete. Gegen Abend glaubte
Napoleon hier bei Wachau und Liebertwolkwitz die Krisis
der Schlacht gekommen und Hess die Corps Victor und
Lauriston im Centrura zur Offensive übergehen, während
er Murat mit 8 Kürassier-Regimentern diesen Angriff auf
dem rechten Flügel unterstützen liess.
Da setzte Fürst Schwarzenberg seine eigenen Re-
serven in Bewegung, um in diesem kritischen Augenblicke das
Gefecht herzustellen. Die Kürassier-Division Nostitz, in Ver-
bindung mit russischer Gardo-Cavallerie, warf Murat's Rei-
terei von Gröbern nach Mark-Kleeberg zurück; die russischen
und preussischen Garden griffen in das Gefecht ein ; auch das
österreichische Reserve-Corps erhielt um f> Uhr den Befehl
zum Vorrücken ; — speciell das 48. Regiment nun auch mit
dem 1. Bataillon den Auftrag, das vom französischen II. Corps
des Marschalls Victor abermals genommene Auenhayn zu-
rück zn erobern.
IU» K< «ton nt
Unter Führung seines Obersten Dresser y drang nun
SSSSSt ^a» greinte Regimeut gegen Auenhayn vor, umging dasselbe
.». oet«*« isla, etwas gegen die linke Flanke zu, und vollführte in fester
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Haltung, ohne einen Schuss zu thun, unter mörderischem feind- «««•
liehen Feuer den Sturm gegen diese Schäferei, warf, vom öster-
reichischen Grenadier-Bataillon Call links unterstützt, den Feind
hinaus, und verfolgte ihn bis auf die Höhen südlich Wachau.
Hier von feindlicher Cavallerie angegriffen, musste sich das
Regiment fechtend wieder gegen Auenhayn zurückziehen, be-
hauptete jedoch diesen wichtigen Punkt gegen alle weiteren
Angriffe.
Dem Regimente wurde die Bewachung des Maierhofes
Auenhayn auch ferner übertragen und blieb dasselbe die ganze
Nacht hindurch dort unter dem Gewehr.
Die am 17. in Folge beiderseitiger Ermüdung einge-
tretene Ruhe wurde vom Regimente benützt, um diesen Fosten
in den bestmöglichsten Vertheidigungsstand zu setzen. Alle
Zugäuge wurden verrammelt, Brustwehren aufgeworfen und
Deckungsgräben ausgehoben, ohne dass der Feind, welcher
den ganzen Tag ruhig verblieb, gegen Auenhayn etwas unter-
nommen hätte, ungeachtet dessen, dass die äussersten Vor-
posten nur 250 Schritte vor dem Maierhofe und jene des
Feindes 80 Schritte von jenen des Regiments entfernt standen.
Die Lage Napoleons hatte sich im Laufe des 17. in-
soferue bedeutend verschlimmert, als an diesem Tage den Ver-
bündeten zwei neue Armeen als Verstärkung zuwuchsen. Ber-
nadottc mit der Nordarmee debouchirte bei Taucha über
die Partha und marschirte östlich Leipzig, Front gegen dieses
auf, während die russische Reserve-Armee unter Bönning-
Ben bei Seyffertshayu , am rechten Flügel der böhmischen
Armee, einrückte, und so deu Ring um Leipzig sehloss.
Napoleon sah sich Angesichts der bereits erlittenen
Verluste genöthigt, seine Stellung mehr rückwärts zu nehmen,
um die (circa) 125,000 Mann, über die er noch verfügte, auf
einem kleineren Kreise mehr zusammenzuhalten. — Don rech-
ten Flügel nahm er unter dem Schutze der Cavallerie in die
Linie Probsthayda-Lössnig zurück.
Am Morgen des 18. begann der Augriff der Verbündeten
von allen Seiten concentrisch gegen Leipzig
Die böhmische Armee griff in 4 Colonuen, von Süden
her, an. — Das Reserve-Corps, mit der Division Bianchi
und dem 48. Infauterie-Regimente in derselben, wurde der
1. Colonue einverleibt, welche unter Commaudo des Erbprinzen
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von Hessen-Homburg den Auftrag hatte: aus der Linie Markt-
Kleeberg-Auenhayn in die Linie Dölitz-Dösen vorzudringen.
Das 48. Infanterie-Regiment wurde demgemäss bei Tages-
anbruch in Auenhayu vom Regimente Devaux Nr. 25 ab-
gelöst und rückte zum Reserve-Corps nach Markt-Kleeberg
ein, von wo es mit diesem die Vorrückung begann.
Das Corps avancirte noch über Lössnig hinaus.
Das 1. Bataillon rückte hiebei gegen Konnewitz en masse
vor; Hauptmann Widakovits und Baron Neffzeru mit
ihren Compagnien wurden gegen Lössnig entsendet, aus wel-
chem Orte dieselben, vereint mit dem Grenadier-Bataillon
Baron Berger, den Feind vertrieben. Der Rest des 1. Ba-
taillons unter Führung des Obersten Dressery wurde an der
nach Konnewitz führenden Strasse aufgestellt, um die mit
Ungestüm von Konnewitz her unternommenen Gegenangriffe
des Feindes abwehren zu helfen.
Später wurde das 1. Bataillon herwärts Kounewitz, an
der Pleisse, zur Deckung der linken Flanke der Division
Bianchi verwendet, in welcher Aufstellung es bis Abends
verblieb. Von dort rückte es dann in das Lager bei Dösen ein
und stand die ganze Nacht unter Gewehr.
Das 2. Bataillon, durch den grossen Verlust am 16. stark
geschwächt, hatte unter Befehl des Brigadiers General Graf
Haugwitz östlich von Dölitz, wo 3 Strassen sich vereinigen,
im Verbände mit andern Truppen Position genommen, und half
hier mit, um mehrere Gegenangriffe des Feindes abzuweisen.
Nachdem Napoleon auch am 18. seine Positionen nicht zu be-
haupten vermochte, begann am Morgen des ID. der Rückzug des
französischen Heeres, während die Marschälle Macdonald und
Lauriston die Vorstädte von Leipzig vertheidigten, um den
Abzug zu decken. — Der Kampf um die Vorstädte war mör-
derisch; das Reserve-Corps erstürmte' das Peters-Thor zu-
nächst der Pleisse. ohne dass es dem Regimeute jedoch vergönut
gewesen wäre, an diesem Kampfe Theil zu nehmen.
In dieser ewig denkwürdigen Schlacht, welche Deutsch-
land und Oesterreich endlich von dem Drucke des Eroberers
befreite, in welcher ein.« halbe Million Streiter mit beiuahe
2000 Feldgeschützen in vitägigem heissem Ringeu sich gegen-
überstanden, — waren die Verluste beiderseits ausserordeut-
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lieh gross. Von den Franzosen kamen kaum 80.000 Mann an >«»■
die Saale, 60.000 Mann hatte Napoleon bei Leipzig ein-
gebüsst; — aber auch die Verbündeten hatten schwere Ver-
luste erlitten, die im Ganzen 48.000 Manu betrugen.
Das 48. Infanterie-Regiment allein hatte am lü. October ^."«t«!
bei Auenhayu: äJS^na
1 Stabsofficier, 5 Oberofliciere und 425 Mann todt und
verwundet.
Todte Officiere : Lieutenant Rafoloszky und Fähn-
rich Kollmar.
Verwundete Officiere: Major Rubenduust, Haupt-
mann Tärnöczy, Brentano und Tartorotty.
Oberlieutenant Sabo retty, Stwerdetzky und Kar-
hof er, Lieutenant Hochholzer und Fähnrich Gyurko-
vits, dann 75 Mann vermisst.
Am 18. betrug der Verlust:
Todte 8 Mauu, Verwuudete 22 und vermisst 20 Mann.
Somit der Gesammtverlust in der Schlacht bei Leipzig:
11 Officiere, 550 Manu.
Den 19. Nachmittags marschirte das Regiment durch die
Stadt Leipzig, defilirte dort vor den verbündeten Monarchen
und deren Hauptquartier, und wurde sowohl von Se. Majestät
dem Kaiser, als auch von dem commaudirenden Generaleu der
verbündeten Armee Fürsten von Schwai zenberg, wegen
des auf den Maierhof Auenhayn mit besonderer Bravour aus-
geführten Sturmes öffentlich belobt.
Dem Obersten Dresse ry, welcher das Regiment in
jenem kritischen Augenblicke, als die Franzosen sich schon
Sieger wähuten, — mit ebensoviel Kaltblütigkeit als Geschick-
lichkeit geführt und durch sein heldenmüthiges Beispiel dem
ganzen Regimente vorgeleuchtet hat, wurde in Anerkennung dieser
glänzenden Waffeuthat von Sr. Majestät der Militär-Mari a-
Theresien-Orden, ohne Kapitels- Ausspruch verliehen.
In dieser so ausserordentlich ehrenvollen Auszeichnung
seines Commandanten sah sich das Regiment für seine Opfer
reich belohnt.*)
*) Die r Geschichte des Theresien- Ordens" erzählt Folgendes:
„Dressery, Wilhelm von, als General-Major und Brigadier zu
Mantua am 14. März 1822 im 52. Lehensjahre gestorben, war zu Köhalom
in Siebenbürgen geboren.
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»*•»• Am 19. Abends lagerte das Regimeut bei Gautsch und
bestritt die Vorposten längs der Elster.
Vom Türkenkrieg unter Kaiser Josef angefangen, hatte er allen
FeldzOgen beigewohnt, war vorerst Lieutenant bei Graf Harrach
Kürassieren, im Jahre 1797 Hauptmann bei Preiss-Infanterie und im
Feldzuge 1805 als Major im Generalstabe der ungarischen adeligen
Insurrections- Armee beigegeben.
Im Jahre 1812 zum Obersten bei dem 48. Infanteric-Regimente
Simbschen ernannt, theilte Dressery in den Befreiungskriegen den
Ruhm des Regiments, welches in allen Gelegenheiten besondere Tapfer-
keit an den Tag legte. Die erste Veranlassung war die Schlacht bei
Dresden, wo er sich bei dem Sturme auf Klein-Hamburg und Altona
auszeichnete.
In der Schlacht bei Leipzig erhielt das Regiment am 16. Octobcr
den Auftrag, den Meicrhof von Auenhayn zu nehmen, welche Aufgabe
höchst ehrenvoll gelöst wurde.
Der Feind hatte Auenhayn stark besetzt und zu beiden Seiten
mehrere Batterien aufgefahren.
Um 2 Uhr Nachmittags rückte das 2. Bataillon zum Angriffe
vor, um sich dieses so wichtigen und entscheidenden Punktes zu be-
meistern. Der Gegner wurde zwar zurückgedrängt, allein es gelang
nicht ihn gänzlich zu werfen, da der Angriff ohne Geschütz und Reiterei
unternommen werden musste, jener aber von beiden Waffen unterstützt
war und den Vortheil des Terrains für sich hatte. Gegen 5 Uhr unter-
nahm Oberst Dressery mit dem 1. Bataillon, unter Major Rii ben-
dun st, unterstützt von dem Grenadier-Bataillon Cal 1 einen abermaligen
Angriff. Um den vorauszusehenden höchst bedeutenden Verlust bei einem
geraden Vorrücken auf den Maierhof zu vermeiden, zog sich das
Bataillon rechts, drang mit dem gefällten Bajonetc, ohne einen Schuss
zu thun, das mörderische Feuer des Feindes nicht achtend, mit Un-
gestüm vor, warf den Gegner und verfolgte ihn bis auf die gegenüber-
liegende Anhöhe.
Der tapfere Major Ruhend un st, welchem eine Kanonenkugel
das Pferd unter dem Leib getödtet hatte, wurde schwer verwundet vom
Kampfplatze geschafft. Auf der jenseitigen Höhe von der feindlichen
Cavallerie angegriffen, formirte das Bataillon eilends Klumpen und zog
sich fechtend bis Auenhayn zuröck Der Meierhof ward fortan behauptet
bis die einbrechende Nacht dem Kampfe ein Ende machte. Der Verlust
des Regimentes bestand an diesem Tage aus 1 Stabs-, 10 Ober-Officieren
und .WO Mann vom Feldwebel abwärts. Die Tapferkeit und Ausdauer
der Mflnnschaft, sowie das rühmliche Beispiel, womit Stabs- und Ooer-
Ofticiere derselben vorangingen, fanden in der Relation über die denk-
würdige Völkerschlacht die gebührende Anerkennung. Zur Belohnung
des Verdienstes, welches sich Oberst Dressery und Major Ruhen-
dunst bei diesem merkwürdigen Sturme durch einsichtsvolle und
kräftige Leitung ihrer Truppeu erworben hatten, wurde ersterem mit
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Vom 20. ab, marschirte die ganze Division Bianchi
zur Verfolgung des Gegners über Pegau gegen Jena, und
cantonirte am 26. bei Risheim, wo dem Obersten Dressery
das von Sr. Majestät verliehene Militär-Maria-There-
sien-Kreuz, durch den Feldmarschall-Lieutenant Fürsten
Muriz Liechtenstein überbracht wurde.
Das Regiment, immer in der Division Bianchi, nahm
an dem allgemeinen. Verfolgungsmarsche der verbündeten
Armee gegen den Rhein Theil, cantonirte vom 9. bis 16.
November bei Wacheubucheu nördlich Hanau, marschirte von
dort an den Ober-Rhein, überschritt denselben am 22. De-
cember bei Basel und betrat noch an diesem Tage französischen
Boden bei Lauffen.
Handbillet des Kaisers aus Rötha vom 20 October 1813 das Ritter-
kreuz des Maria-Theresien-Ordens, dem Major Rubendunst
vom Kaiser von Russland der St. Annen-Orden zweiter Classe
zu Theil.
U.-..M.M. .U. i». LMM tmt IUk
7
Bf Data sr. e. Heilage Ar. O.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1813 in Deutschland.
üfflciere. Mannschaft.
Schlacht hei Dresden. 26. August 1813.
Todt 1 92
Verwundet 8 363
Gelangen 1 68
Vermisst ^ — _ 173
Schlacht hei Kulm. 30. April 1813.
Schlacht bei Leipzig. 16. October 1813.
Todt 2
Verwundet 9
Vermisst — 75
Zusammen . 11 500
} 425
Schlacht bei Leipzig. 18. October 1813.
Todt — »
Verwundet — 22
- 20
. - 50
tiesammt- Verlust im Feldzuge 1818 In
Deutschland 21 1246
uigmzea t
1814
Im Feldzuge in Frankreich.
Dieser Feldzug kann in politischer Beziehung nur als
die fortgesetzte Wirkung jener grossartigen Reaction betrachtet
werden, welche in Folge von Napoleon'» Niederlagen in
Russland und Deutschland gegen den eroberungssüchtigen
Unterdrücker immer mächtiger ihr Haupt erhoben hatte; in
militärischer Beziehung stellt er sich als die Verfolgung des,
von den Verbündeten, bei Leipzig erfochteneu Sieges dar.
Wie bereits erwähnt, waren die Verbündeten schon Mitte
November am Rhein angelangt, und nur die Notwendigkeit,
die Armee für ein so bedeutendes Unternehmen — als das
sich die Unterwerfung Frankreichs jedenfalls darstellte, — zu reor-
ganisiren, den Truppen nach den gehabten Anstrengungen einige
Ruhe zu gönnen und mittlerweile die Verpflegs-An stalten vorzu-
bereiten, verschoben den Zeitpunkt der Eröffnung offensiver
Operationen jenseits des Rheins, bis zum Jahresschlüsse.
Die sämmtlichen Kräfte der Nordarmee wurden nach
Holland entsendet, um dieses Land von dem französischen
Einflüsse zu befreien.
Die grosse böhmische Armee, durch die Truppen des
aufgelösten Rheinbundes verstärkt, hatte mit 260-000 Mann
durch die Schweiz, zwischen den Vogesen und dem Jura durch,
auf das Plateau von Langres zu operiren; die schlesische Arm^e
unter F. M. Blücher 137.000 Mann stark, sollte im Centrum
vom Mittel-Rhein aus, auf Metz - beide Armeen aber dann
vereint — auf Paris vorrückeu. Ausserdem wurde in Italien
eine österreichische Armee unter F M. (Jraf Bellegarde
80.000 Manu stark versammelt.
1*
100
Napoleon hatte kaum 70.000 Mann über den Rhein
gerettet ; allerdings Hess er grossartige Aushebungen decretiren
und zog alte Truppen aus Spanien herbei, — doch war er
beim Beginne des Jahres mit seinen Vertheidigungsanstalten
noch so sehr im Rückstände, dass er an der Grenze keinen
ernsten Widerstand zu leisten vermochte.
Die Division F. M. L. Friedrich Bianchi, welcher
noch immer das 48. Regiment Simbschen angehörte, bildete
bei Eröffnung der Operationen einen Bestandteil des Reserve-
Corps, unter dem russischen General Barclay de Tolly.
*Z%SSE£' Ein Tüeil dieser Reserve, darunter auch die Division
, -" J,n "" ,Ui Bianchi und das 48. Regiment, wurde vom 2. Jänner ab, vor
Bei fort eingetroffen, zur EinSchliessung dieser Festung ver-
wendet, bei welcher Gelegenheit das Regiment einen Verlust
von 2 Todten und 2 Verwundeten erlitt.
Am 13. Jänner rückte die Division Bianchi in die
Gegend von Langres, der Hauptarmee nach, und cantonirte
hinter derselben.
Als die böhmische Armee sich dann gegen die Seine
und Aube, mehr nach Norden vorschob, bildete das Reserve-
Corps deren linken Flügel an der Seine, und cantonirte das
48. Regiment gegen Ende Jänner an diesem Flusse in Buxeil,
circa 3 Stunden südlich Bar sur Seine.
Als Fürst Blücher bei Brienne am 29. Jänner von
Napoleon im Rücken angegriffen, geschlagen und geuöthigt
wurde, sich auf die mit dem Gros bei Bar sur Aube stehende
grosse Armee unter F. M. Fürst Carl Schwarzenberg
zurückzuziehen, Napoleon ihm gegen Süden nachdrängte,
und in Folge dessen am 1. Februar bei la Rothiere sich eine
Schlacht entspann ; sollte da« I. österreichische Corps uud die
österreichische Reserve unter Barclay von Bar sur Seine
über Vandeuvre auf Dienville gegen Napoleons rechte
Flanke eingreifen.
Am 1. Februar um 7 Uhr Morgens brach das 48.
Regiment im Verbände der Division Bianchi von Buxeil
auf, marschirte durch Bar sur Seine und Vandeuvre, erhielt
jedoch dort den Befehl, über le Magny nach Maison de champs
zu rucken, nachdem durch Maischverzögerungen beim voraus-
marschirenden 1. Corps des Fürsten Colloredo, ein recht-
zeitiges Eintreffen der Reserven bei Dienville nicht mehr zu
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hoffen, und der Ausgang der Schlacht bei der bedeutenden «*•
Ueberlegenheit der Verbündeten nicht mehr zweifelhaft war.
Den 3. Februar marschirte das Regiment mit der Division
Bianehi gegen Troyes, welche Stadt das Corps des Feldzeug-
meisters Colloredo, von den österreichischen Reserven unter-
stützt, wegnehmen sollte; da aber die Brücke über die Barse
bei Courteranges abgetragen, und Brückenmateriale nicht zur
Hand war, so machte die Division hier Halt, und bezog das
Regiment Simb sehen ein Lager bei letztgenanntem Orte.
Am 4. erhielt das Regiment den Auftrag den Ort Clerey*) J^cES»
zu besetzen, und sich besonders der bei diesem Orte über die ' K,,br "* r IHU
Seine fuhrenden Brücke zu vorsichern.
Es brach daher um 3'/ s Uhr Nachmittags aus dem Lager
bei Courteranges auf und langte um 6 l /i Uhr Abends in der
Nähe des Dorfes Clerey an.
Einige aus dem Orte, auf die als Avantgarde voraus-
gehende 3. Compagnie abgegebene Schüsse verriethen die
Anwesenheit des Feindes ; hierauf wurden die 3. und 4. Com-
pagnie beordert, den Ort zu recognosciren, und sich wenn mög-
lich von der Stärke des Feindes Kenntniss zu verschaffen.
Dem Lieutenant Grubanovich mit seinem Zuge gelang
es, beim ersten Angriff einen Gefangenen zu machen, welcher
die Stärke, dos jenseits der Seine lagernden und die Brücke
besetzt haltenden Feindes, auf 600 Mann Infanterie und 200
Pferde angab.
Indessen kam die ganze Division Bianehi heran, und er-
hielt das Regiment H i 1 1 e r Nr. 2 den Befehl zur Erstürmung
der Brücke, konnte aber dem erhaltenen Auftrage nicht sogleich
entsprechen, weil die zum Sturme vorgesendeten Compagnien
in dem heftigen Infanteriefeuer des Feindes schon zerstreut bei
der Brücke ankamen.
Da rückte Major Busän des Regiments Simbschen
mit der 12. und 5. Compagnie in geschlossener Ordnung im
Sturmschritte gegen die Brücke vor, und nahm dieselbe unge-
achtet des mörderischen feindlichen Feuers im Vereine mit
den, inzwischen raillirtcn und abermals vorgehenden, tapfereu
Compagnien von Hiller- Infanterie.
*) 3 Meilen südöstlich von Troyes.
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«»«• Das Regiment Simbschen hatte beim Sturme und der
sofort unternommenen Verfolgung einen ziemlich bedeutenden
Verlust, weil einige Compagnien, nach Wegnahme der Brücke
sich in der Hitze des Gefechtes hinreissen Hessen, in dunkler
Nacht sich zu weit aus dem Orte vorzuwagen, und von der
feindlichen Cavallerie überraschend angefallen wurden.
wfflSiu Der Verlust des Regimentes betrug an Todten 2 Officiere,
* y rhmi .*.«. Oberlieutenant P a r d o r f , Lieutenant Schubert, und 32
Manu ; an Verwundeten 1 Ofhcier, der auf dem Schlachtfelde
beförderte Fähnrich Kittel, und 55 Mann; vermisst 7 Mann.
Zusammen 3 Officiere und 04 Mann.
Erst um ü 1 /* Uhr Abends nahm das Gefecht ein Ende;
die genommene Brücke wurde verrammelt, um vor einem
feindlichen Uoberfalle gesichert zu sein.
Des andern Tages bei grauendem Morgen hörte man in
der Gegend von Haute-Fontaine eine Kanonade, und rückte
die Division Bianchi in jene Gegend ab, kehrte aber nach
einer Stunde, als das Kanonenfeuer verstummt war, wieder
nach Clerey zurück, von wo es am 7. in eine Aufstellung
bei Maison blanche vor Troyes beordert wurde, um bei dem
allgemeinen Angriffe auf diese Stadt mitzuwirken.
Am 6. Februar schon war der grösste Theil der Haupt-
Armee hier versammelt.
Mit Sturmleitern und Faschinen versehen erwartete das
Regiment das Zeichen zum Angriffe, als von den Vorposten
die Moldung einlief, dass sich der Feind auf allen Seiten
zurückziehe.
Das Regiment bezog hierauf Abends eine Cantonirung
bei Favornau.
Napoleon war von Troyes nordwärts abmarschirt, um
der Armee Blücher's, welche über Champaubert und Mont-
mirail directo auf Paris marschirte, in die Flanke zu fallen,
was ihm auch gelang, und den Feldmarschall Blücher nach
einem Verluste von 12.000 Mann zum Rückzüge auf Chälons
bewog. Fürst Schwarzenberg benützte Napoleons Ab-
wesenheit, um seine Armee die Seine abwärts zu führen, sich
der beiden wichtigen Uebergänge von Nogent und Montereau
zu bemächtigen und die Corps der Marschälle Oudinot und
Victor zum Rückzüge an die Yeres, südöstlich Paris, zu
nöthigen. Auf die Nachricht von diesen Bewegungen Hess
108
Napoleon sofort von Blücher ab, eilte zur Unterstützung «•»«•
der Marschälle mit seinem Gros herbei und ordnete eine con-
centrische Vorrückung gegen Montereau an, wo es am 18. Fe-
bruar zwischen Napoleon und dem Corps des Kronprinzen
von Württemberg zu einem äusserst hartnäckigen Treffen kam.
An diesem Tage stand die Division Bianchi bei Dor-
melles, rückte uoch am 18. in eine Cantonirung bei Chau-
mont ab, doch kaum dort eingetroffen, musste sie sofort nach
Villoueuve la Guiard aufbrechen, und dort eine Stellung zur
Aufnahme des württembergischen Corps beziehen.
Das Regiment Simbschen, wie überhaupt die ganze
Division Bianchi standen dort in Bereitschaft, bis das
württembergische Corps Montereau räumte; das 48. Regiment
marschirte dann noch in der Nacht nach Sens, wo es ein
Lager bezog.
Napoleon hatte dem Marschall Augereau das Com- öpmnm
mando über alle Streitkräfte, welche im Rhone- und Saöne-Gebiet « lrh
sowie dem Jura standen, anvertraut, und demselben Befehl ge-
geben, gestützt auf Besancon und Lyon in den Rücken der
Hauptarmee der Verbündeten, sowie gegen deren Verbindungen
zu operiren. Marschall Augereau war es wirklich gelungen,
ein Corps von 20.000 Mann aufzubringen, mit dem er die Offen-
sive gegen Norden ergriff, die ihm gegenüberstehende 10.000
Mann starke, leichte österreichische Division Bubna, durch
die Divisionen Marchand, Desaix undBardet nach Genf
zurückdrängte, mit den bei Ions le Saulnier vereinigten Divi-
sionen Musnier und Pannetier, dann der Cavallerie-
Division Digeon, Macon und Bourg en Bresse im Saöne-
Thale wegnahm, und so die Verbindungen der Hauptarmee
bedrohte.
Fürst Schwarzenberg stellte das 1. österreichische
Corps, dessen Befehl nun der Feldmarschall - Lieutenant
Bianchi*) übernahm, dann die Division Bianchi des
Reserve-Corps unter den Befehl des General der Cavallerie,
Erbprinzen von Hessen-Homburg, und sendete diese circa
30.000 Mann starke Heeres- Abtheilung über Dijon mit dem
Auftrage ab, durch energisches offensives Vorgehen Augereau
unschädlich zu machen.
*) An Stelle des verwundeten F. Z. M. Graf Golloredo.
*
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uStSSaaSSi Mit diesem Corps verliess das 48. Infanterie-Regiment
Mi» 1814. di e Hauptarinee und traf am 5. März zu Chalons s. Saöne, am
10. März zu Macon an der Saöne ein, wo man auf die vor-
geschobenen Abtbeilungen Augereau's stiess, und sich mit
den am anderen Ufer südwärts dirigirten Abteilungen unter
den Feldmarschall-Lieutenants Graf Hardegg und Baron
Wimpffen in Verbindung setzte.
Die sämmtlichen, zu den Operationen in Süd-Frankreich,
unter der Bezeichnung Süd-Armee und dem Commando des
Erbprinzen von Hessen-Homburg vereinigten Truppen, be-
standen nunmehr aus:
Dem 1. österreichischen Armee-Corps unter Feldmar-
schall-Lieutenant Bianchi mit 4 Divisionen: Baron Lede-
rer, Prinz Wied-Runkel, Baron Wimpffen, dann die
ehemalige Division Bianchi mit den Brigaden R6tsey und
Qualenberg, in deren ersterer sich das Regiment Siinb-
schen befand; ferner das Corps des Feldmarschall-Lieutenants
Prinz Philipp von Hessen-Homburg mit 3 Divisionen: der
hessischen, unter General lieutenant Prinz Emil v. Hessen,
der österreichischen Division Graf Wartensiebe n und der
Cavallerie-Di vision Graflgnaz Hardegg. In Stimme 62 Ba-
taillone, 74 Escadroncn mit 43.000 Mann, worunter 8700
Reiter, nebst 13 Reserve -Batterien.
Das 1. Corps nickte auf dem rechten, das 2. am linken
Saöne-Ufer gegen Lyon, angesichts welcher Bewegungen Au-
gereau seinen Rückzug gegen Lyon anzutreten sich ge-
nöthigt sah.
Um jedoch die Stärke der am rechten Ufer ihm folgen-
den Streitkräfte zu recognosciren, beauftragte er die Division
Mu silier, die er durch einige tausend Nationalgarden ver-
stärkte, am 11. März von Villefranche wieder gegen Macon
vorzudringen; die Divisionen Pannetier und Digeon soll-
ton als Unterstützung nachrücken, indess die am linken Saöne-
Ufer zurückgehenden Brigaden Bardel und Pouchelon
den Brückenkopf bei Macon (S. Laurent) angreifen würden.
Beim 1. österreichischen Armee-Corps, das am 10. März
Treffen Um Macon herum lagerte, sollte am 11. gerastet werden;
11 M«r« \*U. allein gegen b Uhr Früh langten Rapporte der Vorposten ein,
welche einen feindlichen Angriff meldeten. Kanonendonner
verkündote bald, dass der Feind in der Nähe sei und erhielten
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105
die Truppen Befehl zum Beziehen einer Verteidigungsstel-
lung hinter der Grosne, südlich Macon.
Das Regiment erhielt den Auftrag, den rechten Flügel
der Aufstellung auf den Füssen der Thalbegleitungen bei S.
Clement zu bilden. Vier Compagnien besetzten hierauf die
Bergrusse südlich dieses Ortes, 4 Compagnien wurden an die
Mühlen, der vor der Front fliessenden Grosne, als Vortruppeu
entsendet.
Indessen rückte der Feind zum Angriffe vor, entwickelte
mehrere Colonnen und griff besonders auf seinem linken
Flügel bei Vincelles mit so viel Nachdruck an, dass alle auf
dem rechten Flügel des Regiments vorpoussirten Abtheilungeu
sich von der Grosne bis in die Hauptaufstellung bei S. Cle-
ment zurückziehen mussten.
Der Feind folgte dieser rückgängigen Beweguug mit
einer Colonne auf den Hängen oberhalb S. Clement, und ge-
lang es ihm, so gegen die rechte Flauke des Regiments einige
Fortschritte zu machen; allein Oberst Dresser y, welcher
auf dem äussersten rechten Flügel bei einem Landhause mit
einer Compagnie verdeckt stand, nahm die weichenden Com-
pagnien auf und imponirte durch einige überraschende, wohl-
angebrachte Dechargen dem Feinde derart, dass derselbe nicht
nur vom weiteren Vorrücken abliess, sondern auch über die Grosne
zurückeilte. Auch auf seinem linken Flügel wurde das Regi-
ment in einen ernsten Kampf verwickelt, indem der Feind
mit seinen Tirailleurs im Sturmschritte angriff und mit starken
Massen so kraftvoll nachdrängte, dass der linke Flügel des
Regiments aus seiner Stellung vertrieben, von den nahe bei
S. Clement aufgestellten Grenadier-Abthoilungen aufgenommen
werden musste.
Das Eingreifen der Reserven, rechtzeitige Cavallerie-An-
griffe vom linken Flügel her, vornehmlich aber das ausge-
zeichnet tapfere und geschickte Benehmen der Artillerie,
setzten den Fortschritten des Gegners hier ein Ziel. Derselbe
war schon im Weichen begriffen, als eine Batterie auf dem
rechten Flügel des Regiments, das ganze Thal vor sich be-
herrschend, auffuhr und den Rückzug des Gegnors noch be-
schleunigte, worauf die ganze österreichische Gefechtslinie zum
Angriffe überging und den Gegner in voller Flucht über
Creches hinaustrieb.
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106
'* u Bei dieser Gelegenheit machte das Regiment zahlreiche
Gefangene, und eroberte Feldwebel Adel mann mit einiger
Mannschaft des Regiments eine feindliche Kanone, die nicht
schnell genug zurückgeschafft werden konnte*).
Durch den eiligen Rückzug des Gegners endete das Ge-
fecht noch vor Einbruch der Nacht. Das Regiment bezog ein
Lager bei Macon, mit Ausnahme der 5. und 6. Division,
welche dem Feinde noch über Creches hinaus gefolgt waren
und bei diesem Dorfe bivouakirten.
Sowohl das österreichische 1. Armee-Corps als die Franzosen
verloren je 500 Mann an Todten und Verwundeten, doch
büssten die Franzosen noch Uber 500 Gefangene und zwei
Kanonen ein.
Da-s Regiment verlor in diesem Gefechte:
Todt 1 Ofhcier, Oberlieutenant Donat, 8 Mann;
Verwundet 4 Ofliciere, Hauptmann Bataillons-Commandant
Fiegel, Hauptmann Brentano, Vidakovich, Lieutenant
Lisander und 63 Mann;
Vermisst 13 Mann.
Gefangen 1 Ofhcier, Fähnrich Gross und 4 Mann.
Zusammen « Ofticiere, 88 Mann.
Am 15 marschirte das Regiment nach St. Amour westlich
Creches, wo eben das 3. Bataillon, aus Niederösterreich kommend,
einrückte und nach einer fast zweijährigen Trennung sich mit
dem Regimente wieder vereinigte, für welches es seit Beginn
des Feldzuges 1812 in Galizien, Ungarn und Niederösterreich
als Rekruten und Augmentirungs-Depöt gedient hatte.
Während des Feldzuges 1812 stand dieses Bataillon im
Zempliner Comitate; vom November dieses Jahres ab in
Rzeszow in Galizien, von wo dem Regimente bis März 1813,
1!»70 abgerichtete Rekruten nachgesendet wurden. Spätor als
Garnison in Lemberg, rückte das 3. Bataillon im August 1813
nach Seefeld in Niederösterreich, bildete einen Bestandtheil
der dort aufgestellten Reserve-Armee unter dem Feldmarschall
Herzog von Württemberg, und marschirte am 10. Jänner 1814
in der Brigade des General-Major Bakonyi nach Frankreich
zur Armee ab, wo es unter Coramando des Oberstlieutenants
•) Feldwebel Adel mann erhielt hiefür die silberne Tapferkeits-
Medaille.
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Leszczinsky — wie schon erwähnt — am 15. März nach »«•
langem und beschwerlichem Marsche in St. Amour (südlich
Macon) zum Regimente stiess.
Durch diese Verstärkung kam das 48. Regiment anf
einen Stand von 1550 Mann, und wurde nun sammt dem
Regimente Hessen-Homburg (Nr. 19) mit dem es seit dem
russischen Kriege in einer Brigade vereint war, dem General-
major Graf Haugwitz unterstellt, und vom 17. März ab, in
die Division des Feldmarschall-Lieutenant Baron Wimpffeu,
welche nun die Brigaden Gall, Graf Haugwitz und Mumb
enthielt, eingetheilt.
Nach dem Treffen von Macon hatte nämlich der Erbprinz
von Hessen-Homburg beschlossen, das Gros seiner Streitkräfte
sudlich Macon am rechten Saöne-Ufer zu vereinigen und nur
die Ca vallerie-Di vision Graf Hardegg nebst der Brigade Prinz
Coburg an linken Ufer zu belassen.
Die österreichische Division Wimp ff bd, dann die hessischen
Truppen und die Grenadier-Brigade Fürstenwärther trafen
somit zwischen dem 13. und 16. März zwischen St. Amour
und Mayon ein, wo alle diese Truppen für die künftige Ver-
wendung in 3 Colonnen gegliedert wurden.
Die erste und rechte Flügelcolonne bestand aus dem 1.
österreichischen Armee-Corps unter F. M. L. Biauchi;
die zweite und linke Flügelcolonne bestand aus der nun-
mehr verstärkten Division F. M. L. Wimpffeu (mit dem
Regimente Simbschen), indessen die hessischeu Truppen
mit den Grenadieren die 3. Colonne, gleichzeitig Reserve,
formirten.
Am 17. bezog das vereinte Regiment ein Lager bei
Croisee.
Es fanden an diesem Tage nur einige Plänkeleien zwi-
schen den österreichischen Vorhuten beider Colonnen und den
feindlichen Arriergarden statt, woran das Regiment keinen
Antheil nahm.
Ernster war der 18. März. Angesichts der neuerlicheu Vor- 7 „„ ru
rückung der Armee des Erbprinzen, die nun am rechten Saöne-
Ufer 30.000 Mann zählte, ertheilte Marschall Au gor eau noch am
*) Auf der Sc heda 'sehen Karte, St. Georges de Reneins,
4 Meilen südlich Macon an der Strasse nach Lyon.
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»««• 17. März Abends der Division P a n n e t i n mit dem 4. Huszaren-
Regimento den Befehl, die Stellung bei St. Georges de Reneins
zu besetzen; die Brigade Gudin sollte ihr als Reserve dienen,
die Brigade Ordonneau der Division M u s n i er sich in der
Richtung gegen Beaujeu aufstellen. Marschall Augereau
mochte etwa 17.000 Mann zur Stelle haben. — Mit Tages-
anbruch setzten sich die Colonnen B i a n c h i' s und W i m p f-
fen's in Marsch, um den Feind anzugreifen, der sich zwischen
Belleville und Villefranche hinter der Vauzonne bei St. Geor-
ges in einer vortheil haften Position, mit dem linken Flügel
auf den Thalbegleitungen, mit dem rechten Flügel an die
Saöne gelehnt, Front gegen Norden, neuerdings festgesetzt
hatte. Gegen 1 1 Uhr Mittags war der rechte Flügel der Armee
unter Feldmarschall-Lieutenant Biauchi kaum in gleicher
Höhe mit dem Centrum, das unter Feldmarschall-Lieutenant
Wimpffen's Commando auf der Strasse stand, entwickelt,
als sich sofort ein lebhaftes Gefecht entspann. Der rechte
Flügel der Angreifer fand bei seinem Vordringen bedeutende
Schwierigkeiten im Terrain, und benützte General P a n n e t i n
diesen Umstand, um sieh auf die in der Front angreifende
hessische Brigade Gall der Colonne Wimpffen zu werfen,
welche nun zurückgedrängt wurde. General Graf Haugwitz
eilte mit seiner Brigade im Laufschritte zur Unterstützung
heran und führte den Major B u s ä u mit 2 Bataillonen Simb-
schen auf eine kleine, nächst der Strasse liegende Höhe, wo
General Graf Haugwitz von einer Kugel getroffen an der
Spitze des Regiments stürzt, — während Major Busän mit
den beiden Bataillonen den Anprall des Feindes hemmt, —
ihn durch Dechargen zurückweist, und nachdem noch andere
Truppen der Reserve im Sturmschritte herbeieilen, mit diesen
• vereint zum Bajonetangriff übergeht.
Dem stürmenden Andrängen der Truppen hielt der ein-
mal abgewiesene Gegner nicht mehr Stand; — Abtheilungen
des Regiments S im bschon, das ihm auf dem Fussc folgte,
drangen mit den Franzosen zugleich in St. Georges ein, so
dass sich die letzteren genöthigt sahen, auch auf die Vertheidi-
gung des Ortes zu verzichten und denselben zu verlassen. —
Südlich St. Georges jedoch, entwickelte sich ein feindliches
Kürassier-Regiment, — das 13. aus der Reserve, — um das Ge-
focht wieder herzustellen und das Debouchiren der österrei-
chischen Infanterie aus dem Dorfe zu verhindern.
Bevor die französischen Kürassiere jedoch ihren Gegen-
Angriff beginnen konnten, wurden dieselben von zwei, mit
der österreichischen Infanterie zur Verfolgung vorgegangenen
Geschützen beschossen; Oberstlieutenant Leszezynski mit
eiuer Compagnie des 3. Bataillons westlich von St. Georges vor-
gegangen, griff dieselben von der Höhe herab in ihrer linken
Flanke an, wahrend 3 Compagnieu desselben Bataillons unter
Hauptmann Schmidt aus dem Orte herausbrechend, bis auf
150 Schritt an die schon in Unordnung befindliche Cavallerie
herangingen und Dechargen auf dieselbe gaben. — Kurz dar-
auf auch von einer Escadron Würzburg - Dragoner in der
rechten Flanke angefallen, kehrten die feindlichen Reiter im
bunten Knäuel den Rücken und räumten das Feld.
Nachdem die Franzosen durch das energische Nachdrän-
gen des Regiments und der nächst stehenden Truppen, sowie
durch das glückliche, übereinstimmende Handeln aller drei
Waffen im entscheidenden Momente ihren Stützpunkt im Cen-
trum verloren hatten, gleichzeitig die Colonne Bianchi auch
den linken Flügel des Feindes zurückwarf und die dominiren-
den Höhen gewann, konnten sie sich in der Ebene zunächst
der Strasse nicht mehr behaupten, und traten, allenthalben
verfolgt, den Rückzug an, auf dem sie ohne Aufenthalt von
der österreichischen Cavallerie unter dem General Leder er
gejagt, bis zum Abend auch die Orte Villefranche und Anse
passiren, und aufgeben mussten. — Erst die Nacht beendigte
den Siegeslauf der österreichischen Reiterei, welche auf deu
Höhen südlich les Chelles ihre Vorposten aufstellte. — Der
Gegner zog sich gegen Lyon zurück, während das I. Corps
bei Villefranche, die Division Wimpffen bei Anse, das Re-
giment Simbschen bei Plagnar, südlich des ersteren Ortes,
spät Abends das Lager bezog.
Der Divisions-ßefehl des Feldmarschall-Lieutenant Baron
Wimpffen vom folgenden Tage, gab dem Regiraente für
sein besonderes tapferes Verhalten das ehrendste Zeugniss;
vorzüglich wurde in demselben Lieutenant Janksteiner
gerühmt, welcher die zerstreute Mannschaft einer Division
sammelte und mit derselben dem Feinde in die Flanke fiel :
Major Bus an. Commaudant des 2. Bataillons, wurde wegen
110
Si-lllarhl
M l.pn.
seiner Entschlossenheit und umsichtigen Benehmens Sr. Ma-
jestät dem Kaiser durch Feldmarschall - Lieutenant Baron
Wimpffen besonders empfohlen und später mit dem Ritter-
kreuze des Leopold-Ordens belohnt.
In diesem Gefechte verlor das Regiment
an Todten : 2 Officiere , Hauptmann Burkhardt,
Oberlieutenant C a g n o u i,
und 17 Mann;
au Verwundeten : — 60 Mann ;
,, Gefangenen: 1 Officier, der verwundete Hauptmann
Wöber, und 7 Mann;
„ Vermissteu: — 35 Mann.
Zusammen ... 3 Officiere und 135 Mann.
Marschall Augereau, obwohl einsehend, dass seine
Kräfte jenen der Südarmee nicht gewachsen seien, glaubte doch
zur Deckung Lyons noch eine Schlacht wagen zu sollen. Zu
diesem Zwecke Hess er die Division Musnier eine sehr vor-
teilhafte Aufstellung bei Limonest nördlich Lyon an jenem
Punkte, wo die Strasse von Villefranche die. höchste Einsatte-
lung des Gebirges übersetzt, schon am 19. März beziehen.
Der Erbprinz von Hessen-Homburg, der jedoch die
Schwierigkeiten, die ihn auf diesem Punkte erwarteten, kannte,
schob die ganze Colonne Bianchi zur Umgehung dieser
Stellung nach Südosten, — und Hess am 19. nur die Divi-
sion Wimpffen nebst dem Reserve-Corps, von Anse directe
auf Lyon vorgehen.
Am Abend dieses Tages stand das Regiment im Lager
bei les Echelles ; am 20. war dasselbe, sowie die ganze Armee,
bereits um 7 Uhr Früh gefechtsbereit und stand auf der von
les Echelles nach Lyon führenden Strasse en colonne zum An-
griffe formirt.
Um 1 Uhr Nachmittags, als der Feldmarschall- Lieute-
nant Bianchi mit dem rechten Flügel der Armee von Dom-
martin her auf der Strasse vou Moulins die Höhen nordöstlich
Lyon erstiegen, und die sich ihm entgegenstellenden Divisionen
Pannetin und Digeon mit. der Brigade Mumb (für diesen
Tag dem 1. Corps zugetheilt) links umfasste und zurück-
drängte, ging auch die Division Wimpffen nebst dem
hessischen Corps zum Angriffe in der Front, gegen die Division
M DSD i e r von Limonest in mehrereu Colouneu vor.
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111
Das Regiment Simbschen wurde an diesem Tage in
3 Theile getrennt; das 2. Bataillon nebst dem ganzen Regi-
mente Nr. 19 wurdon nach rechts detachirt, um die Verbin-
dung mit der Coloune Bianchi zu unterhalten.
Das l. Bataillon wurde nebst dem Reste der Division
Wimpf'feu au der Strasse von les Echelles directe auf Li-
monest dirigirt ; indessen sollte das 3. Bataillon die dominiren-
deu Höhen zwischen der Saöne und Limonest in der rechten
Flanke des Feindes gewinnen, und durch Demonstriren von
dort, gegen deu Rücken des Gegners, den Frontal-Angriff
unterstützen.
Dio Division Musnier yertheidigte sich mit ausser-
ordentlicher Sündhaftigkeit, und erst als die beiden französischen
Divisionen des linken Flügels, von Bianchi vollends aus ihrer
Stellung geworfen waren, ging auch Musnier unter bestän-
digem Gefechte zurück , indem er trachtete, seineu Rückzug
durch das 13. Kürassier-Regiment, das sich heute abermals
auf die Division Wimpffen warf, zu decken. Dieser Caval-
lerie-Angriff traf unter anderen Truppen auch das 1. Bataillou
von Simbschen, das sich gegen wiederholte Attaquen zu
vertheidigen hatte.
Das 2. Bataillon fand während seiner Detachirung keine
Gelegenheit in das Gefecht einzugreifen; vom 3. Bataillon
wurden die Hauptleute Schmidt, Vogtberg und Ores-
k o v ich mit ihren Compagien nach Gewinnung der vorerwähnten
Höhe, dem erhaltenen Befehle gemäss, entsendet, um durch
Demonstriren in der rechten Flanke des Feindes, den allge-
meinen Augriff zu erleichtern, selbstverständlich, ohne bei der
Schwäche dieser Abtheilungen nennenswerthe Resultate erzielen
zu können.
Nach hartem Kampfe gelaug es der Armee gegen 8 Uhr
Abends , den Feind bis an die Vorstädte von Lyon zu
drängen.
Die Nacht machte dem Gefechte ein Ende, und Alles
blieb in der iunegehabteu Aufstellung, eines weiteren Kampfes
gewärtig.
Am nächsten Morgen vor Tagesanbruch räumte jedoch
der Feind Lyon; das Regiment brach aus seiner Aufstellung
um 10 Uhr auf, defilirtc mit der ganzen Südarmee vor Sr.
Durchlaucht dem Commaudireuden, Erbprinzen von Hessen-
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112
«•"- Homburg durch Lyon und lagerte vor der Stadt bei La
Guillotiere, indessen Marschall Auge re au, gedeckt durch die
Division Bardet, welche die Nachhut bildete, seinen Rück-
zug im Rhöne-Thal auf Vieune nahm.
Die Verluste vom 20. bezifferten sich beim Kegimente auf :
Vrrluttr
d«« K«fimcnU.
MLiorawu. lodte 18 Mann
Verwundete 1 Officier, Oberlieutenant Bodmann, und
68 Mann.
Vermisste 5i> Mann.
Zusamraeu 1 Officier und 141 Mann.
Nach Passirung von Vienne richtete Augereau seinen
Rückzug längs der Rhöne gegen Süden, wohin ihm die Süd-
armee folgte; das Hauptquartier kam nach Vienne.
Am 28. stand das Regiment Simbschen im Lager
bei la Frette, an der von Lyon nach Grenoble führenden
Strasse.
Nachts wurde das 1. Bataillon unter dem Befehle des
Majors Busdn beordert, im Aprien-Thale gegen die linke
Flanke der bei Chivens, der Division Feldmarschall-Lieutenant
Ignaz Graf Hardegg gegenüberstehenden, von Genf heran-
gekommenen Division Marchand vorzurücken.
Das Bataillon war so glücklich, mit einer Jäger-Com-
pagnie den 29. um 11 Uhr Vormittags im entscheidenden
Augenblicke des Kampfes einzutreffen, den Feind durch einen
überraschenden Flanken-Angriff zurückzudrängen, und im Ver-
eine mit der Division Hardegg, die demselben entrissene
Stellung, ungeachtet wiederholter heftiger Gegen-Angriffe, so
lange behaupten zu können, bis der Feind durch eine auch in
dessen Rücken, nach Rives, ausgeführte Bewegung der Division
Wimpffen um seinen Rückzug besorgt, sich bis La Buisse
gegen Voreppe zurückzog, daselbst jedoch neuerdings auf-
stellte.
rmimt» Das 1. Bataillon verlor in diesem Gefechte:
^mSTET an Todten 13 Mann;
an Verwundeten 21 Mann;
an Vermissten i» Mann
Im Ganzen 40 Mann.
Obwol die fortgesetzten, glücklichen Operationen der Süd-
arme* 1 die Franzosen bis an die Isere getrieben, und jede Gefahr
für die Verbindungen der verbündeten Hauptarmee beseitigt
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113
hatten, wollte der Erbprinz von Hessen seine Offensive nicht •«*•
einstellen und beschloss längs der Rhone hinab den Angriff
gegen Augereau fortzusetzen, indess die Division Wimpf-
fen die beiden, vor Grenoble befindlichen, Divisionen Mar-
chand und Desaix im Schach halten sollte. Die Armee
setzte daher ihren Vormarsch fort.
Den 2. April stand das Regiment im Lager von Voiron, 0,™^
die 13., 15. und 16. Compagnie auf Vorposten vorwärts dieses * a v hi i«h.
Ortes, an der über die Einsattlung des Gebirgszuges nach La
Buisse führenden Strasse, und bis an die östlich derselben be-
findlichen steilen Abhänge des, das Isere-Thal im Norden, be-
grenzenden Gebirgs-Rückens.
Die Division Wimpffen sollte an diesem Tage die
feindliche Stellung bei Voreppe angreifen.
Um 3 Uhr Nachmittags sammelte sich das Regiment
Simbschen rückwärts der vorgedachten Einsattlung bei La
Buisse, und griff die feindlichen Vorposten folgendermassen an:
Vier Compagnien des 3. Bataillons unter Commando des
Oberstlieutenants Leszczynsky rückten auf der Chaussee
über La Buisse directe gegen Voreppe vor, während die 15.
Compagnie östlich der Hauptstrasse auf einem Saumwege, gegen
die im Gebirge östlich von Voreppe aufgestellten Abtheilungen
vordrang.
Diese Compagnie, später noch durch die 16. unterstützt,
wurde bald in ein heftiges Gefecht verwickelt, da der Gegner
auf diesem Punkte überlegen und durch Terrainverhältnisse
begünstigt war. Doch gelang es der Standhaftigkeit der beiden
Compagnien, den Feind vom Vordringen abzuhalten und ihn
auf die Behauptung seines Postens zu beschränken, an welchem
dem Gegner allerdings viel gelegen war, nachdem bei dem
Verluste desselben auch die bei St. Julien kämpfenden feind-
lichen Abtheilungen in ihrer rechten Flanke bedroht, zum
Rückzüge genöthigt gewesen wären.
Gegen diese Abtheilungen des Gegners war von St.
Etienne her die 12. Compagnie vorgegangen, aber trotz aller
Anstrengungen nicht im Stande, den Feind aus seiner Stel-
lung zu vertreiben, sondern musste sich im Gegentheile selbst
nach St. Etienne zurückziehen.
Indessen wurde das Gros der feindlichen Vortruppen auf
der im Thalo führenden Hauptstrasse, von dem Reste des
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114
•««• 3. Bataillons in der Front, und von dem auf der Strasse von
Moirons im Isere-Thale vorgegangenen Regimente Hessen-
Homburg Nr. 19 in der linken Flanke, gleichzeitig uud leb-
haft angegriffen und bis über Voreppe zurückgeworfen.
Der Rückzug des Gros, veranlasste auch den Rückzug der
auf den östlichen Thalhängen aufgestellten feindlichen Abthei-
lungen, welche den mehrfachen Angriffen der 15. und IG. Com-
pagnie des Regimentes bisher den hartnäckigsten Widerstand
entgegengesetzt hatten.
Nach Beendigung des Kampfes bezog das Regimetit
Abends mit dem 3. Bataillon eine Stellung südlich Voreppe,
mit dem 2. im Gebirge bei Pomier und mit dem L, von
welchem an diesem Tage nur die 2. Compagnie in's Gefecht
gekommen war, südlich La Buisse.
vjHu.t. Das Regiment verlor in dieser Affaire:
». Apr« i»u. Todt : 7 Mann,
verwundet: 1 Officier (Oberlieutenant Polzer) und 47 Mann,
gefangen: 2 Mann,
vermisst: 7 Mann; zusammen 1 Officier und 63 Mann»).
Die Division Wimpffen verlor überhaupt 254 Mann
an Todten und Verwundeten, worunter 7 Officiere; dagegen
wurden den Franzosen 200 Gefangene und eine Kanone ab-
genommen.
Während die Süd-Armee solchergestalt Augereau bis
über die Isere zurückgeworfen hatte, begaben sich bei der
Hauptarmee entscheidende Ereignisse.
Ungeachtet Napoleon's heroischer Vertheidiguug und
der zahlreichen, von ihm erfochteneu Partial-Siege , die er
*) In diesem Gefechte haben sich vom Regimente besonders aus-
gezeichnet: Feldwebel Salomon der 15. Compagnie, welcher, als der
Feind im Gebirge mit Uebermacht diese Compagnie zurückdrängte,
einen fast unersteiglichen Felsen, an welchen der Feind seine rechte
Flanke lehnte, mit einigen Freiwilligen erklomm, den Gegner über-
raschend in der Flanke beschoss und durch diesen unerwarteten
Angriff znm Rückzüge veranlasste;
Gemeiner Bebessy der 17. Compagnie, welcher den verwundeten
nud in der Dämmerung von einem Feinen herabgestürzten Überlieutenant
Polzer mit eigener Lebensgefahr der drohenden feindlichen Gefangen-
schaft entriss.
Feldwebel Salomon wurde mit der goldenen, Gemeiner Bebessy
mit der silbernen Medaille belohnt.
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115
hauptsächlich dadurch erkämpfte, dass er, seinen Truppen colos- >««-
sale Marschleistungen auflegend, sich mit vereinten Kräften
bald auf die eine, bald auf die andere der getrennten Colonnen
der Verbündeten warf, wurde er durch die Uebermacht der
letzteren wnfasst, und standen die verbündeten Armeen vor
Paris, ohne dass er den Angriff auf diese Stadt verhindern
uud zu ihrer Rettung rechtzeitig herbeieilen konnte. Paris
fiel am 30. März; Napoleon wurdo der Krone verlustig er-
klärt, nahm in Fontainebleau von seinen Truppen Abschied
und wurde nach Elba geleitet, auf welcher Insel mau für ihn
ein Schatten-Kaiserthum geschaffen hatte.
Mit dem Gefechte bei Voreppe endete auch bei der Süd-
Armee der Feldzug 1814. Obwohl diese Armee am 9. April
noch einmal gegen Greuoble vorrückte, um den südlich Che-
valons aufgestellten rechten Flügel Augereaus anzugreifen,
so kam doch dieser Angriff nicht mehr zu Stande, nachdem
die Nachrichten von dem Einrücken der verbündeten Armee
in die Hauptstadt Frankreichs und der daselbst vor sich ge-
gangenen Umwälzung einliefen, sowie der bei der Haupt-Armee
abgeschlossene Waffenstillstand auch hier, am 12. April in
Wirksamkeit trat.
Es ergibt sich hier der Ort, um auch dor Thätigkeit der , £7'££; dlfr
Grenadier-Division des Regimentes zu gedenken. "^JT
Befehligt vom Hauptmaune Brebillovich war dieselbe
mit der Grenadier-Division des Regimentes Erzherzog Franz
Carl Nr. 52 in ein Bataillon vereint, und stand unter Com-
mando des Oberstlieutenants Faber letzteren Regiments,
während des Fehlzuges 1812 in der Garnison zu Graz.
Bei Beginn des Feldzuges 1813 zur Armee uach Italien
beordert, nahm dieses Bataillon erst an den Kämpfen des
nächstfolgenden Jahres unmittelbaren Autheil.
Dem österreichischen Feldherru in Italien, dem Feldzeug-
meister Hiller, der seine Operationen an der Drau, der da-
maligen österreichischen Grenze, begonnen hatte, war es ge-
lungen, mit tJO.OUO Mann die italienisch-französische Armee
unter dem Viceköuig Eugen bis an die Etsch zurückzu-
drängen. König M ii rat von Neapel, früher an der Seite
Eugen's kämpfend, zog nach Napoleons Niederlage bei
Leipzig seine Truppen über den Po. und verhielt sich einige
Zeit neutral, um sich später von seinem Schwager loszusagen
ö*
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116
«»u. und im Interesse der Erhaltung seiner Krone sich an die Ver-
bündeten anzuschließen. Dadurch war Eugen so geschwächt,
dass er an der Etsch sich nicht halten konnte; er ging daher
an den Mincio zurück und lehnte seine Flügel an Mantua und
Peschiera.
RrhUcbt am Bei Beginn des Feldzuges 1814 standen die Oester-
Mincio. .
s. pebru» i«m. reicher unter Commando des Feldmarschalls Bellegarde,
welcher annahm, dass Eugen, von Murat veilassen, nun-
mehr seinen Rückzug auch jenseits des Mincio fortsetzen werde.
Er brach zu dessen Verfolgung auf, und wollte den Fluss in
3 Colonnen bei Pozzolo, Borghetto und Monzambano über-
schreiten, während Eugen, noch ungewiss über Murats
ferneres Verhalten, die bei Villafranca und Valeggio eben in
der Concentrirung befindlichen Oesterreicher durch einen über-
raschenden Angriff sich vom Halse schaffen wollte; in Folge
dieser beiderseitigen offensiven Unternehmungen kam es am
8. Februar 1814 zur Schlacht am Mincio.
Die Dispositionen Eugen's gingen dahin, dass eine
Colonne seiner Armee von Monzambano gegen Valeggio vor-
gehe, um den Gegner in der Front festzuhalten, während die
französische Hauptmacht von Guito und Mantua aus die linke
Flanke Bellegar de's entscheidend angreifen würde.
Die Oesterreicher aber übersetzten gleichzeitig mit dem
Centrum und dem Gros der Armee den Mincio bei Valleggio, mit
dem linken Flügel, der unter Feldmarschall-Lieutenant M e r v i 1 1 e
aus der Brigade Vöcsey, der Grenadier-Brigade Stutter-
heim (6 Bataillons) und der Cavallerie - Brigade Wrede
(Savoyen- und Hohen zol le rn -Dragoner, dann Carl-
Uhlanen) bestand, bei Pozzolo; am äussersteu linken Flügel bei
Roverbella deckte die Division Mayer den Uebergang über
den Fluss gegen eine Unternehmung von Mantua oder Goito her.
Während nun Bellegarde bei Valeggio gegen die
Schwäche der Franzosen traf und rasche Fortschritte machte,
stiess Eugen zwischen Pozzolo und Belvedere mit seinem
Gros auf den schwachen linken Flügel der Oesterreicher.
Dio Division Mayer war bald zurückgedrängt und zog
sich fechtend gegen Villafranca, iudessen der Vice-König mit
seinem Gros sich gegen Pozzolo wendete, wo er auf Mer-
ville's Truppen stiess, unter denen sich die Grenadier-Divi-
sion des 48. Regiments im Bataillon Faber befand. Die Bri-
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117
gade V6csey hatte um diese Zeit, 10 Uhr Vormittags, den »»«•
Mincio schon passirt.
Merville dergestalt in seiner linken Flanke überrascht,
stand in 2 Treffen, Front gegen Pozzolo, zum Uebergango
bereit; er warf seine Reiterei dem Feinde entgegen, um unter
ihrem Schutze Zeit zur Veränderung seiner Front zu ge-
winnen, und entwickelte dann seine Truppen zwischen Pozzolo
und Ramelli, Front gegen Süden, wobei das Grenadier-Batail-
lon Faber auf den äussersten linken Flügel gegen Ramelli
zu stehen kam.
Der österreichischen Rückzugslinie zunächst liegend, war
dieser Flügel auch den heftigsten feindlichen Angriffen aus-
gesetzt.
Namentlich litten die Grenadiere sehr durch das feind-
liche Geschützfeuer, da sie stets von Angriffen der feindlichen
Cavallerie bedroht, sich nur in Divisionsmassen bewegen konn-
ten ; das feindliche Geschütz schleuderte ganze Reihen nieder.
Um die Brücke bei Pozzolo zu schützen und die Brigade
VScsey im Rücken zu decken, war ein Grenadier-Bataillon
(Baron Purczell) dahin detachirt worden; es blieben somit
nur 5 Bataillone zwischen Pozzolo und Ramelli verfügbar.
Von feindlicher Seite rückten dagegen immer neue Truppen
in die Linie, verlängerten dieselbe und überragten den linken
Flügel der Grenadiere dergestalt, dass das 2. Treffen zur Ver-
längerung des ersten vorgezogen werden musste, und nun die
ganze Division in einem einzigen Treffen formirt, einen mör-
derischen Kampf gegen 3fache Uebermacht zu bestehen hatte.
Feldmarschall Bellegarde, der bei Vallegio beschäftigt,
zu spät die Gefahr erfuhr, in welcher sein linker Flügel und
mit ihm die ganze, zum Theil schon am rechten Mincio-Ufer
befindliche Armee schwebte, sendete Anfangs nur die Brigade
Quosdannovich und das Regiment Deutschmeister, der
Division Merville zur Unterstützung.
Diese Division hatte aber nebst zwei feindlichen Reiter-
Brigaden, Pereymoud und Bonnemain, die Infanterie-
Divisionen Quesnel und Rouyer, welchen noch die Divi-
sion de Couch i als Reserve folgte, gegen sich; ihr linker
Flügel war stets mit Umgehung bedroht, und die Cavallerie-
Brigade Bonnemain machte auf die hier stehenden Massen
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118
>»<«• der Grenadiere von den Regimentern Simbscheu, Franz
Carl und Jellachich wiederholte heftige Angriffe.
Inzwischen hatte sich französische Infanterie der Häuser
Vanoni und Ramelli bemächtigt, und sahen sieh hierdurch die
Grenadiere zu einer rückgängigen Bewegung genöthigt.
Bis nördlich Ramelli zurückgedrängt, bezogen sie dort
eine neue Stellung und lösten den dritten Theil in Plänkler
auf; nun entspann sich daselbst ein heftiges Gefecht in zer-
streuter Schlachtordnung; — um jeden Baum, um jeden Acker
wurde hartnäckig gekämpft; Massen rückten gegen Massen
vor, und suchton wechselseitig die Linien des Gegners zu
durchbrechen.
Ein französisches Bataillon drang endlich in das Inter-
valle zwischen S a v o y e n-Dragonern und den Simbschen-
Grenadieren ein.
Das Bataillon Faber bot Alles auf, um durch Gegen-
angriffe den weit überlegenen Feind zurückzudrängen, aber
vergebens. Da es von den anderen Bataillonen, welche uicht
minder bedrängt waren, uicht unterstützt werden konnte, musst^
es weichen, was zur Folge hatte, dass die Linie l'ozzolo-
Guerni vorlassen wurde, und die gau/.e Division M er Tille
sich eine halbe Stunde rückwärts in der Höhe der Häuser
und Guernini und Mazzi aufstellte.
Diese Casinen waren nun der einzige Stützpunkt der
Grenadiere, welchen sie auch heldenmüthig gegen den wieder-
holt angreifenden Feind vortheidigten ; Hügel von Todten um-
gaben die Häuser, und bezeugten die Tapferkeit des Angreifers,
sowie die Standhaftigkeit der Vertheidiger.
Ermattet von dem ungleichen Kampfe, zogen sich endlich
die Grenadiere gegen den rechton Flügel in der Richtung der
Häuser Furoni zurück.
Als Geneialmajor Quosdan no vi eh um 3 Uhr Nach-
mittags mit dem Infanterie-Regimeute St. Julien Nr. 61 zur
Unterstützung anlangte, wurde wieder gegen die Häuser von
Mazzi vorgerückt und selbe durch die Grenadiere und das vor-
erwähnte Regiment genommen; in Folgo erneuerter, verstärkter
Angriffe des Feindes, gingen sie aber wieder verloren.
Die Lage der Division Merville war durch alle diese
Ereignisse eine äusserst bedenkliche geworden ; die Truppen waren
zum Aeussersten erschöpft und entbehrten der Munition. Sie
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119
irfirden auch zu jedem ferneren Widerstand unfähig gewesen ">*•
sein, hätten nicht zwei neu eintreffende Batterien den fortge-
setzten Angriffen des Gegners mindestens momeutane Schranken
gesetzt.
Die Grenadier - Division Siinbschen hatte um diese
Zeit nicht nur einen ausserordentlichen Verlust an Mannschaft,
sondern auch den ihres Bataillons-Commandanten und aller
ihrer Officiere, welche sämmtlich verwundet waren, zu
beklagen; Feldwebel Molnär commandirte den Rost der
Divisiou.
Endlich langte auch das Regiment Deutschmeister
zur Unterstützung au. Ein neuer Sturm von einigen Compagnien
dieses Regimentes auf die Häuser von Mazzi ausgeführt, und
von den Grenadieren unterstützt, gelang endlich — und diese
Häuser, sowie die Stellung dor Grenadier-Division wurden nun
bis Abends behauptet.
Nur durch die erfolgte Wiederoberung von Mazzi, konnte
die Armee ihren Rückzug nach Villafranca bewerkstelligen;
doch hatte sie an diesem Tage, und zwar grösstenteils von
der Division Merville, 5000 Todte und Verwundete und 2000
Gefangene verloren.
Die Grenadier-Division S im buchen, verlor aussor ihrem v«*»...
schwer verwundeten Bataillons-Commandanten Oberstlieutenant dm*«.
Faber, von f> Officieren und 183 Mann, welche bei Beginn ' F,bn *" "
des Gefechtes präsent waren :
Todt: 18 Mann.
Verwundet: 6 Officiere, Hauptmann Brebillovich und
Wania, Oberlioutenant Sag er, Pindershofen, Lieutenant
Hallegg und Csemitzky, 96 Mann.
Gefangene: 1 Mann.
Vermisst: 5 Mann.
Zusammen : 6 Officiere und 120 Mann, somit alle Officiere
und */s der Mannschaft.
Durch das endliche Eingreifen Murats nach der Schlacht
am Mincio, zu Gunsten der Oesterreicher ward Eugen zum
weiteren Rückzüge gegen Westen bewogen. Der Waffenstillstand
in Folge der Ereignisse vor und in Paris, tiat in Wirksamkeit,
bevor sich noch weitere entscheidende Ereignisse abspielten,
und machte auch auf diesem Kriegsschauplatze den Feind-
seligkeiten ein Ende.
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120
Das Regiment wurde nach den eingestellten Feindselig-
o.r.»....i„ keiten nach Grenoble und spater nach Chambery in Quartiere
(Srr'H.iMc und «
Ch.mh«ry. Verlegt.
Apfi u.». m>i Hier wurde den 8. Mai die Mannschaft des 2. Bataillons
in das 1. und 3. Bataillon oingetheilt, und der Cadre des-
selben zur Wiederformirung nach Ungarn entsendet. Das Re-
giment selbst, marschirte nach geschlossenem Frieden über
den Mont Cenis nach Italien und traf den 17. Mai in Turin
ein, wo es mit dem ganzen Corps Bianchi beim feierlichen
Einzüge, des über 15 Jahre aus seiner Residenz verdrängten
und durch die Franzosen seines Landes beraubten Königs von
oanfm Sardinien, Victor Emanuel, paradirte, den 21. aber als
in AI. ..»ii. In«. ' » r
*' M "' l ^,* 4 . ,, JuU Garnison in, die Festung Alessandria abrückte.
Am 12. Juli marschirto das Regiment von hier als Be-
«y«jy> satzuug nach Mantua, wo es am 21. desselben Monats eintraf.
U Av't» ««'s 1* September rückte das in Ungarn neu errichtete
4. , und am 10. das dortsei bst ergänzte 2. Bataillon in Man-
tua ein. Die eingetretene Ruhe erlaubte es, sich nun der Er-
ziehung der sehr bedeutenden Zahl junger Mannschaft, der
Bildung und Uebung zahlreicher junger Officiere zu widmen,
bis solche durch unvermuthete neue Ereignisse bald unter-
brochen weiden sollte.
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121
Beilage Nr. 7. n«u. g e Nr. 7.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1814 in Frankreich.
Officicre. MiiDMactuft
EliiKehlletwunir tou Belfort. Jltmer 1814
Todt .
2
2
Zusamm<
jn . —
4
Gefecht bei Clerey. 4. Februar 1814.
Todt .... ....
2
32
1
55
17
Ztisainnii
en 3
Gefecht bei Macon. 11. MSra 1814.
Todt .
1
8
63
( Info nrrnn itn/1 varmiflet
|
17
1 1
en G
KM
DO
Treffen bei St Georges. 18 MKrz 1814
. . . 2
17
«0
. . 1
7
TT» 1— ■ lanl
35
Zusamm
en . 3
13i»
Schlacht bei Lyon 20 Marz 1814.
18
68
55
Zusamm«
»n . 1
141
Gefecht bei ChUens. 2». MÄrz 1814.
13
•21
5
Zusauim
en .
40
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Brill*» Nr. 7
Gefecht bei Voreppe. 8. April 1814
Todt ... - 7
Verwundet 1 47
Gefangen und vermisst ... — 9
Zusammen 1 63
Keblaeht am Minclo. 8. Febraar 1814.
Todt — 18
Verwundet 6 %
Gefangen — 1
. - B
. 6 120
«JttMimnit-Verlust im Feldzuge 1814 in Frankreich 20 689
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1815.
Im Feldznge in Mittel- und Unter-Italien.
Nach der Wiedereinsetzung der Bourbons zeigte sich in
Frankreich bald Unfriede und Parteiung. Die neue Regie-
rung, durch die Warten der Verbündeten gestützt, verletzte
die Eitelkeit des Volkes, zahlreiche werthvolle Errungen-
schaften der Revolution wurden ihm entrissen, uud die Er-
innerung an die. mit dem gewaltigen Bezwinger Europa's ent-
schwundene Aera des Ruhmes und der Siege leuchtete den
Unzufriedenen wie eine fata morgana, mit um so verlockende-
ren Farben. — Die auf dem Congresse zu Wien versammel-
ten Fürsten waren uneinig über viele Fragen der Thcilung des
zurückeroberten Gebietes, — die Völker selbst unzufrieden, da
sie für die Forderungen inneier Freiheit nur schwaches Gehör
fanden, und Napoleon, über alle Vorgänge wohl unterrich-
tet und von seinen Anhängern mit Versprechungen überhäuft,
durfte wohl den Plan fassen, sich wieder in den Besitz des
verlorenen Thrones zu setzen und die Hoffuuug hegen, dass
die Uneinigkeit der Mächte ihm Zeit lassen würde, sich auf
demselben zu behaupten. Ende Februar verliess er an der
Spitze von 1200 seiner ihm belasseneu Garden, dann mit eini-
gen aus Polen und Corsen gebildeten Freiwilligen-Abtheilun-
gen die Insel Elba und landete am 1. März 1815 bei CanDes
an der südfranzösischeu Küste, zog, während alle Truppen,
die ihu bekämpfen sollten, sich um seiue Fahne schaarten,
unter dem Jubel der Bevölkerung durch fcüd-Frankreieh, und
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»»* am 20. März in Paris ein, aus dein Ludwig XVIII. Tags
vorher entflohen war.
Kaum hatte Napoleon den Thron wieder bestiegen,
so gab er den verbündeten Souverainen über seine friedfer-
tigen Absichten die bündigsten Erklärungen. Konnte man
solchen Versicherungen nach den gemachten Erfahrungen
schon wenig Glauben schenken, so forderte überdiess die, nach
Napoleons Rückkehr von seinem Schwager Murat, dem
König von Neapel, an Oesterreich ergangene Kriegserklärung,
das gerechte Misstrauen der Verbündeten heraus. — Napo-
leon wurde in die Acht erklärt und der gemeinsame Krieg
gegen denselben beschlossen.
Die Feindseligkeiten begannen in Italien zuerst, woMurat
schon am 22. März mit 36.000 Mann aufgebrochen war, und
30.000 Mann gegen den unteren Po, 60<K) Mann seiner Garde je-
doch gegen Toscana dirigirte; erst am 30. März erklärte er den
Krieg und Oesterreich niusste nun eilends alle in Italien ste-
henden Truppen, deren Commando der General der Cavallerie
Graf Frimont erhielt, am Po coucentriren. Bis Anfangs
April sammelten sich gegen '40.000 Mann, von denen 3000
Mann unter Nugeut gegen Toscana vorrückten, indess 8000
Mann unter Feldmarschall-Lieutenant Bianchi in der Ro-
magna Aufstellung genommen hatten.
Beim Anrücken der neapolitanischen Hauptmacht con-
centrirte Bianchi seiue Truppen bei Bologna und wendete
sich von dort nach Modeua; als Murat mit dem linken
Flügel ihm folgte, musste er sich am 4. April auch über die
Secchia und gegen Keggio zurückziehen. Während nun M u r a t
mit dem rechten Flügel sich in vergeblichen Angriffen auf
die Citadelle von Ferrara und den verschanzten Brückenkopf
von Occhiobello, welchen Feldmarschall-Lieutenant M o h r gegen
die Divisionen Ambrosio und Carascosa heldenmüthig
vertheidigte , abmühte, ergriff Bianchi die Offensive am
rechton Po-Ufer.
An dieser betheiligte sich auch das 48. Infanterie-Regi-
nient S imbschen, welches seine Eintheiluug in der Division
S 7. e n i t z e r erhielt. Die Division Mohr hatte den Po bei
Borgoforte zu übersetzen und sich den zum Angriffe der
Feldmarschall-Lieutenant Baron Mohr und der
Brigade General
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Secchia-Linie bestimmten Trappen am linken Flügel anzu- w»
schliessen.
Das 3. Bataillon des Regimentes rückte bereits am
7. April aus Mantua ab, besetzte am rechten Ufer des Po
S. Benedetto, Gonzaga und Guastalla, und schob zur Sicherung
Abtheilungen an die Secchia, zum Theile selbst über die-
selbe vor.
Am 9. ging das 1. Bataillon, welches die Besatzung des
Brückenkopfes Borgoforte zu bilden hatte, dahin ab.
Der Stand dieser zwei Bataillone betrug an diesem Tage
2214 Streitbare.
Am 10. traf die gegen Mirandola auf Vorposten stehende imum«».*».
17. Compagnie das Unglück, dass dieselbe auf der Strasse ^"/.Xu. 1 u>
nach Mirandola, während des Abkochens in dem Hofe eines ,0 - A P ri ' »•'*•
grossen Bauernhauses vom Feinde überfallen wurde. Die
Mannschaft hatte kaum Zeit die Gewehre zu ergreifen, for-
um!" sich jedoch schnell und schlug den feindlichen Angriff,
allerdings nicht ohne Verlust, ab.
Oberlieutenant und Compagnie-Commaudant Piskorecz
wurde schwer verwundet und gerieth in Gefangenschaft,
ausserdem blieben 2 Mann todt, 15 Mann wurden verwundet
und 17 Mann fielen dem Feinde in die Hände.
Am 11. April war eine allgemeine Vorrückung gegen immu »>d
_ itÜrmuiiK von
Carpi befohlen. Vom Regimente hatte nur das 3. Bataillon w
an derselben Theil zu nehmen.
Murat hatte den mit hohen Mauern versehenen Ort,
dem General Pcpe mit 4 Bataillons der Division Caras-
cosa zur Verteidigung anvertraut.
Die 8. Division des Regiments stand au diesem Tage
im Lager bei Mula; gegen 3 Uhr Nachmittags hatte sie sich
hinter einem kleinen Kanal, rechts der nach Carpi führenden
Strasse aufzustellen und erhielt hier bald den Befehl, zur
Unterstützung des im Gefechte begriffenen 9. Jäger-Bataillons
gegen Carpi vorzugehen, dessen Besatzung, durch die hohen
Mauern geschützt, sich bisher muthig vertheidigte. Die 8. Di-
vision trat bald in das Gefecht, ohne jedoch gegen die feste
Umfassung der Stadt etwas ausrichten zu können.
Während das 9. Jäger-Bataillon und die 8. Division des
Regimentes die Wirkung der dem nördlichen Thore gegenüber,
auf der Strasse nach S. Benedetto aufgefahrenen Artillerie
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w». abwarteten, umgingen dio anderen 4 Compagnieu des 3. Ba-
taillons von S i mbschen unter Führung des Oberstlieute-
nants Leszczynsky den Ort im Osten, und trafen südlich
desselben auf der Strasse nach Modena eben im rechten Augen-
blicke ein, um die zur Verstärkung der Besatzung herbeige-
eilten Truppen des Feindes zum Rückzüge nach Modena zu
nöthigen. und dergestalt das von Norden und Westen bereits
angegriffene Carpi, auch im Osten und Süden vollständig zu
isoliren.
Mittlerweile war es der Artillerie gelungen, das nörd-
liche Thor von Carpi einzuschiessen, so dass das 9. .läger-
Bataillon, unterstützt von der 8. Division des Regimentes,
durch dasselbe in die Stadt eindringen kounte. Der Gegner,
in Verwirrung gebracht, suchte sich auf der Strasse nach
Mirandola zu retten, was jedoch nur theilweise gelang, indem
12 Officiere und 500 Mann deu auf dieser Strasse stehenden
Truppen als Gefangene in die Hände fielen.
Die Verluste des Regimentes in diesem Gefechte be-
ziffern sich:
Todte 8 Mann.
Verwundete Hauptmann Loy und . . 18 „
Vermisst 3 „
Zusammen 1 Officier und 29 Manu.
Die Truppen der Brigade Szouitzer bezogen nachdem
Gefechte die Vorposten an der Secchia, hinter welchen Fluss
sich die Neapolitaner zurückgezogen hatten.
Am Abend dieses Tages traf auch das 1. Bataillon au
der Secchia ein und blieben von nun an beide Bataillone
unter Commaudo des Oberstlieutenaut Leszczynsky vereint.
Um diese Zeit erhielt Murat die Nachricht von aus-
gekrochenen Unruhen im eigenen Laude, von der bevorstehen-
den Landung englischer uud sicilianischer Truppen im Neapo-
litanischen, und beschloss deshalb den Rückzug, den er über
Forli und Ceaeua gegen Ancona nahm.
General der Cavallerie Frimont hatte den kühnen
Plan gefasst, die neapolitanische Armee vom eigenen Land"'
abzuschneiden, dadurch, dass ei der neapolitanischen Armee
nur circa die Hälfte seiner Streitkräfte umcr Felduiarscball-
Lieutenant Neipperg directe auf Ancona folgen liess, in-
dessen Feldmarschall-Lieutenaiit Biauchi mit der anderen
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Hälfte über Florenz und Foligno, dem König von Neapel auf
seinem Rückzüge, für welchen er den weiteren Weg hatte, zu-
vorkommen sollte.
Deingemäss nahm der Feldmarschall-Lieutenant Neip-
perg mit 18.000 Mann den Weg durch die Romagua in
die Marken, um Murat zu folgen, welch' letzterer trotz
eines siegreichen Arrieregarde-Gefechtes am Ronco, zwischen
Forli und Cesena, sich ununterbrochen verfolgt, aber nicht
gedrängt, bis Macerata (südlich Ancona) zurückzog, um sich
dort mit den aus dem Toscanischen, über Perugia und Foligno
heranziehenden Garden zu vereinigen.
Mit circa 20.000 Mann, darunter die Division Feldmar-
schall-Lieutenant Mohr mit dem 48. Regimente S i m b s c h e n,
war Feldmarschall - Lieutenant Bianchi in Florenz zu
Nugent gestossen, und den neapolitanischen Garden auf dem
Fusse über Foligno und Camerino auf Tolentino gefolgt.
Am 23. April, als sich Murat noch in Pesaro befand,
hatte Bianchi bereits Foligno erreicht und war Murat
somit bereits im Rücken genommen, bevor er die Absichten
B i a n c h i's durchschaute.
Am 1. Mai Abends lagerten circa 16.000 Mann Oester-
reicher bereits Östlich Tolentino; Neipperg mit 12.000
Mann stand nördlich Corinaldo am Cesano gegen Murats
rechten Flügel (4000 Mann unter Carascosa), indessen
Nugent mit 5000 Mann sich mehr gegen Südosten über
Terni und Rieti gegen Autrodocco gewendet hatte, wo er die
feiudlichen Divisionen Montigny und Man tos mit 8000
Mann vor sich fand, die den linken Flügel Murats bildend,
auch dessen Verbindungen mit Capua zu decken hatten.
Feldmarschall-Lieuteuant Bianchi erhielt nunmehr das
Commando über die ganze, in Mittel-Italien eingerückte Armee;
indessen General der Cavallerie Frimont in Ober-Italieu
allein befehligte.
Am 2. Mai, früh Morgens, setzte sich M u r a t mit seiner
Hauptmacht, circa 25.000 Mann stark, gegen Tolentino in
Bewegung, um die Oesterreicher unter Bianchi dort anzu-
greifen und sich mit Gewalt den Weg nach Neapel zu öffnen.
Am linken Flügel der, von Bianchi ä cheval des
Chieuti-Thales, mit den Flügelu auf den Höhen, mit dem
Centram im Thale gewählten Stellung, staud die Division Feld-
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»i* marschall- Lieutenant Mohr. Vom 48. Regiment erhielt das
1. Bataillon seine Aufstellung links der Strasse im Chienti-
Thale bei der Osteria dell' arancia, hinter dem Bache von
Cassone; das 3. auf den Höhen von Madia gegen Carmaggio.
Der streitbare Stand des Regimentes betrug 1848 Mann.
bcUmu Den 2. Mai, gegen 11 Uhr Morgens begann das Gefecht
i. und 3. Mal mt>. bei den Vortruppen, welche heftig angegriffen, sich auf die
Stellung des Armee-Corps zurückzogen. Das 1. Bataillon Simb-
schen wurde zu ihrer Aufnahme und Unterstützung auf den
linken Thalbegleitungshöhen bei der Kapelle Sta. Lucia auf-
gestellt; hier hatte dasselbe wiederholte, mit grosser Tapfer-
keit ausgeführte Angriffe abzuweisen, musste jedoch dem über-
mächtigen Drängen des Feindes nachgeben und fechtend gegen
Cantogallo weichen, nachdem es dem Feinde gelungen war,
sich des in der linken Flanke des Bataillons gelegenen Monte
Milone zu bemächtigen*).
Gegen Abend wollte der Feind von Monte Milone. gegen
Vedova und Cantogallo herabsteigen, da rückte General Sze-
nitzer mit 4 Bataillonen, worunter auch das 3. des Regi-
ments, mit klingendem Spiele gegen Monte Milone vor; die
Neapolitaner wichen überall zurück und stellten sich erst am
Räude des Gehölzes vor Milone wieder auf, wo sie aber wegen
der einbrechenden Nacht nicht mehr angegriffen wurden.
Am 3. Morgens versuchte der Feind den Ort Cassone zu
nehmen, uud liess denselben durch eine Batterie nicht ohue
Wirkung beschiessen; seine Garden übersetzten eine vorliegende
Schlucht und schritton mit vieler Tapferkeit zum Angriff.
Das 1. Bataillon des 48. Regiments und rechts desselben,
im Gehölze postirte Jäger- Abtheilungen, leisteton den tapfer-
sten Widerstand ; der Ort wurde mehrmals verloren und wieder
erobert; es wurde mit dem Bajonnete tapfer gefochten und
lauge blieb der Besitz dieses Punktes zweifelhaft.
*) Bei dieser rückgängigen Bewegung wurde Obcrlictitennnt
Stankovits vor der Osteria di Monte-Milonc mit einigen Tapferen
durch die neapolitanische Cavallerie von der Brücke abgeschnitten. Er
Hei von mehreren feindlichen Kugeln durchbohrt, und starb den Tod
des Helden.
Seine Brust zierte schon seit 19. April 1 ft< K » die goldene Tapfer-
keits-Medaille; die wenige mit ihm gewesene Mannschaft wurde zum
grössten Theile zusammengehauen.
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Endlich gelang es dem Feinde, sich iu dem Orte zu be-
haupten, während das 3. Bataillou sammt den Jägern ge-
nöthigt wurde, »ich über den tief eingeschnittenen Bach in
das Gehölz zurückzuziehen.
Der Feind Hess sogleich bei Cassone Geschütz aufführen,
und schickten die Garden sich an, auch über den Bach zu
setzen; es lag Alles daran, diesen Uebergang zu verhindern,
und Feldmarschall-Lieutenant Mohr bot Alles auf, das be-
gonnene feindliche Unternehmen scheitern zu machen. Die
unter seinem Commando gestandenen Truppen, worunter auch
das 1. Bataillon des 48. Regimentes, wetteiferten an Tapfer-
keit, und dio neapolitanischen Garden wurden, so oft sie os
auch versuchten über die tiefe Schlucht des Baches zu setzen,
jedesmal mit mörderischem Feuer empfangen und mit grossen
Verlusten zurückgoworfen.
Auch gegen die Höhe von Madia, wo das 3. Bataillon
aufgestellt war, versuchte der Feind während dieser Zeit meh-
rere heftige Angriffe. Den vereinten Anstrengungen der dort
in's Gefecht gekommenen Truppen gelang es jedoch, sich gegen
denselben zu behaupten.
Gegen Mittag entschied endlich das Eingreifen frischer
Truppen, namentlich des Regimentes Chasteler und einer
Escadron Toscana-Huszaren , so wie die Wirkung dreier mit
grosser Mühe auf die Höhe geschafften Geschütze am linken
Flügel, den Sieg für die Oesterreicher. Als die dort einge-
tretene günstige Wendung des Gefechtes bemerkt wurde,
schritt auch das Centrum wieder zum Augriffe ; Cassone wurde
dem Feinde entrissen, und der Feind auch über die zwischen
Cantogallo und Cassone herabführeude Schlucht zurückge-
worfen.
Nun erfolgte der allgemeine Rückzug des Feindes, der
von den Oesterreichern bis zu einbrechender Dunkelheit ver-
folgt wurde.
Die 2 Bataillone des Regimentes bezogen ein Lager bei
Sta. Lucia.
Iu diesen zwei Tagen hatte das Regiment verloren: i0 ,\ ci
Todt : Oberlientenant S t a n k o v i t s und 20 Mann. * 1 8 »'*
Verwundet: Hauptmann Meszaros, Fähnrich Nagy
und Szeter und 99 Mann.
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»•«*■ Gefangen: 1 Mann.
Vermisst: 20 Mann.
Zusammen: 4 Officiere, 140 Mann*),
Beide Bataillone des Regimentes, mit der ganzen Divi-
sion des Feldmarschall-Lieutenant Mohr, rückten den andern
Tag durch das Chiente-Thal auf der Strasse vor, und besetzten
die von Macerata nach Fermo führende Rückzugslinie des
Feindes, der auf schlechten Saum- und Fusswegen über das
Gebirg« in der grössten Auflösung nach Oittanuova und Pes-
cara flüchtete.
Ein grosser Theil der Gepäckswagen des Königs, die
Feldapotheke, eine ungeheuere Mengo anderer Bagagewagen,
mehrere Laffeten und Munitionskarreu blieben auf der Strasse
steheu und fielen den österreichischen Truppen in die Hände.
Feldmarschall-Lieutenant Bianchi überliess die Ver-
folgung allein der Division Mohr, und nahm mit der Haupt-
armee über Foligno umkehrend den kürzeren Weg nach
Neapel.
Die Division F. M. L. Mohr verfolgte den Feind
über Fermo, längs der Meeresküste, gegen Süden bis Pescara ;
da sich aber die neapolitanischen Corps durch Disciplinlosig-
keit und eingerissene Desertion gänzlich auflösten, so kam es
zu keinem grösseren Gefechte mehr.
Nur am 10. fiel noch ein kleines Gefecht zwischen einer
eingeschifften Abtheilung des Regimentes Simbschen und
der Bemannung einiger kleiner neapolitanischer Transports-
schiffe vor, welches seiner Eigenthümlichkeit wegen bemerkt
zu werden verdient.
wr<».hm« Oberlieutenant Lohr des Regimentes, mit einer halben
ViV,r'h'oh. S ru!' re Compagnie desselben zu Porto di fermo statiouirt, bemerkte
io. m.i i»u. am 9. Mai Nachmittags verschiedene neapolitanische Küsten-
Fahrzeuge, die mit Vorräthen nach Ancona segelten, wo ein
Regiment des Feindes als Besatzung geblieben war.
Dieser unternehmende Officier fasste sofort den Ent-
schluss, sich jener Schiffe zu bemächtigen ; er schiffte sich un-
verweilt mit 50 Mann des Regiments auf 2 eben vorhande-
*) Für besondere ausgezeichnetes Verhalten in dieser Sehlacht
erhielten: Oberetlieutenant Leszczy nsky, Hauptmann Mcszaros
und Fähnrich Michael Nagy den sicilianischen St. Ferdinand 8-
Verdienstorden.
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nen segelbereiten Barken ein und fuhr den Neapolitanern »»■
entgegen. Nachdem er die Nacht auf der See zugebracht, er-
reichte er am Morgen des 10. drei feindliche, mit Frucht und
Wein beladene Schiffe, die er sogleich angriff und nach kur-
zem Gefechte nahm; ein viertes Schiff, das später herbeikam,
wurde nach schwacher Gegenwehr der Bemannung gleichfalls
genommen. Nun erschienen jedoch weitere bewaffnete Schiffe, so
dass es Oberlieutenant Lohr gerathen fand, gegen den Hafen
von Ascoli zu segein, um die erbeuteten Schiffe zu bergen.
Hart verfolgt, lief er glücklich dort ein, und brachte
auch seine Prisen in Sicherheit, hauptsächlich durch den
glücklichen Ümstand, dass eben eine, auf der Küstenstrasse
vorbeimarschirende österreichische Feldbatterie bei Ascoli ein-
traf, durch ihr sofort eröffnetes Feuer die verfolgenden feind-
lichen Schiffe vom Ufer fernhielt und endlich gänzlich ver-
scheuchte.
Das Gros des 4S. Regiments langte mit der Divi-
sion Mohr am 13., nach einem sehr beschwerlichen Mar-
sche, an der Pescara an, und konnte dieser Fluss, da der
Feind die beiden Brücken über denselben abgebrannt hatte,
nur mit grosser Mühe passirt werden, indem die Truppen, bis
an die Brust im Wasser, denselben durchwateten.
Der Feind wurde weiter gegen Capua verfolgt.
Den 18. rückte die Division Mohr in das Lager zwi-
schen Calvi und Sopranese und später, noch an demselben
Tage, bis Casalanza, wo sich das Hauptquartier des comman-
direnden Genorals Baron Bianchi befand. — Murat setzte
seinen Kückzug bis an den Volturno fort; hinter diesem
Flusse, und bei Capua, wollte er seine Corps versammeln ;
doch waren ihm von seiner ganzen Armee nur 8000 Mann
geblieben. Am 18. war auch eine englische Flotte vor Neapel
erschienen , welche die Königin zur Auslieferung der Flotte
zwang. Murat übergab das Commando der Armee an C a-
rascosa und eilte selbst nach Neapol. In des Königs Ab-
wesenheit schloss General Carascosa am 20. Mai mit Fold-
marschall - Lieutenant Bianchi eine Militär - Convention,
welche nebst einem Waffenstillstände , die Uebergabe des
Königreiches Neapel — mit Ausschluss Gaeta's, Ancona's und
Pescara's — an die Oesterreicher stipulirte.
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TOII
Hiemit war der Feldzug in Italien vorläufig, — durch
Napoleon' s Niederlage am 18. Juni bei Waterloo und
deu darauffolgenden zweiten Pariser Frieden, erst definitiv,
beendet.
Die Oesterreicher occupirten nun das ganze neapolita-
nische Gebiet ; schon am 21. rückten die kaiserlichen Truppen
iu Capua eiu, und am 22. Mai setzte die Division Mohr
ihren Marsch nach Apulien fort, wo das 48. Regiment am
31. desselben Monates in Foggia eintraf.
Ein Tbeil der im Neapolitanischen stehenden kaiserlichen
Truppen, wurde später zur Occupations - Armee nach Frank-
reich abgesendet ; auch das 48. Infanterie-Regiment wurde hiezu
gewählt und erhielten Anfangs Juli beide Bataillone des Re-
giments den Befehl, nach Neapel zu marschiren, wo sie am
12. Juli eingetroffen, mit 2 Jäger- Bataillonen, l Bataillon
■ t Mml' Grenzer, 1 Piounier-Compagnie, 1 Division König von Eng-
land-Huszaren und 1 Cavallerie-Batterie auf 68 Transpurts-
Fahrzeugen (meist gemietheten Kauffahrtei-Schiffen) einbarkirt,
und unter Leitung eines englischen Linienschiffes nach einer
12tägigen glücklichen Fahrt, am 24. zu Villafranca und Nizza
an'.- Laud gesetzt wurden.
Nach kurzer Rast marschirten beide Bataillone über den
Grenzfluss Var nach Sudfrankreich, trafen am 26. in Cannes
ein und vereinigten sich dort mit dem Regimentsstabe und
Anku-n a« dem 2. Bataillone. Wie schon erwähnt, hatte das 2. Bataillon
HM.ta.kNiA. vor Ausbruch des Feldzuges 1815 sich neu augmentirt und
*&. Juli ISIS.
war, während das 4. Bataillon als Besatzung in Legnago zu-
rückbleiben musste, unter Führung des Regiments-Coraman-
danten Obersten Dressery am 1. Juni von Mantua nach
Bologna, dann aber, vom 20. Juni ab, auf der Strada Emilia,
über Alessandria und den Col di Tenda nach Cannes mar-
sch irt, wo es am 25. Juli eingetroffen war.
nESSmE* au nun aus ^ Bataillonen bestehende Regiment bezog
«,.<i £i.™«u, <««c al itonirungs-Quartiere zu Aix, Nismes, Loriol und Concur-
j«h w. oc tob .r renz Die Grenadier-Division des Regiments, unter Commando
des Obersten Faber von Hessen-Homburg Infanterie Nr. 19
hat zwar an dem Feldzuge 1815 im Armee-Corps des Gene-
rals der Cavallerie Frimont inSüdfrankreich Antheil
genommen, jedoch keine Gelegenheit gehabt, einer feindlichen
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Affaire beizuwohnen. Dieselbe cantonirte mit Theilen der 11
Occupations-Arinee in der Umgegend von Lyon.
Nach Abschluss des zweiten Pariser Friedens, der erst*';"; «,
am 20. November zu Stande kam, wurde ein Theil der Occu- Nu " m
pations-Truppen in die k. k. Staaten zurückverlegt. — Auch
das 48. Regiment Simbschen*), das im November 1815
•) Simbschen, Josef Anton Freiherr von, Feldzeugraeister,
geheimer Rath, Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, war zu Siebendorf
in Siebenbürgen im Jahre 1745 geboren. Sohn eines Majors, betrat
Simbschen im 16. Lebensjahre als Cadet bei Puebla- Infanterie die
militärische Laufbahn und avancirte nach Jahresfrist zum Lieutenant
bei Szechen y-IIu&zaren.
Vielseitig gebildet, Hess sich Simbschen in mannigfachen
Stellungen zur besonderen Zufriedenheit verwenden. Nachdem er den
bairischen Erbfolgekrieg als Hauptmann im Gencralstabc mitgemacht
hatte und nach dem Teschner Frieden zum Ottotfaner-Regimente
Obersetzt wurde, ernannte ihn Kaiser Josef im Juni 1783 zum Major
und Marine-Commandanten in Zengg, wo er mehrere Jahre an dem
versuchten Aufschwung der neuen Schöpfung wirkte.
Der TQrkenkrieg bedingte Simbschen 's erneuerte Eintheilung
in den Generalstab, wo er mit unermüdeter Thäti^keit und Umsicht
seinem Commandirenden zur Seite stand, und in Würdigung der be-
sonderen Verdienste, in rascher Folge zum Oberstlieutenant und Oberst
befördert wurde. Er kam dann auf kurze Zeit in das erste Banal-
Grcnz-Regiment , beim Ausbruch der Revolutionskriege aber wieder als
Gcneralstabs-Chef zum Feldzeugraeister de V i n s, der ihn im Türken-
kriege kennen gelernt und mit grossem Vertrauen ausgezeichnet hatte.
Kurz vor seiner Beförderung zum Generalmajor, war ihm bei der Ein-
nahme der Verschanzungen im Genuesischen am 24. Juni 1795 die
Gelegenheit zur Auszeichnung günstig, da er die erste Colonne an der
Meeresküste führte, die Stellung am Torrente Giuliano behauptete und
zu ihrer Sicherung Truppen dahin dirigirte.
Im September 1799 avancirte Simbschen zum Feldmarschall-
Lieutenant und wurde bald darauf Inspector der deutschen Reichs-
truppen.
Die Erfahrungen, welche sich der kenntnissreiche Officier, der
noch den siebenjährigen Krieg mitgemacht — durch eine Reihe von
Jahren gesammelt hatte, erwiesen sich im Jahre 1806, wo er in der
Schlacht von Caldiero den rechten Flügel commandirte, von tiefein-
greifenden Folgen.
Seine Truppen zählten 8 Infanterie- Regimenter, 5 Bataillone
Grenzer und 8 Schwadronen Huszaren. Sie hatten unter Simbschen's
Leitung die ausgedehnten Verschanzungen in der Stellung bei Caldiero
von Belfiore die Porcilc bis lllasi erbaut, und wurden durch mehr als
einen Monat mit der Lage der Position so gründlich vertraut gemacht,
dass sie bei eintretender Verteidigung alle Vortheile des Terrains zu
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AboMnch web in der Person des Feldmarscball-Lieutenants Baron R a d i v o-
Otirr-Iulleo. (i»r
ui ü'"rt'"Jr»T. n * j v i c h einen ueuen Iuhaber erhielt, rückte nach Ober-Ita-
s U vi,r. hi. D«».r.]j )>n ^ wo ( j ftr £ t;jh m j t j eB1 | lt U( } 2. Bataillon in Verona,
(1ms ;». Bataillon in Palua und die Grenadier-Division in Mai-
land einrückten, während das 4. Bataillon sich aufzulösen und
seine Officiere au die übrigen Bataillone abzugeben hatte.
Mit dem Eintreffen in diesen neuen Garnisonen schloss
eine ereigniss- uud ruhmreiche Epoche des Regiments, das
durch 16 Jahre an allen Kämpfen der Napoleonischeu Aera,
in Schlachten uud Gefechten häufig hervorragenden, immer
aber ehrenvollen Antheil genommen hatte. — In den eisigen
Gefilden Russlands, in Polen, Deutschland, Frankreich
und Italien wehten seine siegreichen Fahnen, und der weite
Raum zwischen dem mittelländischen Meere, der Saale und
dem Niemen, zwischen der Seine und der Adria umschliesst
die Gräber seiner tapferen Söhne, die den Ruhm des Regi-
ments mit Blut und Leben erkaufeu halfen.
Es war eine grosse Zeit! Eine unvergleichliche Zeit er-
habenster Anstrengungen, — gross in ihren Zielen, gross in
benützen verstanden, und jeder Abtheilungs-Commandant über seine
Obliegenheit vollkommen unterrichtet war. Diese aus mehreren ge-
schlossenen Redoutcn, Flechen und Laufgräben gebildete Stellung
wurde dem Feldmarschall-Lieutenant Simbschcn von dem Flügcl-
Commandanten der Armee, General der Cavallcric Grafen Bellegardc
am 28. Octobcr zur Verteidigung anvertraut und durch vier Tage mit
einer so heldenmüthigcn Ausdauer behauptet, das Erzherzog Carl in
der Relation vom 17. November dem Feldmarscball - Lieutenant und
seinen Truppen für die bewiesene Tapferkeit das höchste Lob zollte.
General Molitor, der sich vergebens in Angriffen gegen die
Verschauzungen erschöpfte, beschloss eine Umgehung des österreichischen
rechten Flugeis, indem er das auf domiuirender Höhe liegende Dorf
Colognola mit dem 60., 5. und 23. Regimente zu erreichen trachtete.
General Simbschen dieses Vorhaben gewahrend, sandte rasch Truppen
nach Colognola, und führte mit 3 Bataillonen gleichzeitig einen Angriff
gegen Flanke und Rücken Molitor's aus, der desscu Truppen in
Verwirrung und zum Rückzüge brachte. General Molitor musste sich
mit Verlust von 500 Todten, 1000 Verwundeten, 500 Gefangenen und
3 Fahnen nach Ca dell'ara zurückziehen.
Für diese That erhielt Simbschcn den Maria-Thcresicn-
Orden.
1809 zum Feldzeugmeister befördert, wurde er Präsident des
Appellations-Gerichtes, 1810 Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, und
starb zu Wien.
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ihren Resultaten; — eine unerschöpfliche Quelle herrlichster
Erinnerungen für den Soldaten! Voran, die in dämonischer
Grösse leuchtende Gestalt des grossen Corsen, der gewaltig
wie der Kriegsgott selber in die Geschicke der Menschen ein-
griff, der Throne stürzen und Kronen verschenken durfte;
um ihn her die strahlenden Helden alle, die gegen und für
ihn gekämpft!
Welche Fülle von Patriotismus, von Todesverachtung
und Selbstverläugnung in allen den Tausenden und Tausen-
den von Kriegern, die in den ruhmreichen Thaten zweier De-
cennien Erinnerungen und nachahmungswürdige Beispiele für
zwei Jahrtausende häuften, und der Nachwelt Probe und
Massstab gaben für die ganze Grösse dessen, was vereinte
Kraft und Kriegertugend zu leisten vermögen!
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Mta* Nr. *. Beilage Ar. 8.
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1815 in Mittel- und
Unter-Italien.
Ueberfall bei Jflrandola. 10 April 1815.
Todt — 2
Verwundet — 15
Gelangen 1 17
Zusammen . . 1 34
Gefecht and Erstürmung Ton Carpi. 11. April 1815.
Todt - 8
Verwundet 1 18
Vermisst . . . — 3
Zusammen . . 1 2!)
Schlaeht ton Toleutino. 2. und 3. Mal 1815.
Todt 1 20
Verwundet 3 99
Gefangen - 1
Vermisst — 20
Zusammen . . 4 140
(iesainmt- Verlust Im Feldzuge 1815 In Italien. . 6 203
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1810-1821.
Die ersten friedlichen Jahre, welche den Kriegen der v****««*
napoleonischeu Aera folgten , brachten für das Regiment " ,ch u » ,B « ,i< "'
* D ' ° M»l INI« bl.Orli.l
unangenehme Verhältnisse, indem dasselbe die Bestimmung mt -
erhielt, in Dalmatien einen Pest-Cordon längs der türkischen
Grenze zu ziehen.
Vorerst hatte das 3. Bataillon aus Padua allein diesen
Dienst zu übernehmen; am 13. December 1815 verliess das-
selbe sonach seinen Garnisonsort, und marschirte nach Venedig,
um dort am 20. December zur Ueberfahrt nach Zara einge-
schifft zu werden, wo es am 10. Jänner 1816 eintraf. Der
Cordon wurde Anfangs längs der Kerka bis Zara vecchia,
später jedoch vom Triplex-Confinum über Bielibreg, Kamensko
bis zum Fort Opus an der Narenta bezogen.
Die Hartnäckigkeit und fortschreitende Ausbreitung der
Seuche hatten zur Folge, dass noch zwei Bataillone des Regi-
ments nach Dalmatien beordert wurden.
Am 27. Mai 1816 rückte das Regiment mit dem 1. und
2. Bataillon von Verona nach Venedig ab, wurde daselbst am
5. Juni eingeschifft, und lief am 13. im Hafen von Zara ein.
Drei Compagnien mit dem Regiments-Stabe blieben dort
als Besatzung, die übrigen Compagnien besetzten die bis nun
vom 3. Bataillon innegehabte Postenkette; wogegen letzteres
im Monate August nach Ragusa abging, um dort den gleichen
Dienst an der türkischen Grenze zu versehen.
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Das 4. Bataillon war schon im November 1815 aus
Italien nach Körinend in Ungarn marschirt, wo dasselbe auf-
gplöst, die Officiere und ein Theil der Mannschaft in die drei
übrigen Bataillone eingetheilt, der Rest aber auf Urlaub ge-
setzt worden war.
In diesen Aufstellungen blieb das Regiment bis zum
Jahre 1819.
,"!3Y%*£. Im OctobiT 18,9 wurde das Regiment durch Prinz
örttlT"«». Hessen-Homburg Infanterie Nr. 19 auf dem Cordon ab-
gelöst, und kehrte mit dem Stabe und den zwei ersten Batail-
lonen zur See nach Italien zurück.
Ein Theil der Transportschiffe wurde durch stürmische
Witterung verschlagen und die Landung verzögert, so dass
sich das Regiment erst am 15. November in Padua wieder
vereinigte.
feÄ'iÄ. Das 1. Bataillon wurde nach Mantua, das 2. mit dem
t Kegimcntsstabe nach Brescia verlegt.
Das 3. Bataillon war schon im Mai 1819 als Besatzung
r.b„.ri«i. . q Cattaro eiQgerüci^ un( ] verblieb dort auch nach dem Ab-
märsche der ersten zwei Bataillone.
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1821.
Im Feldznge in Neapel.
Zu Boginn des Jahres 1821 war in Neapel eine Militär-
Revolution ausgebrochen; es wurde eine Constitution procla-
mirt, der vollständige Anarchie folgte. Der Congress zu
Laibach beschloss zur Wiederherstellung der Ordnung die be-
waffnete Intervention, und wurde Oesterreich mit Ausführung
derselben betraut.
Demgemäss sollte eine Armee von 50.000 Mann unter
dem General der Cavallerie Baron Primont in Neapel ein-
rücken; diese Armee hatte aus 5 Divisionen zu bestehen, von
denen drei das Centrum zu bilden hatten; in einer dieser
Centrums-Divisionen uuter Feldmarschall-Lieutenant Prinz v.
Hessen - Homb urg und in der Brigade Generalmajor
Söldenhofen fand das 48. Regiment Radivojevich seine
Eintheilung.
Am 8. Februar 1821 brach dasselbe mit dem 1. und 2.
Bataillon aus Mantua und Brescia auf, passirte im Divisions-
Verbande am 11. Februar den Po bei S. Benedetto, und mar-
schirte über Modena nach Bologna; überschritt Mitte Februar
in einigen sehr beschwerlichen Märschen die Apenninen, und
traf ohne Kampf mit der westlichen Colonne der Armee am
16. März in Rom ein, wo das Regiment nördlich der Stadt,
an der Tiber bei Ponte Molle, ein Lager bezog.
Indessen hatte dio östliche Colonne der Armee unter
Feldmarschall-Lieutenant Baron Mohr bei Rieü ein sieg-
140
» OT1 - reiches Treffen gegen die Neapolitaner unter P e p e bestanden,
und verfolgte dieselben über Antrodocco durch die Abruzzeu;
das Rebellenheer ging alsbald in vollständige Auflösung über,
während sich beide Colonnen der österreichischen Armee nun-
mehr concentrisch gegen Capua bewegten, um, mit Besitz-
nahme dieser Stadt, des Aufstandes Wurzeln zu erfassen.
Die westliche Colonne unter Frimont selbst, Hess eine
Besatzung in Rom zurück, bei welcher auch das 1. Bataillon
des Regiments eingetheilt wurde, während das 2. Bataillon
mit der Division Hessen-Homburg den Marsch gegen
Capua fortsetzte, wohin später auch das 1. Bataillon des Re-
giments folgte
Als die ganze österreichische Armee vor Capua vereinigt
war, wurde diese Stadt und Festung mittelst Convention am
21. März von den Neapolitanern übergeben; das 1. Bataillon
des Regiments besetzte Sta. Maria da Capua, während die
Armee sich gegen Neapel wendete, wo sie am 24. März unter
dem Jubel der Bevölkerung, deren ordnungs- und friedliebender
Theil sich weitaus in der Majorität befand, einen feierlichen
Einzug hielt. Das 2. Bataillon nahm an diesem für die öster-
reichische Armee ebenso ehrenvollen als freudenreichen Ein-
märsche Theil. Das 1. Bataillon raarschirte erst Ende Monats
von Sta. Maria da Capua ab, traf am 3. April in Portici ein,
und bezog in Torre del Greco und Torre Annunciata Canto-
nirungs-Quartiere.
Der Division Feldmars chall - Lieutenant W a 1 1 m o d e n
wurde die Pacificirung des Landes übertragen, und hatte das
>i„.rj.iffunK »«eh Regiment Radivojevich an derselben Theil zu nehmen,
». m.i ism. indem es in die Brigade Generalmajor v. Rötsey*) eingetheilt,
*) Generalmajor Adam Rötsey de R6tse zu Särd bei Magyar
Igen in Siebenbürgen 1775 geboren, trat mit dem Bataillon des Regi-
mentes Samuel Graf Gyulai Nr. 32, bei der Neu-Erricbtung des Re-
giments Nr. 48. in dasselbe, machte bis zum Jahre 1809 alle Kämpfe
dieses Regiments mit, wurde bei Magnano 5. April 1799 verwundet und
avancirte bei V u k a s s o v i c h-Infanterie bis zum Hauptmann.
1809 zum Major befördert, trat er 1812 als Oberstlieutenant in
das Regiment Hieronymus Golloredo Nr. 33, wurde 1813 Comraan-
dant dieses Regimentes und erwarb sich in der Division Feldmarschall-
Lieutenant B i a n c h i in der Schlacht bei Leipzig beim Sturme auf
Dölitz, den Theres ien-Orden.
Rttsey machte den Feldzug 1821 in Neapel als Brigadier mit
und blieb bis zum Jahre 1826 in dieser Stellung zu Palermo, wurde
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141
und im Hafen vou Neapel am 29. Mai nach Palermo einge- um-
schifft wurde.
Den 31. früh Morgens war die Küste Siciliens in Sicht,
gegen Abend erfolgte die Ausbarkirung.
Das l. Bataillon, befehligt vom Major von Kuben- °£^ ü ,n
dunst, verblieb in Palermo als Besatzung, das 2. und der b »] A *»{, , J*^
Stab unter Ccmmando des Obersten Leszczynsky, nach
Trapani bestimmt, rückten am 4. Juni dort ein, und ver-
blieben daselbst bis zum 27. September, an welchem Tage
das 2. Bataillon, vom Regimente Kaiser Infanterie abgelöst,
nach Palermo zurückmarschirte.
Hier blieb das Regiment nunmehr vereint als Garnison
bis zur gänzlichen Räumung Siciliens durch die österreichischen
Truppen im Jahre 1826.
später Feldmarschall-Lieutenant and Inhaber des 2. Infanterie-Regi-
mentes. — 1831 bei der Intervention in der Romagna thätig, erhielt er
1839 die Stelle eines commandirenden Generals in Galizien, die er durch
7 Jahre versah, wofür er zum Feldzeugmeister und geheimen Rath,
sowie zum 2. Capitän der ungarischen Leibgarde ernannt wurde.
Im Jahre 1848 am 3. October zum ungarischen Minister-Präsi-
denten ernannt, contrasignirte er jene kaiserlichen Manifeste, welche
Ungarn in Kriegszustand erklärten und den Banus mit dem Oberbefehle
der Truppen in jenem Kronlande betrauten.
Von den Ungarn gefangen genommen und längere Zeit in Ge-
wahrsam gehalten, wurde Retsey im Jänner 1850 bei Auflösung der
Garde nach 61jähriger Dienstleistung pensionirt, und starb zu Wien am
26. October 1852, den Ruf eines ausgezeichneten Soldaten, — eines
wahren Patrioten und treuen Anhängers der Dynastie — hinter-
lassend.
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1822-1830.
Option »on Am 12. Jänner 1822 sollte ein Aufstand von Seite eiui-
!«*» i.i. Aprii isM.ger unzufriedener Landgemeinden gegen die sicilianiscbe Re-
gierung und dio dieselbe unterstützenden Oesterreicher statt-
finden, wobei die Aufrührer, den später öffentlich bekannt ge-
gebenen gerichtlichen Acten zufolge, eine zweite sicilianiscbe
Vesper in Scene zu setzen beabsichtigten ; die gesammte öster-
reichische Mannschaft wollte man an einem Tage mittelst
der ausgetheilteu Lebensmittel vergiften, sich aller Officiere
durch üeberraschung und Gewalt bemächtigen, und diese
durch Mord einzeln bei Seite schaffen.
Zum Glücke für die Truppen kamen die Behörden die-
sem Projecte noch bei Zeiten auf die Spur; die Verhaftung
des grössten Theiles der Verschworenen, die Hinrichtung von
9 der Schuldigsten, die Verurtheilung der Uebrigen zu länge-
rer oder kürzerer Haft, vereitelten den Plan und hatten die
Entwaffnung nicht nur der Hauptstadt, sondern auch der gan-
zen Insel zur Folge.
Zur Vollziehung dieser Entwaffnung wurden mehrere
mobile Colonnen gebildet, welche, von königlichen Com-
missären geführt, das Innere des Landes durchzogen.
Die von allen österreichischen Truppen stets beobachtete
strenge Mannszucht, die gute Haltung derselben, die humane
Behandlung der Landesbewohner von Seite der Officiere und
der Mannschaft, verschafften alsbald allen Abtheilungen des
kaiserlichen Heeres bei den Insulanern hohe Achtung und
Sympathie, die sich in der Folge noch steigerte uud bei jedem
Anlasse kundgab.
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Am 2. October 1822 verlor das Regiment in Palermo »-*
seineu tapferen Obersten v. Leszczynsky durch den Tod,
und übernahm der zum Obersten ernannte Oberstlieutenant
Kaufmann vom Regimente E s z t e r h ä z y Nr. 32 das Com-
maudo desselben.
Im Monate April 1823 marschirte das 3. Bataillon nach X mSS&£'r<m
einer mehr denn 7jährigen Garnisonirung in Dalmatien von 1 """"r""
Cattaro nach Raab, von wo es am 28. August als Garuison Apn " Ma -
nach Comorn abging.
Im Beginne des Jahres 1826 wurde die Räumung der
nunmehr vollständig pacificirten Insel Sicilien beschlossen, und Ki B «ddn»i dM
hatten daher sämmtliche dort befindliche Truppen (das R^'- |,K "{x^^" k
ment Radivojevich Nr. 48, das Infanterie-Regiment Kai- ^^^^T"
ser Nr. 1, das 3. Bataillon von Kaiser Alexauder Nr. 2,
das 11. Jäger-Bataillon und eine Abtheilung Kaiser-Chevaui-
legers) nach Neapel zu übersetzen.
Das Regiment wurde am 9. April 1826 im Hafen von
Palermo eingeschifft und am 12. desselben Monats in Neapel
an's Land gesetzt.
Von hier setzte sich der Regiments-Stab mit dem 1. Ba-
taillon am 21. und das 2. Bataillon am 24. April in Marsch,
um nach einem mehr als 5jährigen Aufenthalte im König-
reiche beider Sicilien in die k. k. Staaten zurückzukehren.
Am 3. Mai traf das 1., den 6. Mai das 2. Bataillon in
Rom ein.
Seine Heiligkeit der Papst Leo XII. dehnte das bereits Ank» n n »««j
abgelaufene Jubeljahr auf die in diesem Zeiträume durch die dc "
Hauptstadt der Christenheit marschirenden, österreichischen
Truppen aus; beide Bataillone des Regiments waren im Pa-
laste der Basilica des heiligen Johannes Lateranensis unter-
gebracht. Nachdem sämmtliche Katholiken ihre Andacht ver-
richtet hatten, wurde dem ganzen Regimente von Sr. Heilig-
keit unter grossem Gepränge und glänzender Assistenz der apo-
stolische Segen ertheilt.
Nach dieser Ceremonie hatte das Officierscorps die Ehre,
vom Papste empfangen zu werden.
Zur Erinnerung an diese Feier und die Anwesenheit des
Regimentes in Rom wurden dem Regimente von Sr. Heilig-
keit zwei silberne Porträt-Medaillen, welche eine auf diese
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w»-i«o. Ereignisse Bezug habende Inschrift tragen, zum Geschenke
gemacht.
Der Stab und das 1. Bataillon trafen am 30. Mai in der
Friedensstation Cremoua, das 2. Bataillon an demselben Tage
uamboo i n in Mantua ein. Von Cremoua aus wurde auch Pizzighet-
I f ;:i im UD<1
Br.«u. ^QQg besetzt. Nach mehrfachem Wechsel der Bataillone uuter-
Junl IHM bl.
Meisau, einander traf im Jahre 1829 ein Bataillon von St. Juhen-In-
fanterie Nr. 61 in Mautua ein, und trat daher das 2. Bataillon
am 1. Juli von dort seinen Marsch nach Cremona an; nach
3monatlichem Aufenthalte daselbst bekam es mit dem Regi-
ments-Stabe die Bestimmung als Garnison nach Brescia, von
wo es ein Wach-Detachement mit einem Officier in der Berg-
feste Rocca d'Anfo am Idro-See unterhielt.
Den 16. August d. J. fand nach dem am 15. Juli zu
K« a g ^?» B * n o'hib.r. Verona erfolgtem Ableben des Regiments-Inhabers und Com-
l * A " , " , ' ,8W - mandirenden im lombardisch-venetianischen Königreiche, Feld-
marschall-Lieutenant Radivojevich, die Verleihung des
Regiments an den General-Major Gollner von Goldnen-
fels statt, welchen Se. Majestät der Kaiser mittelst Aller-
höchster Entschliessung vom 17. December 1829 zum Feld-
marschall-Lieutenant und Di visionär in Mailand ernannte*).
ji v .rh„.ch Die italienischen Staaten schienen seit der 1821 nieder-
geschlagenen Revolution vollends beruhigt.
*) Gollner von Goldnenfels Alois, Sohn eines Officicrs, zu
Fiutnß 1772 geboren, zeichnete sich schon in der Schlacht bei Jemappes
6. November 1792, wo er zweimal verwundet wurde, aus. Als Lieutenant im
Wurmser 'sehen Freicorps 1795, wurde er abermals schwer verwundet,
avancirte in Folge seiner besonderen Verwendbarkeit rasch, war 1805
Gcneral-Commando-Adjutant in Wien, 1809 Major und Corps-Adjutant
beim Reserve-Corps des Fürsten Liechtenstein, und zeichnete sich
obwol verwundet — durch seine fortgesetzte heroische Thäiigkeit
beim Sturme auf Esslingen dergestalt aus, dass er zum Obersten be-
fördert wurde und den Theresien-0 rden erhielt. — Beim Abmärsche
der Armee nach geschlossenem Waffenstillstände bei Znaym, als Feld-
marschall Fürst Liechtenstein das Armee-Conimando übernahm, wurde
Gollner dessen General- Adjutant.
1810 in den Freiherrnstand erhoben, avancirte er 1829 zum Feld-
marschall-Lieutcnant und wurde Divisionär in Mailand bis er im Jahre,
1834 nach 43jähriger Dienstzeit in den Ruhestand trat. — Seit 1H29
Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, starb Baron Gollner am 6.
März 1844 in Wien.
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Der Hofkriegs-Rath beschloss daher, aus Ersparungs-
Gründen , mehrere in entlegenen Provinzen garnisonirende
Regimenter, ihren Werbbezirken näher zu bringen.
In dieser Absicht traf auch das Regiment G o 1 1 n e r der
Befehl, mit beiden Bataillonen und der Grenadier-Division,
welche in Mailand mit den Divisionen der Regimenter Nr. 34
und 52, das Grenadier-Bataillon Oberstlieutenant Wania ge-
bildet hatte, nach Niederösterreich abzumarschiren.
Das 2. Bataillon machte dem in seinen Werbbezirk ein-
gerückten Regimente Haugwitz Nr. 38 in Brescia Platz,
und vereinigte sich mit dem über Mantna herangekommenen
1. Bataillon in Verona; das vereinte Regiment setzte dann am
24. Mai seinen Marsch über Treviso, Udine, Pontafel, Klagen-
furt und Judenburg fort , und erreichte am 3. Juli Wr.-Neu- o.™*. „ ■„
stadt, von wo der Regiments-Stab mit 4 Compagnien des 2. Ht W ™i',Twi™
• ° r ° »ml darurrvn«.
Bataillons nach St. Pölten verlegt wurde, und am 9. Juli«»" ^^»i-r
dortselbst eintraf.
Die 5. Division, sowie die Grenadier-Division, welche dem
Regimente gefolgt war, kamen nach Wien, das 1. Bataillon
hingegen in die Umgebung der Residenz nach Laxenburg,
Mödling und Petersdorf als Garnison.
Die Pariser Juli-Revolution entzündete allerorts unzu-
friedene Gemüther und der GährungsstofF, der sich unter den
Bevölkerungen grosser Städte stets reichlich angehäuft findet,
brachte auch in Wien die Leidenschaften der social-demok ra-
tischen Partei zum jähen Aufwallen, das sich in stürmischen
Auftritten Luft maehte.
Das Benehmen eines Zollbeamten, der einem armen Weibe Volk'tntntill In
für eine unbedeutende Quantität des bei ihm vorgefundenen SO. Aufuat IS30.
Mehles, bei der Lerchenfelder-Linie mit roher Gewaltthätigkeit
die Verzehrungssteuer abnahm, war Anlass, dass das erbitterte
Volk, sich zu Tausenden gegen die Finanz-Aufseher zusammen-
rottete, und die zur Herstellung der Ruhe herbeigeeilte Caval-
lerie-Bereitschaft des 5. Kürassier-Regiments Auersperg mit
Pflasterstein-Würfen empfing, wobei mehrere Kürassiere ver-
wundet vom Pferde stürzten.
Das Volk tobte und wflthete in den drohendsten Aus-
drücken ; zugleich ertönten laut von allen Seiten die Aulforde-
rungen: „den Parisern gleich, alle Behörden zu vertreiben - ,
worauf die Zollamts-Gebäude, aus welchen sich die Beamten
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bereits geflüchtet hatten, geplündert, sämnatliche Thüren und
Fenster, sowie alle Möbel zertrümmert, und mit den Steinen
des aufgerissenen Strassenpflasters Barrikaden gebaut wurden.
Der Tumult hatte seinen Höhepunkt erreicht, als um
10 Uhr Abends Hauptmann Hennersdorf mit der im
Josefstädter Transporthause bequartirten 10. Compagnie des
Regiments, Befehl erhielt, einzuschreiten.
Dem ebenso energischen als geschickten und besonnenen
Benehmen dieses Officiers und seiner Compagnie gelang es,
den erhaltenen Auftrag zu vollziehen, und ohne einen Tropfen
Bürgerblutes vergossen zu haben, die Ruhe herzustellen.
Hauptmann Hennersdorf Hess in einiger Entfernung
von der Linie im Angesichte der tobenden Masse die Gewehre
scharf laden, und rückte dann geschlossen, mit gefälltem Ba-
jonete ganz laugsam gegen das Centrum des Volksknäuels
vor. Nur allmählig und mit vieler Mühe gelang es ihm Raum
zu gewinnen, indem die empörte Volksmasse mehr dem be-
schwichtigenden Zureden, als der physischen Gewalt wich, bis
endlich das Linien-Thor erreicht und besetzt wurde.
Um nun das Volk zu zerstreuen, und die Umgebung des
Zollhauses zu säubern, detachirte Hauptmann Hennersdorf
gegen jede der nach der Linie führenden drei Strassen je einen
Zug, welchen Abtheilungen es gelang, allerdings nicht ohne
Schwierigkeiten, und erst nach wiederholten Anschlagen der
Gewehre und Verhaftung der Wüthendsten, die Strassen auf
einige Hundert Schritte im Umkreise des Linien-Amtes frei
zu machen, und die grösste Zahl der Tumultuanten bis Mitter-
nacht zu zerstreuen.
Von dem revolutionären Fieber, das der Pariser-Aufstand
in Europa verbreitete, ergriffen, erhob sich im September
Belgien, im November Polen, und zeigten sich auch in Italien
staatsgefährliche Symptome; Truppenverstärkungen wurden
daher in das Lombardisch -Venezianische entsendet, und ver-
x.r.ch n .rh Hess auch das Regiment seine bisherigen Garnisoneu, um vor-
Sic i * nii nrk
f»pt« 0 .iKr »»so. läufig nach Steiermark zu rücken, wo im September der
Regiments-Stab mit dem 2. Bataillon in Graz, das 1. Bataillon
in Cilli eintrafen; von letzterem wurde die 5. und (>. Com-
o«™i...„ in o™. pagnie nach Neustadtl iu Krain detachirt, um den verwegen«!
s-pul'!".'^, Unternehmungen einiger über die Grenzen eingeschlichenen
Räuberbanden ein Ziel zu setzen.
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>
1831.
Nachdem für das Jahr 1831 die ungarischen Stände wr^*..«^
Completirung ihrer Regimenter 20.000 Rekruten mit einer*» w»«^ «*■
10jährigen Capitulation laudtagsmässig bewilligt hatten, er-
folgte im Februar und März deren Aushebung, wovon beinahe
2000 dem Regimente sowohl aus den eigenen Werb-Comitaten
Oedenburg, Eisenburg und Zala, als auch aus dem Somogyer
Comitate zufielen.
So war das Regiment nuu im Stande, sich den Aller-
höchsten Bestimmungen gemäss auf einen Stand von 200 Ge-
meinen per Compagnie zu setzen, und nach Anordnung des
k. k. Hofkriegsrathes aus den Halb-Invaliden eine Reserve-
Division mit l. April aufzustellen. Diese übernahm nun
in Oedenburg, wo sich auch seit dem Jahre 1822 die Rech-
oungs-Kanzlei befand, die Geschäfte des gleichzeitig aufge-
lösten Werb-Commandos.
Während nun das Regiment die Abrichtung der nenge- 'S?'* 1 ."**
gestellten Mannschaft in Rücksicht auf die zu gowärtigenden *>■ Mi ™ '*»
ernsten Ereignisse auf das Eifrigste betrieb, brachen in dem
nach Nationaleinheit strebenden Italien zuerst in Modena,
dann in Bologna und den römischen Delegationen, zuletzt auch
in Parma sehr ernste Unruhen aus.
Das Regiment G oll n er, welches schon beim Einnicken
in Steiermark im Falle des Bedarfes zur Disposition des Com-
mandirenden der Armee in Ober-Italien stand, und mit dem
vollständigen Feldiuateriale, Fuhr- und Packwesen ausgerüstet
war. bekam gleichzeitig, als die Nachricht einlangte, dass
österreichische Truppen Modena, Ferrara und Parma besetzten,
Befehl, mit den beiden Bataillonen nach Karnthen zu rücken.
Der Regimentsstal). welcher mit, 4 Compaguien des
2. Bataillons am 20. März von Graz über Marburg aufbrach,
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"'^'rTJId iJ* &m m ' t dem l' Bataillon nach Klagenfurt; 4 Compagnien
Klftgctlftirl und im
U bb wmmi.^ 8 ^. Bataillons (die (>. Division war schon einen Monat zuvor
von Graz uach Judenburg verlegt) erhielten Stationen im
Lavantthale, und zwar zu St. Andrä (7. Compagnie), Wolfs-
berg (9. und 10. Compagnie) und St. Leonhard (8. Compagnie).
°£"n SSSte Schon vor dem Ausmarsche aus Graz wurde der bis-
heiige Oberst Franz Kaufmann Edler von Frauens tein-
burg mit 9. März zum Generalmajor und Brigadier in Kla-
genfurt ernannt. An dessen Stelle kam der Oberstlieutenant
Heinrich Baron Wetzlar, von W a c q u a n t - Infanterie
Nr. 62, als Oberst und Regiments-Commandant zum Regi-
mente Nr. 48.
'Cord" Während Oesterreich durch Besetzung der insurgirten
m. juu «Mi. r ö m i sc h en Marken im Süden das moralische Uebel der Revo-
lution «an seine Grenzen zu bannen hoffte, drang im Norden
der Monarchie eine furchtbare Seuche, die asiatische Brech-
ruhr (Cholera) in Galizien ein, breitete sich mit ausserordent-
licher Rapidität in der Theisagegend aus und zog, auch aus
der Moldau und Wallachei eindringend, die Donau aufwärts.
Das schnelle Umsichgreifen dieses Uebels Hess wenig
Zeit zum Studium desselben, man glaubte daher, wie bei einer
anderen Epidemie, durch einen Militär-Cordon entgegenwirken
zu müssen.
Es wurde demgemäss, mindestens zur Sicherung der
deutschen Erbländer, längs der Westgrenze Ungarns eine
militärisch besetzte Sanitätslinie gezogen, in welche auch das
Regiment mit 2 Bataillonen am 20. Juli aus Kärnthen und
mit dem 3. Bataillon am 10. Juli von Raab her einzurücken
bestimmt wurde.
A««...ungd« Am L August war die Besetzung des Cordons, welcher
CbnlenvC'urdona.
•i. bis Anfangs November unterhalten wurde, vollendet.
Nach Auflösung des Cholera -Cordons marschirte das
3. Bataillon aus seinen zuletzt innegehabten Cordons-Stationen
nach Klagenfurt, wo es am 13. November einrückte.
Durch diese Verlegung in den Bereich des inneröster-
reichischen General-Commandos kam dieses Bataillon nach
einer zwölfjährigen Trennung wieder in den unmittelbaren
Verband des Regimeutes.
Das 1. und 2. Bataillon bezogen Mitte November Winter-
i^tu'iYrT^.Cantonirungen an der ungarischen Grenze.
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1832.
Das General-Commando in Graz fand beim Beginne dos «"»••»» «■«'"-
C und Cilli.
Frühjahres 1832 behufs besserer Unterkunft der Truppen noth-**™ «■ *•» ,M »
wendig, bei dem 1. und 2. Bataillon des Regimentes eine Dis-
locations - Veränderung vorzunehmen, und demzufolge das 2.
Bataillon aus seiner bisherigen Wintorcantonirung an der
ungarischen Grenze, am 20. März nach Graz, und das 1. Ba-
taillon nach Cilli zu verlegen.
Doch kaum war es dem Regimente vergönnt, die durch
den Dienst im Cholera - Cordon unterbrochene Ausbildung
der jungen Mannschaft wieder aufzunehmen, als die Ruhe
Deutschlands , namentlich Baierns , durch Umtriebe deutscher
Demagogen bedroht wurde, und die Bundesversammlung in
Frankfurt militärische Gegenmittel zu ergreifen beschloss.
Baiern hatte schon vorher den Feldmarschall Wrede
mit unbeschränkter Vollmacht und einer angemessenen Truppen-
zahl nach der Rhein-Pfalz entsendet; Oesterreich hingegen
einige Bataillone nach Vorarlberg geschoben, denen alsbald
ein entsprechend starkes Corps nachfolgen sollte.
Mitte Mai befand sich Se. Majestät der Kaiser Franzi,
für einige Wochen in Graz. Hier hatte Allerhöchst Derselbe,
aus Anlass einer stattgehabten Production des 2. Bataillous
mit der vortrefflichen Haltung und Manövrirföhigkeit der kaum
einjährigen Soldaten, die vollste Zufriedenheit ausgesprochen
und das Regiment Gollner in das Armee-Corps, das zur
Unterstützung der deutschen Bundesbeschlüsse in Vorarlberg
aufgestellt wurde, bestimmt.
Das 2. Bataillon mit dem Regiments-Stabe brach demnach aw«^..
am 27. Mai von Graz, das 1. am 30. von Cilli, das 3. am ™Th« iL...
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150
tva - 31. von Klagenfurt auf, und gelangten dieselben durch das
Puster-Thal, über den Brenner nach Innsbruck, von wo das
Regiment alsbald seinen Marsch nach Vorarlberg fortsetzte, um
dort der unter Comuiando des F. M. L. Baron Koudelka
sich fonnirenden Bereitschafts-Division einverleibt zu werden.
Il^'a'dvm", Das in Vorarlberg zuerst eingetroffene 3. Bataillon wurde
Ii 11 IIB
a.u.« Mi im» am 31. Juni in den Ortschaften Dornbiru, Wohlfurth, Lauter-
Mai i -■ i 1
ach, Hohenems, Götzis und Rankweil untergebracht ; das 2.
Bataillon cantonirte am 3. Juli in den nächst gelegenen und
Privaten gehörigen Klostergebäuden Mererau's, indessen das
1. Bataillon am 5. Juli in Bregenz einrückte, wo der Regiments-
Stab bereits früher eingetroffen war.
F. M. L. Koudelka hatte in Rücksicht der damaligen
schwierigen Verhältnisse, ausserordentliche Instructionen er-
halten, und wurde unmittelbar an den, zu Frankfurt am Main
versammelten, deutschen Bundestag gewiesen.
Die umfassenden militärischen und politischen Vorkeh-
rungen der Bundes-Versammlung genügten, um die drohende
Bewegung im Keime zu ersticken, ohne dass die traurige Not-
wendigkeit eines bewaffneten Einschreitens eintrat.
Die Truppen in Vorarlberg bewegten sich daher bald
in vollkommen friedlichen Verhältnissen und gaben sich mit
Eifer und Müsse der kriegerischen Ausbildung hin.
tta»»**«* Der herannahende Winter fand das Regiment noch in
IUI«. II. u. nirb °
ocJ^'im seiueu im Sommer bezogeneu Stationen; da jedoch das kleine
Vorarlberg für die Truppen der ganzen Division zu beschränkt«
Winter-Cautonirungeu bot, so wurde ein beträchtlicher Theil
der Truppen, unter diesem auch das 3. Bataillou, zum Ab-
märsche nach Tirol bestimmt.
Der Marsch dahin geschah divisionsweise, mit einem Tag
Intervalle.
Die 7. Division trat die Bewegung am 9. November an,
und wurde in's Ober-Innthal, von Landeck bis Nauders, die
8. Division nach Mals und Glums verlegt; die 9. Division kam
in das Vintschgau nach Schlanders zu stehen.
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1833-1840.
Nachdem die Passage über deo Arlberg wieder offen war, »m*«»*
rückte das 3. Bataillon aus seinen Winter-Cantonirungen in rtt ^'l' mj
Tirol wieder zum Regimente Dach Vorarlberg ein , und bezog
die Mererau bei Bregenz, wohingegen das 2. Bataillon in die
Ortschaften Lauterach, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und
Bludenz zu liegen kam.
Das Regiment verblieb von nun an bis zum Jahre 1840
in Vorarlberg, mit dem Stabe in Bregenz, während die ein-
zelnen Bataillone zu wiederholten Malen ihre Stationen
wechselten.
Die wichtigsten Ereignisse dieser siebenjährigen Epoche
sollen im Folgenden nur kurze Erwähnung finden:
Am 3. October 1835 marschirte das 3. Bataillon nach „* u "r h d «* s ;
Bataillon« nach
Brixen in Tirol, wo es den Wachdienst bei den fortificatorischen 0c *£™ lUi .
Arbeiten und Magazinen der im Baue begriffenen Franzensfeste
zu bestreiten hatte.
Der Stand der Compagnien wurde aus Anlass der einge-
tretenen friedlichen Verhältnisse, im Jahre 1837 vom Hof-
kriegsrathe auf 140 Gemeine herabgesetzt, und der Chargen-
Cadre vermindert.
Als Sc. k. Hoheit der Herr Erzherzog Franz Carl im££SX*!i5
October 1837 die Militär - Etablissements und die meist der
Vollendung sich nähernden Fortifications - Arbeiten bei Brixeu
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152
ObrrM Peter Kd
ler v. Mi'UlbnUnd,
,MT - inspicirte, war auch die äusserst beschwerliche Dienstleistung
des Bataillons zur Sprache gekommen, und sicherte Sr. k.
Hoheit demselben die baldige Ablösung zu.
An Stelle des 3. wurde in Folge dessen das 2. Bataillon
zur Versehung des Wachdienstes nach Brixen bestimmt, und
wurde der Wechsel dergestalt eingeleitet, dass das 2. Bataillon
den 13., 14. und 18. November divisionsweise von Bregenz
nach Tirol abging, indessen das 3. Bataillon in drei Marsch-
Echelons am 26., 27. November und 1. December über Inns-
bruck den Marsch nach Vorarlberg autrat, und an Stelle des
mittlerweile nach Bregenz verlegten 1. Bataillons die Canto-
uirung in der Mererau bezog.
An Stelle des mit der Beförderung zum General vom
Regimente scheidenden Obersten HeinrichPreiherrWetz-
lar von Plankenstein, wurde Oberstlieutenant Peter
Edler von Moulholand in das Regiment transferirt, und
bei gleichzeitiger Vorrückung zum Obersten auch zum Coruman-
danten desselben ernannt
MduMMahfMt Am 18. August hatte das 3. Bataillon an der feierlichen
SfrSSESSZ *u Schlusssteinlegung und Einweihung der neu erbauten Franzens-
feste, wobei Ihre Majestäten der Kaiser Ferdinand, die
Kaiserin und der gesammte Hofstaat gegenwärtig waren,
Antheil zu nehmen.
Die deutschen Verhältnisse Hessen durchaus keine Gefahr
mehr befürchten, und entfiel sonach auch die Notbwendigkeit
einer Bereitschaftstruppe in Vorarlberg.
Es wurde demnach die Brigade zu Vorarlberg aufgelöst,
und das 1. und 2. Bataillon nach Laibach , das 3. Bataillon
aber nach Pest bestimmt.
M. r .rh d« i. «.d Demzufolge trat das 3. Bataillon am 2. Mai, das 1. Ba-
i.rih„h°n«b 'taillon mit dem Regimentsstabe am 4. , beide aus Bregenz,
AKram und r«rl- n "
""das 2. Bataillon jedoch am 15. Mai aus Brixen, den Marsch
in die neuen Garnisonsorte an.
Das 1. und 2. Bataillon gingen durch Tirol, Kärnten,
Krain bis nach Laibach, wo der Regimentsstab am 7. Juni
eintraf und die Weisung erhielt, mit dem 1. Bataillon nach
Agram zu marschiren, das 2. Bataillon aber nach Carlstadt zu
dirigiren. "
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153
Hiernach trafen der Regimentsstab und das 1. Bataillon. o«r.L.<ni„
•-ml t ml
•itii 17. Juni in Agrani und das 2. Bataillon am 11. Juni in JuB
Carlstadt ein; wo das Regiment unter das Commando des
Divisionärs Feldmarschall - Lieutenant Baron W ö b e r und des
Brigadiers General - Major v. Mederer, nach dessen Tode
aber unter jenes des General-Majors von S i m u n i c h gestellt
wurde.
Das 3. Bataillon marschirte über Wien nach Pest, wo
Muorli dr« 3. Bs
laillon« Ohrr Wim
am 20. Juni eintraf.
uarh l'ixt.
Mit dem Eintreffen des 3. Bataillons in Pest wurde die
im Jahre 1831 errichtete Reserve-Division in Oedenburg aut-
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1841.
Sowie im Jahre 1831 wurde auch in diesem Jahre die
allgemeine Rekrutirung in Ungarn vorgenommen, da die im
Jahre 1831 gestellten Leute ihre zehnjährige Capitulation voll-
endet hatten.
Von den gestellten Rekruten erhielt das Regiment
2000 Mann, so zwar, dass jede Compagnie auf den Stand von
nahezu 200 Gemeinen gesetzt werden konnte. Die Abrich-
tung dieser neu gestellten Leute hatte noch nicht begonnen,
als der Hofkriegsrath die Weisung ertheilte, die Capitulanten
des Jahres 1831 zu entlassen und den Locostand auf 100 Ge-
meine per Compagnie dadurch zu redueiren, dass sämmtliche
Leute, welche über den angegebenen Locostand ausfallen, bis
zur Einberufung auf Urlaub zu setzen sind.
In Folge dieser Anordnungen erfolgte in den Monaten
Juni, Juli und August successive die Entlassung der genann-
ten Capitulanten, ebenso auch die Beurlaubung der über den
Locostand ausgefallenen Rekruten.
'aimnwjiMjMia Seine Majestät der Kaiser geruhte über Bitte des Regi-
1. u. 1. lUtaillon, » » «9
ii. °ci«brriMi. ments-Conunandos zu bewilligen, dass dem 1. und 2. Ba-
taillon des Regiments an Stelle der sehr schadhaften alten,
neue Fahnen erfolgt werden dürfen.
Nachdem selbe dem Regimento aus Graz zugekommen
waren, erfolgte am 11. October 1841 die Einweihung der-
selben durch den Agramer Diöcesan-Bischof v. Haulik in
der Domkirche mit all' jenen Feierlichkeiten, die bei solchen
Anlägen herkömmlich sind; hierzu concentrirte sich das 1.
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155
und 2. Bataillon in Agram mit Ausnahme der 10. Compag-
nie, welche in der Feste Czettin im Dienste verblieb.
Die alten Fahnen wurden dem Zeughause in Carlstadt
übergeben.
Für die Fahne des 1. Bataillons widmete die Fürstin
Josefine Liechtenstein ein goldgesticktes Band, auf
dessen einer Seite die Worte: ,,Für Gott, Kaiser, Ehre und
Vaterland" — auf der anderen jedoch der Name: „Fürstin
Liechtenstein, geborne Landgräfiu von Fürstenberg"
gestickt waren.
Zur Fahne des 2. Bataillons verehrte die Fürstin Ma-
ria Eszterhäzy gleichfalls ein goldgesticktes Band, auf
dessen einer Seite die Worte: „Becsület a vit£z jutalrmv 4 -
auf der anderen der Name: „Fürstin Maria Eszterhäzy.
geborene Fürstin Liechtenstein" ersichtlich sind.
Bei der Einweihung dieser Fahnen vertrat die Stelle der
Fahnenmutter — für beide Fürstinen — die Gemaliu des
Obersten Edlen von Moulholand.
Gegen Ende des Jahres 1841 erfolgte der Abmarsch des a.rwh a«. f.
]iaUill"n* von
3. Bataillons von Pest nach Raab, wo es am 29. October r "' ■-«* K " h
»1. Oc»« IMI.
eintraf.
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1842-1844.
Die nächsten Jahre gingen ohne beuierkenswerthe Er-
eignisse vorüber; das Jahr 1844 findet das Regiment noch in
seinen Garnisonen, Agram, Carlstadt, und das 3. Bataillon in
■u*2£S „ d ."„ Raab. Anfangs April desselben Jahres wurde angeordnet, dass
H " ,n i;«M r ! ,ud,, der Regimontsstab von Agram mit dem 2. Bataillon aus
Aprn im*. £ ar i gta( j t nacn Fiume, — das 1. Bataillon aus Agram nach
Carlstadt zu verlegen sei, und gleichzeitig anbefohlen, dass
das 1. Bataillon auch den Wachdienst in Zengg mit 2 Com-
pagnien und das Wach-Detachement zu Carlopago mit 1 Offi-
cier und 80 Mann zu bestreiten habe.
Demzufolge brach das 1. Bataillon mit der 1., 2. und
3. Compagnie am 20. April von Agram auf und traf am
21. in Carlstadt ein. Die 5. und 6. Compagnie, welche als
Garnison nach Zengg bestimmt waren, verliessen Agram am
16. Mai und trafen am 25. desselben Monats in Zengg ein.
'"u'SdTJuudt"" Die 10-» 11. und 12. Compagnie, welche am 21. April
M^tJuw? 1 von Carlstadt abmarschirten, langten am 26. April : die 4.,
7., 8. und 9. Compagnie, welche am 30. April von Agram ab-
gingen, rückten am 8 Mai, in der neuen Garnison Fiume ein.
Das Wachdetachement zu Carlopago wurde später aus der 5.
und 6. Compagnie zusammengesetzt.
Die 4. Compagnie wurde im August nach Carlstadt beor-
dert, und gelangte somit wieder in deu Verband des 1. Ba-
taillons.
v ™ "SÄ* Das 3. Bataillou erhielt vom General-Commando zu Ofen
•'•"""""*" bu " den Befehl, nach dorn Einrücken des 3. Bataillons Hessen-
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Homburg Infanterie Nr. 19. in Raab, sich von dort nach
Stuhlweissenburg, welcher Ort dem Bataillon als zukünftige
Garnison bestimmt war, in Marsch zu setzen.
Dieser Anordnung zufolge setzte sich das Bataillon am
9. November in Marsch und traf am Iß. desselben Monats in
Stuhlweissenburg ein, von wo es ein Wachdetachemeut vou
1 Officier und 80 Mann nach Fünfkirchen entsendete.
1845- 1840.
t~« a*. Den 6. März 184f> verschied der Regiments-Inhaber Feld-
Kr.ua.. Inhaber»
Baron Ooibrer. mar schall- Lieutenant Alois Baron G ollner v. Goldnen-
fels in Wien. Dessen Begräbniss fand am 8. statt, und
wohnten demselben die Officiere der Grenadier-Division, und
eine Deputation des Regimentes bei.
ÄÄrSt Am 25. März 1845 wurde der Oberst und Regiments-
u Commaudant Edler v. Moulholand zum General-Major und
Biigadier in Pest ernannt; das Commando des Regiments
übernahm Oberstlieutcnant von Braunhof ad interim.
Seine Majestät der Kaiser geruhte mittelst Allerhöchsten
V'TamVr'°ri,.ir N*'iehlschreibens vom 10. Mai Se. kaiserliche Hoheit den
^;;'\Xtk K ^liirchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ernst*) zum Oberst-ln-
" ü' l M.i , '.M»!' r haber des Regiments, und zum 2. Inhaber den Feldmar-
Knienmmtc Hr.
*) Ernst (Carl Felix Maria, Rainer, Gottfried Cyriak)
kaiB Prinz, Erzherzog von Oesterreich, — zweiter Sohn Se. k. k. Hoheit
des E. II. Rainer, k. k. Fcldzeugmeisters und Vice-Königs im lombar-
ilisch-venet. Königreiche, — geboren den 8. Anglist 1824, Ritter des gold
Vliesses, Grosskreuz des kais. osterr. Leopold-Ordens, Kriegs-Dccoration
des Militär-Verdieust-Kreuzes, k. k. General der (avallerie, trat frilli
in die militärische Laufbahn
Im Jahre 1818 zeichnete sich derselbe als Brigadier und Stations-
('ommandant in Lodi aus und war die Erhaltung der Ruhe und Ordnung
in dieser Stadt, inmitten der allgemeinen Empörung nur den ebenso
umsichtigen, als energischen Anordnungen des Erzherzogs zu danken.
Den Keldziigen lHtS und 18111 wohnte Erzh. Ernst als Cavallerio-
Brigadier in Italien bei, und betheiligte Bich an den meisten Gefechten
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159
schall-Lieutenant Leopold Ritter Wissiak v. Wiesen hör st i«*»-im6.
zu ernennen.
und Schlachten in hervorragender Weise, wofür demselben in Aner-
kennung seiner Verdienste das Militär- Verdienstkreuz zuerkannt wurde.
Ueberdiess Anfangs Juni 1850 zum Feldmarschall-Lieutenant ernannt,
finden die nächsten Jahre den Erzherzog als Divisionär in Pressburg,
vor dem Feldzuge 1859 als Commandanten des XI. Armee-Corps in
Pest. Während des Feldzuges übernahm Se. k. Hoheit das wichtige General-
Commando zu Laibach als commandirender General, später .las Com-
mando des III. Armee-Corps in Kärnten und Krain.
Das III. Armee-Corps fand im Kriege 18G6 Beine Eintheilung bei
der Nord-Armee, und führte in der Schlacht bei Königgrätz den opfer-
vollen, heroischen Kampf bei Sadowa und Lipa, in welchem es seine
Position gegen alle Angriffe der Preussen behauptete, und nur durch
die Zertrümmerung des österr. rechten Flügels zwischen Chlum und
Rozbificz zum Rückzüge genöthigt wurde. Erzh. Ernst erhielt für
die in dieser Schlacht geleisteten ausgezeichneten Dienste das Grosskreuz
des Leopold - Ordens , im Frühjahre 1872 aber die Ernennung zum
General der Cavallerie.
1847
M.r.c», .)«.. mg*. Nach 3jährigem Aufenthalte in Fiume erhielt das Kc-
ii»ch Trir*t untl ^
u<1 "- mment Marschbefehl ; und zwar rückte atn 9. Juni das 1. Ba-
Juni IM". b
taillou über Triest nach Gör/, das 2. Bataillon mit dem Re-
gimentsstabe am 11. nach Triest, wo es am 14. eintraf und
mit 5 Compagnien in der grossen Kaserne, — mit der 10.Com-
pagnie in die St. Veits-Schanze verlegt, und in die Division
des Feldmarschall-Lieutenants Gyulay und in die Brigade
General-Major v. Pontis eingereiht wurde.
Im Monate September concentrirte sich das ganze Regi-
ment behufs Vornahme grösserer Manöver in Görz, von wo
Anfangs October der Stab und das 2. Bataillon wieder nach
Triest zurückkehrten.
n.r.rh de. Reg,.. Nach Verlauf von 6 Monaten, während welcher Zeit sich
nitrli Vlt-enxa.
i»^,.,bcr i-4T. sowohl das 1. Bataillon in Görz als auch das 2. in Triest die
lebhaftesten Sympathien der Bewohner erworben hatten, er-
hielt das Regiment am 23. Deceniber die Nachricht, dass
Seine Excellenz der Herr Feldmarschall Graf Radetzky be-
schlossen habe, dasselbe nach Italien zu ziehen.
Beide Bataillone sollten am 27. December Abends mit-
telst Dampf booten nach Venedig befördert werden.
Wegen der eingetretenen heftigen Bora konnten jedoch
die Schiffe mit dem zuerst oinbarkirten 2. Bataillon erst gegen
3 Uhr Früh die Anker lichten, und langten am 28. um
1 Uhr Nachmittags in Venedig au. wo das Bataillon sofort
einwaggonirt und mittelst Eisenbahn nach Viceuza gebracht
wurde.
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Abends traf das Bataillon in Vicenza ein, wo es in der
San Francesco- und Tomniaso- Kaserne bequartiert wurde.
Das 1. Bataillon konnte auf dein Seewege nicht beför-
dert werden, da die stürmische Witterung anhielt; es bekam
daher Befehl, zu marschiren, worauf es am 30. December
aufbrach.
Es marschirte über Palmanuova, Codroipo, Pordenone,
Coneglianu, Treviso und laugte am 7. Jäuuer 1848 mit 4 Com-
pagnien in Vicenza an ; die 1. Division war früher von Castel-
Irauco aus beauftragt worden, das Detachement vou P ro-
ll aska Infanterie Nr. 7 in Bassauo abzulösen.
Ueichlalita de. «8. Linien lu!. K«g.
11
1848.
Während der Bevohtion und im Feldznge in Italien.
M«»d.ii»cb Am 11. Jänner erhielt der Regimentsstab und das
jsmi.riM«. 2. Bataillon den Befehl zum Abmärsche nach Verona; das
1. Bataillon hingegen musste mit 4 Compagnien als Be-
satzung von Vicenza bis zum Anlangen anderer Truppen zu-
rückbleiben.
Ersteres rückte über S. Bonifacio am 12. Jänner in
a.mi.«Dm Verona ein und wurde in der Kaserne S. Spiridione unter-
Verona.
jinn« bu nur* gebracht.
Erst nach Einlangen des Regimentes Hohenlohe Nr. 17
in Vicenza, marsch irten 4 Compagnien des 1. Bataillons am
4. Fobruar, die 1. Division aus Bassano aber nach ihrer Ab-
lösung durch P i r e t Infanterie Nr. 27 am 23. Februar nach
Verona, wo erstere in Proccolo, letztere in S. Spirito ein-
quartirt wurden.
In dieser Zeit unterstand das Regiment dem Festungs-
Commandanten Feldmarschall-Lieuteuant Grafen Eitz und
gehörte zur Division Feldmarschall-Lieutenant Graf Ludolf
in die Brigade Generalmajor Samuel Graf Gyulay.
■SSniS Am 24 - Februar wurde dem Regimente in Verona das
Q £« m Ä",. Glück zu Theil, mit 2 Bataillonen vor Sr. Excellenz dem
**• r,br " r ,8 **' Foldmarschall Grafen Radetzky die Revue zu passiren und
das schmeichelhaftste Lob zu ernten.
Ulc "SSum?" l " Nach Beendigung der französischen Kriege, in denen die
wir« i8«. Italiener unter dem französischen Joche schwere Opfer bringen
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1Ö3
mussten, sahen sich dieselben durch die Entscheidung der
Waffen dem österreichischen Einflüsse anheimgegeben. Theils
durch französische Eifersucht, theils durch eigenen Drang ent-
stand unter solchen Umständen eine Partei, deren Ziel: „die
Einigung und Befreiung Italiens", Anfangs kaum erreichbar
schien, bald aber in Papst Pius IX., gewählt am 17. Juli 1846,
eine mächtige Stütze finden sollte. Sein Regierungsantritt
brachte liberale Reformen für den Kirchenstaat; sein Beispiel
und seine liberalen Gesinnungen rissen die sämmtliche Geist-
lichkeit in der Richtung politischer Reformbestrebuugen mit,
und gewann die Nationalpartei somit einen mächtigen Bundes-
genossen, der es ihr ermöglichte, in sämmtlichen mittel- und
süditalienischen Staaten einen Wechsel der Regierungssysteme,
constitutionelle Verfassungen, theilweise Pressfreiheit und son-
stige liberale Zugeständnisse zu erpressen.
Hatte man Anfangs Pius EX. als das Haupt der Reform-
partei betrachtet, so wurden jedoch seine Intentionen von
revolutionären Ultras bald überholt.
In ganz Italien schlugen die Flammen der Empörung
auf und das lombardisch-venetianische Königreich — der Be-
sitz des mächtigen Oesterreich — befand sich in furchtbarer
Gährung; je mehr man die Macht des Kaiserstaates fürchtete,
um so glühender ward der Hass gegen die „deutschen Unter-
drücker'', uud namentlich gegen den Soldaten, in dem man
nur den barbarischen Henker italienischer Freiheit erblicken
wollte.
Reibungen und Zwistigkeiten Oesterreichs mit dem
Oberhaupte der Christenheit, das plötzlich als Volksbeglücker
auftrat, schürten den Hass der Italiener bis zum Fanatis-
mus, und als vollends Ende Februar in Paris der tolle Frei-
heitssturm losbrach, flog die Furie der Revolution durch ganz
Europa.
Studententumulte in Padua, Cigarren-Cravalle in Mai-
land, Attentate gegen Officiere und Schildwachen, masslose
Hetzereien der Presse, Scaudalo in den Theatern und Demon-
strationen jeder Art auch in den Provinzial - Städten, ver-
rietheu schon von Neujahr 1848 ab die aufgeregte und feind-
selige Stimmung der Bevölkerung.
Die Lage der österreichischen Regierung uud der sehr
zersplitterten schwachen Garnisonen wurde um so kritischer,
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164
als die sardinische Regierung Anfangs März mit der Einheits-
partei gemeinschaftliche Sache machte, und in den päpstlichen
Staaten und dem Toscanesischeu offen der Kreuzzug gegen
Oesterreich gepredigt wurde.
Es wurde der Belagerungszustand über das lombardisch-
venetianische Königreich verhängt und Angesichts der vielen
Conflicte, welche die Civilbevölkemng mit dem Militär pro-
vocirte, auch zu anderen Vorsichtsmassregeln gegriffeu, der er-
schwerte doppelte Dienst endlich den Truppen, durch die mit
11. März bewilligte halbe Mobilitätszulage erträglicher ge-
macht.
H^V.« n U kr»p?t n Aber auch die Verhänguug des Kriegszustandes konnte
die übermächtig gewordene revolutionäre Bewegung nicht mehr
dämmen.
Als die Nachricht von den Wiener Märzereignisseu nach
Mailand gelangte, wurde das dortige Gubernial-Gebäude am
17. März gestürmt. Die alarmirten Truppen konuten kaum
die wichtigsten Puukte behaupten.
Nachdem der Feldmarschall am 20. März den Befehl
zur Räumung der inneren Stadt Mailand gegeben hatte und
die Truppen am 21. Früh am Glacis des Castells angelaugt
waren, liess Graf Radetzky, da der Kampf allenthalben
fortdauerte, der Stadt ankündigen, dass er bei noch länger
fortgesetztem Widerstande dieselbe uuverweilt bombardiren
lassen werde.
Am 21. schienen die Bewuhner von dem anhaltenden
Kampfgetöse und Geschützdonner geängstigt und es sehuteu
sich die meisten nach dem Ende der blutigeu , auch für deu
friedliebenden Bürger unheilvollen Seeneu, deren drückende
Folgen uoch durch den Mangel an Lebensmitteln empfindlich
gesteigert wurden. Bis dahin hatten die Leiter der Verschwö-
rung, an deren Spitze der Graf Casati stand, uoch nicht ge-
wagt, dem Volke gegeuüber den Abfall von Oesterreich aus-
zusprechen, aber au diesem Tage Nachmittags sah man Tele-
graphen auf deu Thürmeu errichteu, um mit selben sowohl
nach Aussen zu correspoudiren, als auch die Bewegung nach
Innen leiten zu köuueu. Luftballons nach Nord und Nord-
westen treibend, sollten dem Laude die heute erlasseue Pro-
elamatiou der Mailäuder Rebellen zutrageu, in welcher die
Lombardie und die Völker Italiens offen zum Kampfe gegeu
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Oesterreich und zur Befreiung vom Fremdenjoche aufgefordert
wurden. Alle neu ergriffenen Massregeln zeigten bereits einen
wohlcombinirten Plan.
Foldmarschall Graf Radetz ky wollte nicht sofort zum
Aeussersten schreiten und die schöne und reiche Stadt durch
ein Bombardement zerstören ; er wollte zuerst versuchon, durch
Heranziehung aller in der Provinz disponiblen Truppen Mai-
land einzuschliessen, um es durch Hunger zur Uebergabe und
Unterwerfung zu zwingen. Allein die ausgesendeten Couriere
und Ordonnanzen konnten nicht mehr durchkommen, da der
Aufruhr auch im Landvolke, besonders in der Umgebung
Mailands, Bundesgenossen gefunden hatte.
Einstweilen erhielt der Feldmarschall von allen Seiten
betrübende Nachrichten.
Ueberall hatte die Empörung ihr blutiges Panier auf-
gepflanzt.
In den Herzogtümern Parma und Modena fielen taglich
gewaltsame Auftritte vor.
In Lodi hatten die von Sr. kais. Hoheit dem Herrn Erz-
herzog Ernst als Stadtcommandanten getroffenen Massregeln
viel zur Erhaltung der Ruhe und Ordnung beigetragen. Se. kais.
Hoheit hielt nur mit einem kleinen Theile seiner Truppen die
Stadt besetzt, das Gros derselben liess derselbe zur Sicherung
der Brücke über die Adda auf dem linken Ufer dieses Flusses
ein Lager beziehen.
Die Truppen des General-Major Graf Strassoldo, der
die Schweizer-Grenze in Como und Varese durch lauter kleine
Posten zu bewachen hatte, waren trotz der getroffenen Vorsichts-
Massregeln in einer kritischen Lage.
General-Major Maurer hatte von Magenta aus, wo er
zur Beobachtung des Ticino aufgestellt war, dem Feldmarschall
die Meldung erstattet, dass, obwohl sich unter dem dortigen
Landvolke gar keine Aufregung, ja vielmehr Bestürzung über
die Vorfallenheiten in der Hauptstadt kundgebe, ihm dennoch
die Lage der Dinge gefahrdrohend erscheine, zumal er Nach-
richten von jenseits der Grenze erhalten habe, wonach es
keinem Zweifel unterliege, dass zuerst Freischaaren und mobile
Nationalgarden, dann aber piemontesische Truppen den Ticino
überschreiten würdeu, zu welchem Behufe schon am 20. in
Novara grosse Thätigkeit herrschte, und nach allen Aussagen
166
sich eine Macht von 35.000 Mann und 45 Geschützen daselbst
sammle. An der Richtigkeit der Angaben, dass die Piemon-
teson einen Einfall in die Lombardie beabsichtigen, Hess sich
nicht mehr zweifeln , denn die Nachricht, dass der öster-
reichische Gesandte Graf Buol, Turin verlassen habe, bestätigte
dieselbe nur zu deutlich.
Unter solchen Umständen entschloss sich Feldmarschall
Graf Radetzky nach ötägigem Kampfe — wegen Mangel
an Munition, Lebensmitteln und hinreichenden Kräften, um
auch der von Piemont, Toscana und aus dem Kirchenstaate
drohenden Invasion begegnen zu können, Mailand zu räumen,
seine sämmtlichen zerstreuten Garnisonen in den Festungen
Verona und Mautna zu concentriren und von dort ans mittelst
offensiver, mit vereinter Kraft zu unternehmender Operationen,
das insurgirte Land wieder zu unterwerfen.
Dieser weise Entschluss rettet*' die braven Truppen v<»r
Verrath und Meuchelmord, und erlaubte die volle Wahruug
der militärischen Autorität, dem einzigen Hulte in der Rat-
losigkeit und dem Unvermögen aller Behörden.
Am 17. März schon verlicss der Vice-König, Se ki Hoheit
Erzherzog Rainer Mailaud, welches am 22. März auch von
den über Lodi zurückgehenden Truppen geräumt wurde.
Am 17. nahmen die Unruhen auch in Verona ihren
Anfang. Trotz des andauernden heftigeu Regens , rottete
sich Abends vor der Wohnung des eben eingetroffenen Vice-
Königs eine grosse Menge Volkes zusammen, schrie, tobte und
verlangte die Proclamirung der Constitution.
In Folge dessen, musste die Garnison die Allarmplätze
besetzen, und bis Früh Morgens unter Gewehr bleiben. Die
Haltung der Truppen mochte auf die unruhige Menge impo-
nirend eingewirkt haben, den es fiel kein weiterer Fxcess vor.
Am 21. und 22. März sollte das Regiment nach Brescia
marschiren, um dort dem 1. Armee-Corps unter Feldmarschall-
Lieutenaut Graf W rat isla w einverleibt zu worden; die Ge-
walt der jüngsten Ereignisse jedoch, die ausgebrocheno Revo-
lution in Brescia, sowie die mittlerweile eingetretene Not-
wendigkeit der Räumung Mailand's, gaben den Entschlüssen
des Feldmarschalls und commandirendeu Generals ganz neue
Ziele, und so kam es zu diesem Marsche nicht mehr; das
Regiment erhielt Befehl in Verona zu bleiben.
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167
In Folge der aus Mailand eingetroffenen Nachrichten, >•«•
sollte auch in Verona am 20. ein Volksaufstand stattfinden,
wobei es hauptsächlich auf die Besatzuug des Forts S. Feiice
abgesehen war.
Es wurden desshalb Massregeln zur Vereitlung dieser
Absicht getroffen. Eine conibinirte, 34 Rotten starke Compagnie
des Regimentes, hatte das genannte Fort, welches nur mit 2
gegen die Stadt gerichteten 18 pfünd. Kanonen und 2, 10
pfund. Hanbizen armirt war, zu besetzen.
Die Thore der Stadt wurden gesperrt und durch je eine
halbe Compagnie bewacht.
Beim Vice-König stand eine Division, bei der Delegation
eine Compagnie anf Wache; die Garnison hielt in der Nacht
strenge Bereitschaft.
Zahlreiche Insurgentenhaufen durchzogen das Land , und
da auch in Verona sich Aufwiegler in grosser Anzahl zeigten
und der Venrath allerorts eine günstige Gelegenheit erspähte,
so wurde am 27. März die Armirung der Festung und
aller Forts angeordnet, sowie die Munition aus den entlegenen
Thürmen in die verschiedenen Werke übertragen.
Der böse Geist, der die Lombarden und Venetianer damals
erfüllte, erhob schon in der nächsten Nähe Veronas kühn sein
Haupt; ein am 23. von Verona nach Brescia entsendeter
Munitiontransport, wurde bei Desenzano von übelgesinnten
bewaffneten Bewohnern dieser Stadt und ihrer Umgebung über-
fallen, und die Bedeckungs-Mannschaft gefangen.
Am 2t>. März rückte Feldmarschall-Lieutenant Baron Klnrflrkcn Arm
PeMmuvrluül-
d' Aspre aus Padua mit 5 Bataillonen Infanterie, einer Divi-Jf' d V^.*X*;
sion des 8. Jäger-Bataillons, 6 Escadronen R e u s s - Huszaren, ' SJ^JSST
3 Escadronen Windischgrätz - Chevauxlegers und 3 Batterien
in Verona ein.
Venedig, Treviso, Udine, Rovigo, Palmanuova, Osoppo,
waren meist durch die Schwäche der militärischen Comman-
danton, - bei Ausbruch der nach dem Mailänder-Aufstande
überall losschlagenden Revolution, — in die Hände der Auf-
rührer gefallen, die sich sofort der Zügel der Regierung
bemächtigten, und durch terroristische Massregeln auch das
flache Land ihrem Willen unterwarfen.
Von welch' unermesslicher Tragweite der Verlust des
Venetianischen für die Armee war, deren Verbindungen sämmt-
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168
»««• lieh unterbunden und auf die einzige Linie im Etschthale durch
Tirol beschränkt wurden , und wie sehr die Armee auch in
jenen Hilfsmitteln sich beschränkt sah, die sie dem eigenen
Lande, wo sie nur auf die schmale Zone zwischen dem Mincio
und der Etsch angewiesen blieb, zu entnehmen gedachte,
ergibt sich ohne weiterer Erklärung.
Gleich nach den ersten Nachrichten über den Abfall
Venedig's, hatte Feldmarschall-Lieutenant d' A s p r o die Absicht,
Padua, wo sich das Corps-Commando befand, der Insurrection
Preis zu geben, und in Vicenza sämmtliche disponiblen Truppen
seines Corps zu sammeln. Vicenza ist natürlich fest, und leicht
zu vertheidigen.
Feldmarschall-Lieutenant d' A spre wäre hier mit Verona
und der Basis an der Etsch in enger Verbindung gestanden,
hätte 'den Rücken der in der Lombardie operirenden Armee
gedeckt, und die Verpflegs-Zone von der Etsch ostwärts bis
an den Bachiglione verbreitert. Nichts destoweniger Hess sich
Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre durch die Sorge um die
Sicherheit der Festungen bewegen, Vicenza aufzugeben und
Verona zu besetzen, bis dasselbe von anderen Kräften genügend
stark occupirt werden würde.
Die erste Sorgo des Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre
war die Sicherung der Festungen Poschiera, Mantua, Legnago.
Peschiora und Legnago wurden mit je einer Grenz-Divisiou
besetzt; in das wichtige Mantua wurde das 48. Regiment
Erzh. Ernst, in dessen Treue das vollste Vertrauen gesetzt
^^^. ^ wnrde, als Besatzung bestimmt. Schon am 26. März um
/rhu""'"« U Uhr Nachts erhielt dasselbe den Befehl: um 2 Uhr
iiiomiim Mitternacht marschbereit bei Porta nuova versammelt zu sein,
Mandl*»".
m. Mir«!**, um sofort nach Mantua abrücken zu können.
G. d. C. G o r c z k o w s k i, Festungs-Commandaut in Mantua,
hatte schon mehrmals durch Couriere über die schon sehr be-
drohte Lage Mantua's dringende Vorstellungen beim Gencral-
Commando machen lassen, damit dieses wichtige Bollwerk des
Landes nicht auch dem dort gährendeu Aufrühre anheimfalle,
und in den Besitz der Rebellen gelange.
Diese Befürchtung schien umso begründeter, als die Festung
für eine Vertheidiguug völlig unvorbereitet und mit Ausnahme
einer Escadron Huszaren und einem ungarischen Bataillon, nur
von Truppen italienischer Nationalität, besetzt war.
160
Dem Regiment* fiel somit eine schwierige, nur durch
Takt und festen Sinn lösbare Aufgabe zu. Der Regiments-
Commandant Oberst von Braunhof versammelt»» vor der
Front des Regiments das Officierscorps, hielt an dieses und
an die Mannschaft eine kurze kraftvolle Ansprache, in welcher
er auf die Motive (Erhaltung von Mantua) hinwies, wegen
welchen das Regiment nicht nur einen bevschwerlichen und an-
strengenden Marsch zu hinterlegen, sondern auch etwaige
feindliche Ereignisse, die vor oder in Mantua eintreten könnten,
zu bekämpfen haben würde. Oberst von B r a u n h o f erinnerte
daran, dass nun die Gelegenheit gekommen sei, dem Regimente
nouen Ruhm zu erwerben, — er appellirte an Patriotismus
und Pflichtgefühl, indem er hervorhob, dass nun der Augen-
blick da sei, um die geschworene Kriegertreue und den vollen
Manneswerth zu beweisen.
Diese Rede war von glücklichster Wirkung auf den Geist
der Mannschaft.
Um 3 Uhr nach Mitternacht setzte sich das Regiment
in Bewegung, die t. Division bildete die Avantgarde; nur ein
Fuhrwesenswagen, der das nothwendigste Gepäck für Stab und
Kanzleien mitzufühlen hatte, begleitete die Truppe.
Ohne Hinderuiss langte das Regiment in Villafranca an,
und setzte nach einer Sstündigen Rast, ohne abgekocht zu
haben, auf der Hauptstrasse bis Mozzecane, dann aber auf
dem kürzeren Verbindungswege über Pellaloco den Marsch fort.
Vom letztgenannten Orte bildet die Strasse, welche von
hohen Pappelbiiumen dicht besetzt, und zu beiden Seiteu von
breiten und tiefen Wassergräben eingefasst ist, ein Defile bis
gegen Castiglione Mantuano, einem Dorfe, welches zu beiden
Seiteu der Strasse liegt.
Am Nordeiugauge dieses Ortes macht die Strasse vor
Eintritt in denselbon eine Krümmung, und führt, zwischen
HäusiTgruppen eingeengt, in die Hauptgasse des Dorfes. Diese
Häusergruppen waren solid gebaut und bot die Osteria mit
dem Einführtet bore unmittelbar an der Strasse einerseits, die
Kirche mit dem Pfarrhofe und einer Mühle anderseits, dann
das ungefähr 150 Schritte westlich derselben liegende alt*».
Castell . mit hoh*>m , wohlerhaltenem Thurme und einigen
zwischen Baumgruppen rück- und seitwärts des Castells gele-
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170
'»«*• genen Casinen, eine sehr feste, leicht zu verteidigende Stel-
lung mit der Front gegen Norden.
In der Nähe der genannten Osteria fand die Vorhut die
Strasse durch einige Balken abgesperrt, und als sie dieses
Hindern iss wegräumen wollte, fielen mehrere Schüsse aus dem
Wirthshause und stürzten sich gleich darauf die bewaffneten
Ortsbewohner, der Pfarrer mit einem Gewehre in der Hand
an ihrer Spitze, auf die Tfete der Vorhut.
Dieser unbesonnene Angriff, der (weil die Krümmung der
dicht bepflanzten Strasse die nachfolgende Colonne des Regi-
ments verdeckte) offenbar nnr in dem Glauben unternommen
wurde, es blos mit einer kleinen Abtheilung zu thun zu haben,
sollte den aufrührerischen Ortsbewohnern theuer zu stehen
kommen.
Die Vorhut löste sich sofort in Tirailleurs auf, das Gros
des Regiments eilte im Sturmschritte herbei, Ort und Castell
wurden umzingelt, durchsucht, der Pfarrer mit seiner bewaff-
neten Horde im Pfarrhofe, wohin sie sich zurückzogen, ange-
griffen, überwältigt, und was sich zur Wehre setzte, nieder-
gemacht.
In einer halben Stunde war der Widerstand gebrochen.
Der Pfarrer, welcher einige Schuss- und Stichwunden erhalten
hatte, wurde vom Oberarzte des Regimentes zwar verbunden,
gab aber bald seinen Geist auf. Der Caplan und 16 Insur-
genten wurden gefangen genommen, 30 Gewehre, viele Pistolen,
blanke Waffen und Munition den Einwohnern abgenommen
und der verbarrikadirte Pfarrhof der Plünderung preisgegeben.
Jene Einwohner, die sich am Kampfe nicht betheiligt hatten,
wurden unbehelligt gelassen.
Tags zuvor war von demselben Pfarrer und an derselben
Stelle, der vom Festungs-Commandanten in Mantua als Courier
nach Verona entsendete Rittmeister Graf C a v r i a n i überfallen
worden, und verdankte seine Freiheit nur der Rücksicht auf
seiue Familie, welche in der Provinz Mantua begütert ist;
doch musste der Rittmeister die mitgeführte Depesche über-
geben.
Zum Glücke hatte derselbe aber die Vorsicht gebraucht,
eine zweite, falsche Depesche mitzunehmen, und gelang es
ihm auf diese Art den aufrührerischen Pfarrer mit seiner Rotte
zu täuschen.
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*
(tarni- <n in
Maattia.
171
Nachdom die blessirten Gefangenen auf einen reqnirirten
Wagen gebracht waren, marschirte das Regiment mit den Ge-
fangenen, den abgenommenen WafTen nud der confiscirten
Munition nach fast 2stündigem Aufenthalte über S. Antonio
nach Mantua weiter.
Die Nachricht von der wohlverdienten Züchtigung der
Rebellen in Castiglione verbreitete sich in der Umgegend mit
Blitzesschnelle: selbst in Mantua hatte mau bereits davon
Kunde erhalten, und als mau erfuhr, dass das Regiment zur
Verstärkung der Garnison nach Mantua gekommen sei, legte
sich die bereits hochgradige Aufregung der Bewohner, so, dass
das Regiment nach l'^stüudigem Warten auf dem Glacis der
Festung, mit klingendem Spiele einziehen konnte, nachdem
die Einwohner eine bereits fertig gebaute ungeheure Barrikade
auf den einfachen Befehl hiezu selbst weggeräumt hatten.
Nach lGstündigem Marsche war das Regiment um 6 Uhr
Abends in Mantua eingenickt, ohne dass die feindselige M A **"£; '
Stimmung der Bewohner sich anders, als durch finstere Blicke
zu äussern wagte.
Kine Division besetzte sofort die Citadelle, die anderen
Compagnien jedoch getheilt jene Kasernen, wo Abtheilungen
italienischer Truppentheile bequartirt waren.
Der Festuugs-Commandant setzte in das Regiment so
unbedingtes Vertrauen, dass er gleich am anderen Tage (27.
März) sämmtliche äusseren Forts nur von Abtheilungen des-
selben besetzen Hess; die Festung wurde auch sofort in Ver-
teidigungszustand gesetzt.
Das Hauptaugenmerk war auf die Inundation und die
Werke des äusseren Festungsrayous gerichtet.
Am 30. März wurde Major Desimon des Regiments ««•••*«■- «imn*
" ° Rtftn M«n«n».
beauftragt, eine Recognoscirung nach Marcaria zu unternehmen; *>•>««.
hiezu wurde ihm die 3. Division des Regiments, die 11. Com-
pagnie des Regiments Hau gwi tz (Nr. 38, Lombarden) und
1 Zug R e u s s - Huszaren unterstellt.
Dieses Detachement marschirte unter den gebotenen
Vorsichtsmassregeln auf der Cremoneser Strasse, mit dem Gros
über Curtatone, Castellucchio, Ospitaletto gegen Marcaria,
während ein Flanken-Detachement über Montanara, Grosette,
S. Michele. dann längs dem Oglio nach Marcaria, ein anderes
aber von Curtatone über Le Grazie, Carobbio und Casatico
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172
ism. his an jene Ueberfuhr am Oglio ging, bei welcher die Strasse
nach Bozzolo den Fluss übersetzt.
In Marcaria wurde die Spitze der Avantgarde von den
Insurgenten mit Gewehrschüssen empfangen, jedoch nur ein
Huszär an der Schulter leicht verwundet; als Major De Si-
mon energische Massregeln ergriff, um den Ort von den
Empörern zu säubern, wandten sich diese zur Flucht und
eilten über den Oglio gegen Bozzolo zurück.
Es waren lauter Fremde, die in Marcaria ihr Unwesen
getrieben hatten; die Bewohner selbst gaben keine Veran-
lassung zum Einschreiten, und waren sehr froh, von den sie
belästigenden und bedrückenden Horden befreit worden zu sein.
Die beiden Seitentruppen, welche mittlerweile zur Haupt-
truppe einrückten, waren nirgends auf Insurgenten gestossen.
Nach 1 '/^ständiger Rast wurde der Rückmarsch ohne
Belästigung nach Mantua vollführt.
Die schon früher eingegangenen Nachrichten von dem
"uMtofiM Rückzüge des Feldmarschalls mit einem Theile der Armee
gegen Verona, mit dem anderen gegen Mantua, fand am
31. Marz ihre Bestätigung, da Abends gegen 5 Uhr die Divi-
sion des Feldmarschall-Lieutenants Wohlgemuth in Mau-
tua einrückte.
Nach Rttcklassung zweier Bataillone von Rukavina
Infanterie Nr. 61, einer halben Batterie und 1 Flügel Uhlanen
zur Besetzung der Mincio-Brücke in Goito , bestand diese
Division noch aus dem L und 2. Bataillon Gyulay Nr. 33,
1. und 2. Bataillon Paum garten Infanterie Nr. 21, dem
2. Bataillon Kaiser-Jäger, 2 1 /* Escadronen Kaiser-Uhlanen,
M/ 8 Fuss- und 1 Cavalleric-Batterie.
Der äussere Zustand dieser Truppen war ein bedauerns-
werther; abgerissen, ohne Fussbekleidung, und von den seit
18. d. M. unaufhörlich fortdauernden Kämpfen mit der empör-
ten Bevölkerung, wie durch Hunger physisch herabgekommen ;
doch war der Muth und die Zuversicht dieser Braven nicht
gebrochen und das Vertrauen auf eine bessere Zukunft und
in die weisen Verfügungen des greisen Feldmarschalls un-
begrenzt.
Der Abzug der kaiserlichen Truppen aus Mailand hatte
in der Nacht vom 22. auf den 23. März begonnen und gingen
dieselben über Lodi, Crema, Orzinovi, Manerbio und Monte-
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173
chiaro. Noch am Abend des 22. waren die zurückberufenen im*
Brigaden Maurer vom Ticino, und Strassoldo von Como
vor Mailand eingetroffen.
Beim Abmärsche bildete nun die Brigade Graf S a ui u e l
Gyulay die Avantgarde, dieser folgten: die Brigade Zobel
mit den Beamten, Cassen, Bagagen etc., die Division Wei-
g e 1 s p e r g mit den Brigaden C 1 a m und Schaffgotsche,
dann die Brigaden Roth, Maurer und Strassoldo unter
dem Feldmarschall-Lieutenaut Wocher, und endlich die
Brigade Wohlgemuth als Arrieregarde.
Wahreud nun durch das Einrücken der Division Wohl-i^j»««.'.-
h«. h \ er- na .
gemuth in Mantua die dortige Garnison auf eine beträcht- >- wn***.
liehe Stärke gekommeo war, hielten die auf dem siiccessiven
Rückzüge am Chiese concentrirten Truppen des 1. Corps, auf
Befehl des Feldmarschalls einen Rasttag am 31., um sich vou
den 14tägigen Strapazen uud Entbehrungen zu erholen.
Das Regiment Ernst aber, nunmehr in Mantua ent-
behrlich geworden, sollte in seinen frühereu Verband nach
Verona zurückkehren.
Am 1. April, um 11 Uhr Mittags, wurde der Marsch
angetreten und nach ästündiger Rast in Villafrauca nach k J^7jLi
Verona fortgesetzt, wo das Regiment um 12 Uhr Mitternachts
eintraf und am Campo tiore ein Zeltlager bezog.
Mit dem Regimente lagerten auf diesem Platze noch das
Regiment Erzherzog Franz Carl Nr. 52, das IL Jäger-
Bataillon, ein Bataillon S 1 u i u e r-Greuzer, eine Abtheiluug
Piouniere, dann W indischgrätz - Chevauxlegers , Kaiser-
Uhlaueu, Rade tzk y-Huszaren und eine Batterie.
Nachdem das Armee-Hauptquartier den 1. von Deseuzano ^XlhI"^^
nach Casteluuovo gerückt war, langte es am 2. April mit der quartier lu
Brigade Schaffgotsche uud dem grosseu Train in Verona au. i. i£a
Am 3. besichtigte der Feldmarschall - Lieuteuaut und ^
2. Regimeuts-luhaber Ritter von Wissiak das Lager des^'.SV'"
Regiments und Hess sich das Officier-Corps vorstellen, an 9
welches er eine begeisternde Ansprache hielt.
Erst bei seinem Eintreffen in Verona wurde es dem ""^."".X.'
Feldmarschall möglieh, sich über die Verhältnisse im Veuetia- f^i^''
nischeu auf Grund glaubhafter Mittheilungen vollständig zu
orientiren. Die Lage der Armee, welche auf die 4 Festungen
uud die Laudzone zwischeu Etsch uud Mincio beschränkt
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ims. war, und als einzige Verbindung mit der Monarchie nur auf
die Strasse durch das Etschthal zählen durfte, war traurig
genug, und um so beklagenswerter, als die beiden schwachen
Armee-Corps in der ihnen verbliebenen Basis weder Lebens-
mittel, noch Pferde, noch Munition in ausreichendem Masse
für längere Operationen vorfanden, und die trostlose Lage der
Monarchie und die geringe Stabilität der Regierung, aus-
reichende Hilfsmittel durch Zuschub aus den andern Pro-
vinzen kaum erwarten Hessen.
Die Schwäche seiner Armee bewog den Feldmarschall,
das 1. Armee-Corps nicht in der ausgedehnten Stellung am
Chiese zu belassen, sondern mit demselben eine Stellung hinter
dem Mincio zu nehmen, während das 2. Corps Verona und
die Etschlinie zu halten hatte.
Das 1. Armee-Corps vollzog am 4. April seine rück-
gängige Bewegung von der Chiese hinter den Mincio und
nahm folgende Stellung ein:
Das Hauptquartier in Villafranca; — die Division Wei-
gelsperg Hess den Mincio von Goito bis Valeggio beobach-
ten und cantonirte mit dem Gros in Roverbella. Die Division
Schwarzenberg stand zwischen Villafranca und Oster ia
del Bosco und hatte zur Beobachtung des Miucio von Pe-
schiera bis Valeggio die leichte Brigade Strassoldo vorge-
schoben. Die Division Wo eher stand in Verona, die Bri-
gade Nugent in Mantua, indessen die Division Erzherzog
Ernst, aus der Reserve-Cavailerie und Artillerie bestehend,
in Verona und dessen Umgebung cantonirte.
Oberst Baron Zobel wurde mit einem Bataillon Kaiser-
jäger nach Südtirol mit der Weisung abgesendet, das Com-
maudo über alle dort befindlichen Truppen zu übernehmen,
die Judicarien und die Val Sugana von Insurgenten zu be-
freien und so der Armee die einzige Verbindungslinie offen
zu erhalten.
itaMMM d« Ajm 9. April verliess das Regiment das Lager am Campo
K«*tanic*thUnne
i"^r u ^V,"l^fiore, um mit dem 1. Bataillun das Kloster und die Kirche
J C'.'.*"' San Zeno in Monte, sowie die Festungsthünne an der öst-
9. Apt-n ia«. Ugjjgjj u m f a8sun g V ou Porta S. Giorgio an bis zum Castel
Sau Feiice ; mit dem 2. Bataillon dagegen die Vorwerke
ausserhalb des geuanuteu Thores, und die Toscaua-Kaserne
zu besetzen.
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175
Den grossen Kämpfen, welche das Jahr 1846 der öster- JJgJJjJj
reichischen Armee beschieden hatte, gingen zahlreiche, klei-
nere Gefechte als Präludium voran. W M,J
Am 7. April bestand die Brigade Liechtenstein,
welche von Verona zur Recognoscirung gegen Osten vorge-
schoben wurde, bei Porio und Montebello ein glänzendes Ge-
fecht gegen einige Tausend Insurgenten; Oberst Benedek
nahm mit Abtheilungen seines Regiments in einem Schar-
mützel bei Marcaria den über den Po vorrückenden toskani-
schen Truppen schon am 6. April eine Abtheilung Reiter
Mittlerweile hatte jedoch die piemontesische Armee, an
deren Spitze sich König Carl Albert selbst befand, ohne
Kriegserklärung sich der insurgirten Lombardie bemächtigt,
in der ausgesprochenen Absicht: die dort herrschende Revo-
lution zu unterstützen und die Befreiung dieser Provinz von
der österreichischen Herrschaft zu erwirken.
Carl Albert war den gegen Osten abziehenden Co-
lonnen des Feldmarschalls auf dem Fusse gefolgt.
Schon am 7. April kam es zwischen der piemontesischen
Division Bava und der Brigade Wohlgemuth zu einem
hitzigen Gefechte bei Goito, während es den Piemontesen im
Laufe des 8. und 9. April gelang, sich auch bei Pozzolo
und Monzambano den Uebergang über den Mincio zu er-
kämpfen.
Mit Einbruch der Nacht des 9. standen die zurückge-
drängten Truppen des 1. Armee-Corps wie folgt:
Brigade Strassoldo und Rath auf den Höhen von
Brentino und Valeggio, — südöstlich dieses Ortes die Brigade
Maurer; die Brigade Wohlgemuth östlich und die Bri-
gade Clam westlich von Quaderni; die Cavallerie-Brigade
Schaffgot8che bei Rosegaferro und endlich die Brigade
Erzherzog Sigismund bei Villafranca.
Am 10. blieb das 1. Corps in dieser Aufstellung.
Nach Forcirung d#s Mincio durch den Gegner war der k«^»^*« b«
Feldmarschall viel zu schwach, um demselben im freien Felde *^S£H l 4S m
entgegentreten zu können; dagegen durfte man hoffen, OmSm^SZ
einer Defensivstellung — unmittelbar auf Verona gestützt — "
sich einige Zeit halten und gleichzeitig bis zu einer sich er-
gebenden Gelegenheit zur Offensive der Armee einen grösse-
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176
»•«• ren Lager-Raum sichern zu können. Der Feldmarschall Liess
daher in der Nacht vom 10. auf den 11. das 1. Armee-Corps
eine concentrisch-rückgängige Bewegung ausführen, und die
auf dem halbkreisförmigen Rideau am rechten Etschufer 2-
bis 4000 Schritte von der Festung liegenden Ortschaften uud
Weiler besetzen. In der Eile auszuführende Feldbefestigungen
sollten diese Position verstärken.
Die Cavallerie-Brigade Schaffgotsche mit den Re-
serve-Batterien lagerte hinter dieser Stellung auf dem Glacis
der Festung zwischen Porta uuova und S. Zeno.
Recognoscirungs-Patrullen brachten am 10. April dem
Feldmarschall die Nachricht, dass mehrere piemoutesische
Colonnen mit zahlreichem Geschütze sich der Festung Pe-
schiera genähert haben, dann, dass Insurgeutenhaufen aus der
Lombardie unter Anführung des Mailäuders Manara von
Salö nach Lacise über den See gekommen wären und Castel-
nuovo und Cavalcaselle besetzt, sohin die Verbindung zwischen
Peschiera und Verona unterbrochen hätten. — Um nun diese
Verbindung wieder herzustellen, wurde General-Major Fürst
Wilhelm T h u r u - T a x i s mit einem Bataillon H a u g w i tz-,
einem Bataillon Pi re t- Infanterie, einer Division Windisch-
grätz Chevauxlegers und der üpfündigeu Fussbatterie Nr. 4
am 11. April vor Tagesanbruch gegen Castelnuovo entsendet.
Der vom Feinde besetzt gefundene Ort wurde durch die
Artillerie beschossen, dann gestürmt, und die Insurgenten
nach hartnäckiger Gegenwehr mit grossem Verluste verjagt.
Ungeachtet desseu wurde der Feldmarschall um das
Schicksal Peschiera's, dem die Einschliessung und Belage-
rung nahe bevorzustehen schien, besorgt; er beschloss daher,
dessen Garnison zu verstärken.
KM*«** «i« Am 13. April erhielt daher das l. Bataillon des 48. Re-
.'* r ; ,, '. i 1 r ^ J . giments den Befehl, um 7 Uhr Früh vor Porta San Zeno
19. April IMS,
bereit zu sein, um, im Vereine mit der Brigade Gyulay,
eine Division Sluiner-Grenzer und ei» Detachement Artillerie
nach Peschiera zu geleiten, sowie dereu sicheres Einrücken
dortselbst zu decken.
Diese Unternehmung gelang ohne Störung, und trafen
die Expeditions-Truppen mit ihnen das 1. Bataillon Erzherzog
Ernst um 1 Uhr Naclits wieder in Verona ein.
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Am 15. April wurde das 2. Bataillon des Regiments, in
ähnlicher Absicht der Brigade Erzh. Sigismund zugetheilt,
welche einen grossen Proviant- und Schlachtvieh-Trausport
nach Peschiera zu geleiten hatte. Auch diese Expedition wurde
weder vom feindlichen Heere, noch von den Insurgenten be-
lästiget.
Unter Commando des Majors Desimon, marschirte das b«^«. d«
1. Bataillon des Regiments, mit einer Division Windischgrä tz- Ja * c £Y M *T c iu.,».
Chevauxlegers am 16. April nach S. Martino ab, um die dort '*• A « ,riI
auf Vorposten stehenden 3 Compaguien des Banal-Grenz-Re-
giments und einer Division Reu ss-Huszaren, vou der Brigade
Fürst Liechtenstein, zu verstärken.
Nachmittags um 4 Uhr wurde die nun verlängerte Vor-
postenlinie derart gegen Strä und Caldiero vorgeschoben, dass
die Vedettenlinie ihre Flügel an den Illasi-Bach lehnte und
sich über die Höhen von Caldiero gegen Colognola zog. Iu
Vago blieb eine Compagnie, die anderen 5 Compaguien mit
der Chevauxlegers-Di vision, wurden in Strä, Caldiero und Rotta
untergebracht.
Gemischte Patrnllen wurden nach Belfiore de Porcile, S.
Bonifacio, Illasi entsendet, um durch alle diese Massregeln,
den Rücken Verona's gegen die Insurgenten von Vicenza zu
decken.
Theils um Nachrichten vom Feinde einzuholen, theils um
die Umgebung Verona's von den Insurgenten rein zu halten,
Hess der Feldraarschall auch Streif-Coramanden auf beiden
Ufern der Etsch aussenden.
Im Schlosse zu Bevilacqua (unweit Legnago) dessen Be-
sitzer feindlich gesinnt war, hatten sich Freischaareu festge-
setzt, und hinderten die Lieferung von Lebensmitteln aus jener
Gegend.
Oberst Hainzl von Sigismund- Infanterie Nr. 45 er-
hielt am 10. April den Befehl, mit einem starken gemischten
Detachement, einen Streifzug dahiu über Legnano zu unter-
nehmen, während eine Abtheilung von S. Bonifacio aus, in
die rechte Flanke der Insurgenten zu demonstriren hatte.
Zu dieser Flankenbewegung wurde das, von den Vor-
posten einstweilen abgelöste 1. Bataillou des Regimentes Erzh.
Ernst mit einer Division W indisch g rät z- Chevauxlegers *
verwendet, welches Detachement den Marsch um 6 Uhr Abeuds
i <!.. 4». Uol.a Inf. IU». 12
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>•« antrat und über S. Bonifacio, Arcole, Cncca, Sabbione, Pressana
zeitlich Morgens in Montagnana anlangte. Da es die ganze
Nacht regnete, war dieser Nachtmarsch äusserst anstrengend.
Leider erwies er sich überflüssig, da die Crociati, auf die erste
Nachricht vom Anmärsche der Truppen, die ganze Gegend
bis Monselice räumten. Das 1. Bataillon rückte demgemäss
wieder in seine Stellung bei Strä-Caldiero, wo es erst am 18.
eintraf.
Am 24. April wurden diese Vorposten des 1. Bataillons
in Strä-Caldiero von Verona aus. abgelöst. Das 1. Bataillon
rückte nach Verona ein und wurde im Seminar-Gebäude be-
quartiert, während das 2. Bataillon ein Zeltlager vor Porta Stuppa
bezog.
^ verwunde. Das mittlerweile auf den Kriegsfuss gestellte 3. Bataillon
»wh7in"r.hi^ des Regimentes, welches bis nun in Stuhlweissenburg in Gar-
nison gelegen war, wurde Ende April nach Jänoshäza dislocirt.
v.. rockun* der Nach 14tägiger vollständiger Passivität, die nur durch
PI MMBrUMB und n t • •
^S^SSSSS 1 beiderseitige Recognoscirungen unterbrochen wurde, ging die
L^ViXsciun'dc.piemontesische Armee endlich am 2<>. und 27. April ganz auf
JM. und »7. April das linke Ufer des Mincio über, und besetzte mit ihrem 1.
Armeecorps die Höhen bei Sona, Sommacampagna und Custoza,
dann das Städtchen Villafranca; — das 2. Armeecorps der-
selben bezog am 27. die Stellung von Sta. Giustina — Caatel-
nuovo, den äussersten linken Flügel an den Gardasee lehnend.
Die Reserve-Division besetzte Guastalla vecchia und Oliosi —
die Cavallerie wurde bei S. Giorgio in Salice aufgestellt. Die
Blokade von Peschiera übernahm die Brigade Pignerol zu
beiden Seiten des Mincio.
Während diese Bewegungen des Feindes vom Festungs-
Commando zu Peschiera, dem Feldmarschall gemeldet wurden,
lief die erfreuliche Nachricht ein, dass F. Z. M. Graf Nugent
mit einem neugesammelten, aus 18.000 Mann bestehendem
Armee-Corps, vom Isonzo her, die Operationen im Venetianischen
begonnen habe, und schon am 23. April in üdine einge-
rückt war.
M.r.ri, d« R.ft.. Da nach allen Vorkehrungen des Feindes auch eine um-
fassende Einschliessnng Mantua's nahe bevorstehend schien,
und die Festung für diesen Fall eine Vermehrung ihrer Artillerie-
Mannschaft bedurfte, übrigens das Armee-Commando beab-
sichtigte, das in Mantua stationirte 2. Kaiser-Jäger-Bataillon
». April IS«.
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durch 4 Compagnien Grenz-Truppen zu ersetzen, so wurde G. <•«-
M. Baron Simbschen am 28. April beauftragt, mit einer
aus dem Regimente Erzb. Ernst, 4 Compagnien Sluin er-
Grenzer, einer Division Wiudischgräz-Chevauxlegers,
Vi Cavallerie- und 1 j i Raketen - Batterie zusammengesetzten
Brigade, — eine nach Mantua bestimmte Artillerie-Compagnie
bis Belforte zu escortiren, wo dieselbe sammt den 4 Grenzer-
Compagnien durch ein ähnliches, aus Mantua dahin entsendetes
Detachement übernommen und in die Festung geleitet werden
sollte. Der Marsch rausste wegen der grossen Nähe des Feindes
mit grösster Vorsicht unternommen werden.
Derselbe begann um 12 Uhr Mittags. Das 1. Bataillon
hatte mit einem Flügel Chevauxlegers und der halben Raketen-
Batterie die rechte Flanke der Brigade zu decken, und über
Tombetta, Tomba, Castel d'Azzano, Vigasio bis Trevenzuolo
zu marschiren, wo es Vorposten gegen Roverbella und Villa-
franca ausstellen sollte. Das 2. Bataillon ging mit dem Gros
über Tsola della Scala bis Castel Belforte, kam aber bei ein-
brechender Nacht nach Roncoleva zu stehen, wo es sich gleich-
falls durch Vorposten sicherte, und die Verbindung mit dem
l. Bataillon des Regiments und mit dem im Castel Belforte
aus Mantua bereits eingetroffenen 2. Kaiser-Jäger -Bataillon
herstellte.
Nachdem die Brigade, durch Abgabe der Grenzer und
Artillerie, dann durch Ueberuahme des erwähuten Jäger-
Bataillons, einer grossen Anzahl Waffen, uud bedeutender
Vorräthe an Lebensmitteln, sich ihres Auftrages entledigt hatte,
kehrte sie am 29. nach Verona zurück.
Nach dem nachtheiligen Gefechte bei Pastreugo am 30. .i«
April, in welchem die Division Wocher zum Rückzüge auf uwnm,
das linke. Etschufer gezwungen wurde, nahm die Armee am
l. Mai nachstehende Aufstellung ein:
Auf dem der westlichen Festungsfront vorliegenden
Rideau, dessen nördliche und südliche Enden sich bei Chievo
und Tombetta an die Etsch lehnen, besetzte das 1. Armee-
Corps mit den Brigadeu Clam und Strassoldo die Strecke
von Tombetta bis Santa Lucia; von hier weiter über Sau
Massimo, Croce-bianca bis Chievo stand das 2. Armee-Corps
mit den Brigaden Gyulay, Liechtenstein und Taxis.
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ISO
Die Cavallerie-Brigade Schaff gotsc he des 2. Corps stand
am Glacis der Festung, en Reserve.
Die Stärke dieser Truppen stand mit der grossen Aus-
dehnung dieser Linie in keinem Verhältnisse; — daher hatte
man die Hauptzugänge zu dieser Stellung durch Verhaue ver-
sperrt, eine Massregel, die sich im Laufe der Zeit als sehr
vortheilhaft erwies.
Die Brigade Wohlgemuth stand in Tantibalconi zur
Beobachtung des linken Etschufers; — zu ihrer Unterstützung
die Brigade Sigismund in Parona, dessen umliegende Höhen
befestigt und mit 12Pfündern- und Raketen-Geschützen armirt
wurden. Nur die Brigaden Maurer und Rath bildeten die
Besatzung von Verona.
Die Cavallerie-Brigade Schaffgotsche des 1. Corps
lagerte am linken Etschufer vor Porta Vescovo.
Das Regiment Erzh. Ernst in die Brigade G y u 1 a y des
2. Corps eingetheilt, rückte dieser einzunehmenden Aufstelluug
gemäss, am 1. Früh mit dem 11. Jäger- Bataillon, der Cpfiin-
digen Fussbatterie Nr. 5 und einer Division Reuss-Huszaren,
nach S. Massimo, wo nebst dem Brigadier GM. Graf Samuel
Gy ulay auch der Divisionär F. M. L. Weigelsperg sich auf-
hielt. Das 1. Bataillon nebst der Batterie besetzte den zur
Vertheidigung vorgerichteten Ort — das 2. Bataillon bezog
mit dem 11. Jäger-Bataillon, gegen Lugagnano, welcher Ort
schon vom Feinde besetzt war, Vorposten; diese hielten ausser-
dem 2 Casinen (Corte Salvi und Mezzdaglia) besetzt, und
standen rechts mit den Truppen der Brigade Liechtenstein
bei Sagramoso, links mit jenen der Brigade Strassoldo bei
Pellegriuo, in dessen Nähe sie die Gehöfte Cava und Co-
lombara besetzten, in Verbindung.
In dieser Aufstellung fiel vom 1. bis o. Mai ausser Pa-
trullen-Gefechten nichts von Belang vor, doch war man be-
müht, so viel es Zeit und Verhältnisse gestatteten, die sehr
ausgedehnte Gefechtsstellung am Rideau durch Mittel der
Fortification haltbarer zu machen. Alle Zugänge, welche von
Feindesseite gegen die in der Stellung liegenden Orte Chievo,
Croce-bianca, S. Massimo, Sta. Lucia und Tombetta führten,
wurden durch Abgrabuugen und Traversen gesperrt, die gegen
den Feind sehenden Umfassungsmauern der Ortschaften, Ca-
sinen und Höfe crenelirt, endlich zwischen den befestigten
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Punkten wohl zu bestreichende Verhaue angelegt oder Jäger-
gräben ausgehoben.
Auf dem Kirchthurme in S. Massimo wurde ein Obser-
vatorium eingerichtet, wo Officiere abwechselnd die feindliche
Position und das Vorfeld zu beobachten hatten.
Am 5. Mai Abends meldeten die Vedetten, dass auf-
fallende Bewegungen, sowie vermehrte, bedeutend näher ge-
rückte Wachfeuer beim Feinde wahrgenommen worden. In
Folge dessen wurden über Nacht die Sicherungsmassregeln
verschärft.
Den 6. Mai um 6 Uhr Früh wurden vom Observatorium
Bewegungen in der feindlichen Stellung wahrgenommen, welche
die Absicht eines offensiven Actes von Seite der bisher mit
dem Gros auf den Höhen von Pastrengo, Sta. Giustina, Sona
und Sommacampagna gestandenen feindlichen Armee, auf die
vor der Festung im weiten Halbkreise am Kideau hinlaufen-
den Vertheidigungslinie der Armee, zweifellos erkennen Hessen.
Aus der Art der feindlichen Vorrückung war ferner zu
vermuthen, dass der Hauptangriff auf Sta. Lucia gerichtet sei,
während Demonstrationen gegen alle andern Theile der Stellung
diese Absicht verhüllen sollten.
Es war 8'/;. Uhr Morgens, als der Feind, zuerst in der
Richtung von Sommacampagna her, mit dichten Plänkler-
schwärmen, gefolgt von starken Colonnen, gegen die Vorposten
der Brigade Strassoldo herankam und sogleich ein leb-
haftes Feuer eröffnete. Kurz darauf erfolgte auch die Vor-
rückung auf S. Massimo. Die Vorposten zogen sich, vom weit
überlegenen Gegner gedrängt, in die Gefechtsstellung zurück.
Besonders vor der westlichen Umfassung von Santa Lucia
nahm das Gefecht bald einen sehr lebhaften Character an.
Die schwache Brigade Strassoldo bedurfte der Auf-
bietung aller Kräfte, um ihre Positionen zu behaupten ; nament-
lich das 10. Jäger-Bataillon im Friedhofe des Ortes, ver-
richtete Wunder der Tapferkeit. Auch gegen die anderen
Theile der Position der Brigade Strassoldo konnten die An-
strengungen der feindlichen Garde-Grenadiere, welche hier in
den Kampf eintraten, keinen nennenswerthen Erfolg erkämpfen,
kaum nach mehrmaligen heftigen Stürmen einige Hundort
Schritte Terrain gewinnen.
Gleichzeitig mit diesen Vorgängon auf dem linken Flügel
der Stellung, griff der Feind wie bereits erwähnt, gegen
V*0 Uhr Morgens, auch die Vortruppen des 2. Coq>s an. Un-
gefähr gegen 9 Uhr führte derselbe seine Batterien gegen-
über S. Massimo auf und eröffnete ein zwar heftiges, doch
wenig wirksames Feuer auf den von der 1. und 2. Corapagnie
des Regiments besetzten Garten und die Kirche dieses Ortes;
das feindliche Geschützfeuer verstummte, sobald es unserer-
seits lebhaft und wirksam erwidert worden war.
Das 2. Bataillon des Regiments, welches auf Vorposten
stand, und die Verbindung links mit Santa Lucia unterhalten
hatte, musste gleichfalls dem starken Andränge des Feindes
weichen und in die Haupt-Gefechtsstellung zurückgehen ; be-
werkstelligte aber diese rückgängige Bewegung nicht , ohne
jeden günstigen Terraintheil benützt und vertheidigt zu haben.*)
Gegen 10 Uhr unternahm eine auf der Strasse vou Sona
vorrückende feindliche Colonne, einen Augriff auf S. Massimo,
doch mit so geringem Nachdrucke, dass einige wirksame
Kanonenschüsse hinreichten, denselben abzuweisen.
Dieses angriffsweise Vorrücken des Feindes auf beiden
von Sona und Sommacampagna herführenden Strassen, wieder-
holte sich im Laufe des Vormittags noch mehreremale.
Es war augenscheinlich, dass der Gegner vor S. Massimo
einstweilen nur beschäftigen und die Aufmerksamkeit und
Kräfte von Santa Lucia abziehen wollte.
Nachdem nun nach einem mehrstündigen heissen Kampfe,
dieser letztere Ort in den Besitz des Feindes gefallen war,
trachtete der Gegner zwischen diesem Dorfe und S. Massimo
die österreichische Stellung zu durchbrochen. F. M. L. Baron
d'Aspre die Gefahr erkennend, sendete alle entbehrlichen
Truppen in des Geguers linke Flanke, zur Unterstützung des
*) Hei dieser Gelegenheit zeichnete sich Feldwebel Paul (»resky
des Regiments, der in der Tirailleurkette, am äussersten linken Flügel
stand, dadurch auB, dass er mit einigen schnell zusammengezogenen
Kettengliedern, die vom Feinde schon besetzte Casa Pellegrini, von
welcher aus die Picmontesen gegen die rechte Flanke der Brigade
Strassoldo gedeckt vorrücken konnten, erstürmte, und insolange
gegen wiederholte Angriffe behauptete, bis die 6. Division des Regi-
mentes die Besetzung und Behauptung dieses wichtigen Punktes
übernahm.
183
hart bedrängten 1. Armee- Corps. Hiezu erhielt auch das
2. Bataillon des Regiments mit einer Compaguie des 11. Jäger-
Bataillons den Befehl mit der Direction gegen Santa Lucia
vorzurücken; es drang mit Ungestüm vor, erstürmte mehrere
Casinen, setzte sich in denselben fest, etablirte eine Tirailleur-
Linie zwischen denselben und an vorliegenden Steindämmen,
wies in dieser Flankenstellung alle feindlichen Angriffe durch
ein wohlgenährtes Feuer ab, und behauptete seine Position
bis Abends.
Um l Uhr Mittags griff der Feind in 3 Colonnen auch
das Centrum des 2. Armee-Corps bei Croce-bianca an, wurde
aber dort durch wirksames Geschützfeuer und durch das stür-
mende Vorgehen des 9. Jäger-Bataillons bald zum Umkehren
geuöthigt. — Ein zweiter Versuch, sich Croce-bianca's zu be-
mächtigen, lief, für den Gegner ebenso unglücklich ab, denn
mit heftigem Geschütz- und Kleingewehrfeuer aus den zur
Vertheidigung hergerichteten Gebäuden empfangen , mussten
sieb die Angreifer mit grossen Verlusten zurückziehen.
Während dieser Gefechte bei Croce-bianca und S. Mas-
simo hatte die aus Santa Lucia verdrängte Truppen-Division
Schwarzenberg um 2 Uhr Nachmittags mit der Brigade
Strassoldo hinter dem Rideau von Santa Lucia Stellung
gefasst, um dem Gegner das Debouchiren aus dem Orte zu
verwehren; die Brigade Clam stand beim Rondell zu beiden
Seiten der Strasse vor Porta nuova und mit der Brigade
Strassoldo rechts in Verbindung.
Der Feind hatte es mehrere Male versucht, aus Santa
Lucia zu debouchiren, wurde aber jedesmal durch concen-
trisches Feuer zurückgewiesen.
Nach 2 Uhr traf aus Verona ein Bataillon G e p p e r t
Infanterie Nr. 43 bei der Brigade Strassoldo ein, und es
wurde nun zum Angriffe auf Santa Lucia geschritten. Die
Brigade Clam hatte den Feind durch eine Rechtsschwenkung
in Flanke und Rücken zu nehmen.
Die angreifenden Truppen, besonders das Bataillon G e p-
pert, an dessen Spitze Oberstlieutenant Leutzendorff
fiel, wurden von eiuem mörderischen Hagel von Kartätschen
und Flintenkugeln empfangen, und wenngleich die ersten Häuser
von Santa Lucia auf kurze Zeit genommen wurden, so konnten
die Truppen doch die vereinten Anstrengungen des Feindes
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iw* nicht überwinden, und nur das weiter« Vorrücken der Bri-
gade Clam gegen die feindliche rechte Flanke und eines
Flügels Uhlanen im Centruin stellten das Gefecht insoweit
wieder her, dass der Gegner auf den Besitz von Santa Lucia
beschränkt blieb.
Der Feldmarschall, welcher von der Bastion S. Spirito
den Gang des Gefechtes beobachtete, Hess in diesem kriti-
schen Augenblicke ein ungarisches Grenadier-Bataillon und
das 1. Bataillon Sigismund nebst einer 12pfundigen Batte-
rie den Besatzungstruppen Verona's entnehmen und in die
1. Linie vorrücken; als diese Abtheilnngen bei der Division
Schwarzenberg anlangten, war es bereits 4 Uhr. Es
wurden nun Dispositionen zum weiteren Angriffe getroffen.
Gleichzeitig mit dem einleitenden Geschützfeuer beim 1. Corps
eröffnete auch Feldmarschall-Lieutenant d' A s p r e auf der gan-
zen Linie des 2. Corps ein mörderisches Feuer. Dem hierauf
folgenden kräftigen, auf der ganzen Linie, mit allen gesam-
melten Abtheilungen unternommenen Angriffe hielt der Feind
nicht länger Stand, und als die Colonnen des General-
Majors Strassoldo im Vorstürmen in Santa Lucia anlang-
ten, fanden sie den Ort bereits vom Feinde geräumt.
Um 5 Uhr Nachmittags, nachdem das Gefecht 7 Stun-
den gedauert hatte, war Santa Lucia wieder in österreichi-
scher Gewalt, und um 6 Uhr Abends standen die Vorposten
bereits in ihrer früher innegehabten Stellung. — So endete
dieser für Oesterreichs Waffen rühmliche Tag mit einem Siege,
den schwache Kräfte über einen bedeutend stärkeren Gegner
davontrugen.
Eine grosse Anzahl Waffen und Trophäen fiel in die
Hände der vorrückenden Truppen.
Der Sieg von Santa Lucia war von unberechenbare«
Folgen. Die piemontesicho Offensive, welche in dieser Schlacht
culminirte, erhob sich nimmer wioder zur früheren Energie;
die Behauptung der Stellung auf dem Kideau von Verona
wurde jedoch der Grundstein zu jenen späteren, schönen Sie-
gen, welche Treue über Verrath erfocht, und welche die Welt
mit gorechter Bewunderung für die österreichische Armee und
ihre kriegerischen Tugenden erfüllte.
Die Verluste des Regiments Erzherzog Ernst in dieser
« Mai im» Schlacht waren sehr geringe. Vom Regimente blieb 1 Mann
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todt, 1 Mann war schwer und 2 Mann leicht verwundet ;
dagegen hatten die Truppen des 1. am meisten engagirten
Corps sehr beträchtliche Verluste erlitten.
Am 12. Mai rückte ein 207 Mann starker Ergänzungs-
Transport vom 3. Bataillon aus Ungarn zum Regimente ein.
Den 1 4. rückte die Brigade Liechtenstein nach «" i.
Chievo, die Brigade Erzherzog Sigismund nach S. Massimo
und die Brigade Gyulay nach Croce - bianca ; das 1. Ba-
taillon bezog vor dem Orte die Vorposten, das 2. Bataillon
und das 11. Jäger-Bataillon besetzten Croce-bianca und einige
Casinen in dessen nächster Umgebung.
Am 19. Mai fand in der Besetzung des Rideau's aber- *•■»
• Cklev« durch iU»
mals eine Aenderung statt. fÄÜL
Die Brigade Liechtenstein wechselte mit der Bri-
gade Gyulay ihre Aufstellung, welch' letztere also nach
Chievo zu stehen kam. Hier bezog mit dem 11. Jäger-
Bataillon das 2. Bataillon des Regiments die Vorposten, wäh-
rend das 1. Bataillon die Besatzung dieses Ortes bildete.
Das unter Feldzeugraeister Graf N u g e n t gebildete Cor])«, gggR^
war während dieser Ereignisse im ununterbrochenen, sieg- r "£" ' "
reichen Vordringen durch das Venetianische begriffen, stand
am 12. Mai in Treviso und traf, in Erkrankung Nugent's
vom Feldmarschall-Lieutenant Grafen Thum conimandiit,
am 25. Mai in Verona ein.
Dieses Armee-Corps, das seine Operationen am 17. April
mit Ueberschreitung des Isonzo eröffnet hatte, und zur Ver-
stärkung der Armee bei Verona bestimmt war, konnte sich
mit dieser nicht früher vereinigen, weil die Unterwerfung der
aufrührerischen Städte des Venetianischen, noch mehr aber die
so schwierige Wiederherstellung der zerstörten Uebergänge
über die zahlreichen Wasserlinien, endlich die Bewältigung der
sich ihm wiederholt entgegenstellenden feindlichen Kräfte, ein
schnelleres Fortkommen hinderten.
Die in Verona einrückenden Truppen dieses Corps waren
durch die mitgemachten Anstrengungen auch so ermattet, dass
sich der Feldraarschall genöthigt sah, denselben einige Ruhe-
tage zu gönnen.
Die Behauptung des am 6. Mai so rühmlich vertheidigten
Rideau lag dem Feldmarschall sehr am Herzen. Für die Defen-
sive ein vortreffliches, in den Flankon geschütztes Schlachtfeld,
KiHrn,, l.ini...
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gab ein auf demselben angelegter Gürtel von Befestigungen,
auch eine bedeutende Erweiterung des Lagerraumes, für die bei
Verona concentrirte Armee, und bot für den Fall einer gegen
Westen beabsichtigten Offensive, einen geräumigen Versamm-
lungsraum, sowie eine starke taktische Basis. In Erkenntuiss
dieser Vortheile, Hess daher der Feldmarschall am oberen
Kande des Rideaus, fünf grosse Redouten und zwei kleinere
Zwischenwerke, mit sehr bedeutendem Aufzuge und im stärk-
sten Profile erbauen, welche in einem Halbkreise von der
Etsch bis wieder an die Etsch, die westliche Festungs-Front
umgaben.
Diese Werke wurden mit 12- und 18-Pfündern armirt,
und sollten dieselben , wenn es die Zeit später erlauben
würde, noch jedes mit einem gemauerten Blockbause und
einer freistehenden Grabensmauer verstärkt werden.
Am 26. erhielt die Armee in Folge des Einrücken» des
«Irr Ann* f. O
w. Mai w«. Reserve-Corps, eine neue Ordre de bataille, und wurde in 3
Armee-Corps getheilt.
I. Armee -Corps Feldmarschall - Lieutenant Graf Wra-
tisla w.
II. Armee-Corps Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre.
III. Armee- und Reserve - Corps Feldmarschall - Lieute-
nant W och er.
Die Brigade Gyulay kam in die Division Feldmarschall-
Lieutenant Schaffgotsche des 2. Armee-Corps und bestand
aus dem 1. und 2. Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst,
aus einem Bataillon St. Georger- Grenzer, dem 11. Jäger-
Bataillon, 2 Escadronen Kaiser- Uhlanen und der 6pfundigen
Fuss-Batterie Nr. 5.
Mit der so reorganisirten Armee beschloss der Feld-
marschall, die Offensive gegen den, durch den Misserfolg bei
Santa Lucia erschütterten Gegner zu ergreifen.
►•'»•*«• "•<* Nach der Schlacht hatte sich die sardische Armee nur
l- w bis in die Linie Sta. Giustina, Sommacampagna zurückgezogen;
im Besitze der Höhen von Sommacampagna, Sona, Sta. Giustina
und des Plateaus von Rivoli, hatte der Feind diese Positionen,
die ohnedem von Natur aus stark sind, noch durch die An-
lage von Verscbanzungen bedeutend verstärkt. Ein directer
Angriff auf diese starke Stellung, war trotz der erhaltenen
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Verstärkungen, bei dem Missverhältnisse der Kräfte nicht au w*
wagen.
Der Feldmarschall beschloss sonach, den Feind aus seiner
Stellung wegzumanovriren, ihm durch eine weitausgreifende
Bewegung nach Mantua um Flanke und Rücken Besorgniss
einzuflösson, dadurch von Veroua abzuziehen, und, wenn er sich
hiebei eine Blosse geben würde, seine zunächst erreichbaren
Divisionen zu schlagen.
Die Offensivbewegung wurde am 27. Abends um 87 t Uhr
in 3 Colonnen angetreten: Vorposten sollten zur Täuschung
des Gegners am Rideau, dann behufs Deckung der Vertheidigungs-
arbeiten stehen bleiben, und wurden daher noch Nachmittags
abgeltet; das 48. Regiment überliess seine Vorposten-Stellung
an Abteilungen von Fürstenwärther Nr. 56 und Erzherzog
Carl Infanterie Nr. 3.
Das 1. Armee-Corps rückte auf der Strasse über Tomba,
Vigasio, Trevenzuolo und Roneoleva nach Castel Belforte, wo
es abkochte, und dann weiter seinen Marsch über Casa Rossi,
Casa Pastori und Boschetto fortsetzte, nach 'Mantua, wo es
am 28. um 2'/ 2 Uhr Nachmittags eintraf. Das 2. Armee-Corps,
welches die 2. Colonne bildete (in ihr auch das 48. Regiment)
nahm seine Richtung auf der Hauptstrasse bis Isola dellu
Scala, von da sich jedoch rechts wendend, über Torre, Erbe.
Pontepossaro, Sorga nach Castellaro, wo es ebenfalls abkochte,
und dann den Marsch auf der gewöhnlichen Poststrasse, die
von Legnago nach Mantua führt, weiter antrat. Dieses Corps
traf um 11 Uhr Nachts, den 28. in Mantua ein, und lagerte
auf dem Glacis vor S. Giorgio. Dem 2. Armee-Corps folgten
auf derselben Strasse, die Infanterie-Brigaden Maurer und
Rath des Reserve-Corps, nebst dem Brückentrain und der
Artillerie- Reserve, welche sämmtlich iu Sorga abkochten, und
dann wieder dem 2. Armee-Corps nachrückten.
Die Colonue, bestehend aus der Cavallerie- Division des
Reserve-Corps, nahm ihren Weg von Verona über Tombetta,
Pozzo, Villafontana, Bovolone nach Nogara, wo sie abkochte,
um dann ihren Marsch auf der Hauptstrasse nach Mantua
fortzusetzen; wegen des weiten Weges, traf diese 3. Colonne
erst in der Nacht des 28. in Mantua ein.
Die Brigade Schulz ig des Reserve-Corps deckte deu
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■» Rücken der Colonncn und erroichte in derselben Nacht wieder
die Armee.
Während der Feldmarschall mit seinen Truppen Verona
verliess, und mit einem kühnen und glücklich ausgeführten
Flankenmarsche, knapp am Feinde vorüber, nach Mantua zog,
hatte derselbe, um die Aufmerksamkeit des Gegners von dieser
Bewegung abzulenken, den bei Rivoli stehenden Oberst Zobel
beauftragt, vom Etschthale her, einen Scheinangriff auf die
linke Flanke des Feindes in der Richtung gegen Garda und
Bardolino zu unternehmen, und hiebei, wenn es thunlich sein
würde, die Festung Peschiera mit Lebensmitteln zu versehen.
rurt^J.«.' Nachdem der Feldmarschall seine sämmtlichen Truppen
». m>i uo, in Mantua concentrirt hatte , liess er unter Zuziehung eines
Theiles der Besatzung von Mantua, die verschanzten Linien
von Curtatone und Montanara angreifen , um dadurch den
äussersten rechten Flügel des Feindes zu umgehen, und ihn
entweder zum Verlassen der Mincio-Linie, oder zur Annahme
einer Schlacht zu zwingen, wodurch bei einem günstigen Re-
sultate, in beiden Fällen, der Entsatz von Peschiera herbei-
geführt worden wäre.
Der Angriff auf diese Linie wurde in 3 Colonnen unter-
nommen. Alle Truppen derselben gehörten dem 1. Armee-
Corps an, so dass das Regiment an diesem Tage nicht zur
Verwendung kam.
Um 10 Uhr Vormittags begann der Kampf. Mit beispiel-
loser Tapferkeit drangen die österreichischen Colounen im An-
griffe vor, und hatten nach einem 3stündigem Kampfe die
ganze, stark verschanzte Linie erstürmt, den Feind theils zer-
sprengt, theils zum Rückzüge genöthigt.
In diesem hartnäckigen Gefechte blieben österreichischer-
seits 8 Officiere und 85 Manu todt; 28 Officiere und 491 Mann
wurden verwundet. Der Feind verlor 4 Stabs- und 59 Ober-
officiere, nebst 2000 Manu allein an Gefangenen; 5 Kanonen
und eben so viele Pulverwagen wurden erbeutet.
Die Brigade Gyulay stand am Abend nach dem Gefechte
bei Panicella.
Nachdem am 29. Abends, durch die Einnahme der ver-
schanzten Linie am Curtatone, der Armee kein Hinderniss
entgegen stand, um ihre weiteren Offensiv bewegungen fort-
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I
setzen zu können, wurde sie in 2 Colonnen mit einer Rechts- «•«•
Schwenkung gegen Goito und Ceresara disponirt.
Das 1. Armee-Corps ging am 30. Früh über Rivalta,««*«« «««i u^.
Sette-Frati und Sacca gegen Goito ; das Reserve-Corps auf *' M " 1
derselben Strasse sammt der Cavallerie und Artillerie-Reserve
bis nach Rivaita.
Das 2. Armee-Corps erhielt die Richtung von Castel-
lucchio über Rodigo nach Ceresara.
Beim 1. Armee-Corps begann Nachmittags 2 Uhr ein
hitziger Kampf vor Goito, durch die Brigade Benedek
engagirt.
Das 2. Corps, bei welchem die Brigade Gyulay die
Avantgarde bildete, traf zur selben Zeit bei Ceresara ein, bei
welchem Orte die ganze Division Schaffgotsche in ge-
schlossenen Bataillons-Colonnen aufmarchirte, indessen die Di-
vision Wimpffen bei Ca Gallo bereit gestellt wurde. Nach-
dem das Armee-Commando jedoch die weitere Heranziehung
des 2. Armee-Corps nicht wünschte, Hess Feldmarschall-
Lieutenant d'Aspre bei einbrechender Nacht das 1. Bataillon
des Regiments Vorposten, die übrigen Truppen aber in ihren
Aufstellungen Bivouak's beziehen und abkochen.
Das 2. Corps-Hauptquartier blieb in Ceresara.
Da sich die Kräfte des Feindes, während des hartnäcki-
gen Gefechtes bei Goito, und bis am Morgen des 31. voll-
ständig entwickelt hatten und man sah, dass Guidizzolo, Cer-
lungo und Cereta vom Gegner verhältnissmässig und kräftig
besetzt waren, so nahm der Feldmarschall das Reserve-Corps
nach Rivaita zurück — wohin derselbe auch sein Hauptquar-
tier verlegte — und Hess das 2. Corps über Castellucchio
näher an das erste heranrücken. Es stand sonach Mittags
die Division Schaffgotsche in der Nähe von Caigole bei
Santa Maria , hinter dem Caldone - Graben. Die Division
Wimpffen nahm ihre Stellung hinter dem Scoglio Gongolino,
über welchen zum schnellen Debouchiren einige Communica-
tionen eröffnet wurden. Nachdem am selben Tage um Mittag
ein heftiger Regen eingetreten war und dergestalt in Strömen
fiel, dass in den Niederungen des Mincio das ganze Terrain
ausser den Communicationen in einen grundlosen Zustand ver-
setzt wurde, mussten auch die Operationen momentau ein-
gestellt werden.
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Dieser Regen verwandelte den Lagerplatz des Regiments
hinter dem Caldone-Bach in einen See; nirgends konnte man
sich niedersetzen, sondern musste, bis auf die Haut durch-
nasst und bis an die Knöchel im Wasser oder Kothe stehend,
das Ungemach ertragen.
In Folge dieses Unwetters blieben auch die Zufuhren an
Lebensmitteln aus und konnte erst am 1. Juni Abends, also
nach fast 48 Stunden, abgekocht werden; besonders fühlbar
war überdies der gänzliche Mangel an Rauchtabak.
Am 1. Juni musste die 3. Division des Regiments zwei
Brücken über den Gongolino - Graben und die an denselben
situirten Wohngebäude besetzen und zur Vertheidigung
herrichten, um dieselben im Falle eines Augriffes von Goito
her auf das Hartnäckigste halten zu können.
Am 2. Juni, als der Rpgen etwas nachliess, wurde die
Brigade Gyulay in der Richtung gegen Corlungo entsendet,
um die Gegend längs dem Caldone-Bach zu durchstreifen : die
Brigade langte gegen Abend iu Vasto und Vasto di Sopra an
und lagerte dort, indessen das Greuz-Bataillou mit einer Di-
vision des 2. Bataillons die Vorposten gegen Cerlungo und
Guidizzolo bezog. Die Brigade bildete in dieser Stellung
den äussersten linken Flügel der Armee.
Die von den Streif-Commanden in den nächsten Tagen
(2. und 3. Juni) eingelaufenen Nachrichten stimmten dahin
übercin, dass der Feind beinahe alle seine Truppen von
dem linken Miucio-Ufer an das rechte hinübergezogen, und
am 2. bei Goito, Cerluugo, Cereta und Guidizzolo starke
Avantgarden aufgestellt, die Reserven und das Gr<* aber auf
den äusserst vorteilhaften Hohen von Volta zusammenge-
zogen habe.
Am 2. Früh überbrachte ein feindlicher Parlamentär den
Rapport des Feldmarschall-Lieuteuants Rath über den Fall
von Peschiera, und am 3. erfuhr endlich der Feldmarschall
die Ereignisse seit dem 2(5. März in Wien und die daselbst
bis zur Anarchie sich steigernde Unordnuug.
hhmi m— Mit dem Falle von Peschiera war der Besitz Goito's,
<.*«■» mm. oder noch anderer üebergangspnnkte über den Mincio un-
nütz; der Feind stand kampfbereit, mit überlegenen Kräften
iu der starken Defensiv -Stellung von Volta, und die Ereig-
nisse in Wien machten die vorsichtige Führung der Armee
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191
doppelt zur Pflicht. Demnach entschloss sich der Feldmar- nm.
schall, die Offensive in dieser Richtung aufzugeben, und durch
eine rückgängige Bewegung die Armee wieder bei Mantua zu
concentriren.
Das I. Armee-Corps ging durch Mantua und stellte sich
auf dem Glacis der Citadelle auf.
Die Brigade Gyulay kam an diesem Tage nach Rodigo
zu stehen, marschirte den 4. im Vereine mit dem ganzen 2.
Corps, dessen Flanken und Rücken deckend, über Castellucchio
und Montanara, durch Mantua, und auf der nach Legnago führen-
den Strasse bis Stradella, wo das Regiment hinter dem Der-
basco-Bache ä cheval der Strasse ein Lager bezog. Dem 2.
Armee-Corps folgten die Reserven.
In Mantua beschloss der Feldmarschall weiters mit der Operation RCRvn
Vicrnt*.
Armee bei Legnago über die Etsch zu gehen, und sich Vicenza's, * Jm»i im*.
welches vom Nugent' sehen Corps nicht hatte genommen
werden können, zu bemächtigen, um auf diese Art einen
grösseren Rayon für die Verpflegung der Armee und auch eine
weitere Basis für spätere Offensiv-Bewegungeu zu gewinnen.
Desshalb marschirte am 5. das 1. Armee-Corps bis
Bovolone, wo es für die Nacht ein Lager bezog.
Das 2. Armee-Corps brach aus dem Lager bei Stradella
auf, und rückte mit dem Brücken-Train über Nogara nach
Sanguinetto, wo auch das Hauptquartier blieb.
Die Mannschaft des Regiments wurde in Sanguinetto bei
den Bewohnern bequartirt.
Das Reserve-Corps, die Artillerie und Cavallerie folgte
dem 2. Corps und übernachtete in Nogara.
Am 6. sollte das 1. Armee-Corps bei Angiari mittelst
Kriegsbrücken die Etsch passiren, es konnte jedoch, des hohen
Wasserstandes wegen, keine Brücke geschlagen werden, es
rausste das Corps durch Legnago marschiren, und in Bevi-
lacqua über die Nacht verbleiben.
Das 2. Armee-Corps mit dem Hauptquartier, dem Brücken-
Train, der Reserve-Cavallerie und Artillerie, nebst der Cavallerie-
ßrigade Schaffgotsche, marschirte nach Montagnana, wo
gelagert wurde und die 11 und 12. Compagnie des Regiments
die Vorposten bezog.
Das Reserve-Corps, mit Ausnahme der Cavallerie-Brigade
Schaffgotsche, welche bei dem 2. Corps verblieb, rückte
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192
im* am rechten Ufer der Etsch über Bovolone und Villafontana
nach Verona.
Der Marsch dieses Corps hatte den Zweck, sowohl die
Garnison von Verona zu verstarken, als auch den Feind dadurch
glauben zu machen, dass sich die gesammte Armee nach
Verona zurückgezogen habe. Am 7. hielt die Armee in ihren
Aufstellungen bei Montagnana Rasttag.
Die den Feldmarschall und die Armee bisher begleitenden
Herrn Erzherzoge: Franz Josef, Albrecht, Karl Ferdi-
nand, Wilhelm und Leopold wurden abberufen und
gingen von hier aus nach Innsbruck ab.
Zur Mitwirkung bei der Unternehmung auf Vicenza,
niusste die Division Culoz, aus Verona nach S. Bonifacio
rücken und erhielt die Weisung, am 10. über Brendola auf
dem Höhenkamme der Monti Berici gegen Madonna del Monte
oberhalb Vicenca vorzurücken. Im Einklänge mit dieser Be-
wegung, marschirte nun das l. Armee-Corps am 8. Nachmittags
von Bevilacqua über S. Ubaldo, das 2. Corps nach Barbarano,
wo gelagert wurde.
Von Montagnana wurde die 11. und 12. Compagnie des
Regimentes Erzh. Ernst, mit einer Division R e u s s-Huszaren
auf der Strasse nach Este entsendet, um die Gegend zu durch-
streifen, und zugleich die rechte Flanke der Armee zu decken.
Am nächsten Tage, den 9. Juni, war die umfassende
Bewegung gegen Vicenza vollendet.
Die 1. Division des Regimentes bezog Vorposten, und
Abends rückte die 6. Division wieder beim Regimente ein.
,f M h«u,.d Wie erwähnt, hatte am 10. des genannten Monats, die
Division Culoz die Höhen der Monti Berici zunehmen, das 1.
j un iiM8. Armee-Corps sollte sich mit derselben in Verbindung setzen,
und mit der, aus der Brigade Clam und Srassoldo be-
stehenden Division Schwarzenberg, längs der genannten
Höhen und der Strasse von Este vorgehen, gleichzeitig aber
auch mit der Brigade Wohlgemuth auf dem linken Ufer
des Bacchiglione vorrücken, und sich daselbst auf der Strasse
von Padua, mit dem sich vorbewegeuden 2. Armee-Corps zu
verbinden.
Das 2. Armee-Corps rückte an diesem Tage noch bis
Torre di Quartesoto, kochte dort ab, und entsendete die Brigade
Taxis gegen die Vorstadt S. Vito und Porta Sta. Lucia.
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Die Brigaden Sini bscheu und Gyulay, dann die Ca- ••«*•
vallerie-Brigade Schaffgotsche, bildeten die Reserve.
Schon Früh Ü 1 /* Uhr wurde von den Höhen der Monti
Berici, Kanonendonner hörbar, und uiu 10 Uhr war bereits
das Gefecht auf der ganzen Liuie der Höheu engagirt.
Während nun das 1. und 2. Corps in der Ebene die
Stadt immer enger einschlössen, die Vorstädte angriffen und
vom Feinde säuberten, nahm die Division Culoz die für un-
einnehmbar gehaltenen Schanzen auf dem M. Berico und bei
Madonna del Monte, nach einem verzweifelten Kampfe gegen
das 1. und 2. päpstliche Fremden-Regiment.
Indessen diese schönen Erfolge auf den Höheu erkämpft
wurden, entspannen sich theilweise sehr hitzige Gefechte bei
den Stadt-Thoren, welche sämmtlich befestigt waren, und
allen Anstrengungen der Oesterreicher spotteten; namentlich
focht die Brigade Liechtenstein einen opfervollen Kampf
bei der Porta Padua, wo sie in den letzten Phasen desselben
gegen Abend durch die Brigade Gyulay mit dem 48. Re-
gimente Erzh. Ernst unterstützt werden sollte. Schon hatte
dieses letztere seine Sturmcolonnen formirt und erwartete das
Zeichen zum Angriffe, als der Feind, dessen Position in der
Stadt durch den Verlust der dominirenden Höhen unhaltbar
geworden war, eingeschüchtert durch eine heftige Beschiessung
und unter dem erdrückenden Bewusstsein, dass seine Rück-
zugslinie abgeschnitten sei, die weisse Fahne hisste und nach
Hstündigem erbittertem Kampfe eine Capitulation unterzeichnete.
Am 11. zogen die feindlichen Truppen mit Waffen und vi«^", 1 '"'*«
Gepäck ab, und uusere Truppen besetzten sogleich die Stadt, n!*j£i"
welche sich dem Feldmarschall Grafen Radetzky auf Gnade
und Ungnade hatte ergeben müssen.
So war das schwierige Unternehmen gelöst, und hatte
die Einnahme von Vicenza noch die bedeutsame Folge, dass
die Stadt Padua, die durch den Abzug der päpstlichen Truppen
sich von jeder Garnison entblösst, und der Plünderung durch
den Pöbel ausgesetzt sab, sich sogleich den dorthin entsendeten
Truppen ergab.
Während von den beiden Armee-Corps die Bewegung 0 '' Wrh, ***
gegen die Stadt Vicenza vollführt wurde, fasste der Feind
den Entschluss: die bei Rivoli detachirte Brigade Zobel von
dem Plateau daselbst zu vertreiben und so der österreichischen
4« «. Ltota-Ur..«.,. 13
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194
Armee im Venetianiscben , die letzte Verbindung mit den
übrigen Provinzen der Monarchie zu entreissen.
Am 10. Juni geschah der Angriff mit 6 bis Hfacher Ueber-
legenheit. Ringsum von einem übermächtigen Feinde ange-
griffen, konnten sich die schwachen Abtheilungen nicht be-
haupten und zog sich die Brigade Zobel fechtend nach
Preabocco zurück, wo sie eine neue Stellung zu beiden Seiten
der Etsch bezog. Durch den Verlust der Stellung bei Rivoli
war aber die Verbindung zwischen Verona und Tyrol verloren.
Feldmarschall Radetzky hatte die Wegnahme des
Plateaus von Rivoli, während seines Zuges nach Vicenza vor-
ausgesehen; er konnte jedoch seine Kräfte weder durch De-
tachirung bedeutender Truppen-Abtheilungen dahin schwächen,
noch seine viel wichtigere Unternehmung gegen Vicenza auf-
schieben.
fc d. r Er beschloss jedoch von Vicenza aus die Verbindung
" «"mit Tyrol über Schio durch die Val Arsa zu eröffnen und
Vir«' ni»
Behl«
». Jon.«, entsendete zu diesem Zwecke am 12. die starke Brigade
Simbschen des 2. Armee-Corps; sie entwaffnete Schio, Hess
die Gebirgsstrasse über Piano delle Fugazze und durch Val
Arsa nach Roveredo wieder herstellen, worauf diese Brigade
schon am 15. Abends in Roveredo einrückte und sich daselbst
mit dem, in Südtyrol befindlichen 3. Armee-Corps in Ver-
bindung setzte.
tjl M Um Verona zu sichern, musste noch am 11. Abends die
a™«.?"«« Division C u 1 o z aufbrechen und nach Verona zurückmarschiren,
v, v"on." eh wo sie in der Nacht des 12. eintraf. Das 1. Armee-Corps
"■ "f-m'"" wurde am 12. dahin beordert und rückte schon am 13. Mittags
in Verona ein, während am 12. auch der Feldmarschall dahin
geeilt war.
Die ermüdeten Truppen genossen theils im Lager bei
Verona der wohlverdienten Ruhe, theils kochten sie ab, als
plötzlich der Anmarsch bedeutender feindlicher Streitkräfte,
mit starker Artillerie und Brückentrain in der Richtung von
Villafranca nach Albaredo an die Etsch gemeldet wurde. Gleich-
zeitig wurden unsere Vorposten von feindlichen Abtheilungen
lebhaft angegriffen; da aber die allarmirten Truppen von den
Bivouaks und Kasernen auf das befestigte Schlachtfeld eilten
und sich daselbst in impouirender Zahl und Haltung dem
Gegner zeigten, gerieth die feindliche Bewegung bald in's
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195
Stocken, und wurden bis gegen Abend von Patnillen und den »«•
Posten auf den Observations-Thürmen die rückgängigen Be-
wegungen des Feindes gemeldet, der in der Dunkelheit der
Nacht sich beeilte, seine früheren Stellungen auf den Höhen
von Sona zu erreichen.
Diese feindliche Offensiv-Bewegung hätte den Feldmar-
schall mit seiner Armee vor Viceoza überraschen sollen;
der Entschluss hiezu war aber um volle 8 Tage zu spät ge-
fasst, und das imposante Auftreten vor Verona mit zwei
Armee-Corps belehrte den Gegner hinlänglich über seinen
Irrthum.
Die österreichische Armee, von Erfolg zu Erfolg eilend,
den der richtige Blick des verehrten Feldherrn so sicher vor-
zubereiten wusste, sah mit doppeltem Vertrauen und anhäng-
licher Liebe zu ihrem greisen Führer auf, und riesengross
wuchs in der siegreichen Truppe das Gefühl ihrer Unüber-
troffenbeit in Schlachten und Märschen heran.
Am 12. Juni nach Abzug des 1. Corps musste das Re- Be»etian( Ar,
giment Erzherzog Ernst den Monte Berico besetzen und **** <u "
. _ I», j, 1B ,
täglich durch eine andere Compagnie bei Casa Vecchia und
Casa di Cima die Vorposten beziehen lassen.
Die Brigade-Batterie mil 4 Feld-Mörsern wurde so pla-
cirt, dass sie die Stadt und die Eisenbahn im Bedarfsfalle be-
schiessen konnte. Das 11. Jäger-Bataillon besetzte dagegen
Ca Carcano bei Porta Lupa. Das St. Georger Grenz-Bataillon
wurde zum innern Dienste in Vicenza verwendet.
Am Isonzo wurde schon Ende Mai ein zweites Reserve- ElBn . hB1 .
Corps für die venetianische Armee unter Feldmarschall-Lieu- f^Tim.
teuant Baron Weiden organisirt. Dieses begann im Juni
seine Operationen und nahm nach eiuem 12stündigen Bom-
bardement Treviso. Durch diesen Erfolg wurde der directe
Postverkohr durch die venetianische Provinz mit der Monar-
chie wieder hergestellt, der Aufstand im venetianischen Flach-
lande besiegt und die Haupt- Verbindung der kaiserlichen
Armee mit den innerösterreichischen Provinzen wieder eröffnet.
Die feindlichen Truppen, welche beiläufig 4000 Mann
stark Treviso vcrtheidigteu, zogen sich laut abgeschlossener
Capitulation über Ponte Lagoscuro hinter deu Po zurück und
verpflichteten sich, 3 Monate, vom Tage des Ueberganges über
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J. Corp«.
196
den Po, nicht gegen die Truppen Sr. Majestät des Kaisers zu
dienen.
Von Treviso wendete sich das Reserve-Corps unter W e I-
d e n gegen Venedig und schloss dasselbe von der Landseite
ein; die Belagerung des Forts Malghera wurde sofort vor-
bereitet.
Indessen stand das Regiment noch immer in Vicenza;
vom 18. Juni angefangen rückte taglich eine andere Brigade
zur Revue aus — An diesem Tage wurden vor der ausgerück-
ten Brigade Liechtenstein vom Corps - Commandanten
Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre die als Anerkennung der
Tapferkeit und Ausdauer in der Schlacht am (J. Mai zuer-
kannten Ehrenzeichen und Belohnungen an die Mannschaft
vom Feldwebel abwärts vertheilt*).
R«r b . m "' n r vi«n.. In der Stellung am Monte Berico blieb das Regiment
iSbOtiiSStetaibil 6. Juli; am 5. Abends erhielt die Brigade Gyulay
«. Jan iMa. Marschbefehl und rückte am 6. Abends 5 Uhr gegen San
Bonifacio , kam Nachts daselbst an und bivouakirte. —
Den 6. brach das hier vereinigte Armee-Corps Nachmittags
2 1 /* Uhr aus dem Lager bei S. Bonifacio auf und marschirte
gegen Verona, wo die Division Wimpffen mit der Brigade
Liechtenstein inS. Michele, mit der mittlerweile aus Ro-
veredo wieder eingerückten Brigade Simbschen, bei Montorio
Front gegen Osten Stellung nahm.
Die Brigaden Gyulay und T a i i s übersetzten bei S. Mi-
chele mittelst einer Kriegsbrücke (bei Ca Burri) die Etsch und
bezogen ein Lager bei Sta. Catterina, wo sie als 2. Treffen zur
Unterstützung der bei Tombetta postirten Truppen aufgestellt
wurden.
«.JSSSSo^Tm Nachdem das 2. Armee-Corps in der ihm angewiesenen
Stellung angelangt war, besuchte der Feldmarschall alle Lager-
plätze und Aufstellungen der Truppen ; so am 10. das Bivouak
von Sta. Catterina, wo er vom Regimente mit begeistertem Jubel
empfangen und begrüsst wurde.
*) Vom Regimente erhielten der Feldwebel Paul Grcsky der
12., und Corporal Johann Biro der 8. die grosse silberne Tapferkeifs-
Medaillc; die Gemeinen Josef Taka es, Franz Pal y, l'aul Janeso
und Johann Billege der 8. Compagnie je zwei Stück Ducaten
in Gold.
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Seit dem 3. des Monats hatten sich ungefähr 12.0M Mann
des Weiden' sehen 2. Reserve-Corps von Treviso aus in
Marsch gesetzt und sich bei Legnano hinter der lasch gesam-
melt Aus diesen Truppen wurde das 4. Armee-Corps gebil-
det ; es bestand aus den Brigaden Fürst Liechtenstein,
Graf Degenfeld und Oberst Graf Draskovits und wurde
unter den Befehl des General-Majors Culoz gestellt; ebenso
waren die in Süd-Tirol stehenden Truppen nunmehr Concen-
trin und wurden als 3. Corps den Befehlen des Feldmarschall-
Lieutenant Grafen Thum untergeordnet
Dem Feldmarschall schien endlich der Augenblick ge-
kommen, um mit seiner, nunmehr bedeutend verstärkten Armee M Ju " tw
aus Verona herauszubrechen, den Gegner durch einen Haupt-
schlag, aus seinen nun schon seit 4 Monaten behaupteten
verschanzten Stellungen herauszuwerfen und so eine Entscheidung
herbeizuführen.
Zum Angriffe der feindlichen Stellung auf den Höhen
von Sona und Sommacampagna für den 23. war folgende Dis-
position vom Feldmarschall erlassen worden :
„Die seit 12. in und um Verona concentrirte Hauptarmee
unter dem persönlichen Befehl des F. M. Graf Radetzky,
rückt in 3 Colonnen gegen die feindliche Position bei Sona-
Sommacampagna."
„Den rechten Flügel der Armee bildet das 2. Armee-
Corps, unter dem Befehl des F. M. L. d' Aspre; den linken
das 1. Armee-Corps, unter dem Commando des F M. L.
Wratislav; — als Unterstützung zwischon beiden folgt das
Reserve-Corps unter den Befehlen des Feldmarschall-Lieutenant
Baron Woche r."
„Das 2. Armee-Corps erhält die Weisung: von S. Massimo
über Lugagnano gegen Mancalacqua vorzugehen, und nach
Umständen, auf Sona selbst, oder auf die Einsattlung zwischen
diesem Orte und Sommacampagna vorzudringen, dann die
Richtung auf S. Georgio in Salice zu nehmen."
Dieser Angriff, grösstenteils unter dem Commando des
F. M. L. Graf W i m p f f e n, wurde mit den 3 Brigaden
Fürst Friedrich Liechtenstein, Kerpan undGyulay
unternommen. Rechts hatte dieses Corps die 4., durch das
Infanterie-Regiment Fürstenwärther Nr. 56 verstärkte
Brigade Fürst EduardSchwarzenberg, und die Cavallerie-
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198
im«. Reserve-Brigade Schaffgotsche gegen Santa Giustina deta-
chirt, um den Gegner durch einen Scheinangriff zu täuschen.
Das 1. Armee-Corps hatte den Befehl, in enger Ver-
bindung mit dem 2., auf der geraden Strasse von Santa Lucia
auf Sommacampagna vorzurücken und daselbst den äussersten
rechten Flügel des Gegners, mit den Brigaden Wohlgemut h,
Supplikatz und Strassoldo anzugreifen, die -i. Brigade
Clam aber, über Accademia und Ganfardine zur Deckung
peiner linken Flanke nach Custoza zu dirigiren. Ausserdem
hatte eine Infanterie-Abtheilung nebst 4 Escadronen der Brigade
Er/h. Ernst über Dossobuono gegen Villafranca zur Beob-
achtung des letzteren befestigten Ortes entsendet zu werden.
Die Hauptcolonne des 1. Armee-Corps sollte Sommacampagna
nehmen, dann die Höhen von Berettara und Casanuova ober-
halb dieses Ortes zu erreichen, hierauf womöglich über
Guastalla nach S. Rocco di Palazzolo vorzudringen suchen,
und mit den Vortruppen in der Richtung gegen Oliosi, sich
an den Ufern des Tiouo festsetzen.
Das Reserve - Corps endlich hatte den Befehl, von S.
Massimo, auf der Strasse über Casone gegen la Teruja und
Rasola vorzurücken; die Cavallerie-Brigade Erzh. Ernst unter
dem Befehle des F. M. L. Fürst Taxis, sowie die Reserve-
Batterien folgten deu 3 Infanterie- Brigaden Erzh. Sigismund,
Maurer und Haradauer des Reserve-Corps uach, welch'
letztere unter dem Commando des F. M. L. Graf H a 1 1 e r
standen.
Der allgemeine Vormarsch war um 1 Uhr Früh fest-
gesetzt ; allein vor Mitternacht brach ein heftiges Gewitter los,
das all«* Wege in Giessbächo verwandelt«; dieser Umstand und
die eingetretene totale Finsteruiss machten jede Bewegung
unmöglich. Es musste gehalten werden, und erst nachdem sich
gegen Morgen das Unwetter gelegt hatte, konnte der Marsch
fortgesetzt werden.
Die Brigade Gyulay mit dem Regiments Erzh. Ernst
bildete die Avantgarde des 2. Corps; ihr folgten die Brigaden
Liechtenstein und Kerpan nach.
Als nun die Brigade Gyulay am Fusse der Höhen bei
la Zina gegen 6 Uhr Früh angelangt war, nahm sie vor der
Hand eine gedeckte Aufstellung, in welcher sie ungefähr eine
Stunde verblieb, um abzuwarten, bis die Truppen rechts und
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199
links derselben auf gleicher Höhe in Gefechtsbereitschaft
standen.
Das Brigade-Commando führte an diesem Tage Oberst
Pergen von Haugwitz-Infantorie Nr. 38, — das Regi-
ments-Couimando Oberstlieutenant Odelga — nachdem G. M.
Graf G y u 1 ay und Oberst-Kegiments-Commandant von B r a u n-
hof schon seit längerer Zeit erkrankt waren.
Ungefähr um 7 Uhr Früh, formirte die Brigade Gy ulay
zwei Angriffs-Colonnen, wovon die südliche, unter dem Com-
mando des Oberstlieutenants Odelga des Regiments, die
Bestimmung hatte, die südlich von Sona gelegene Höhe zu
erstürmen, und eine Umgehung durch die Schlucht zwischen
Madonna del Monte und obiger Höhe zu vollführen.
Diese Colonne bestand aus 2. Compagnien St Georger-
Grenzer, dem 2. Bataillon des Regimentes Erzh. Ernst, 3
Geschützen und aus einer Abtheilung Brigade-Pionniere unter
Commando des Oberlieutenants Mayersberg des Regiments,
nebst einer Uhlanen-Abtheilung.
Die nördliche Angriffs-Colonne, welche Major Desimon
des Regiments befehligte, bestand aus dem 11. Jäger-Bataillon,
dem 1. Bataillon des 48. Regiments, 3 Geschützen, einer Ab-
theilung Pionniere und ebenfalls einer kleinen Abtheilung
Uhlanen.
Diese nördliche Colonne war bestimmt, Sona in der Front
anzugreifen.
Als Reserve folgten unter Commando des Rittmeisters
Ahsbahs, 4 Compagnien dos Warasdiner-St. Georger-Grenz-
Regiments und der Rest der 2. Escadron von Kaiser- Uhlanen.
Die Division Grenzer und das 11. Jäger-Bataillon war
in Tirailleure aufgelöst, welchen die beiden Bataillone E. H.
Ernst in Divisions-Colonnen formirt, folgten.
Um Vl % Uhr begann die Vorrückung; es wurden die
feindlichen Pläukler zum Weichen gebracht, und wenngleich
jede Höhe mit Schanzen gekrönt, jeder Ort und jedes Haus
durch Befestigungen und Barrikaden verstärkt war, jedes ein-
zelne Haus von Vertheidigern strotzte, welche gewöhnlich eine
3- bis 4fache Feuerlinie unterhielten und die stürmenden Ab-
theilungen mit einem mörderischen Geschütz- und Gewehr-
Feuer empfingen, so gelang es doch dem Ungestüm und der
Todesverachtung der Brigade Gyulay jedes Hinderniss zu
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200
überwältigen. Stürmend wurden die terrassenförmig sich erhe-
benden Höhen erstiegen ; stürmend jeder Abschnitt, jedes Haus,
jeder Garten genommen.
Nach 3stündigem erbittertem Kampfe, der von den An-
greifern auf der ganzeu Linie mit gleicher Bravour geführt
wurde, war der Feind, der sich tapfer vertheidigt hatte, über-
wunden.
Um Uhr Vormittags waren alle Schanzen genommen,
Höhen, Häuser und Höfe erstürmt, und der Feind gegen den
Mincio im Rückzüge.
Das 48. Infanterie-Kegiment hat sich in diesem Kampfe
seines alten Hufes würdig gezeigt; es löste seine Aufgabe mit
glänzender Bravour.
VMtMiata Seine Verluste betrugen an Todten: 1 Officier (Ober-
lieutenant Swastits) und 22 Mann; an Verwundeten 4 Offi-
ciere (Lieutenant Korren, Lieutenant Budissavlevich, an
seinen Wunden bald darauf gestorben), Lieutenant Jacob
Karner und Georg Jovanovich mit 74 Mann.*)
KrgWnU,
»». J»U IM*.
*) Zahlreiche tapfere Thaten Einzelner, von den Officieren nnd
der Mannschaft, hat die Geschichte aus diesem Kampfe aafhewahrt, von
denen nur die hervorragendsten hier ihre Stelle finden sollen.
Oherlieutenant Swastits passirte beim Sturme auf die Höhen
eine crenelirte Gartenmauer, deren Veitheidiger durch ihr flankirendes
Feuer dem Regimente grosse Verluste zufügten.
Oherlieutenant Swastits sammelte Bchnell 15 bis 20 Mann, welchen
sich noch Corporal Michael Szuppi der 3. Compagnie mit seinem
ganzen Zuge freiwillig anschloss, stürzte sich mit dieser kleinen Ab-
theilung auf eine, in den Garten fuhrende hölzerne ThUr, Bprengte
dieselbe und erschien plötzlich in der Mitte der Feinde, welche den
Garten besetzt hielten ; dieselben stutzten einen Augenblick, da sie aber
bald ihre Ucberlegenheit erkannten, zwangen sie den Oberlieutenant
zum Rückzüge. Nichtsdestoweniger unternahm derselbe einen zweiten
Versuch, ungeachtet des heftigen Feuers in den Garten einzudringen,
wurde jedoch dort von einer geschlossenen Abtheilung angegriffen,
nmsste nun vom weiteren Angriffe abstehen, und war die kleine Ab-
theilung des Regiments gezwungen, sich unter dem mörderischen Gcwehr-
ffuer des Feindes abermals durch dieselbe schmale Thür zurückzu-
ziehen, bei welcher Gelegenheit dem Oberlieutenant Swastits mehrere
seiner Braven verwundet und getödtet wurden.
Nun wollte der Feiud selbst aus dem Garten hervorbrechen, doch
hielt ihn die gut postirte Abtheilung des Obtrlieutetiant Swastits,
sowie das besondere gut gezielte Feuer, das die schmale Thüröffnung
bestrich, in Respekt; plötzlich ertönte eine Decharge über die Mauer-
201
Nach gelungenem Angriffe wurde die Brigade Graf Gyn- £gs£*
lay auf den eben erstürmten Höben gesammelt, und zur Ver-
folgung des eilig retirirenden Gegners nacb Castelnuovo diri-
girt, von wo aus die Cavallerie allein dem Feinde folgte, in-
dessen die Infanterie des 2. Corps Lager bezog.
kröne herab, und Oberlieutenant S w a s t i t s sank, von 2 Kugeln in die
Brost getroffen, todt zu Boden, während Corporal Szuppi und Ge-
meiner Raizner, welche durch die ganze Zeit nicht von seiner Seite
gewichen waren, unversehrt blieben, trotzdem ihre Mäntel von vielen
Kugeln durchlöchert wurden.
Durch stärkere Abtheilungen des> Regiments, welche theils zur
Unterstützung herbeieilten, theils auf der anderen Seite den Feind mit
Verlust der Riickzugslinie bedrohten, verlor der Gegner endlich diesen
festen Punkt und musste sich in der Richtung von S. Giorgio in Salice
zurückziehen.
Die Officiere gingen beim Sturme uberall mit schönem Beispiele
voran, begeisterten die Mannschaft, und kämpften stets in den vor-
dersten Reihen.
Um auch nach Verdienst der braven Mannschaft des Regiment?*
zu gedenken, seien von den zahlreichen tapferen Handlungen dieses Tages
weiiigstens folgende hier aufgenommen:
Gemeiner Jakob Wollner der 12. Compagnie riss den Feinden
die Gewehre aus den Schiesslöchern heraus, feuerte danu selbst hinein,
benahm sich Überhaupt in dieser Schlacht tollkühn und verwegen und
spornte durch Beispiel und Zuruf seine Kameraden zur Nacheiferong an
Zimmermann Michael Csäkäny der 3. Compagnie war immer
an der Tele der Colonne und durch äusserste Anstrengungen und unter
dem heftigsten Gewehrfeuer bemüht, künstliche Hindernisse aus dem
Wege zu räumen; er wirkte durch seine Uncrschrockeuheit mächtig auf
die andere Mannschaft ein.
Gemeiner Josef Verrasztö der 2. Compagnie Hess sich durch
einige Kameraden auf eine Gartenmauer heben, nahm reitend auf selber
Platz und schoss aus dieser Stellung in tollkühnem Muthe ununter-
brochen in einen zweiten, vom Feinde besetzten Garten, indem er sich
die geladenen Gewehre zureichen liess.
Exproriis-Corporal Friedrich St ranner der 6. Cumpagnie,
zeichnete sich dadurch besonders aus. dass er ein Haus, welches vom
Feinde besetzt war, und von wo aus unseren Colonnen im Vorrücken
grosser Schaden durch flankiremles Feuer zugefügt wurde, mit mehreren
Leuten stürmte. Von der feindlichen Besatzung zurückgedrängt, liess
er sich dennoch nicht abhalten, den Angriff zu wiederholen, wobei
es ihm gelang, den weit überlegenen Gegner glücklich aus dem Hause
zu vertreiben, und so das Vorrücken der eigenen Colonnen zu er-
leichtern.
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202
ins. Eben hatte da« Regiment sein Bivouak bei Castelnuovo
etablirt, als der tapfere Brigadier Oberst Graf Pergen, der
das Regiment znm Siege geführt hatte, *) plötzlich im Lager
erschien ; hoch in seiner Rechten hielt er eine goldene Tapfer-
keits-Medaille und verkündete mit lauter Stimme:
„ Kinder! Dies schickt Euch einstweilen der Feldmar-
schall, weitere Belohnungen werden folgen."
Ein stürmisches ßljen empfing den tapferen Interims-
Brigadier und die Ehrengabe des Feldmarschalls.
Es wurde vom Regimente einstimmig Corporal Szuppi,
für sein lobenswerthes Ausharren an der Seite des gefallenen
Oberlieutenants Swastits, und sein hingebend tapferes, an-
eiferndes Benehmen, zum Träger der goldenen Medaillo ge-
wählt, und dieselbe unter tausendstimmigem täljenrufen, durch
Oberst Graf Per gen an die Brust des Tapferen geheftet.
Abends war fast das ganze 2. Armee-Corps im Bivouak
bei Castelnuovo versammelt.
Eine Abtheilung der Brigade Fürst Edmund Schwar-
zenberg, welche über Bussolengo vorgerückt war, besetzte
Sandra.
Die Brigaden des 1. Armee -Corps lagerten bei Oliosi
und auf dem Monte vento, und hatten Vorposten am Mincio;
die Brigade Clam, den äussersten linken Flügel bildend,
bivouakirte in Custoza, auf dem Monte Torre und Mamaor.
Das Hauptquartier mit dem Reserve-Corps blieb am 23. in
S. Giorgio in Salice.
Somit war an diesem Tage die feindliche Mitte durch-
brochen; es standen die österreichischen Truppen mit ihren
Vorposten am Mincio, und hatten den Schlüssel der Position,
nämlich Custoza, in ihrem Besitze.
Am 24. Mittags erhielt die Brigade Gyulay den Befehl
?Tmim* gegen Rivoli zu marschiren , um dem S.Armee-Corps, welches
schon am 22. die Weisung erhalten hatte: — die feindliche Stel-
lung am Monte Baldo zu nehmen, am 23. über Rivoli gegen
Peschiera vorzurücken, und sich mit der Hauptarmee zu ver-
einigen, — durch einen Angriff in Flanke und Rücken des Fein-
*j Oberst Graf Pergen erhielt für die ausgezeichnete, ebenso
tapfere als geschickte Leitung der Brigade nnd den mit derselben bei
Sona erkämpften Erfolg, daB Ritterkreuz des Maria-Tberesien-Ordens.
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203
«. Juli 1MM.
des, hilfreiche Hand zu bieten. Doch war die Brigade kaum «*
l 1 ', Stunden von Castelnuovo gegen Rivoli abgerückt, als man
die Avantgarde des 3. Corps schon in der Richtung gegen
Cavalcaselle debouchiren sah , daher die Brigade auch wieder
in ihr Lager zurückkehrte.
Nachmittag liess der Feldmarschall durch die Brigade
Strassoldo Valeggio besetzen, das Reserve-Corps bei Sa-
lionze, wo eine Kriegsbrücke errichtet worden war, sowie bei
Monzambano, die Brigade Wohlgemuth des L Corps den
Mincio übersetzen, — die Oertlichkeiton und Anhöhen jen-
seits, nach Vertreibung des Feindes, occupiren.
Gegen 3 Uhr Nachmittags erhielt das 2. Corps den Be-
fehl, am 25. um 2 ühr Früh aufzubrechen, mit 3 Bri-
gaden bei Salionze den Mincio zu passiren und die 4. Brigade
nach Cavalcaselle zur Einschliessung von Peschiera vorzu-
schieben.
Noch vor dem am 22. erfolgten Aufbruche der Armee., (ir ' rr J; t
aus Verona, hatte die bei Nogarole und Legnago stehende g „ niro .^ p . Kn ,
starke Brigade Simbschen den Befehl erhalten, gegen
Sommacampagna zu marschiren, und beim Anlangen auf dem
Scblachtfelde statt der Brigade Clam Custoza zu besetzen.
Um 5 Uhr Abends den 24. langte diese Brigade auch
successive in Sommacampagna au ; da die Truppen aber ziem-
lich erschöpft waren, so liess General-Major Simbschen
seine Truppen unter dem Schutze von Vorposten in Somma-
campagna sammeln und rasten.
Der rechte Flügel der piemontesischen Armee war aus
der Ebene dieser Bewegung des Generals Simbschen un-
vermerkt gefolgt, erreichte ihn bei Sommacampagna, grifif ihn
überraschend mit 4 Colonnen an und zersprengte diese Bri-
gade, bevor ihr Hilfo gebracht werden konnte. Gleichzeitig
bemächtigten sich die Piemontesen Custoza's, von wo die
Brigade Clam bereits auf den Monte vento vorgerückt war.
In Folge dieses Unfalles musste die Armee eine Front-
Veräuderung gegen Süd-Osten vornehmen. «• j«h um.
Die Front der österreichischen Armee, welche, wie er-
wähnt, schon am 24. mit Theileu den Mincio überschritten
hatte, sah nun nach Süden und reichte von Valeggio bis
Sona; als Reserve stand das 3. Corps noch bei Cavalcaselle.
Nach der für den 25. ausgegebenen Disposition sollte nun auf
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im. der ganzen Linie angriffsweise gegen den in der Strecke Cu-
stoza - Sommacainpagna stehenden Gegner vorgegangen werden.
Die Brigade Gyulay erhielt noch in der Nacht die Weisung,
über S. Giorgio in Salice gegen Monte Godi und Sommacain-
pagna vorzurücken, den Feind anzugreifen und von den Höhen
zu vertreiben.
Die Brigade Erzherzog Ernst blieb in der Nähe von
Oliosi postirt, während das 3. Armee-Corps sich bei Castel-
uuovo, als Reserve aufzustellen hatte. Die Brigade Gyulay
langte gegen Anbruch der Morgendämmerung in S. Giorgio
in Salice an und traf hier auf das Regiment Hayn au Nr. 57,
ein Bataillon Nugent Nr. 30 und die Batterie der Brigade
Simb sehen; — marschirte dann durch das Dorf bis auf
eine südlich desselben gelegene Höhe, recognoscirte die feind-
liche Stellung und liess durch Abtheilungen die Kuppe Ma-
donna de] Monte und Sona besetzen.
Um 11 Uhr Vormittags wurde in 3 Colonnen zum An-
griffe von Sommacampagna, den rechten Flügelstützpunkt des
Feindes, geschritten; und zwar ging das 11. Jäger- Bataillon
über Madonna del Monte längs des Höhenzuges gegen Süden
vor. um den feindlichen rechten Flügel bei Progno anzu-
greifen.
Vier Compagnien des Warasdiner St. Georger-Grenz-
Regiments rückten in der Einsattlung südlich Monte delle Sore
(wo jetzt die Eisenbahn durchführt, dann über Palazzo vor,
und sollten ihren Angriff durch jene Thalsenkung vollführen, die
von Brognolo gerade in südöstlicher Richtung nach Somma-
campagna zieht
Die beiden Bataillone des Regiment« Erzherzog Ernst
formirten geschlossene Bataillons-Colonnen, nahmen die Rich-
tung über Montesoro nördlich Casazze vorbei, Hessen den Pa-
lazzo Broguolo links, und sollten sich mit den 4 Grenz-Com-
pagnien in der Linie Casazze-Brognolo zum vereinigten Front-
angriff auf Sommacampagna verbinden.
Zwei Compagnien Warasdiner Grenzer und die 2. Esca-
dron von Kaiser-Uhlanen bildeten die Reserve. Die Brigade-
Batterie wurde getheilt, um sie in dem durchschnittenen und
stark bedeckten Boden leichter bewegen und verwenden zu
können.
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205
Um 12 1 ;, Uhr begann das Gefecht. Die Sonne brannte
glühend heiss herab, eine tropische Hitze wirkte lähmend auf
Geist wie Körper; doch der Muth der Truppen und ihre
Kampflust blieben unerschüttert.
Die Batterie eröffnete ihr Feuer und richtete ihre Ge-
schütze auf jene des Feindes, welche zum Theile auf der
Kuppe südlich Casa S. Piero, theils auf dem steilen Runde nord-
westlich von Sommacampagna standen, und leiteten auf diese
Art das Gefecht ein. Da die feindliche Artillerie sehr vor-
teilhaft aufgestellt war, leistete sie lange Widerstand, und
demontirte sogar ein Geschütz der angreifenden Batterie.
Indessen waren die Plänkler des 11. Jäger-Bataillons und die
4 Compagnien der Grenzer auf der Höhe und in der Schlucht
vorgerückt, das Regiment Erzherzog Ernst mit seinen Co-
lonnen einige Hundert Schritte vor dem steileu Rande, wo ein
Theil der feindlichen Artillerie stand, angelangt, und musste
hier als Pivot stehen bleiben, um die obenerwähnten Abtbei-
lungen, d. h. den linkeu, schwenkenden Flügel der Brigade,
vorkommen zu lassen. Obwohl durch die reiche Baumcultur
zum Theile verborgen und hinter einer leichten Terrain welle
einigermassen geschützt, stand doch das Regiment hier im
Bereiche des feindlichen Kartätschenfeuers ; glücklicherweise
hatte der Feind seine Geschütze zu hoch gerichtet und
gingen mehrere Lagen über die Abtheilungen des Regiments
hinweg, ohne irgend Jemanden zu treffen. Die Kampflust der
Mannschaft war kaum zu zügeln-, Alles drängte mit Ungeduld
nach vorwärts, und als endlich der Zeitpunkt kam — das Re-
giment losbrechen durfte, stürzte es, ohne einen Schuss zu
thun, unter schallendem „Hurrah" mit gefälltem Bajonete vor;
im Laufe hinterlegte es den einige Hundert Schritte betragenden
Raum, der es vom Gegner trennte, erklomm den steilen
Rand, vertrieb die Geschütze, warf sich stürmend auf die
herbeieilenden feindlichen Abtheilungen und trieb sie von Ab-
hang zu Abhang, von Haus zu Haus. — Ungeachtet vieler
Verluste wurde der Feind in den Ort geworfen.
Diese erste Anstrenguug in der beinahe unerträglichen
Hitze des Tages war aber eine so gewaltige gewesen, dass
Hunderte von Soldaten erschöpft zu Boden sankeu und erbt
nach einer Pause von einigen Minuteu, angeeifert durch das
opfervolle Beispiel der Officiere, neuerdings zum Sturme schritten.
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Unaufhaltsam verfolgt, vom 11. Jäger-Bataillon und den Waras-
diner-Grenzern in der rechten Flanke und im Rücken gefasst,
von Position zu Position geworfen, musste sich der Feind
endlich zur völligen Räumung Sommacampagna's entschließen,
umsomehr, als auch die aus Verona, in seiner rechten Flanke
eintreffende Brigade Per in, in das Gefecht eingriff.
Von Soinmacampagna wendete sich das Regiment nun
rechts, um die Brigade Liechtenstein, welche gegen la
Berettara im schweren Kampfe stand, zu unterstützen; auch
aus dieser Stellung wurde nun der Gegner mit vereinten
Kräften geworfen und über den Monte Boscone durch das
Staflalo-Thal verfolgt.
Nun eilte der Feind gegen Villafranca in wilder Flucht,
welche das Feuer einer schnell aufgeführten Raketen-Batterie
noch beschleunigte; viele Karren und Bagagen, wie jene des
Herzogs von Genua, fielen in die Hände der Sieger.
Mit gleicheu Anstrengungen hatten alle übrigen Truppen
der Armee, auf der ganzen Linie Valeggio-Custoza-Somma-
campagna gefochten; uud wenngleich um 4 Uhr Nachmittags
moraeutan die Ueberlegenheit des Feindes, sich besonders bei
Custoza fühlbar machte, selbst der Ausgang der Schlacht
zweifelhaft zu werden schien, so wurde der Gegner doch nach
einer kaum '/ 4 stündigen Pause, vom Neuen mit solcher Energie
angegriffen , dass er aus allen seinen Stellungen um ß Uhr
Abeuds geworfen war, und der Feldmarschall neuerdings Meister
des Höhenzuges vou Custoza blieb.
So war die beinahe doppelt starke piemontesische Armee
nach hartem 3tägigen Kampfe auf jenen Höhen besiegt worden,
wo sie bereits unüberwindliche Herrin zu sein glaubte.
Die Verluste der österreichischen Armee wareu nicht
Unbedeutend; das Regiment Erzh. Ernst verlor 8 Todte von
der Mannschaft; verwundet waren 2 Stabsofficiere (Oberst-
lieutenant Odelga und Major Desimoni nebst 40 Mann.*)
*) Von der Mannschaft des Regimentes zeichneten sich Viele
durch besondere Tapferkeit aas:
Gemeiner Stefan Honrath der 8. Compagnie rettete bei Er-
stürmung der Höhen von Sommacarapagna dem verwundeten Hauptmann
Mikulits des !>. Jäger-Bataillons (von der Nachhar-Brignde Liechten-
stein» das Lehen, indem er einen feindlichen Soldaten in dem Augenblicke
niederstach, als dieser deu hinsinkenden Ofticier mit dem Bajonet durch-
bohren wollte.
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Der Feind zog sich gegen Goito zurück. Sowohl die <>♦»
gänzliche Erschöpfung der Truppen, die einen zehnstündigen
Er brachte hierauf den genannten Hauptmann aus dem feindlichen
Schussbereiche vollends in Sicherheit, und kehrte wieder in das Gefecht
zurück, wo er dem Feldwebel Paul Billitsits bei Eroberung einer
Kanone thätig Hilfe leistete.
Feldwebel Ludwig Hoyn der 3. Compagnie sammelte zerstreute
Leute verschiedener Abtheilungen, welche wahrend des anstrengenden
Kampfes in sengender Hitze wegen Erschöpfung zurückgeblieben waren,
und führte sie in die erste Gefechtslinie vor.
In seinem Vorrücken stiess er auf ein, vom Feinde stark be-
setztes Gebäude, griff es an, musste jedoch der überlegenen Verthei-
digung weichen.
Trotz des Misslingens des ersten Angriffes, gab er sein Vorhaben
nicht auf; durch kräftige, eindringliche Worte wusste er den Muth
seiner Leute zu beleben, welche sich herzhaft seiner weiteren Führung
anschlössen, und unter seiner einsichtsvollen kühnen Leitung den Feind
mit stürmender Hand aus dem Hause warfen und mehrere Gefangene
machten; bei dieser Gelegenheit wurde Feldwebel Hoyn durch einen
Schuss schwer verwundet.
Feldwebel Johann Räba der 12. Compagnie war mit einem
Zuge bei der Brigade-Batterie als Geschützbedeckung commandirt, und
hatte sich, als die Bedienungsmannschaft bei den Haubitzen bereits
sehr ermüdet war. nicht nur durch das eifrige Zutragen von Munition
hervorgethan, sondern griff mit seinem Zuge eine starke feindliche In-
fanteric-Abtheilung, welche sich der Haubitzen bemächtigen wollte, mit
Ungestüm an, und rettete so die beiden Geschütze.
Corporal Carl Köpf der 7. Compagnie, war beim Angriff auf
das, vom Feinde stark besetzte Rideau und seine Artillerie - Stellung
bei SommacampaKiia, der Erste voran und auf dem Uideau; eiferte
mit Worten und Beispiel die Mannschaft an, so dass seine persönliche
Einwirkung den besten Erfolg erzielte
Gemeiner Leonhard Käfer der 1. Compagnie trug den ver-
wundeten Major Bauer des 11. Jäger-Bataillons, trotz heftigen Kugel-
regens aus dem Gefechte, wusch und verband dessen Wunde, führte
selben, nachdem bald darauf das Gefecht bei Sommacampagna endete,
in diesen Ort und als er diesen Stabsofficier in Sicherheit wusste,
kehrte er wieder zurück und nahm regen Antheil an der Erstürmung
von Casa Berettara.
Zahlreiche Namen wären noch zu nennen, wollte man alle jene
anführen, die sich besonders hervorgethan hatten: Feldwebel Eduard
Birnstingel der 2. Compagnie, Feldwebel Ludwig Fendt der 9.,
Feldwebel Csossich der 11., Josef Gottmann der 1. Compagnie,
Corporal Michael Horväth, Gefreiter Mathias Ugrinorits der
7. Compagnie, Genieiner David Buku ve t z d. 10., Leopold Schmidt
der 6. und Josef Weis«« der 11. Compagnie. verrichteten jeder her-
vorragend tapfere Thaten, wie den überhaupt die ganze Mannschaft
von Kampflust und regem Wetteifer erfüllt war.
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l>08
Kampf bestanden hatten, als auch die Dunkelheit der Nacht
machten eine Vorrückung in die Ebene, und Verfolgung des
Feindes im grösseren Style unmöglich; doch sendete der Feld-
marschall dem 1. Armee-Corps nach Valeggio den Befehl, noch
in der Nacht alle verfügbare Cavallerie und Geschütze gegen
Quaderni und Sei vie, zur Verfolgung zu entsenden.
Die Nacht und den Tag nach der Schlacht stand die
Brigade Gyulay in Sommacampagna.
Am 26. Früh 7 Uhr rückte das Regiment in der Brigade,
u. j»n im». Qber die Höhe Belvedere auf die Haide Prabiano, wo sich das
ganze 2. Armee-Corps sammelte, den Marsch nach Valeggio fort-
setzen, dort abkocheu, den Mincio überschreiten und gegen
Volta abmarschiren sollte.
Das Defilee an der Brücke hielt aber den Marsch des
Corps derart auf, dass das Regiment erst in der Nacht
Valeggio passirte, wozu noch der Umstand den Marsch der
Brigade Gyulay verzögerte, dass sich auf der Strasse nach
Volta der Artillerie-Park und der Brücken-Train des 1. Armee-
Corps verfahren hatte, somit nur in einfacher Reihen-Colonne
marschirt werden konnte.
r.rferM bei V IU. Mittlerweile war die Avantgarde des 2. Corps in Volta
Ju " um 4 Uhr Nachmittags des 26. von überlegenen feindlichen
Kräften angegriffen worden, hatte aber seine Stellung im Orte
mit Hilfe der Brigade Kerpan behauptet; doch dauerte das
hartnäckige Gefecht bis tief in die Nacht hinein. Zeitlich
Früh den 27. begann der Kampf von Neuem : es kam noch
die Brigade Schwarzenberg zu Hilfe, und je näher die
Brigade Gyulay gegen Volta gelangte, desto mehr beschleunigte
sie ihren Schritt, — desto schneller ging ihr Marsch, der
zuletzt in der Nähe des Gefechtsrayons in ein förmliches unge-
duldiges Laufen ausartete. Auf einer Höhe nördlich Volta wurde
in Gefechtsaufstellung übergegangeu. Das 48. Regiment mit
Hayn au- Infanterie Nr. 57 bildeten Bataillons-Colonnen im
1., das Grenz- und 11. .läger-Bataillon im 2. Treffen; die
Cavallerie und Artillerie im 3. Treffen.
So georduet hielt die Brigade hinter dem linken Flügel
des 2. Corps, kam aber nicht mehr in das Gefecht, da unge-
fähr um 10 Uhr die feindlichen Augriffe auf allen Punkten
zurückgewiesen waren, und der Feind einen fluchtähnlicheu
Rückzug begann, welcher durch Abtheilungeu von Reuss-
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209
Huszaren, Ba vorn - Dragoner und Kaiser - Uhlanen, bis gegen
Goito verfolgt wurde; nur unter dem Schutze seiner viel stärkeren
Artillerie konnte sich der Gegner wieder raillireu.
Einige Zeit nach beendetem Gefechte erschienen im Lager
die piemontesischen Generale, Bess und Rossi, nebst dem
Artillerie-Obersten de Lamarmora, um im Namen ihres Königs
einen Waffenstillstand zu begehren.
Der Feldtnarschall nahm ihre Vorschläge nicht an, sondern
Hess andere Bedingungen au den König von Piemont stellen.
Nachdem man die Antwort hierüber erst am andern
Tage, den 28. Morgens erwartete, wurden die weiteren Feind-
seligkeiten einstweilen eingestellt, und alle drei Armee-Corps
blieben in und um Volta concentrirt, im Lager; das Haupt-
quartier kam nach Valeggio, das 3. Armee-Oorps hatte
Peschiera zu beiden Seiten des Mincio einzuschliesseu.
Den 28., nach dem Abkochen erhielt die Armee weiterenn.r.eb «•« r.*.
mit il*m i. Anni-r
Marschbefehl, da die Propositionen des Marschalls vom Könige §XÄ*
nicht angenommen wurden. «.j-uum«.
Zur Verfolgung des Feindes setzte sich die Armee in
der Richtung gegen Cremona in Marsch.
Das Reserve-Corps marschirte nach Goito, von dort nach
Rodigo: das 2. Corps folgte demselben bis Cerlungo nach, und
rückte von dort nach Gazzoldo, um hier zu lagern. Das 1.
Armee-Corps bewegte sich Anfangs über Cereta, dann aber
gegen Piubega, wo es bivouakirte.
Während dieses Marsches konnte mau sich, von dem
einer Flucht gleichenden Rückzüge der piemontesischen Armee,
die Ueberzeugung verschaffen, da das ganze vou unseren Truppen
durchzogene Terrain, mit weggeworfeneu Rüstungen besäet
war; Tausende von Csako's und Tornistern lagen zerstreut
umher.
F. M. L. Barou Hayn au übernahm mit 28. Juli das
Commando des ö., und F. M. L. Graf Thum, jenes des 4.
Armee-Corps.
Das Regiment lagerte am 28. auf einer Wiese, südlich
von Gazzoldo.
Am 2'.>. rückte das
Chiese bis Casalromauo ,
14
< I. Armee-Corps bei Asola über die w ,i, w v .r.
i, das 2. über Redondesco, Mosio, **«*• "SÄT
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210
»•«• Valli, Acquanegra, Bizzolano nach Canneto, wo beide ihre Vor-
posten bis au den Oglio poussirten
Das Regiment bivouakirte rückwärts des Ortes Canneto
zwischen Weingeländen. Das Reserve-Corps mit dem Haupt-
quartier blieb in Acquanegra. Das 4. Corps rückte aus Mantua
bis Marcaria und besetzte mit der Avantgarde - Brigade
Benedek, den Ort Bozzolo.
M.r.ri^.m *». i>i. Am 30. rückte die Armee in 2 Colonnen über den Oglio;
das 1. Armee-Corps übersetzte ihn mittelst einer Kriegsbrücke
bei Isola Dovarese, und rückte bei Cigognolo auf die Poststrasse
gegen Gadesco vor, stiess auf die feindliche Arrieregarde,
nahm ihr eine Kanone sammt 3 Karren ab, und jagte selbe
bis S. Feiice zurück.
Das 2. Armee-Corps ging über die Brücke bei Canneto;
marschirte über S. Lorenzo di Picenardi und sodann über
Torre d'Angiolini, Pozzo, Baronzio, Isoletto, Vighizzolo, Gazzo
bis nach Ca di Marozzi, von wo die Brigade Liechtenstein
bis S. Ambrogio vorgeschoben wurde.
Das Regiment lagerte mit Baron Hayn au- Infanterie
Nr. 57 ausserhalb Gazzo, südlich der Strasse.
Das Reserve-Corps rückte von Canneto bis Cigognolo,
wo sich auch das Hauptquartier etablirte; das 4. Corps
bis Solarolo, — die Avantgarde - Brigade Benedek bis
Vedesetto.
Am 31. Früh erschien der Corps-Commandant F. M. L.
d'Aspre im Lager des Regiments, und heftete dem Gemeinen
Leonhard Käfer, welcher den verwundeten Major Bauer
des 11. Jäger-Bataillons bei Sommacaropagna aus dem Gefechte
zurückgetragen hatte, die grosse silberne Tapferkeits-Medaille,
an seinem eigenen Theresien-Ordens-Bande, vor der in'? Gewehr
getretenen Fahnenwache, und dem versammelten Officiers-
Corps, an die Brust; bei welcher Gelegenheit er in einer
begeisternden Rede das heldenmüthige Benehmen des Regiments
am 23. und 25. besonders hervorhob.
Da Nachrichten eingelaufen waren, dass die Stadt Cre-
mona während der Nacht von den piemontesischen Truppen
verlassen worden sei, und selbe sich bei Pizzighettone über
die Adda zurückgezogen hatten, nachdem auch später eine
Deputation im Hauptquartier zu Cigognolo anlangte, welche
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211
die vollkommene Unterwerfung der Stadt anzeigte, so rückten «»«
die Truppen gegen die Adda wie folgt vor:
Das 1. Armee -Corps marschirte rechts um die Stadt
Cremona herum nach Tarfengo ; das Reserve-Corps folgte diesem
nach, und lagerte, nach Zurücklassung der Brigade Hara-
d a u e r in Cremona als Besatzung, bei Luignano ; das 2. Corps
rückte mit klingendem Spiele und fliegenden Fahnen durch
Cremona nach Ca nuova, wo eine halbe Stunde gerastet, dann
aber der Marsch über Sesto, Fengo und Grumello nach Za-
nengo fortgesetzt wurde, wo das ganze Corps auf einer grossen
Ebene lagerte. Das 4. Corps ging links um die Stadt bis
Acquanegra, das Armee-Hauptquartier war in Sesta.
Am 1. August brach die Armee Früh wieder auf, und
da Pizzighettone noch vom Feinde besetzt war, musste das 1. «■•*•««•.
° 1. Au (tun IM«.
und 2. Corps nach Formigara marschiren, woselbst eine Brücke
über die Adda geschlagen wurde, auf welcher das 1. Armee-
Corps übersetzte, und nach Camairago rückte, während das 2.
demselben folgte, aber nur bis Cavacurta marschirte, woselbst
es im Lager blieb.
Das Regiment bivouakirte im Orte.
Das Reserve-Corps lagerte in S. Bassano, das 4. Corps
rückte bis nach Maleo, musste sich aber den Uebergang über
die Adda bei Crotta d'Adda erzwingen ; das Armee-Haupt-
quartier kam nach Formigara zu stehen.
Feldmarschall Graf Radetzky Hess die Truppen des
l. und 2. Armee-Corps beim Uebergang über die Adda, der
unter allgemeinem Jubel vor sich ging, vorbeidefiliren.
Im Verlaufe dieses Tages erfuhr der Feldmarschall durch
Kundschafler und Vorposten, dass der Feind sich plötzlich
von seiner früheren Rückzugslinie, welche gegen Piacenza und
Pavia zu gehen schien, abgewendet, und mit seinen Haupt-
kr&ften in der Richtung gegen Lodi, mithin gegen Mailand
gezogen habe.
Demgemäss rückte das 1. Armee -Corps von Camairago*»"«* "»«»•
bis Pompola, wo es ä cheval der Strasse lagerte und die Bri- *• *■«*»•»-
gade Strassoldo bis Ca de Bolli vorpoussirte. Das 2. Armee-
Corps marschirte über Casalpusterlengo auf der Hauptstrasse,
die Richtung gegen Lodi einschlagend, bis Muzza Piacentina.
Beide Armee-Corps hatten Gefechte mit der feindlichen Arriero-
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wa garde zu bestehen Das Regiment lagorte in Muzza bei einer
Muhle auf dem verlasseneu Lagerplatze der Piemontesen, und
Hess sich das von denselben hinterlasseue, zur Verkeilung
bereit gestellte Brod, sowie deren Menage, die man in den
Kochkesseln fertig zubereitet fand, munden.
Die 3. und 4. Compagnie des Regiments, hatten der
Sicheruug des Corps - Quartiers wegen , Vorposten rings um
Muzza aufzustellen. Das 4. Armee - Corps entsendete nach
Guardamiglia die Brigade Benedek zur Beobachtung des Po-
Ueberganges, rückte selbst bis Casalpusterlengo vor, und pous-
sirte nach Orio an den Lambro, in der Richtung gegen Pavia,
die Brigade Graf Draskovits.
Das Reserve-Corps lagerte bei Castiglione und Ca Colom-
bina, das Hauptquartier kam nach Tirauo.
Noch am Abend hatte die Brigade Fürst Edmund
Schwarzenberg vom 2. Corps, Lodi besetzt, da der Feind
sich gegen Mailand zurückgezogen hatte.
"' """ iJTii * n der FrUÜ dps August rückte das 1. und 2. Armee-
£££T£i. Cor P s ' da eine Deputation der Stadt Lodi, dem Feldmarschall
ihre Unterwerfung meldete, durch selbo und seitwärts gegen
Melegnano; das 1. Corps nahm Stellung bei Tavazzano, das
2. bei Lodi vecchio, das Reserve - Corps rückte iu Lodi selbst
ein , wo auch das Hauptquartier des Feldmarschalls verblieb.
Das 4. Corps schob die Brigade Benedek bis S. Rocco
zur Beobachtung des Po gegen Piacenza vor; diese Brigade
hatte dort stehen zu bleiben, während das Corps selbst über
Corte-Olona nach Pavia vorrückte, diese Stadt, welche gleich-
falls eine Erg^beuheits-Deputatiou entgegen gesendet hatte, be-
setzte, und am Gravellone Vorposten aufstellte.
In Lodi vecchio lagerte das Regiment mit noch anderen
Truppen des Corps, auf einer grossen Wiese, ausserhalb des
Ortes, wo es Nachmittag von einem furchtbaren Hagelwetter
überrascht wurde; die Schlössen wareu so gross, dass viele
Menschen uud Pferde verwundet wurden, und sich Alles auf
die Dauer dieses Unwetters in Häuser, Scheunen und Remisen
flüchten musste, um momentanen Schutz zu finden.
ttwiMume mm Am 4. rückte die Armee von Lodi gegen Mailand; u. z.
vor . i« »i..u. ja S |. Armee-Corps von lava/.zano ül>er Melegnano auf der
grossen Poststrasse in die Hohe von Trivulzo, das 2. Corps,
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von Lodi vecchio über Salerano, wo es den Lambro passirte
über Cerro, Riozzo gegen Vigentino und Nosedo.
Beide Armee-Corps hatten die Weisung ihre Vorposten
bis ungefähr eine viertel Miglie Entfernung von den Wällen
Mailands vorzusendeu. Das Reserve-Corps rückte nach S. Donato.
Bei Ca Verdi entspann siel» ein Gefecht mit den piemonte-
sischen Truppen, welche eine Stellung vor Mailaud genommen
hatten. Das l. Corps hielt den Feind hier so lange in der Front
fest, bis die rechte Flügel-Brigade, unter dem Commando des
GM. Grafen Clam, dem Feinde links, so wie das parallel mit
dem 1. marschirende 2. Corps, demselben rechts in die Flanke
manövrirte.
Als das 2. Corps bei Chiaravalle angelangt war. erliess
F. M. L. d'Aspre folgende Disposition zum Angriffe auf die
Stellung vor Mailand: „Die Brigade Liechtenstein hat
Stellung zwischen Nosedo und Vajauo zu nehmen, während
die Brigade Schwarzenberg sich Vigentino's zu bemächtigen
angewiesen wird." Die beiden anderen Brigaden sollten in
Chiaravalle in Reserve aufgestellt bleiben. Doch wurde das
Regiment Erzb. Ernst und die Brigade-Batterie bald darauf
in Thätigkeit gesetzt. Das 1. Bataillon des Regiments mit
den Geschützen wurde der Brigade Liechtenstein, das
2. Bataillon dagegen der Brigade Fürst Edmund Schwarzen-
berg als Unterstützung zugewiesen.
Vor Nosedo, Vajano und Vigentino hatte der Feind ver-
schieden e Casinen besetzt, wurde aber aus allen diesen Höfen,
sowie auch aus den genannten Ortschaften selbst durch Ba-
jonnetangriffe vertrieben, und nach Mailand geworfen.
Das 1. Bataillon des Regiments, befehligt vom Haupt-
mann Gustav Baron Wetzlar, welcher sich schon bei Sona
und Sommacampagna durch thatkräftiges energievolles Be-
nehmen auszeichnete, wurde während dieses Gefechtes mit
einem Bataillou Oguliner Grenzer vereint, von Nosedo aus,
durch den Hauptmann Kuhn des Generalstabes zur Unter-
stützung der bei Casa Gambaloita nahe an der Porta Romana
stehenden Brigade Strassoldo dahin vorgeführt, wo es an
der Seite des 10. Jäger-Bataillons sofort in den Kampf trat
und im Vereine mit diesem und dem Oguliner-Bataillon den
Feind bis au die Porta Romana zurückdrängte. Bei dieser
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•»«• Gelegenheit hat sich die 3. Compagnie des Regimentes unter
Commando des Lieutenant Töke"ssy, durch besondere Kühu-
heit ausgezeichnet
Auf der Poststrasse bei Ca Bianca und Toppa hatte sich
eine feindliche Batterie etablirt, die dem eigenen 1. und dem 10.
Jäger-Bataillon, welch' letzteres sich verschossen hatte, grosse
Verluste verursachte; Lieutenant Tökessy stürmte nun mit
seiner Compagnie, trotz kräftiger Vertheidigung Ca Bianca
und Toppa. besetzte diese beiden Häuser und vertrieb von
hier aus durch wohlgezieltes Feuer die feindliche Batterie,
welche sich eiligst gegen Porta Romana zurückzog. Die Com-
pagnie hatte hiebei 3 Todte und 5 Verwundete. Das 1. Ba-
taillon behauptete sich nun in den eroberten Casinen.
Das 2. Bataillon, der Brigade Schwarzenberg zu-
getheilt, rückte bis Vigentino vor, hatte den Auftrag, mit
2 Geschützen zur Sicherung der äusserten linken Flanke, sich
des Dorfes Morivione zu bemächtigen und sich dort zu be-
haupten. Der Feind war bald aus diesem Orte vertrieben, und
gegen Porta Ticinese verjagt; hierauf wurden mehrere vor-
teilhaft liegende Häusergruppen besetzt und wiederholte An-
griffe des Feindes kräftigst zurückgewiesen. Das Bataillon er-
hielt später eine Unterstützung von drei Compagnien Kaiser-
Infanterie Nr. 1.
In der Nacht vom 4. auf den 5. August kamen die bei-
« a '»...na«, den piemontesischen Generale Rossi und Lazzari in das
Hauptquartier des Feldmarscballs mit dem Antrage von Seite
des Königs von Sardinien: die Stadt Mailand und das lom-
bardische Gebiet mittelst Convention zu räumen. Als man
über die Bedingungen nicht ganz einig werden konnte, wurde
die Bitte um Bewilligung der Convention den 5. gegen 5 Uhr
Nachmittags von einer Deputation der Stadt Mailand er-
neuert und hierauf dieselbe geschlossen, gemäss welcher die
österreichische Armee am 6. um 12 Uhr Mittags in Mailand
einziehen sollte, die piemontesischen Truppen aber an diesem
Tage früh Morgens die Stadt zu verlassen und in 2 Märschen,
mithin bis 7. Abends den Ticino zu überschreiten und das
lombardische Gebiet zu räumen hatten.
u««t *^ **•*•• Noch am 5. Nachmittags sammelte sieb das Regiment
c . iiüx». un( i lagerte bei Ca Bianca und Palestrina.
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Auf die dringende Bitte des Podestä von Mailand, zur w«.
Vermeidung der Plünderung der Stadt durch den Pöbel, selbe
mit der Armee noch vor Mittag zu besetzen; nachdem
alle Barrikaden in der Stadt durch die Bevölkerung weg-
geräumt und das an manchen Stellen aufgerissene Pflaster
wieder zur Passage hergestellt worden war, geschah mitbin der
Einmarsch schon am 6. August um 10 Uhr Früh.
An der Spitze des 2. Corps, dessen Avantgarde zu bilden
die Brigade Gyulay die Ehre hatte, hielt der Feldmarsehall
seinen Einzug in Mailand. Ruhe und Ordnung wurden in der Stadt
hergestellt und die Sorge fflr selbe dem für Mailand ernannten Gou-
verneur Feldmarschall-Lieutenant Fürst Felix Schwarzen-
berg übertragen. Die Brigade Gyulay besetzt« das Castell
von Mailand, wo das Regiment im ersten Hofraume bivoua-
kirte, während alle übrigen Truppen des Corps auf der Espla-
uade des Castells lagerten.
Grenzenlose Freude und Jubel erfüllte alle Truppen, da
nun, nach kaum litägigen Kämpfen und Märschen das Gebiet
der Monarchie von den Ufern der Etsch bis zu jenen des Ticino
vom Gegner befreit war.
Am 7. August erliess der Feldmarschall folgenden Armee- Armeebefehl,
befehl :
„Als ich Euch meine Ueberzeugung aussprach, dass
an Euerer Treue und Tapferkeit die Versuche einer auf-
rührerischen Fraction wie Glas am Felsen brechen
werden, stand mein Vertrauen auf Euch unerschütter-
lich fest. Ihr habt es glänzend gerechtfertigt, Ihr seid von
Sieg zu Sieg geschritten; in dem kurzen Zeiträume von
14 Tagen seid Ihr als Sieger triumphirend von der Etsch
bis zum Ticino vorgedrungen. Von den Wällen Mailands
weht wieder das kaiserliche Panier, kein Feind steht
mehr auf lombardischem Boden. - Ihr habt einen Völker-
und Fürstenbund gelöst, der, die Heiligkeit der Tractate
und alten Rechte vergessend, uns unsere Grenzen jen-
seits der Alpen nehmen wollte/'
„Soldaten! Im Namen des Kaisers und des Vater-
landes danke ich Euch, — Ihr habt Euch um den Thron
und das Vaterland vordient gemacht, Euere Siege werden
dem Vaterlande wieder Frieden bringen; sollte aber
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der Feind in seiner Verblendung uns noch einmal anzu-
greifen wagen, so werden ihn Euere Siege lehren, was
Oesterreichs siegreiches Heer vermag, welches, anhäng-
lich seinem Kaiser und Vaterlande, dem Tode freudig
in's Auge sieht, wenn man sein Höchstes und Heiligstes
bedroht 44
R a d e t z k y.
Von Seite des Königs von Piemont wurde dem Feld-
*p?.'"ur«^h! ,, marschall ein dreitägiger Waffenstillstand augetrageu, jedoch
nur gegen die unbedingte gegenseitige Auswechslung der bei-
derseitig während des Feldzuges gemachten Gefangenen; er
wurde vom Feldmarschall angenommen.
Am 9. August entsendete König Carl Albert seinen
Chef des Generalstabes nach Mailand in das österreichische
Hauptquartier, um daselbst zum Behufe von Friedens-Unter-
haudluugen einen 6wöcbentlichen Waffenstillstand zu erlangen,
welcher auch an diesem Tage zum Abschlüsse kam. Der Ticino,
als die Grenze beider Staaten, wurde als Demarcationslinie ge-
wählt Die im Besitze der Piemontesen befindlichen Festungen,
dann die Herzogthümer Modena, Parma, Piaeenza mussten
geräumt werden ; endlich sowohl die Landtruppen als die Flo-
tille des Königs von Sardiuien, die Stadt, die Forts uud Häfen
von Venedig verlassen und iu die sardinischen Staaten zurück-
kehren. In Folge dieser Convention wurde Peschiera am 10. vom
3. Corps übernommen, und auch alle alliirteu Truppen der
piemontesischen Armee aus den gebirgigen Landeatheilen des
Brescianischen und Bergainaskisehen, welche sie noch besetzt
hielten, in die Schweiz und Piemont zurückzogen.
"'■«mK!**" Zur Entwaffnung der insurgirton Bezirke von Brescia und
». A-gu.« im* Bergamo wurde das 2. Corps bestimmt, und erhielt die Brigade
Gyulay am 13. Marschbefehl. Das Regiment fuhr Nach-
mittags mittelst Eisenbahn bis Treviglio, wo sich die Brigade
und das Corps sammelte.
Den 14. lagerte das Regiment in Antignate, den 15.
ausserhalb Coccaglio uud am 16. rückte es gegen Brescia vor.
In Ospitaletto vereinigte sich das ganze 2. Corps, daiiu
wurde der Marsch nach zweistündiger Rast fortgesetzt.
Wnff.n.Ull.undii
Abichluai
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Eine Deputation mit den Schlüsseln der Stadt, traf beim
Corps-Comniandauteu erst beim Anlangen der Truppen vor
Breseia ein. Hierauf inarschirten zwei Brigaden um Brescia
herum und besetzten die Porta S. Giovanni, Porta Pille, Porta
S. Nazzaro und S. Alessandro; eine Brigade blieb am Campo
Marzo ; das Regiment Erzherzog Ernst allein musste als
Probirstein für die Gesinnung der Brescianer die ganze Länge
der Stadt, von der Porta S. Giovanni bis Porta Torrelunga
durchziehen, und mit dem 2. Bataillon dieses Thor, mit dem
1. das Castel besetzen; der Rest der Brigade Graf Gyulay
das 11. Jäger-Bataillon, die St. Georger-Grenzer und Haynau-
Infauterie wurden in die Kasernen verlegt. Die Batterie- uud
Cavallerie - Abtheilung der Brigade Gyulay bivouakirte in
den Giardini publici.
In Brescia blieb das Corps bis zum 18. stehen; am 19.
wurde gegen Bergamo marscliirt. in Palazzuolo bivouakirt, A "*"• , ,MR
und am 20. der Einzug in Bergamo gehalten, wo das Regi-
ment in das Schulgebäude zu liegen kam. Haynau-Infan-
terie Nr. 57 war allein als Besatzung in Brescia zurück-
geblieben.
Da die Truppen Garibaldis aus dem Canton Ticino und ^.Är^."
aus Piemont Einfalle in die Lombardie machten, sich in Arona St. AogiiMt tili
am La<ro maginor« mehrerer Barken und der beiden Dampt- y» 1 *"'" 1 *
" o"> r durch da» Uc»rt
schiffe bemächtigten, gegen den Willen der piemontesischen
Regierung eine Landung in Luino auf österreichischem Gebiete
bewerkstelligten, endlich die ganze Gegend um Varese neuer-
dings aufzuwiegeln begannen, so erhielt das 2. Armee-Corps
den Befehl, Truppen gegen Garibaldi zu senden und die wich-
tigsten Punkte zu besetzen, um jeden Aufstandsversuch zu
parallisireu. Die hiezu bestimmten Truppen des Corps brachen
zu verschiedenen Stunden des Tages am 21. auf, und verfolgten
die. Richtung gegen Lecco.
Das Regiment Erzherzog Ernst marschirte von Bergamo
um 2 1 /, Uhr Nachmittags ab, und rückte über Ponte 8. Pietro,
Pontila, Cisanno. Vercurago und Chiuso gegen Lecco, wo es
um die Mitteruachtsstunde anlangte, und in den Gassen der
Stadt lagerte. Tags darauf wurde das Regiment auf bereit
gehaltenen Dampfschiffen eiubarkirt, und fuhr bis Como,
wo es um iVj t Uhr Mittags landete, und die Kasernen
am
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bezog, indessen die 1. Division des Regiments im Vereine mit
dem 11. Jager-Bataillon bei Rebbio Vorposten ausstellte.
Am 23. wurde nach Varese marschirt, bivouakirt und
von der 2. Division des Regiments Vorposten bezogen ; den
24. aber nach Sesto Calende abgerückt, der Ort besetzt, und
ringsum gesichert; nach ltägiger Rast wurde am 26. ein all-
gemeiner Streifzug gegen Garibaldi unternommen , der bis
jetzt allen Truppen des 2. Corps auszuweichen gewusst
hatte. Die verschiedenen Abtheilungen des Corps hatten in
mehreren Colonnen, auf verschiedenen Strassen zu recognosciren ;
so war das Regiment angewiesen, die Gegend von Vergiate
Mornago, Ternate und S. Maria, — das 11. Jäger-Bataillon
aber die Linie über Angera nach Ispra — zu durchstreifen.
Endlich, in Morrazone stiess das Regiment Kinsky Nr. 47
auf die Garibaldianer, und schlug sie nach heftiger Gegen-
wehr in die Flucht; gegen Abend sammelte sich die Brigade
Gyulay wieder in Sesto Calende.
Nachdem sich die Garibaldischen Truppen thcils gegen
H« P i e mb.r ««« Luino zurückzogen, und nach und nach aufgelöst hatten, theils
auf Schweizerboden flüchteten, so waren hiemit alle Feind-
seligkeiten beendet.
Das 2. Corps erhielt seine Bestimmung nach Mailand;
die Brigade Gyulay trat den Marsch am 7. September an,
und wurde den 9. in Mailand, wo der Feldmarschall Graf
Radetzky die Brigade beim Einmärsche vor sich defiliren
liess, in der Kaserne bei Porta Ticinese untergebracht.
F.idmr..* *« {Jm die mittlerweile von Seiner Majestät verliehenen
i... £pumLViMB Auszeichnungen und Decorationen den Betheiligten auf würdige
Von 1 ■■■> TA Ii "-Hfl . 1 1
nd erhebende Weise zu übergeben, faud am 10. September
auf dem Cainpo Marzo eine grosse Kirchenparade statt, wozu
die Truppen des 1., 2. und Reserve-Corps in voller Parade
ausrückten.
Nach der Messe wurden alle mit Decorationen zu be-
theilenden Individuen vor die Front berufen und Jedem,
durch den Feldmarschall eigenhändig das Ehrenzeichen au die
Brust geheftet*).
*) Vom Regimente Erzherzog Ernst Nr. 48:
Corporal Michael Szuppi der 3. Coropagnie, welcher schon
im Lager von Castelnuovo mit der goldenen Medaille betheilt worden
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Oeffeutlich belobt wurden:
Hauptmann A ndreas Kardos s, Georg und Dominik
von Rukavina, Gustav Baron Wetzlar, Oberlieutenant
Franz Mayersberg recte Pajer, ünterlieutenant J o h an n
Artuer, Franz Grobois, Julius Obhlidal, Josef
Artner, Jakob Dudevszky und Johann Tökössy.
Nach erfolgter VertheiluDg der Decorationeu, wurde vor
dem Feldmarschall Grafen Radetz ky detilirt uud das Re-
giment bei dieser Gelegenheit durch seineu Inhaber, Sr. kais.
Hoheit G. M. Erzh. Erust vorgeführt.
Am 15. wurde eine neue Ordre de bataille bekannt ^^pu«"^""
gemacht, in Folge deren das Regiment in das 4. A rmee-Corps'» "«i»"»«»«
des F. M. L. Graf Thum, Division F. M. L. Baron Rath,
Brigade G. M. Graf Wengersky eingereiht wurde und die
Bestimmung nach Piacenza erhielt.
Das Regiment marschirte sonach am 1(3. nach Melegnano.
am 17. nach Lodi, am 1H. nach Casalpusterlengo und den 19
nach Piacenza, wo es in 5 Kasernen untergebracht wurde.
Mit dem Regimente lagen noch ein Bataillon Sluin er-
Grenzer, ein Bataillon des Warasdiiier-Krouzer-Grenz-Regimentes.
war, erhielt da« russische Georgs-Ordens-Kreuz 5. Classe nebst
10 fl. als Geschenk.
Mit silbernen Tapferkeits-Medaillen 1. Classe wurden betheilt:
Cadetfeldwebel E'luard Birnstingel der 2., Feldwebel Ludwig
Fendt der 9., Corporal Quafehlwcbel J o h a n n Rä ha der 12., Corporal
Johann Plander, Andreas Nothnagel, der 10, Gefreiter
Mathias Ugrinovits der 7., Gemeiner David Buckovetzder 10.,
Leopold Schmidt der 5., Johann Weiss der 11. Compagnie.
Mit der silbernen Tapferkeits-Medaille 2. Classe, welche Seine
Majestät der Kaiser, statt den in der Armee üblich gewesenen Geld-
Belohnungen neu einzuführen angeordnet hatte, wurde Feldwebel
Josef Gottmann der 1., Ludwig Hoyn der 3., Paul Billisits
der 8., Boso Csositz der 11 , Corporal Ladislaus Varga der 12.,
Johann Forro der 9., Peter Simon der 12, Georg Albert der
11., Carl Köpf der 7, Gefreiter Michael Leser der 12, Stefan
B o r b ä 8 der 12., Tambour Josef Derdäk der 1 2., Gemeiner Herr-
mann Lemberger, Stefan Koväts der 2., Josef Pinter
der 5, And reas Hofer, S te t an H u s z ti der !>., Alexander
Koväts. Stefan Nemethderl., Ladislaus Görbitz der
12 1 Anton Wutzclhofer der 10., Moriz Sommer, Anton
Fautom der 7. uud Michael Csapö der 10. Compagnie betheilt.
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dann eine Division Erzh. K ar 1 - Ulilanen daselbst in Garnison
und unterhielten abwechselnd die Vorposten bei S. Antonio,
gegenüber der piemontesischen Aufstellung an der Trebbia.
Auf der grossen Po-Insel zwischen dem Po und der
Stadt, dann auf der Nordseite von Piacenza wurden Feldver-
schanzungen aufgeworfen, und an der Südseite die Inundation
durch den Riffiuto-Bach eingeleitet.
In diesen Garnison«- Verhältnissen blieb das Regiment
bis nach der Schlacht von Novara.
Krturai... m d.r Wir müssen unsere Blicke nun auch den übrigen Ab-
theilungen des Regiments zuwenden.
Die Grenadier -Division des Regimeutes, im Bataillon
Auernhammer, mit jener des 19. Infanterie-Regimentes
Schwarzenberg und des 60. Infautcrie-Regimentes Wasa
vereint, war noch in Wien in Garnison, als das Regiment
im Jahre 1847 nach Italien abmarschirte.
Während der März-Tage des Jahres 1848, wurde dieses
Bataillon Zeuge der traurigen Vorgänge in der Residenz und
jubelte voll Freude, als es im August 1848 als Verstärkung
zur Armee nach Italien abgehen durfte; das Bataillon nahm
seiuen Weg von Mürzzuschlag nach Laibach mittelst Eisenbahn,
dann über Verona per Fussmarsch nach Mailand, wo es nach
Abschluss des Waffenstillstandes eintraf und zur Garnison ein-
geteilt wurde.
Brei««!... bei™ ». Das 3. Bataillon des Regiments stand zur Zeit, als das
Regiment nach Italien aufbrach, unter dem Interims-Commando
des Hauptmanns von Annaker, in Stuhlweissenburg in Gar-
nison, in der Division des F. M. L. Baron Boyneburg;
musste aber, zur Dämpfung der Excesse, welche das Landvolk
gegen verschiedene Judengemeinden beging, zu Ende des
Monates April, u. z. mit der 13, 14. und 15. Compagnie in
das Zalaer-Comitat nach Zala-Egerszeg, mit der 16., 17.
und 18. Compagnie, unter den Befehlen des Hauptmauns-
Bataillons-Commandanten von An na kor, in das Eisenburger
Comitat nach Steinamanger abgehen, wo diese Abtheilungen
bis 6. Mai 1848 verblieben. Au diesem Tage marschirten die
3 letztgenannten Compagnien über Vep und Särvär nach
Jänoshäza, standen bis zum 11. Mai dort in Garnison, mussten
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aber schon am 12. nach Veszprim abmarschiren. Am 29. Mai
trafen diese Compagnien bei Fürstenfeld an der steirischen
Grenze ein, wurden von dort wieder nach Csakathuru beordert,
wo sie sich mit dem nahten Flügel des Bataillons, welcher
bereits dort eingetroffen war, vereinigten, und an der Drau
vis-a-vis der k. k. Grenztruppen die Vorposten zu beziehen
hatten.
Dieser Umstand allein schon gibt ein beredtes Zeugniss
von der eigentümlichen Lage, in welche die k. k. Truppen
in Ungarn gerathen waren.
Diese letzteren Anordnungen gingen vom Regierungs-
Commissär Csänyi aus. Es ist bekannt, dass die Magyaren
schon am 22. März 1S48 ein eigenes Ministerium erhielten, und
dass sämmtliche in Ungarn dislocirteu Truppen den Befehlen
des ungarischen Kriegsministeriums untergeordnet wurden;
daher alle Anordnungen, Beförderungen etc., welche dieses
Ministerium beim 3. Bataillon vornahm, ihre volle Giltigkeit
hatten, sohin auch beim Regimente alle derlei Veränderungen
für dieses Bataillon, bis inclusive 4. October in den bezüglichen
Standesbefehlen durchgeführt wurden.
Es ist weiters bekannt, dass die magyarische und kroatische
Partei, wegen Entscheidung des Streites in Ungarn, der sich
um die Berechtigung der Nationalitäten drehte, an den
Allerhöchsten Hof in Innsbruck appellirten, und dass dem
Drange der Umstände gemäss die ungarische Partei den Sieg
davontrug, in Folge dessen Kossuth am 11. Juli vom Land-
tage 100.000 Manu und 42 Millionen Gulden forderte, um
Oesterreich in seinem Kampfe mit Italien zu unterstützen,
welche Forderungen auch vom ungarischen Reichstage bewilligt
wurden.
Der ungarisch-croatischen Conferenz in Innsbruck, war
eiuo zweite in Wien gefolgt, die sich aber wegen den gestellten
Forderungen der Croaten zerschlug.
In eine Auflösung des ungarischen Ministeriums und
Herstellung der alten Verhältnisse Croatieus zur Monarchie,
wollte Graf Batthyäni als ungarischer Ministerpräsident
nicht willigen, und wurden sonach die Unterlundlnngen abge-
brochen. Hiermit waren die Würfel gefallen.
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PiBwifji— i der Der Bau us entschloss sich, uachdeiu der friedliche Aus-
Urtnr r nippen
''"^iu.™"?"' gleich gescheitert war, gegen die Hegemonie-Bestrebuugeu der
w ""u™u' n Jrr Ungarn aufzutreten, und für die Erhaltung der bestehenden
Verhältnisse uud die Wünsche Croatiens, das die ungarische
Oberherrschaft perhorrescirte, das Schwert zu ziehen.
Ein gewagtes Unternehmen, mit den schwachen, ihm zu
Gebote stehenden Mitteln.
Der Schritt war um so mehr gewagt, als der Banus durch
sein Benehmen sich in thatsächlichen Widerspruch mit allen,
allerdings dem Innsbrucker Hofe abgedrungenen Concessionen
an Ungarn, setzte.
Der Banus kannte aber seine Grenzer und sie ihn;
durch sein leutseliges Benehmen hatte er sich die Herzen der
Grenzbevölkerung schon früher gewonnen und als er mit be-
redten Worten, den Aufruf zu den W r affen mit dem Motto:
„Für den angestammten Herrn und Kaiser" — in der Grenze
ertönen Hess, erhob sich das ganze kaiserliche Grenzland.
Bald standen 50.000 Grenzer mit 40 Geschützen und 1000
Pferden an der Drau unter den Waffen.
Dieses Heer theilte der Banus nun in 3 Armee-Divi-
sionen und G Brigaden ein.
Den 11. September hatte er zum Drau-Uebergauge be-
stimmt.
vorp«,.i™.,f. Das 3. Bataillon des Regiments, dessen Commando mittler-
.(• llunK de» 3. °
urV,"'"^'! *u d d'r we il t ' Major von Begg übernommen hatte, unterhielt wie
>eroits erwähnt, auf der ungarischen Seite die Vorposten längs
dem Drau-Flusse, von der steierischen Grenze an.
Dies- und jenseits der Drau sah man also Soldaten in
des Kaisers Bock, und mit des Kaisers Fahnen sich feindlich
gegenüber stehen. Unselige und schwere Zeit für jeden Patrioten
und Ehrenmann !
Die Officiere des Bataillons konnten kaum dem Gedanken
Raum geben, dass der Banus von Croatien, der erst kürzlich
durch ein kaiserliches Manifest aller seiner Würden entsetzt
und zur Rechenschaft gezogen worden war, es wagen würde,
mit den Waffen in der Hand, den ungarischen Boden zu be-
treten. Es war hier schwer zu unterscheiden, auf welcher Seite
sich das Recht befinde, weil die Officiere mit den Vorgängeu
Urem Truppen.
in Wien und Post um so weniger bekannt waren, als ihnen
der ungarische Hegierungs - Commissär C s ä n y i natürlicher
Weise nur solche Nachrichten zukommen Hess, die zum Vor-
theile für das Benehmen der Magyaren sprachen; der Zweifel
erhielt dadurch noch weitere Nahrung , dass viele Erlässe,
Befehle, Aufrufe etc. von Seiner kaiserlichen Hoheit, dem
Erzh. Stefan, Reichspalatin von Ungarn, gefertigt waren. In
solcher Ungewissheit und Ratlosigkeit standen die Vorposten
des 3. Bataillons an der Ürau, in banger Erwartung der
Dinge, welche die nächste Zukunft bringen würde.
Am 12. passirte von der Armee des Banns blos die
Avantgarde, und die Division Kempen die Drau über die
feste Brücke bei Warasdin und rückte bis Nedelicz und Strigau.
Die Vorposten des 3. Bataillons Erzh. Ernst mussten Mek*»d n a.
* B«UHImn, iini<
sich hinter die Mur ziehen. tuÄ"
Den 13. ging auch die Truppen - Division Schmidt
über die Drau und lagerte bei St. Helena, während die Avant-
garde des Banus bis Mura-Szerdahely vorgeschoben wurde.
Die Division Kempen übersetzte an diesem Tage schon die
Mur bei Räcz-Kanizsa mittelst Plätten, und besetzte Lendva.
Das 3. Bataillon des Regiments zog sich noch am 12.
bis Letenye zurück.
Den 13. rückte die Division Hartlieb von Warasdin
nach Csakathurn. die Division Schmidt von St. Helena nach
Hodosän und am selben Nachmittage noch nach Letenye.
Das 3. Bataillon kam daher nach Gross-Kanizsa zu stehen.
Mittlerweile wurde die Proklamation des Banus, die
er an die Ungarn richtete, in Gr. Kanizsa bekannt, und es
wurde Major von Begg, von Seite des Brigadiers General von
Teleky in das Lager des Banus abgesendet, um mit selbem
Rücksprache zu pflegen, und allenfalls Marschpläne für die
Truppen der Brigade des genannten Generals, u. z. das
3. Bataillon des Regiments, zwei Bataillone Was a-Infanterie,
eine tipfündige Fussbatterie und eine Division Nikolaus-
Huszaren, für den freien Abzug nach Steiermark, zu erhalten.
Diese Marschpläne konnten nicht ertheilt werden und musste
die Brigade Teleky (mit ihr das 3. Bataillon des Regiments)
noch ferner in ihrer zweideutigen Lage ausharren. hmi ttm &
Das 3. Bataillon des Regiments wurde nun nach Stuhl- 8^^««*^,
weisseuburg und von da nach Märton-Väsär verlegt, wo es ,nd,lri ' * n ,,le
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"M* bis zum 10. October im Lager verblieb, und nachdem General-
major Graf Teleky das Commando der Brigade niederlegte,
in die Brigade Horvath eingotheilt wurde. Mit dieser trat
es dann in jenes ungarische Corps, dass ungefähr aus 20.000
Mann bestehend, unter F. M L. Moga's Befehl an die Leitha,
dem Banus nachmarschirte.
Das 3. Bataillon wurde absichtlich, da man sich der
Sympathie desselben noch immer nicht versichert wusste, weil
es die kaiserlichen Abzeichen, namentlich seine Fahne, nicht
ablegen wollte, mit durchaus neu errichteten National-Truppen
umgeben, und das Benehmen des Bataillons strengstens über-
wacht. Jene Truppen bestanden ans den Honved-Bataillons
Nr. 1, Nr. 7, dem 2. Pester- und dem 9. Neograder-Bataillon ;
ferner aus 2 gleichfalls terrorisirten Divisionen von Preusseu-
Infanterie Nr. 34, dann 2 Escadronen H u nyad y -Huszareu
und einer HonveVl-Batterie.
In Marton-Vasar brachten die bereits in Keszthely um
ihre Quittirung eingeschrittenen Officiere des Bataillons ihr
Gesuch erneuert vor, allein man antwortete denselben, dass
in Kriegszeiten Niemandem zu quittiren gestattet sei. und dass
Jeder, welcher einen Fluchtversuch machen würde, mit dem
Strange hingerichtet werden wird.
Das Bataillons -Commando überging an den Hauptmann
von Simon, der von der ungarischen Regierung zum Major
befördert wurde.
Treffe« Unter solchen Umständen musste das 3. Bataillon am
St-tiwecbat.
3o. och« tu». 30. October au dem Treffen bei Scbwechat, welches mit dem
Rückzüge der Ungarn nach Parndorf endete, Antheil
nehmen.
Feldmarschall Fürst W indisch grätz erliess einen
Aufruf an den Feldmarschall - Lieutenant Moga, sowie an
sämmtliche in Ungarn befindliche k. k. Generale, Stabs- und
Ober-Officiere, worin er sie befehligte, sich uuverweilt, sammt
ihren unterstehenden Truppen , unter sein Commando KU
stellen.
Dieser Aufruf wurde am 12. November erneuert, und die
Frist zu freiwilliger Rückkehr, bis znm 26. November aus-
gedehnt. Nach dem Verstreichen dieses Termines sollte Jeder
als Verräther und Rebell angeschen, und nach dt-r Strenge
der Kriegsgesetze behandelt werden. Der Aufruf hatte nicht
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die gehoffte Wirkung; eben so weuig die von Seiner Majestät "**
dem Kaiser, aus Olmütz erlassenen Proclamationen, da die
Häupter der ungarischen Revolution, namentlich aber Kossuth,
welcher sich zu jener Zeit gerade bei der oberen Donauarmee
in Pressburg befand, Alles aufboten, um die Truppen durch
uurichtige Darstellung der Verhältnisse, durch trügerische
Lehren und Schlüsse in dem Wahne zu bestärken, dass sie
sich auf gesetzlichem Boden befänden, und zur Vertheidiguug
der bedrohten ungarischen Constitution, bei Eid, Ehre und
Pflicht verbunden seien. Wo diese Sophismen keinen Anklang
fanden, wurde durch Terrorismus, Aussicht auf Beförderung
oder durch Gold, u. dgl. Vorführungs-Mittel eingewirkt.
Als mittlerweile die vom Feldmarschall Fürsten W in-
disch grätz an das reguläre Militär erlassene Aufforderung,
sich an ihn anzuschliessen, dem Offieiers-Corps des 3. Batail-
lons bekannt wurde, quittirtcn Hauptmann Vajda, Oberlieu-
tenant Konrad von Mederer und Lieutenant Popovich
sofort erneuert ihre Chargen, indessen Major vou Begg um
seine Peusiouirung bat; die ungarische Regierung internirte
hierauf diese Officiere in Oedenburg, wesshalb dieselben auch
dem vorerwähnten Treffen bei Schwechat nicht mehr beiwohn-
ten. Nachdem ein ehrenhafter Austritt jenen Officieren, welche
gegen Ehre, Pflicht und Ueberzeugung unter den Fahnen der
Tnsurrection nicht dienen wollten, unter keiner Form gestattet
wurde, so wendeten die meisten Officiere alle erlaubten, ja
selbst unerlaubten Mittel an, um sich dem Dienste in der
Revolutions-Armee zu entziehen. So hatte sich Oberlieutenant
Steigerhof in Promontor (bei Ofen), Lieutenant Schatz
iu Vesprim. Hauptmann Brunner und Wenke in Raab,
Oberlieutenant Koller in Stuhlweissenburg und Lieutenant
Kohaut in Oedenburg krank gemeldet.
Nachdem Feldmarschall-Lieutenant Moga im Treffen m««i. ««« 3.
bei Schwechat in Folge eines Sturzes vom Pferde undienstbar T), "" u -
geworden, wnrde das Commando dieser Armee an Arthur
Görgey übertragen, der nun 5 Brigaden zwischen Kittsee
und dem Neusiedler See und 2 Brigaden bei Pressburg auf-
stellte. — Die Brigade Horvdth aber, in welcher sich das
3. Bataillon des Regiments befand, wurde nach Tyrnau auf
den äussersten rechten Flügel geschoben, von wo dieselbe Ab-
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theilungeu bis Szenitz und Jablonitza an die österreichisch-
mährische Grenze detachirte.
K«Mm«. r vh.n. österreichische Armee unter Feldmarschall Fürst
n £u%£? W indisch g r ä t z begann nach der Einnahme und Pacifici-
ruug der Residenz und Vervollständigung der notwendig-
sten Feldausrüstung um Mitte December ihre Offensive gegen
Ungarn.
Während die Hauptarmee am rechten Donau-Ufer sich
gegen Raab dirigirte, begleitete die Division des Feldmar-
schall - Lieutenant Simunich diese Bewegung am linken
Donau-Ufer in der Flanke, indessen ein vonNugeut in
Steiermark organisirtes Reserve-Corps auf Körmend, — General
der Cavallerie Graf Schlick mit dem galizischeu Corps, auf
Kaschau vordrang.
vnrTflrk« d« Der allgemeinen Disposition gemäss war Feldmai schall-
,ta 5jJ*w* Lieutenant Simunich am 14. zum Angriffe von Jablonitza
,M "in drei Colonnen gegen die feindliche Stellung hinter den
weissen Karpathen vorgerückt.
Ihm standen etwa 3000 Mann entgegen, worunter das
3. Bataillon des Regiments.
Nach kurzem Widerstande zogen sich die ungarischen
Heeres-Abtheilnngen gegen Nädas und von da weiter gegen
Tyrnau zurück, wobei sie sich durch schnell und geschickt
vorgelegte Hindernisse der raschen Verfolgung zu entziehen
wussten.
Die Truppen des Feldmarschall-Lieutenants Simunich
bezogen Abends vorwärts Nadas ein Lager.
Am 15. hielten die österreichischen Colonnen einen Rast-
tag, währenddem gegen Jekö recognoscirt wnrde.
Die Brigade Horväth mit dem 3. Bataillon setzt«
mittlerweile ihren Rückzug über Tyrnau bis Szered an der
Waag fort. Als aber aus Comorn Verstärkungen entgegen-
kamen, kehrte die ganze Colonne in der Nacht vom 15. auf
den 16. unter Guyous Führung wieder nach Tyrnau zurück
und besetzte nun die Stadt mit 8- bis 9000 Mann.
Am 16. setzte der Feldmarschall-Lieutenant Simunich
i« D^™"i m» sem< * u barsch gegen Tyrnau fort, traf zwischen 3 und 4 Uhr
Nachmittags bei starkem Nebel vor dieser Stadt ein, Hess
Angriffs-Colonuen formiren, das Geschützfeuer beginnen und
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nach einer Weile auf die vom Feinde vor der Stadt bezogene
Stellung mit gefälltem Bajonete losgehen. Gegen 6 l / 8 Uhr
Abends war Feldmarschall-Lieutenant Siinuuich Herr der
Stadt, und der Feind, durch die Dunkelheit der Nacht begün-
stigt, in regelloser Flucht gegen Szered und Cziffer begriffen.
Die Division Simunich eroberte in diesem Gefechte
5 Kanonen und machte 8 Officiere und 790 Mann zu Gefan-
genen. Unter diesen letzteren befanden sich 4 Officiere und w.a>„.ireok.i«*
° ilr«i«rr ComiMfnitii
230 Mann mit der Fahne vom 3. Bataillon des Regiments, \?Jm?u
respective 3 ganze Compagnien, die im Bahnhofe als Reserve H1 Ty™u."'
stehen gelassen, die langersehnte Gelegenheit gefunden hatten,
ohne einen Schuss gethan zu haben, in die Reihen ihrer Ka-
meraden zurückzukehren, während die übrigen 3 Compagnien,
welche in der Stadt mit Honved-Abtheilungen vermengt, ver-
wendet, bald in die allgemeine Flucht mit verwickelt wurden,
auch fernerhin dem ungarischen Terrorismus zum Opfer fielen.
Jene freiwillig übergetretenen Compagnien wurden vom
Feldmarschall-Lieutenant Simunich zuerst nach Olmütz und
von dort auf ihre eigene Bitte nach Italien zum Regimente
gesendet.
Folgendes Schreiben des Feldmarschalte Windisch-
grätz an den Feldmarschall Radetzky, welches der letz
tere dem Regimente übermittelte, möge hier seinen Platz
finden und den Officieren und der Mannschaft dieses Batail- b ''
Ions Gerechtigkeit widerfahren
Praes. Nr. 77 vom 4. Jänner 1849.
„Der Herr Feldmarschall-Lieutenant Truppen-Divi-
sionär Baron Wetzlar zeigt mir soeben an, dass am
20. December 1848, 792 Mann Kriegsgefangene nebst
10 Officieren in Olmütz angekommen sind, die bei Tyrnau
in Gefangenschaft geriethen, worunter sich 3 Compag-
nien mit 230 Mann nebst 4 Officieren des 3. Bataillons
Erzherzog Ernst Nr. 48 befinden, welch' letztere, ohne
einen Schuss zu thun, bei der Annäherung sich sogleich
ergaben."
„Dieses Bataillon hat die kaiserlichen Farben nicht
abgelegt, und die Fahne, trotz mehrmaliger Versuche
Kossuth's, solche gegen eine Nationalfahne auszu-
wechseln, nicht abgegeben, selbe daher wieder zurück-
gebracht*.
15*
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„Die Mannschaft hat sich auch während des Marsches
von Tyrnan nach OlmGtz musterhaft benommen, und nach
ihrem Einrücken die Bitte vorgebracht, sie nach Italien
zu ihrem Regiment« zu senden, da sie nichts sehnlicher
wünsche, als ihrem Monarchen zu dienen. Wie ich Euer
Excellenz bereits unterm 19. December d J. zu eröffnen
hatte, ist schon damals die Einleitung getroffen worden,
dass die Mannschaft des Regiments Erzherzog Ernst und
von den HouveMs jene, die zur Dienstleistung überhaupt
geeignet sind, zur Completirung der ungarischen Regi-
menter nach Italien abgesendet werden. Diese Verfügung
werde ich aufrecht erhalten, glaube aber Euer Eicelleuz
von dem Benehmen des Bataillons Erzherzog Ernst, was
die Absicht des freiwilligen Uebertrittes voraussetzen lässt,
die Mittheilung machen zu sollen".
Hauptquartier Raab, deu 28. December 1848.
Windischgrätz.
Noch vor Abschluss des Jahres 1848, wurden vermöge
"*''"""" Allerhöchster EntSchliessung Seiner Majestät des Kaisers vom
31. November, Oberstlieutenant Carl Ritter von Odelga
und Major Moriz Desimon Ritter von Sterufels, für
deren ausgezeichnetes Benehmen in der Schlacht von Somnia-
campagna mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe, sowie
Oberarzt Dr. Johann M 1 a d e k des Regiments für sein opfer-
muthiges, hingebendes Benehmen vor dem Feinde, mit der
kleinen goldenen Verdienstmedaille decorirt.
Thron Rotrliriair Diese Auszeichnungen waren die letzten von Sr. Majestät
^.u*r"K«»r dem Kaiser Ferdinand verliehenen, denn als am 2. December
"*■» Kaiser F o rd i n an d die Krone niederlegte, und Allerhöchst dessen
Bruder Erzherzog Franz Carl auf sein Nachfolgerecht ver-
zichtete, ergriff des letzteren Sohn, der jugendliche Erzherzog
Franz Josef, mit kräftiger Hand das kaiserliche Scepter.
Militärisch erzogen, dem Kriegerstande auf das Ent-
schiedenste geneigt, hatte Erzherzog Franz Josef im Feld-
zuge der Armee im Jahre 1848 an der Seite des gefeierten
Marschalls Radetzky alle Gefahren, Mühseligkeiten und An-
strengungen der Truppen getheilt, in der Schlacht von Sauta
Lucia am 5. Mai, mit grosser Uneischrockenheit dem feind-
liehen Feuer getrotzt, und sah die Armee mit Begeisterung
J..ef 1.
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22<)
nun zu dem jugendlichen, ritterlichen Herrscher empor, der
ihr aus ihren eigenen Reihen emporgestiegen zu sein schien,
und unter dessen erste Regierungs-Thaten es gehörte, seiner
Armee das ehrendste, edelste Zeugniss kaiserlichen Vertrauens
zu geben, indem den k. k. Truppen die bei einem Regierungs-
Wechsel sonst übliche Erneuerung des Eides, Allergnädigst er-
lassen wurde.
Mit Begeisterung hatte die Armee die Nachricht auf-
genommen, dass sie diesen ihr so wohlbekannten erlauchten
Sprossen des angestammten Kaiserhauses hinfort als Herrscher
und obersten Kriegsherrn zu verehren habe, und in Aller
Herzen erblühte nun frohe Hoffnung auf eine glückliche Zu-
kunft des schwer geprüften Vaterlandes.
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Mb* Nr. ». Beilage Nr. 9,
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1848 in Italien.
Offlciere. lUnn»chaft.
Schlacht hcl Santa Lucia. 6. Mai 1848.
Todt ... - 1
Verwundet ... — 3
Zusammen - T~
Sefalacht bei Bona. 23. Juli 1848.
Todt 1 22
Verwundet _4_ 74
Zusammen 5 96
Schlacht hei Castoza. 26. Juii 1848.
Todt - 8
Verwundet 2 40
Zusammen . 2 48
Gefecht hei Hailand 4 A neust 1848.
Todt — 3
Verwundet — 5
Zusammen — 8
Gcsammt-Verlost des Rerimentes im Feldzuge
1848 In Hallen 7 1S6
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1841).
Im Feldzuge in Italien.
Bei Beginn des Jahres 1849 stand das Regiment Erl- {^SSHHSta*
herzog Ernst noch in Piacenza und wirkte bei den fortifica-
torischen Arbeiten, zur Verstärkung dieses wichtigen Po-Ueber-
gangs-Punktes mit.
Seit der Revolution in Wien im Monate October 1848.
sowie seit Beginn des Feldzuges gegen den ungarischen Auf-
stand, erhob auch die italienische Propaganda neuerdings ihr
Haupt, und äusserte ihre Thätigkeit unter Anderem auch da-
durch, dass sie Soldaten ungarischer, polnischer und italienischer
Nationalität, durch alle nur erdenklichen Mittel zum Treu-
bruche zu verleiten suchte. Zu Alessandria hielt sich der.
von der revolutionären ungarischen Regierung beglaubigte Ge-
sandte am Turiner Hofe auf; dieser hatte us besonders auf
die Mannschaft des Regiments abgesehen. Beinahe täglich
gelangten ungarische Proclamationen in Prosa und Versen
in die Hände der Manuschaft, die zur Verletzung des Fahnen-
eides, zum Verrathe und zur Desertion aufforderten. Auf den
Wachen, vor und in den Kasernen, vor den Wohnungen der
Officiere, in Gasthäusern etc. wurden selbe in Hunderten von
Exemplaren aufgefunden: besonders ein im neutralen Rayon
zwischen den beiden Vorposten versteckt gelegenes Wirthshaus.
wurde von den Piemontesen dazu benutzt, um die Mannschaft
des Regiment* dahin zu locken und zu verfuhren.
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w» Einige eidvergessene Leute widerstanden auch diesen
Lockungen nicht.
Bald jedoch wurde man durch die Anzeige des Gemeinen
Georg Riegler der 7. Compagnie, welchen die Piemontesen
ebenfalls zur Desertion verleiten wollten, und der sich selbst
dem gewaltsamen Anhalten, durch List und eilige Flucht zu
entziehen wusste, auf den Schlupfwinkel der Verführer auf-
merksam gemacht, und konnten die Behörden durch militä-
rische Besetzung dieses Objectes jenem ehrlosen Treiben end-
lich ein Ziel setzen. Doch wagten später zwei parmaische Grafen,
wovon einer in piemontesischen Diensten stand, und die Ritt-
meisters-Charge bekleidete, die Mannschaft des Regiments selbst
auf ihren Arbeitsplätzen beim Befestigungsbaue zu haranguireu,
und zum Uebertritte in Piemonts neu errichtete Cavallerie , wo
sich bereits viele Ungarn befinden sollten, zu bereden.
Durch das umsichtige Benehmen des Gemeinen Pikö
gelang es jedoch, des Einen der Verführer, des Conte Cal-
ziatti habhaft zu werden, und ihn der kriegsrechtlichen Be-
handlung zuzuführen. Gemeiner Pikö erhielt für sein lobens-
werthes Benehmen und für seine loyale Gasinnung eine
Belohnung von 100 Stück Ducaten in Gold.
Wm uSSS 9 mST Am 12. Jänner 1849 langte beim Regimente wieder eine
M^liiü». Anzahl Tapferkeit« - Medaillen ein, zur Verleihung an jene
iT .i*„«cr brave Mannschaft dos Regiments , welche bei der grossen
Decorationen- Vertheilung am 10. September 1848 in Mailand
nicht betheilt werden konnte.
Am 14. erfolgte die Vertheilung der Medaillen*), nach
*) Die gold. Tapferkeits-Med. erhielt Feldwebel Ludwig Hoya
Die silberne Tapfcrkeits-Medaille I. (.'lasse : Feldwebel Pau]
Hillitsits der Zimmermann Michael Csakany der 3., Gemeiner
Josef Verrasztö der 2, Gemeiner Stefan Ilorvath der 8. und
Gemeiner Josef W oll u er der 2. Compagnie.
Die silberne Tapferkeit« - Medaille II. ( lasse Cadet-Feldwebcl,
nunmebr Lieutenant, Kosmas Brankovits der 9., Expropriis,
nunmehr Lieutenant Eduard G lassen der 2., Corporal Stefan
Töth der 11., Feldwebel Johann Horväth der 8 , Feldwebel
Michael Horväth der 12., Corporal Johann Kienreich der 4.,
Corporal Johann Szabo der 2., Gefreiter Johann Hirsch der 1..
Gefreiter Daniel H us zti der 2., Gefreiter Josef Sin ekal der 3.,
Gefreiter Ladislaus Nyirj der 7., Gefreiter Johann Szakaly der
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einem vorausgegangenem Gottesdienste auf feierliche Weise, in
Gegenwart des Corps-Conimandanten Feldmarschall-Lieutenant
Grafen Thum.
Der Regiments - Commandant Oberst von Braunhof
hielt bei diesem Anlasse folgende Ansprache:
„Soldaten! Abermals hat die Gnade unseres Allor-
gnädigsten Monarchen, auf Anempfehlung unseres väter-
lichen Föhrers, des Feldmarschalls Grafen Radetzky,
dem Regimente Beweise Allerhöchster Anerkennung zuge-
weudet, durch Belohnung der Verdienste jener Tapferen,
die sich in den Gefechten von Sona und Sommacampagna
besonders hervorthaten.*
„Zwei Orden der Eisernen Krone, zwei goldene, —
17 grosse und 45 kleine silberne Tapferkeits-Medaillen
uud ein russisches Georgs- Kreuz legen äusseres Zeugniss
ab, von dem herzhaften Benehmen des 48. ungarischen
Infanterie-Regiments, gegenüber den Feinden seines Kaisers
und Herrn."
„Tragt sie würdig! wie ihr sie verdientet"!"
„Sie seien Euch eine Bürgschaft der steten Sorgfalt
Eurer Vorgesetzten, denen Euer Wohl so warm am
Herzen liegt" „Vertraut, gehorcht Ihnen wie bisher, so
auch fernerhin."
„Ich erinnere nicht an den heiligen Schwur Eurer
Treue. Der Monarch hat ja selbst ihn zu erneuern, seiner
ganzen Armee erlassen, in der innigen üeberzeugung von
ihrer alten Anhänglichkeit an ihren Herrn und Kaiser.
Ihr wisst dieses kaiserliche, huldvolle Vortrauen zu ehren
und zu rechtfertigen, da die unzähligen Versuche schänd-
licher Verführung, die sich täglich ergeben, an Eurer Pflicht-
treue scheitern, wie sie an der Treue Eurer Kameraden
vom 3. Bataillon gescheitert sind, welche inmitten allge-
meiner Empörung, aller Verheissungen und Drohungen
einer rebellischen Regierung zum Trotz, ihr Palladium,
12., Tambour Josef Wutzier der 1., Gemeiner, nunmehriger Corporal
Johann Kositz der 7. Compagnie. Gemeiner Josef Horväth und
Michael Re issner der 3., Getneiucr Georg Talmas der •>., Ge-
meiner Johann Strommer der 7., Gemeiner I asper Angyan der
8. und Gemeiner Ignaz Csekey der 7. Compagnie.
intrhl. mm.
von Harrilnlcii
l*. Mär* IM9.
234
ihre Fahne, fleckenlos erhielten, treu ihrer Ehre und
ihrem Schwur."
Gegen Ende des Monats Februar langten jene 230 Mann
.HÄl'r^udes 3. Bataillons beim Regimente an, welche in Tyrnau sich
'"wi dern F. M. L. Simunich ergeben hatten. Durch diese sehr
erwünschte Verstärkung wurde das Regiment wieder auf die
Stärke von 100 Mann per Compagnie gebracht.
w^LuluädL? Der Bürgerkrieg in Ungarn, die Versprechungen und
ni * eifrigen Rüstungen Roms sowohl, wie Toscanas, im Vereine
mit dem Drängen der Actionspartei und der lombardisch-
venetianischen Ultras, welche Aussichten auf eine allgemeine
revolutionäre Schilderhebung eröffneten, verleiteten König
Karl Albert nochmals an das Schwert zu appelliren. und
in unglaublicher Verblendung den Waffenstillstand zu kündigen,
der ihm grossmnthiger Weise, behufs Abschlusses eines defini-
tiven Friedens bewilligt worden war.
Feldmarschall Graf Radetz ky verkündete dies Ereigniss
seiner Armee mit folgenden Worten:
Armeebefehl, 12. März 1849.
„Soldaten! Euro heissesten Wünsche sind erfüllt.
Der Feind hat den Waffenstillstand aufgekündigt. Noch
einmal streckt er seine Hand nach der Krone Italiens
aus, daher soll er erfahren, dass sechs Monate nichts
an Eurer Treue, an Eurer Tapferkeit, an Eurer Liebe für
Euren Kaiser und König geändert haben.
„Als ihr aus den Thoren Verona's auszöget, und
von Sieg zu Sieg eilend, den Feind in seine Grenzen zu-
rücktriebt, gewährtet ihr ihm grossmüthig einen Waffen-
stillstand, denn er wollte den Frieden unterhandeln; so
sagte er. Doch statt dessen hat er sich zum Kriege gerüstet."
„Wohlan denn, auch wir sind zum Kriege gerüstet.
Den Frieden, den wir ihm grossmüthig geboten, wollen wir
in seiner Hauptstadt erzwingen."
„Soldaten! Der Kampf wird kurz sein; es ist der-
selbe Feind, den ihr bei Santa Lucia, bei Sommacampagna.
bei Custoza, bei Volta und vor den Thoren Mailand'» be-
siegt habt! Gott ist mit uns, denn unsere Sache ist die
gerechteste. Auf denn, Soldaten ! noch einmal folgt Eurem
greisen Führer zum Kampfe und Siege. Ich werde Zeuge
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235
sein Eurer tapferen Thaten und es wird der letzte Act «•*••
meines langen, frohen Soldatenlebens sein, wenn ich in der
Hauptstadt eines treulosen Feindes, die Brust meiner
wackern Gefährten mit dem blutig und ruhmvoll errungenen
Zeichen ihrer Tapferkeit werde schmücken können."
„Vorwärts also, Soldaten, nach Turin! lautet die
Losung, dort finden wir den Frieden, um den wir kämpfen.
Es lebe der Kaiser!"
Hauptquartier Mailand, 12. März 1849.
Uadetzky. *
An Zahl war die piemontesische Armee der österreichischen Brideraritin« Uns»
überlegen. Im Augenblicke der Aufkündigung des WaffenstiH-yj^^J^
Standes war das sardische Heer circa 120.000 Streiter stark,
wovon auf die Operations-Armee bei 100.000 Mann, mit 168
Geschützen kamen.
Dem Feldmarschall standen höchstens 59.000 Mann im
freien Felde zu Gebote. Er konnte aber mit vollem Vertrauen
auf das, durch seine früheren Siege gesteigerte Kraftgefühl seiner
Truppen und ihre compakte Organisation bauen , welche ihm
selbst mit der Minderzahl, kühnere Bewegungen, bei voller
Aussicht auf Erfolg gestatteten.
Doch war die Lage des Feldmarschalls keinesfalls ge-
sichert, da der Krieg im Inneren der Monarchie alle Kräfte
absorbirte, so dass ein verfehlter Schlag am Ticino diese
Armee isolirte, und ohne Hilfe im fernen Lande Hess.
Die Piemontesen hatten die Concentrirung ihrer Armee
dergestalt eingeleitet, dass nach Verlauf der achttägigen Auf-
kündigungsfrist, der allsogleiche Ausbruch der Feindseligkeiten
mit Gewissheit vorauszusetzen war.
Der piemontesische Ober-Commandant, General C b r l a-
novsky zog seine Hauptstärke in dem Städtedreieck zwischen
Novara, Vigevano und Vercelli zusammen, dehnte aber seinen
äussersten rechten Flügel bis an die Grenzen des Herzog-
thumes Parma aus, und schob auf seiner Linken eine Division
bis an die Ufer des Lago Maggiore vor, dergestalt, dass seine
Truppen auf einem Kaume von 15 Meilen Front vertheilt, der
rechte Flügel überdies durch den Po vom Centrum getrennt
war. Der weitgedehnte rechte Flügel hatte die Bestimmung, im
Falle die Offensive, welche man beabsichtigte, ergriffen würde,
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236
,w * auf dem rechten Po-Ufer gegen Parma und von da, gegen
den mittleren Po vorzumarscbiren, um selben in der Höhe von
Brescello im Rücken des österreichischen Heeres zu über-
schreiten.
< <.D«nirir« B « d rr Gestützt auf diese, österreichischer Seits bekannte Auf-
k. k. OüUrr. Armtr
M f.tu. s tellung des Gegners, beschloss der Feldmarschall die feind-
liche Front in ihrer Mitte zu durchbrechen, wozu sich am
besten ein Stoss bei Pavia und über den unteren Ticino
empfahl. Demgemäss Hess der Feldmarschall alle Truppen, die in
• der Lombardie in verschiedenen Garnisonen zerstreut standen,
derart in Marsch setzen, dass sie noch rechtzeitig am unteren
Ticino eintreffen konnten.
Es blieben diesem Plane gemäss, in der ganzen Lom-
bardie nur die Castelle von Mailand, Brescia und Bergamo;
in den Herzogthümern jenseits des Po aber, der Brückenkopf
von Brescello und die nahe im Manövrir-Bereiche der Armee
liegende Festung Piacenza besetzt.
Das 48. Regiment, mit den bereits genannten Grenz-
Batailloneu und dem Regimente Wo eher Nr. 25, blieb als Be-
satzung in der Festung Piacenza, und musste, mit Ausnahme
der Grenadier-Division zu seinem Leidwesen auf die Ehre ver-
zichten, an den rühm- und siegreichen Kämpfen der mobilen
Armee Antheil nehmen zu dürfen.
Um den Feind über seine wahren Absichten zu täuschen,
liess der Feldmarschall am 16. und 17. März, mithin 4 Tage
vor dem Ausbruche der Feindseligkeiten, blos die Truppen des
Avantgarde -Corps, wie zur Deckung eines Rückzuges am
Ticino stehen: die gesammten übrigen in und um Mailand
liegenden Truppen aber eine rückgängige Bewegung nach Lodi
und S. Angiolo machen, welche natürlich dem Feinde sogleich
bekannt wurde und ihn in dem Glauben bestärken musste,
dass sich die österreichische Armee hinter die Adda zurück-
ziehe, und Mailand freiwillig zu räumen gesonnen sei.
Am 18. und 19. jedoch dirigirten sich dieselben Truppen,
sowie das Gros des am Ticino stehen gebliebenen Corps, endlich
das 4. Corps von Piacenza und das 3. von Brescia kommend,
gegen Pavia. während man in Mailand und jenseits des Ticino
sie im vollen Rückzüge gegen Piaceuza oder Cremona be-
grifl'en wähnte.
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237
Am 17. März in S. Angiolo wurde das Grenadier-Ba- ■*»•
taillon Ritter von Marziani, bestehend aus den Grenadier- F M ",Ä* J[ ; [ > ; i, ;; i
Divisionen des Regiments Erch. Ernst Nr. 48, dann der Re-^ü™"..,.
gimenter Fürst Schwarzenberg Nr. 19 und Prinz W a s a
Nr. 60, zur Bewachung des Hauptquartiers des Feldmarschalls
bestimmt; hier Hessen sich zwei Grenadiere im Namen ihrer
Kameraden durch den Obersten M arzian i dem Feldmarschall
vorstellen, und baten denselben im Namen des Bataillons dringend
um Verwendung in der nächsten Schlacht. Der Feldmarschall
verhiess ihrer Bitte freundlich Gewährung und belobte die
ungarischen Grenadiere ihrer eben bethätigten lobenswerthen
Gesinnung wegen.
Den 19. Abends war die Armee bei Pavia versammelt.
Punkt 12 Uhr Mittags den 20. März, mit gewissenhafteri>»H.r.c».r«-i ( ,„ .i-
Beobachtung der Ablaufstunde des Waffenstillstandes, über- Ti ?X. "Ä^'J"
schritten die kaiserlichen Truppen den Ticino und fanden An- *°
fangs wenig Widerstand. — Die Armee machte dann eine
Rechtsschwenkung gegen Norden und zog am rechten Ufer
des Ticino in die rechte Flanke des Feindes.
Ein grosser Theil der Kräfte des Königs stand bei No- a ^^"
vara und Vigevano. Der Punkt Mortara war stark besetzt *>•
Hier stiess die österreichische Vorhut unter Befehl Sr. kaiser-
lichen Hoheit des Erzherzogs Albrecht auf den Feind; —
es entspann sich ein heftiges Gefecht, welches mit der Erstür-
mung der Stadt durch die Oesterreicher endigte.
Gegen 1000 Gefangene, 5 Kanonen, 10 Pulverkarren
und eine Kriegscassa waren die Trophäen dieses glänzenden
Gefechtes.
Während dieses Kampfes in Mortara fochten die Bri-
gaden Strassoldo und Wohlgemuth des 1. Armee-Corps
nicht minder glänzend bei Gambolö, gegen eine von Vigevano
kommende feindliche Colonne. Durch den Angriff von Süden
her vollkommen überrascht, konnte sich die feindliche Armee
einem entscheidenden Kampfe nicht mehr entziehen. — Sie
veränderte ihre Front gegen Süden und nahm die Schlacht
in der Stellung bei Olengo südlich Novara an.
Das die Avantgarde bildende 2. Corps unter dem Be- "^uett wo«
fehl des tapferen Feldzeugmeisters Baron d' A s p r e niarschirtc «. w*r* im».
am 23. März von Vespolate auf Olengo und stiess daselbst
auf den Feind, der die dortigen Höhen besetzt hielt.
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»•w Die unerwartete Stärke des Gegners zwang dazu, den-
selben in einem opfervollen Kampfe pinige Stundeu hinzu-
halten, bis das 2. Corps von dem hinter ihm marschirenden 3.
unterstützt werden konnte.
Feldmarschall-Lieutenant Erzherzog A 1 b r e c h t , welcher
die Avantgarde-Division des 2. Corps comuiandirte, hielt mit
Heldenmuth durch 3 Stunden allein den ungleichen Kampf ; bis
4 Uhr Nachmittags fochten 20.fXX) Oesterreicher gegen
50.UOO Piemontesen, die immer neue Truppen in's Gefecht
brachten. Die Lage war so kritisch, dass das 2. Corps, um sich
vor der stets drohenden Ueberflügelung zu schützen, in Einem
Treffen aufgelöst focht, dass die successive eintreffenden Ab-
iheilungen des 3. Corps nur eiligst auf die beiden bedrohten
Flügel bataillonsweise entsendet wurden, und dass endlich
das herbeieilende Reserve-Corps um 6 Uhr Abends hinter dem
2. und 3. entwickelt werden musste.
Schon Vormittags, als der Kampf beim 2. Armee-Corps
ernster wurde, war das 4. Corps und hinter diesem das 1.
jenseits der Agogna auf die Rückzugslinie des Feindes diri-
girt worden, doch wurde es Abend, bevor auch nur das 4. Corps
bei Novara eingreifen konnte; — dann aber machte sich durch
den Druck, den es in des Gegners Flanke übte, vorerst eine
bedeutende Erleichterung in der Front fühlbar, bis endlich
der Gegner den Rückzug antrat, der bald in regellose Flucht
ausartete, und da alle anderen Wege schon von den Oester-
reichern occupirt waren, die Richtung gegen Norden in's Ge-
birge nahm.
Die Verluste waren auf beiden Seiten bedeutend, na-
mentlich sehr schmerzlich beim 2. österreichischen Corps.
Der Kampf hatte von 10 Uhr Morgens bis spät in die
Nacht gedauert und endete mit einem vollständigen glänzen-
den Siege über die feindliche Armee, am 4. Tage nach Eröff-
nung der Feindseligkeiten.
Die Grenadier-Division, welche im Reserve-Corps dem
3. Corps auf dem Fusse folgte, langte erst um 4 Uhr Nach-
mittags auf dem Schlachtfelde von Novara an. Die Grenadier-
Brigade des Reserve-Corps wurde in Gefechtsaufstellung ent-
wickelt und zum Einschreiten bereit gehalten. Doch war,
bevor noch ein Angriffsbefehl eintraf, mit dem Eingreifen des
4. Armee-Corps das Schicksal der Schlacht entschieden und der
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Gegner im eiligsten Rückzüge, so dass die Bitte der Grenadiere »•*••
um Verwendung im Kampfe unberücksichtigt bleiben musste.
üm den glücklichen Ausgang der Schlacht hat sich, neben
dem Commandanteu des 2. Armee-Corps Feldzeugmeister Baron
d' Aspre, besonders der heldenmüthige Commandant der Vor-
hut-Division, Se. k. k. Hoheit der Erzherzog Albrecht, ver-
dient gemacht, der, um seine eigenen Kräfte zu prüfen, sich
ein Divisions-Commando von Sr. Majestät erbeten hatte, und
mit dieser Division mit unerschütterlicher Tapferkeit uud Ge-
schicklichkeit sich im schwersten Kampfe gegen feindliche
Uebermacht zu behaupten wusste.
König Carl Albert, der mit dem Verluste dieser Tto»»»«-«»»»
0 dfi Kttnig* Carl
Schlacht alle seine Pläne und Hoffnungen gescheitert sah,
harrte bis zuletzt auf den Stadtwällen von Novara aus;
als seine ganze Armee im Rückzüge und Alles verloren war,
berief er seine Söhne und seine Generale und erklärte, sein
Wirken sei zu Ende, er könne dem Laude keine Dienste mehr
leisten, und nachdem er vergebens den Tod im Kampfe ge-
sucht habe, so erübrige ihm nur mehr die Niederlegung der
Krone.
Noch in derselben Nacht führte er diesen Entschluss aus,
indem er dem Throne zu Gunsten seines ältesten Sohnes
Victor Emanuel entsagte und sich sofort nach Portugal
begab, wo er später an gebrochenem Herzen starb.
So war denn in einem 4tägigen Feldzuge die piemonte-
sische Armee vernichtet und in einem Zustande der Auflö-
sung, der keine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten mehr
gestattete. Unter solchen Umständen waren es nur politische
Rücksichten von höchster Bedeutung, welche den Feldmarschall
vom Marsche nach Turin abhielten.
Der juuge König Victor Emanuel hatte eine persön-
liche Zusammenkunft mit dem Feldmarschall, die am 24. März
Nachmittags im Hofe eines Bauernhauses von Vignale, eine
halbe Stunde von Novara entfernt, stattfand, in welcher
ein Waffenstillstand behufs Friedensverhandlungen zum Ab-
schlüsse kam.
Am 26. erhielt das 2. Armee-Corps unter dem Feldzeug- aJ^SSm!«
r 11 Flrruonl In dl*
meister Baron d' Aspre in seiner dermaligen Aufstellung bei ««.ogthn«,«.
r U O nn <t M«r«rb du»
Novara den Befehl, die Herzogthümer Modena, Parma und K ,'fJ™.r«".>"b
Piacenza zu besetzen. In Folge dieses Befehles überschritt „. 7m».
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«m» das Corps am 2. April 1849 den Po und rückte in die Festung
Piaconza ein.
Zwei Tage vor seinen Truppen war der Comtnandaut
dieses Corps, Feldzeugnieister Baron d'Aspre, schon iu l'ia-
cenza eingetroffen und hatte der Brigade Weugersky des
4. Corps, zu welcher das Regiment Erzherzog Ernst gehörte,
den Marschbefehl nach Piemout überbracht, da das 4. Corps
des Feldmarschall-Lioutenants Grafen Thum, vermöge der
Waffenstillstands-Couveution, deu Gebietstheil zwischen Po,
Tessin und Sesia, die „Lomellina - genannt, zu besetzen au-
gewiesen war.
Die Brigade Graf Wengersky, mit ihr das 48. Regi-
ment, rückte am 2. April von Piacenza ab, um für die am
selben Tage einrückenden Truppen des 2. Armee-Corps Raum
zu geben, und golangto bis Orio, marschirte am 3. bis Bel-
giojoso und am 4. bis Pavia. — Dort erhielt die Brigade den
Befehl, den Regimentsstab von Erzherzog Ernst Infanterie
mit dem l. Bataillon am f>. nach Garlasco, das 2. Bataillon
aber unter Detachirung einer Compagnie zur Bewachung des
Po-Uebergauges bei Mezzana Corti nach S. Nazzaro zu ent-
senden.
Brf.m.run R h... Den 15. April wurde der Regimentsstab nach S. Nazzaro
OlM'r.trn vnn "
n™"r n Ä:,'" verlegt, wo der zum General-Major beförderte Oberst von
i5. Apruiwo. Braunhof das Regimen ts-Commando an Oberstlieutenaut
Ritter von Desimon übergab.
Am 16. April gelangte der Regimentsstab mit der 1., 2., 3.
und 4. Compagnie nach Mede, die 5. nach Torre Beretti und
die 6. nach Pieve del Cairo.
< g"^* nr*?y Hier wurde die Beförderung des Oberstlieutenant von
Desimon zum Obersten und Regiments-Commandanten, des
Majors Gustav Baron Wetzlar zum Oberstlieutenant und
Commandanten des 1. Bataillons, bekannt gegeben.
ri£«'i?£ 1° Mede erhielt das Regiment die Weisung, mit Ein-
r u.u u iri«m d n« 3 ii schluss der Reserve-Division, das 3. Bataillon zu errichten;
f>. im mm da a l 8 Aufstellungspunkt für dieses Bataillon die Station
Cilli bestimmt wurde, so musste der Cadre für dasselbe unge-
säumt dahin abgesendet werden. Am 8. Mai verliesscn 18
Officiere, 40 Corporale und 03 Gefreite zu diesem Behufe das
Regiment.
Nach mehrfachen Dislocations - Aenderungen erhielt das
Regiment die Weisung, sich marschbereit zu halten, um auf den
nächsten Befehl nach Venedig zum Cernirnugs-Corps abrücken
zu können : der endlich»' Fall Venedigs, durch Bezwingung des
Brückenkopfes Malghera, setzte jedoch bald der Marschbereit-
schaft des Regimentes ein Ziel.
Mit Kode September 184» hörte die Occupation «leÄ'Ä^i,,
Lomellina auf, und es mussten die österreichischen Truppen
wrtragsmässig den piemontesiseben Boden verlassen; das Regi-
ment Krau. Ernst marschirte vorläufig vom SO. September
bis l, Oetober nach Mailand, wo es den Befehl erhielt als
Garnison nach Bergamo abzugehen. In Folge dessen schied das-
selbe aus dem Verbände des 4. Armee-Corps, um in das 3., u. z.
in die Division des F. M. L. A iroldi, Brigade G. M. Spiegel-
berg einzutreten.
Als das 1 . Bataillon, welches am 5. Oetober von Mailand
ahmarsehirte, in Bergamo eintraf, herrschte eben dort die Cholera,
welche sofort auch die Mannschaft ergriff und 10\ derselben
hinraffte: in Folge dessen wurde der Marsch der anderen
Abtheiinngen sistirt, so dass der Regimentsstab und das 2.
Bataillon erst am i). November in Bergamo einrücken durften.
Die Grenadier-Division des Regimentes war, im Grenadier- k«.!««!... m a«
° OfMMlto» 1)1, i,.
Bataillon Marziani. nach der Schlacht von Novara mit dem
1. Reserve -Corps nach Mailand, von dort aber am 12. Mai
über Melegnano. Lodi, Piacenza, Parma, Reggio und Modena
nach Bologna marschirt.
Das Grenadier-Bataillon Marziani war mit mehreren
andern Trnppenabtheiluugen des Reserve- und 1. Armee-Corps
als Verstärkung jener Truppen bestimmt, die dem F. M. L.
Graf W impften zur Vertreibung der Empörer und Her-
stellung der gesetzlichen Zustände in der nördlichen Hälfte
des römischen Gebietes, zugewiesen worden waren.
In den Herzogthümern und Toscana, wo dem F. Z. M.
d' A sp r e die gleiche Aufgabe zugefallen war, fand man ausser in
Livorno fast gar keinen Widerstand. F. M. L. Graf W impf fen
dagegen, dem später noch G. d. C. Gorzkowsky mit
einer starken Brigade zu Hilfe kam, war am 8. mit drei Bri-
gaden vor Bologiiii eingetroffen und wurde genöthigt. die im
Verteidigungszustand.' befindliche Stadt, durch eine energische
Beschiessung. zu bezwingen
OnclucbU- 4(1 4». Linien luf. Heg. IC)
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M»r.rh der
(ir. r I>iri.
Am 22. traf auch das Grenadier-Bataillon Marz i an i
eben noch rechtzeitig in Bologna ein, um dem Einzüge in die
Stadt, welche an diesem Tage erst capitulirt hatte, beizuwohnen.
Das Bataillon blieb in Bologna in Garnison.
Hauptmann Theodor Stolz des Regiments übernahm
an Stelle des zum General beförderteu Obersten von Mar zi a n i
ad Interim da.s Commando dos Grenadier-Bataillons und über-
gab selbes Ende September 1849 an den zum definitiven
Commandanten ernannten Oberst Woyczihovsk y von Prinz
Was a- Infanterie.
Nachdem die Ruhe in allen Thailen Italiens hergestellt
war, wurden die Truppen in den Herzogthümoru und in der
Romagua bedeutend vermindert, daher die Grenadier-Division
des Regiments mit dem Bataillon Woycziho vsk y im Mo-
nate October 1849 nach Verona in Garnison verlegt wurde.
A.Mtouc Mri Da der Chargeu-Oadre des 3. Bataillons, wie bereits er-
Hrri- Munt- de»
v;,,!"c1':;°mtr ffälint ' schon im Monate Mai vom Regimente aus S. Nazzaro
r,M,, und Pavia nach Cilli abgesendet war, wurde zwar mit der
Aufstellung des 3. Bataillons begonnen, doch war der Maun-
schafts-Zuwacbs ein sehr spärlicher. Erst nach der Pacificatiun
Ungarns konnten nach und nach kleinere Transporte zugewiesen
werden. Am 30. November wurde das Bataillon mittelst Eiscu-
bahu nach Leobeu, und von da am 31. December 1849 wieder
nach Graz dislocirt, wo sich dasselbe vollkommen auf den
Kriegsstand ergänzte. Das Bataillon rommandirte der raugälteste
Hauptmann Ignaz Edler von Annacker.
Krrf.,«,., .i» Verlaufe der Monate Februar, März und April 1850,
, Kr'-""^^^iuni?'wurde auch das Regiment und die in Verona detachirte Grena-
II u«,M..
dier-Division durch strafweise eingereihte Honveds auf den
Kriegsfuss completirt, und die Bekleidung, Ausrüstung, Armi-
rung und Abriehtiing der zahlreichen neu Eingetretenen mit
aller Energie betrieben, so zwar, dass das Regiment in kür-
zester Zeit in voller Stärke und in jeder Beziehung kriegs-
tüchtig dastand.
zed by Google
1850.
In der Garnison Bergamo blieb das Regiment bis zum*™»««
2(5. Juli 1850. Vou diesem Tage an marsehirte es über Verona '
nach Venedig und traf am 4. August 1850 dort ein.
Mit dieser Garrisons -Veränderung trat das Regiment in
das D. Armee-Corps des Feldmarschall-Lieutenant Graf Sehaff-
gotsehc, in die Division Feldmarschall -Lieutenant Graf
F a I k e u Ii a i n, Brigade General-Major Baron Reischach ein.
Der durchlauchtigste Regiments-Inhaber Seine kaiserliche ■ r T yffi *jjgg, ||
Hoheit Erzherzog Ernst wurde mit Allerhöchster Kutschlies- F K Vi' n ;l7 , . , .~
sung vom 1. Juni 1S50 zum Feldmarschall-Lieuteuaut, Oberst- "^"1!"!"
«H.rr.lcn
lieiitenant Baron Wetzlar den 6. Juli 1850 /.um Obersten
bei Prinz VV asa- Infanterie Nr. 00 ernannt.
Mit Allerhöchster Kntschliessung vom 22. October 1849 v,. rt b„ii„„, ,..„
hatte Se. Majestät geruht, für Üfficiere des Soldatenstandes, X'."« 3".
weicht* im Kriege durch hervorragenden Eifer und Thatkraft «''jIThw"'
besonders erspriessliebe Dienste geleistet, das Militär- Verdienst-
kreuz zu stiften.
Am 11. Juli 1850 traf der nachstehende Armeebefehl
Seiner Excellenz des Armee-Commandanten Feldmarschall Graf
Radetzky mit 14 V-rdienstkreuzen beim Regiment« «in.
JJm die meinem Herzeu theuerste Pflicht zu er-
füllen, die persönlichen Dienste der Einzelnen, der mir
seit dem Ausbruche der Empörung untergeordneten Armee
dankbar anzuerkennen und zu lohnen, hatte ich an die
Stufen des Thrones meine Bitte niedergelegt, damit jenen
16*
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244
im». Generalen, Stabs- und Ober-Officieren, welche von mir
im Namen Seiuer Majestät des Kaisers Ferdinand,
sowie später, für die in den beiden hieriändigen Feld-
zügeu, vor dem Feinde und in anderer Sphäre geleisteten
ausgezeichneten Dienste, mit der Belobung belohnt wur-
den, nunmehr das Militär- Verdienstkreuz, als gleichzeitige
Allerhöchste Anerkennung verliehen werde. u
„Seine Majestät unser allergnädigster Kaiser und Herr
geruhten diese meine Ritte huldreichst entgegen zu nehmen
und zur Auswahl der Würdigsten, die Zusammenstellung
einer Commission anzuordnen.'*
r Die von dieser Commission in der Allerhöchst ge-
nehmigten Zahl vorgeschlagenen Generale, Stabs- und
Oberofficierc, erhielten mit der Allerhöchsten Erschlies-
sung vom 7. .luli iHfM» die allergnädigste Bestätigung
durch die Verleihung des Militär -Verdienstkreuzes , wobei
Seine Majestät in Gnade die ursprünglich bestimmte Zahl
noch zu erhöhen geruhten."
„Es erhalten demnach diese Auszeichnung vom In-
fanterie-Regiment* Erzherzog Ernst Nr. 48: Seine kais.
Hoheit der Herr Feldmarschall-Lieutenant und Regiments-
Inhaber Erzherzog Emst, Oberstlieutenant Gustav
Baron Wetzlar, die Haupt leute Andreas Kardoss,
Georg von R u k a v i n a , Albert L e c h n e r , Franz
Mayersberg, Franz La tschat und Carl Falk:
die Oberlieutenauts Ludwig Neulinger, Adam Wii-
kellich, Johann Tökössy, Jacob Dudevsky,
Franz Grobois, Josef Artner, Julian Obhlidal
und Johann Artner."
„Ferner Hude ich folgenden Individuen, deren Leistun-
gen bisher ohne Anerkennung geblieben sind, für ihr ta-
pferes Benehmen vor dem Feinde und sonstige Verdienst-
lichkeit, meinen Dank durch deren öffentliche Belobung
auszudrücken. Vom Infauterie-Regimeute Erzherzog Ernst
Nr. 48 den Hauptleuteu Theodor Stolz und F r i e d r i c h
Grobois."
„Schliesslich erfülle ich noch eine heilige Pflicht^
indem ich Jener rühmend erwähne, die in Folge früherer
Auszeichnungen zwar schon belobt wurden, während
den späteren Ereignissen jedoi-h entweder den Helden-
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tod faiuleu, oder au Wunden und sonstigen Krankheiten '«"•
im Dienste starben, und denen also eine wohlverdiente,
sichtbare Belohnung nicht mehr zu Theil werden konnte/
.Einer dieser Tapferen war vom lufanterio-Regimeut
Erzherzog Ernst Hauptmann Dominik v. Kukavina,
gestorben am 10. September 1841) an der Cholera zu
Bergamo."
Zur selben Zeit gelangten auch an alte jene Ofticiere
und Soldaten des Regiments, welche bei der Herstellung der
gesetzlichen Ordnung im Kirchenstaat« mitgewirkt hatten.
Krinneruims-Medaillen mit den päpstlichen Insignien.
Das :$. Bataillon erhielt im Mouat April 1850 Marsch- «u.
bet'ehl: von Graz ging dasselbe mittelst Eisenbahn bis Laibach < . iuu'Ä»»'. r " .,
TT • 'ir,i« nmtilri'vi...
und von dort mit Fussmärschen über Gorz, I'diue nach Tic- »fiui»«
viso. Im Monat September 1*50 wurde dasselbe der Brigade-
Concentrirung bei Gorz zugezogen, verblieb dort 3 Wochen
und kehrte dann nach Treviso zurück.
Die deutschen Verwicklungen, namentlich aber die chur- i>,- e,.,^!— .»
... I>ciit.cbl»ml.
hessischen, sowie die schleswig-holsteinischen Angelegenheiten n««.*« .i.,
0 o 4. Armer < \y-
nahmen im Verlaufe des Sommers 1850 eine solche drohende*"; "/.X,! Vv! "
Wendung an. dass sie bald zu einem blutigen Kriege zwischen""''"**-^*«"
den /( wei deutschen Grossstaaten, Oesterreich und Preussen,
Veranlassung gegeben hätten.
Da sich Preussen sammt der von ihm gebildeten
Union kleiner, deutscher Fürsten der I'olitik und den Vor-
schritten des Hundes nicht fügen wollte, andererseits aber
jeuer Revolution Vorschub leistete, die es im Grossherzogthume
Baden selbst so energisch bekälmpft und im eigenen Lande mit
Recht verfolgt hatte . so war damit ein Conflict zwischen
beiden Staaten gegeben, der Oesterreich Veranlassung zur Con-
eentrirung seiner Armee in Böhmen, Mahren und Schlesien,
sowie zum Einschreiten de* österreichischen, in Vorarlberg ste-
henden Armee-Corps in Deutschland not.
Am 1. November marschirte bereits das 14. Jager-Ba-
taillon mit einer baierischen Division nach Churhesscn, welchen
Truppen später das 4. . in Biegen/, concentrirte Armee-
Corps unter dem Befehle des Feldmarschall- Lieutenants von
Legedi ts nachfolgte, um Hamburg und einen Theil des
schleswig-holsteinischen Gebietes zu besetzen. Im Uebrigeu
wurden die meisten Truppen der Armee von allen Theilen der
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246
Monarchie in Bewegung gesetzt, im Lauf«' d«>s Novembers in
Böhmen, Mähren und Schlesien concentrirt und successive bis
an die preussische Grenze vorgeschoben.
»iiwm,,»^. Auch das in Venedig garnisouirende Regiment Erzherzog
>, vr,„h f r Krnst erhielt den Befehl, mit allen 3 Bataillonen nach Ben-
nien abzurücken.
Am 13. November wurde das 1. und 2. Bataillon mit
dem Regiments- und Brigadestabe auf den drei Kriegsdam-
pferu „Maria Anna'*, „Germania** und „Custo/.a'* einbarkirt
und nach Triest überschifft ; von dort wurde der Marsch am
14. über Sessaua, Adelsberg, Laibach fortgesetzt und dann
mittelst Eisenbahn Mür/.zuschlag am 20. erreicht, lieber den
Semmering wurde nach Gloggnitz am 2i. warschirt und laugte
•las Kegimeut am selben Tage mittelst Eisenbahn in Wien an,
wo So. Majestät der Kaiser dasselbe auf dem Bahnhofe
erwartete und nach vorhergegangener Aufstellung und Besich-
tigung vor sich defilireu liess. Am 23. gelangte das Kegi-
meut mittelst Eisenbahn von Wien nach Pardubitz, hielt dort
am 24. Hasttag und marschirte am 2ö. nach Ohlumetz, wo der
Kegimentsstab mit der 0. Compaguie verblieb. Das 1. Bataillon
wurde in der Umgebung von Chlumetz, das 2. Bataillon aber
in Gross- uud Klein-Hlüsitz und Concurreuz bequartirt.
Das 3. Bataillon, welches schon am 3. November 1S50
von Treviso den Marsch angetreteu hatte, war in Eilmärschen
über Gorz bis Laibach gekommen, dann aber ebenfalls mit
der Eisenbahn bis Pardubitz betordert worden, wo es einige
Tage früher als der Kegiuientsstab anlangte und iu Neu-Bid-
schow und Umgegend compaguieweise untergebracht wurde.
Die Grenadier-Division rückte erst am 11. November von Ve-
rona ab, marschirte über Treviso bis Graz, ging von dort
mittest Eisenbaliu nach Wien, wo sie 14 Tage verblieb, um
dann von Wien bis Pardubitz wieder mit der Eisenbahn be-
fördert und iu Uermaumiestet/. untergebracht zu werden.
Das Regiment wurde bei seinem Anlangen in Böhmen
iu die Division des Feldmarschall-Lieutenants Baron Cordon
eingetheilt.
v-r. ichun« Ar. Am 2. December rückte das Kegiment aus den versehie-
"ÄiSSHi""'' *1^ucmi Stationen bis Jungbun/.lau vor, wo der Kegimentsstab
"""und das 1. Bataillon verblieben; das 2. Bataillon wurde uach
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Weisswasser und Ooncurrcuz, das 3. Bataillon nach Hühner- '«••
wasser verlegt, wo dieselben am 3. Deceraber anlaugten.
Doeh schon am 8. erhielt das Regiment die Weisung,
in seine frühereu Cantonirungs-Stationeu zurückzukehren, wor-
auf es am 11., 12. und 13. in den vorher genannten Quar-
tierbezirken wieder eintraf. Die Grenadier-Division war aus
ihrer Station Hermanmiestetz nicht bewegt worden.
Mit 27. November wurde Oberst v. Desimon «im
HrTuritaruiiK dt .
General - Major. Oberstlieutenaut von Meskö zum Obersten .u.'"
und Regiments -Commandauteu befördert. Der Abgang des*« o»««5:*
Generalen Kitter v. Desimon, welcher seit dem Jahre WISJ*?*!^"**
vom Fähnrich bis zum Generalen durch volle 3<> Jahre im
Regimente gedient hatte, rief umsomehr das allgemeine Be-
dauern hervor, als er durch humanes und leutseliges Be-
nehmen auch die Liebe und das Vertrauen aller Untergebenen
erworben, und stets als braver Soldat iu treuer Pflichterfüllung
und Tapferkeit vor dem Feinde dem Regimente vorangeleuchtet
hatte.
Trotz aller Vorbereitungen kam es nicht zum Kriege.
Nachdem iu Warschau, unter russischer Vermittlung,
t'onferenzen stattgefunden hatten, in denen neue Confliete ent-
standen, so wurde zu deren Lösung und Beseitigung anderer
streitiger Punkte eine neue Zusammenkunft in Olmütz im
Mouate December veranstaltet.
Preussen gab in Olmütz seine, vis-ä-vis der anderen
deutschen Milchte eingenommene Stellung auf. und willigte in
alle Forderungen Oesterreichs ein ; diese Nachgiebigkeit, welche
durch die rasche Coneentrirung der österreichischen Armee in
Böhmen wohl nicht unwesentlich gefördert sein mochte, besei-
tigte den ernst drohenden Couflict und verhinderte den Aus-
bruch des Krieges.
In Folge dieses günstigen Verlaufes der Friedensuntcr-
haudluugen ordnete Se. Majestät noch im Laufe des Monats
December das successive Zurückziehen der Armee von der
preussischeu Grenz« an.
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1851.
ii.nch d« Rcgn. Das Regiment und die Gn;iiacli«rdivisic»n erhielten nun-
Mrh M»hr*n und B
Mn»»V i .ui. i n"r mehr ihre Eintheilung im 2. Armee-Corps, welches in Mähren
und Schlesien seine Standorte y,u nehmen hatte.
Der Stab mit dem 1. Bataillon marschirte am 22. Jänner
bis Pardubitz, ging von hier mittelst Eisenbahn nach Hohen-
stadt, und marschirte dann über Schönberg, Römerstadt,
Freudenthal, bis er am 28. Jänner in Troppau eintrat.
Das 3. Bataillon folgte dem 1. im Abstände eines Tag-
marsches, liess aber die 13. und 14. Compaguie in Freudon-
thal, die 15. in Altstadt, die lü. in Kugelsberg, so dass nur
die 17. und lb. Compagnieam 2*J. Jänner Zuckmautel erreichten,
wo sie gleichfalls Quartiere bezogen.
Hinter dem 3. war das 2. Bataillon in Marsch gesetzt
worden : es traf am 2\). Jänner in Jägerudorf ein, wo der
Bataillons-Stab mit der 4. und (I. Division in Garnison verblieb,
indessen die 5. Division nach Hotzenplotz dirigirt wurde.
Die Grenadier - Division endlich, marschirte t-rst am
1. Februar von Herinanmiestotz nach Pardubitz ab, und wurde
am 2. Februar mittelst Eisenbahn nach Brünn, ihren neuen
Garnisonsort überführt.
Mit dieser Garnison«- Veränderung trat das Regiment
in die Brigade das G. M. Graf Thun und die Division F. M. L.
Baron Barko.
rTn"rrV'!^. ,, " ( Anlässig einer, zwischen Sr. Majestät dem Kaiser und
nmum. ,, '' ,n Kaiser von Russland vereinbarten Zusammenkunft zu
Olmütz, hatte sich auf Allerhöchsten Befehl das 2. Armee-
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Corps unter Commando dos G. d. C. Grafen Schlick in und »•»,
um Ol mutz zu concentriren.
Das Regiment Krzh. Ernst und dessen Grenadier-Divi-
sion wurde hierzu beigezogen, und marschirte der Kcgirueuts-StaU
mit dem I. Bataillon am 14. Mai von TroppSU ah und traf
am 17. in Gross-Wisternitz und l'raslavitz ein: das 2. Bataillon
verliess am 14., das 3. aber am 15. seine Stationen, und
langten beide am 1S., n. z. ersteres in Chwalkovitz und Um-
gebung, letzteres in Loschau und Concurrenz ein. Die
Grenadier-Division kam am 21. von Brünn in Olmütz an. und
wurde in Holicz het|uartirt.
Am 24. Früh wurde Sr. Majestät der Kaisei in Oltnütx
empfangen, und Tags darauf den 25. auf der Niinlaner-IIaide
das Armee-Corps eu Parade besichtigt.
Den 28. wurde Rasttag gehalten und Nachmittags um
»» Uhr dem Kaiser von Kusslaud. bei seinem Kintreffeu, ein
festlicher Empfang bereitet.
Am Hl. Mai waren alle Festlichkeiten beendet, nachdem
zuerst der Kaiser von Kusslaud, Abends auch Se. Majestät.
Olinütz verliessen
Schon am 1. Juni begann ein Theil des Armee-Corps **r>*™k *»
seinen Kuckmarsch in die früher innegehabten Stationen. J^"*j Hni
Auch das Regiment trat an diesem Tage .seine Bewegung
an . mit der sich ein theilweiser Wechsel der Stationsorte
verband, so zwar, dass der Stab mit dem Ji. Bataillon über
Domstadtl und Kunzendorf nach Troppan, das 2. Bataillon
über Bäru, Benisch nach Jügerndorf und Hotzeiiplota und das
1. Bataillon über Sternberg, Loiting nach Freudenthal mar-
sch irten, von wo die 1. und 2. Compagnie nach Zuckmautol.
die :i. aber nach Kngelsberg detachirt wurde. Die Greuadier-
Division rückte gleichfalls in ihre frühere Garnison Brünn ein.
Wie andern Orts erwähnt, hat jene Abtheilung desv. .,,,„,-..,,.■
ehemaligen 3. Bataillons, welche sich in Tvrnau an die kaisi'r- ,, - ,, "^«lk
liehen Truppen unter F. M. L. Simunic h ergeben hatte, T,*;
die kaiserliche Fahne mitgebracht. — das Fahnenbaud war
jedoch bei dem Bataillons-Commandanten, Major von S i ni o n,
der dasselbe aufbewahrte, zurückgeblieben.
Durch die Huld und Miuiiriceiiz Ihrer kais. Hoheit der
durchlauchtigsten Frau Erzh. Sophie, erhielt d«*is 3. Bataillon
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|*i xu der so treu bewahrten Fahne, ein neu««, kostbares Fahaeil«
band mit dem bezeichnenden Motto: -Treue führt zum Siege"
als Geschenk.
.s««ndr.h„.b Im Monate September conceutrirteu sich die Batailloue
:.,.i«n.hrr.ocwi«rin ihren St« bsstationen und übten dort Kvolutionen. im Sinue
des im Frühjahre erschienenen ueuen Exercier-Reglemonts ; am
28. selben Monats kehrten aber die Compagnien wieder in ihre
früheren Garnisonsorle zurück, und gelaugte hier im Monate
Ootober eine Ktandes-Reductiou zur Durchführung, jede Com-
pagnie behielt 4 OtThciere und in Summa 127 Mann; der
Keat der Chargen und Mannschaft wurde mit Urlaub iu die
Heimath entlassen.
'V^uin*«'" ^ )as Uataillon, welches im Monate November 1850 nach
Oedenburg dispouirt worden war, wurde im Monate März mit
der 1«). Division nach Baden und Concurremc, mit dem Ba-
taillousstabe und der 11. Division nach Wiener-Neustadt, mit
der 12. Division nach Frohsdorf und Katzelsdorf in Nieder-
österreich verlegt, und in diesen Stationen auf deu Kriegsfuss
gestellt.
K ÄÄ*' Am ^ ,,uui wu,,l, ' ü Compagnien in Wiener Neu-
w.J«awM. .stadt zusammengezogen und fand daselbst am 15. Juni die
Fahnenweihe des Bataillons im Parke der Militür-Academie
statt,
m« rh d« Zu Anfang des Monats Juli erhielt das Bataillon Marseh-
UMbIUmh und. °
Ju " befehl: es rückte am 5. .Juli der Bataillonsstab mit der 10.
und 11. Division nach Keszthelv ab. die 12. Division wurde
nach Veszprim detaehirt ; am 12. September wurde das ganze
Bataillon nach Dodenburg dislocirt, erhielt aber schon am
21» September neuerdings Befehl zum Abmärsche n. z. nach
Komoru, woselbst das Bataillon nunmehr als stabile Garnison
verbleiben sollte.
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1852.
Mit dem Helium; des Jahres lS. r >2 verlor das Regiment „..
seinen bisherigen Cowinandaütei] Oberst Sie Tau Meskovou
Felsö Kubinv. welcher mit Oberst Anlun Szabö des Fürst
Thuru-Taxis 50. lufauterie-Kegiments seinen Dieustesposten
über Allerhöchste Anordnung zu tauschon hatU'. Am 8. April
trafen heim Kogiinente r>(H) Rekruten ein, welche in gleicher
Zahl ;in die Compaguieu vertheilt wurden; an ihrer Stelle
wurden ebenso viele Leute in ihre Heimath mit Urlaub ent-
lassen.
Am 20. April verschied zu Wien der 2. ltegimeuts-lu-
haber F. M. L.Leopold Kitter Wissiak von Wies»- n-' A^r""
hörst, und ernannte Se. Majestät mit Allerhöchster Knt- *„,!'.',',!!, T..*.
Schliessung dtto. Ofen am 25. Juni 1.SÖ2 den F. M. L. VÜ ",",„
und Corpe-Gouiinandanten Eduard Graten Wengerskv von •»»»•
Hugerschütz /um 2. Kegiments-Iühaher.
Zu den Herbst Übungen in yrösseren Körpern wurden die ■ ■»'•
Bataillone in den Stabsorteu concentrirt, mit Filde August u^Z'uil.
aber das 1. Bataillon und die in Folge Allerhöchster Knt- *'■*"•« ,sw -
Schliessung bereits zur Auflösung bestimmte Grenadier-Division
aus Brünn zur Regimonts-Couceutriruug nach Troppau ge-
zogen. Am 2. .September musste das :i. Bataillon nach Teschen
abrücken und die 1H. Compagnie nach Bielitz detachiren.
In Folge einer durchgreifenden Aenderung im Systeme
des Äiüitär-Krziehungs- Wesens wurde eine grosse Zahl von ( , *:/£';:;,*; .
Militiir-Bildungs-Anstalteu ins Leben gerufen, welche mit Be-
ginn des Wintereurses von 1852/3 ihre Thätigkeit eröffnen
sollten ; die seit mehr als einem halben Jahrhundert bestandenen
Regiments-Krziehungshäuser hatten mit diesem Zeitpuncte auf-
gelöst zu werden und wurde mit denselben eine Institution
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'"»■ aufgehoben, die .sich längst überlebt hatte. Die Zft^lin«_;e des
eigenen Regimcnts-Erziehunge-HaiMies zu Knst am Xeusiedler-
See wurden ihren Alterklassen entsprechend in anderen neu
errichteten Militär-Instituten untergebracht.
Anf.uii HnK .1. . Auf Anordnung des Armee - Ober - Kommandos erfolgt«
hüjakniun, .\ u |«tellung eines aus 4 Kompagnien bestehenden Depot-
Bataillons, dagegen hatten sich die bestehenden 4. Bataillon«
mit den Regimentern zu vereinigen. Die Depot - Bataillons
sollten selbstständig sein, und hatten hauptsächlich die 15e-
stimmuug, einen Cadre für die Wafl'eniibuugeti der zahlreichen
Urlauber zu bieten.
D'-r Stand de> Bataillons war für den Frieden mit 4
Officicrcn und »50 (iemeinen. dann einer entsprechenden Zahl
von UnteiofHch'i'eii per Kompagnie festgeseset/.t worden.
Das 4. Bataillon, seit dem Monate Mai nicht mehr in
Körnern, sondern in Oedenburg stationirt. trat, am <i October
behufs seiner Vereinigung mit dem Kegimente den Marsch
nach Mähren an, wo es mittelst Eisenbahn schon am VJ. des-
selben Monats in Bielitz eintraf
Vor dem Abmärsche, war der ehemalige Kommandant
des 4. Bataillons Major Adolf Korb mit einem Theil» des
Chargen-»; 'adres, /.ur Aufstellung des Depot-Bataillons iu Oeden-
burg zurückgeblieben; der Mannschaftsstaud des letzteren
wurde dann durch die aus den ersten .'5 Bataillons ausgesuchte,
am längsten dienende Mannschaft ergänzt.
Das Kommando des 4. Bataillons übernahm der Haupt-
mann Friedrich G r o b o i s.
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18651
Das Jahr 18f>3 brachte im Februar eine Standes-Er-
hohnng. im Monate Juni jedoch eine abermalig«» Reducirung.
in Folge welcher Massi egoin, zahlreiche Dislocationswechsel
stattfinden mussten. — ohne dass das Regiment jedoch im
grossen Ganten seinen Bequartierungsbereich verlassen hätto.
Am 28. Juni beging »las Depot-Bataillon die Feier der v*t*
Einweihung seiner Fahne. — Pathenstelle vertrat hiebei Ihre *" ° m * n * ,ar '-
kais. Hoheit die Frau Erzh. Elisabeth von Oesterreich, geb.
Princessin von Savoyen-Cariguan. Gemahlin Sr. kais. Hoheit
des durchlauchtigsten Erzh. Rainer, und Mutter Sr. kais.
Hoheit des Herrn-Regiments-Inhabers Erzh. Ernst.
Das Fahneuband, welches Höehstdieselbe dem Bataillon
spendete, trug auf grünem Sammtgrunde mit Goldstickerei
die Namen „Auenhayn, Sona," auf der andern Seite die
Widmung „Elisabeth Erzh. von Ostreich, geborne Princessin
von Savoyen-Carignan."
Seine Majestät der Kaiser ordnete am 28. Juli lHftf < ..„«.„.trin...«
* dreier Armer-
die Ooncentrirung dreier Armee-Corps in der Stärke von 40.000" i>*> ''in.au
Mann bei Olmütz an. und w urden die aus Oesterreich, Ungarn,
Mähren, Schlesien und Böhmen zusammenrückenden Truppen
den Befehlen des Generalen der Cavallerie Grafen Wratislaw,
unterstellt.
Diese grosse Truppen-Ansammlung fand ihren Anlass in
>lei im Herbste .1. J. Jahres stattfindenden Buiides-Inspeetion,
dann aber auch in der Zusage Sr Majestät des Kaisers
254
N i c o 1 a u s v. Russland, den Herbstniauövern der österreichischen
Armee-Corps beiwohnen zu wollen.
»ÄS?. ET Anlässig dieser Concentrirung zu Olmfitz, hatte die
"^T^nSJT'Brig&de G. M. Graf Thun sich noch im Laufe des Monats
August, behufs der Uebungen in grösseren Körpern bei Troppau
zu versammeln, und cantonirten alle Abtheilungeu des nun-
mehr vereinten Regiments in der Umgebung dieser Stadt.
M-r»'.^. M^.. Am 11. September begann der Marsch in das Lager von
: '"" ,, '' r "olmütz ; das zuerst abrückende :5. Bataillon traf am Iii.,
das 1. und 4. Bataillon mit dem Regimentsstabe den 14., das
2. Bataillon den 15. September im Lager ein : an diesem Tage
waren auch alle anderen Truppen, welche zu dem Armee-
Corps gehörten, in dem grossartigen Lager eingetroffen.
Die 3 Armee-Corps hatten eine Gesamrat-Stärke von
40.203 Mann mit 10 «45 Pferden.
A,.k„..ft « r . M.jc Am 15. September Abends 5 Uhr traf auch Se. Majestät
^ffffirT-ry - der Kaiser in Olmütz ein.
Ausser dem Kaiser von Btt8ßla nd waren noch Gross-
fürst Nicolaus, Prinz Wilhelm von Preusseu, Prinz
Karl von B a y e r n, der Herzog von M o d e n a, sowie zahl-
reiche Gäste aller Heere Europa's bei der am Kl. statt findenden
grossen Parade anwesend.
Das Regiment wurde bei dieser Gelegenheit durch Seiue
kais. Hoheit den Herrn F. M. L. und Regiments- Inhaber
Erz b. Brust den Majestäten vorgeführt.
«tUum 4. M*»r». Die Uebungen dauerten nun bis 30. September fort und
nahmen einen immer grossartigeren Charakter an; am ge-
nannten Tage fand ein durch alle 3 Armee-Corps ausgeführtes
Manöver statt und war hiemit der Reigen dieser im grössten
Style angelegten Uebungen. welche die Bewunderung sämmt-
I icher anwesender fremder Militärs erregten, würdig abge-
schlossen. Schon am 1. October setzten sich viele Truppen
wieder nach ihren Garnisonsorten in Marsch.
Auch das Regiment Erzh. Ernst rückte wieder in seine
früheren Garnisonen nach Schlesien ein, gab jedoch, da
gleichzeitig eine abermalige Reducirnng des Maunschaftsstandes
angeordnet worden war, das 2. und 3 ßatailloti zur Ver-
stärkung der Garnison in OlmQtft ab.
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1854.
Der zwischen der Pforte und Russland, augeblich wegen
Benützung der heiligen Stätte in Palästina durch die griechischen
Christen ausgebrochen** Conflict, durch welchen Oesterreich,
wegen der Nähe des voraussichtlichen Kriegsschauplatzes und
durch die Schädiguug und Sperrung seines Handels auf der
unteren Donau sehr empfindlich berührt wurde, hatte schon
im December 18ö:i eine Couferenz der vier Grossniächte in
Wien zur Folge, um die Vermittlung des Streites zwischen
Kusslaud und der Pforte zu versuchen.
Oesterreich hatte der russischen Regierung beständig von
agressiven Schritten abgeratheu ; die Besetzung der Doiiau-
furstenthümer getadelt und von der russischen Regierung das
offene Versprechen erhalten, dass sie die Selbstständigkeit der
Pforte nicht antasten und keine Eroberungen anstreben wolle
Im Vertrauen auf diese Versprechungen wurde die öster-
reichische Armee im Monat October 1853 auf den mindesten
Friedensstand herabgesetzt.
Als Russland nun doch daa Ultimatum der Friedens-
konferenz mit Ueberschreitung der Donau, respective mit Er-
greifung der Offensive, beantwortete und in Folge dessen am
28. März von Seite der Westmächte die Kriegserklärung an
Russland abging, befand sich die österreichische Regierung iu
sehr peinlicher Lage. Alle politischen und Haudelsintere^sen
schrieben ihr eine antirussische Richtung vor und dennoch
widerstrebten die freundschaftlichen Beziehungen, welche seit
lange zwischen beiden Höfen bestanden, einem Bruche.
25t;
"■«- So stark aber auch die Gefühle der Dankbarkeit, so
innig auch die Sympathien des österreichischen Hofes für den
russischen swiu mochten, das Interesse des Kaiserstaates forderte
dringend eine Anspannung der militärischen Kräfte, und forderte
die russische Rücksichtslosigkeit deren baldige Verwendung
um so mehr heraus, als durch die vorgenommene Absperrung
der Donau-Mündungen. Oester reich directe getroffen wurde.
Nachdem nun Oesterreich mit Prelis seil eine mi-
litärische Convention abgeschlossen hatte, mittelst welcher
beide Regierungen sich gegenseitig den Vollbesitz ihrer Staaten
garantirteu und sich verpflichteten, ausserdem die Interessen
und Hechte Deutschlands gegen jeden Angriff gemeinschaftlich
zu vertheidigen, befahl seine Majestät der Kaiser, ausser dem
schon Ende Februar 18.">4 unter Befehl des F. M. L. Grafen
Coronini aufgestellten, 5U.0UO Manu starken Observations-
Corps an der serbischen Grenze, auch die ganze dritte und
vierte, daun einen Theil der ersten Armee auf den Kriegsfuss
zu setzen.
n"wnu ?Ür Mit 20. Mai nahm in Folge dessen auch das 4M. Regimen!
m™17£;u den Kriegsstand an und erhielt Hude Juni den Refehl : zu der
m» i iv., in Galizien, der Bukowina und Siebenbürgen aufzu-
stellenden Armee abzurücken.
Das Regiment hatte nach Taruow in Galizien abzugehen.
Am 4. Juli setzte sich das 2. Bataillon in Bewegung, mar-
schirte nach Tarnow, wohin ihm das 3. folgte; der Regiments-
stab und das 1. Bataillon brachen am F>. von Troppau auf
und nickten von Teschen an, dem H. Bataillon nach Der
Regimentsstab kam nach Tarnow, das l. Bataillon dagegen
bezog Zbyltowskagora.
Das Brigade-Commando übernahm in Tarnow GM. von
M a n dl.
In Folge Anordnung des Arinee-Obereommandos sollt«'
das Regiment ein Greuadier - Bataillon zusammenstellen und
dafür die 1., 7., 13. und 19. Compagnie neu errichten.
Der Befehl hiezu war dem Depot-Bataillon Ende Juli 1Sr>4
zugegangen, und bereits am 16. August gingen diese vier
neu aufgestellten Coiupairnien vollkommen adjustirt uud aus-
gerüstet unter Gommamio des Majors Johann Vagvou
mittetet Eisenbahn über W ien nach Galizien ab.
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Das 2. Bataillon erhielt am 30. Juli Befehl zum Marsche ,«•■
■Mb n»< n
nach Jaroslau, wo es am 8. August eintraf, aber sofort wieder (
weiter bis Przemysl marschiren musste, um sich mit dem
Regimento zu vereinigen, welches sich am 7. und 8. August
über Tuchow, Przemysl nach Monastarziska in Marsch gesetzt,
aber in Przemysl am IG. Haltbefebl empfangen hatte.
Das vereinigte Regiment wurde nun bei Przemysl be-
quartirt.
reichischen Armee und deren bedrohliche Ansammlung in
Siebenbürgen und der Bukowina, folglich in Flanke und Rücken
der russischen Donau-Armee, welche die Walachei und die
Moldau occupirte. sah sich das russische Armee-Coinmaudo
täglich in der Gefahr seine schmale Verbiuduugsliuie im Detile"
von Foksany durch einen Vorstoss der österreichischen Armee
gegen den Pruth zu verlieren, und entschloss sich daher die
russische Regierung dem österreichischen Drucke nachzugeben,
und die bisher standhaft verweigerte Räumung der Donau-
Fürsteuthümer anzubefehlen.
Die hierüber eintreffenden Nachrichten, sistirten natur-
gemäss jede weitere Bewegung der Truppou in Galizieu, da
eine offensive Beweguug gegen Russland, nachdem das öster-
reichische Interesse nunmehr in den Fürstentümern und an
den Donau-Mündungen gewahrt war, durchaus nicht in Ab-
sicht stand.
Daher erhielten alle im Monate August gegen die rus-
sische Grenze in Marsch gesetzten Truppen auch sofort den
Befehl zur Umkehr.
Das Regiment Erzherzog Ernst marschirte zwischen
UK August und t>. September nach Taruow zurück, wo es
seine früheren Dislocationen bezog Da« Grenadier - Bataillon
wurde dort mit dem Regimentsstabe vereint.
de. «. l.-.nicn Ib/. Ucu.
17
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1855
K.iu,enw,iibe ■>«• Das Grenadier-Bataillon des Regiments feierte in Tarnow das
11 Juni Fest seiner Fahnenweihe am 12. Juni 1855 auf die solennste
Weise. Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth hatte huld-
vollst geruht, die Stelle der Fahnenmutter anzunehmen, und
dem Bataillon ein kostbares goldgesticktes Fahnenband mit
der Inschrift: „Sta. Lucia 6. Mai, Sona 23. Juli und Somma-
campagna 25. Juli 1848" zum Geschenke zu machen.
Inzwischen war es mehr als wahrscheinlich geworden
dass sich Oesterreich mit seiner iu Siebenbürgen, der
Bukowina und in Galizien kriegsbereiten Armee, den-
noch am Kampfe mit Russland betheiligen werde; die
Donau-Fürstenthümer waren, um deren fernere Neutralität zu
sichern, bereits durch die österreichische Armee uuter Feld-
zeugmeister Graf Corouiui besetzt worden.
Da änderte der zu Taganrog plötzlich erfolgte Tod des
Kaisers Nico laus, dem sein friedliebender, humaner Sohn
Alexander auf dem Czarenthron folgte, plötzlich alle Ver-
hältnisse.
Russland war nun unter österreichischer Vermittlung
zum Friedensschlüsse geneigt , und während sich hiezu die
Diplomaten in Paris versammelten, wurde die Österreich ische
Armee auf den Friedensfuss gesetzt.
Das Regiment Erzherzog Ernst traf der Marschbefehl
in Tarnow am 25. Juni, dasselbe hatte nach Prag abzurücken
und dort iu das 1. Armee-Corps des Feldmarschall-Lieutenant
Graf Clam u. z. in die Division Fürst Eduard Liechten-
stein, Brigade Generalmajor Mandl zu treten.
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259
Das Regiment begann den Marsch mit dem Grenadier- *«r,ci. .i„ n.*.
Bataillon und dem Regimentsstabe am 30. Juni; diesen folgte -7 !"**%
successive das 3., 1. und 2. Bataillon nach. Die Route wurde*" ™;j , ™:: ta " d '
Ober Bochnia, Bielitz, Teschen und Mähr.-Ostrau genommen,
von dort angefangen jedoch, wurde das Regiment mittelst
Eisenbahn bis Prerau geführt. Hier hatte dasselbe behufs
Entlassung der überzähligen Mannschaft einen mehrtägigen
Aufenthalt zu nehmen, und wurden sämmtliche Abtheilungen
in der Umgebung von Prerau, Kremsier, Leipuik und Hullein
bequartirt. Diese Unterkünfte wurden zwischen 17. und 21. Juli
bezogen.
In diesen Dislocationen setzte sich das Regiment auf den
Stand von 125 Mann per Compagnie.
Die Plflgelcompagnien der Bataillone wurden ganz auf-
gelöst; dagegen die, Grenadier-Compaguien in die bezüglichen
Bataillone eingetheilt, und dio aufzulösenden Compagnien, sowie
die Ueberzahl an Mannschaft zur Beurlaubung mittelst Eisen-
bahn nach Oedeuburg abgesendet.
Den 27. Juli war die Redueiruug des Standes durch-
geführt, und wurde der Regimeutsstab, die 1. und 3. Grenadier-
Compagnie, dann das 2. Bataillon mittelst Separat-Militär-
Traius nach Prag befördert, denen am 28. das l. uud 3. Ba-
taillon in gleicher Weise folgten.
Das 4. Bataillon, welches sich auf Mann per Com-
. 4. »■■iis ni.h
pagme zu setzen hatte, rückte am 24. August nach Oeden-
bürg ab, und bewerkstelligte dort seine Standes- Verminderung, ^'^"i",'^
indessen das Depot-Bataillon dort gauz aufgelöst wurde.
17*
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1856-1858.
w«h«.i im D er Oberst Regiments - Commandant Anton S z a b ö
wurde Ende 1855 zum General-Major befördert und der
Oberstlieutenant Carl Osinölski von B o n c z a, im Monate
August 1856 aus dem zeitlichen Pensionsstande eingetheilt,
zum definitiven Regiments-Commandanten mit Belassung in
seiner Charge ernannt.
ÄÄ",!;: üüter dem 8 - December 1856 gab das Armee-Ober-
er Am,... ( ' ominan( j 0 eine neue Ergänzungs-Bezirks-Eintheilung bekannt,
nach welcher der Rayon der Stadt Oedenburg mit dem gleich-
namigen Comitate an das Regiment Baron Hess Nr. 49, des-
gleichen die Städte und Landbezirke Steinamanger, Güns,
Güssiug, Kleinzell, Könnend, Ober-Warth, Särvar und Vasvar
des Eisenburger Comitates an das Infanterie-Regiment .Fürst
Schwarzenberg Nr. 19 abgetreten werden mussten; dem
Regiment Erzherzog Ernst wurde Gross-Kanizsa als Depot-
Station, das Zalaer und Somogyer Comitat, dann die Bezirke
St. Gotthardt und Olsnitz (Mura Szombath) des Eisenburger
Comitates zur Ergänzung zugewiesen.
Dieser Aenderuug zufolge marsch irte das 4. Bataillon
am 17. October unter Mitnahme aller Augmeutatious-Vor-
räthe uud Kanzleien nach Gross-Kanizsa ab.
nSSISmSSt l ,n Laufe des Jahres 1858 wurde das Regiment als Be-
satzung in die Fe*stung Theresienstadt bestimmt, wo dasselbe
im Mai des genannten Jahres eintraf.
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1859
Im Feldznge in Italien.
Die im Jahre 1848 und 1849 durch die österreichischen
Waffen erfochtenen Siege, hatten nicht vermocht den re-
volutionären Brand, der ganz Italien ergriffen hatte, völlig
zu ersticken, weil österreichische Grossmuth dem Hauptgegner,
Sardinien, einen billigen Frieden gewährt hatte, vor allem aber
demselben alle Mittel liess, um b?i nächster Gelegenheit aber-
mals sich zum Kriege erheben zu können.
Als Napole on der III. sich auf seinem Throne durch den
glücklichen Ausgang des Krim-Krieges sicher wusste, und als
Vorkämpfer des Romanismus und des Nationalitäten-Princips,
sich zum Gönner Italiens aufgeworfen hatte — scheinbar in
völliger üueigennützigkeit, wie aber die Folge lehrte, nur um
es zum abhängigen Vasallen - Staate zu machen, und dem
unerwünschten F/influsse Oesterreichs in Italien, den fran-
zösischen zu substituiren — durfte die noch immer ver-
grössorungssüchtige sardinische Regierung, mit dem mächtigen
Bundes-Genossen Frankreich im Rückhalte, immer kühner ihr
Haupt gegen Oesterreich erheben.
Piemont rüstete mächtig zum Kriege, österreichische
Anfragen wurden ausweichend beantwortet, und verkündeten
vielfache Anzeichen den nahen Sturm. Noch fingirte Sardinien
diplomatische Unterhandlungen, als bereits die französischen
Truppen gegen Italien auf dem Marsche waren, und au dem
Tage , an welchem in Turin das österreichische Ultimatum
202
wegen der Abrüstung übergeben wurde, hatten französische
Truppen schon pieniontesiscbeu Bodeo betreten.
Der österreichischen Kriegs-Erklänuig folgte jene von
Frankreich, und am 23. April der Einmarsch von 100.000
Oesterreichern in die Lomellina.
M»r.fh »o.. Zu dieser Zeit stand das Regiment Erzh. Ernst noch
".^jK.mnrü unter friedlichen Verhältnissen in Theresienstadt ; als die daselbst
A^rti hm. garnisouirenden Bataillone italienischer Regimenter auf Kriegsfuss
gesetzt wurden, musste das Regimeut diese Festuug räumen
und marschilte Ende April da« 3. Bataillon nach Kamnitz, der
Regimentsstab und das I. Bataillon nach Böhmisch-Leipa und
das 2. Bataillon nach Auscha, um bis zum Abmärsche nach
Italien dort zu verbleiben.
Am 25. April erhielt das Regiment den Befehl zur
sofortigen Anuahme des Kriegsstandes , zur Zusammen-
ziehung der 4 Grenadier-Compagnien in eiu Grenadier-Bataillon,
sowie zur Aufstellung der Ersatz-Compaguien und des Depot-
Bataillons. Nach dreiwöchentlicher fieberhafter Thätigkeit stand
das Regiment um Mitte des Monats Mai kriegsbereit da.
M.r.,h.i,. Inzwischen wurde auch das 4. Bataillon, auf vollem
rJXnZ^n» Kriegs-Stande, als Besatzuugstruppe nach Josefstadt abrücken
' ,u '*'"""' gemacht, uud in Gross-Kauizsa das Depot-Bataillon mit dem
Stande von 100 Mann per Compagnie aufgestellt. Der IG. Mai
brachte die Anordnuug des Armee-Obercommaudos zur Er-
höhung des Standes beim Depot- Bataillon aul 180 Gemeine
per Compagnie, und zur Neuaufstellung eines 5. Bataillons.
Es stand somit Ende Mai das Regiment mit 1 Greuadier-
und 3 Feld-Bataillonen um Böhmisch-Leipa, das 4. Bataillon
in Josefstadt; das 5. Bataillon wurde später als Besatzuugs-
truppe nach Esseg in Marsch gesetzt, das Depot-Bataillon in
Gross-Kanizsa belassen.
Am 18. Mai erging an das Regiment der Befehl sich
in Theresienstadt zu conceutrireu , die noch uothweudigen
Ausriistungs-Massregelu durchzuführen, uud sich für alle folgen-
den Eventualitäten bereit zu halten ; demzufolge rückte das
Regiment am 18. aus den innehabenden Stationen ab, und traf
am 19. in Theresienstadt ein.
Anw« .1- Endloser Jubel ertönte, als am 20. Mai der Befehl bekannt
w'mmpw rWben wurde, das* das Regiment am 22. als Avantgarde des
aas Böhmen nach Italien bestimmten, unter Corainaudo des
1». M.l IM«.
uigmze
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263
F. M. L. Eduard Graf Cl am -Gallas, stehenden 1. In- »m.
fantorie-Arnice-Corps abzumarschiren habe. Dieses Armee-
Corps bestand aus 2 Divisionen, in deren erster, unter Com-
mando des F. M. L Baron Cordou, das Regiment in die
Brigade G. M. Graf Hoditz eingetbeilt war; es ging durch
Deutschland mit der Eisenbahn über Dresden, Hof, Nürnberg,
Augsburg, München nach Innsbruck, von hier zu Fuss nach
Bötzen.
Die Fahrt durch Deutschland glich einem Triumphzuge;
nicht mir das Militär und die, von Seite der fremden Staaten
zum Empfange bestimmten Deputationen und Ausschüsse,
sondern das ganze Volk betheiligte sich an dem glanzenden
Empfange und der grossartigen Bewirthung der kaiserlichen
Truppen, um seine Sympathie für die österreichische Sache in
demonstrativster Weise darzuthun; Officiere und Soldaten wurden
auf den BahuhöTeu stürmisch begrüsst, und wie alte Bekannte
unter Händedrücken und herzlichen Worten umrungen.
Von Bötzen geschah am 29. die Weiterbeförderung
mittelst Eisenbahn.
Entgegen der ursprünglichen Bestimmung directe nach E ^ k « h « *»
Mailand zu fahren, harrte des am 29. in Bergamo ein- oSw^TÄ
treffenden Regimentes der Befehl, die ausgedehnte Eisenbahn-
strecke zwischen Bergamo und Brescia zu decken, und vor-
züglich die aus dem Serio- und Oglio-Thale mündenden Defileen
im Auge zu behalten. Diesem Befehle zu Folge blieb das 2.
Bataillon in Bergamo, und erwartete daselbst den Brigade-
und Regiments-Stab mit dem Grenadier- und 3. Bataillon,
während das 1. Bataillon schon in Brescia Halt machte und
nach Zurücklassung der unter Commando des Hauptmanns
Korren gestellten 2. und 3. Compagnie, nach Palazzolo
rückte.
Dem schwierigen Sichemngs-Dienste in der bis gegen
Ponte Pietro, Almenuo, S. Salvatore, Torre Boldone und Se-
nate ausgedünnten Strecke, dann der zahlreichen Patrulli-
rungen von Bergamo südwärts längs der Eisenbahn bis nach
Verdello und südwestlich gegen Grumello unterzog sich das
Regiment nun mit Eifer und Ausdauer, wenngleich demselben
die baldige directe Beteiligung am Kample dankbarer und
wünschenswerter erscheinen mochte.
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Das in Palazzolo gebliebene l. Bataillou hatte daselbst
den Bahnhof besetzt, ein Ofticiersposten stand in Gruinello;
es patrullirte gegen Seriate und Breseia und war durch die
in Coccaglio stehende 2. und 3. Compagnie mit dem in letz-
terer Stadt am 31. Mai eingetroffenen Grenadier-Bataillon vom
Inlanterie-Regimente Erzherzog Josef Nr. 37 in Verbindung.
In Bergamo selbst waren die Bataillone des Regiments
Erzherzog Ernst in Kasernen untergebracht. In der Stadt
gährte es mächtig. Ein Zug Artillerie uud pr. Bataillon eine
Compaguie hatten strenge Bereitschaft; in der Nacht durch-
streiften starke Patrullen die Stadt und der Bahnhof war
durch eine halbe Ompagnie besetzt.
Während dieser Vorgänge beim Regimente stand die Armee
auf feindlichem Boden zwischen dem Po, Ticino und der Sesia mit
dem Centrum ungefähr in Mortara, in einer strategischen Auf-
stellung. Die kürzeste und natürlichste Angriffsrichtung der franco-
sardischen Armee ging ohne Zweifel durch das DeAle" von
Stradella über den mittleren Po gegen das Festungsviereck;
die österreichische Armeeleitung hatte daher vornehmlich um
den eigenen linken Flügel besorgt zu sein.
Aber die Schwierigkeiten bei einem eventuellen Po-
Uebergange mochten dem gegnerischen Feldherrn, dem Kaiser
Napoleon III., so gewaltig erscheinen, dass er sich lieber
zu einem Flankenmarsche im Augesichte der österreichischen
Armee entschloss und seine sämmtUchen Truppen mit Hilfe
der Eisenbahnen, dann durch den Po, und die eben hoch
gebende Sesia geschützt, am äussf-rsten linken Flügel in der
Gegend von Novara vereinte, um am 4. Juni bei S. Martino
mit dem rechten, bei Turbigo mit dem linken Flügel den
Tessin zu überschreiten und dann auf Mailand vorzudringen.
Angesichts dieser Bewegung der verbündeten Armee be-
schloss der österreichische Armee - Commandant, Feldzeug-
meister Graf Gyulay, durch einen Gegenangriff am linken
Ticino-Ufer die feindliche Offensive zum Stehen zn bringen,
und ordnete demgemäss den Rückzug m das linke Ufer und
die Concentrirung der Armee gegen Magenta zu an. — Bei
letzterem Orte standen Theile des eben in Italien angelangten
1. Armee-Corps, das bei der zu gewärtigeuden Schlacht gleich-
falls mitwirkeu sollte.
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26»
Die Concentrirung zur Schlacht auf dem linken Ufer um***
des Tessin gelang der österreichischen Armee im Laufe des am «. j un i tu«.
4. Juni heftig entbrenuenden Kampfes nur theilweise, da das
8. Armee-Corps am 4. Juni Abends nur bis Binasco ge-
langte, übrigeus auch vom 1. Corps nur die Hälfte (die Divi-
sion Feldmarschall-Lieutenaut Montenuovo), vom 5. Corps
nur eine, vom 7. Corps nur zwei Brigaden, in Summe circa
50.000 Mann, au der Schlacht Antheil nehmen konnten, un-
geachtet dessen, dass sich noch 92.000 Mann des 1., b., 7.,
8., U. Corps und der Reserve-Division Urban auf dem
Kriegsschauplatze befanden.
Die Franzosen gingen in zwei Colonneu über den Ticino ;
die südliche, unter Napoleon' s Commando mit den Garde-
Grenadieren an der Tete, wurde unter verzweifelter Gegen-
wehr wiederholt au den Fluss zurückgeworfen, und vermochte
allein keinen Fuss breit Terrain zu erobern; die zweite, unter
Marschall Mac Mahon, passirte etwas nördlicher bei Tur-
bigo den Fluss, ohne im ersten Augenblicke wesentlichen
Widerstand zu finden; später jedoch, als diese Bewegung ent-
deckt wurde, focht mau auch hier mit grosser Erbitterung
und gelang es erst Abeuds den vereinten Anstrengungen beider
französischen Colonnen, der österreichischen Vertheidigung ihren
Stützpunkt, Magenta, zu entreissen ; hiemit endete am 4. Juni
bei eingetretener Dunkelheit die Schlacht. Der grösste Theil
der Truppen, namentlich jene am linken Flügel der Oester-
reicher, blieben die Nacht hindurch auf dem Schlachtfelde
und wollte Feldzeugmeister Graf G y u 1 a y mit Heranziehung
der nahestehenden Verstärkungen die Schlacht am 5. er-
neuern, als er durch den unerwarteten Rückzug eines Theiles
des rechten Flügels, an eine vollständige Vereinigung seiner
Armee für den 5. nicht mehr denken konnte und den allge-
meinen Rückzug an die Adda anbefehlen musste. — Napo-
leon dagegen, sah seine Stellung bei Magenta durch die dro-
hende Haltung des österreichischen linken Flügels so gefähr-
det, dass er mit Ausnahme des 2. Corps Mac Mahon, das
Magenta besetzt hielt, seine Truppen über Nacht vom 4. auf
den f>. Juni hinter den Ticiuo zog.
Die Schlacht war somit unentschieden, wurde jedoch von
den Oesterreichern, durch den angetretenen Rückzug verloren
gegeben. Französischer Seite nahmen an der Schlacht bei Ma-
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genta Theil, das Garde-, das gauze II. und das. halbe III. uud
IV. Corps, somit circa 50 IHK) Mann (nach französischen An-
gaben) indess 107.000 Mann, welche sich noch auf dem
Kriegsschauplätze befanden, nicht zum Kingreifen kamen.
Die Verluste der österreichischen Armee betrugen 281
Ofticiere und 10.000 Mann, jene der Franzosen sollen nach
ihren Angaben sich auf 240 Officiere und 4500 Mann be-
laufen haben.
Während am 4. Juni die Schlacht von Magenta ge-
schlagen wurde, war laut eingelangter Kundschafter- Nach-
richten Garibaldi in Lecco eingefallen, hatte die recht-
mässigen Behörden entfernt und ein Provisorium eingesetzt ;
das Veltlin befand sich in offenem Aufstande. Auf diese Nach-
richten erfolgte die Concentrirung des Regiments Erzherzog
Ernst um Bergamo herum; doch mussten starke Abtheilungen
in Gorle, Seriate und Gorlago aufgestellt bleiben, und die bei
Ponte S. Pietro und Almenuo befindlichen Adda - Uebergänge
beobachtet werden. Zur Schonung des sehr angestrengten Regi-
ments hatte die berittene Gendarmerie zu patroulliren.
Am ü. Juni Nachmittags gegen 5 Uhr kehrte eine, unter
Führung des Gendarmerie-Rittmeisters von Perglas gegen
Ponte S. Pietro entsendet gewesene Patrouille, mit der Mel-
dung zurück, dass sie bei Annäherung au den genannten Ort,
mit Flinten-Schüssen empfangen und zum Rückzüge gezwungen
worden sei.
Nun wurde das Regiment allarmirt, und eine Division
des 2. Bataillons unter Commatulo des Majors von Udvar-
noky mit 2 Geschützen gegen Ponte S. Pietro beordert.
Major von Udvarnoky kam gegen 7 Uhr Abends
nach Ponte S. Pietro, liess gegen die Barrikade, welche die
Insurgenten auf der Brücke über den Brembo errichtet hatten,
2 Kanonenschüsse abgeben, und selbe dann erstürmen. Mit
lautem „Edjen* und gefälltem Bajonete stürzte sich die Division
auf die Barrikade und nahm sie. Die Insurgenten zogen sich
auf das rechte Ufer, dann längs desselben gegen Vaprio-Camoniea
zurück ; im Dorfe selbst wurden die letzten Gewehrschüsse ge-
wechselt, und nachdem man sich die Ueberzeugung verschafft
hatte, dass Nichts mehr vom Feinde daselbst verborgen sei,
auf der östlich von Ponte S. Pietro befindlichen Anhöhe ein
Lager bezogen, uud die Vorposten gegen diesen Ort aus-
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267
ft. Juni
gestellt. Um Ponte S. Pietro, für die Theilnahme am Auf-
ruhr «'ine Coutribution aufzuerlegeu, wurde am 7. Juni in den
Morgenstunden Lieutenant Julius von Ruzsa mit einem
politischen Beamten nach S. Pietro gesendet, um der Orts-
bevölkerung diese Contribution zu verkünden.
Absichtlich irre geführt, kam dieser Officier, nicht wie
befohlen, zum Major von Udvamoky, der östlich des Ortes
stand, und dem Officier eine Assistenz mitzugeben hatte, son-
dern gelangte directe in das Dorf, wo er von G ar iba ldi'scben
Heitern gefangen, und nach Lecco abgeführt wurde.
Am 7. Juni musste in Folge eines, gegen 4 Uhr Nach-
mittags mittelst Courier eingetroffenen Befehls, Bergamo ver-
lassen, und vom Regimente mit der ganzen Brigade General-
major Graf Hoditz, der Marsch zur Vereinigung mit der
Colonne Feldmarsehall-Lieuteuant Baron Urban cregeu Vaprio- ^«»«1
° r Rrulmcut. In .Ii.
Cainonica, wo der letztere von Varese aus eingetroffen war, ''^i;'™ f ^f; '•
angetreten werden.
Der Zweck dieser Bewegung war ein mehrfacher; die
Schlacht von Magenta. obwohl unentschieden, galt doch als
verloren, weil sich die österreichische Armee zurückzog, ohne
geschlagen worden zu seiu; Garibaldi mochte den Auftrag
haben, den Rückzug der Armee an den Mincio vom Gebirge
ber iu der nördlichen Flauke zu stören, und hatte eben Feld-
marschall-Lieutenant Urban den Befehl: durch Cotoyirung
der Armee im Norden, eine solche Störung zu verhindern;
die aufrührerischen Städte Bergamo und Brescia, wo der
Verrath innerhalb der Mauern lauerte, waren jedoch nicht
zu halten ; so schien es zweckmässiger, um keine Truppeu au
opfern, sie aufzugeben, und die dieselben besetzt haltende
Brigade Generalmajor Graf Hoditz dem Feldmarschall-Lieu-
tenant Urban zuzutheileu.
In der Rocca von Bergamo war von den, noch vor dem
Einrücken der Brigade Hoditz diese Stadt verlassenden
Truppen, eine Division des Infanterie-Regimeuts Erzherzog
Carl Nr. 3 als Besatzung geblieben, welche sich nunmehr
nach Zerstörung aller nicht transportablen Vorräthe und Mate-
rialien, an das Regiment anschloss. Feldmarschall-Lieutenant
Urban erliess an die Brigade Generalmajor Hoditz den
Befehl, am 8. Juni gegen Osio di sotto heranzurücken, um
mit der Reserve-Division in näher •Vi-ibiuluug zu treten.
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mwjjjwj»« Die Concentrirung der um Bergamo postirten Abthei-
*• J " Bi hingen des Regiments erfolgte gegen 1 1 Uhr Nachts des 7.
südlich der Porta nuova; alle Posten trafen pünktlich ein. nur
Lieutenant Friedrich Magistris, der mit einem Zuge
Valtezze besetzt hielt, gelangte nicht rechtzeitig in Kenntniss
vom Abmärsche des Regiments, und wurde Tags darauf von
Garibaldi 'sehen Schaaren gefangen genommen.
Die unter dem Befehle des Majors von Udvarnoky
stehende, am 6. gegen Ponte S. Pietro gesendete Division mit
zwei Geschützen, hatte in der Nacht vom 7. auf den 8. den
Marsch längs des linken Brembo-Ufers, zur Sicherung der
rechten Flanke der Brigade, über Albegno gegen Osio di sotto
anzutreten; das 1. Bataillon von Palazzolo mit der Eisenbahn,
oder wenn diess nicht möglich wäre, zu Fuss nach Seriate
und von da über Zanica und Verdello gegen Osio di sotto zu
rücken.
Um 11 Uhr Nachts marschirte die 2. Grenadier-Divi-
sion unter Commando des Hauptmanns Ignaz von G uck-
ler vom Allarmplatze des Regiments zur Rocca, um die
dortige Besatzung und die mitzunehmenden Vorräthe an sich
zu ziehen : der Regiments-Train jedoch wurde mit Ausnahme der
Kesselkarren, welche beim Regiment« blieben, um Mitternacht,
unter Bedeckung der vom Hauptmann Johann von Mih.-l-
lik befehligten 8. Compaguie, von Bergamo aus über Zanira
gegen Cologno in Bewegung gesetzt.
Das 3. Bataillon als Tete der Brigade stand zu gleicher
Zeit auf der Strasse gegen Vaprio-Camouica in Marschordnung
bereit: hinter demselben die Batterie, dann das 2. und das
mittlerweile gleichfalls vereinte Grenadier-Bataillon ; der Marsch
wurde um 12 Uhr Nachts angetreten.
Am 8. Juni gegen 3 Uhr Morgens, erreichte die äusserste
Vorhut das Dorf Osio di sotto, dasselbe wurde schnell durch-
sucht, das 3. Bataillon gegen Breinbate di sotto dirigirt, und
der Marsch gegen Boltiere fortgesetzt.
Das 3. Bataillon stellte Vorposten längs des Brembo
aus, und trat an demselben mit der in Camonica stehenden
Division des Feldmarschall-Lieutenant Baron Urban in Ver-
bindung, indessen die gegen 0 Uhr Vormittags des 8. in Bol-
tiere eingetroffene Haupttruppe sich mit Sicherungsposten geg»>n
Bergamo umgab.
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Das unter dem Befehle des Majors von Udvarnoky, ««••
gestandene Detachement hatte am 8. Morgens Brembate, west-
lich von Mariano erreicht.
Um 1 1 Uhr Mittags des 8. konnte man vom Kirchthnrme
in Boltiere deutlich die in Bergamo wehende Tricolore sehen;
so sehr hatten sich dessen treulose Bewohner beeilt, die Frei-
schaaren Garibaldis herbeizurufen, und die Fahne ihres
rechtmässigen Herrschers, gegen das Banner der Revolution
zu vertauschen.
Ganz Aehnlichcs hatte sich um diese Zeit auch in Seriate
ereignet. Unmittelbar nachdem die zur Deckung der Bahn dort
gestandene 10. Compagnie dasselbe verlassen hatte, um sich
dem Kegimente bei Bergamo anzuschliessen. hatte die Empö-
rung gesiegt, und befand sich die Stadt in Gewalt der In-
surgenten.
Dieser Umstand, der dem 1. Bataillon, welches laut Dis-
position Marschbefehl nach Seriate hatte, in Palazzolo nicht
bekannt sein konnte, hätte dieser Abtheilung leicht verhäng-
nissvoll werden können.
Am 8. Juni, Morgens */ s 4 Uhr, zog das 1. Bataillons-
Commando , die in Coccaglio stehende 2. und 3. Compagnie,
ebenso den Officiers-Posteu von Gruraello nach Palazzolo, und
führte das Bataillon in Begleitung des aus dem kais.
Hauptquartier von Verona gekommenen reeoguoseireuden Gene-
ralstabs-Obersteu M e i s s r i m m e 1 mit einem rasch bereit-
gestellten Eisenbahnzuge gegen Seriate; vor Einfahrt in diese
Station wurde der Locoraotivführer durch einen Mann einer ver-
sprengten Patruille des Regiments gewarnt und der Comman-
ilant vorständigt, dass Seriate bereits von Freischärlern besetzt
sei, worauf das Bataillon auswaggouirt und der Marsch gegen
Seriate zu Fuss fortgesetzt wurde, während die Bagage unter
Bedeckung der 6. Compagnie zurückblieb *).
*) Ks ist unzweifelhaft, dass dieser ganze Eisenbahnzag der ver-
rätherischen Tücke der Freischärler und Insurgenten zum Opfer gefallen
wäre, hätte nicht Gemeiner Meinhard Kocsi» der 10 Compagnie
den Train durch sein aufopferndes Benehmen zum Stehen gebracht.
Am K. Juni 1859, einer aus Bergamo abgesendeten kleinen
Patruille betgegeben, die auf den Feind »tossend von diesem zersprengt
wurde, trachtete dieser Mann seiner Pflicht eingedenk, sich der Gefangen-
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C fe*u" Anf dem Bah ndamme marschierend, bildete ein Zug der
a. j.aiiM» 1. Compagnie unter Commando des Lieutenant Herdt die
Avantgarde und hatte bereits die lange Eisenbahnbrücke bei
Senate über den Serio passirt, während der Rest der 1. Com-
pagnie als Gros der Avantgarde unter Hauptmann Wenzel
L u k a .auf derselben stand. Hauptmann M o r i z E i s 1 e r er-
hielt eben den Befehl den Ort mit einer halben Compagnie zu
durchsuchen, als plötzlich Schüsse aus dem Dorfe auf die
Avantgarde fielen; worauf sich sofort ein lebhaftes Feuerge-
fecht entspann, in welchem das 1. Bataillon alsbald 16 Ver-
wundete verlor. Da der Ort stark besetzt, und ein Angriff durch
das Brücken-Defile schwierig und jedenfalls mit grossen Ver-
lusten verbunden gewesen wäre, dann um dem, Tags vorher
erhaltenen, Auftrage zur Vereinigung des ganzen Regiments
bei Osio di sotto nachzukommen, zog sich das Bataillou fechtend
vom Eisenbahndamme gegen Süden in die Weingärten, brach
schaft durch die rebellischen Banden zu entziehen und spähte in der
Umgebung von Seriate auf eine Gelegenheit, sich an die nächsten Truppen
anzuschliessen.
Vor dem Orte Seriate hört er die Locomotive eines von Palazzolo
kommenden Eisenbahn-Zuges, und sobald er österreichischer Soldaten
darin ansichtig wird, überblickt er die Gefahr, welcher sie ahnuncslo?
entgegeneilten, denn Kocsis hatte die aufgerissenen Schienen im Bahn-
hofe Seriate, der nun von bewaffneten Insurgenten besetzt war, wob I
gesehen; - Kocsis eilt auf den Damm, in dessen Nähe er sich ver-
steckt gehalten hatte und winkt aus Leibeskräften ohne vom Locomotiv-
fuhrer verstanden zu werden. Schon braust die Locomotive in unmittel-
barer Nähe heran, da wagt Kocsis, au die Rettung seiner Kameraden
das Leben setzend — den Versuch, sich auf den Tritt der Locomotive
zu schwingen. Obwol nun dieser Versuch misslang und die Maschine
den Kühnen mit Riesengewalt zur Seite schleuderte, — dämmerte doch,
durch die Hartnäckigkeit des Soldaten geweckt, eine Ahnung der Gefahr
im Maschine nführer auf, der nun auch sofort den Zug zum Stehen
brachte.
Wunderbarer Weise vom Sturze nur wenig beschädigt, machte
nun Kocsis die hocherfreuliche Entdeckung, dass es die Kameraden
des eigenen Bataillons waren, die er durch seiue That gerettet hatte,
indem er nun dem Bataillons-Commandanten Oberstlientenant Johann
Vagyon die Meldung machen konnte, dass die Schienen in Seriate
aufgerissen und die Stationsgebäude von Freischärlern besetzt sind.
Die volle Wahrheit dieser Angaben stellte sich bei der Fort-
setzung des Marsches und im nachfolgenden Gefechte heraus, — und
erhielt Gemeiner Meinhard Kocsis für seine hochherzige That später
die goldene Tapferkeits-Medaille zuerkannt.
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hier das Gefecht ab und übersetzte beiläufig eine Stunde süd-
lich von Seriate den Serio, ohne vom Feinde weiter belästigt
worden zu seiu.
Arn 8. Juni Nachmittags nach 5 Uhr erhielt das Re-
tnncrntrirunj; de»
II..*! turnt. > bri
U.I.. <ll »oM».
giment vom F. M. L. Baron Urban, unter dessen Commando 9 JtlBi
die Brigade GM H o d i t z mit diesem Tage getreten war, den
Befehl, sich unverweilt bei Osio di sotto eng zu concentriren,
weil verlässlichen Kundschaftsnachrichten zu Folge, Garibaldi
die Absicht hege, in der kommenden Nacht vou Bergamo aus
mit 12.000 Maun einen Angriff gegen Süden zu machen. Das
Regiment war schnell zum Abmärsche bereit: um 7 Uhr
Abends wurde die Bewegung gegen Osio di sotto angetreten,
wo die Abteilungen gegen 9 Uhr Abends eintrafen; dort
vereinte sich das ganze Regiment, einschliesslich des über
Zanica mittlerweile eingerückten 1. Bataillons.
Schou während des Abmarsches aus dem Bivouac bei
Boltiere brach ein Gewitter los, das gegen 8 Uhr orcanartig
tobte und später in einen 6 Stunden anhaltenden Wolken-
brueh überging. Während dieses Unwetters wurde die Auf-
stellung mit der Front gegen Bergamo genommen, die Haupt-
trappe stand im Dorfe Osio di sotto. Die Strassengräben waren
zu reissenden Bächen geworden und der ganze vom Regimente
besetzte Terrain uuter Wasser; erst am 9. gegen 4 Uhr Früh
hörte das Toben des Sturmis auf.
Gegen 7 Uhr Früh des 9. wurde ein Bivouac nordöstlich
von Osio di sotto bezogen: das 3. Bataillon blieb indessen
in der Vorposten-Aufstellung und wurde Mittags durch das
2. abgelöst.
Der Lagerplatz, so wie der ganze angrenzende Boden,
war aber noch unter Wasser, so dass die seit dem 7. Nachts
im Marsche begriffene Mannschaft sich vor eingetretener Mit-
tagsstunde der ersehnten Ruhe nicht hingeben konnte; im
Laufe des Vormittags musste die 2. Grenadier - Division
unter Commando des Hauptmanns Edmund Grafen Cerrini,
über Verdello und Spirano nach Cologno abrücken, um die
nach eingelaufenen Nachrichten gefährdete und bereits von
den Insurgenten angegriffene Wageu-Colonne mit der Bagage
des Regiments abzuholen.
Hauptmann Heinrich Husch ek mit der (i. Compagnie
und der Bagage des 1. Bataillons, in beständiger Gefahr, von
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'«* den Iusurgenten angegriffen zu werden, hatte sich indessen
mit Hauptmann Mihalik vereiuigt und den Regimeuts-Train
glücklich nach Cologno gebracht; im Laufe des Nachmittags
durch die 2. Grenadier-Division verstärkt, traten diese Abthei-
lungen sofort den Marsch nach Osio di sotto an und trafen
dort gegen 6 Uhr Abends ein. An demselben Nachmittage war
die Regiraents-Pionnier-Abtheilung unter Ommando des Ober-
lieutenaut Franz von Brauk o nach Vaprio-Carnonica abge-
gangen, um theils zur Befestigung der Adda-Linie, theils zu
den Zerstörungs-Arbeiten an der Adda-Brücke, verwendet zu
werden.
Am 10. Juni blieb das Regiment in seiner innegehabten
Aufstellung; im Laufe des Nachmittags kehrte die, Tags
vorher nach Vaprio-Camouica entwendete Pionnier- Abtheilung
zurück.
M.rvh n »rh Ain 11. Juni, früh 4 Uhr, wurde von der Division Urban
u. ju«j. der Rflckzug gegen Antiguate angetreten.
Zur Sicherung der linken Flanke erhielt die 1. Division
des Regiments uuter Commando des Hauptmanns Moriz
Eis ler den Auftrag, über Verdello und Urignano gegen den
Serio zu rücken, denselben zu übersetzen und gegen Marti-
nengo zu marschiren.
Da« Regiment Erzherzog Ernst sollte mit dem Gros
der erhaltenen Disposition gemäss, directe über Cologno gegen
Ghisalba, dann nach Romano marschireu.
Die am 0. und 10. Juni durch den Generalstabs-Officier
der Brigade, Hauptmann Franz M a 1 1 a n o v i c h des eige-
nen Regiments, vorgeuommeue Recoguosciruug führte jedoch
zur Ueberzeugung, dass die Uebersetzung des Serio weder
zwischen den beideu erstereu, noch beim letzteren Orte aus-
führbar war ; — daher rückte das Regiment im Verbaude der
Brigade über Cologno nach Morengo, stiess dort auf die im
Rückzüge befindliche Brigade Rupp recht (gleichfalls zur
Division Urban gehörig) und setzte dann den Marsch in
südlicher Richtung gegen Mozzanica bis an die von Treviglio
nach Antignate führende Hauptstraße , und auf derselben,
bis zum letzteren Orte fort.
Während des Durchmarsches durch Cologno wurden für
den am 9. Juni dort gefangen genommenen Generalstabs-
Hauptmann Pittoni, welcher zur Recognosciruug der Serio-
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Uebergänge abgesendet und von den Einwohnern festgehalten
war, Geissein mitgenommen.
Das Regiment lagerte östlich von Antignate an der
nach Chiari führenden Hauptstrasse.
Die 1. Division, welche trotz wiederholter mühevoller
Versuche den Serio östlich von Urguano nicht überschreiten
konnte, folgte auf derselben Strasse dem Regimen te und traf
gesell 7 Uhr Abends erschöpft im Lager ein. — Am 12. Juni
ging der Rückmarsch über Urago d'Oglio nach Castel Covati.
Die grosse Erschöpfung der Truppe zwang zu einem kleinen
Tagmarsch, daher schon um 1 Uhr Mittags ein Lagerplatz
östlich dieses Dorfes bezogeu wurde.
Während dieser Vorgänge beim Regimente hatte die
Armee nach der Schlacht von Magenta ihren Rückzug im
Grossen in 2 Colonueu über Meleguano-C'rema-Manerbio, dann
Corte Olona, Casalpusterleugo-I'izzighettoue gegen den Mincio
fortgesetzt. - nach Ueherschreitung des Oglio sich jedoch in
nordöstlicher Richtung gegen den Chiese gewendet, wodurch
nun die Division Urban mit der heranmarschirendeu Armee
in immer nähere Verbindung trat, und vom 13. Juni ab dem
am nördlichen Flügel b r Armee zurückgehenden 1. Armee-
Corps unterstellt wurde, mit welchen vereint sie auch den
Chiese überschritt,
Am 13. Juni marschirte das Regiment nach Capriano,
und lagerte südlich des Ortes, während die 4. Grenadier-Com-
pagnie die Brücken über die Mella bei Azzano und Corticelle
besetzt hielt.
Am nächsten Tage ging der Marsch nach Bagnolö, wo
das Regiment mit dem 1. Infanterie-Armee-Corps sich ver-
einigte und wieder in dessen Verband trat.
Am 15. Juni Morgens 0 Uhr wurde der Marsch von Bag-
nolö ans im Corps-Verbände angetreten : — gegen Mittag traf
das Regiment in Montechiaro ein, wo das ganze 1. Corps Stel-
lung nahm, um den von Brescia aus bei Castenedolo ange-
gegriffenen Feldmarschall -Lieutenant Baron Urban aufzu-
nehmen. Das Regiment wurde mit der ganzen Brigade Ge-
neral-Major Hoditz gegen Vighizzolo vorgeschoben, besetzte
den Ort und blieb bis 3 Uhr in einer Gefechts-Aufstellung,
ohne angegriffen zu werden ; wornach die Position aufgegeben,
und der Marsch gegen Chiarini fortgesetzt wurde.
Nördlich des nach Lonato fuhrenden Weges, 3 / 4 Stunden
von Chiarini, wurde vom Regimente das Lager bezogen.
Am 10. Juni wurde Lonato gegen Mittag erreicht.
Beim Anlangen daselbst wurde der Brigade der Befehl
ertheilt, noch im Laufe des Tages nach Peschiera zu rücken;
vor dem Abmärsche jedoch, bezog das Regiment mit der gan-
zen Armee-Division Feldinarschall-Lieutenant^Cordon eine
concentrirte Aufstellung bei Lonato behufs eventueller Unter-
stützung einer scharfen Recognoscirung gegen Brescia, welche
bedeutende Kräfte des Corps unternahmen. In dieser eoneen-
trirten Aufstellung blieb das Regiment bis '3 Uhr Nachmit-
tags, worauf es über Desenzano gegen Peschiera abrückte.
Das Regiment hatte Desenzano bereits passirt, als das 1. Corps
den Befehl erhielt, nicht nach Peschiera zu rücken, sondern
den kürzesten Weg nach Castel venzago einzuschlagen: das
Regiment musste daher umkehren, Desenzano noch einmal pas-
siren und dann in die anbefohlene Richtung einbiegeu, um
Nachts '/..ll Uhr bei Castel venzago auf dem angewiesenen
Lagerplätze einzutreffen.
Während das 1. Corps bei Castel veuzago lagerte, war
die Brigade General-Major Hoditz gegen Brodena vorgescho-
ben worden, um die Verbindung zwischen dem in Lonato ste-
henden 7. und dem in Castiglione delle Stiviere stehenden
8. Corps herzustellen; das 3. Bataillon lagerte nordöstlich,
das 1. und 2. Grenadier-Bataillon südöstlich von Brodena.
Täglich bezog ein anderes Bataillon die V«.rposteu, Front
gegen Westen.
Das Armee-Commando hatte zu jener Zeit noch die
Absicht, in der Stellung von Castiglione-Lonato hinter dem
Chiese, der gegen Montechiaro-Calcinato vorgehenden feindlichen
Armee, neuerdings die Stirne zu bieten; mannigfache Er-
wägungen, namentlich des Umstandes, dass sich die franzö-
sische Armee durch Detachirungen gegen Mautua und Peschiera
bedeutend schwächen musste, wenn man den Chiese und
Mincio aufgab und den Kampf erst an der Etsch wieder auf-
nahm , führten jedoch zu dem Entschlüsse dem Gegner die
Chiese-Linie ohne Kampf zu überlassen, und erhielten sämmt-
licbfl am Chiese stehenden Corps am 19. Juni den Befehl, am
20. an und hinter den Miucio zu marschiren.
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Am 19. Juni oblag der Vorposten-Dienst beiui Regiment ««*
dem 1. Bataillon; Abends um 8 Uhr traf vom Corps-Com-
mando aus Castel-Venzago der Befehl zum Abmärsche hinter
den Mincio ein.
Das 1. Bataillon hatte demgemäss den 20. um 2 ühr
Nachts in aller Stille die Vorposten einzuziehen, und der
Brigade als Arrieregarde zu folgen. Der Rückmarsch ging über
Castel-Venzago nach Pozzolengo.
In letzterem Orte bezog die Brigade Hoditz eiue
concentrirte Aufstellung als Reserve des, den Rückzug der
Armee deckenden 1. Armee-Corps.
Nach zweistündigem Aufenthalte, binnen welcher Zeit
die Brigade Reznicek (gleichfalls des 1. Armee-Corps), am
rechten Ufer des Mincio bei Salionze eine Aufnahms-Stellung
bezog, erfolgte der Rückmarsch nach Oliosi, wo um 8 Uhr
Abends Bivouak bezogen wurde.
Am 21. Juni war die ganze Armee auf dem linken Ufer im um m
U .«.I- IM
des Mincio angelangt, das I. Armee-Corps, mit ihm auch das ».«it».
Regiment, lagerte südwestlich von Quaderni.
Seit dem, am 7. Juni Nachts 12 Uhr von Bergamo er-
folgten Abmärsche, bis zum Anlangen in Quaderni, waren 14
mit bedeutenden Anstrengungen verbundene Tage verflossen.
Das Regiment, welches bis nun noch immer nicht die Ge-
legenheit gehabt hatte, mit den regulären Truppen des Feindes
sich zu messen, war in Folge der gehabten ausserordentlichen
Anstrengungen, namentlich aber, aus Ursache der äusserst
mangelhaften Verpflegung physisch herabgekommeu : Officiere und
Mannschaft trugen aber mit soldatischer Resignation die harte
Prüfung, die das wechselnde Soldatengeschick in diesen Tagen
mehr oder weniger der ganzen Armee auferlegte.
Bei Quaderni blieb das Regiment bis zum 22. Juni im
Lager. Innerhalb dieses Zeitabschnittes fällt jener aus Verona
vom 18. Juni 18a'J datirte Armee-Befehl, mit welchem Se.
Majestät der Kaiser , den Oberbefehl der gegen den Feind
stehenden Armee antrat; ferner die Thailing der Operations-
Arme,' unter 2 Armee-Commaudanten , wov on das 1. Armee-
Commando au F. Z. M. Grafen Wimpffeu, das 2. an den
G. d. C. Grafen Schlick übertragen wurde.
Da F. M. L Baron Cordon von der Armee abging.
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so wurde jene Division des L Armee-Corps, in welcher sich
das Regiment Erzh. Ernst Nr. 48 befand, dem F M. L.
Ludwig Freiherrn von Stankovics unterstellt.
Am 22. Juni überraschte Se. Majestät der Kaiser einen
grossen Theil der lagernden Truppen durch einen Besuch in
den Bivouaks; begeisterte Jubelrufe begrüssten den Monarchen
im Lager des 48. Regiments.
vormrknn« ob.r Abends erhielt die Brigade G. M. Hoditz Befehl, am
*». junT 2.1. um i> Uhr Früh abgekocht zu haben, und um 11 Uhr als
Avantgarde des Corps, wieder über den Mincio vorzurücken.
Nach der Schlacht von Magenta, welche der franeo-
sardischen Armee grosse Opfer gekostet hatte , hielt sich
der französische Oberfeldherr selbst für besiegt, denn seine
Truppen zogen zum grossen Theil über den Tessin zurück:
daher kam es, dass die österreichische Armee, deren Ober-
leitung die Schlacht den nächsten Tag zu erneuern beabsich-
tigte, und den Rückzug erst nach der Schlacht nur in Folge
eingetretener, misslicher Umstände zu befehlen genöthigt war,
gar nicht verfolgt wurde, und sich beinahe unbehelligt an den
Chiese, später an den Mincio zurückziehen konnte. Die frauco-
sardische Armee war dieser Bewegung nur langsam gefolgt.
Mittlerweile waren jedoch in den Lagern der Oesterreicher
so bedeutende Verstärkungen angekommen, und beseelte die
Truppen, welche bei Magenta mit wahrem Löwenmuth ge-
gekämpft hatten, ein so vortrefflicher Geist, dass schon 14
Tage nach Magenta, die Wiederergreifung der Offensive mit
den versammelten 150.000 Mann beschlossen wurde.
Unglücklicher Weise fand das Zusammentreffen mit der
*mmm m Hauptmacht des Gegners, dem erst am 25. .luni und an dem
n!jwhm Chiese entgegengesehen wurde, durch die plötzlich rascher
gewordenen Bewegungen des Feindes, schon am 24. statt: zu
einer Zeit als die österreichische Armee noch auf einer grossen
Front und in tiefen Colonnen in Bewegung war, — so dass
die Aufmärsche der Corps sich sehr verzögerten und die vor-
deren Divisionen geschlagen waren, als die rückwärtigen erst
zur Entwicklung gelangten.
Ein grosser Theil der Truppen, namentlich die Haupt-
masse der Artillerie kam auf diese Weise gar nicht in's Gefecht,
und es fanden sich somit österreichischer Seits beinahe alle
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kämpfenden Truppen einer momentanen üeberlegenheit gegen- >»»
über, an der alle ihre Anstrengungen scheiterten. So ging
leider auch diese Schlacht verloreu, in der 290.0W) Mann gegen
einander kämpften, und die beiderseitigen Verluste je 20.000
Mann überstiegen.
Die österreichische Armee begann ihre Offensive am
23. Juni, vom Mincio aus in folgender Ordnung:
Am rechten Flügel, gebildet durch die II. Armee ging das
8. Armee-Corps (F. M. L. ßcnedek), verstärkt durch die
Brigade Reicht in des 6. Corps, die aus Tyrol über Peschiera
herangezogen worden war, nach Pozzolengo ; das 5. Corps (F.
M. L. Stadion) rückte über Valeggio nach Solferino, das 1.
Corps (F. M. L. Cl am -Gallas) nach S. Cassiauo vor; das
7. Corps (F. M. L. Zobel), die Reserve - Cavallerie - Division
Meusdorf!' und die Artillerie-Reserve der 11. Armee übersetzten
bei Fern den Miucio, hatten Cavriaua zu erreichen, und dem 5.
uud 7. Corps als Reserve zu dieueu.
Am linken Flügel in der Ebene, und mit dem rechten
Flügel (II. Armee) durch die Cavallerie-Division Mensdorff
verbunden, sollte die I. Armee operiren. Von dieser ging
das 3. Corps (F. M. L. Edmund Fürst Schwarzenberg)
bei Ferri über den Miucio und rückte nach Guidozzolo; das
!». Armee-Corps (G. d. C. Graf Sehaffgotsehe) und das
11. Corps (F. M L. Weigl) bracheu von Goito auf, und
niarschirte das erstere mit der Cavallerie-Divisiou Zedtwitz
nach Medole, das letztere nach Cerlungo, wo es dem 3. und !).
als Reserve zu dieueu hatte.
Für den 24. waren sämmtliche 7 Armee-Corps coneen-
trisch gegeu die Linie Castiglioue-Lonato dirigirt und sollten
alle Corps zwischen 8 und 10 Uhr Früh aufbrechen.
Das kaiserliche Hauptquartier war am 23. iu Valeggio,
am 24. iu Cavriaua.
Ausser den überwärmten 7 Armee -Corps, sollte das 2.
(F. M. L. Liechtenstein) dadurch an der Schlacht theil-
nehmen, dass es eiue Division über Marcaria gegen die franzö-
sische rechte Flanke detachirte.
Das 10. Armee-Corps stand bei Nogara.
Die Gesammtstärke der bei Solferiuo auftretenden
Truppen betrug österreichischer Seits 150.000 Manu mit liÖO
Geschützen.
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um. Indessen hatte aber die französische Armee dt-n Chiese
erreicht und nahm im Laufe des 23. Juni folgende Stellungen,
nachdem dieser Fluss am 21. u. 22. überschritten worden war.
Der linke Flügel, die piemontesische Armee unter Befehl
des Königs, aus den 4 Divisionen Du r and o, Fant i, Mollard
und Cucchiari (die Infanterie- Division Cialdini war mit
der Alpenjäger-Brigade unter General Garibaldi gegen Tyrol
detachirt), dann der Cavallerie-Divisiou Sambuy bestehend,
stand an den Gardasee gelehnt bei Rivoltella. Desenzano und
Lonato.
Das I. franz. Corps ' Marschall B a r a g u a y d' H i 11 i e r b)
schloss sich rechts bei Esenta an die Armee des Königs, in-
dessen das II. franz. Corps (Marschall Mac Mahou) Casti-
glione delle Stiviere besetzt hielt, — und als Staffel rechts
rükwärts zwischen Castiglione und Carpenedole das IV. Corps
(Divisions-General Niel) mit den Cavallerie- Divisiouen
Partouueaux am rechten und Devaux am linken Flügel
hinter sich hatte.
Das III. franz. Corps (Marschall Ca nrobert) stand noch
bei Mezzano am rechten Chiese-Ufer und im Staffel-Ver-
hältnisse zum IV. Corps; die Garde (Grenadier-Division
Hellinet und Voltigeur-Divisiou Camou. dann die Caval-
lerie-Division Mollis mit 6 Regimentern) unter Marsehall
Keguaud de Saint- Jean d' Angely stand als Reserve
im Ceutrum bei Moutechiaro, wo sich auch das Hauptquartier
Napoleons befand.
Das V. französische Armee-Corps unter dem Prinzen
Napoleon kam mit der ncuformirten toscanischen Division
U 1 1 o a vom mittleren Po heran , hatte jedoch den Oglio
noch nicht erreicht.
Die Gesammtstärke der zur Schlacht verfügbaren Truppen
betrug nach französischen Augaben 140.<J(X) Mann mit 456
Geschützen.
Französischer Seits dachte man an eine Schlacht für den
24. nicht, doch war man vorsichtig, weil man die österreichischen
Vorposten in der Linie Guidizzolo- Pozzolengo wusste. Die
Disposition für den 24. Juni dirigirte die ganze Armee in dem
Verhaltnisse, wie sie es am 23. angenommen hatte, in die
oberwähnte Linie.
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In Folge dieser ganz entgegengesetzten Bewegungen,
inusste sieh am 24. ein allgemeiner Zusaminenstoss ergeben,
der für die Oesterreicher dadurch überraschend ausfiel, dass
die französische Armee um 3 Uhr Morgens aufbrach, — in-
dessen die österreichischen Corps erst um 8 und 10 Uhr den
Marsch antreten sollten.
So trafen im Laufe des Vormittags die piemontesische
Armee und das österreichische 8. Corps auf dem Plateau von
S. Maitino auf einander; — das französische I. Corps und
die Garde stiesseu auf das österreichische 5. und Theile des
1. Corps bei Solferiuo; — das französische II. Corps bei
Cassiano und später bei Cavriana auf Theile des österreichischen
1. und 7. Corps. — indess das französische IV. und III. Corps,
mit den beiden Cavallerie-Divisionen, - bei Medole, Kebecco
und Guidizzolo den gauzen Tag über im heissen* Ringen dem
österreichischen 3., *J. und später auch 11. Corps mit der
Cavallerie-Division Meusdorff gegenüberstanden.
Die Schlacht war vorwiegend Infanterie-Schlacht, da das
Terrain die Verwendung der Artillerie in grossen Massen nicht
gestattete. — und bestand bei der Tapferkeit beider Theile
aus erbitterten Kämpfen um Höhen, Ortschaften und Häuser-
gruppen.
Sehen wir nun, welche Rolle dem Regimente Erzh. Ernst
in dieser Riesenschlacht zugefallen war.
Die folgende Schilderung der Thätigkeit des Regimentes
in der Schlacht von Solferino, beruht auf den Dateu der
officiellen Relation des 1. Armee-Corps-Commandos.
In Folge erwähnten Befehls ist das 1. Armee -Corps
mit der Division Stankovics an der Tete, um 11 Uhr
Vormittags des 23. aus dem Bivouak bei Quaderni abgerückt,
hat unmittelbar nach dem 5. Armee-Corps, bei Valeggio den
Mincio überschritten, und zwischen '/n % und i j i 10 Uhr Abends,
mit der Brigade G. M. Hoditz bei S. Cassiano, den Brigaden
G. M. ReznUek und Päsztory westlich, und der Brigade
G. M. Brunner östlich Cavriana das Lager bezogen:
sowohl die Corps-Goschütz-Reserve, als ein Theil der Munitions-
Reserve wurden noch im Laufe der Nacht nach Cavriana
dispouirt, woselbst sie am 24. Juui um 8 Uhr Früh eintrafen.
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«»•- Mit Ausnahme der Kesselwägen, welche den Truppen unmittel-
bar nachgefolgt waren, wurden sämmtliehe Bagagen der Armee-
Corps in Quaderni zurückgelassen.
Die Avantgarde- Brigade GM. Hoditz bezog in S. Cas-
siauo die Vorposten und stand rechts in Verbindung mit dem
5. und links mit dem 3. Armee-Corps ; derselben war ein
Flügel von Haller-Huszaren zum Sicherheits- und Kundschafts-
dieuste beigegeben.
Nach der zur Vorrückuug aul* Castiglione delle 8t i viere
für den 24. erlasseneu Disposition war das 1. Armee-Corps be-
ordert, um 0 Uhr aufzubrechen, dem nach Esenta bestimmten
5. Corps nachzurücken und Castiglione delle Sti viere zu be-
setzen.
Nachdem jedoch schon gegen 7 Uhr Früh von Cassiano
die Meldung eintraf, dass bereits vor (» Uhr in der Richtung
von Medole, später auch gegen Solferino hin, Geschützfetier
gehört wurde, dass sich ferner feindliche Infanterie, jedoch in
nicht auszunehmender Stärke in der Richtung von S. Vigilio
gegen Castiglione zu, bewege, so erhielten sämmtliehe Brigaden
den Befehl, sich so iu Bereitschaft zu setzen, um jeden Augen-
blick vorrücken zu können, während man trachtete, sich über
die allgemeine Lage besser zu orieutiren. Da bemerkt wurde,
dass das Goschützfeuer über Solferino hin an Stärke zunahm,
so erhielt die Brigade GM. Graf Hoditz den Befehl, nach
Zurücklassung nur eines Bataillons in S. Cassiano, unverzüg-
lich gegen Solferino zur Unterstützung des 5. Corps vorzu-
gehen; die Brigade GM. Päsztory sollte in S. Cassiano in
die verhsseue Stellung der Brigade GM. Hoditz einrückeu.
F. M. L Baron Staukovics erhielt jedoch den Auftrag mit
der Brigade Reznicek, welcher noch die 12pfündige Batterie
Nr. 5 von der Corps-Geschütz-Reserve beigegeben wurde, so-
bald als möglich der Brigade GM. Hoditz nach Solferino
zu folgen.
F. M. L. Baron Stankovics, welcher an die Spitze seiner
Division eilte, traf folgende Dispositionen : Um den Flanken-
marsch von S. Cassiano gegen Solferino zu decken, disponirte
er eine Division des 14. Jäger-Bataillons unter Couimando
des Obersten Pessler mit 2 Geschützen der 6pfündigen Fuss-
batterie Nr. 4 auf die Höhen von Borgo Ravello und indem
er seinen Generalstabs-Officier Hauptmann R e i n 1 ä n d e r nach
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Solferino zur Einholung weiterer Befehle, behufs entsprechender
Eni. rstützung des ;> Corps entsandte, rückte er mit dem
übrig, n Th.il der Brigade GM. Hoditz gegen Solferino vor,
wo er selb« auf dem j>üdlicli«jii Abhang der Hüben, etwas west-
lieh dieses Ortes, eine Stellung Front gegen Westen nehmen
Hess, deren rechter Flügel sieb an das Castell lehnte. Die
rj Geschütze der genannten Brigade-Batterie waren im Centrum
und auf beiden Flügeln zugsweise vertheilt.
Mittlerweile kam auch die Brigade Reznieek heran und
nahm ihre Aufstellung .südlieh, mithin auf dem linken Flüge!
der Brigade GM. Hoditz.
Zwei Geschütze der Pipfündigeu Projeets-Batterie Nr. 5,
welche temporär der Brigade Reznieek zugewiesen waren, wurden
in der iiussersten linken Flanke, 4 Piecen jedoch knapp am
linken Flügel sehr vorteilhaft placirt.
Die > Haubitzen dieser Batterie und die ganze Cavallerie-
Batterie Nr. S blieben en Reserve auf der Strasse von Oas-
siano nach Solferino. Die Relation sagt nun wörtlich:
D TJm 9*/« Ehr bttganu das Gefecht zuerst bei der Brigade
GM. Hoditz. Das Infanterie-R«*giment Erzh. Ernst Nr. 48
wurde sofort zum Vorrücken beordert; das brave Regimeut,
unterstützt in der linken Flanke von einer Division des eben
so braven 14. Jäger- Bataillons stürmte und warf den Feind."
„Der Regiments-Commaudant Oberst Östriols ki, welcher
gleich Anfangs verwundet wurde, dann die Bataillous-Com-
mandanten Oberstlieutenant Vagyon, welchem das Pferd ge-
tödtet wurde, und Major Biederer gingen den Truppen mit
schönem Beispiel voran; namentlich hat sich Major Bauer
durch Umsicht. Ruhe und persönlichen Muth hervorgethau.
„Starke Abtheilungen französischer Truppen, worunter
auch Chasseurs d'Afrique, warfen sich jedoch in die linke
Flanke der Stürmenden und hinderten sie im weiteren Vor-
rücken In diesem Augenblicke hat sich auch der Kampf hei
der Brigade Reznieek entsponnen".
Es wurde nun mit abwechselndem Glücke, aber zur Ehre
der Kämpfenden sei es gesagt, mit viel Bravour und Aus-
dauer durch volle 5 Stunden gekämpft, wobei das Infanterie-
Regiment Erzh. Ernst noch zweimal zum Sturme schritt und
zwei feindliche Angriffe abschlug.
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'*»• Bis um l'/j Uhr NM. gelang es den iu grossen Massen
anruckenden, französischen Truppen nicht, die Division zum
Wanken zu bringen und die österreichischen Truppu hielten
sich im strengsten Sinne des Wortes bis zur letzten Patrone;
doch die feindliche Uebermacht war zu bedeutend und für
die 8 Bataillone der Division keine Unterstützung mehr ver-
fügbar; dpnu bevor noch die von Cavriana heranmarschirende
Brigade Brunner iu S. Cassiano eingetroffen war, wurde be-
merkt, dass sich bedeutende feindliche Infanterie-Massen mit
Artillerie südlich von Le Grole sammelten*), deren Absicht
offenbar nur auf Borgo Ravello und S. Cassiano gerichtet sein
konnte; auch standeu bei Ca Mariano ansehnliche feindliche
Cavallerie-Masseu mit einigen Batterien **), welche die links
vom 1. Corps stehende Division des F, M. L. Grafen Mens-
dorff in Schach hielten. Aus diesen Umstäuden ergab sich
die driugende Nothweudigkeit , die einzige noch disponible
Brigade Brunn er des Corps bei S. Cassiano zurück zu halten.
„Es konnte sonach uur ein einziges Bataillon Wasa
Nr. »>0 (das 3.), welches von der Brigade Pisztory noch hinter
Solferino stand, als Verstärkung den hart bedrängten Truppen
des linken Flügels zugeführt werden, das jedoch leider eben
dort eintraf, als unsere Truppeu, theils von der Uebermacht
der auf der ganzen Strecke andrängenden feindlichen Massen,
theils weil sie ganz verschossen waren und weder abgelöst,
noch mit frischer Munition versehen werden konnten, theils
auch wegen völliger Erschöpfung schon im Weichen begriffen
waren."
Bei dem Thurme von Solferino und auf den südlich zu-
nächst befindlichen Höhen war ein verzweifelter Kampf, der
dem Kegimente Erzh. Ernst 32 Ofticiere und über 800 Mann
kostete. Ofticiere und Mannschaft wetteiferten iu diesem 5
Stunden währenden Gefechte, das grösstenteils auf die kürzesten
Distanzen geführt wurde, iu Tapferkeit und unerschütterlicher
Ausdauer. ***)
*) Das II franz. Armee-Corps Mac Mahon.
'♦) Die französischen Cavallerie- Divisionen Deveaux und Par-
touueaux.
***) Fabnenführer Michael Szuppi, schon im Jahre 1S-I8 hei
Sona mit der goldenen Medaille geschmückt, zeichnete sich hier neuer-
dings aus; nach einem mibslungenen Sturme des 1. Bataillons, sollte
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Die feindlichen Truppen, gegen welche das Regiment an
diesem Tage kämpfte, gehörten dem I. französischen Corps
die um die Fahue versammelte Mannschaft erneuert /.um Bajonet-An-
griffe vorrücken, wozu sie jedoch bei ihrer gänzlichen Erschöpfung
nicht mehr zu bewegen war . Fahnenführcr Szuppi trat vor sie hin,
mahnte sie an ihre Pflicht und schritt, selbst die Kalme hochsebwingend
vorwärts, durch welch* Bchönos Beispiel angefeuert, ihm die Mannschaft
begeistert folgte. Beim ROckzuge gelanges ihm, vordem auf dein Fu-se
nachstürmenden Feinde, die Fahne uud mit ihr die Ehre des Bataillons
zu retten. Er erhielt hiefür die silberne Tapferkeits-Medaille I. Classe.
Der verwundete Oberlioutennnt, Regimeuts-Adjutant Stefan v.
Guary, war durch den anstürmenden Feind gefangen genommen
worden.
Zugsführer Büky und Gemeiner Novak sammelten im An-
gesichte der stürmenden Abtheilung schnell einige Tapfere uud im Be-
wußtsein einer ehrenvollen Pflichterfüllung, stürzten sie tollkühn auf
deu Feind und retteten ihren Vorgesetzten aus der Gefangenschaft
Beide erhielten die silberne Tapfer kci's-Medaille I. Classe.
Nachdem gefallenen Lieutenant Moriz Heller übernahm Feld-
webel Jakob Lediuko das Commaudo des Zuges, mit welchem er die
zu verteidigende Stellung gegen drei Bajo netangriffe behauptete und
erst beim vierten Sturme durch die mittletweile angerückten bedeutenden
Verstärkungen zum Rückzüge gezwungen wurde.
Feldwebel Ledinko gab bei dieser Gelegenheit durch seltenen
Math, und besondere Tapferkeit ein rühmliches Beispiel; sein uner-
schrockenes Ausharren bot den schon früher zurückgedrängten Nachbar-
Abtheilungen Gelegenheit, sich zu sammeln und den Kampf wieder auf-
zunehmen.
Eine in der Nähe von Solferino placirte Kanone war in Gefahr,
von einer kleinen feindlichen Abtheilung erobert zu werden.
Zugsführcr Schuh, der sich in der Nahe befand, feuerte auf
diese sein Gewehr ab, stürzte mit gefälltem Bajonet auf den Feind, und
rettete durch diesen tollhühneu Augriff die Kanone sammt der Be-
dienungsmannschaft, — er selbst aber gerieth in Gefangenschaft; —
Zugsführer Schuh und Feldwebel Ledinko erhielten die silbern«
Tapferkeits-Medaille I. Classe.
Wahrend des Rückzuges traf Corporal Jakob Kraus seinen
verwundeten Obersten und Regiments - Coinmandanteu Karl von
Osmolski am Verbandplätze; die feindlichen Gewehrkugeln erreichten
bereits diesen Ort, der Feind war jeden Augenblick zu erwarten.
In diesem gefahrvollen Momente gelang es diesem l'nterofficier.
nuchdem dem Verwundeten möglichst schnell der Verband angelegt
wurde, unterstützt von zwei Kameraden, mit der grössten Aufopferung
unter dem heftigsten Kugeln gen des bereits sehr nahe gerückten
Feindes, den Obersten zurück und auf ein lediges Pferd zu bringen,
welche schöne, aus eigenem Antriebe vollführte That den Regiments-
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•«* au, und zwar der Brigade d' AI ton der Division Forey, die
später durch die Voltigeur - Division C a m 0 u d e r G ai de
speciell dem Regiment* Erzherzog Frust gegenüber — durch
die Garde- Brigade Mauequc (1. uud 2. Voltigeur- Regiment
und das Garde-Jäger-Bataillon) unterstützt wurde.
Der Rückzug war aller beldenmüthigen Anstrengungen
ungeachtet bei allen Corps, mit Ausnahme des siegreichen 8. —
unvermeidlich geworden uud wurde vom 1. Corps über S. Cas-
siano nach Cavriana unter dem Schutze der Brigade Fleisch-
hacker des 7. Corps und einiger Batterien gegen Volta fort-
gesetzt. Das 2. Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst,
welches in Cavriana das Castell besetzte, nahm später von
hier seinen weiteren Rückzug directe auf Valeggio.
Zwischen Cavriana und Volta sammelten sich theilweise
die Truppen und nahm Feldmarscliall-Lieutenant Baron Stan-
kovics mit den Abtheiluugeu seiuer Division neben und auf
den Höhen von Grassi eine Arrieregarde-Stelluug. in welcher
derselbe! später vom Feldmarschall-Iiieutenant Graf Monte-
nuovo mit den von demselben gesammelten Truppen abge-
löst wurde. Von Volta aus ging der weitere Rückzug unter dem
Schutze des 7 Corps vom Feinde ganz unbehelligt nach
Valeggio vor sich, woselbst das ganze 1. Armee-Corps am
linken Ufer Stellung nahm, «las rechte aber zur Aufnahme der
noch im Rückzüge befindlichen Abtheilungen verschiedener
Corps mit dem 2. Bataillon W a s a - Infanterie Nr. <»0, einer
Division von Erzherzog Ernst und dem Jäger-Bataillon der
Brigade Fleischhak er nebst 2 Raketen - Batterien der
Armee-Geschütz-Reserve besetzt wurde.
Die erwähnte Relation sagt ferner wörtlich:
„Bei dieser Gelegenheit kann nicht unerwähnt blei-
ben, dass sämmtliche Stabs- und Oberofticiere in diesem
gegen weit überlegene Kräfte geführten Kampfe den
Truppen mit dem gläuzeudsten Beispiele der Tapferkeit
Commandauten vor der sicheren Gefangenschaft rettete, der alle dort
zurückgebliebenen verwundeten Waffeugcfahrten dald darauf verfielen.
Die silberne Medaille war des liravcn Lohn.
Zahlreiche Thülen waren noch hier zu verzeichnen, doch mögen
die hier angeführten genügen, uud den vortrefflichen (»eist, der die Mann-
schaft beseelte, kennzeichnen.
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285
vorangelcuchtet haben, und ist es besondere Pflicht, die '«*
Nachstehenden wegen ihrer hervorragend rühmlieheu Lei-
stungen namhaft zu machen 4 *:
„Vom Infanterie-Regiment Erzherzog Ernst N r . 48:
„Oberst und Regiments - Commandant von 09-
molski (verwundet), — die Majore Ferdinand Bauer
und Eduard von Udvamoky, Hauptmann Josef
Korren, Oberlieutenant Emil T ä u f f e r (Brigade-
Adjutant beim General-Major Grafen Hoditz), die Lieu-
tenants Josef Seeling und Mori/. Heller (beide todt.»"
..Einer belobenden Erwähnung haben sich ferner
würdig gemacht: Oberstlieutenant Johann Vagyon,
Major Josef von Me derer (verwundet)".
„Die Hauptleute: Carl Falk, Johann von Miha-
1 i k . Franz Oreskovits, Lad islaus Lutz e n b a c h e r.
Oberlieutenants: Josef Gottmann. Josef Partheg vi.
Carl Lasswitz, Ludwig von Turek. Lieutenant Ma-
ximilian Straschiripka (verwundet) und Albiu Fuchs."
Das Regiment hat in dem rühmlichen Kampfe, den es Krim«. r**«,*
Ihf* I fcTl ItO.
bei Solferino bestand, die gewonnenen Lorbeeren mit schwerem
Verluste bezahlt. Todt blieben: 4 Officiere: Lieutenant
Moriz Heller, Josef Seeliug, Carl Prohaska und Josef
Leeb, nebst G2 Mann.
Verwundet wurden: 22 Officiere und 347 Mann,
und zwar:
Oberst von 0 smolsk i , Major Josef von M e d e r e r
(beide ihren Wunden später erlegen): Hauptmann Carl Falk,
Josef Korren, Johann v. M i h ä 1 i k , Carl Graf C e r r i n i,
Heinrich Husche k, Gustav Mazza, Ladislaus Lützel-
bach er; — Oberlieutenant Josef Low. Eduard Klepscb,
Thomas P i s k o r , Eugen von To vitsits. Stefan von G u a r y,
Cornelius R i e d e r , Anton von Walter; — Uuterlieutenants :
Jaroslav Graf Sternberg. Maximilian Straschiripka,
Alfred Penther, Josef Pasztör, Josef Farkas und
Friedrich von Feigl.
In feindliche Gefangenschaft geriethen, — Officiere:
Hauptmann Josef Korren (verwundet). Johann Mi Ii li-
nk (verwundet): — Oberlieutenaut Carl Lasswitz, Eduard
Klepsch (verwundet), Cornelius Ried er, Ludwig von Tu-
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286
rek; — Unterlieutenants: Ferdinand HebeDtanz, Albiu
Fuchs und Unterarzt Franz Doli mann.
Summe: 5 Officiere, 1 Unterarzt
Vom Feldwebel abwärts 235 Mann.
Vermieste blieben*):
vom Feldwebel abwärts 161 Manu.
Total- Verlust-Summe : 32 Officiere, 805 Manu.
Die Verluste der österreichischen Armee bestanden in
Ch7 Officieren, 2400 Todten, 10.000 Verwundeten, 9000 Ver-
missten; — Summe: 22.000 Mauu.
Die Franzosen gaben ihre Verluste auf 877 Officiere,
24<X) Todte, 12.000 Verwundete und 8000 Vermisste, in
Summe auf 18.3<H) Mauu an.
Wie erwähnt, stand das Regiment in der Nacht des 24.
in Valeggio; am 25. Morgens wurde der Brigade General-
Major Hoditz die Aufgabe, eiue das 1. Corps deckende
Sicherungsstellung westlich vor Valeggio zu uehmeu. Die-
selbe erstreckte sich mit deu ausforsten Vorposten bis zu deu
am rechten Ufer vorwärts Borghetto liegenden Anhöhen, wäh-
rend die übrigen Abtheilungen des 1. Corps iu uud rückwärts
des Ortes Valeggio lagerten.
In dieser Aufstellung, bei blossem Wechsel der Batail-
lone untereinander, blieb das Regiment durch 3 Tage, den
Feind auf den Höhen zwischen Volta uud Castellarö beobach-
tend, von ihm aber nicht angegriffen.
Am 28. kam der Befehl zum Marsche nach Verona,
mittelst Nachtmarsch vom 26. auf deu 29. Juni. — Die Bri-
gade General-Major Hoditz hatte hiebei die Arrieregarde zu
bilden und den allenfalls nachdringenden Gegner autzuhalteu ;
um 11 Uhr Nachts waren die äussersteu Vortruppeu bei Bor-
ghetto zurückgeuouimen, die hierzu vorgerichtete Brücke bei
Valeggio über höhereu Auftrag abgebrannt uud wurde der
Rückmarsch vom Feinde unbelästigt angetreten, bis vor Ve-
rona fortgesetzt, woselbst das 1. Armee-Corps ein Bivouac vor
Porta Cateua bezog.
Ein,l ^'.7« in Mit I. Juli wurde die Brigade Generalmajor Graf Ho-
^^""^'ditz aus Anlass der anbefohlenen Auflösung des 1. und 2.
*) Die Vorinisstcn sind zum «nissten Theilc unter die Todten
zu zählen.
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Armee-Corps, dem 8. Corps zugetheilt, welches unter dem
Commaudo des Feldmarschall-LienteDant Ritter von Benedek
stand; die Brigade Generalmajor Köditz trat beim 8.
Corps iu die Division des Feldmarschall-Lieutenant Laug.
Im Corps -Verbände marscbirte das Regiment iu der
Nacht vorn I. auf den 2. Juli in ein Lager bei S. Pietro In-
cariauo, woselbst das Corps eine gedeckte, einen allenfallsigen
Ktsch-Uebergang des Gegners beobachtende Stellung einnahm,
in der es, ohne angegriffen worden zu sein, 3 Tage blieb,
um dann wieder in das frühere Lager vor Porta Catena bei
Verona einzurücken. Indessen hatte die verbündete Armee
unter Napoleon deu Miucio iu den ersten Tagen des Juli
überschritten, nahm eine Aufstellung mit dem linken Flügel
hei Ca-stelnuovo im Hügellande, mit der Freut hinter dem
Tione-ßache bei Oliosi und Santa Lucia del Tioue, mit dem
rechten Flügel bei Valeggio, um die in Augriff genommene
Belagerung von Peschiera zu deckeu.
Am :*). Juli schon endigten die kriegerischen Bewegungen ; w.ff, n ..iu.«««i.
ein intimer und häutiger Verkehr mit dem Feinde deutete auf
baldige Einstellung der Feindseligkeiten ; man sah französische
Generale, auch den Prinzen Napoleon, in Verona ein- und
ausfahren, uud kam bereits am 7. Juli eiu Waffenstillstauds-
Vertrag zum Abschlüsse.
Das Regiment rückte hierauf am 8. an die Demarcations- l j^£ f ' T r ™™
liuie in die Cantoniruugs-Stationen Castel d'Azzano und Cou-
currenz; woselbst mit dem Armeebefehl Nr. 41 der Friedens-
sehluss zu Villafranca am 12. Juli 18;")!* bekannt gemacht
wurde.
Der Feldzug war somit beendet.
- Atixclchnnngea.
Theils unmittelbar nach Einstellung der Feindselig-
keiten, theils in Folge späterer That-Anzeigen kamen dem Regi-
ment« an Auszeichnungen zu:
Vier Orden der eisernen Krone 3. Classe und
zwar für : Oberst von 0 s m 6 1 s k y, Major Eduard von
Udvarnoky. Hauptmann Carl Falk und Josef Korren.
Dreizehn Militär- Verdien st- Kreuze uud zwar für:
Oberstlieutenant Johann Vagyon, Major Josef von
M e d e r e r und F e r d i n a u d B a u e r ; Hauptmann J o-
hanu von Mihälik, Carl Graf Cerrini, Franz Ores-
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k o v i t s ; Oberlieutenant C a r I L a s s w i t z, L n d w i g v. T u r e k ;
Lieutenant Anton von Walter, Josef Seeling, Max
Strascbiripka, AI hin Fuchs, und Moriz Heller
Sechs Offentlicht' Belobungen für Officiere und zwar:
Hauptmann Franz Oreskovits uud Ladislaus Lutzeu-
bacher; Oberlieutenant J ose f Gott mann. Josef Par-
tlieg) i, Emil Täuffer und der beim Generalstabe zugetheilte
Oberlieutenant Radivoj Medakov its.
Ferner :
2 goldene und 27 silberne Tapferkeits-Medaillen 1., dann
52 silberne Tapferkeits-Medaillen 2. Classe, für hervorragende
Thaten der Mannschaft.
Der abgelaufene Feldzug war ein unglücklicher in jeder
Beziehung; er kostete dem Vaterland« die Lombard ie, eine
seiner herrlichsten Provinzen, an welche die österreichische
Armee die schönsten friedlichen und kriegerischen Erinnerungen
knüpft. Der Friede wurde geschlossen aus politischen Rück-
sichten, denn die Armee war zwar besiegt, doch nicht gebeugt:
mächtiger als je stand sie an der Etsch zwischen den drohenden
Bollwerken des selbstgesehaftenen Festungs-Vierecks; Kampfes-
muth und Todesfreudigkeit beseelte ihre Reihen, die noch
gesteigert wurden durch den finsteren Trotz des Besiegten und
deu Wunsch, den Tod so vieler Kameraden zu rächen, die
selbst mit Aufopferung ihres Lebens das Verhängniss der
Niederlage nicht hatten abwenden können.
Doch es durfte, es sollte nicht sein; dieselbe Armee, die
gewohnt war. auf den italienischen Schlachtfeldern der Neu-
zeit nur Siege zu erkämpfen, musste besiegt heimkehren, und
ihr einziger Trost blieb in ihrem Unglücke das Bewnsstsein
treu erfüllter Pflicht, und die Anerkennung des kaiserlichen
Kriegsherrn, die sich in folgendem Armeebefehle am 29. Juni
1859 aussprach:
„Die namhaften Verluste der Armee, insbesondere
au (Meieren, liefern mir einen Beweis, mit welcher aus-
gezeichneten Tapferkeit und bewunderungswürdigen Auf-
opferung Meine braven Truppen bei jeder Gelegenheit ge-
fochten haben."
„Ich erkenne dieses dankbar an; das Bewnsstsein
eine so tapfere Armee zu besitzen, erfüllt mich mit Stolz,
und ich werde die Verdienste zu belohnen wissen."
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289
„Noch stehen der Armee weitere Kämpfe bevor,
aber ich baue auf ihre Ausdauer, und bin überzeugt, dass
sie im Glück und Unglück gleich, ihre Tapferkeit fortan
bewähren wird."
.Meine hier ausgesprochene Anerkennung der Lei-
stungen der Armee, Meine Zuversicht, die ich auch für
die Zukunft in dieselbe setze, ist den Truppen in einem
Tagsbefehl zu publiciren und der Mannschaft in der
Muttersprache zu erklären".
Franz Josef.
Nach geschlossenem Frieden blieb das Regiment in seinen
Cantonirungs-Statiouen bei Castell d'Azzano, wo es sich durch
Heranziehung der juugen Manuschaft vom Depot- Bataillon auf
dem KriegssUinde erhielt, indessen über höhere Anordnung
die Reservisten in ihre Heimat entlassen wurden.
Seinem tapferen Obersten Regiments-Commandanten von
Osmolski, der seinen ehrenvoll erhaltenen Wunden erlegen
war. liess das Regiment auf dem Friedhofe zu Graz ein Denk-
mal setzen.
Im Monate August erfolgte der Wechsel der Cantoni- ""i^Z,?"
ruugsstationen als Uebergang zu friedlichen Verhältnissen. 1M ' J
Das Corps- und Divisions -Commando gelangten nach
Padua; der Brigade-, der Regiments- und 3. Bataillonsstab
nach Crespano, das Grenadier-Bataillon nach Padorno, das 1.
Bataillon nach Asolo, das 2. nach One*.
Mit Ende des Monats wurde der Regimentsstab mit 4
C'ompagnien des 3. Bataillons nach Padua verlegt.
Während das Regiment vollends, wenn auch successive
in die stabilen Garnisonen nach und um Padua einrückte,
marschirte das 5. Bataillon aus Essegg in die Ergänzungs-
Bezirksstation Gross-Kanizsa, wo es nach dem Eintreffen auf-
gelöst wurde.
Später traf das Schicksal der Auflösung auch das Gre-
nadier-Bataillon, während sich alle Compagnien der ersten 3
Feld-Bataillone auf den Stand von 120 Gemeinen reduciren
mussten.
Oberstlieutenant Daniel von Vass. der seit der Ver- <*»*l'ff* m " t
Panlr] \ a*N von
«Hindling des Obersten Osmolski das Regiments-CommandoR^i.u^uV 1 !;,
ad Interim führte, wurde nach dem Tode des letzteren zum
Commandanteu des Regiments definitiv eruannt.
OMcfalrht« J« 48. Linien Inf. «»jrt.. 19
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290
Verluste des Regimentes im Feldzuge 1859 in Italien.
Uffleiere. Mannuohjfl.
In Bergamo. 7. Jani 1859
Gefangen . — 19
Vermisst — 3
Zusammen . - 22
Gefeeht bei Sertate. 8. Juni 1869.
Verwundet — 16
Gefangen . . . • — 15
Vermisst — 3_
Zusammen . — 34
Gefecht bei Taltezze. 8 Jon! 1859.
Gefangen 1 44
Als Bedeckung eines Transportes. 9. Juni 1859.
Gefangen ... — 3
Zusammen ~~ 47
Schlacht bei Solferino. 24. Juni 1859.
Todt 4 62
Verwundet 22 347
Gefangen und grüsstentheils verwundet ... 6 235
Vermisst 161
Zusammen . 32 805
Gesaramt-Yerlust des Regimentes im Feldzuge
1859 in Italien 33 908
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1860.
Um eine bessere Ausnutzung der Ergänzungs-Bezirke und ""'"^J^*^"
vermehrte Cadres der Infanterie für deu Krieg zu erzielen, >«"
wurde mit Beginn des Jahres 1860 beschlossen, die 62 In-
fanterie-Regimenter auf 80 zu vermehren. Nach den diesfalls
getroffenen Anordnungen hatte das Regiment Erzherzog E rn st
Nr. 48 das 2. und 3. Bataillon an das Infanterie-Regiment
Erzherzog AI brecht Nr. 44 abzugeben, und erhielt dafür das
3. Bataillon vom Regimente Erzherzog Franz Carl Nr. 52
als 2. Bataillon, während das zu Gross-Kanizsa stehende eigene
4. nunmehr das 3. Feld-Bataillon des Regiments wurde.
Am 2. Februar waren die zu übergebenden 2 Bataillone
des Regiments unter dem Regiments-Commandanten, Oberst-
lieutenant Daniel von Vass, auf dem Prato della valle iu
Padua ausgerückt, und wurden dort unter Tntervenirung des
Brigadiers General-Major von Brehm durch Oberst Keim
von Erzherzog Alb recht - Infanterie Nr. 44, dann vom Oberst-
lieutenant Frubin und Major Gyurits als Bataillons-Com-
mandanteu übernommen. — Mit diesem Acte vollzog sich ein
schmerzlicher Scheidungs-Process, der durch eine Reihe von
Jahren sorgfältig gepflegte Bande inniger Wechselbeziehungen
und hochgehaltener Kameradschaft zerriss.
Neue Ordr* 4«
Ende April genehmigte Se. Majestät der Kaiser eine
neue Ordre de Bataille, und wurde dadurch das 8. Corps-
Hauptquartier, der Divisions- und Brigade-Stab nach Venedig,
der Rt'giments-Stab von Erzherzog Ernst mit dem 1. Batail-
lon nach Mira und Coucurrenz und das 2. Bataillon nach
Ponte di Breuta und Noveuta translocirt.
19*
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292
H \^ , !;!:;„'r^n,^,'i ,,K mtPU zwti ' Bataillone des Regiments setzten sich
im Monate September auf den Stand von 150 Gemeinen pr.
Compagnie mit vollen Kriegs-Chargeu, und rückten zur 14tä-
gigen Brigade-Concentrirung uach Monselice und Coneurrenz.
Nach Beendigung der grösseren Uebuugen kam der Regi-
mentsstab und das 2. Bataillon nach Mira und Umgebung
das 1. Bataillon nach Venedig in Garnison,
si.ndr. Kru<i,j,,,« Die Compagnien der beiden Flügel-Divisionen des 3. Be-
ocuiw im«, tail Ions wurden gleich jenen des 1. und 2. Bataillons auf den
Stand von 150 Mann pr. Compagnie mit vollen Kriegs-Chargeu
gebracht und traf das so verstärkte 3. Bataillon mit Aus-
nahme der Mittel-Division, welche in Gross-Kanizsa verblieb,
zur definitiven Vereinigung mit dem Feldregimente Ende
October in Mestre ein.
KrrirMunic d,r Behufs Abrichtunk' der Rekruten der letzten Stellung
l)r|.'.l IHvl.lon.
Mtrn Ii
I. ]Utiull»n*
Mir, norf
wurden Depot-Divisionen mit Chargen nach dem Friedens-
staude, dann je 20 älteren Gemeinen und 80 Rekruten pr.
Compagnie in den Krgänziings-Bezirkeu neu errichtet; ferner
wurde im October die Mittel-Division des 3. Bataillons mit
Kriegs-Chargen und 30 älteren Gemeinen, dann 120 Rekruten
J «^ rh per Compagnie versehen. Das 1. Bataillon rückte im Novom-
; vn ber vou Venedig in die Rcgimeuts-Dislocation nach Mira und
Coneurrenz; während die Mittel-Division des 3. Bataillons
unter Commando des Hauptmanns Franz M a 1 1 a u o v i c h von
Gross-Kanizsa nach Teltseh in Mähreu abmai-schirte
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18(51.
In Folge der in Ungarn herrschenden politischen Giihrung
hatte die Regierung beschlossen, die ungarischen Regimenter
in die eisleithanischen Provinzen zu verlegen. K.br««i»i.
Dieser Beschluss hatte auch den Abmarsch der Depot-
Division von Gross-Kauizsa nach Tyrol zur Folge, wo dieselbe
Anfangs März in Schwaz, als ihrem ueuen'Garnisonsortc eintraf.
Durch den ebenso unerwarteten, als schmerzlichen Ver- kt
lust, welchen das Regiment durch den plötzlichen Tod des m - h*"
hochverehrten und geliebten Obersten Daniel Vass von
Diod-Värallya erlitt, wurde das Reginients-Comuiaudo erledigt
und am 26. März dem Oberstlieutenant Ferdinand Bauer
des 62. Infanterie-Regimentes, der früher schon den Feldzng
18Ö0 im 4*. Infanterie-Regimente als Major uud Grenadier-
Bataillons-Commandaut mitgemacht hatte, verliehen.
In Folge einer Veränderung in der Ordre de bataille v "* ndt '-" 11 0r<,r *
trat das Regiment in das vom F. M. L. Philipp Graf Stadion 1 «*»•
commandirte ö. Armee-Corps, Brigade G. M. Kirchbach und
wurde nach Verona translocirt: bald nach dem Einrücken da-
selbst wurde jedoch wegen Mangel an Unterkünften das 1. Ba-
taillon nach Alpo, Custell d'Azzano und DosBObnoitO detachirt.
Die unsicheren Beziehungen zu Italien, die dort herr-
schende grosse Aufregung im Vereine mit dem Drängen und
Drohen der Actionspartei. von welcher mindestens Putsch-Ver-
suche uud partielle Einfälle ununterbrochen in Aussicht gestellt
wurden, Hessen schon im Jahre 1860 au den Ausbruch von
Feindseligkeiten glauben : so dass die. österreichische Armee in
Italieu in einer Art permanenter Kriegs-Bereitschaft sich befand.
Das Armee-Commando musste die Eventualität eines
plötzlichen aggressiven Vorgehens der italienischen Regierung
im Auge behalten und bei der Unterbringung seiner Truppen
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204
darauf Bedacht nehmen, <li«-s*'lbt»ii rasch zur Hand zu haben,
wesshalb t'iin' Zusammenschiebung derselben gegen Wösten
stattfand, als die Kriegsgefahr wuchs. Aus diesem Aulasse
erfolgte auch die Verlegung des Regiments-Stabes und 2. Ba-
taillons mit Hinterlassung der grossen Bagagen in Verona,
nach Sommacampagna noch im April. Die Mittel-Division des
3. Bataillons traf zu gleicher Zeit aus Teltsch in Mestre ein.
Im Monate April erfolgte auch noch die Verlegung der
Depot-Division von Schwaz nach Innsbruck.
Wie im Jahre 1860 mit Beginn des Sommers eine
nüchterne Stimmung die kriegerischen Vclleitäten verscheucht
hatte, so kehrte auch in diesem Jahre im Heerlager der ita-
lienischen National-I'artei bald eine besonnenere Auffassung ein,
wozu wohl hauptsächlich die italienische Finanz-Misere und die
unvollendete Armee -Organisation beigetragen haben mochte;
dieser Sachlage entsprechend kehrten die österreichischen
Truppen alsbald in ihre stabilen Garnisonen und zu den ge-
wohnten Friedensübungen zurück.
Im Juni bezog das Regiment Erzherzog Ernst den
Cantonirungs-Rayon um Rivoli, behufs Vornahme von grösseren
Waffen ubungen ; der Brigade-Stab kam nach l'esina, der Re-
gimentsstab mit dem 1. Bataillon nach Affi und Umgebung.
M.r.efc..<h das 2. Bataillon nach Rivoli und Concurrenz zu liegen. Nach
s "Zu,^J^' u Beendigung der Brigade-Uebungen marschirte das Regiment
ottohw mu, Anfangs Juli uach Verona; Ende October war jedoch eine neue
Dislocations-Aenderung befohlen und ging der Regimentsstab
mit dem 1. Bataillon nach Isola della Scala uud Concurrenz,
das 2. Bataillon nach Bovolone und Umgebung.
btMrimv*« Mit 1. November wurde die Depot-Division aufgelassen
4. Bataillon* »Uli *
'"p** m *- und das 4. Bataillon in Innsbruck unter Commando des Haupt-
mann Franz Mattanovich, mit einem Stande von 100
Gemeinen per Compagnie neu aufgestellt. Die Zusammenstellung
erfolgte durch Beibehaltung der Depot-Division, als 10. uud 20.
Compagnie und neue Aufstellung der 21., 22., 23. und 24.
Compagnie durch Standesherabsetzung des Feld -Regiments und
Zuweisung von Chargen. Im Ergänzungsbezirke blieb aus dem
Stande des 4. Bataillons nur ein Dctachemeut. Die Feldcom-
pagnieu wurden von 180 auf 120 Gemeine vermindert.
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1862-1865
Seine Majestät inspicirte die Armee in Italien und traf Au .^"™ tl d n ' g Tnr
am 2. Jänner Morgens in Verona ein; zu der dort statt-** m $SS2. 4m '
findenden Parade- Ausrückung wurde eiie Deputation des Re- * • J * nn,r , « a -
gimentes, bestehend aus Ofticieren und Mannschaft beige-
zogen.*)
Der Regiments-Commandant Oberstlieutenant Ferdinand
Bauer wurde im März zum Obersten befördert. wSTS«.
Am 17. Mai fand die Fahnenweihe des 1. Bataillons inr^ »« »^«««
Isola della Scala statt. Der Corps-Commandant F. M. L. Graf m., i*w
Stadion, Brigadier G. M. Kirchbach, nebst vielen Ofticieren
als Repräsentanten der verschiedeneu im Corps - Verbände
stehenden Truppen beehrten mit ihrer Gegenwart diese Feier.
Die hier geweihte, weisse Leibfahne wurde über Aller-
höchste Bewilligung mit jenem Fahnenbande geschmückt,
welches Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth im Jahre 1854,
dem 1859 aufgelösten Grenadier - Bataillon verliehen hatte;
als die Bataillons - Fahnen abgeschafft wurden , erwählte
*) Diese Parade ist durch die vor den versammelten Ofticieren und
Truppen gehaltene zündende Ansprache des F. Z. M. Benedek, in
welcher der Armee-Commandant die Liebe, Treue und Hingebung der
Armee an Kaiser und Vaterland in kernigen Worten Ausdruck gab,
und durch die stürmischen und begeisterten Beifallsbezeigungen der
Officiere und Mannschaften zu einer grossartigen politischen Demon-
stration geworden, die nicht verfehlt hat, bei den Chauvins jenseits der
Grenze einen tiefen Eindruck hervorzubringen, — sowie anderseits Se-
Majestät tief gerührt war von dem begeisterten Empfange, den die treuen
Hüter des Landes und des Thrones hier unverhofft bereitet hatten.
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296
Mmt »i I* narb
man diese Leibfahne zur Fahne des Regimentes, und ist diese
das Panier, das bei feierlichen Anlässen heute noch seinen
tapferen Söhnen vorangetragen wird.
Im Anfango des Monats Juni marschirte das Regiment
J ""' mit beiden Bataillonen nach Verona , das 3. Batailion am
1. August von Mestre nach Venedig,
ig««» de. Im November wurde das 4. Bataillon mittelst Eisenbahn
«. Ilotaill n. nach
von Iu,lsDrui * in die Ergänzungsbezirksstation Gross-Kanizsa
befördert, und dort dem Commando des Majors Johann
Roseuzweig unterstellt.
s Brilon to„ Am 1. Mai 1863 wechselte das 3 Bataillon seine
Vrntdlft nach
, ( m!!mw. ^fo nun innegehabte Dislocation, indem es von Mestre nach
Chioggia abmarschirte.
o.rni.o 0 . Das Regiment wurde vom L. Juli an, während der vom
jm'ZTI?«« ^' ^ or P s abzuhaltenden dreimonatlichen grösseren Waffen-
,8M Übungen auf 2 Monate zur Garnisons - Dienstleistung nach
Peschiera commandirt, das 3. Bataillon jedoch am 1. August
von Chioggia nach Venedig zurückbeordert.
e uSSSSSUr Behufs grösserer WafTenübungeu bei Rivoli, coueeiitrirte
i. Jürl i»«. sicn das Regiment am 1. September in Capriuo und bezog
in der Hälfte des Monats ein Zeltlager bei la Presa, welches
aber wegen der äusserst regnerischen Witterung noch vor
Ablauf der Uebungszeit aufgegeben werden musste.
Am 27. September ruckte das Regiment wieder in
Verona ein.
Aus Sparsamkeits-Rücksichten wurden im Herbste 1863
eingreifende Reductionen anbefohlen, und auch ein Theil der
Truppen aus dem Rayon der Silber-Wahrung im Vonetianischen
in die andern Provinzen entsendet,
M.r.rh de. im Anfange des Monats October setzte sich auch das
S. IlataJUom nach °
3. Bataillon des Regimentes behufs Standesherabsetzung, mit
der ursprünglichen Bestimmung nach Csakathurn, von Venedig
in Marsch: wurde aber schon zu Ende October nach Zala-
Egerszeg verlegt und auf 20 Gemeine per Compaguie, wie schon
vorher beim 4. Bataillon geschehen, reducirt.
M.r».n d«. Der Abmarsch einiger der in Wien stationirt gewesenen
wim. Infanterie-Regimenter nach Schleswig-Holstein, machte einen
Ersatz dieses Abganges nothwendig, und wurde die Garnison
Wiens durch 8 dritte Bataillone verstärkt. - Unter die hiefür
bestimmten Truppen, traf auch das 3. Bataillon Erzh. Ernst
(»aluithnrn.
Ot«„b«r 1SM.
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297
diese Commandirung und ging dasselbe von Zala-Egerszeg »•«
mittelst Fussmarseh nach Gross-Kanizsa, und von dort mittelst
Eisenbahn nach Wien.
In der Ueumai kt-Caserne untergebracht, wurde dasselbe
der Brigade G. M Reznifek — später in jene des G. M.
Gaissl er eingetheilt.
In diesen Verhältnissen blieb das Bataillon bis Ende
November 18(54, zu welcher Zeit es nach Verona abrückte,
um sich dort mit dem Regiment« zu vereinigen
Das Regiment lag während der Jahre 18<>4 und 1865 in
Verona in Garnison, befand sich in vollkommen normalen
Friedens-Verhältnissen und siud nur folgende besondere Vor-
kommnisse zu verzeichnen. »t.«.dr. R«ju«in n
Im Ortober 18(34 wurde die Herabsetzung des Standes
bei den Feld-Bataillonen auf 91 Köpfe per Compagnie ange-
ordnet. Fort.h««Uiingrn.
Mit Eintritt des Winters übernahm das Regiment einen ' l, ' l "" hir IV * 4
Theil der Forts-Besatzungen in Verona am linkeu Ufer u. z.,
die 5. und 6. Compagnie besetzte die Chiusa- Veueta und rückte
hiezu nach Ceraino ab; die L, 2., 3. und 4. Compagnie be-
zogen diw Castel S. Pietro; die 7. und 12. das Fort Sofia. -
Die 8., 9. und 10. Compagnie wurden in der S. Francesco-
Kaserne, die 11. und 18. in der Tanara-, die 13., 14., 15., 16.
und 17. Compagnie iu der Allegri-Kaserne bequartirt.
Am 15. März 18ü5 wurde das 1. Bataillon mit dem
Stabe, dann der 3. und 4. Compagnie nach S. Bonifacio; die
1., 2., 5. und 0. Compagnie nach Soave verlegt; zu den
Hebungen im September jedoch wieder nach Verona gezogen.
Das 2. Bataillon wurde am G. December nach Revere, wÄSffaJT'
I, RaUtlI<>o»
«. 1>. , <-nihrr ltÄS.
Ostiglia und Sermide detachirt.
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1866.
Im Feldzuge in Italien.
Der von Oesterreich mit Preussen geraeinsch aftlich unter
nommene Kriegszug gegen Dänemark, der im Jahre 1864
Schleswig-Holstein und Lauenburg der dänischen Oberhoheit
entriss, lieferte in diesen drei Provinzen den beiden Gross -
mächten eine Eroberuug in die Hände, welche nebst der alten
Rivalität, wegen der Führung und Prädominirung in Deutschland,
zum neuen Zankapfel zwischen den beiden Nebenbuhlern wer-
den sollte.
Preussen lieg? nach lange und geschickt verhehlter Ab-
sicht endlich seineu Ehrgeiz und seine Vergrösseruugslust
durchblicken, und wünschte Oesterreich, wie es betreffs Lauen-
burgs bereits geschehen war, das Mitbesitzorrecht in Schleswig-
Holstein abzukaufen, und dieses Land dem preussischen Staate
einzuverleiben.
Oesterreich, eifersüchtig auf einen solchen Machtzuwachs
seines Rivalen, verlangte dafür Compensirung mit einem Theile
Schlesien^, wollte von einem Verkauf oder Verzicht auf seine
Rechte Nichts hören, und schon stieg das Gespenst des Bruder-
krieges am fernen Horizonte herauf.
Der Gasteiuer -Vertrag, der Schleswig unter preussische
(General M an teuf fei) und Holstein uuter österreichische
(Feldmarschall-Lieutenant G a b 1 e n z) Verwaltung stellte, konnte
nur als Auskunftsmittel für Zeitgewiun betrachtet werden, denn
er löste die schwebende Frage in keiner Weise.
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Anscheinend nachgiebig, verfolgte Preussen seine Ab-
sichten im Geheimen mit um so grösserer Energie; es galt die
Erwerbung Schleswig-Holstein*« um jeden Preis durchzusetzen,
und da man allen Grund hatte Österreichs zahlreiche Armee,
deren glänzende Tapferkeit man in der abgelaufenen Waffen-
brüderschaft neuerdings bewundern gelernt hatte, zu fürchten,
auch einen Verbündeten zu finden, der mächtig genug und
geneigt war, Oesterreich auf seiner Seil« zu beschäftigen und
möglichst viele seiner Kräfte zu binden, um so der preus-
sischen Armee den Kampf zu erleichtern.
Die seit dem Verluste der Lombardie. zwischen Oester-
reich und Italien bestehende Spannung, gaben der preussischen
Regierung die erwünschteste Handhabe zur Ausführung ihrer
eigeneu Pläne, wie andererseits die italienischen Diplomaten
in den preussischen Allianz- Vorschlägen das willkommenste
Mittel sahen, ihre Absichten auf das Venetianische, ohne Ver-
bindlichkeit gegen Frankreich, dem man schon die Lombardie
zu verdanken hatte, zu verwirklichen.
So fand sich Oesterreich, das sich durch die preussischen
Friedensversicherungen bis zum letzten Momente täuschen
liess, plötzlich zwei Gegnern gegenüber, gegen deren verderb-
liche Anschläge es allein den Kampf aufnehmen musste.
Die deutschen Bundesmächte hatten erklärt, dass sie
keinen Friedensbruch dulden, und sich einmüthig gegen jenen
Theil erklären würden, der gegen die Bundes-Akte, durch
Gewalt-Anweudung sich selbst sein Recht verschaffen wollte ;
keine der beiden deutschen Vormächte mochte jedoch der
Unterstützung der Mittelstaaten entrathen, und es entstand
daher ein endloser Streit über die Priorität der Rüstungen,
welche beiderseits betrieben wurden. Obwohl Preussen vor
aller Welt als Störefried erschien, weil es das bestehende
Rechtsverhältniss zu seinen Gunsten zu ändern beabsichtigte,
trachtete es doch, das Odium des politischen Angriffes auf
Oesterreich zu wälzen.
Diess war der Grund, warum die österreichische Regierung
mit Inwerksetzung jener Massregeln zögerte, welche allein die
Integrität des Staates, die Ruhe und Sicherheit der Bewohner
zu gewährleisten vermochten.
Man musste sich Anfangs auf Vorbereitungen beschränken,
welche in Truppen-Di slocationen, Completirung des Mannschafts-
300
iwo. Kriegsstandes bei der Feld-Artillerie, Aufstellung der Cadres
bei den Fuhrwesens-Abtlieilungen, Beginn des Pferde-Einkaufes
u. dgl. bestanden : erst als die Rüstungen der beiden Gegner
bis zu einem ernstlich drohenden Umfange gediehen waren,
wurde am 21. April zur Mobilisirung der Südarmee und
am 25. April zu jeuer der Nordarmee geschritten. Selbst
diese erstreckte sieb bloa auf die Completiruug des Kriegs-
standes au Mannschaft und Pferden; erst am 7 Mai erfolgte
der Befehl, auch an Officieren deu vorgeschriebenen Kriegs-
stand anzunehmen, und wurde au demselben Tage die Auf-
stellung eines ö. (Depot-) Bataillons bei jedem der 80 Infan-
terie-Regimenter durch Errichtung einer 2. Depot- Division,
lerners bei sämmtlichen Jäger- Bataillons die Errichtung von
Depot- Divisionen aus den bisherigen Depot -Compagnien an-
geordnet.
M.r«* jJoch unter friedlichen Verhältnissen hatte das Regiment
Aur...» A,.ru. Erzherzog Ernst Anfaugs April 18Gti einen Dislocatious-
Wechsel vollzogen. Es war aus dem 5. in das 7. Armee-Corps
übersetzt worden, hatte seine Eiutheiluug in die Brigade
Generalmajor Baron S codi et, und Rovigo nebst Concurrenz,
als Garnison zugewiesen erhalten.
Der Marsch dahin geschah in folgender Weise: Regi-
montsstab uud 3. Bataillon von Verona am 7. April nach
Bovoloue, am 8. nach Legnago, am 'J. nach Badia, am 11.
nach Rovigo, sodann das 3. Bataillon am 12. nach Adria.
Das 2. Bataillon von Revere, Ostiglia uud Sermide am
8. April nach Massa, am 9. nach Lendinara, am 10. nach
Rovigo.
Das 1. Bataillon von Verona am 8. April nach S. Boni-
facio, am 9. nach Montagnana, am 10. nach Este, am 12.
nach Rovigo und am 13. mit dem Bataillonsstabe, der 4., 5.
und 6. Couipaguie nach Crespino, mit der 1., 2. und 3. Com-
pagnie nach Polesella.
Der bisherige Commandant des 7. Armee -Corps Feld-
marschall - Lieutenant R i 1 1 e r v o n S c h m e r 1 i n g wurde
kfaukheitsbalber in Disponibilität versetzt, und au seine Stelle
Feldmarschall - Lieutenant Freiherr von Mar 0 i c i c zum
Corps - Commandanten ernannt.
Am 4. Mai erhielt aus Anlas* der Versetzung der Armee
auf den Kriegsstand, der Regimenb-Couimandant Oberst Fer-
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301
diu und Bauer die Ernennung zun» Truppen-Brigadier beim i*»
5. Armee-Corps
Das Regiments-Commando ühernahm ad interna zuerst
Major Coustantiu H ahereck er, dann am !». Mai Major
Johann Rosen zweig, bis mit Allerhöchster EntSchliessung
vom 11. Mai Oberstlieutenant Maximilian Fischer, vom lu-
fanterie-Kcgimeute Nr. 2<5 eingetheilt, zum detinitiveu Rcgi-
ments-Commaudauten ernannt wurde und das Commando am
24. Mai in Rovigo übernahm
Am 7. Mai traf das zur Festungsbesatzung in Verona «b« n tiir..i« a »i
Mmlmtlian Ki.ct,. r
bestimmte 4. Bataillon von Kanizsa dort ein; am 13. wurde K, ^; i , i ;;" Jl
mit Aufstellung des o. Bataillons durch Formirung einer zwei-
ten Depot-Division in Gross-Kanizsa begounen.
Die Ergäuzuugs-Trausporte zur Completirung des Regi-
ments auf den Kriegsstaud trafen zwischen 0. und 27. Mai
in Venetien ein, mit denen sofort die Wallenübungen und
Uebuugsmärsehe in der Polesine begannen.
Die inzwischen stetig wachsende Ansammlung italieni-
scher Truppen bei Bologna, Ferrum und am unteren Po hatte
eine Verschärfung des üronzbewachuugs-Dieustes zur not-
wendigen Folge, uud um das mit diesem Dienste zwischen Po-
lesella uud Crespino betraute eigene 1. Bataillon im Falle eines
uuvermuthetcn feindlichen Angriffes leichter unterstützen zu
können, wurde am 7. Mai das 2. Bataillon aus Kovigo näher
au den Po verlegt u. z. kam die 4. Division nach Appoliuare,
die ;">. nebst dem Regiments- uud 2 Bataillous-Stabe nach
Poutecchio, die 0. Division nach Borsea.
Am fr M ai wurde Se. kaiserliche Hoheit der Feldmar- s*. k*i>. hoimii
schall Erzherzog Albrecht zum Commandireudeu der Süd-Ai^xir^mim....
• m •). M.i da.
Armee und deren bisheriger Commandaut, Feldzeugmeister ' 'saTÄ™« 1 "
Ritter von Benedek, zum Commandireudeu der Nord-Armee
ernannt.
Nachdem mittlerweile Preussen — aller entgegenkom-
menden Schritte Oesterreichs ungeachtet auf der Durch-
setzung seiues Willens beharrte, sah sich endlich die öster-
reichische Regierung in der Bundestag-Sitzung zu Frankfurt
am 1. Juni zu der Erklärung genöthigt, ,,dass dieselbe ihre Be-
mühungen, einen definitiven, bundesgemässen Abschluss der
Herzogthümer-Frage durch ein Einverstäudniss mit Preussen
vorzubereiten, für jetzt als vereitelt betrachte, und dass sie
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iu dieser deutschen Angelegenheit alles Weitere den Erschlies-
sungen des Bundes anheimstelle, welchen von Seite Oester-
reichs die bereitwilligste Anerkennung gesichert sei. u
Gleichzeitig wurde dem k. k. Statthalter in Holstein,
Feldmarschall-Lieutenant Freiherru von Gab lenz, die Voll-
macht zur Einberufung der Holstein 'sehen Stände ertheilt,
damit diese gesetzliche Vertretung nicht länger der Gelegen-
heit entbehre, ihre Ansichten auszusprechen.
Freiherr von Gablenz erliess am 5. Juni das Patent,
welches die Stände für den 11. Juni nach Itzehoe einberief. —
Hierauf wurde er vom General Manteuffel, dem preussi-
schen Statthalter in Schleswig, am 6. Juni verständigt, dass
sich dieser in Folge Befehls seiner Regierung zum Einrücken
in Holstein gezwungen sehe, um durch Besetzung der, nicht
von österreichischen Truppen occupirten Theile des Landes
die Rechte zu wahren, die durch die Einberufung der Hol-
stein'schen Stände verletzt worden wären.
Die österreichische Brigade, welche viel zu schwach war,
um sich den preussischen Colonnen mit Gewalt zu wider-
setzen, und welche von Wien aus Befehl hatte, sich, im Falle
die Preussen Miene machten, Gewalt zu gebrauchen, über die
Elbe zurückzuziehen, wurde um Altona concentrirt.
Am 11. Juni widersetzte sich General Manteuffel
dem Zusammentritte der Stäudeversammluug in Itzehoe uud
Hess den kaiserlichen Commissär, Regieruugsrath Lesse r.
verhaften. — Am Abende dieses Tages hatte die Vorhut der
preussischen Truppen bereits Relling bei Eiderstädt erreicht, —
für den folgenden Tag hatte General Manteuffel seinen
Einmarsch in Altona angekündigt.
Die österreichische Brigade übersetzte nun in der Nacht
zum 12. die Elbe, wobei Feldmarschall-Lieutenant Freiherr
von Gablenz dem preussischen Commaudanten durch einen
Ofticier die Erklärung abgeben liess, „dass er von der in
Aussicht gestellten Anwendung der Gewalt Act nehme, mit
seinen Truppen ihr entgegenzutreten nicht die Macht habe
und daher den Boden der Herzogtümer verlasse.' 4
Am 15. Juni richtete die preussische Regierung au die
Regierungen von Hannover, Kurhessen und Sachsen die Auf-
forderung znm Abschlüsse eines Bündnisses mit Preussen unter
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Bedingungen, welche diese Staaten als mit ihrer Souveräni-
tät unvereinbar betrachten mussten.
Da demnach die Antwort auf diese Anträge ablehnend
ausfiel, so erklärte Preussen noch am Abende des 15. an die
genannton Staaten deu Krieg und überschritt sofort mit seinen
Truppen deren Grenzen.
Mit der Kriegserklärung an Oesterreich zögerte Preus-
sen noch; doch war dieselbe täglich zu erwarten.
Seit 10. Juni war die Augmentirung und feldmässige
Ausrüstung der österreichischen Süd- Armee beendet; es war
auch die höchste Zeit, denn schon bestätigten übereinstim-
mende, im Hauptquartier zu Verona eingelaufene Nachrichten,
dass die italienische Armee, mit ihren Kriegsrüstungen eben-
falls fertig, bereits in der Vorrückung gegen den Po und
Mincio begriffen sei. — Die Operationstruppen der Süd-Armee
bestanden aus dem:
5. Armee-Corps unter General der Cavallerie Fürst Friedrich
Liechtenstein (später nach dessen schwe-
rer Erkrankung unter General-Major R o d i c h),
7. ., „ unter Feldmarscball-Lieutenant Freiherr von
Maroiöic,
9. .. „ unter Feldmarschall-Lieutenant Freiherr von
Härtung;
ferner aus einer Infanterie-Reserve-Division unter General-
Major von Rupprecht und einer Ca vallerie-Reserve- Brigade
unter Oberst Pull.
Der streitbare Stand dieser Truppen betrug im Ganzen
71.800 Mann mit 3400 Reitern und 108 Geschützen.
Ausserdem befand sich zur Sicherung der Verbindung
mit dem Innern der Monarchie und zur Niederhaltung etwai-
ger insurrectioneller Versuche eine mobile Streilbrigade,
6G00 Mann stark, unter Oberst Zastavnikovic in der Ge-
gend von Conegliano.
In Tirol standen unter General - Major Freiherr von
Kuhn streitbar 13.000 Mann mit 140 Pferden und 32 Ge-
schützen ;
in Istrien unter Feldmarscball-Lieutenant Freiherr von
Wetzlar streitbar 15.000 Manu mit 140 Pferden und 25 Ge-
schützen.
304
** An Besatzungtruppen zählt»' Verona l'M)0, Mantat sammt
Borgoforte 6300, Pesehiera 3400, Venedig IHM*), Legnano HHJO.
Rovigo 1100 Mann.
Dos 4. Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst war
am 6. Mai aus Gross-Kanizsa in Verona eingetroffen und bil-
dete einen Theil der dortigen Besatzung.
Die italienische Operations-Armee hatte sich in zwei
grosse Heermassen getheilt; es standen in der Lombardie unter
dem persönlichen Befehle des Königs: 120.000 Maun mit
6700 Pferden und 282 Geschützen ; und am unteren Po unter
Commando des Generals Cialdini:
«MJ.000 Mann mit 3300 Pferden und 168 Geschützen;
36.000 Freiwillige mit 40 Geschützen unter dem Be-
fehle des Generals Garibaldi waren gegen Tirol zu wirken
bestimmt und concentrirten sich zwischen Brescia und Rocca
d' Aufo.
Wie man ans diesen Ziffern sieht, stand der kaiserlichen
Armee, welche die südliche Grenze der Monarchie vertheidigen
sollte, der Kampf gegen eine fast dreifache Uebermacht
in Aussicht ; dennoch vermochte dieses Missverhältniss nicht
die Kampfbegier . die Siegeszuversicht des kleineu Heeres
und Beines beldenmüthigen Führers auch uur im mindesten zu
erschüttern.
Schon am 15. Juni versammelte der Erzherzog die drei
Armee-Corps in einer Central-Stelluug hinter der Etsch zwischen
Louigo und Montagnana, von wo ans es nur eines forcirten
Marsches bedurfte, um entweder über Veroua die Armee des
Königs, oder über Badia jene des Generals Cialdini an-
zufallen.
Die Bewachung des Miucio blieb der Cavallerie-Brigade
Pulz und dem 21. Jäger-Bataillon, jene des Po von der
Miueio-Miindung bis Ficcarolo der Besatzung von Legnago
weiter abwärts der Brigade Scudier anvertraut.
Das eigene 1. Bataillon war am 20. Mai nach sechs-
wöchentlieher Versehung des Grenz-Dieustes durch das 10.
Jäger-Bataillon abgelöst, und gleichzeitig mit dem Regiments-
Stabe nach Rovigo dislocirt worden, — wo es vom 10. bis
20. Juni zur Lichtung des Aussenfeides der Festung verwendet
ward. — Das 3. Bataillon stand noch immer in Adria und
hatte detachirte Abteilungen in Ariane und Loreo.
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306
Mit Allerhöchster Entschliessung vom 11. Mai war die
Ernennung des Oberstlieutenant und Regiments-Cominandanten
Maximilian Fischer zum Obersten erfolgt.
Am 20. Juni erhielt Erzh. Albrecht ein Schreiben
des italienischen Generalstabs-Chefs L a m a r m o r a, enthaltend
die Kriegserklärung des Königs Victor Emmanuel.
Am 21. Juni erliess der Erzherzog an seine Truppeu
den nachstehenden Befehl:
„Soldaten! der längst erwartete Augenblick ist endlich
gekommen, — der Krieg beginnt."
„Von Neuem streckt der räuberische Nachbar die
Hand nach diesem schönen Juwel in der Krone unseres Mo-
narchen aus, welches Eurem Schutze anvertraut ist."
„Die Ehre der Armee, die Ehre jedes Einzelneu uuter
uns, ist an die Behauptung dieses Pfandes geknüpft —
Ich kann Euch keinen kräftigeren Beweis meines Ver-
trauens geben, als indem ich Euch offen sage, dass der
Feind mächtig gerüstet und uns an Zahl bedeutend über-
legen ist."
„Schwer mag unsere Aufgabe sein, aber sie ist Eurer
würdig. — Mit entschlossener Tapferkeit im Kampfe,
mit unermüdlicher Ausdauer und Anstrengungen aller
Art, mit altösterreichischer Zähigkeit, die noch nie an
sich selbst gezweifelt, werden wir sie mit Gottes Hilfe
auch diessmal ruhmvoll lösen, Jenn unser ist das heilige
Recht, welches zuletzt siegen muss."
„Was immer auch sich ereignen möge, Nichts wird
Euren feurigen Muth , Nichts das feste Vertrauen auf den
endlichen Triumph in Euch erschüttern.
„Verblendet durch leichte Erfolge, die unser Gegner im
Bunde mit Venrath, Treubruch und Bestechung anderwärts
gefunden, kennt er in seiner Anmassung, seiner Raub-
sucht, keine Grenzen, vermeint seine Fahne auf den
Brenner und auf den Höhen des Karstes aufpflanzen zu
können; doch diessmal gilt es offenen Kampf mit einer
Macht, welche fühlt, dass es sich jetzt um Sein oder
Nichtsein handelt, welche entschlossen ist, zu siegen oder
ruhmvoll zu fallen, wenn es sein muss "
„Mögt Ihr den Feind erneuert daran erinnern, wie oft
schon er vor Euch geflohen."
Uc.cMrl.tt du «. l.lni.B-Uf. k««.
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306
'«< „ Anf denn Soldaten ! Erwartungsvoll sehen Kaiser und
Vaterland, — mit begeisterter Theilnahme Eure Mütter,
Eure Frauen uud Brüder auf uns!"
„Auf denn zum Kampfe in Gottes Nameu, und mit dem
weithin schallenden Kufe:
„Es lebe der Kaiser!"
Es war nicht zu bezweifeln, dass unmittelbar nach Ab-
lauf der in der Kriegserklärung gestellten Frist, die Armee
des Königs den Mincio überschreiten werde, — und war Erzh.
Albrecht fest entschlossen, diese Gelegenheit zu einem ent-
scheidenden Schlage gegen den Haupttheil des feindlichen
Heeres sich nicht entgehen zu lassen. — Mit der durch den
Vortheil seiner Stellung zwischen den getrennten Armeetheilen
des Gegners gebotenen Chance, suchte der Erzherzog auch
noch die der Ueberraschung zu verbinden, und beliess aus
diesem Grunde bis zum 22. Abends die Armee in ihrer Auf-
stellung hinter der Etsch.
Um ferners für den entscheidenden Schlag nicht eines
Mannes zu entbehren, der nicht unumgänglich auf andereu
Punkten uothwendig war, wurde auch das Gros der Brigade
Scudier, bestehend aus dem Keginieute Nr. 48 und dem
Infanterie-Regimente Kronprinz Erzh. Rudolf Nr. 19, dann
einer Brigade-Batterie mittelst Eisenbahn zur Armee gezogen.
— Die Bewachung des Po übernahm im Verein mit einigen
Compagnien der Besatzung Legnago's das 10. Jäger-Bataillon
mit dem 13. Huszaren-liegiment unter Commando des Obersten
Graf Szapäiy.
M . r . rlI Ton Das Regiment wurde, nachdem es das 3. Bataillon aus
M«.Vmö. n uV5rm , ;c.A(lria an sich gezogen, am 22. Juni Abends zu Rovigo ein-
■umimk waggonirt, traf am 23. Früh in Verona ein, und bezog ein
Freilager bei S. Massimo.
Im Laufe dieses Tages gelangte die Armee iu folgende
Aufstellung bei Verona:
Die Roserve-Infanterie-Division nach Pastrengo;
das 5. Armee-Corps nach Chievo;
„7. a S. Massimo;
„ 9. „ ff Sta. Lucia.
Die Cavallerie- Brigade Pulz, vom Mincio zurückgezogen,
beim Fort Gisela. — Die Cavallerie - Regimenter der drei
Armee-Corps wurden bis auf einzelne Escadronon per Corps,
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unter Coromando des Obersten Bujanovics in eine Brigade
vereinigt, und lagerten vor Sta. Lucia.
Noch am Abende des 2.3. kamen folgende Dispositionen
zur Ausführung: Von der Infantorie-Reserve-Divisiou rückte
die Brigade Prinz Weimar von Pastrengo nach Sandra. —
Das 5. Armee-Corps rückte aus dem Freilager bei Chievo
über Sta. Giustiua vor, vollführte eine Frontveränderung links,
und besetzte mit der Brigade G M. Eugen Baron Piret
Castelnuovo, mit der Brigade G. M. vou Möring Sona. mit
einem Bataillon der Brigade Oberst Bauer S. Giorgio in
Salice: das Gros der letztgenannten Brigade bezog eine Auf-
stellung bei Alberelle.
Die feindlichen Colonnen hatten den Mincio- U ebergang
am 23., gleich nach Mitternacht begonnen und es standen
Abends:
Das I. Corps (Durando) mit 40.000 Maun, 1800
Reitern und 72 Geschützen bei Monzambauo Valeggio und
Pozzolo.
Das III. Corps (Deila K o c c a) in gleicher Starke wie
das I. zwischeu Roverbello, Pozzolo und Villa Buona.
Die Cavallerie-Division Sonnaz mit 2400 Reitern und
12 Geschützen bei Mozzecane.
Vom II. Armee-Corps (Cucchiari) standen 2 Divisionen
d. i. 20.000 Manu, 600 Reiter und 36 Geschütze bei Mantua
und Borgoforte : die beiden anderen Divisionen dieses Corps
au Stärke den ersteren gleich, hatten am Morgen des 24. der
Armee über den Mincio zu folgen.
Vom Commando der k. k. Südarmee wurden für den 24.
folgende Anordnungen erlassen :
„Alle Truppen haben um 3 Uhr Früh zur Vor-
rückung bereit zu sein."*
„Die Vorrückung der Reserve-Division erfolgt sodann
nach Castelnuovo. "
„Das 5. Armee-Corps rückt mit 2 Brigaden nach
S. Giorgio in Salice, mit der Brigade von Sona gegen
die Eisenbahn in der Richtung nach Casazze."
„Das 9. Corps marschirt nördlich des Eisenbahn-
Damraes über Mancalacqua, und schlägt von da die
Richtung auf Sommacampagna ein ; greift diesen Ort
an. falls er besetzt ist, und setzt sich dort fest."
308
Diesem Corps folgt das 7. aus S. Massimo.
.Igt dieser Aufmarsch erfolgt, so rückt die Infau-
terie-Reserve-Division von Castelnuovo nach Oliosi, das
5. Corps gegen S. Rocco di Palazzolo. eine Brigade des
7. Corps gegen Zerbare, während das 9. Corps Soninia-
campagna als Pivot festhält, und sich gegen Berettara
ausdehnt."
„Di« 1 als Reserve bestimmten zwei Brigaden des
7. Corps halten an der Eisenbahn in der Höhe von Sona."
„Die Cavallerie-Brigaden Pulz und Bujanovics,
rücken in gleicher Höhe mit dem i>. Armee-Corps, dessen
linke Flanke deckend, in der Hauptrichtung gegen Souima-
campagna."
Seine kaiserliche Hoheit besuchte im Laufe des Nach-
mittags sämmtliche Truppen der Armee in ihren Lagern, und
wurde überall mit endlosem Jubel empfangen.
In der Nacht wurde ein zweites Mal abgekocht, und es
war befohlen, bloss die Suppe zu verzehren, das Fleisch aber
für den folgendeu Tag aufzubewahren.
Die Nacht hindurch, bis gegen 3 Uhr Früh, regnete es
heftig, was den Truppen zwar die Nachtruhe verdarb, die
frohe Laune jedoch nicht im geringsten beeinträchtigte.
- Der Disposition gemäss setzten sich um 3 Uhr Früh die
tL jmt ini Truppen in Bewegung.
Vom 7. Armee-Corps wurde die Brigade Scudier, dar-
unter das Regiment Nr. 4* in die 1. Linie geschoben,
langte um 5 Uhr Früh in Casazze an und rückte um
7 8 7 Uhr in die angewiesene Aufstellung bei Zerbare, welches
Oehöft durch die eigene Piounier-Abtheilung sofort zur Ver-
theidigung eingerichtet wurde.
Um diese Zeit erfolgte auf beiden Flügeln der Zusammen-
stoss mit dem Feiude.
Auf dem rechten Flügel waren die Colon nen-Spitzen der
Reserve - Division und des 5. Armee- Corps , nachdem sie den
Monte Cricol und S. Rocco di Palazzolo erreicht, auf Colonnen
des feindlichen 1. Armee -Corps gestossen, welche im Begriffe
waren, nach Sona, Sta. Giustina und Pastrengo zu marschiren.
Während nun hier der Kampf — mit abwechselndem
Glücke und beiderseits mit glänzeuder Tapferkeit geführt —
durch längere Zeit unentschieden wogte, brachte auf dem
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300
linken Flügel das heldenraüthige Auftreten der Österreich!-
sehen Cavallerie schon in den ersten Stunden einen wichtigen
Erfolg.
Die zur Eclairirung vorgesendeten Reiter - Abtheilungen
der Brigaden Pulz und Bujanovics hatten die feindliche
Division Prinz Kunibert bereits vor Villafranca aufmarschirt,
die Division B i x i o ebendaselbst im Aufmarsche begriffen, an-
getroffen. Oberst Pulz leitete sofort den Angriff ein. Mit
Ungestüm stürzten sich die wackeren Reiter, zuerst Trani-
ühlanen, dann Kaiser-Huszaren , trotz des mörderischen Ge-
schütz- und Kleingewehrfeuers auf den Feind, warfen die
Gegenangriffe der feindlichen Cavallerie zurück, drangen zwischen
den Carres der Infanterie durch, und brachten mehrere der-
selben in die grösste Unordnung. Eine gleich glänzende
Attaque wurde hierauf durch die Brigade Bujanovics
ausgeführt.
Die braven Regimenter erlitten hiebei grosse Verluste;
doch waren die schweren Opfer nicht umsonst gebracht.
Durch die rücksichtslosen Reiterangriffe, war der Gegner
derart eingeschüchtert, dass er es den ganzen Tag über nicht
mehr wagte, mit den bei Villafranca aufmarschirten Divisionen
an der Schlacht activen Antheil zu nehmen. Die kaiserliche
Cavallerie verhielt sich nur mehr beobachtend in einer Auf-
stellung bei Casetta und diess genügte, die bei Villafranca
concentrirte Heeresmasse von 36 Bataillonen mit 6 Batterien
in Schach zu halten; selbst die noch hinzugekommene Caval-
lerie-Division de Sonnaz wagte keine ernstliche Offensive.
Im Centrum war es die Brigade Generalmajor S c u d i e r,
welche dem Angriffe des 9. Armee-Corps auf den Monte Croce
sich am rechten Flügel anschloss, und schon im Beginne der
Action wesentliche Vortheile errang.
Um 7 4 9 Uhr erhielt die Brigade den Befehl zur Vor-
rückung und wurde dem Regimente die Aufgabe zu Theile
sich des Bosco dei fitti und Monte Godi zu bemächtigen.
Der Regiments- Com mandant disponirte die Vorrückung
in der Divisions-Massen-Linio (mit Ausnahme der 3. Compagnie,
welche zur Batteriebedeckuug abcommandirt war) mit der ersten
Direction auf Monte Godi.
Ohne sich durch die namhaften Verluste beirren zu
lassen, welche schon während der Formirung zum Gefecht
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310
und beim Antritte des Vormarsches die feindlichen Geschütze
dem Regiment« beibrachton, nickte das Regiment unter den
Klängen des Rad etzky- Marsches in musterhafter Ordnung
dem Feinde entgegen.
Bosco dei fitti von Abtheilungen des 37. Bersagl iori-
Bataillons besetzt, wurde vom eigenen 3. Bataillon unter per-
sönlicher Anführung des Obersten Maximilian Fischer
mit grosser Bravour im ersten Anlaufe erstürmt: das 2. Ba-
taillon nahm Monte Godi in Besitz, ohne auf Widerstand zu
stossen.
Hiemit wäre die dem Regiment gestellte Aufgabe er-
füllt gewesen; allein die erreichten Punkte waren von den
gegeuüber liegenden Höhen dominirt, daher schwer zu be-
haupten.
Theils in dieser Erkenntniss, theils dem eigenen, durch
deu ersten Erfolg noch gesteigerten Thateudrange folgend,
schritt das Regiment, ohne erst eineu Befehl abzuwarten,
sofort zum Angriff auf den Monte Molimenti. — Der uner-
müdlich thätige und aufopfernd tapfere Oberst Fischer über-
nahm, vom Bosco dei titti herbeieilend, auch hier die ener-
gische, kaltblütige und besonnene Leitung.
Dem im ersten Treffen in Divisions-Masson-Linie vor-
rückenden 2. Bataillon folgte die 1. Division am rechten, die
4. Compagnie am linken Flügel als Unterstützung: das 3. Ba-
taillon, welches vom Bosco dei titti herab einen schwierigeren
Weg zurückzulegen hatte, gelangte hiedurch in das zweite
Treffen ; der 3. Division wurde der Befehl ertheilt, vorläufig
in der Aufnahms-Stellung am Monte Godi zurückzubleiben.
Vier Divisionen von Kronprinz-Infanterie Nr. 19 folgten
dem Regimeute im Staffelverhältniss links rückwärts, die 5
anderen Divisionen des genannten Regiments waren durch
Terrainhindernisse und die schwierige Orientirung zuweit gegen
Osten gerathen und — wie später erwähnt werden wird —
auf einem anderen Theile des Schlachtfeldes in einen ernsten
Kampf verwickelt worden.
Monte Molimenti war von 2 Bataillous des feindlichen
3. Grenadier-Regiments (Granatieri di Lombardia) besetzt
welche in dem Gehöfte la Bagolina und hinter Terrassen- und
Gartenmauern auf das vortheilhafteste postirt waren. — Dem
Angreiter hingegen war das Terrain wenig günstig. — Hecken
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und Weinguirlanden erschwerten das Fortkommen sehr und
zu diesen Hindernissen gesellte sich eine drückende Sonnen-
hitze. Die feindlichen Grenadiere vertheidigten sich mit rüh-
menswerther Unerschrockenheit und Ausdauer ; ein mörde-
rischer Kugelregen empfing die Sturmcolunnen und als diese
trotzdem mit Todesverachtung vorwärts drangen, stürzten ge-
schlossene Reihen sich ihnen mit dem Bajouet entgegen: allein
vergebens. Mit Kolben und Bajonet warfen die begeisterten Abthei-
lungen von Erzherzog Ernst- und Kronprinz- Infanterie
Alles vor sich nieder und bahnten sich den Weg; Unter-
stützungen und Reserven griffen kraftvoll in das Handgemenge
ein, und nach einstündigem erbittertem Ringen, während
welchem der Gegner durch das 3. Bataillon seines Regiments
verstärkt worden zu sein scheint, waren la Bagolina , Monte
Molimenti und Monte Arabica im Besitze des Regiments.
Der anfanglich geordnete Rückzug des Feindes ward bald
zur Flacht ; rastlos verfolgend wandte sich die 1. Division
gegen Belvedere, dio 4. gegen Palazzo Maffei, die 5. Division
mit der 4. Compagnie gegen Palazzo Baffi, die 6. Division
gegen Gorgo.
Während Maffei, Baffi und Gorgo durch das 4 Bataillon
des 3. lombardischen Grenadier-Regiments vertheidigt wurden
und erst nach einigem Kampfe den betreffenden Abtheilungen
— nebst zahlreichen Gefangenen — in die Hände fielen, hatte
die 1. Division (Hauptmann Josef Heinzelmann) geringe-
ren Widerstand gefunden.
Die zurückgehenden italienischen Grenadiere waren durch
das Regiment und die Abtbeilungen des Regiments Kronprinz
so heftig gedrängt worden, dass es einer Division des letzteren
unter Hauptmann Szabö* sogar gelang, circa um 10 Uhr in
Custoza einzudringen; doch waren namentlich vom Monte Torre
her bereits feindliche Truppen im Anmärsche, um der Divi-
sion Szabrf, vom Regiraente Nr. 19, den Ort wieder zu ent-
reissen. Hauptmann Josef Heiuzelmann, diess bemerkend,
setzte sich augenblicklich mit seiner Division in Bewegung,
gelangte mit dieser und einem Theile der 7. Compagnie eben-
falls nach Custoza und besetzte den Ort, so gut diess in der
Eile gelingen mochte.
Zu gleicher Zeit kämpfte unten im Thale bei Cavalchina
das k. k. Regiment Nr. Lfö der Brigade Böek gegen das feind-
312
liehe 4. Grenadier-Regiment. — Der tapfere Major Constantin
Haberceker, eben im Begriffe, das 3. Bataillon Erzherzog
Ernst auf der Kuppe des Monte Molimente zu ordnen, be-
merkte den heftigen Kampf bei Cavalchina und war sofort zur
Mitwirkung entschlossen ; er leitete die zuerst geordnete 8. Di-
vision gegen Cavalchina, erhielt jedoch gleich darauf den Be-
fehl, mit dem ganzen Bataillon auf den Monte Arabica und
gegen Belvedere zu rücken, musste daher von seinem Vor-
haben abstehen. — Die in Schwärme aufgelöste halbe 15. Com-
pagnie unter Lieutenant Eugen Blaschke war jedoch mittler-
weile schon in's Gefecht gekommen, und als die Abberufuugs-
Ordre sie erreichte, hatte diese brave Abtheilung im Vereine
mit einer halben Compagnie des 6t». Infanterie-Regiment« be-
reits Cavalchina genommen und hiebei 50 Gefangene gemacht.
Inzwischen waren beim 9. Armee-Corps, welches gleich-
zeitig mit der Brigade Scudier in die Action eingegriffen
hatte, die heldenmütigsten Anstrengungen, um den Feind aus
seiner Stellung auf Monte Croce zu verdrängen, vergeblich
gemacht worden, und die Rückwirkung davon sollte die Bri-
gade Scudier nur zu bald empfinden.
Monte Croce und Monte Torre, mit dem Gros der feind-
lichen Division Brignone besetzt, sollte durch die Bri-
gaden Weckbecker und Oberst Böck genommen werden. —
Unterstützt durch die eigenen Geschütze, ging die Brigade
Weckbecker vom Monte Boscone über Staffalo, die Bri-
gade Böck über Balconi Rossi und Mascarpine vorwärts.
Die vordersten Staffel der Brigade Weckbecker (2. Ba-
taillon des Infanterie-Regiments Nr. 5 und das 4. Kaiser-Jäger-
Bataillon) warfen die bis an den Bergfuss vorgeschobenen Ber-
saglieri zurück und erklommen die Höhe, wurden aber durch
die feindlichen Grenadiere nach lebhaftem Kampfe geworfen. —
Das nachgefolgte Regiment Dom Miguel Nr. 39 kam zum
Sturm, als der erste Angriff bereits abgeschlagen war: es
drang demungeachtet vor und war nahe daran, das feindliche
1. Grenadier-Regiment, mit dem es in's Handgemenge kam.
zu überwinden, wurde jedoch durch das feindliche zweite
Treffen gleichfalls zum Rückzüge genöthigt.
Das mittlerweile herangekommene Regiment König der
Niederlande Nr. 63 der Brigade Böck wiederholte augenblick-
lich den Angriff, — erstieg den Berg von Osten her und be-
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mächtige sich sogar eines Geschützes, welches in eine Schlucht
geworfen und noch am Abende dort aufgefunden wurde; aber
auch dieser Angriff scheiterte, da General Cugia dem be-
drängten General Hrignone das 64. Infanterie-Regiment zur
Unterstützung gesandt hatte und eben im entscheidenden
Augenblicke die zwei ersten Bataillone dieses Regiments auf
dem Kampfplatze eintrafen.
Ju diesem Momente langten 10 Compagnien Kronprinz-
Infanterie Nr. 19, welche die Verbindung mit der Brigade
Scudier verloren und sich entschlossen dahin gewendet
hatten, wo der Kampf am heftigsten tobte, — bei Vegruzzi an.
Ohne Zögern stürmten die 10 Compaguien auf den Berg
und gegen die Kuppe des Monte Croce los, drangen bis über
die Batterie, wo der Feind 4 Geschütze im Stiche liess, gegen
den Monte Torre. wurden aber hier durch das 3 und 4. Ba-
taillon des 64. Regiments in Front und Flanke angegriffen
und mnssten trotz aufopferndster Gegenwehr endlich weichen.
Das Regiment Grossherzog vou Toscana Nr. 66 der
Brigade Böck war, wie bereits erwähnt wurde, mit dem 4.
lombardischen Grenadier -Regimente bei Cavalchina engagirt
und hiedurch ausser Stande, zu einer günstigeren Wendung
des Gefechtes am Monte Croce beizutragen.
Der Feind konnte somit seine Position vorläufig be-
haupten, doch hatten auch ihn die wiederholten energischen
Angriffe, deren Abwehr die grösste Anstrengung erforderte,
auf das äusserste erschüttert, und die Folge war. dass die
Brigade Sardegna durch Truppen der Division Cugia auf
dem Monte Croce abgelöst werden musste, worauf die erstere
sich gänzlich aus dem Gefechtsbereiche zurückzog.
Es geschah dies um dieselbe Zeit, als die Brigade
Scudier im Vereine mit dem Infanterie-Regimente Nr. 66
den bereits geschilderten vollständigen Sieg über die Brigade
Lombardia errungen hatte.
Auch diese Brigade verliess deu Kampfplatz, allein an
ihrer Stelle erschien die ganze Division G o v o n e auf demselben.
Auf das nur mit 4 Compagnien (Erzh. Emst und Kron-
prinz) besetzte Custoza, wurde sogleich aus einer feindlichen
Batterie vom Monte Torre das Feuer eröffnet, und das 34.
Bataillon B e r s a g 1 i e r i, gefolgt vom 51. Infanterie-Regimente,
zum Sturme geführt.
314
Aach gegen Belvedere richtete sich das Feuer feindlicher
Batterien und gegen Gorgo und Baffi setzten sich gleichfalls
starke Colonnen in Bewegung.
General-Major Scudier sah die Unmöglichkeit ein,
die innehabende ausgedehnte Stellung mit seinen im höchsten
Grade ermüdeten, durch die erlittenen Verluste geschwächten
Truppen gegen die mit dreifacher Uebermacht anrückenden,
frischen Streitkräfte des Gegners zu behaupten, und ordnete,
da er keine Reserve zur Verfügung und keine Unterstützung
in Aussicht hatte, den Rückzug an.
Kämpfend, Schritt für Schritt, in aller Ordnung wurde
derselbe ausgeführt und sammelte sich das Regiment hierauf
gegen 2 Uhr Nachmittags in der am Morgen verlassenen Auf-
stellung bei Zerbare, von wo es nach Casazze und gegen Abend
nach Sona geführt wurde.
Auf dem rechten Flügel der Armee hatten indessen die
Infanterie- Reserve- Division und das 5. Armee -Corps das
Anfangs zweifelhafte Kriegsglück an ihre Fahnen dauernd zu
fesseln vermocht.
Die Brigade Benko war vom Monte Cricol durch die
Avantgarde der italienischen Division Sirtori unter General
Villahermosa, im Vereine mit der Brigade Pisa (Division
Cerale) zurückgedrängt wordeu, und hatte nur noch Mongabia
in Besitz, gegen welches eben die Brigade Forli (Division
Cerale) von Oliosi aus im Vorrücken begriffen war, als ein
von 3 Zügen S i c i 1 i e n - Uhlanen Uberraschend und mit ausser-
ordentlicher Kühnheit ausgeführter Angriff und die Erstürmung
Oliosi's durch die Brigade G. M. Baron Piret des 5. Armee-
Corps, dem Kampfe eine günstige Wendung gaben. Die Reserve-
Division rückte nun wieder entschieden vor, drängte den Gegner
in die Linie Pasquali-Salionze und gegen Monzambano zurück,
während die Brigade Piret nach hartem Kampfe den Monte
Vento erstürmte, und den linken Flügel der italienischen Armee
zum Rückzüge gegen Valeggio nöthigte.
Inzwischen hatte die Brigade Oberst Bauer die feind-
liche Division Sirtori über den Tione-Bach zurückgeworfen,
und die Brigade M ö r i n g auch die Höheu von Sta. Lucia im
Centrum gestürmt.
Diese Erfolge bezeichneten den günstigen Moment zur
Wiederaufnahme der Offensive gegen Monte Croce und Custoza.
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315
Nachdem sämmtliche Batterien des 7. und 9. Armee- i*».
Corps den Angriff vorbereitet, — entschied ein durch die
Brigaden Töply, Welse rsheimb und Möring concen-
trisch auf Custoza, und durch die Brigade Kirchberg des
9. Armee-Corps auf den Monte Croce ausgeführter allgemeiner
Angriff den Sieg.
Der Feind zog sich über den Mincio zurück; an eine
Verfolgung konnte wegen der grossen Erschöpfung aller Kräfte
und gänzlichen Mangels intakter Truppen nicht gedacht
werden.
Die Truppen blieben an den Stellen, an welchen sie sich
zum Schlüsse des Kampfes befandeu, und verbrachten sohin
die Nacht auf dem Schlachtfelde.
Glänzend war der errungene Sieg, ehrenvoll der Antheil,
den sich das Regiment an demselben erkämpfte.
Obgleich nicht so glücklich, die erlangten Vortheile be-
haupten zu können, hatte es doch gleich im Anfange der
Schlacht durch sein«? kühnen Angriffe den Muth des Gegners
gebrochen, einen Theil der feindlichen Streitkräfte gänzlich
aus dem Felde geschlagen, und hiedurch die späteren Erfolge
nach Kräften angebahnt.
Die Allerhöchste Anerkennung der vorzüglichen Leistungen a««.^»««*«.
des Regimentes fand ihren Ausdruck in der Verleihung von
14 Militär- Verdienstkreuzen mit der Kriegsdecoration und 7
Belobungen für Officiere, dann 1 goldenen, 26 silbernen grossen,
und H4 silbernen kleinen Tapferkeitsmedaillen nebst 26 Be-
lobungen für die Mannschaft.
Das Militär- Verdienstkreuz erhielten: Oberstlieutenant
Johann Roseuzweig; die Majore Constantin Haber-
ecker und Friedrich Baron Ende; die Hauptleute Franz
Kraft, Josef Blaschek, Josef Heinzelmann,
Thomas Piskor und Carl Richard; die Oberlieutenants
E Illerich v. Becsey, Karl Zurna und Ladislaus
Triff; die Lieutenants Alexander Stirling, Ludwig
Gönczy und Eugen Blaschke*).
*) Um nur einiger der vorzüglichsten Thaten der Mannschaft zu
gedenken, um den herrlichen, kampfesmuthigen Geist zu cbarakterisiren
der das Kegüneut beseelte, folgende Beispiele:
Während des Augriffes auf Bosco dei Fitti liefert« Zugsführer
Franz David der IS. Compagnie den Beweis auagezeichneter Tapfer-
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316
itm Die Allerhöchst belobende Anerkennung wurde zu Theil
dem Hauptmaune Gustav Thömmel, Oberlieutenant Maii-
koit und Hingebung; dieser Unterofficier meldete sich freiwillig in die
Planklerlinie, wo er im linken Schenkel durch eine Flintenkugel blessirt
wurde Er stürzte, doch seine Wunde nicht achtend, raffte sich David
wieder auf, begeisterte seine Leute durch lebhafte Zurufe, machte alle
weiteren Angriffe mit, und wurde zur Belohnung seines Heldenmuthes
mit der silbernen Tapferkeits-Medaille 1 Classe geschmückt.
Nach einem auf Monte Arabica glänzend ausgeführten Sturme,
schwebte Hauptmann Josef Blaschek in grosser Gefahr. -- Als er
nämlich an der Spitze der 6. Division den geworfenen Feind rasch
verfolgte , gewahrte der bei der 5. Division zunächst stehende Gemeine
Josef Tot h der 10. Compagnie, wie 5 zurückgebliebene italienische
Grenadiere dem genannten Officier in einem schnell gewählten Verstecke
auflauerten
Die Gefahr, welche dem Hauptmann drohte, bemerkend, schoss
der Gemeine JosefToth einen der Grenadiere, welcher eben auf den
Hauptmann angeschlagen hatte, nieder, stürzte sich dann mit dem
Bajonet auf die übrigen, machte 2 derselben mit eigener Hand nieder,
und zwang die letzten 2, ihre Waffen weg zu werfen und sich zu er-
geben. Gemeiner JosefToth erhielt zur Belohnung seiner neiden-
müthigen That die goldene Tapferkeits-Medaille
Zugsführer JosefTanczenberger. von einer Kartätschenkugel
verwundet und am rechten Arme gelähmt, führte dennoch seine Mann-
schaft zum Sturme, feuerte sie ununterbrochen an und machte selbst
zwei Gefangene.
Im Gewüble des Kampfes geschah es, dass ein feindlicher Officier
aus nächster Nähe seinen Revolver auf den Hauptmann Szabd des
10. Regiments abschiessen wollte, als der Gemeine Paul Boha vorsprang
und den feindlichen Officier niederschlug; bei dem späteren Rückzüge
der Division gegen la Bagolina legte er seinen Schwärm in Hinterhalt,
Hess einen feindlichen verfolgenden Trupp vorbeiziehen, griff ihn dann
plötzlich im Rücken an, erstach 2 feindliche Officiere und brachte den
Gegner so in Verwirrung, dass er sich zurückzog Gemeiner Paul
Boha und Zugsführer Josef Tanczcnberger erhielten für ihre
besondere Tapferkeit und Bravour die silberne Tapferkeits - Medaille
I. Classe.
Durch den mehrstündigen, unausgesetzten Kampf war die Maun-
schaft beinahe erschöpft und zum grosseu Theile kampfunfähig.
Die fisische Ermattung drohte die Oberband über den moralischen
Mnth zu gewinnen, als eben der Feind zum allgemeinen Sturme schritt.
Da stellte Fahnenftthrer Stefan Novak des 3. Bataillons sich
selbst an die Spitze der 8. Division ; — mit hoch in der Luft ge-
schwungener F'ahue, belebte er den sinkenden Mutb durch sein heroisches ,
Beispiel und stürzte unter dem Ausruf .Erjen ä csäszär* die Maunschaft
mit sich fortreiBsend, auf den Feind; — dieses, durch allgemeine Be-
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milian Meisslinger, Unterlieutenants Victor Huber, Carl ««*»■
Moschner, Wilhelm Glück, Heinrich Pohl und Ernst
Gros 8.
Der zum Stande des Regiments gehörige Oberst und
Truppen-Brigadier Ferdinand Bauer wurde von Sr. Majestät
durch Verleihung des Ritterkreuzes des Österreichischen Leo-
pold-Ordens mit der Kriegsdecoration ausgezeichnet.
Die Verluste der k. k. Armee in der Schlacht VOU CU-V«rln*tc de* Bcgla.
stoza betrugen 314 Officiere und 7642 Mann ; darunter waren u J "'
vom Regimente 8 Officiere: die Lieutenants Ludwig Gönczy
und Sigmund Kremsner tödtlich verwundet, ersterer am
25., letzterer am 26. Juni zu Verona gestorben; Hauptmann
Wenzel Luka und Lieutenant Gottlieb Amtmann schwer,
Oberlieutenant Josef *fäsz tor, Lieutenant Carl Baron Wu-
cherer und Lieutenant Adolf M e n de leicht verwundet, Lieu-
tenant Raimuud L a r i s c h kriegsgefangen ; — ferner 309 Mann.
Hievon todt 31. verwundet 224, vermisst 154 Mann.
Aus den am 5. August einlangenden Verzeichnissen ging
später hervor, dass von diesen Vermissten nur Lieutenant La-
risch mit 68 Mann in Kriegsgefangenschaft gerathen waren,
der Rest bestand nur zum kleinsten Theile aus Versprengten,
die sich später sammelten, — während eiu sehr bedeutender
Theil als im Gefechte gefallen zu betrachten ist, — und
sich die Zahl der Todten demnach auf circa 90—100 Mann
steigert.
Der Verlust der Italiener belief sich auf 347 Officiere
und 8700 Manu.
An Trophäen hatte die kaiserliche Armee 14 Kanonen,
16 Protzen, 4 Munitions- und 7 andere Wägen und über
öOOO Gewehre aufzuweisen.
Seine kaiserliche Hoheit der Armee-Commandant gab der
Armee den Dank des Kaisers mit nachstehendem Armee-
Befehl bekannt:
geisterung gehobene Eindringen, in dem Momente, wo der Feind keinen
Widerstand mehr erwartete, machte die gegnerischen Massen stutzen
und umkehren.
Fahnenführer Stefan Novak hatte sich bereits im Feldzuge
1K59 die silberne Tapferkeits-Medaille verdient, und wurde für den
neuerdings bewiesenen Heldenmuth mit der silbernen Tapferkeits-Me-
daille 2. Classe geschmückt.
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318
in* „Seine Majestät unser Allergnädigster Kaiser ge-
ruhten mir heute Nacht folgende Worte ru Wiegraph iren :
„Dir und Meinen braven Tmppen Meinen wärm-
sten Dank."
„Waffenbrüder! Es ist der .schönste Augenblick
meines Lebens, Euch diese Allerhöchste Anerkennung
bekannt geben zu können."
„Den uns vom Feinde frevelhaft aufgedrungenen
Krieg habt Ihr mit dem herrlichen Siege von Custoza
eröffnet, auf denselben Höhen, wo wir vor 18 Jahren
bereits entscheidend gesiegt. — Ich war Zeuge Eurer
überwältigenden Tapferkeit, trotz der Uebermacht und
den ungestümen Angriffen des Gegners. Kanonen wurden
erbeutet und zahlreiche Gefangeue gemacht."
„Jeder von Euch hat als Held gestritten, keine
Waffe ist der anderen nachgestanden, jede hat in ihrer
Eigenschaft das Aeusserste geleistet."
„Ihr wäret der schweren Aufgabe würdig, wie ich
es Euch vorausgesagt."
„Wir gehen neuen Anstrengungen, aber, so Gott
will, neuen Siegen entgegen. -
Hauptquartier Zerbare, am 25. Juni 18GG.
Erzherzog AI brecht.
So imponirend war der Sieg bei Custoza, dass König
Victor Emmanuel ohne verfolgt zu werden, sich be-
wogen fand, seine Haupt- Armee bis hinter den Oglio zurück-
zuführen, sein Hauptquartier in Torre di Malamberti bei Cre-
mona aufzuschlagen, die Armee des Generals Cialdini vom
Po abzuberufen und an sich zu ziehen.
Das Regiment hatte am Tage nach der Schlacht ein Frei-
lager bei Guastalla vecchia am Tionc bezogen. — Am 26. Juni
wurde es nach Sta. Giustina verlegt und verblieb daselbst im
Lager bis 30. Juni.
An Stelle des General-Majors Baron Scudier wurde
Oberst Baron Dahlen des Infanterie -Regiments Nr. 53
Brigadier.
Theils in demonstrativer Absicht, theils um die Truppen
für einige Zeit aus der schädlichen Luft des blutgetränkten
Schlachtfeldes zu entfernen, liess Se. kaiserliche Hoheit am
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1. Juli die Armee den Mincio überschreiten, und es bezog >•*•
das 5. Armee-Corps Lagerplätze vor Peschiera, das 7. bei
Pozzolengo, das 9. bei Volta, das Reserve-Armee-Corps bei
Ponti. Die Cavallerie-Brigade besetzte am 1. Juli Goito, am
2. Guidizzolo und detachirte nach Medole.
Das Regiment war am 1. Juli um 4 Ubr Früh im Bri-
gade-Verbände von Sta. Giustina aufgebrochen, und langte nach
einem höchst beschwerliehen, iu drückendster Hitze über San
Giorgio in Salice, Mongabia, Salionze und Ponti zurückgeleg-
ten Marsche um 3 Uhr Nachmittags in Pozzolengo an.
Am 3. Juli wurde die Armee wieder auf das linke
Mincio -Cfer zurückgezogen, wo das 7. Armee -Corps bei
Castelnuovo, S. Kocco und Sona, — das Regiment Nr. 48 bei
ersterem Orte lagerte.
Am 4. Juli erhielt die Armee die erschütternde KundeEr.ici>i..t m a-r
_ NunlArm««.
von dem ungünstigen verlaufe der Operationen der k. k. Nord-
irmee und der Katastrophe bei Königgrätz.
Eine ausführliche Schilderung der Vorgänge auf dem
Kriegsschauplatze in Böhmen liegt ausserhalb des Rahmens
dieser Blätter, es genüge daher die nachstehende kurze
Uebersicht :
Am 27. Juni erfocht Feldmarschall - Lieutenant Baron
Gab lenz mit dem 10. Corps bei Trautenau einen glänzenden
Sieg über das preussische 1 . Armee - Corps unter General
B o n i n , allein gleichzeitig unterlag das 0. Corps im Gefechte
bei Wisokow gegen das preussische 5. Corps Steinmetz.
Am 28. Juni wurde das 8. österreichische Armee - Corps
bei Skalitz, das 10. bei Neu-Rognitz und Rudersdorf; am
29. Juni das 1. nebst dem königlich sächsischeu Corps bei
Jicin und Podkost, das 4. Armee-Corps bei Königinhof und
Schweinschädel — trotz heldenmüthigster Gegenwehr - besiegt.
Was den Preussen so entschiedenes Uebergewicht ver-
lieh, war die Bewaffnung ihrer Infanterie mit dem Zünd-
nadelgewebr, während Oesterreicher und Sachsen noch mit
Vorderladern kämpfen mussten. Den Beweis dieses Ueber-
gewichtes auf der einen, zugleich aber auch der ausserordent-
lichen Tapferkeit, Ausdauer und Aufopferung im Kampfe auf
der anderen Seite, gaben die unvcrbältnissmässig grossen Ver-
luste, welche die verbündeten Armeen in jedem Gefechte er-
litten. Bei Trautenau allein hatte das siegreiche österreichische
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880
w" Armee-Corps eineu Verlast von 191 Officieren und 4590 Mann,
während der gleich starke geschlagene Gegner nur 66 Officiere
und 1282 Mann einbüsste.
Der Gesanimtverlust der Oesterreicher und Sachsen in
den Gefechten vom 26. bis 29. Juni belief sich auf 30.000,
jener der Preussen nur auf 7000 Mann ; als es nun am 3. Juli
bei Königgrätz zur entscheidenden Schlacht kam, hatte sich
auch das numerische Verhältniss der Streitkräfte bedeutend zu
Gunsten der Preussen geändert.
Die Oesterreicher verloren in dieser unglücklichen Schlacht
1313 Officiere. 41.499 Manu, 6000 Pferde und 187 Geschütze;
die Sachsen ÖO Officiere und 1446 Manu; die Preussen hin-
gegen nur 360 Officiere, 8812 Mann und 939 Pferde.
'■ ■ '■ * « ■ üeber Autrag Sr. kaiserlichen Hoheit des Erzherzog
Albrecht wurde demnächst beschlossen, sich in Italien auf
die Behauptung der Festungen zu beschränken, mit dem
grössten Theile der Südarmee aber uacb dem Norden abzu-
marschiren; das 5. Armee-Corps wurde über Tirol, der Rest
der Armee durch Venetieu in Marsch gesetzt. Im 7. Armee-
Corps sollte bloss die Brigade Dahlen und das Huszaren-
Kegiment Prinz Württemberg Nr. 11, verstärkt durch 4
aus Dalmatien abberufene Bataillone, am Isonzo zurückzubleiben.
Se. k&is- Hoheit F. M. L. Erzherzog Heinrich wurde Cora-
mandant dieses Corps, dessen Aufgabe es war, die Abfahrt des
9. Armee-Corps zu decken, am Isonzo Stellung zu nehmen,
und dem Vordringen des italienischen Heeres möglichst Schranken
zu setzen; die Truppen -Division in Istrien sollte hiezu mit-
wirken.
Die rückgängige Bewegung der k. k. Süd-Armee begann
am 6. Juli; an diesem Tage war das Regiment aus der Cantonirung
in und bei Castelnuovo abgerückt, und hatte bei Croce biauca
ein Freilager bezogen.
Am 8. Juli marschirte es nach S. Bonifacio und bi-
vouakirte bei Monteforte.
Mit 9. Juli begann für die Brigade Dahlen die ehren-
volle Aufgabe der Deckung des Rückzuges, der über Vioenza,
Conegliano, bis 22. nach Romans führte.
Am 23. gelangte das Regiment seit 17 Tagen zum
erstenmal wieder unter Dach Es kam der Regimentsstab mit
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dem 1. Bataillon nach Görz, das 2. Bataillon nach S. Peter «*»
und Vertoiba, das 3. Bataillon nach Strassoldo in die Can-
tonirung.
Am 25. Juli wurde auch das 3. Bataillon in Görz unter-
gebracht.
Se. kais. Hoheit F. M. L. Erzh. Heinrich wurde nach
Wien berufen, und übernahm an dessen Stelle F. M. L. Baron
Maroi6ic das 7. Armee-Corps- und Truppen-Commando für
Istrien, Kärnten, Krain, Küstenland, Görz und Triest.
Die zu diesem Coramaudo gehörigen Truppen betrugen
Alles in Allem 42.000 Manu.
Mit dem Erreichen des lsonzo war die Thätigkeit dieses
Corps im grossen Ganzen geschlossen, — da ein Waffenstill-
stand und bald nachher der Friede, allen weitereu Operationen
ein Ziel setzte.
Nachdem am 14. August beim Regiment« die aufzu-
lösende 2. Depot-Division, mit 3 Officieren und 245 Mann als
Ergänzung eingetroffen war, bezog dasselbe am 19. eine neue
Dislocatiou mit dem Regiments-Stabe in Cormons, und den
Bataillonen in dessen Umgebung.
Am Geburtsfeste Sr. Majestät des Kaisers fand die v *j£™£- to
Vertheilung der Medaillen vor dem ganzen Regimente in der ^gg'^
Stabs-Station Dolegnano statt; die feurige Rede, mit welcher
Oberst Max Fischer diese Feierlichkeit schloss, lautete wie
folgt:
„Se. kais. Hoheit der durchlauchtigste Commandant
der operirenden Armee, F. M. Erzh. Albrecht hat das
tapfere Verhalten des Regiments, welches sich durch
Unwiderstehlichkeit im Angriffe und Ausdauer im Kampfe
am 24. Juni IHM auszeichnete, durch Verleihung zahl-
reicher Decorationen gnädigst anzuerkennen geruht."
„Tapfere Söhne Ungarns ! Dieser höchste Gnadenact
erfüllt unser Herz mit Freude und Stolz, er schwellt
unsere Kampflust, und stählt unsere Thatkraft ! Glücklich
den ruhmreichen Tag von Custoza mitgemacht zu haben,
fühlen wir don brennenden Wuusch in einem zweiten
Contact mit dem Feinde, das auf uns gesetzte Vertrauen
womöglich in noch erhöhter Weise glänzend zu recht-
fertigen."
21
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322
'>» „Und Ihr, meine Söhne, welchen die höchsten Aus-
zeichnungen zu Theil wurden — auf Euch ruht der stolze,
freudeutruukone Blick des Regiments; Euch beglückwünsche
ich im Namen desselben!"
„Die Dankbarkeit für die höchste Gnade bleibt
Eure erste Pflicht : — Eure zweite ist, Eueren Cameraden
als leuchtende Vorbilder auf dem Pfade der Ehre und
des Ruhmes auch künftig voranzuschreiten; wir alle aber
vereinen unsere Gefühle der tiefsten Dankbarkeit und d< i r
unerschütterlichen Treue in dem Rufe:
„Es lebe der Kaiser!"
sund.. H»r.b Am 5. October wurde der Friedensstand angenommen,
i mZmm das ehemaligo 3. und 4. Bataillon nach Gross-Kanizsa, behufs
Reducirung abgesendet: der Regiments-Stab kam nach S.
Loreuzo, die drei neuen Bataillone, nunmehr nur aus je 4
Compagnieu bestehend, in dessen Umgebung.
Am 23. October wurde die Brigade, in deren Verband
das Regiment wahrend des Feldzuges gestanden war, aufgelöst.
Die mit Anfang October eingeleitete Herabmiuderung
des Standes geschah über Allerhöchste Anordnung derart, dass
jedes Infanterie-Regiment für den Frieden sich auf 4 Batail-
lone zu je 4 Compagnieu und 1 Depot-Cadre zu setzen hatte.
Die Compagnien Nr. 13. 14, lä und 10 sollten das 4 Ba-
taillon formireu, welches in die Ergäuzungs- Bezirks -Sta-
tion zu verlegen kam; die Compagnieu mit den Nummern
17 bis 24 wurden gleichfalls in die Ergänzuugs-Bezirks-Sta-
tion behufs ihrer Auflösung entsendet; nach «lern Eiuiückeu
des 4. Bataillons in Gross-Kanizsa hatte die Depot-Division
sich auf den Cadre-Stand zu reduciren.
AbMmjj «rf. Ende October erfolgte die Verlegung des Regiments nach
Knd. oct»b«.M» Dalmatien.
Am 2'J. trat es den Marsch über Monfalcoue au uud
wurde am 31. in Triest auf dem Dampfer „Progresso" ein-
geschifft, um am 2. November iu Cattaro einzutreffen, wo der
Regiments-Stab mit dem 1. Bataillon, dann die 6. Divisiou
mit dem 3. Bataillons-Stabe verblieben, während die ;">. Divi-
sion in Risano. das 2. Bataillon in Casteluuovo stationirt
wurden. Später wurde noch die 12. Couipaguie von Cattaro
nach Perzagno verlegt. Bis zum Juni des Jahres 1801» blieb
das Regiment in Cattaro in Garnison.
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1807-1800.
Der Aufenthalt in Dalmatien war sehr unerquicklich, «»n.u.,
1 ' In <»u»r.. u ml
hauptsächlich wegen der zerstreuten Bequartiruug des Re- n ^')" 1 , '^" bi>
giments, die den Dienst und die Ausbildung ausserordent- ,m> -
lieh erschwerte, und das in «lein öden Lande doppelte wün-
schenswerthe kameradschaftliche Beisammensein schmerzlich
vermisseu Hess. Keinerlei Kreiguiss von Bedeutung störte die
Monotonie solchen Daseins.
In Consequenz der von den Legislativen angenommenen *<•«• o«..».««™
n Jrr Inr.utcrir
„allgemeinen Wehrpflicht" folgte eine Neuorgauisirung der •««*
r " ° Ho. < . ,„„i«„,1.„.
sämmtlichen Truppen, - hauptsächlich aber der Infanterie, A„r« i*».
um die Cadres zu dem anzunehmenden grossen Kriegsstand
in das richtige Verhältnis! zu bringen. Anstatt des 4. Batail-
lons und des Ergänznngs-Bf'zirks-Commando's wurde ein Re-
serve-Commando per Regiment, jeues des 48. Infanterie-
Regiments in Gross-Kanizsa creirt, welchem das 4. und 5. Ba-
taillon des Regiments sammt dem Ergänzungs-Bataillons-
Cadre und dem Augmentations-Magazin zugewiesen wurde.
In Folge dieser organischen Aenderungen gab Oberst-
lieutenant Johann Rosen zweig das Oommando des 1. Ba-
taillons in Castelnuovo au den Major Coustautin Haber-
ecker, der bisher in Gross-Kanizsa das 4. Bataillons- und
Ergänzungs-Bezirks-Comm indo geführt hatte, ab, und über-
nahm — mittlerweile auch zum Obersteu befördert, das
Reserve-Commaudo des Regiments.
•21*
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18<>9— 1870
Bei Bekämpfung des Aufstandes in Süd-Dalmatien.
Nachdem das Regiment fast 3 Jahre einer freudelosen,
geistig und materiell zersetzenden Existenz in der Bocche di
Cattaro verbracht, kam endlich im Monate Juni 180!) der laug-
und heissersehnte Moment der Ablösung. — Das Regiment ver-
liess die Bocche, wo mittlerweile das Infanterie-Regiment Erz-
l, *TrtJ rt n,rh herzog A 1 b r e c h t Nr. 44 eingerückt war, und gelangte uach
Triest, um hier vorläufig in Garnison zu verbleiben.
Doch nicht lange sollte die Freude ob dieses angeneh-
men Tausches währen, denn schon am 6. October 18(59 bekam
hier das Regiment den Befehl zur neuerlichen Marschbereit-
schaft; war damit auch das Ziel nicht gleich Anfangs ofti-
ciell ausgesprochen, so konnte es doch nach den erhaltenen
Nachrichten keinem Zweifel unterliegen, dass das Regiment be-
stimmt sei, zur Unterdrückung des in der Bocche di Cattaro
n«h ausgebrochenen Aufstandes mitzuwirken. — Cnd in der That
wurde am 10. October 12 Uhr Mittags das Regiment Erz-
herzog Ernst, welches kurz zuvor das 2. Bataillon aus Görz
an sich gezogen hatte, und das Infanterie-Regiment Erzherzog
Franz Carl Nr. 52 auf dem Lloyddampfer „Urano" ein-
geschifft, um die Fahrt nach der Bocche di Cattaro anzu-
treten. Das Regiment hatte am 4., also zwei Tage vor dem
Anlangen des Marschbereitschafts-Befehls, einen bedeutenden
Theil seiner Mannschaft beurlaubt, jedoch noch keine Rekru-
ten erhalten, somit nur einen sehr geringen Stand, der beim
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1. und a Bataillon mit 50, beim 2. Bataillon mit 36 Mann "«••
per Compagnie im Durchschnitte anzunehmen war. Das ganze
Regiment zählte etwa 550 Mann.
Nach 36stüudigor Fahrt landete das Regiment in Cattaro
am 12. October Morgens, und rückte in seine neuen Stationen
u. z. das 1. Bataillon nach St. Eustachio, das 2. nach Mateo
und das 3. nach Ljuta, woselbst die Franz Josefs-Brücke zu
besetzen und Vorposten gegen Orahovac auszustellen waren.
Die Zustände in der Krivosie und in der Zuppa waren
sehr bedenklich.
Di*» Krivosianer und Zuppaner weigerten sich, das iu
diesen Bezirkeu neu einzuführeude Wehrgesetz, nach welchem
die Bevölkerung derselben zum Landwehrdienste verpflichtet
wurde, anzunehmen, und setzton den von der Regierung zur
zwangsweisen Durchführung dieses Gesetzes in den genannten
Bezirken getroffenen strengen Massregeln offenen Widerstand
entgegen.
Dm die Autorität des Gesetzes und das Ansehen der Regie-
rung zu wahren und die renitenten Bezirke zur Unterwerfung zu
zwingen, wurde die Concentrirung einer entsprechenden Truppen-
Anzahl in der Bocche di Cattaro angeordnet, indem man sich vor-
läufig auf die Heranziehung der zunächst dislocirten Iufanterie-
Regimenter Nr. 22, 48 und 52 beschränkte, später aber sich
bemüssigt sah, auch das Infanterie-Regiment Nr. 7, dann die
Jäger-Bataillons Nr. 8 und J>, nebst einigen Gebirgs- und Ra-
keten-Batterien und mehreren Compagnien Genie - Truppen
nach Süd- Dal matien zu beordern.
Diese Truppen mit dem in Budua garnisonirenden 27. Jäger-
Bataillon und dem in Cattaro und Umgebung stationirten
44. Infanterie-Regiment repräsentirten die sämmtlichen, zur
Bewältigung des Aufstandes aufgebotenen militärischen Kräfte.
Während das 3. Bataillon mit dem 1. die Cantonements
wechselte, um den schwierigen Vorpostendienst gegen Orahovac
einigermassen zu theilen, erhielt das 2. Bataillon am 14.
plötzlich den Befehl, sogleich nach Cattaro zu rücken, wo es
eingeschifft und nach Meligne transportirt wurde, um theils
das Pulvermagazin Zelenika, theils Castelnuovo zu besetzen.
Am 17. wurde dem Officiers-Corps des Regiments der fol-
gende Divisions-Commando-Befehl vom 17. October publicirt.
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„Sald&ten ! Das Grenzfort Dragalj 'und das Wach-
haus Cerkvice sind bis 20. dieses Monates verpflegt; die
dortigen Besatzungen sehen der Stunde entgegen, wo sie
sich ergeben oder vor Hunger sterben müssen, wenn ihre
gerechte Hoffnung sich nicht erfüllen würde, dass wir
sie befreieu. — Unerschüttert haben diese Braven zu ihrer
Pflicht gehalten, auch wir wollen die unsere erfüllen."
„Theils aus Verblendung, theils aus Raubsucht haben
sich jene Horden gebildet, auf die Ihr treffen und die
Ihr überwinden werdet, — Euer Muth und Eure Krall
werden sich weniger au ihnen , als an den Besehwerden
erproben müssen, die Euch in diesem unwirthsamen Fels-
gebirge bevorstehen. -
„Ich vertraue auf euch, Ihr werdet .sie überwinden,
werdet die Ehre der Waffen wahren und die bedrohten
Brüder befreien."
Wagner F. M. L.
Der nächstfolgende Tag wurde zu den, für die beab-
sichsigte Expedition nach Dragalj nöthigeu Vorbereitungen
beuützt. und nachdem das in Castelnuovo detachirt gewesene
eigene 2. Bataillon wieder zum Regiment« eingerückt war, für
den V.h die erste Operation in die Krivosie angeordnet.
r.r.tr EitH-duion Disposition zu derselben war auszugsweise folgende :
■ d ihr KriToaie « o rt
"mIÄSS -,Es wird am 19. d M. Früh (3 Uhr gegen Dragalj
9 eine combinirte Vorrückung unternommen. Generalmajor
Ritter von Dormus wird mit den Regimentern Nr. 44
und 52, einer Compaguie des 27. Feld-Jäger-Bataillons,
den combinirten Gebirgsbatterien des 11. und 12. Festuugs-
Artillerie-Bataillons und 4 Raketen-Geschützen auf den
Communicationeu gegen Cerkvice und Ledenice vorrücken,
während der Oberst Fischer mit dem eigenen Regimente
und 2 Raketengeschützen über Orahovac, Stepen, Ubalac
gegen Ledenice vorrückend, des Feindes linke Flanke zu
gewinnen hat. 2 Compagnien des 27. Jäger-Bataillons
und 2 Raketengeschütze, denen sich noch eine Matrosen-
und Gendarmerie-Abtheilung anschliesst, haben von Morinje
gegen Ubli zu demonstriren, und dann nach Risano zur
Hauptcolonne einzurücken."
Dieser, vom Truppen-Üivisious-Commaudo erflossenen
Disposition gemäss, bestimmte das Regiments-Commando. dass
«
(t
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327
das 1. und 3. Bataillon mit den 2 Raketengeschützen und
einer Jäger-C«>mpagnie, (welche noch im letzten Augenblicke
der Colonne Fischer zugetheilt wurde) über Draziuvert und
den Monte Casone nach Ubalac, — das 2. Bataillon jedoch
von Orahovac über Stepen (nach Zurücklassuug der 5. Com-
pagnie, welche zur Kscortirung der Verpflegs-Artikel bestimmt
war) nach Ubalac vorzugehen, und zu diesem Behufe am 19.
um &7i Uhr Früh in der Regiments-Colonue zum Abmarsch
bereit zu sein haben.
Um H Uhr wurde abmarschirt. Nachdem Major Nicolaus
Eigenbrodt an diesem Tage erkrankte, übernahm Haupt-
mann Arnold Balduin von demselben das 3. Bataillons-
und Oberlieutenant C a r 1 Z u r n a das 4. Coinpagnie-Commando.
In DraSinvert musste die Hauptroloune fast eine Stunde
auf die nöthigen Boten warten, und begann somit der Marsch
auf den Monte Croce erst etwas vor !* Uhr.
Nach fast sechsstündigem, beschwerlichen Marsche, in
rottenweise abgefallener Colonne, mit Benützung eines
jener elenden CJebirgs-Pfade, welche das Fortkommen theil-
weise nur kletternd ermöglichen und im beständigen Regen,
erreichte die Tete der Colonne den Sattel zwischen Monte
Casone und dem Hauptrücken.
Nach entsprechender Rast wurde der Marsch uach Ubalac
fortgesetzt, und hier die Vereinigung mit dem 2. Bataillon,
welches über Stepou herangekommen war, bewerkstelligt.
Der Marsch war bei keiner Colonne vom Feinde gestört
worden, und wurdo um V 2 5 Uhr Abends bei Ubalac ein Frei-
lager bezogen.
Zur Recoguoscirung der den nächsten Tag zu nehmenden
Route wurden Kundschafter ausgesendet, welche noch vor
Tagesanbruch zurückkehrten und meldeteu, dass durch die
starken Regengüsse der letzten Tage ein diese Route durch-
schneidender Torrente stark angeschwollen, somit Ledenice,
das Ziel des nächsten Marsches, nur auf einem grossen Um-
wege zu erreichen sei.
Nachdem den folgendeu Tag (20. October) um 8 Uhr
abgegessen wurde, setzte sich das ganze Regiment vereint, um
U Uhr gegen Ledenice in Bewegung, welcher Ort bei starkein
Regen, nach Ueberwindung unsäglicher Beschwerlichkeiten um
1 Uhr Mittags erreicht wurde.
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•*»• Die 2. Compagnie, welche während des Marsches die
Vorhut gebildet hatte, und bis zu dem in der Verklausung
der Hochebene Ledenice inferiore gelegenen Pfarrhause vor-
gerückt war, stiess hier auf 2 Compagnien des Infanterie-Re-
gimentes Erzh. Franz Carl, unter Commaudo des Majors
Balogh von der Colonne des G. M. Dorraus. — Auf die
diessfällige Meldung wurden diese 2 Compagnien zum Gros
der Colonne zurückgenommen, und Oberstlieutenant Con-
stantin Haberecker beauftragt, mit der schon beim
Pfarrhause stehenden 2., dann der 3. und 4. Compagnie die
Vorposten gegen Ledenice superiore zu beziehen.
Während nun die Hauptcolonne (2. und 3. Bataillon
des 48. Regiments, 2 Compagnien von Franz Carl- Infanterie,
1 Jäger-Compagnie und 2 Raketengeschütze mit der ihre Be-
deckung bildenden 1. Compagnie) bei Ledenice inferiore das
Lager bezogen, bestimmte Oberstlieutenant Haberecker ent-
sprechend dem erhaltenen Auftrage, die 4. Compagnie als
Hauptposten, die 2. und 3. zum Pfarrhause als Reserve.
Der Hauptposten stand bei der im nördlichen Theile der
Ebeue gelegenen Capelle „Sveta Petka", und hatte 2 Feld-
wachen an den östlichen und westlichen Hängen der das Hoch-
plateau einschliessenden Höhen vorgeschoben. Patrullen gingen
bis Ledenice superiore.
Gleich nach dem Beziehen der Vorposten wurden im
Defile von Lupoglav , Insurgenten bemerkt ; — eine Stunde
darnach, circa um 4 Uhr Nachmittags wurden noch mehr In-
surgenten sichtbar, welche sich längs den Hängen des Goli
Vrch südwärts, somit gegen die rechte Flanke der bei Ledenice
lagernden Truppen zogen.
fefteMM Es wurden hierauf Patrouillen zur Recognoscirung des
». on. ber im*. Gegners entsendet. Nach einigen mit den Insurgenten gewech-
selten Schüssen, wobei vom Regiment« zwei Mann verwundet
wurden, zogen sich die Feldwachen auf den Hauptposten zu-
rück, und dieser besetzte eine der vielen, in die Ebene ver-
laufenden Verästungen des Goli Vrch und erwartete hier don
Angriff des Feindes.
Auf die ersten Schüsse besetzten die 2 Compagnien der
Vorposten-Reserve das zwischen Ledenice inferiore und Lede-
nice sup. gelegene Defile, u. z. die 2. Compagnie Anfangs die
östliche, die 3. Compagnie hingegen die westliche Wand. Nach
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und oach 'winde der rechte Flügel dieser Aufstellung durch
die 7. und 1. Compagnie (mit den beiden Raketengeschützen),
dann noch durch die 8. Compagnie verlängert, die 4. Com-
pagnie auf gleiche Höhe in die Sohle des Defiles zurückge-
zogen, endlich die 2. Compagnie von der östlichen auf die
westlich»' Wand bestimmt.
Es bildeten somit 6 Compagnieu mit 2 Raketengeschützen
die erste Gefechtslinie, der in der rechten Flanke auf den Ab-
fallen des Goli Vrch , das 3. Bataillon und die Jäger-Compag-
nie; in der linken Flanke hingegen, auf den die Ebene Lede-
nice inf. westlich begleitenden Höhen die ß. Compagnie, im
versagten Staffel als Stützon dienten , während der Rest (2
Compagnieu Franz Carl- Infanterie) als Reserve im Centrum
in der Ebene verblieb und eine Matrosen - Abtheiluug zur
Deckung des Rückens bei der Capelle St. Nicolö stand.
Dieser Aufstellung näherte sich der Gegner mit wildem,
an Indianer erinnernden Geschrei ; die Hauptrichtung des An-
griffes war gegen die 8. Compagnie, das ist , den äussersten
rechten Flügel und höchsten Punkt der Aufstellung gerichtet.
Das lebhafte Feuer dieser Compagnie, sowie das ruhige
Ausharren in den genommeneu Stellungen imponirte dem
Gegner so, dass derselbe, nach vergeblichen Versuchen, Herr
der von der 8. Compagnie besetzten höchsten Punkte zu wer-
den, nach 8 Uhr Abeuds das Feuer gänzlich einstellte; die
in's Gefecht gebrachten 2 Raketengeschütze mochten nicht un-
bedeutend hiezu beigetragen haben.
Wegen des sehr schwer gangbaren Terrains, waren zum
Transport der Munition für die Raketengeschütze keine Trag-
thiere mitgenommen worden, und musste die Munition, theils
durch die Bedeckung, theils durch requirirte und gut bezahlte
Bewohner der treu gebliebenen Ortschaften fortgebracht wer-
den; als nun im Gefechte dei erste feindliche Schuss in die
Batterie fiel, warfen die Landleute die Munition weg und liefen
fort; es kostete viele Mühe dieselben durch die Bedeckung
einzubringen und zu beruhigen. Im Allgemeinen und im wei-
tereu Verlaufe haben sich jedoch diese Leute stets als treu
und als gute Kundschafter gezeigt.
Wenn schon die Fatigue des Marsches von Ubalac nach
Ledenice, und das eben geschilderte Gefecht die Kräfte der
Truppen im hohen Grade in Mitleidenschaft zog, so war es
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■** insbesondere die in der genommenen Stellung, während eines
eisigen Regens zugebrachte Nacht, welche die letzten fisischen
Kräfte des Regiments umsomehr absorbirte, als dasselbe seit
8 Uhr Morgens des 20. weder Nahrung noch Trank erhalten
hatte. Dieser Umstand bewog auch den Obersten Regiments-
Commandauten in einer Meldung an das Truppen- Divisions-
Commando den momentanen fisischen Zustand des Regiments
mit dem Beifügen zur Kenntniss zu bringen, dass der durch
den Angrifl'sversuch der Insurgenten nöthig gewordene Beobach-
tungs-Dienst nicht mehr zur vollen Beruhigung geleistet wer-
den könne.
Auf diese Meldung erchien am 21. gegen 11 Uhr Vor-
mittags der Statthalter Feldmarschall-Lieutenant Ritter von
Wagner mit einem Halb-Bataillon des 52. Infanterie-Regi-
ments, persönlich im Lager, und befahl den Rückzug des
Regiments nach Risano, nachdem die unter General - Major
Ritter von Dormus gegen Dragalj disponirte Colonne,
theils der ungünstigen Witterungs-Verhältnisse halber, theils
aber ihrer numerischeu Schwäche wegen, ohnediess nur bis
Cerkvice vorzudringen vermocht hatte.
Der Abmarsch des Regiments aus der Stellung bei Lede-
nice inf. und der Rückzug bis Risauo wurde durch ein Halb-
Bataillon Franz Carl - Infanterie unter Commandn des
Majors Baron Pitt«! und durch das eigene 1. Halb-Bataillon
gedeckt und vom Gegner nicht wesentlich belästigt.
Während des Rückmarsches nach Risano rückte die 5.
Compagnie, welche in ihrer Commandirnng in Orahovac durch
die 1». Compagnie abgelöst wurde, wieder zum Regiments ein.
So endete die 1. Expedition in die Krivosie, die den
grössten Theil der Aufgabe unerfüllt liess, denn das Fort
Dragalj konnte nicht verproviantirt werden, und beide Werke,
sowol Cerkvice als Dragalj, blieben nach wie vor der feind-
lichen Cernirung preisgegeben. Dass dieser Umstand das mo-
ralische Element des Gegners bedeutend hob, beweist wol am
Besten der nachhaltige zähe Widerstand, denn die uugleich
stärkeren Colonnen bei der 2. und 3. Expedition in der Kri-
vosie erfahren mussten.
So beklagenswerth diese resultatlose Unternehmung,
namentlich in den vorangofübrten Consequeuzeii erscheinen
mochte, - das Truppen-Commaiido konnte dafür bei den ge-
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gebenen Verhältnissen kaum verantwortlich gemacht werden.
Vor die Alternative gestellt entweder die pflichttreuen und
tapferen Besatzungen der Forts dem Hunger oder dem Feinde
Treis zu geben, wenn ihnen nicht rasch Proviant, Munition
und Unterstützung gebracht würde, — oder durch eine nicht
gehörig vorbereitete, namentlich von Verpflegsrücksichten un-
abhängig gemachte Expedition , in den beinahe ungang-
baren, wasser- und resourcenloseu Felsgebirge, einem wilden,
entmenschten Bergvolke gegenüber, dass in seiner durch Ge-
wohnheit erworbenen Unermüdlich keit . wohl vertraut mit
dem tiebrauche der sicher treffenden Büchse, — uiit jedem
Pfade und Schlupfwinkel seiner öden Felsenheimat, sieh sicher
wie in einer Festung wusste, — eiuen Misserfolg zu riskiren,
- war das Truppen-Commando moralisch genothigt den
letzteren Weg einzuschlagen.
Es scheint ein solcher Versuch um so mehr gerechtfertigt,
als man sicher sein konnte, dass die braven Truppen das
Unmögliche leisten würden, um ihren bedrängten Kameraden
Hille zu bringen, und als man annehmen durfte, dass die Auf-
ständischen, ernstem Auftreten gegenüber, es vielleicht nicht
zum Aeussersten kommen lassen würden.
Nachdem diese letzte Hoffnung getäuscht wurde und der
erste Versuch misslaug, — zeigte sich nun die Lage um so
misslicher, als man einerseits die bedrohten Fortsbesatzungen
nicht mehr zurücknehmen konnte: — eine Massregel, durch
welche man überdies« seine Schwäche eingestanden, und mit
p-uen wichtigen Stützpunkten auch die Möglichkeit der Wieder-
uuterwerfung der insurgirten Landstriche in weite Ferne ge-
rückt hätte; — als es anderseits noch ebenso, wio vor der
ersten Unternehmung an allen Mitteln gebrach, eine den Um-
ständen angemessene, geordnete Truppen-Verpflegung einzu-
leiten, — uud durch die schon verlorene Zeit um so mehr
Gefahr im Verzuge lag.
Um 3 Uhr Nachmittags des 21. war das Regiment wieder
in Hisano eingerückt, uud wurde erst den nächsten Tag mit
dem 1. Bataillon nach St. Eustachio, dem 2. nach S. Mateo
und dem 3. nach Ljuta verlegt.
Am 23. gegen 12 Uhr Nachmittags wurden von Cattaro 0l ? r ;«". 1 " u TJ «.
Allannschüsse hörbar. „. o,, wb4 . r 1M9
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Nachdem die Stationsorte des Regiments gemäss der
Allarmdisposition, zu Cattaro geholten, raillirte sich das Regi-
ment eiligst und rückto unverzüglich nach Cattaro ab ; das 2.
Bataillon als zunächst dialocirt, traf zuerst dort ein, und erhielt
den Befehl, das 2. Bataillon Erzh. Franz Carl, welches
gegeu die das Werk Gorazda und das Blockhaus S. Trinita
angreifenden Zuppaner vorgegangen war, zu unterstützen.
Das Bataillon hat durch sein Erscheinen und theilweises
Eingreifen in die Action sowohl auf den Gegner moralisch
gewirkt, als auch dem in der Flanko bedrohten Bataillon von
Franz Carl -Infanterie die freie Action ermöglicht, und so
zu dem von demselben erzielten, günstigen Resultate, der
Zurückdrängung der Insurgenten, wesentlich beigetragen.
Inzwischen waren auch die beiden anderen Bataillone
je mit 2 Compagnien in Cattaro eingetroffen, nachdem die 1.
und 2. Compagnie als Besatzung in Perasto, die 9. und 10.
an der Franz Josefs -Brücke zurückgeblieben waren. Diese
2 Halbbataillone sollten erst abkochen, und dann die beiden
um Gorazda herum noch im Gefechte befindlichen Bataillone
ablösen.
Doch es wurde Nacht, bevor sich das 1. und 3. Harb-
bataillon nach Gorazda in Bewegung setzen konnten; um i>
Uhr Nachts erreichte die Colon ne S. Trinitä, woselbst die
12. Compagnie die in diesem Blockhause befindliche 5., die
übrigen Compagnien aber den Rest des 2. Bataillons in Gorazda
selbst ablösten. — Das Bataillon Franz Carl war gegen 6
Uhr Abends bereits in Cattaro eingerückt, indessen die beiden
Werke Gorozda und Trinita vom 2. Bataillon Erzh. Ernst
besetzt blieben.
Während der Nacht verhielten sich die Insurgenten ganz-
ruhig. Erst gegen Morgen des 24. sah man einige derselben,
doch schon auf montenegrinischen Gebiete wieder erscheinen,
was zu einigen Kanonenschüssen aus dem Werke Gorazda
Veranlassung gab.
Um 10 Uhr Vormittags wurde nach Cattaro, und nach-
dem daselbst abgekocht worden, in die früheren Stationen ab-
gerückt: doch die ersehnte Ruhe sollten die Truppen dort
nicht finden, denn schon um 10 Uhr Nachts langte beim Re-
giment« folgender Befehl ein;
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„Das Regiment hat heute Nacht derart abzukochen,
dass es morgeu den 25. um 6 Uhr Früh den Marsch
gemeinschaftlich mit der Gebirgsbatterie Nr. 1 des 11.
und 12. Festungs- Artillerie- Bataillons antreten, und um
8 Uhr Früh in Risano sicher eingetroffen sein kann, wo
die weitereu Befehle mündlich erfolgen werden. Bagagen
und Tornister sind zurückzulassen."
Wagner F. M. L.
Der Drang der Umstände hatte das Truppen-Commando Zw «
in
veranlasst, für den 25. eine neue Unternehmung gegen die M .
Krivosie ins Auge zu fassen.
Dem vorstehenden Befehle gemäss, wurde schon um 1
Uhr Nachts in den verschiedenen Stationen abgekocht, und
um 8 Uhr Morgens des 25. stand das ganze Regiment bei
der Franz Josefs-Brücke Concentrin, um von da den Marsch
nach Risano anzutreten.
Tags vorher war auch das Regiment Freiherr von
Maroißie Nr. 7 in Cattaro eingetroffen, und wurde mittelst
Kriegsfahrzeugen nach Risano transportirt,
Um 8 Uhr Morgens des 25. standen somit auf der Marine
Risano die Infanterie-Regimenter Nr. 44 und 48 ä 3 Bataillons
(die Compagnien des ersteren circa 70 Mann, jene des letzteren
wie bekannt mit je 40 Mann) dann das Infanterie-Regiment
Nr. 7 (auf Kriegsstärke) und endlich 2 Gebirgsbatterion Con-
centrin, welche insgesammt eine Truppenstärke von circa 3000
Mann Infanterie, 8 Rohr- und 8 Raketengeschütze repräsentirteu
und der weiteren Befehle harrten.
Um 9 Uhr erschien der neu ernannte Brigadier, Oberst
Jovanovic, und übernahm das Commando über sämmtliche
genannte Truppen, und trat um l /> 10 Uhr den Abmarsch nach
Dragalj zur endlichen Verproviantirung dieses Postens, wie
folgt, an:
Die Vorhut bildete das Regiment Erzherzog Alb recht
Nr. 44 mit einer Raketen-Batterie; — die Nachhut 1 Batail-
lon des Infanterie-Regiments Nr. 7 und das 1. Bataillon des
48. Regiments, indessen das 2. und 3. Bataillon zur Siche-
rung Risano's dortselbst zurückbleiben mussten.
Das 1. Bataillon des Regiments bildete den Nachtrab
der Nachhut und die 4. Compagnie die äusserst« Nachpatrulle.
334
In dieser Ordnung hatte die Coloune den Marsch auf
dun nach Knezlac führenden Serpentinen angetreten und die-
selben auch unbehelligt vom Gegner passirt.
M&*£b?mi Doch schon bei Kuezlac hatte die Vorhut einen harten
k. oZbtr i^. Kampf mit den theils in diesem Orte, theils aber auf den die
Coinmunieation durch diesen Ort beiderseits begleiteuden Hohen
postirten Insurgenten zu besteheu, bevor sie weiter gegen Cerk-
vice vorzurücken vermochte.
Die vor dem ungestümen Angriffe der Vorhut weichen-
den Insurgenten hatten sich auf Napoda zurückgezogen , wo
sie sich abermals festsetzten. Nachdem alle Versuche, die-
selben aus ihren Positionen zu vertreiben, der unvergleich-
lichen Schwierigkeit des Terrains halber, zu keinem günstigen
Resultate geführt hatten, der Zweck der Expedition, Cerkvice
und Dragalj zu verproviantiren aber durchaus erreicht werden
musste, griff man endlich zu dem verzweifelten Mittel, in Co-
lonne an der Flankenstellung des Feindes und unter dessen
lebhaftem Feuer vorbeizumarschiren.
Wie allen Gebirgsvölkern der Guerilla-Krieg geläufig ist
und Flanke und Rücken des Gegners als die willkommenen
Angriffspunkte gelten, - so befolgten auch die Insurgenten
Süd-Dalmatiens diese Praxis und trachteten — in ihrer wilden
Grausamkeit und Verachtuug des Menschenlebens — möglichst
vieler Nachzügler und liegengebliebener Verwundeter habhaft
zu werden, um au denselben durch barbarische Verstümme-
lungen ihren rachsüchtigen Muth zu kühlen und durch die
grausamste Massacrirung der Gefangenen auf das moralische
Element ihrer Feinde deprimirend einzuwirken.
Es war auch die Nachhut kaum aus dem Defil6 von
Napoda debouehirt, als diese von allen Seiten angefallen, hart
gedrängt und mörderisch beschossen wurde, so dass beide Ba-
taillone der Nachhut gleich bei Napoda halten und Front gegen
Osten ein hinhaltendes Gefecht annehmen mussten; der fort-
gesetzte Weitermarsch der Haupttruppe und die zunehmende
Entfernung derselben bewogen jedoch alsbald beide Batailloue,
das Gefecht abzubrechen und im heftigsten feindlichen Feuer
der Hauptcolonue zu folgen, wobei die ursprünglich als Nach-
patrulle ausgeschiedene 4. Compaguie des Kegiuieuts durch
die 3. unterstützt und beide im weitereu Verlaufe des Gefech-
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tes von den übrigen 2 Compagnien des 1. Bataillons südlich
Cerkvice aufgenommen wurde.
Gegen 4 Uhr Nachmittags wurde Cerkvice erreicht und
nach Aufstellung der uöthigen V T orposten dortselbst bivouakirt.
An ein Abkochen war während der Expedition nicht zu
denken; in dieser Beziehung konnten keine Voranstalten ge-
troffen werden, da sämmtliche verfügbaren Tragthiere zum
Trausport der Approvisionirungs-Vorräthe für Dragalj uud
Cerkvice verwendet worden waren, und die Expedition die
Verproviantirung Dragalj's um jeden Preis und ohne Auf-
enthalt zum Zwecke hatte.
Somit war eine kleine Ration Speck und Brauntweiu
Alles, was die Truppe nebst dem Brote während der ganzen
Expedition an Lebensmitteln mitbekommen konnte.
Am 2(5. Morgens 7 Uhr rückte die Colonne mit den
Regimentern Nr. 44 uud Nr. 7, dann den Rohr- und Raketen-
geschützeu nach Zurücklassung eines halben Bataillons Ma-
ro i öi e - Infanterie und des eigenen ]. Bataillons — zum
Zwecke der Besetzung uud Sicherung der Position bei Cerk-
vice — gegen Dragalj vor, uud es gelang den heroischen, allen
Gefahren und Anstrengungen trotzenden Truppen Dragalj 0 «* ££2 -M
nach einem harten, blutigen Kampfe im Üefile von Hau gegen *>• °«° hn lM *
11 Uhr Vormittags mit der Proviant-Colouue zu erreichen.
Sobald das Fort mit Munition und Proviant versehen
war, wurde der Rückmarsch angetreten, und musste auf dem-
selben, trotzdem, dass das Defile von Han vom Infanterie-
Regimeute Nr. 7 besetzt gehalten war, dasselbe neuerdings
unter bedeutenden Verlusten genommen und passirt werden.
Um 3 Uhr war die von Dragalj rückgekehrte Colonne wieder
in Cerkvice eingetroffen.
Nach einer halbstündigen Rast, welche zum Verbinden
der Verwundeten (worunter auch Oberst Brigadier von Jova-
novic) benützt wurde, setzte sich die ganze Colonne wieder
nach Risano in Marsch. Die Nachhut bildete abermals das
1. Bataillon des Regiments und das mit demselben in Cerk-
vice zu rückgebliebeue halbe Bataillon Maroicic - Infanterie
Nr. 7.
Das letztere hatte die rechte, die 1. Compagnie des Re-
giments die linke Flanke während des Rückmarsches zu decken,
da diese Compagnie bereits Tags über auf einer in dieser
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«■» Richtung situirten Höhe auf Vorposten gestanden war. —
Dies«? Höhe, welche, wie erwähnt, wohl in der Richtung, nicht
aber in Verbindung mit den die Commuuication nach Risano
begleitenden Bergketten stand, war von der 1. Compaguie
kaum verlassen, als ein dichter Nebel, jede Aussicht hem-
mend, die Orientirung in dem verworrenen, pfadlosen Terrain
hinderte und diese Abtheilnng in die gefährlichste Lage
brachte. Die Gefahr war um so grösser, als die 1. Compagnie
auf ihrem Rückzüge mehrere Höhenrücken quer zu über-
schreiten hatte, in einer Richtung, iu welcher ein Haufe
Insurgenten, von Napoda aus, sich zwischeu diese Compagnie
und die Arrieregarde einzuschieben, und der ersteren den Rück-
zug zu verlegen drohte.
Wenngleich die Haupt-Colonne mit den Verwundeten den
ganzen Rückmarsch nach Risano unaufgchalten und so ziem-
lich unbehelligt zu bewerkstelligen vermochte, so war für die
Nachhut dieser Marsch um so verhängnissvoller.
«mSTm 1 Bei der Annäherung an Napoda von allen Seiten ange-
c "taita*? d griffen und heftig beschossen, zog sich das, die Nachhut bil-
ürt "" r IW dende 1. Bataillon iu musterhafter Ordnung, auf der Strasse
gegen Risano zurück, ohne seine Bestimmung und Aufgabe:
die Haupttruppe zu sichern, einen Moment aus dem Auge ge-
lassen zu haben.
Durch gegenseitiges Aufnehmen und Unterstützen, gelang
es dem Bataillon sich so lange fechtend zu halten, bis end-
lich doch die in so grosser Gefahr schwebende 1. Compaguie
zu selbem stiess. Wenn gleich ihre taktische Ordnung im ersten
Momente gänzlich gelöst, und leider Oberlieutenant Franz
Pesch ka mit noch einigen Braven bei dieser Gelegenheit
gefangen und massacrirt worden waren, so war doch der Jubel
unbeschreiblich, als Hauptmaun Ritter von Negrelli,
Commandant dieser Compagnie, mit seinem kleinen geretteten
Häuflein, das mau schon gänzlich verloren glaubte, plötzlich
bei der Nachhut erschien.
Das erste Bataillon raillirte sich nun , begünstigt durch
das Feuer zweier Raketeugeschütze , zwischen Knezlac und
Greben, und wurde, erst nachdem es beinahe 1 Meile im
Rückzugsgefechte zurückgelegt hatte, auf dem Greben durch
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ein Bataillon «los Infanterie-Regiments Erzherzog Albrecht
Xr. 44 aufgenommen.
Das Bataillon setzte nun den Marsch auf den neuen
Serpentinen gegen Risano, mit Rücksicht auf die zu tragenden
Verwundeten und vielen Erschöpften, sehr langsam fort.
Doch die Verfolgung durch die Insurgenten hatte mittler-
weile eine solche Entschiedenheit und Heftigkeit angenommen,
dass die vom Bataillon Nr. 44 bezogene Aufnahmsstellung
unhaltbar wurde: und da dieses Bataillon auf seinem Rück-
züge den alten, kürzeren Serpentinenweg einschlagen musste,
gelangte das 1. Bataillon des Regiments, welches auf dem
neuen Serpentinen weg marsehirte, abermals an das äusserst«
End«' der Colonne.
Unter wüthendem Geschrei, auf dem felsigen Hange
von Block zu Block springend, sendeten die Insurgenteu nun
von der Hübe herab, gegen die in der Tiefe ziehenden Ab-
theilungen, ihre sicher treffenden Geschosse; deunoch waukte
die brave Truppe nicht, und führte deu ungleichen Kampf mit
aufopferndem Muthe weiter.
Bis Smokovac währte die Verfolgung, ungeachtet dessen,
dass sowol die Rohr- als die Raketeugeschütze bei diesem Orte
Stellung genommen hatten, und im Vereine mit der bei Ri-
sano postirteu Lahitte-Battcrie den Höhenrand und die Hänge
unter ihr Feuer nahmen; das Feuer der Insurgenten verstummte
erst als die hereingebrochene Nacht und Dunkelheit das Treffen
ganz illusorisch gemacht hatten.
Gänzlich erschöpft trafen die Truppeu um Uhr
Abends in Risano ein, wo sie nothdürflig verpflegt und unter-
gebracht wurden.
Das 2. und 3. Bataillou hätte den ursprünglich erlasseneu
Anordnungen zu Folge, die von Dragalj rückkehreude Colonne
an den obersten Serpentinen aufnehmen sollen, was aber aus
Besorgniss für die Sicherheit von Perasto und Orahovac, wo-
hin die beiden Bataillone disponirt worden waren, unterblieb.
Doch kaum hatten diese 2 Bataillone von Risano aus den
Marsch bei einbrechender Nacht nach jenen Ortschaften ange-
treten, als durch das heftige, an den Serpentinen abermals
begonnene Gefecht sich die Notwendigkeit aufdräugle, diese
intacten Bataillone in Risano zu belassen, so dass dieselben
C l M t h h H <!«• 4». Linien lar. U<(. 2-
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n, u
>«»• schleuuigst rückberufen wurden, nm Vorposten gegen Stnokavac
auszustellen.
Die Verluste des 1. Bataillons an diesen beiden Tagen,
d. i. den 25. und 26. October waren nachstehende:
vrrio.w Todt: Oberlieutenant Franz Peschka und 5 Mann;
um rtr^liuem*. *
^a^ 0 * 01 ""' verwundet: Hauptinanu Josef Heinzelmann (Prellschuss)
und 12 Mann.
Hievon entfalleü auf die 1. Compagnie: ausser Ober-
lieutenant Peschka, 2 Todte und 7 Verwundete.
Das ganze Regiment blieb nun die Nacht hindurch in
Risano, und rückte den nächsten Tag (27.) in sein früheres
Cantonement in der Dobrota.
Diese zweite Expedition in die Krivosie hatte ausser
den eben angeführten Verlusten, dem Regiment noch vielo
Opfer durch Erschöpfuug gekostet; insbesondere muss Oberst-
lieutenant Constantin Haberecker genannt werden, der
schon während des Gefechtes, nur mehr auf den Bataillons-
Hornisten und seinen Diener gestützt , fortzukommen ver-
mochte, aber aller Bitten und Zuredeu ungeachtet, sein Ba-
taillon nicht verliess, bis der Kampf beendet war; sein fisi-
scher Zustand war jedoch ein derartiger, dass er in sein
Quartier getragen werden, und für immer seine militärische
Laufbahn schliessen musste.
Aus dieser Ursache übernahm Hauptmann Arnold Bal-
duin das 1. und Hauptmaun Fran*z Kraft das 3. Bataillons-
Commando, während Major Baron Ende, statt des die Brigade
Ritter vonJovanovic befehligenden Obersten Fischer
ad interim das Regiment commandirte.
Das 2. Bataillons-Commando übernahm Hauptmann Lud-
wig von B a c h i c h, und die 5. Compagnie statt diesem Ober-
lieutenant Tb all er.
Am 1. November wurde das 1. und 3. Bataillon, wie es
hiess, zur Erholung nach Cattaro gezogen. Doch kaum waren
diese beiden Bataillone dort eingerückt, als auch schon ver-
schiedene Gerüchte von einer bevorstehenden neuen Expedition,
u z. diesmal die Pacificirung der 2uppa in's Auge fassend,
circulirten.
K.^dii«» in di. Wirklich kam auch schon Nachts der Befehl, nächsten
& Mo«»b« iw.Tag so abzukochen, dass um 10 Uhr Vormittag abgegessen
werden könne. Einem weitereu Befehle gemäss hatten um
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10% Uhr Vormittags zwischen Cattaro und Scaljari in fol-
gender Ordnung angetreten zu sein: das 8. Jager -Batai Hon,
2 Raketengeschütze, 1 Bataillon Ernst-Infanterie, 2 Gebirgs-
batterien, 1 Bataillon Ernst- Infanterie.
Diesem Befehle zu Folge rückte das 1. und 3. Bataillon
in die ihnen angewiesene Ordnung, während das 2. Bataillon
noch vorläufig in S. Mateo verblieb. Um II 1 /* Uhr setzte
sich die ganze Colonne auf der Strasse über S. Trinita gegen
Budua in Marsch.
Von Trinita aus wurde das eigene 3. Bataillon mit 2 Ra-
ketengeschützen auf die Höhe von Gorazda disponirt, während
der Rest der Colonne auf der gedachten Strasse, unter Deckung
der rechten Flanke durch eine Jäger-Compagnie, bis Casa Pe-
trovic vorrückte.
Hier überging die Haupttruppe in die Gefechtsaufstel-
lung, indess die vom Rücken des Gorazda auf den westlichen
Abhang herabgezogene <J. und 11. Compagnie oberhalb Dub,
die 1. Jäger-Compagnie durch Dub in der Richtung der Ca-
pelle S. Giorgio vorgingeu — Das Gros folgte in dem Ter-
rain zwischen der Strasse und dem Feldwege nach Dub der
Bewegung dieser 3 Compagnien mit der Direction auf die Ca-
pelle S. Barbara und disponirte auf der Strasse blos die eigene
4. Compagnie gegen den Ort Kraljeva.
Während des Vormarsches wurde es bald vollends klar., <»'•«" >»i .
> Iii H.ii i>« i n und
dass die Insurgenten die Capellen Sta. Barbara und S. Giorgio j ^^"j
und die nordöstlich davon gelegenen Höhen besetzt hielten.
Um den Angriff auf diese Stelluug vorzubereiten, setzte
das Gros, welches auf der Rippe zwischen Fort Sutvara und
Casa Bujkovi.' hielt, seine Rohrgeschütze unverweilt in's Feuer.
Der folgende Angriff, welcher von der 3. und 4. Jäger-Com-
pagnie auf Sta. Barbara, von der 9. und 11. Compagnie des
eigenen Regiments und 1. Jäger-Compagnie hingegen auf
5. Giorgio gerichtet war, hatte Anfangs blos die Räumung
der Capelle Sta. Barbara zur Folge, wogegen die auf S. Gior-
gio dirigiite Angiiffscolonne nur langsam Terrain gewinnen
konute, weil sie Terrainschwierk r keiten aller Art und einen
Gegner zu überwinden hatte, der sich durch das Herabstürzen ab-
gelöster colossaler Felsblöcke eine Kampfweise gewählt hatte,
die leider ihre Opfer forderte.
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i«w Erst durch Heranziehen der Rohr-Batterie, sowie der sie
bedeckenden 2. Compagnie liegen Sta. Barbara und den er-
neuerten Angriff der 9. und 11. Compagnie, sowie der 1. Jäger-
Coinpagnic gelang es, den Feind auch aus 8. Giorgio zu ver-
treiben, das hierauf vom H. Jäger Bataillon besetzt wurde.
Da das Feuer der Insurgenten auf den Höhen nordöstlich
von S. Uiorgio noch immer nicht verstummen wollte, wurde
die 1. und 3. Compagnie als Verstärkung dahin entsendet.
Mit der einbrechenden Dunkelheit hörte das um 3 ühr
Nachmittags begonnene Gefecht auch hier auf.
Das eigene 2. Bataillon rückte um 5 Uhr Nachmittags
zum Keginiente ein, kam jedoch nicht mehr zur Aetiou. —
Die Nacht wurde in der Stellung Gorazda-Barbara-Giorgio-
Kraljeva zugebracht.
Der Verlust in diesem Gefechte betrug vom Regimente
nur 2 Verwundete.
In Folge des am nächsten Tage, d. i am 3., erhalteneu
Befehles: iu Uebereinstimmung mit der Brigade General-Major
Dorm us, welche auf dem, das Zuppathal westlich begleiten-
den Höhenzuge vorging, wenigstens bis auf die Höhen nörd-
lich von Sisic vorzudringen,' gleichzeitig aber die vorzüglich-
sten Punkte der innegehabten Stellung besetzt zu halten, rückte
die unter Commando des Obersten Fischer befindliche Co-
lonne in 2 Abteilungen vor; — u. z. 3 Compagnieu Jäger
mit einem Raketenzug über den Verbindungsrücken der bei-
den Bergfüsse Giorgio-Barbara und Klia-Trinitä gegen S. Elia;
die Hauptcolonne aber, bestehend aus* 7 Compagnieu des eige-
nen Regiments, 1 Bataillon A I brecht- Infanterie, 1 Jäger-
Compagnie und einer Gebirgsbatterie , von S Giorgio quer
durch das Thal auf Trinita. Die übrigen Compagnien, d. i.
1., 3., 4., 10. und 12., nickten theils später nach, theils
aber besetzten sie die wichtigsten Punkte der früher innege-
habten Stellungen.
Die Hauptcolonne gelangte zuerst zum Ziele, indem die,
die Vorhut bildeude eigene 2. Compagnie fast gleichzeitig mit
Abtheilungen des 7. lufanterie-Regiuieuts die Capelle Trinitä
besetzte.
Zwischen Trinita und Elia bezog nun die Hauptcolonue
eine Gefechtsaufstellung, die vor der Front durch den Tor-
rente Kosica gedeckt war. Dieser gegenüber, im Orte Sisic
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und auf den nördlich und nordöstlich davon gelegenen letzten
Rückfallskuppen des Monte Golis stand der Gegner.
Während' in dieser Aufstellung ein längeres, hinhalten-
des Feuergefecht geführt wurde, traf die Seitencolonne (Jäger)
ein, und wurde mit ihrem Dobouchiren bei S. Elia derart vom
Feinde aufgehalten, dass zu ihrer Degagirung die 8. Compag-
nie dahin entsendet werden musste.
Die Batterie wechselte nun ihre Stellung bei der Ca-
pelle Trinita mit einer neugewählten bei Elia, und unter dem
Schutze ihres Feuers sollte das Jäger-Bataillon und das Ba-
taillon Erzherzog AI brech t -Infanterie einen Verstoss gegen
den feindlichen rechteu Flügel machen; doch mit dem Be-
ginne der Ausführung dieses Befehls wurde es dunkel, was
gegen G Uhr Abends das Abbrechen des Gefechtes und das
Aufstellen der Vorposten in der Linie Trinita S. Elia zur Folge
hatte. Das Regiment hatto in diesem Gefechte einen Todten.
Im Laufe des nächstfolgenden Tages, des 4., welcher den
Truppen seitens des Divisions-Commando's als Rast gegönnt
war, kamen von Seite der Insurgenten 2 Popen als Parla-
mentäre, um die Unterwerfung einiger Ortsgemeindeu anzu-
kündigen. Dieselben wurden in das bei Vrblje botindliche Haupt-
quartier escortirt, kehrton mit einem Geleitschein zurück, und
es stellten sich am 5. Morgens wirklich einige 50 Insurgenten
der Gemeinden Sisic und Sutvara.
Am 5. Vormittags erhielt die Brigade für 11 Uhr den
Befehl, in der Richtung gegen Odule, entlang der Höhen vor-
zurücken, dort Halt zu machen, bis die Brigade Dorm 118
mit dem Gros auf der Buduaner Strasse in gleicher Höhe ein-
treffen, und die Schweukung gegen Pobori inferiore vollzogen
haben würde, worauf dann die gemeinschaftliche Vorrückung
in jener Richtung erfolgen wird.
Nachdem das Regiment mit Ausnahme der 3. Compagnie,
welche zur Bedeckung des Hauptquartiers commandirt worden
war, durch die Heranziehung der schliesslich noch detachirt
gewesenen I. Compagnie sich completirt hatte, erfolgte von
Seite des Brigade-Commandos folgende Disposition :
Die Hanpt-Colonne geht auf dem Wege von Sisie, Brä-
tele, gepeu Odule vor. während Major Baron Ende diese
Vorrückung mit dem 1. und 2. Bataillon (ohne der 3. Com-
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im» pagnie), dann 2 Raketengeschützen in der linken Flank»-, in
der Richtung von Si*ic gegen Knezevic zu decken hat.
Schon bei Sisiö fand sich eine zerstörte Brücke vor.
Diese, sowie viele andere, für die Batterie schlecht zu passirendo
Stellen verzögerten den Marsch so sehr, das« die in der
Ebene rnarschirende Brigade Dormus einen bedeutenden
Vorsprung gewann, und sich schon gegen die Höhe von Duboviea
wendete, während die eigene Haupt-Colonne kaum in der Höhe
von Kalugjerovic angelangt war.
Die letztere hielt aus diesem Grunde in der Höhe
von Odule nicht an, sondern trachtete Pribilovic zu erreichen,
allwo die Vereinigung derselbeu mit der linken Seiten-Colonne
(Major Baron Ende) über Knezevic oder Bevenja angehofll
wurde.
iMMm Doch sollte es zu der in dieser Richtung angestrebten
M. nu» OolU. ... . .
5. »«.,mw, km. Vereinigung, in Folge des Widerstandes, den die linke Seiten-
colonne auf ihrem Marsche gefunden, nicht kommen.
Diese war nämlich nach einem äusserst anstrengenden
Marsche, in der Absicht über Bevenja-£umar gegen PribiloviC
weiter vorzurücken, bis zu einer Stelle im Terrain angelangt,
wo der Weg nahe der Kuppe des Monte Golis, eine Strecke
entlang einer Wand seiner westlichen Abdachung führt
Hier wurde mit dem Gros gehalten, indess eine Patrulle
uud kurz darauf ein Zug der, die Vorhut bildenden G. Com-
pagnie mit Lieutenant Raimund Larisch am oberen Rande,
der Wand gegen die Kuppe des Monte Golis, — der Rest der
6. Compagnie und die 5. Compagnie mit 2 Raketengeschützen
aber am Wege vorgingen. Nicht lange währte es, so wurden
die Patrulle und der Zug der linken Flankendeckung von der
Kuppe des Monte Golis her beschossen, was zur Folge hatte,
dass in dieser Richtung die 4. Compagnie als Unterstützung
nachgesendet wurde, indessen am Wege das 1. Halbbataillou
mit der Aufgabe vorging, nach schleuniger Passining der
Wand links frontirend den bereits abgesendeten Abtheiluugen
die Hand zu bieten.
So bildete sich nach und nach mit der 5., 2., 1., 4. und
eiuem Zuge der G. Compagnie Front gegen Nordost, eine
mindestens 000 Schritte lange Gefechtslinie, die rechts auf
einem theilweise bewaldeten Kegel, liuks auf der kahlen Kuppe
des Monte Golis gute Flügelanlehnungen fand, und durch die
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zur 2. Compagnie dirigirten Raketengeschützp noch verstärkt
wurde. Die schliesslich uutpr dem Feuer des Gegners am Wege
vorgegangene 7. und 8. Compagnie bildeten im Vereine mit
pinem Zug der «5. Compagnie hinter der beiläufigen Mitte
obiger Aufstellung die Reserve.
Der Gegner, welcher sich Anfangs blos auf der Kuppe
des Monte Golis und am oberen Rand dpr bereits erwähnten
Wand gezeigt hatte, nahm gleichzeitig mit der eben augeführten
Entwicklung des Regimentes auf jenem langen Rücken Auf-
stellung , der nordöstlich der Kuppe Monte Golis in der
Richtung gegen Stanjevie streicht.
Gegen denselbeu wurde unsererseits längere Zeit ein
lebhaftes FeiuTgefecht geführt: an ein Verdrängen des Gegners
aus seiner dortigen Aufstpllung war jpdoch nicht zu denken,
da er, schon Anfangs stark, noch im Laufe des Gefechtes
immer mehr Zuzüge, mutmasslich zumeist aus Stanjevic, erhielt.
Diese ermöglichten es ihm auch, mit ungefähr 300 Mann selbst
angriffsweise gegen unseren rechten Flügel vorzugehen. Hier
war es nun Oberlieutenant Franz T h a 1 1 e r, welcher durch
die 7. Compagnie verstärkt, sich mit wahrem Heldenmuthe
der Aufgabe unterzog, seine Position zu behaupten, und
glückte es ihm auch die ersten Augriffe des Gegners abzu-
weisen, so konnte es doch keinem Zweifel unterliegen, dass
das kleine Häuflein Braver bald der von allen Seiten an-
stürmeuden Uebermacht erliegen werde, umsomohr, als die nur
mehr aus f> Zügen bestehende Reserve nicht gänzlich zur
Unterstützung des rechten Flügels verbraucht werden konnte-
Diese Erwägung, dann die einbrechende Dunkelheit und
der Umstand, dass die innehabende Aufstellung ohnediess keine
Sicherheit für die Nacht bot, bewogen den Colonnen-Comman-
danten Major Baron Ende das Gefecht abbrechen zu lassen,
und das Zusammenziehen aller Abt heilungen gegen die Kuppe des
Monte Golis anzubefehlen. Es vollzog sich hiemit eine Front-
veränderung rechts rückwärts, welche unter dem Schutze einer
von der 2. Compagnie am Fusse des Monte Golis genommenen
Aufnahmsstellung, zwar im heftigsten Feuer des Gegners, den-
noch austaudslos bewerkstelligt wurde. Auf der Kuppe des
Monte Golis angekommen , wurden die Abtheilungen über
Nacht in ein Carre zusammengezogen, dass nach allen Seiten
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im Front machend, gegen 8 Uhr Abends von den Insurgenten
angegriffen wurde.
wri«.* d« Hu.. Dieser Angriff, wiewol abgewiesen, kostete leider 2 Todte
und 9 Verwundete.
Die Situation der auf Monte Golis unter Comniando des
Majors Baron Ende befindlichen 7 Corapagnien war eine sehr
gefährdete gewesen , und nur dem unerschütterlichen Muthe
dieser Abtheilungen ist es zuzuschreiben, dass sie sieh iu so
kritischer Lage behaupteten.
Die vom Major Baron Ende über den Schluss des Ge-
fechtes am Monte Golis vorgelegte Relation lautet auszugs-
weise: „Bis dahin war es ganz finster geworden, und ich hielt
es gerathen, mich dadurch gegen einen feindlichen TTeberfall
zu sichern : dass ich meine ganze Kraft, concentrirte und nach
allen Seiten Front machte. Gegen 8 Uhr Abends schlichen
sich von allen Seiten Insurgenten auf die Wände des von mir
besetzten Monte Golis, mit der Absicht, einen Ueberfall zu
unternehmen."
„Ihre Stärke, die nach den Stimmen, die hörbar wurden,
auf wenigstens 200 angenommen werden kouute, bewog mich
den Befehl zu ertheilen, keinen Schuss früher abzugelMMi, als
bis der speciello Befehl hiezu erfolge."
Doch plötzlich hatten die Insurgenten die von mir be-
setzten höchsten Punkte des Berges erreicht, und auch einige
Schüsse in nächster Nähe abgegeben, als aut moin Signal
„Hurrah* sich die ganze Truppe auf den verwegenen Gegner
warf, und ihn theils mit der blanken Waffe, theils mit mör-
derischem Feuer zurückwies. Bei dieser Gelegenheit ereignete
es sich, dass Hauptmann Josef Heinzelmann und alle
Ofticiere seinem Beispiele folgend, der Mannschaft vorstellten,
wie der Zusammenhalt der Kraft allein zum Ziele führen
könne, und sie aufforderte, früher zu sterben, als die inue-
habende Fosition aufzugeben."
„Durch einen einstimmigen Kid bekräftigte die Mann-
schaft die an sie gestellte Aufforderung, und ein erschüttern-
des, todesmuthiges „Eljeu" antwortete auf die tapfere Haltung
der Ofticiere".
Bei einbrechender Dunkelheit erreichte die Hauptcolonne
der Brigade Fischer den Thalkessel bei Pribilovic, allwo
sie das Lager bezog, da ein weiteres Vordringen gegen das
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domiuirond liegende Pobori nicht mehr gerathen schien. Die
Insurgenten hatten Stanjevic angezündet, das, wie es sich
Tags dai auf zeigte, zum Theil abbrannte Die Lagerfeuer der
Brigade Dorums waren auf den Höhen des Dubavica sichtbar.
Am 6. Morgens wurde das Lager der Haupt-Colonue
durch ein ober Pobori inferiore aufgestelltes Insurgentengeschütz
beschossen. Die eigene Batterie setzte sich sogleich dagegen
ins Feuer, wogegen das 8. .liigcr-Bataillou gegen Pobori in-
'feriore vorrückte, und sich sodann gegen das Detile von
Stanjevic wendete.
Der Rest der Haupt - Colonne rückte gegen Uhr
nach, und besetzte Pobori iuferiore.
Da die Stellung bei Pobori inferiore taktisch sehr un-
günstig ist, wurde die Nacht nicht in derselben, sondern in
einer geeigneteren, .südöstlich von Pobori gelegenen Stellung zu-
gebracht.
Die Colonne des Majors Baron Ende nahm , nachdem
sie ihrer Aufgabe, die Haupt-Colonue zu decken, nicht mehr
nachzukommen vermochte, am Morgon des Ii. die Richtung
auf Prierady, und folgte auf der von der Haupt-Colonne Tags
zuvor benützteu Communication, dieser nach.
Um 4 Uhr Nachmittags im Lager von Pribilovie ange-
langt, kochten die beiden Bataillone daselbst ab, konnten je-
doch der überstaudeuen grossen Strapatzen halber, nicht mehr
zum Gros stossen.
In der Nacht vom ü. auf den 7. kam die Brigade
Fischer in Fühlung mit dem 27. .läger-Bataillou der Bri-
gade Oberst Sehönfeld, die am Ü. von Budua über Maina
vorgerückt war.
Die Insurgenten, welche sich von dem DeMle* Staujevic
angeschlichen und die westlich von Pobori situirten Felspartien
besetzt hatten, wurden theils durch Infanteriefeuer, theils
durch die östlich von Pobori postirte Gebirgsbatterie inso-
lango im Schach gehalten, bis das 1. und 2. Bataillon, bei
welchom mittlerweile auch die auf Colonuen-Magazinsbedeckung
commandirt gewesene 3. Compaguie eingerückt war, Pobori
passirt hatten.
Seit Morgens S Uhr hatte sich bei der Brigade Schön-
leid ein Feuergefecht entsponnen.
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Die Brigade Fischer Simmelte sich und trat in Kampf-
bereitschaft.
Gegen Mittag erhielt diese Brigade jedoch den Befehl
nach ßudua einzurücken, und dort das Lager zu beziehen.
Die vom 2. bis 7. währende Expedition hatte insoferne
ein ziemlich günstiges Resultat erzielt, als, mit Ausnahme der
Gemeinden Maina und Braic, die ganze Zuppa unterworfen
worden war.
Einen wesentlichen Autheil an diesem Resultate hatte'
unbestritten das Regiment, durch das zähe Ausharren auf dem
Monte Golis, durch welches am Tj. November beträchtliche
Kräfte der Insurgenten gebunden wurden, die, wenn bei Stan-
jevic und Pobori verfügbar, der Colonne Fischer nicht ge-
ringe Schwierigkeiten bereitet hätten.
Am 8. übernahm das Commando über sämmtliche Truppen
in der Bucht von Oattaro der Generalmajor Graf Auers-
p e r g , das Brigade-Commando Oberst von S i m i c , somit
Oberst Fischer wieder das Regiments-, Major Baron Ende
das 2. Bataillons- und Hauptmann Bachich das 5. Couipagnie-
Commando.
Am 10. wurde das 1. und 2. Bataillon nach Perasto und
das 3. Bataillon nach Casteluuovo mittelst Kriegsschiffen
transportirt, und das letztere von dem in's Regiment neu
eingeteilten raugsältesten Hauptmann Ungard übernommen.
Wenngleich die Operationen in der Zuppa von einem
ziemlich günstigen Resultate begleitet gewesen waren, so stan-
den die Dinge in der Krivosie, abgesehen von der nöthigsten
Verproviantirung der festen Punkte Dragalj und Cerkvice,
noch immer gleich, und boten vorläufig zur Paciticirung dieses
Districtes wenig Aussicht.
Es galt somit auch hier mit kräftiger Hand einzu-
greifen, und wo möglich mit einem Schlage das renitente
Volk dieser Berge zur Besinnung und Ordnung zurückzu-
führen.
tMtt< s«p«.uii..B Zu diesem Zwecke war lür den 1(>. November eine 3.
in dl* Krlv»«ic. , . , ..
i«. No»ciüb«ri»«i.Expedition in die Krivosie angeordnet worden, zu welcher die
Disposition auszugsweise wie folgt lautete :
„Oberst Simic rückt mit 2 Compaguien des 0. Jäger-
Bataillons, dem Regimente Nr. 44 und einer Gebirgsbatterie
auf dem Hauptwege von Risauo über Cerkvice ; Oberst
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F i s c Ii e r mit. 2 Compagnien des 9. Jäger - Bataillons, den
ersten zwei Bataillons seines Regiments und einer Raketen-
Batterie auf dem Wege von Risauo über Ledenice."
.Oberst Kai f fei mit dem 7. Infanterie-Regiments und
einer halben Raketen- Batterie von Orahovac über Ledenice,
endlich Major Ursohitl mit dem 8. Jäger-Bataillon und 2
Raketengeschützen von Morinje über Ubli vor."
„Für sämmtlichc Colonucu ist das Endziel die Ebene von
Dragalj. Das 3. Bataillon des Regiments Nr. 48 bleibt in
Castelnuovo, hält aber eine Compagnie in Bereitschaft; ein
Bataillon des Regiments Nr. 52 bleibt in Cattaro als Be-
satzung, hat aber die Fortsbesetzungen nicht abzulösen; die
zwei auderen Bataillone des Regiments und zwei Gebirgs-
batterien stehen unter Commando des Generalmajor Dormus
in Perasto, oder zu Schiff nächst Perast o iu Reserve, um nach
Risano, Orahovac oder Morinje zur Unterstützung der einen
oder anderen Colonne disponirt zu werden."
„Als Vorbereitungsbewegung haben sammt ihren Pro-
viant-Trains die Colonnen Oberst Simic und Oberst Fischer
am 15. Nachmittags in Risano, die Colonne Oberst Kaiffel
in Dobrota, Ljuta und Orahovac einzutreffen und dort, wofern
die Unterkünfte nicht hinreichen, zu bivouakiren."
.Die Colonue Oberst Kaiffel bricht am lfi. um
V,7 Uhr, die Colonne Oberst Simic und Oberst Fischer
um 7 Uhr Früh auf".
Dieser Disposition gemäss, brach das Regiment, — durch
die mittlerweile zwischen dem 10. und 15. November eingelang-
ten Ergäuzuugstransporte auf den Stand von circa 150 Mann per
Compagnie gebracht, — am 15. Nachmittags 3 Uhr von Perasto
auf, und traf um 4 Uhr in Risauo ein, wo das Bivouak be-
zogen wurde.
In der Nacht ordnete ein Befehl des Truppen-Commaudos
an, dass die bevorstehende Expedition nicht um 7 Uhr, sondern
erst dann des nächsteu Tages beginnen sollte, wenn der von der
Militär-Behörde eingeleitete letzte friedliche Paciticirungs- Ver-
such ohne Erfolg bleiben würde.
Schon um 5 Uhr Morgens traf Contre-Ordre ein und
wurde die Expedition wieder für die ursprünglich anberaumte
Stunde festgesetzt, nachdem der Pacificiruugs-Versuch miss-
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lungen war. — Mit dieser Unternehmung getreu die KrifOSfo
sollte auch gleichzeitig eine zweite Verproviantining des Ports
Dragalj u. z. auf !X) Tage verbunden werden.
!*w£L L T,n ^ Uhr Früh des 10. Novembers setzten sich somit
»mbrnwjje Colounen Fischer und Simie auf den über Smokovac
führenden Serpentinen in Marsch und theilten sich hier, — die
erstere gegen Ledenice, die letztere gegen Knezlac vorrückend.
Kaum war die Vorhut auf den ersten Serpentinen gegen
Ledenice vorgerückt, als auf der Kante der Felsen, welche
den Kessel von Risano im Osten umsäumen, sich zahlreiche
Insurgenten zeigten, welche theils durch ihr Feuer, theils
durch das Herabi ollen von Stein lavinen das Fortkommen auf
der Strasse verhinderten.
Oberst Fischer nahm mit den 2 Compagnien Jäger,
dann dem 1. und einem halben 2. Bataillone des Regiments
eine gedeckte Stellung, Hess 2 Raketen - Geschütze , und
als sich deren Wirkung als unzureichend erwies, auch 2
Rohrgeschütze einer, noch im letzten Augenblicke zuge-
wiesenen Gebirgsbatterie , in's Feuer setzen und sistirte die
Vorriickung in der Front bis zu dem Augenblicke, wo sie
durch die Batterie der gegen Knezlac marschirenden Colonne
in der Flanke wirksam unterstützt werden konnte. — Inzwi-
schen versuchte die 7. und 8. Compagnie in den Wasserrissen
des felsigen Absturzes gegen des Feindes linke Flanke empor-
zuklimmen, was aber an den Schwierigkeiten des Terrains und
in Folge der zahlreich herabrollenden Steinlawinen scheiterte.
Nachdem endlich die von den Insurgenten unbehindert
gegen Knezlac marschirende Colonne Oberst S i m i 6 ihr Ge-
schützfeuer zur Protegirung des Angriffes der Colonne Fischer
eröffnet hatte, rückte letztere, unterstützt von der eigenen Ar-
tillerie, nordwestlich der Serpentinen gegen die Capelle S. Ni-
colo mit den 2 .läger-Compagnien und der 6. Compagnie des
Regiments gedeckt vor, während die 5. Compagnie unter Com-
mando des Hauptmanns Ludwig von Bach ich zum directen
Augriff einer östlich der Serpentinen gelegenen Fallkuppe
schritt, von welcher aus die Insurgenten der vorrückenden
Colonne bedeutenden Schaden zuzufügen drohten. Das 1. Ba-
taillon folgte als Reserve.
Die 7. und 8. Compagnie. welche ihrer ursprünglichen
Aufgabe - Angriff von Süden — Terrainschwierigkeiten wegen
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nicht nachzukommen vermochten, hatten die Weisung erhalten
sich dem Gros anzuschließen.
Dem ruhigen entschiedenen Vorgehen der Truppen, sowie
der ausgiebigen Unterstützung der Artillerie war es zu danken,
dass das vorgesteckte Ziel ohne besonderen Verlust erreicht
wurde.
Nach 11 Uhr wareu die Jäger bereits im Besitze der
Capelle S. Nicolö.
Die 5. Compagnie hatte ihre Aufgabe, die Wegnahme
der Fiillkuppe östlich der Serpentinen, mit besonderer Ent-
schlossenheit uud Ausdauer zu bewältigen gewusst und so
wesentlich zu dorn durch das Gros erreichten günstigen Re-
sultate beigetragen.
Die eiuzigen Verluste, welche die Colonne zu beklagen
hatte, waren: 2 Verwundete, wovon der eine durch eine Stein-
lawine, der andere aber durch einen Sturz in den Abgrund
verletzt wurde.
Gegen 1 Uhr Mittags war die ganze Colonue Oberst
Fischer auf der Hochebene von Ledenico inferiore raillirt,
und die Insurgenten in das Defilß von Lupoglav zurückge-
worfen. Die Höheufflsse, welche das Defile" begrenzen, durch
welches die beiden hochgelegenen Thalbecken von Ledenice
inferiore und Ledenice superiore verbunden werden, wurden
mit den ersten 3 Ompagnien des eigenen Regiments und
»'iner Jüger-Compagnie besetzt, während der Rest der Colonne
auf der Ebene von Ledenice inferiore lagerte.
Abends wurde die 1. und 2. Compagnie von der 5. und
ß. Compagnie (weil die ersteren in ihren Stellungen nicht ab-
zukochen vermochten) abgelöst; die 3. aber erst Tags darauf
durch die 4. Compagnie.
Oberst Fischer hatte im Laufe des Nachmittags mit
einem Genie-Officier einen günstigen Punkt zum Bau eines
kleinen Blockhauses ausgemittelt, und dem letzteren die 7.
und 8. Compagnie als Arbeiter zu diesem Zwecke zur Ver-
fügung gestellt.
Um 3 Uhr Nachmittags kam der Colouue Fischer
vom Truppen-Commando der Befehl zu, heute nicht über Le-
denice inferiore, am nächsten Morgen aber im Einvernehmen
mit Oberst Kaiffel vorzurücken.
860
«•». Um 9 Uhr Früh des 17. zeigten sich die Spitzen der
Colonne Oberst Kaiffel, aus dem Sattel des Monte Brezuic
und Strnji gegen die Westhange des Goli Vrch hervor-
brechend.
Aber erst um II 1 /« Uhr gelang es der Colonne Kaiffel
Ledenice inferiore und Goli Vrch zu erreichen, somit
viel zu spät, als dass noch au diesem Tage an ein
weiteres Vorrückeu gegen Dragalj hätte gedacht werden
können.
Diese Operation konnte erst am 18. unternommen werdeu,
und wurde die Vorrückuug gegen Dragalj durch das, seines
Gleichen suchende, schwierige Defile von Lupoglav, als der
einzig möglichen Bewegungslinie, folgendermasseu durch-
geführt: Das am Goli Vrch befindliche 1. Bataillon Maroi-
6 i e - Infanterie besetzte im Laufe der allgemeinen Vorrückuug
mit je einem halben Bataillon Ledenice inferiore und supe-
riore, um dort im Vereine mit den bei der Capelle S. Nicolo
verbliebenen (7. und 8.) Coinpagnieu des 48. Regiments den
Kücken der Colonne zu decken. Die übrigen 2 Bataillone Ma-
roicic-lufauterie unter Commando de* Obersten Kaiffel
brachen um \ 8 7 Uhr Früh unter dem Schutze ihres l. Ba-
taillons, das bis dahin noch am Goli Vrch verblieben war,
auf und rückten über den Beigfuss, welcher vom Goli Vrch
gegen Westen zieht und das Ochle" zwischen den beiden
Thal-Becken von Ledenice ostwärts einschliesst , auf jene
Höhen, welche das Defile von Lupoglav im Osten begrenzen.
Hiedurch sollte der Gegner, falls derselbe deu steilen,
schwer ersteigbaren Moute Gerkovac besetzt gehabt hätte, in
seinem Kücken bedroht, zur Räumung desselben veranlasst,
und die Ersteigung desselben durch die eigene Truppe prote-
girt werden.
Sobald die Colonne Oberst Kaiffel die gedachteu Höhen
erreicht hatte, setzten sich auch die 6 Compaguien des 48. Re-
giments um Vi 8 Uhr gegen den Monte Gerkovac in Marsch,
nachdem auch die 2 Jäger-Compagnien den gedachten Berg
bereits von Westen her zu ersteigen begannen.
Der 2. und 4., dann der 3., 5. und (5. Compagnie, sowie
der Raketen hatte rie war die Ersteigung des gedachten Berges
von Süden und Osten her zugefallen, uud war derselbe nach
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351
l 1 /, stAndiger Anstrengung erklommen worden, ohne dass man
auf den Feind gestossen wäre.
Bei der Colonne Oberst Kai f fei wurden beim Ueber-
gange von den Füssen des Goli Vrch gegen jene des Versanik
einzelne Schüsse hörbar, auch sah mau einige lusurgentenhaufen
sich gegen die Höhen an der montenegrinischen Grenze hin-
zieheu. Die Kohrbatterie Nr. 2 /XI war bis zum Defil6-Ein-
gang vorgegangen und musste, da das Defil£ von Lupoglav
kaum für Fussgäuger gangbar ist, nach Ledonice zurückkeh-
ren, von wo sie über Smokovac nach Cerkvice abmarschirte.
Circa um V«H Uhr Vormittags ordnete Oberst Fischer
die Vorrückung des halben 9. Jüger-Bataillons. der Raketeu-
batterie und der 2., 3. und 4. Compagnie unter Commando
des Hauptmanns Balduin auf dem Felsengrat des Gerkovac,
gegen den Veli Vrch, der 5. und 6. Compagnie auf der west-
lichen Thal wand des Passes und der 1. Compagnie im Passe
selbst an.
Diese Vorrückung, welche von den 2 Jäger- und den 3
eigenen Compagnien auf dem genannten Grat mühselig klet-
ternd und kriechend vor sich ging, dauerte (> Stunden, wenn-
gleich dio zurückgelegte Strecke nicht mehr als höchstens
5000 Schritte Luftlinie betrug.
Die 5. und 6. Compagnie mussten sogar in dem Maasse,
als die westliche Thallehne steiler wurde, auf den durch das
Defile führenden Steig herabgenommen werden.
Die östliche Flankendeckung der Colonne Oberst Kai f fei
hatte sich unwillkürlich in ein Geplänkel mit Insurgenten ver-
wickelt und in Folge dessen zu weit rechts gezogen, was die
Haupt-Colonne im Marsche aufhielt.
Um l /j3 Uhr war erst der nördlichste schwierigste Theil
des Defile's von der 1. , 5. und 6. Compagnie, dann einem
Bataillon MaroUic -Infanterie, mit welchem Oberst Kaif-
fel bei Markov dol in die Tiefe herabstieg und sich der Co-
lonne Fischer angeschlossen hatte, erreicht worden; — wäh-
rend um diese Zeit, die linke Seiten-Colonne (Hauptmann Bal-
duin) auf dem Veli Vrch angelangt, sich nun directe nord-
wärts wandte, um die Ebene von Dragalj zu erreichen.
Die 1., 5. und »>. Compagnie und 1 Bataillon Maroici6-
Iulänterie erreichten mit deu beiden Colounea-Commandanten
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352
•••» Oberst Fischer und Kaiffel erst um s / 4 4 Uhr die Ebeue
von Dragalj
Um diese Zeit hatte auch die Hauptcolonne Simi^ sieh
dem südlicheu Eiugang des Defilc's von Han genähert und
die auf dein hohen und steilen Berge Veliki Zagvozdak ste-
henden Haufen der Insurgenten angegriffen, — war jedoch mit
bedeutenden Verlusteu — namentlich heim 44. Infanterie-Re-
gimente — zurückgeschlagen worden.
Gegen 5 Uhr langte auch die westliche Seiten-Colonue
in der Ebene von Dragalj ein. Obzwar dieselbe etwas nach
1 Uhr von den Füssen des Veli Vrch das Gefecht am Veliki
Zagvozdak einleiten sah, so konnte sie doch in dasselbe beim
besten Willen nicht eingreifen, weil zu diesem Zwecke zuerst
die Ebene von Dragalj erreicht werden, dann von dort aus
über Poljevac in des Gegners Kücken ein Vorstoss gemacht
werden musste, wozu volle 5 Stunden Zeit nolhwendig ge-
wesen wären; — das um 4 Uhr beginnende Gefecht war aber
um 5 1 /» Uhr beendet. — Die nun wieder vereinigte C'olonne
Oberst Fischer setzte sich nach 4 Uhr gegen Hau in
Marsch, wurde aber bald von der eintretenden Dunkelheit
überrascht und zum Bivouakiren genöthigt.
Das Lager wurde in Form eines Carre's in der Mitte
der gedachten Ebene bei der dort befindlichen griechischen
Kirche bezogen, Vorposten ausgestellt und in dieser Verfas-
sung der Tagesanbruch erwartet.
Das Bataillon Maroicic- Infanterie, welches den Ver-
sanik entlang marschirt war, hatte nicht mehr vermocht, die
Ebene von Dragalj zu erreichen, und blieb sonach in einer
gesicherten Stellung die Nacht hindurch auf dem Kücken der
genannten Bergkette; — gegen 11 Uhr Früh des nächsten
Tages erst rückte es zu seinem Regimente ein.
Um G Uhr Früh des 19. traf ein Befehl des Truppen-
Commando's, ddto Cerkvice 18./ 11. Uhr Abends, ein,
wornach die Colonnen Fischer und Kaiffel, falls sie noch
im Defile! von Lupoglav wären, timzukehrcu uud über Smo-
kovae nach Cerkvice einzurücken hatten ; falls sie jedoch schon
in der Ebene von Dragalj seien, den Generalen Truppen-Com-
mandanten beim Angriff auf Hau zu unterstützen hatten.
Dieser Befehl berechtigte zu der Annahme, dass am
ein erneuerter Angriff' der Colonne Sinuc erfolgen weide.
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353
Zu dessen Unterstützung, sowie zur Degagirung der Pro-
viant-Colonne für die Colonnen Fischer und Kaiffel, die
am 18. nicht abgekocht hatten, disponirte Oberst Fischer
den Majoren Baron Ende mit der f>. und 6. Compagnie gegen
das Delile von Han. während er selbst mit dem 1. Bataillon,
dann mit dem halben 9. Jäger- Bataillon und der Raketen-
batterie gegen Poljovac marschirte.
Ein Bataillon M a r o i c i c - Infanterie wurde in Folge
einer Meldung des Halb-Bataillons Baron Ende, dass er das
Defile nur schwach besetzen könne, nach Han als Reserve
für die Besatzung des Defiles beordert.
Zwei Meldungen des Majoreu Baron Ende von l j 9 \0
und 7,11 Uhr Vormittags datirt, gaben zu wissen, dass er
das Derile frei fand, die Vortruppen der Brigade Simic auf
7 4 Stunde vor sich habe, und in seiner rechten Flanke (west-
lich einige Iusurgeutun sehe.
Im Sinne des angeführten Truppen-Commando-Befohls,
— den General Truppeu-Commandanteu beim Augriff auf Hau
zu unterstützen, beorderte der Oberst Fischer die 2. Com-
pagnie zur Besetzung der östlich von Veliki Zagvozdak sich
erhebenden Bergkuppe, um hiedurch, theils die Besetzung des
Defilt?s Han zu vervollständigen, theils aber bei einem bevor-
stehenden Augriffe der Colonne Simic auf den Veliki Zag-
vozdak des Feindes Flanke und Rücken zu bedrohen.
Die in directer Richtung dahin abgerückte Compagnie
war jedoch nicht im Stande, die Terrainschwierigkeiten zu über-
winden, welche hier der Bewegung entgegentraten, und wurde,
um schneller den Zweck zu erreichen, der Bataillons-Comman-
dant Hauptmann Balduin mit der 3. Compagnie auf einen
etwas mehr gegen Norden führenden Pfad über Maöia Stopa
gegen den Rücken des zu besetzenden Berges disponirt , wohin
auch die inzwischen wieder herabgelangte 2. Compagnie folgte.
Ein, von einem Zuge der 5. Compagnie bedeckter Raketenzug
schloss sich der letztgenannten Compagnie an.
Hauptmann Balduin fand die Felsparthie, welche er
zu besetzen hatte, vom Gegner verlegt, und bezog somit eine
Stellung am östlichen Rande der kleinen Ebene Gornji Las-
mauski Do]
200 300 lusurgeuten hatten die Maeia Plauiua besetzt, o^SSuÜL»
und wollten sich anfangs zurückziehen, da sie aber VOm it. Norcnlwr
A*. 48. Uni.n lnf. R-g. 21
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im». Dversnik - Berge Unterstützung erhielten, gingen sie selbst zum
Angriff über.
Inzwischen war ein Rapport vom Major Baron Ende
S / 4 12 Uhr Mittags aus Hau eingetroffen, worin er meldete, mit
zwei Compagnien des 8. Jäger-Bataillons der Colonne Simic
in Verbindung getreten zu sein.
Letzteres habe die Aufgabe bis zum gesicherten Durch-
marsch des Proviant-Convois für die beiden Colonnen Fischer
und Kaiffol, — stehen zu bleiben.
Von einer schon heute beabsichtigten Vorrückung der
Coloune Simie wisse der Commaudant des Jäger-Halbbataillons
nichts.
Diese Meldung liess es ausser allem Zweifel, dass die be-
gonnene Action ihren Hauptzweck, dio Cooperation mit Oberst
Simic an diesem Tage nicht erreichen, sondern als vereinzelter
Kampf nur Schaden bringen könne; denn auch im Falle eines
günstigen Erfolges konnten die Truppen die Nacht hindurch
nicht vereinzelt auf den Höhen stehen gelassen werden, umso-
weniger, als sie bereits 36 Stunden nichts gegessen hatten,
ein Rückzug zur Nachtzeit aber unabsehbare Folgen in sich
schloss.
Oberst Fischer beschloss daher, die eigene Proviant-
Colonne abzuwarten, sodann alle Truppen in der Mitte der
Ebene von Dragalj im Carre* aufzustellen, und unter gleich-
zeitigem Abkochen, die Nacht zuzubringen, um für eine
eventuelle Cooperation mit der Colonne S i m i c für den nächsten
Tag bereit zu sein.
Von diesem Entschlüsse wurde dem Hauptquartiere Mol-
dung erstattet, und dieselbe um 3'/ 4 Uhr, als übernommen,
bestätiget.
Mittlerweile hatte sich das Gefecht bei Hauptmann
Balduin immer lebhafter entwickelt. Da aber der Haupt-
zweck ein Zusammenwirken mit der Colonne Simic nicht
mehr zu erwarten war, so gab Oberst Fischer Befehl, das
Gefecht umsomehr abzubrechen, und die Höhen zu verlassen,
als inzwischen auch die Proviant -Colonne beider Colonnen
eingerückt war. Zu gleicher Zeit traf bei der Colonne Fischer
die Nachricht ein, dass der am 18. von den Insurgenten gegen
dio Colonne Simic behauptete Berg Veliki Zagvozdak nun-
mehr vom (Segnet geräumt sei, wodurch sich ein ferneres Ver-
uigmze
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B66
weilen der eigenen Abtheilungen auf den Höben von Lasmanski
Dol als nutzlos darstellte.
Um somit den Abzug der 2 und 3. Compagnie in die
Ebene zu decken, nahm das halbe 9. Jäger-Bataillon, dann
die l. und 4. Compagnie mit den Raketengeschützen eine ge-
sicherte Aufuahmstellung daselbst.
Die unter Hauptmanu Balduin 's Befehl kämpfenden
Abtheilungen, traten nun, nachdem die Weisung hiezu ein-
getroffen war, — sich wechselseitig aufnehmend von" Stellung
zu Stellung, in guter Ordnung über Poljovac den Rückzug in
die Ebene an Erst hier büssten sie 2 Verwundete eiu, und
wurden vom halben t». Jäger-Bataillon, dann der 1. und 4.
Compagnie mit 2 Raketengesehützen, in der Stellung bei Poljovac
aufgenommen.
Es entspann sich nun bei diesen (>Compagnien ein kurzes
Feuergefecht gegen die auf den Höhen oberhalb Poljovac sich
festsetzenden lusurgenteu, das indess von der letzteren abge-
brochen wurde, als auch das Halbbataillon des Majors Baron
Ende vom Defile" Han her, eintraf.
Die Compagnien des Regimentes waren noch im Rück-
märsche gegen das Lager begriffen, die Dunkelheit im An-
brechen , als von Han her der Ruf ertönte: „Hauptquartier
in Gefahr - Das ganze Regiment kehrte sogleich um, und
ging zumeist im Lauftritt gegen Han vor.
Man sah einzelne Reiter dahersprengen, die mittlerweile
ganz eingetretene Dunkelheit Hess aber den wahren Sachverhalt
nicht erkennen.
Das Regiment traf während seiner Vorrückung nur auf
einzelne dunkle Gestalten, wahrscheinlich Insurgenten, welche
sich hinter Hauptmann Balduin gegen Poljovac in die Ebene
geschlichen haben mochten.
Das Regiment blieb einige Zeit in der Dunkelheit stehen,
und sendete Patrullen nach allen Richtungen aus.
Mittlerweile stellte es sich heraus, dass wirklich das
Hauptquartier von Han nach Dragalj vorgegangen, und dem-
selben ein Theil der Proviant-Colonne unter kleiner Bedeckung
gefolgt war.
Von den Insurgenten bemerkt und unversehens ange-
griffen, verlor letztere durch den Ueberfall eine Anzahl Trag-
thiere, das Hauptquartier einen Theil der Bagagen.
23»
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356
Die ganze Nacht über gingen Patrullen in der Stärke
von ganzen Compaguien um «lie verlorenen Effecten und Pro-
viant zu suchen, doch wurde nur sehr weniges zu Stande ge-
bracht. Das Hauptquartier brachte die Nacht im Fort
Dragalj zu.
Die Insurgenten waren von der Ebene verschwunden,
und wurde das Lager während der Nacht nur durch einige
Schüsse beunruhigt.
Auf Befehl des Truppen -Commandos wurde das Defile
von Han den nächsten Morgen, d. i. den 20. um l x ! i Uhr,
Front gegen Nordost durch das 1. Bataillon des 48. Regiments
besetzt, und das 2. Bataillon Maroiei <•- Infanterie samint
Regini entsstab begleitete das um 9 Uhr Früh von Dragalj
nach Cerkvice rückkehrende Hauptquartier.
Der 21. November verlief ohne besonderen Vorfall, das
1. Bataillon hielt noch immer das Defile Han besetzt, wäh-
rend die 5. und »». Compagnie mit 1 Bataillon Maroiöic-
Infanterie und dem halben 9. Jäger-Bataillon auf der Ebene
von Dragalj bivouakirten.
Des Nachts wurde das Lager durch die Insurgenteu be-
lästigt, indem sie dasselbe beschossen.
Im Laufe des Nachmittags des 22. langte der Rest des
Proviants für Dragalj ein, und in der Nacht auf den 23. der
Befehl zum Rückzüge nach Risano.
Nachdem die 9. Morgenstunde als Aufbruchszeit bestimmt
war, ging die Colonne Fischer derart zurück, dass zuerst die
in der Ebene gestandenen Abtheilungen sich in Marsch setzten,
und im Defile Hau von den, dasselbe besetzt haltenden Com-
paguien des 1. Bataillons aufgenommen wurdeu, welch' letztere
sich wieder successive au die bereits debouchirte Truppe an-
schlössen.
Der Marsch ging nun austandslos bis Cerkvice und von
da, wo General Dormus mit dem Regiment« Franz Carl
Nr. 52 zur Aufnahme der sich zurückziehenden Truppen eine
Aufstellung genommen hatte, unter hartem Kampfe des die
Nachhut bildenden 8. Jäger-Bataillons, nach Risano. welches
um 4 Uhr erreicht wurde.
Nach kurzer Rast wurde der iMarsch nach IVrasto fort-
gesetzt uud doitselbst um circa ü Uhr Abends eiugetrofleu.
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3;>7
Die 7. und 8. Compagnie war bei S. Nicolö zurQckge- im».
lassen wordin, und wurde erst am nächstfolgenden Tage. d. i.
am 24. von der 5. und <>. Compaguie abgelöst, da die einige
Hundert Schritte westlich S. Nicolö erbauten Blockhäuser be-
setzt zu halten waren, und die 7. und 8. Compaguie bereits
seit 16., somit durch 8 Tage diesen anstrengenden Dienst
versehen hatten.
Nun war auch die dritte Expedition in die Krivosie bewirkt,
und als Resultat derselbeu die Verproviantirung von Dragalj
und Cerkviee, dann die Errichtung von 5 Blockhäusern auf
den, Risano dominirenden Höhen erreicht.
Die Blockhäuser mussten nun besetzt gehalten werden,
und wurden zu diesem Zwecke von dem in Risano befindlichen
Regimeute Nr. 52, 2 Compagnien für die gegen Knezlac und
1 Bataillon der in Cattaro, Perzagno und Perasto stationirten
Truppen für jene gegen Lodenice bestimmt. Erstere mussten
täglich, letzteres aber alle 48 Stunden nach einem bestimmten
Turnus abgelöst werden.
Auf diese Art waren für die Blockhäuser gegen Ledenice;
das 0. Jäger-Bataillon , 3 Bataillone des 7., 3 des 44. und
2 des eigenen Regiments bestimmt; dieser Dienst, welcher wie
erwähnt, stets 48 Stunden daueite, war für die Truppen
äusserst anstrengend, da dieselben auch bei dem ungünstigsten
Wetter bivouakiren mussten.
Am 30. Decenaber wurden die ersten 2 Bataillone des
Regiments von Perasto nach Castelnuovo verlegt, wogegen das
in letzterem Orte gestandene 8 Jäger- Bataillon nach Perasto
kam.
Das 2. Bataillon bezog gleich nach Ankunft des Regi-
ments in Castelnuovo eine Postirnng in den Orten Kutti, Ze-
lenika, Bujevo. Baneic, Bianca, wogegen zwei Compagnien
des 3. Bataillons in der Linie S. Stefano - Podi standen.
Von 14 zu 14 Tagen wechselten die Bataillone, bezüglich
Compagnien. und hatten mitunter kleiue Scharmützel zu be-
stehen, welche jedoch ohne Verluste abliefen.
In diese Zeit fällt die durch Feldmarschall-Lieutenant
Freiherr von Rod ich zu Staude gebrachte Pacificirung der
renitenten Bezirke und war der über diesen Zeitpunkt ausge-
dehnte Aufenthalt der Truppen iu der Bucht von Cattaro aus
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358
«*»■ dem Grunde geboten, um, wenn sich die Gemüther nicht
völlig beruhigen Hessen, erforderlichen Falles noch mit hin-
länglichen militärischen Kräften zur Hand zu sein.
OMaMt-variMt* j)j e Gesammt Verluste, welche das Regiment in den mit-
gemachten Gefechten durch feindliche Einwirkung erlitten,
betrugen :
Todt: Oberlieutenant Franz Pesch ka und 7 Mann.
Verwundete : Hauptmann Josef Heinzelmann und
27 Mann.
Ueberblickt man die Leistungen dnr Truppen, während
der eigentlichen 2'/« monatlichen Campagne, so tritt trotz
unsäglicher Strapatzen und Entbehrungen, die neuerer Zeit
nur in den Kämpfen von Algier und Mexiko ihre Analogie
finden dürften, überall die volle Hingebung, der freudige Opfer-
muth jedes Einzelnen entgegen , Tugenden, diu der herrliche,
die Armee von jeher beseelende Geist entfaltete ! Dank
ihm, hat das Regiment den an dasselbe gestellten Erwartungen
entsprochen, und seiner Geschichte ein neues unverwelkbares
Ruhmesblatt hinzugefügt, auf das jeder Einzelne, dem es ver-
gönnt war, an dieser Campagne theilzunehmen, mit Stolz und
dem hehren Bewusstsein treu erfüllter Pflicht zurückblicken kaun.
Se. Majestät geruhten auch in huldvoller Anerkennung
der bewiesenen Aufopferung und Tapferkeit mit Allerhöchster
Entschliessung vom 11. Jänner 1870 Allergnädigst zu verleihen:
Das Ritterkreuz des Leopold - Ordens mit der
Kriegs - Decoration*:
Dem Oberst-Regiments-Commandanten Max Fischer.
Den Ordon der eisernen Krone 3. Ciasso mit der
Kr iegs-Decoration:
Dem Major Friedrich Freiherr von Ende.
Dem Hauptmann Josef Heinzelmann.
Dem Hauptmann Gustav Thömmel.
Das Militär - Verdienst - Kreuz mit der Kriegs-
Decoration:
Dem Hauptmann Oscar Rittor Negrelli von
M o 1 d e 1 b e.
Dem Oberlieutenant Franz Thaller.
Dem Lieutenant Regiments-Adjutanten Rudolf Laban;
zuerkannt wurde diese Auszeichnung ferner dem gefallenen
Oberlieatenant Frant Peschka.
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Das goldene Verdienstkreuz:
Dem Oberarzt Dr. Guido Werdnig.
Dem Unterarzt Franz Grassl des Regiments.
Ausserdem erhielten lu Officiere des Regiments die
Allerhöchst belobende Anerkennung.
Von der Mannschaft wurden mit der silberneu
Tapferkeits-Medaille 1. C lasse 9, mit der silber-
nen Tapferkeits-Medaille 2. C lasse 39 Unterofficiere
und Soldaten decorirt, und wurden ausserdem an 7f) Individuen
des Mauusehaftsstandes für ausgezeichnet tapferes Verhalten in
den Affaireu vom Ii»., 20., 2H., 25. und 26. Oetoher, dann
2., 3., 5. und 16. November die belobende Anerkennung aus-
gesprochen.
Der bezügliche Befehl des Truppen- und Militär-Comman-
danten schloss mit den Worten :
„Ich habe mich überzeugt, dass ausser den hier
Genannten, alle betheiligt gewesenen Truppen die ausser-
ordentlich grossen Beschwerden dieses Insurreetions-Krieges
mit seltener Ausdauer freudig ertrugen, dass sie dem
Tode in seinen grausamsten Gestalten mit gleichem Muthe
entgegengingen. -
„Viele der hier nicht Genannten werden das Be-
wusstsein tragen, mit Auszeichnung gekämpft zu haben,
— sie mögen es erhalten und pflegen und zu neuen
Thatcn verwertheu, und wenn auch diese im Gewirr« des
Kampfes ungesehen blieben, ihren Lohu in dem stolzesten
Bewusstsein des Soldaten finden, ruhmvoll gekämpft zu
haben für Kaiser und Vaterland."
Wagner F. M. h.
Gegen Ende des Monates März kam für das Regiment
der Marschbefehl nach Triest, und wurde dasselbe in zwei
Transporten derart überschifft, dass der 2. Transports-Echelou
am 2. April in der neuen Garnison eintraf.
1870-1874
n.rni«. i« Nach der Ankunft in Triest wurde das 2. Bataillon nacb
Trieil und Oöri.
*»'•»« o *p"i «wo Görz detachirt, — das 1. und 3 mit dem Regiments-Stabe
E " d ' U7 p i , ."" b " blieben in Triest selbst als Garnison.
oi*,.,iu.e»«w«g Noch in der Bocche di Cattaro, kurz vor dem Abmärsche
K «•«!•. < madt.
des Regiments aus Dalmatien, übernahm der ehemalige Reserve-
Commandant Oberst Rosenzweig Edler von Po wacht das
Commando des Regiments, indessen Oberstlieuteuaut K6ler
vom Regimente Nr. 25 als Reserve-Commandant in das Re-
giment Erzh. Ernst trat.
ton " otST 1 M Behufs der Vornahme grösserer Waftenübungen wurde.
H* P t,mn»r u7i. Jas ganze Regiment in der Umgebung von Görz versammelt,
u.™..n„ii.Tri«.t,und rückte nach zehntägiger Uebuug wieder in seine früheren
urmdi.«. Gernisons-Orte; das 2. Bataillon jedoch wurde von Görz zu
^KmuM*» "»«.gleichen Theilen nach Cormons und Gradisca verlegt.
Im Jahre 1872 wurden die Waftenübungen in Adelsberg
im. abgehalten, wo sich im Monate August das Regiment hiezu
vereinte. Gegen Mitte September wurde der Rückmarsch in
die Garnisonen angetreten.
dummim» E Q( 1 (> März rückte das 3. Bataillon nach Capo d' Istria
»trh«*l beim *. n. *
ündr^m' \ln a ^ un( * wul 'de an dessen Stelle das 2. Bataillon von Cormons
und Gradisca nach Triest gezogen.
wuhD«rM« Auch in diesem Jahre fanden bei Adelsberg durch 3
Aus«.i.^p.,»b,r Wochen hindurch grössere Waftenübungen statt, zu denen
auch das Regiment zugezogen wurde und nach Beendigung
derselben, wieder in seine früheren Dislocations-Verhältnisse
zurückkehrte.
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3t) 1
Anläßlich der Feier dos 2r>jährigen Regierungs-.Tubiläums ^ÄT^" 1 "
Sr. Majestät des Kaisers Frau/. Josef wurde zur Eriunerung ><>»"»"«*•
für all«' Jone, welche in was immer für einer Eigenschaft,
wahrend der Regierungszeit des Kaisers einen Feldzug in den
Reihen der Armee mitmachten, am 2 Dccomber 1873 eine
Kriegs-Medaille gestiftet. Diese Kriegs-Medaillen wurden für
die Garnison von Triest, wo sich das 1. und 2. Bataillon
befand, durch den Militär- und 7. Truppon-Divisions-Com-
mandanten F. M. L. Herzog von Württemberg in feierlicher
Weise vertheilt.
Die schwungvolle Rede des Letzteren schloss mit folgen-
den Worten:
„Die Kriegsmedaille mit dem Bildnisse des Kaisers
an unserer Brust ist eine Aufforderung, die Pflichttreue
zu wahren und zu kräftigeu ; den Stürmen der Zeit
trotzend, festzustehen wie der Fels im Meere inmitten
brandender Wogen; das Banner Oesterreichs hoch zu
halben und jeden Augenblick bereit zu sein, (int und
Blut zu opfern für des Vaterlandes Wohl, für die Ehre
seiner Waffen und für das Recht Sr. Majestät, unseres
Allergnädigsten Kaisers und Herrn, den Gott, schütze
den Gott an Ruhm und Segen reich bewahre/
Mit der Erinnerung an diese Feier möge die „Ge-
schichte des 4*. Infanterie-Regiments - vorläufig ihren Ab-
schluss finden.
Entrollt sich seinen Söhnen in diesen Zeilen
das Bild einer HU j ä h r i g e u glänzenden Vergangen-
heit, voll Kampf, Ehre und Ruhm, reis st sie die
Fülle herrlicher Thaten zur Bewunderung und
Nacheiferung hin, und gedenken sie mit Weh-
niuth jener tapferen Waffengenossen, die nur
um das Opfer von Blut und Leben den Lorbeer
errangen, der ihre Gräber und unsere Fahne
schmückt, so erscheint der erworbene Ruhm als
ein um &o heiligeres Vermächtnis« jener Tau-
ende, die uns vorangegangen sind auf der Bahn
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der Ehre — empor zum strahlenden Ziele des
Sieges.
Dieses schöne, reiche Erbe an Ruhm und
Kriegertugend festzuhalteu, zu pflegen und
nach besten Kräften zu mehren wie bisher, „es
rein und ungeinindert auf die vaterländische Jugeud
zu übertragen, sowie es uns von den Vorfahren über-
liefert wurde" — sei auch in Hinkunft unsere
höchste Pflicht; damit auch wir: „ein Fels im
Meere, an dem die brandenden Sturnieswogen sich
brechen* 4 , das Wort unseres erhabenen Kaisers
und Kriegsherrn erfüllen, und — als Glieder
einer unzerreissbaren Kette zwisehenVergangen-
heit und Zukunft — kommende Generationen
durch das Andenken unseres Lebens und Wir-
kens befeuern mögen: zu treuester Pflichterfüllung
und todesmuthiger Hingabe für Gott, Kaiser und
Vaterland !
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Heilage Itr. 13.
Officiers-Standes-Tabelle bei der Regiments-Errichtung 1798.
Oberst Albert Graf Gyulay.
Oberstlieutenaut Franz de Baut
Major 1. Paul von Szeniere.
, 2. Josef von Ketskes.
RegimentsCaplan Kleseus Zampel.
Amlitor Anton Fiedler.
-
-
Rcchugsfüh. Fried. Wmdisch.
Adjutant Leonhard Haus.
Arzt Hilgerius Dr. Nöthen.
Michael von Pongratz.
Georg Holzl.
Alois Duprieux.
Carl Jakardovsky
Georg Jacope.
Hauptleut«.
Paul von Topertzer.
Franz von Lenk.
Kranz Scharinger.
Rudolf Zahorszansky
Anton Hegyi.
Josef Szerdahely.
Nikolaus Habits.
Alois Stöhn.
Mathias Ivänka.
Carl Ilartl.
(.'arl von St. Ivany
Anton Gergits.
Leopold Peyerls
Capltain-Lieutenaiits.
Johann Urbany.
Carl von Vivin6li.
Franz Ketzer.
Josef Caesar.
Wilhelm Allemann.
Franz Hegy.
Mathias Hübisch
Johann Jäger.
Wilhelm Kuszmits
Josef del Rio.
Obciiieutenants.
Vincenz von Jollachich.
Josef Mahorlich.
Johann Rogäts
Andreas Fav
Ferdinand Walter.
Paul Tüth
Johann Bartholany.
Wilhelm Weisskramer.
Gottfried Steinhübl.
Demeter Fnderich.
Adam Retsey.
Ladislaus Petho.
Josef Csekme.
llntcrlleuionantN.
Mathias Brebillovicb.
Paul St. Leleky.
.losef Udvarnoky.
Alexander Samoly.
Wilhelm Ellebauer.
Conrad Rogner.
Thomas Dutmovich.
Kranz Tudorovich.
Johann Iiiischer.
Stefan Bobus.
Josef Ordvay.
Emerich Terujay.
Franz de Baut.
Josef Roth
Franz Albrecht
Carl Boch.
Gabriel Nagy.
Franz Manischer.
Josef Cseplly.
Carl Tersztenyäk
Jacob Widakovich.
Josef Schemerle.
Carl Busun.
Stefan Szetsey.
Josef Graf Batthyäny.
Franz Eisler.
Lukas Jurisich
Josef Sax.
Fähnrich*.
Leopold Lafontaine
lßiiaz Gerhardy.
Johann Renner.
Ludwig Petrovich.
Thomas Milselsky.
Johann Kendl.
Carl Podolsky
Vincenz Kadonich.
Andreas Tarcsänyi.
Josef Kollert.
Franz Wolf.
Carl Benko.
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Beilage Nr. 14
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1804.
Keginients- Inhaber F. M L. Philipp Freiherr von YukassoTich.
Oberst Friedrich von Biaruhi Regiments-Caplan Ludwig Kovacsoczy.
Otierstlicntenant J'anl Szemere. ., Auditor Franz Walter.
1 Major Antou Hegvi. „ Recluiungsf. Grg. Windisch.
2. „ Carl von Jakardovsky. „ Adjutant Anton Hermann.
„ Arzt Hilgerius Dr. Nöthen.
Rudolf Zahorszansky
Georg Ivanka.
Mathias Ivanka.
Franz Nharinger.
Josef Caesar.
Hauptlente.
Wilhelm Allemann.
Johann .lauer.
Michael Weisskraroer.
Peter Wittib.
Georg Jacope.
Carl von St. Ivany.
Johann Urbany.
Andreas Fav.
Paul Töth. "
Michael Kuszmits.
Franz Papp.
( 'api tili ii Lieutenants.
Adam Retsey.
Johann Rogata.
Carl Graf Gatterburg.
Fiinerich Ternjay.
Peter St. Leleky.
Mathias Brebillovich.
Ladislaus Petrovicb.
Franz Baron de Bant.
Oborlieuteiiaiits.
Carl Streczko.
Alois Bianchi.
Alexander Samoly
Carl Hoch.
Franz Hanischer
Jacob Widakovich
Josef Baron Lenk.
Carl Radenovich.
Iguaz Gerhardy
Alexander Bar N<
Josef Koczlik.
Josef Czckme.
Josef Udvamoky
Franz Albrecht.
Konrad Bogner.
Franz Tudorovicb.
Bernhard Haus.
Franz Kisler.
Andreas Turcsäny.
Franz Wolf.
Jakob Barollo.
tnterlieutenant.
Johann Renner.
Carl Baron Brentano
Stefan Kall mann.
Kilian Allemann.
Franz Kokanovich.
Josef Suppan
Peter Szetzey.
Georg Konrad.
Carl Otskay.
Hieronymus Tartarotty.
Franz Martonovich
Auton Tarnöczy.
Anton Konrad "
Franz Süssmann.
Anton tlhlarek.
JoRef Schmidt.
Anton Zipser.
Josef Wischer.
Josef Batka.
Jakob Viglione.
Leopold Vukassovich.
Alexander Martin
Johann Khijo.
Carl Sager.
Paul Kaller.
Johann Winter.
Fähnrichs.
Alexander Baron Taxis.
Frost Geppert
Jakob Radmillovich.
Johann Volkart.
Franz Loy.
Andreas Stwerdetzky.
Johann Endellctz.
Josef Bolkovatz.
Jobann Landen.
Carl Bindershofen.
Carl Weinezier!.
Ignaz Karvanchich.
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Beilage 2fr. IS.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1805.
Regiments- Inhaber F. M. L. Freiherr Philipp von Vukassovich.
Oberst Franz Braach von Neuberg. Regiments-Caplan Ludwig Kovacso'czy.
Oberstlieutenant Paul Szcmere. „ Auditor Franz Walter.
1. Major Anton Hegyi. „ UechugsfUhr.GeorgWiiidisch.
2. „ Carl von Jakardovsky. „ Adjutant Anton Hennann.
Arzt Hilgerius Dr. Nötheu.
Rudolf Zahorszansky.
Georg Jacope.
Franz Scharinger.
Andreas Fay.
Paul Töth.
Michael Kuszmits.
üauptk'tite.
Karl St. Ivany.
Leopold Bar. Bechinic.
Peter Wittib.
Mathias Ivauka.
Franz Widmaycr.
Wilhelm Allemann.
Johann Jäger.
Michael Weisskramcr.
Franz Papp.
Ludwig Graf Borchgrave
Capitain-LhMitenants.
Adam Retaey.
Johann Rogäts.
Carl Graf Gatterburg.
Emerich Ternjay.
Peter St. Leleky.
Mathias Brebillovich.
Ladislaus Petrovich.
Franz Baron de Baul.
Oberlieutenants.
Carl Streczko.
Josef Udvarnoky.
Franz Albrecht.
Conrad Bogner.
Franz Tudorovich.
Leonhard Haus
Franz Eisler.
Ignaz Gcrhardy.
Josef Baron Wöber.
Josef Suppan.
Alois Bianchi.
Alexander Samoly.
Carl Boch.
Franz Hanischer.
Jacob Widakovich.
Josef Baron Lenk.
Andreas Turcsany.
Alexander Baron Neffzern.
Michael Kosty.
Jacob Barollo.
UnterlitMit«maiits.
Johann Rohitzky.
Johann Renner.
Carl Baron Brentano.
Stefan Kallmann.
Kilian Allemann
Franz Kokanovich.
Anton Zipser.
Josef Batka.
Carl Vuda.
Vinzenz Grf. Gatterhurg.
I(?naz Horväth.
Franz Martonovich.
Anton Tarnöczy.
Anton Konrad.
Franz Sassmann.
Josef Schmidt
Josef Wischer.
Hieronymus Tartarotty.
Jacob Viglione
Rochus Lehanovicb.
Bartholomaus Mariasevich.
Josef Veras.
Johann Volkart.
Franz Loy.
Andreas Stwerdetzky.
Johann Endelletz.
Alexander Baron Taxis.
Ernst Geppert.
Fähnrichs.
Ignaz Karvanchicb.
Johann Rewll
Leopold Vuka88ovich
Alexander Martin.
Johann Khyo.
Carl Säger.
Paul Kaller.
Carl Bindershofen.
Carl Weinczierl.
Josef Zipser
Vinzenz Bivatinoli.
Edmund Baron Neffzern
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Httitifye JVi*. Jfi.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1806.
Regiments-Inhaber F. M. L. Philipp Freiherr von
Oberst Friedrich Bianchi.
„ Franz Brusch v Neuberg.
Oberstlieutenant Anton Hegvi.
1. Major Curl v. Jakardovsky.
2. , Mathias Ivanka.
3. „ Carl v. St Jvany.
4 „ Franz Widmayer.
Rgmts-Caplan Johann Schretz.
, Auditor Fr. Walter
* Rechnungsf. Georg Windisch.
„ Adjutant Michael Mikcssich.
„ Arzt Hilgerius Dr. Nöthen.
Georg Jacope.
Franz Scharinger.
Paul Toth.
Michael Kuszmits.
Franz Papp.
Hauptlente.
Adam Retsey.
Peter St. Ltfleky.
Johann Ropäts.
Mathias Brehillovich.
Carl Graf Gatterburg.
Ladislaus Graf Borchgrave
Alois Bianchi.
Josef Udvarnoky.
Achilles Graf Feresty.
Ferdinand Bulath.
Conrad Bogner.
Franz Albrecht.
CapItalnUcutcnants.
Franz Hanischer.
Jacob Vidakovich.
Ed. Chevalier Brandenstein.
Franz Samoly.
Carl Boch.
Josef Baron Lenk.
Igaaz Gerhardy.
Alexander Baron Neffzern.
Franz Kozlik.
Joset Baron Wöber.
Michael Rosty.
Josef Suppan.
Oberlleutenanto.
Johann Rohitzky.
Johann Renner.
Franz Martonovich.
Carl Baron Brentano.
Anton Tamoczy.
Stefan Kallmann.
Kilian Allemann.
Franz Süssmann.
Coloman Bezeredy.
Franz Kokanovich.
Josef Schmidt
Ferd. Chev. Brandenstein.
Anton Zipser.
Leopold Vukassovich.
Josef Batka.
Hieronymus Tartarotty.
Carl Vuda.
Jacob Viglione.
Vincenz Graf Gatterburg.
Rochus Lebanovich.
Franz Sörtsey.
Alexander Martin.
Johann Khijo.
Franz Bartba.
Paul Stanvichicb.
Josef Rottm.inn.
Johann Haen.
Georg Skriljäk.
TJnterllentcuants.
Franz Loy.
Carl Saboretty.
Andreas Stwerdetzky.
Johann Endelletz.
Johann Hetenyi.
Carl Bindershofen.
Carl Weinczierl.
Carl Desy.
Fähnrichs.
Bartholomäus Cagnioni.
Johann Reisner.
Josef Hartha
Michael Magyarchich.
Johann Lohr.
Frauz Apsmayer.
Balthasar Simunich.
Peter Oreskovic.
Vincenz Rivafinoli.
Josef Graf Scotti.
Johann Bedekovich.
Johann Klinger.
Karl Karatur.
Ignaz Karvanchich.
Josef Kermpotich.
Johann Szekulich.
Johann Fastner.
Josef Knezich.
Friedrich Adelsfeld.
Johann Karhoffer.
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Beilage Nr. 17.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1807.
Regiments-Inhaber F. M. L. Philipp Kreiherr von Vukas.sovicb.
Oberst Anton Hcgyi Regiiuents-Kaplan Joliann Schretz.
Oberst lieut. Aug. Bar. Steifrentesch snp. „ Auditor Frau/ Walter.
„ Ludw. .. Gabeikoven. „ Adjutant Balthasar Siinünieh.
1. Major Jose! Klopfstein. ., Arzt llilgerius Dr. Nöthen
2 „ Wilhelm Dressery.
3. „ Carl St. Läny
4. ,, Franz Widmayer.
G Jacope v. Heldenschwert.
Franz Scharinger.
Paul Töth.
Michael Kiiszmit«.
Franz Papp.
HauptlfMitt».
Adam Retsey.
Peter St Lejcky.
Johann RogfttS.
Mathias Brebillovich.
Ludwig Graf Borch«rave.
Alois Bianchi.
Josef l'dvarnoky.
Achilles Graf Fercstv.
Ferdinand Btilath.
Konrad Bogner.
Peter Hanischer v. Harn-
busch.
Capitain-Licutcnaiits.
Kdrd. Chev. Brandenstein. Johann Wanya.
Kranz Alhreclit. Alexander Sämoly
Jakob Widakovich
Carl Boch.
Ignaz Gerhardy.
Franz Kozlik.
Michael Rosty de Barhotz.
Johann Renner.
Koloman Bezer&Iy.
Anton Tarnöczy
Oberlioutenants.
Franz Eisler
Alexander Baron Neffzera.
Josef Baron Wober.
Josef Supjian.
Franz Martonovich.
Paul Baron Brentano.
Stefan Källmänn.
Kilian Allemann
Franz Kokanovich.
Ferd. Chev. Braudenstein.
Leopold Vukassovich.
Franz Sussmann.
Josef Schmidt.
Anton Zipser.
rnterlioutonauts.
Josef Batka.
Carl Wuda
Vincenz Graf Gatterburg.
Johann Volkart.
Franz Loy.
Andreas Stwerdetzky.
Johann Kode] letz.
Johann Hetenyi.
Carl Wcinczierl
Peter Oreskovits.
Galeub Graf Scotti.
Jobann Klinger
Ignaz Karvanchich.
Hilarius Tartarotty.
Ladislaus Mes/.aros.
Franz Sortsey.
Alexander Martin.
Carl Saboretty.
Carl Sager.
Paul Kaller.
Carl Bindershofen.
Carl Desy.
Vincenz Rivatinoli
Johann Üedekovich
Carl Karat nr.
Michael Mikessich.
Fähnrichs.
Franz Bärtha.
Josef Kallmann
Georg Skriljak.
Franz Reiszner.
Michael Magyarchich.
Johann Apsmayer,
Kranz Tastner.
Kriedrich Adelsfeld.
Paul Stanovichich.
Paul Haen.
Bartholomaus Cagnioni.
Josef Bartba
Anton Lohr
Johann Szekulich
Josef Knezich.
Josef KarhoflVr
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Beilage Nr. 18.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1808.
Regiments-Inhaber F. M. L Philipp Freiherr von Yukassovich.
Oberst Anton Hegyi. Regiments-Caplan Johanu Schretz.
Oberstlieutenant Ludwig Freih. Gahel-
koven.
1 Major Josef Klopfstein, „
2. ., Wilhelm Dresaery. „
3. „ Carl Szent Jvanyi.
4. ., Kranz Widmaycr.
Auditor Franz Walter.
Rechnunirsf Carl Kiugmann
Adjutant Balth. Simuuicb.
Arzt Hilgerius Dr. Nötben
G. Jacope v. Heldensch wert.
Franz Scharinger.
Paul Toth.
Michael Knszniits
Franz Papp v. Visszalma.
Hauptlente.
Johann Rogäts.
Mathias Brehillovich.
Ludwig Graf Borcbgrave
Alois Bianchi.
Josef Udvarnoky
Achilles Graf Feresty.
Ferdinand Bulath.
Louis Graf Mezonclli.
Capitain-Lleutenant».
Konrad Bogner. Peter Hamacher v. Harn- Alexander Sämoly.
Franz Albrecbt. husch Johann Wanya.
Jakob Vidakovich.
Carl Boch
Franz Eisler.
Ignaz Gerhardy.
Alexander Baron Neflzern.
Franz Kozlik.
Josef Baron Wober.
Michael Rosty de Barhotz.
Oberlieutenant«.
Josef Suppan
Johann Renner.
Franz Martonovich.
Koloman Bezcredy.
Carl Baron Brentano.
Anton Tärnöczy.
Kilian Allemann
Franz Süssmann.
Josef Schmidt.
F. Chevalier Brandenstein.
Anton Zipser.
Leopold Vukassovich.
Josef Batka.
Hieronymus Tartarotty.
Carl Wuda.
I^dislaus Meszaro«.
Vincenz Graf Gatterburg.
Franz Sörtsey.
Johann Volkart.
Alexander Martin.
Unterlleutenanta.
Franz Loy.
Carl Saboretty.
Andreas Stwexdetzky.
Carl Sager.
Johann Endelletz.
Paul Kaller.
Johann Hetenyi.
Carl Bindershofen.
Carl Weinczierl.
Carl Desy.
Peter Oreskovich.
Vincenz Rivafinoli.
Johann Bedekovich.
Johann Klinger.
Carl Karatur.
Ignaz Karvanchich.
Michael MikeBsich.
Fähnrichs.
Franz Bart ha.
Paul Stanvichich
Josef Kallmann
Paul Haen.
Georg Skriljak
Bartholomäus Cagnioni.
Franz Reisner
Josef Barta.
Michael Magyarchich
Anton Lohr
Johann Apsmaycr.
Johann Szeknllich.
Frau/. Tastner
Josef Knezicli.
Friedrich Adelsfeld.
Josef Karhotfer.
U*.<-hlchlc de. ««. Linien Inf Hr*. 24
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Beilage iVr. 19.
Officiers-Standes- Tabelle vom Jahre 1810.
Regiments- Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr
Oberst Johann Freiherr v. Rechcuherg
Oberstlirutenant Wilhelm Dressery.
1. Major Kranz Scharinger
2. „ Franz Papp.
3. „ Paul Töth.
4. „ Alexander Freydony.
5. „ lgnaz Leszczinsky.
von Simbschen.
Regiments-Kaplan Bonaventura Schretz.
„ Amlitor Franz Walter.
Rechnungsfh. Carl Angmann.
„ Adjutant Balthasar Simünich
Arzt Dr. Nöthen.
G. Jacope v. Heldensch wert
Michael Kusmits.
Johann Rogäts.
Mathias Hrebillovich.
Johann W T anya.
Ludwig Grat Borchgrave.
Alois Bianchi.
Hauptleute.
Josef Udvarnoky
Konrad Bogner
Jakob Widakovich
Franz Kisler.
Ignaz Gerhardy.
Alexander Baron Neffzern.
Kranz Koszlik.
Capitain -Lieutenants.
Josef Baron Wöber.
Leopold Barkenstein.
Franz Graf Latour.
Carl Burghardt.
Josef Cscrmak.
Josef Fedrigony.
Carl Szentsch.
Michael Rosty de Barkos Antou von Tarnoczy.
Franz Martonovich Kilian Allemanu.
Carl Baron Brentano.
Franz Kokanovich.
Josef Schmidt
Leopold Vukassovich.
Josef Batka.
Hieronymus Tartarottv.
Carl Wuda.
Ladislaus Möszärös de Szt.
LeMek.
Johann Volkart.
Alexander Martin.
Paul Stanvichich.
Georg Skriljak.
Bartholomäus Cagnioni.
1 ranz Reisner.
Josef Bartha.
Johann Heinrich
Anton Lohr.
Johann Szekullich.
Johann Kästner.
Andreas Potornjay de Po-
tornya
Kmerich Csemitzky deCse-
mitze.
Josef Bulath.
Carl Polzcr.
Kmerich Mikos.
Auton Reinhardt.
Oberlieutenants.
Franz Loy.
Carl Saboretty.
Andreas Stwerdetzky.
Carl Sager
Johann Kndellctz.
Paul Kaller.
Balthasar Simünich.
Johann Hetenyi.
Carl Bindershofen.
Carl Weinczicrl.
Unterlleutenants.
Josef Karhoffer.
Franz Weiss.
Jakob Rafalovsky.
Michael Krismanits.
Johann Swabinsky
Alois Jauibory.
Josef Schauer.
Franz Planinz.
Mathias Simünich.
Fähnrichs.
Leopold Zellcr.
Josef Szenitzeg.
Johann Funk.
Ladislaus Stankovich.
Johann Brunner
Kmerich Turkovich.
Ilian Kusmits.
Johanu Adamkovich
Franz Süssmann.
Franz Szörtsey.
Carl Desy.
Peter Oreskovits
Carl Karat ur.
Andreas Pallo.
Kranz Bartha.
Paul Haen.
Vincenz Rivarinoli.
Carl Brustmann.
Franz Vogtberg.
Josef N
Johann
Johann
Ernst K
Johann
Johann
Mathias
Johann
Johann
e'meth.
Poor.
Mottony.
onde.
Besselfeld.
Bardorf.
Sabliar.
Colombani.
Weiuczierl.
Josef Riesner.
Simon l.ubuvich.
Ferdinand Krass.
Johann Baron Hallcgg.
Wilhelm Hoibholzer
Ladislaus Zärnbory.
Johann Kuglbrechtsniüller.
Josef Holziugcr.
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Beilage Nr. 20.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1811.
Regiments- Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr von Slmbschen.
Oberst Jobann Freih v. Rechenberg. Kgmts.-Caplan Bonaventura Schretz
Oberstlieuteuant Wilhelm Dressery.
I Major Franz Scharineer
2. „" Ignaz Leszcziusky.
3. - Paul Toth
Pasqnale Graf Pasta.
Michael Kusniits.
Johann Wahle.
Job. Kogäts.
Mathias Brebillovich.
Johann Warna.
Anton Fiegl
Franz Hoffmann
Michael Rosty de Barköcz
Franz Martonovich.
Eugen Rieux de Feyau
Josef Schmidt
Leopold Vukassovich.
Josef Batka
Hieronymus Tartorotty v.
Eichenberg.
Carl Wmla.
Ladislaus Meszäros de Szt.
Lelek.
Jobann Volkart.
Alexander Martin.
Fr. Loy Edl v Leicheufeld.
Mathias Sabliar.
Paul Stanvichich.
Georg Skriljak.
Bartholomaus Cagnioni,
Franz Reisuer.
Josef Bart ha.
Josef Heinrich.
Anton Lohr.
Johann Fastner.
Vinceuz Chevalier Leon.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Emerich Csemityky de
Csemitze.
Johann Baron Hallegg
Wilhelm Hochholzer.
n
\ inlitor Kranz Walter.
Rechnungsf. Carl Anirmann
Adjutant Balthasar Simunich
Arzt Dr. Caspar Kunz.
Hauptleute.
Ludwig Graf Borchgrave
Josef Sacher
Jacob Vidakovich
Franz Eisler.
Icnaz Gerhardy.
Alexander Baron Neffzern.
Josef Fedrigoui
Capitain- Lieutenants.
Carl Baron Brentano.
Anton Tarnöczy.
Kilian Alleinann.
Oberlieutenants.
Carl Saboretty
Andreas Stwerdetzky
Carl Sager.
Anton Gollubichich.
Paul Kallrr
Balthasar Simunich
Johann Hetenyi.
Carl Bindersbofen
Carl Weinczierl.
Franz Vogtberg
Ruprecht Baron Bodmann.
Carl Graf Lengheim
Unterlieutenants.
Josef Karhoffer.
Franz Weis.
Jacob Rafalovsky.
Michael Krismanits.
Jobann Swabiusky.
Ludwig Zambory.
Josef Schauer.
Franz Planinz.
Josef Colombani.
Fähnrichs.
Josef Bullath.
Carl Polzer.
Einer Mikos de Tarothäza.
Anton Reinhardt.
Leopold Zeller.
Franz Ritter Czuppa.
Ferdinand Kraus.
Ferd. Engelbrechtsmüller. Franz Holziuger.
Josef Cscrmak.
Josef Baron Wöber.
Leopold Barkenstein.
Cajetan Graf Lichtenberg.
Carl Stentsch.
Heinrich Birnstingl.
Carl Burghardt.
Anton Winklcr.
Johann Suppanchich.
Franz Süssmann.
Gustav Chev. Fietreich.
Victor Blankenheim.
Carl Desy.
Carl Brustmaun.
Michael Fischer.
Carl Menger.
Jobann Schemel.
Peter Oreskovits.
Mathias Maly.
Carl Karatur.
Andreas Pallo.
Franz Hartha
Paul Haen
Johann Flache.
Mathias Simunich.
Alois Fedrigony.
Ignaz Meschede.
Josef Nemeth.
Johann Weinczierl.
Franz Mottony.
Jobann Besselfeld.
Johaun Bardorf.
Johann Funk.
Ladislaus Stankovits.
Alois Karkessy.
Johann Brunner.
Carl Lottersbcrg.
Ilian Kusmits.
Mathias Herbert.
Josef Riesner.
Ladislaus Zambory.
24«
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Beilage Nr. 21.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1812.
Z M
Regiments-Inhaber F.
Oln i . t Johann von Seethal.
Ob:-*stlieutenant Wilhelm Dressery
1. " ajor Franz Scharinger.
2. m Ignaz Graf Leszczinsky
3. - Paul Busän
Josef Freiharr von Nimbseheu.
Rgmla.-Caplau Bonaventura Schretz
Auditor Franz Walter.
„ Rechnungsführer Josef Alt
, Adjutant Balthasar Simunich.
Arzt Dr. Caspar Kunz
Mathias Kusmits.
Mathias Brebillovich
Johann Wauya
Josef Fedrigony.
Anton Fiegel
Michael Rosty de Barköcz.
Franz Martonovich.
Hauptlcute.
Josef Sacher.
Jacob Vidakovich
Franz Eisler.
Ignaz Gerhardy.
Alexander Baron Neffzern
Capltain-Llentenaiits.
Carl Brentano. Kilian
Anton Tarnöczy. Franz
Josef Baron Wöber.
Antou Winkler.
(arl Baron Sentsch.
Heinrich Birnstingl
Carl Burgbardt.
Franz Hoffmanu.
Josef Schmidt
Leopold Vukassovich.
Josef Batka
Hieronymus Tartarotty v.
Krehenberg.
Ludwig Moszäros de Szt.
Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Obcrlieatenanto.
Paul Kaller.
Balthasar Simunich.
Johann Hetenyi.
Carl Bindershofen.
Carl Weinczierl.
Carl Graf Lengheim.
Constantiu Blankenheim.
Carl Desy.
Franz Loy.
Carl Saboretty.
Andreas Stwerdetzky
Carl Saper
Ruprecht Baron Bod
Anton Gollubichich
Johann Schemel.
Peter Oreskovits,
Mathias Mally.
Carl Karatur.
Andreas Pallo.
Franz Bartha.
Paul Haen.
Mathias Sabliar
Paul Stanoviehich,
Georg Skriljak.
Josef Colombany.
Franz Reisner.
Josef Bartha.
Johann Heinrich.
Anton Lohr.
Unterlieiitenants.
Johann Fastner.
Josef Karhoffer.
Franz W r eiss.
Jacob Ratalovsky
Michael Kriszmanits.
Johaun Swabinskv.
Ludwig Zambory de Rethe.
Josef Schauer.
Johann Flache
Franz Planinz.
Mathias Simunich.
Alois Fedrigony
Ignaz Meschede
Johann Weinczierl.
Franz Mottony
Johann Bardorf.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Kmerich Cscmitzky de
Csemit/.e.
Josef Bulath.
Carl Polzer.
Fähnrich».
Em. Miklos de Tarothaza.
Anton Reinhardt.
Leopohl Zeller.
Frauz Ritter.
Johann Baron Ilallegg.
Wilhelm Hochholzer.
Johann Funk.
Ladislaus Stankovits
Alois Karkessy.
Johann Brunner.
Iliau Kusmits.
Mathias Herbst.
Josef Riesner.
Ladisl. Zambory de Reihe.
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I
A> 22.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1813.
Regiments- Inhaber F Z. Bf
Oberst Wilhelm von Dressery
Oberstlieuteuaiit Iguaz Graf Leszczinsky.
] Major Paul Busan.
2. ., Anton Kitter v Rubendunst.
3. „ Josef Socher
Mathias Rrchillovich.
Johann Wauia.
Josef Fedrigoni
Anton Flegel.
Carl Baron Brentano
Georg Urisek
Josef Freiherr von Simbsehen.
Regimeuts-Kaplan Bonaventura Schretz.
., Auditor Franz Walter
„ Rechnungsführer Josef Alt
„ Adj utant Balthasar S imu nich .
„ Arzt Dr. Kaspar Kunz.
Hauptleute.
Jakob Widakovits.
Franz Fisler
Itrnaz Gerhardy
Alexander Baron Neffzern
Josef Baron Wober.
Michael Rosty de Bärköcz.
Franz Martonovieh.
Carl Baron Szenisch.
Franz Burghardt.
CapiUin-LIeutenantfl.
Anton Tarnöczy.
Kilian Allemann.
Franz Sflssmann.
Carl Roth
Franz Hoffmann.
Josef Schmidt
Leopold Vukassovich
Josef Batka
Hieronymus Tärtarotty v.
Kiclienberg.
Ladislaus M«''szaros de Szt
Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexauder Martin
OberlieutenantA.
Franz Loy
Carl Sabo'rettv von Mans-
burg.
Andreas Stwerdetzky.
Carl Sager.
Ruprecht Baron Bndmann.
Anton GoUuMchich
Paul Kaller.
Balthasar Simünich
Carl Graf Lengheim
Johann Heü'nyi
Carl Chev. Bindershofen.
Carl Weinzier I.
Carl Desy.
Peter Oreskovits
Mathias Mtilly
Andreas Pallo.
Franz Bartha
Paul Haen.
Mathias Sabliar.
Paul Stanvichich.
Josef Colombaui.
Georg Skriljak.
Bartholomaus Cagnioni.
Kranz Reisner
Josef Bartha
Johann Heinrich.
Anton Lohr
Unterlleutenant*.
Johann Kastner,
Josef Karhoffer.
Kranz Weiss von Weissen-
heim.
Jakob Kafalovsky
Michael Krismanits.
Johann Swabinsky.
Ludwig Zämbory de Reihe.
Josef Schauer.
Mathias Simünich
Alois Kedrigony.
Ignaz Meschede.
Johann Weinzier 1
Kranz Mottony
Kranz Bardorf
Andreas Potornyay de Po-
tornya.
Kmerich Cfcmitzky de Cse-
raitze
Josef Biilath.
Carl Polzer.
Emerich Mikos de Tarot-
haza.
Anton Reinhardt.
Franz Ritter.
Ffthnrieh*.
Johann Baron Hallegg
Wilhelm Hochholzer.
Johann 1 unk.
Ladislaus Stankovicz.
Aloiu Karkessy.
Johann Weppil.
Johann Brunner.
Ilian Kusmit*.
Mathias Herbst.
Josef Riesner.
Ladisl. Zämbory de R^the.
Johann Windisch.
Auton Lisander.
Franz Sager.
Carl Birnstingl.
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Beilage Nr. 23.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1814.
Regiments-Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr
Olip'-r» Wilhelm von Dressery. Regiments
Oberstiicutcnant Iguaz Leszc/insky
l. Major Paul Busan.
.*. » Anton Ritter v. Rubendunst.
3. , Mathias Brehillovich.
>»
»»
»»
Johann Wanya.
Anton Fiegel.
Jacoh Widakovich
Ignaz Gerhardy.
Alexander Baron Neffzern.
Josef Baron Woher.
Michael Rosty de Bärkocz
Carl Baron Brentano.
Andreas Stwerdetzky.
Carl Säger.
Paul Kaller.
Johann Hetfnyi.
Andreas Pallo.
Franz ßartha.
Mathias Sahliar.
Georg Skriljak
Franz Reiszuer
Josef Bartha.
Johann Heinrich.
Anton Lohr.
Franz Weiss.
Johann Swabinsky.
Johann Weppil.
Ilian Kusmits.
Mathias Herbst.
Josef Rieszner.
Carl Birnstiugl.
Johann Windisch
Josef Mihalfalvav de Mi-
halfalva.
Franz Tanksteiner.
Anton Lisander.
Franz Sager.
August Orczy.
Nikolaus Grabovsky.
Johann Gross.
Josef Denisia.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Josef Csabinski.
Stefan Vass.
Hauptleut«.
Georg Orisek.
Anton Tarnoczy.
Carl Baron S^cntsch.
Franz Hoffmauu.
Josef Schmidt.
Leopold Vukassovich
Josef Batka.
Capitain-LieutenantN
Carl Graf Lengheim.
Carl Bindershoffen.
Carl Wcinczierl.
Obcrlieutenants.
Ludwig Zambori de Rethe.
Josef Schauer.
Mathias Simünich.
\lois Fedrigony.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Franz Mottony.
Andreas Potoruyay de Po-
tornya.
Emerich Cscmitzky de Cse-
raitze.
Unterlleutenants.
Josef Ujeisky.
Josef Loy von Leichenfeld.
Josef Schlesinger.
Jobann Nagy.
Franz Poch.
Josef Turkovieh.
Johann Palocsay.
Josef Braunhoffer
Josef Lelovits.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy de Galantha.
FShnriehs.
Josef Hanisch.
Josef Graszel.
Johann Kittler.
Alexander Horvath.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova
Franz M eissei.
Josef Trunk.
von Himbschen.
Kaplan Bonaventura Schretz.
Auditor Franz Walter.
Rechnungsführer Josef Alt.
Adjutant Franz Reiszner.
Arzt Dr. Kaspar Kunz.
Hieronymus Tartarotty v.
Krehenberg.
Ladislaus Meszaros de St.
Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld.
Johann Lnzinzky.
Carl Desy.
Peter Oreskövits.
Johann Schwabe.
Ruprecht Baron Bodmann.
Josef Bulath.
Carl Bolzcr
Anton Reinhardt.
Jolianu Baron Hallegg.
Wilhelm Hochholzer.
Anton Lipowsek.
Korvinius Schonin.
Ladislaus Stankovich.
Alois Karkossy
Anton Grubatiovich.
Josef Potornyay de Po-
tornya.
Johann Bergmann.
Johann Mathias.
Carl Prohaska
Josef Jugler.
Johann Latschät.
Georg Frankovich.
Franz Mollnär.
Eduard Jony.
Josef Hertlein.
Franz Weiss.
Michael Nagy
Johann Adam.
Josef Ron wein.
Carl Bayer.
Paul Schrctter
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Beilage Nr. 24.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1815.
Regiments-Inhaber F. M. L.
Oberst Wilhelm Dressery.
Oberstlieutenant Ignaz Scarpek v Lesz-
czinsky
1. Major Paul BiiBan.
2. „ Anton R. v. Ruheuduiist.
3. „ Anton Parme^any.
4. „ Ijjnaz Gerhardy.
Paul Baron
Regiments
»*
n
>»
Johann Wim.
Anton Fiegel.
Jakob ViilakovitB.
Alexander Baron Neffzern.
Josef Baron Wöber.
Andreas Stwerdetzky.
Carl Sager.
Paul Kaller.
Jobann Hetenvi.
Andreas von Pallo.
Franz von Bartba.
Mathias Sabliar.
Georj? Skriljäk
Franz Reiszner
Ignaz Piskovecz.
Josef v Bartba.
Jobann v Heinrich.
Anton Lohr.
Hauptleute.
Michael Rosty de Bärkocz.
Georg Orisek.
Anton Tärnöczy.
Franz IlotFmanu.
Josef Schmidt.
Radlvojevlch.
('aplan Bonaventura Schretz.
Auditor Oblt. Fr Schuberl
Rechnungsf. Oblt Jos. Alt.
Adjutant Oblt. Fr. Reiszner
Arzt Dr Kaspar Kunz
Leopold Vuknssovich.
Josef Batka.
Ldw Möszäros de St. Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld.
( api tai n- Lieutenant s.
Carl Graf Lengheim Peter Oreskovits.
Carl Weinczierl. Josef Gattv
Carl Desy. Carl Gussmann.
Johann Schwabe.
Oberlieutenants.
Fr. Weiss v. Weissenborn
Jobann Swabinsky.
Ludw. Zämborv de Rethe.
Josef Schauer
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Fr. Möttony.
A. Potornyay de Potornya.
Em Cscmitzky de Csem-
nitze.
Johann Werpil
Rian Kusmits.
Mathias Herbst.
Josef Rieszner.
Carl Birnstin<jl
Johann Windisch.
Josef Mihalfalvay de Mihal-
falva
Franz Tanksteiner
Franz Sager.
Nikolaus Grabovsky.
Jobann Gross
Josef Demsta.
Franz Süsser
Josef Stampf.
Josef Csabinsky
Stefan Vass.
Josef Hauisch
Franz Sabatini.
Josef Bulath.
Carl Polzer
Anton Reinhardt.
Johann Baron Hallegg.
Wilhelm Hochholzer.
Ladislaus Stankovits.
Alois Karkessy.
Anton Grubanovich.
Carl Krisar.
Untorlieutenants.
Josef von Ujeisky.
Josef Loy v. Leichenfeld.
Josef Schlesinger
Johann Nagy.
rranz Poch.
Josef Gyurkovits
Jakob vou Palocsay.
Josef Braunhoffer.
Josef Heidemann.
Josef Lelovits.
Fähnrichs.
Josef Graszel.
Johann Kittler.
Alexander Horvath.
A. Hrabovsky de Hrabova
Andreas Meissel
Josef Trunk
Josef Hertlein
Andreas ßogdanits.
Josef Nagy de Galantha.
T. Potornyay de Potornya.
Johann Bergmann.
Johann Matvusde Allista.
Carl Prohaska
Josef .Tagler.
Johann Latschat.
Georg Frankovics.
Franz Mollnar.
Eduard Jony de Jamnik.
Johann Weiss.
Michael Nagy
Johann Adam v. Nagy-Oer.
Josef Ronwein.
Carl Baver v. Galantha.
Paul Sciiretter v Szonda
Lukas Jovanchich.
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Beilage Ar. 25.
Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1816.
Regiments-Inhaber F. M. L.
Oberst Wilhelm Dressery
Obemlnt Leszczinsky
1 Major Paul Busän k. k. Kümmerer.
"J. .. Anton Kitter v. Ruhendtinst
3. ,. Josef Freiherr v. (lerliezy
4 „ Auton Pannej/iany.
Paul Freiherr von Radlvojevicta.
RefMinents-Caplan Bonaventura Schreis.
Auditor Oblt Fr >chubert
Rechnungsf Oblt Josef Alt.
Adjutant Oblt F v. Keiszuer.
Arzt l>r Kaspar Kunz.
M
•»
n
Johann Wanya.
Jakob Vidakovits
Alexander Baron Nefifzern
Josef Baron Wöber.
Michael Kosty de Barkocs.
Georg Orisek"
Carl Saper.
Paul Kaller.
Carl Graf Leugheim.
Hauptlcut«.
Franz Ho ff mann.
Josef Schmidt.
Leopold Vukassovich
Josef von Batka.
Ladislaus Meszäros de St
Lelck.
Capitain-Lieutenants.
Franz Voßberg.
Thomas Luc/.iusky.
Alexander Martin
Franz Loy v. Leielienfeld.
Andreas Stwerd<-t/ky.
Peter Hadossevits
Carl Vandony.
Andreas Pallo.
Mathias Sabliar.
Georg Skriljak.
Franz Reiszuer.
Josef von Hartha.
Johann Heinrich.
Auton Lohr
Fr. Weiss v. Weissenheim.
Johann Swnbinsky
Ludw. Zämbory de Rethe.
Josef Riesner.
Johann Windisch
Josef Mihälfalvay de Mi-
bälvalva.
Anton Lisander.
Josef Loy v. Leielienfeld.
Josef Schlesinger.
Johann Nagjf,
Franz Poch.
Josef Gyurkovits
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Josef Czabinsky.
Stefan Vass.
Johann Levardovsky
Joset Qanisch.
Josef Graszel.
Johann Kittler.
Carl Weinczierl.
Carl Desy
Peter Oi-cskovits.
Oberlieuteiianta.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Fr. Mottony ile Palacios.
And. Potornyay de Po-
toruya.
E Csemitzky de Csemitze
Josef Bulath
Carl l'olzer
Anton von Reinhardt
Uiitarileutenants.
Jakob von Palocsay
Josef Braunhoffcr.
Josef Lelovits
Josef Nftgjr de Galantha.
Andreas Bogdanits
Thomas Potornyay de Po-
tornya.
Johann Bergmann.
Johann Matyäs de Allista.
Georg Frankovit«
FtlhnricliN.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Andreas Meissel.
Josef Trunk
Josef Hertlein
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Johann Adam v.Nag>-t>er.
Franz Bleyer de Galantha.
C. Gussmann v. Olivarcz.
Franz Adrario
Johann Hetenyi
Johann Baron Hallegg.
Wilhelm Hochholzer.
Alois Karkcssy.
Antou Grubanovits
Franz Halbritter.
Carl Krisär.
August Jürkovich.
Christian Kuszmits.
Mathias Herbst.
Carl Kirschner
Franz Hartha.
Franz Molluär.
Eduard Jony de Jamnik.
Johann Latschat
Anton Httbsch
Carl Brenner
Josef Toccafondy.
Carl Zach
N'icolaus Grabovski.
Josef Demsta.
Paul Schretter v. Szonda
Moriz Desimon v. Stern-
feld.
Johann Giarriny
Lukas Jovanchiih.
Emerich lleiki.
Andreas Peblich.
Lukas Wulas.
Melchior Maron\.
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Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1817.
Regiments-Inhaber F. M. L. Paul Freiherr von Kadivojevieh.
Oberst Wilhelm Dressery. Rgmts.-Caplan Bonaventura Schretz.
Oberstlieut. Ign. Gr. LeazczinBky. „ Auditor Oberlt. Franz Schubert
1. Major Paul BusAn .. Rechnungsf. Oberlt. Josef Alt
2. Major Anton Ritt v. Rubcndunst. .- Adjutant Oberlt. Fr. Reiszm-r.
3. „ Josef Freiherr v. Gerliczy. „ Artzt Dr. Caspar Kunz
Johannu Wanya.
Jacob Vidakovits.
Alexander BaronNeffzern.
Josef Baron Wöber.
Michael Rosty de Barkocz.
Georg Orisek.
Carl Sager.
Paul Kaller.
Carl Graf Lenghcimb.
Franz Hartha
Mathias Sabliar.
Georg Skriljak.
Franz Reiszner.
Josef von Bartha.
Johann Heinrich.
Anton Lohr.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Josef Bulatb
Johann Windisch.
Josef Mihalfalvay de
Mihalfalva.
Josef Loy v. Leichcnfeld.
Johann Nagy.
Franz Poch.
Josef Gyurkovits.
Jacob Palocsay de Palöcsa.
Josef Toccafondy.
Josef Braunhoffer.
Franz Süsser.
Jose! Stampf.
Josef CsabinBky
Stefan Vass.
Johann Levardovskv
Josef Ilanisch.
Josef Graszel.
Johann Kittler
Hnuptlcutc.
Franz Iloffmann.
Josef Schmidt.
Leopold Vukassovich.
Josef von Batka.
Ladislaus Meszaros de Szt.
Lelek.
Capita in Lieutenants.
Franz Adrario.
Carl Weinczierl.
Carl Desy.
Oberlieutenanta.
Emerich Csemitzky de
Csemitze.
Carl Polzer.
Anton Reinhardt.
Johann Baron Hallegg.
Wilhelm Hochholzer.
Franz Weiss v. Weissen-
heim.
Johann Svabinsky.
Ludwig Zambory de Rethe.
Unterlieutenants.
Josef Lelovits.
Michael Nagy de Galantha.
Andreas Bogdanits.
Thomas Potornyay de
Potornya
Johann Bergmann.
Johann Mattyäs.
Georg Frankovits.
Franz Mollnar.
Emerich Jony v. Jamnik.
Fffknrichs.
Ant. HrabovskydeUrabova.
Andreas Meissel.
Josef Trunk.
Josef Härtlein.
Jobann Weiss.
Michael Nag}' de Galantha.
Joh. Adam de Nagy -Oer.
Carl Bayer de Galantha.
Franz Vogtberg.
Thomas Lui'zinsky.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld
Andreas Stwerdetzky.
Peter Radossevits.
Peter Oreskovits.
Carl Gussmann.
Johann Hetenyi.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Alois Karkessy.
Franz Halbritter.
Carl Krisur.
August Jurkovieh.
Christian Kusmits.
Mathias Herbst.
Carl Kirsch n er.
Anton Hübsch.
Carl Brenner.
Anton Lisander.
Carl Prohaska.
Josef Jugler.
Carl Zach.
Nicolaus Grabovsky.
Josef Dcmsta.
Carl Pöschcl.
Josef Haidemann.
Paul Schrctter v. Szonda.
Mor. Desimon v. Sternfeld
Johann Giarriuy.
Lucas Jovanchich.
Emerich Raiky.
Andreas Paul ich.
Lucas Wulas.
Melchior Marony.
OucUcblc d« M. Uuito Inf Br|.
25
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1818.
Regiments-Tnhaber F. M. L. Paul Baron
Oberst Wilhelm Freiherr von Hressery
Oberstlt. I u : i i , v Skarpck.
1. Major Paul Busan, k. k. Kämmerer.
2. „ Anton Ritter v. Rubendunst.
H. „ Josef Barou Gerliczy.
Radlvojevleh.
RgmtH-( 'aplan Bonaventura Schretz.
A minor Oberlt. Franz Schubert,
ii Rechngsf -Oberlt .Josef Alt.
,, Adjutant Oberlt. Fr. Reiszner
n Am Or Caspar Kune.
Johann Wanva.
Jakob Vidakovits.
Alexander Baron Keffzern
Joiel Baron Wöber.
Michael Rosty de Barköcjs.
Georg Orisek.
Franz Hoffmann.
Carl Saager
Paul Kaller.
Ilaiupt leute.
Josef Schmidt.
Leopold von Vukassovich.
Josef von Batka.
Ladislaus Mesaarös v. Szt.
Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Capitata- Lieutenant.
Franz Loy v. X/Cichenfeld.
Andreas Stwerdetzky.
Peter von Radossevits.
Anton von Cottaly.
Carl Vandony.
Ludwig Bottaglini.
Franz Barth a.
Mathias Sabliar.
Georg Skriljak.
Franz Reiszner.
Carl Krisar von Havalla.
Johann Weinczierl
Andr. Pottornyay de Po-
tornya.
Emerich Csemitzky deCse-
mitze.
Michael Kovats.
Josef Riesner.
Johanu W indisch.
Josef Milialtalvay de Mi-
halfalva.
Anton Lisauder
Josef Loy von Leicheufeld
Josef Schlesinger,
.lohann Nagy.
Franz Pöch.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Stefan Vass
Johann Levardovsky.
Josef Graszel.
Johann Kitüer.
Carl Weiuczierl.
Carl Dösy.
Oberlieutenant*.
Josef Bulath.
Carl Polzer.
Josef Barth a.
Johann Heinrieb.
Anton l.<* Iii-
Franz WeiBB von WeiBsen-
heim.
Johann Svabinsky.
Ludwig Zambory de Rethe.
Josef Schauer.
Ünterllentenante.
Josef Gyurkovits.
Pakob Palocsay de Palocsa.
Josef Toccafondi.
Josef Braunhofer.
Josef Lelovits.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy.
Thomas Potornyay de Po-
tornya.
Johann Bergmann.
FffhnrichH.
Johann Giarrinv.
Andreas Meissel.
Josef Trunk.
Josef Hürtleüi.
Johann Weiss.
Michael Nag}-.
Ant. Urabovsky dellrabova. Paul Schrctter v. Szonda.
Peter Oreskovit«.
Johann Hetenyi.
Ignaz Meschede.
Johann Baron Hallegg.
Alois Karkessy.
Kranz Halbritter.
Carl Kirschner v. Badenan.
Anton Lagarde.
August Jürkovrch v. Koltar.
Kristian Kusmite.
Mathias HcrbBt.
Johann Mattyas.
Carl Trochaska.
Josef Jugler.
Johann Li tschat.
Georg Frankovits.
Franz Molluar.
Eduard Jony de Jomnik.
Anton Hübsch.
Nikolaus Grabovsky.
Johann Demsta.
Carl Pöschel.
Moriz Desimon v. Stern-
feld.
Lukas Wulas.
Josef Broglio.
Lukas Jovanchich.
Knierich Raiky.
Andreiis Paulich
Officiers-Standes-Tauelle vom Jahre 1820.
Regiments- Inhaber F. M.
Oberst Wilhelm von Dresse ry.
Oberstlieutenant Iguaz Graf Leszczinsky.
L Major Faul Hasan, k. k. Kämmerer.
£ . Autou Ritter v. Rubenduust.
L. Paul Baron Radivojerich.
Regiments-Caplau Bonaventura Schretc
, Auditor Oberlieut. Franz
Schubert.
„ Auditor Mathias Binder.
m Rechnnngsf. Oblt. Jos. AU.
, Adjut. Lieut. Jos. Loy von
Leichenfeld.
„ Arzt Dr. Carl Härtung.
Johann Wanya.
Jakob Vidakovits.
Alexander Baron Neffzern
Josef Baron Wöber.
Michael Rosty de Barkocz.
Georg OriBek.
Franz Hoffmann,
Carl Saaße r.
Paul Kaller.
Franz Bartha.
Mathias Sahliar
Georg Skriljäk.
Franz Reiszner.
Carl Krisar von Havala.
Josef Bartha.
Johann Weinczierl.
Andr. Potornyay de Po-
tornya.
Johann Kuunt.
Joset Kieszncr.
Johann Windisch
Josef Mihalfalvay de Mi
kalfalva.
Anton Lisander.
Josef Loy v. Lcichenfeld.
Josef Schlesinger
Johann Nagy.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Stefan Yass
Auton Hrabovsky de Hra
bova.
Johann Giarriny.
Andreas MeiBsel.
Hauptleute.
Josef Schmidt.
Leopold von Vukaasovicb.
Josef von Batita.
Ladislaus Meszärös de Szt.
Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexauder Martin.
Capitain-Lieutenants.
Franz Loy v. Leichenfeld.
Andreas Stwerdetzky.
Peter von Radossevits.
Auton Cottaly.
Carl Vantlouy.
Ludwig Bottaglini.
Carl Weinczierl.
Peter Oreskovks.
Oberlleuteiiants.
Emerich Csemitzky v. Cse-
mitze.
Josef Bulath.
Franz Sabadini.
Carl Polzer.
Johann Heinrich.
Anton Lohr.
Franz Weiss vou Weissen-
heim.
Unforlleutviiante.
Franz Poch.
Josef Gyurkovits.
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Josef Toccafoudi.
Josef Brauuhotcr.
Josef Letovits.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy de Galantba.
Thomas Potornyay de Po-
tornya.
Fftkui-ittJui.
Josef Trunk.
Josef Hartlein
Johauu Weiss.
Michael Nagy.
Paul Schretter v. Szonda.
Moriz Desimou v. Steru-
feld.
Ludwig Kranit s.
Johann Hetenyi.
Johann Swabinsky.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Johann Baron Hallegg.
Alois Karkeasy.
Carl Kirschner v. Badenau.
Anton Lagarde.
August Jurkovich v. Kottar.
Christian Kaainits.
Mathias Herbst.
Johann Bergmann.
Johann Latschat.
Georg Frankovits
Franz Mollnär.
Emerich Jony de Jomnik.
Auton Hübsch.
Nikolous Grabovsky.
Johann Demsta.
Carl Poschel.
Lukas Wulas.
Josef Broglio.
Lukas Jovanchicb.
Andreas Paulich.
Franz Baron Hallegif
Ignaz Grimmer.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1821.
Regimonts-Inhaber F. M. L
Oberst Ignaz Leszczinsky von Skarpek.
Übentlieateuuit Paul busän.
1. Major Anton Ritter v. Rubendiinsl
,, Jobann Wanya.
Jacob Vidakovita.
Alexander Baron Neffzern,
k. k. Kämmerer.
Josef Baron Wöber.
Michael Rosiy de Bärkocz.
Georg Orisek.
Paul Baron von Radlrojevlcb.
Regiraents-Caplan Bonaventura Schretz
„ Auditor Oblt. Frz. Schubert.
„ Rechnungsf. Oblt. Josef Alt.
„ Adjutant Lieut. Josef Loy v.
Leichenfeld.
M Arzt Dr. Carl Härtung.
Uauptleute.
Franz Hoflmann.
Josef Schmidt.
Josef Batka
Ladislaus Meszäros de St.
Lelek.
Carl Loschner.
Franz v. Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz LoV v. Leichenfeld.
Peter RadosBevich.
Carl Saager.
Paul Kaller.
(apitain- Lieutenants.
Carl Weinczierl.
Peter Oreskövits.
Johann Hetlnyi.
Ludwig Franits.
Franz Bartha.
Mathias Sabliar.
Georg Skriljak.
Franz Reiszner.
Carl Krisar de Tlavalla.
Josef Bartha.
Johann Heinrich.
Anton v. Lohr.
Oberlieutmants.
Frz. Weiss v. Weissenheim.
Johann Swabinsky.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay de Po-
tornya.
Josef Bulath.
Emerich Csemitzky de Cse-
mitze.
Carl Bolzcr.
Johann Baron Ilallegg.
Alois Karkeasy.
Carl Kirschner v. Badenau.
Christian Kusmits.
Mathias Herbst
Johann Kuncz.
Josef Rieszner.
.Ii hann Windisch.
Josef Mihilfalvay de Mi-
halfalva.
Anton Lisander.
Josef Loy von Leicbenfeld.
Josef Schlesinger.
Unter lieutcnant«.
Johann Nagy.
Franz Poch.
JoBef Gyurkovits.
Job. Palöcsay de Palöcsa
Josef Toccafondy.
Josef Braunhoffer.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy de Galantha.
Thom. Potornyay de Po-
tornya.
Johann Bergmann.
Johann Latschät.
Georg Frankovits.
Franz Mollnär
Eduard Jony de Jamnik.
Anton Hübsch.
Nico laus GraboYsky.
Fähnrichs.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
lrca.s Meissel.
• Xn * ' Tr.'Uik
Josei
Josef Härtlein.
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Moriz Desimon
feld.
Josef Broglio.
Lukas Jovanchich.
Andreas Paulicb.
Franz Baron Hallegg
v. Stern- Ignaz Grimmer.
Anton Carcano
Josef Durfeld.
Friedrich v. TanuenfeKl
\
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1822.
Regiments-Inhaber F. M L. Paul Baron von RadiTojerieh.
Oberst Ignaz Graf Leszfzinsky von
Skarpek.
Oberstlieuteuant Paul Busan.
1. Major Anton Ritter v. Rubcn dunst.
2. „ Johann Wanya.
Regiments-Caplan Bonaventura Schretz.
„ Auditor Oblt. Franz Schubert.
„ Rechsgf. Oblt Josef Alt.
Adj. Lieut. Jos. Loy v. Leichcn-
fcld.
„ Arzt Dr. Carl Härtung.
Josef Vidakovits.
Josef Baron Wöber.
Michael Rosty de Barkocz.
Georg Orisek.
JoBef Schmidt.
Josef von Batka.
Peter Oreskovits.
Johann Iletenyi.
Georg Skrijjak.
Franz Reiszner.
Karl Krisar de ilavalbr
Josef Barta
Johann Heinrich.
Anton Edler von Lohr.
Franz Weiss v. Weissen-
heim.
Josef Rieszncr.
Johann Windisch.
Josef Mihalfalvay de Mihal-
falva.
JoBef Loy v. Leichenfeld.
Josef Schlesinger.
Johann Nagy.
Franz Poch.
Josef üyurkovits.
Axentius Wiya.
Anton Hrabovsky de
Hrabova.
Josef Härtlein.
Johann Weiss.
Michael v. Nagy.
Moriz Desimon v.Sternfeld.
Haiiptlt-utc.
Ladislaus Meszuros de Szt. Peter von Radosscvich.
Lelek. Karl Saager.
Franz Vogtberg. Paul Kaller.
Alexander Martin. Karl Weinczicrl.
Franz Loy von Leichen- Karl Vandony.
feld.
Capitain-Lieutenant*.
Ludwig Franits.
Franz Hartha
Mathias Sabliar.
Josef Knöbr.
Ant. Tauber v. Taubenberg.
Oberlieutenants.
Johann Swabinsky.
Josef Schauer,
lgnaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay de
Potornya
Emerich Csemitzky de
Csemitze.
Unterlicutenants.
Jakob Palocsay de Palöcsa.
Josef Toccafondy.
Josef Rraunhofer.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy de Galantba.
Josef Potornyay de
Potornya.
Johann Bergmann.
Johann Latschat.
Fähnrichs.
Josef Broglio.
Lukas Jovancbich.
Franz Baron Hallegg.
Ignaz Grimmer.
Anton Carcano
Friedrich Pittony von
Tannenfeld.
■Ins et Bulath.
Karl Pol/rr.
Johann Baron Hallegg.
Franz Hohl v. Stablberg.
Alois Karkessy.
Karl Kirschncr v. Badenau.
Christian Kusmits.
Mathias Herbst.
Johann Kauts.
Franz Mollnar.
Eduard Jony v. Jaranik.
Anton Hübsch.
Nikolaus Grabovsky.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Andreas Meissel.
Josef Trunk.
Ferdinand Dunger.
Thomas Petrovich.
Mathias Tonkovich.
Josef Rosandits.
Franz v. Mattkovich
Michael Janschich.
Franz Baron Cordon.
Josef Hoffer.
u.;i,x n , Mr. £1.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1823.
Regiments-Inhaber F. M. L Paul Freiherr von RadiToJcYlch.
Oberst Franz Kaufmann Kdl. v. Frauen -
steinhurg.
Obcrstliout Puul Busau, k. k. Kämmerer.
1. Major Jobaua Wanyu
2 Major Jacob Vidakovits.
Regiments -Caplan Bonaventura Scbretz.
Auditor Hptm. tr. Scbubcrt.
„ Rechngsf. Oberlt. Josef Alt.
„ Adjutant Oberlt. Josef Loy
v. Li'icbenfeld.
Josef Baron Wöber.
Michael Rosty de Barköcz
Georg Orisek.
Josef Schmidt . .
Josef Hatka
Hauptleute.
Ladislaus Meszaros de Szt. Peter von Radosscvicb.
Lelek. Peter Oreskovitß.
Franz Vogtberg. Karl Vandony.
Alexander Martin. Johann Hetenyi
Franz Loy von I-eichenteld.
Ludwig Franks.
Franz Hartha.
Capitain-Liftutenanto.
Mathias Sabliar.
Josef Kuöhr.
Georg Skriljak.
Franz ReiBzner.
Karl Krisar v. Havalla.
Josef Hartha.
Anton Lolir Kdler von.
Löwenthal.
Franz Weiss von Weissen-
heim.
Jobhnnn Swabinsky
Josef Schauer.
Oberlicutenauts.
Josef Bulatb.
Karl Polzer.
Jobann Baron Hallegg.
Franz Hohl, Stahlberg.
Alois KarkeVs\
Carl Kirschucr von Baden
au.
Ignaz Meschede."
Josef Mihällalvayde Mihäl-
falva.
Josef Loy von Leicbeufeld.
Josef Schlesinger.
Franz Poch.
Josef Gynrkimts.
Jacob Palocsay de Palöcsa.
Josef Toccafondy.
Josef Braunbofer.
Unterlieutenaiits.
Andreas Bogdanits
Josef Nagy de Galantha.
Thomas Potoruyay «le Po-
tornya.
Johann Bergmann.
Johann LaLsch.it
Kranz Molluär
Eduanl Jany de Jamnik.
Anton Hübsch.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay
de Potornya.
Emerich Csemitzky de.
C'Bemitze.
Christian Kusmfts.
Mathias Herbst.
Jose! Rieszner.
Johann Windisch.
Nikolaus Grabovsky.
Franz Stisaer.
Josef Stampf.
Andreas Meisgel.
Josef Trunk.
Aton Hrabovsky de
Hrabova
Josef Hartlein.
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Moriz Desimon von Stern -
feld.
Josef Broglio.
Lukas Jovancbifh.
Franz Baron Hallegg.
Fflhnriehs.
Ignaz Gruamer.
Anton von Carcano.
Thomas Petrovicb.
Mathias Tonkovich
Josef Kosandits.
Franz v. Matkovicli.
Michael Janschich.
Franz Baron Cordon.
Georg Nedetzky.
Josef Hoffer.
Gregor Illits.
Josef Nchiba.
Btitoge Nr. .32
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1824.
Regiments-Inhabor F M. L. Paul Baron von Kndivojevieh.
Oberst Krau/. Kaufmann Edler von Regiments-Kaplan Bonavent
Frauensteiuburg. ,
Oberstlieutenant Paul Busän, k k. „
Kämmerer.
L Major Jobann Wanya. „
8. . Jakob Vidakovits.
ra Schretc
Auditor Oblt. Adam Winkler
Rechnungsführer l'terH. Jos.
Kohauth.
Adjutant Oberlt. Jos. Loy v.
Leichenfeld.
Arzt Dr. Carl Härtung
Josef Barnn Wober
Michael Rosty de Barkocz.
Georg Orisek.
Josef Schmidt.
Josef v. Batka.
Kranz Bartha
Mathias Sabliar
Josef Bartha.
Anton Lohr Kdler von
Lowenthal.
Franz Weiss von Weissen-
born).
Johann Swabinsky.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Johann Baron Hallegg.
Franz Poch.
Josef Gyurkovita
Jakob Palocsay de Talocsu.
Josef Toccafondy.
Josef Braunhoffer.
Andreas Bogdanita.
Josef Nagy de Galantha.
Thomas Potornyay de Po-
tornya.
Josef Broglio.
Lukas Jovanchich.
Franz Baron Hallegg
Igtmz Grimmer.
Anton Carcano.
Thomas Petrovicb.
Haupt taute.
I«idislaus Mcszarös de Szt
LeJek.
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld
Peter (»rcskOTits
Karl Vandony
Pet. Radosscvich von
Bados.
Johann Hctenyi.
Ludwig Kraniti.
Ca "itaiii-Ltautaiiaiits.
Josef Knöhr
Georg Skriljak.
Ohcrltautauants.
Franz. Hohl von Stadlberg.
Alois KarkesBy.
Karl Kirschtier v. Badenati
Christian Kusmits.
Mathias Herbst.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay de Po-
tornyu
riitarltautcnaiit.s.
Johann Bergmann.
Johann Latschat.
Franz Mollnar.
Eduard Jony de Jamnik.
Anton Hübsch.
Nikolaus Grabovsky.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Andreas MeisSel.
Ffihnriehs.
MathiaB Tonkovich.
Josef Rosandits.
Franz von Mattkovich.
Michael Janschkh.
Franz Baron Cordon.
Georg von Nedetzky.
Kranz Reiszner
Karl KriBar de Havalla.
Emerifh f'semitzky deCse-
mitze
Carl Polzer.
Josef Rieszner.
Johann Windiscb.
Josef Mihälfalvay de Mi-
halfalva.
Josef Loy von Leichenfeld.
Josef Schlesinger.
Josef Trunk
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Josef Hartlctn.
Johann Weiss.
Michael Nagy
Moriz Desimon v. Stern-
feld.
Josef Hoffer
Gregor Mite.
Josef Nehiba.
Demeter Nako.
Paul Ebcling
Stefan Willusz.
i
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1825.
Regiments- Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr von Simbschen.
Oberst Franz Kaufmaun Edler von Regiments-Caplan Bonaventura Schretz
Frauens teinburg.
Oberstlieuteuant Paul Rusan.
1. Major Johann Wanya.
2. a Jakob Vidakovits.
3. •• Johann Inncrhoffcr.
Auditor Anton Jendrassik
Rechngsf. Lieut. Jos. Kohauth.
Adjutant Oberlt. Josef Loy v.
Leichenfeld.
Arzt Dr. Carl Härtung.
Hauptleutc.
Josef Baron Wöber.
Michael Rosty de Barköcz.
Georg Orisek.
Josef Schmidt.
Josef von Batka.
Ladislaus Meszaros de Szt. Peter Radossevich de
Lelek. Rados.
Franz Vogtberg. Peter Orcskovits.
Alexander Martin. Karl Vandony.
Franz Loy von Leichenfeld. Ludwig Franits.
Franz Bartha.
Mathias Sabliar
Anton Lohr Edler v. Lö-
weuthiil
Franz Weiss von Weissen-
heim.
Johann Swabiusky.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Franz Hohl v Stahlberg.
Capitaln-Licutcnant*.
Josef Knöhr.
Qeorg Skriljak.
Oberlieutanant*.
Alois Karkessy.
Carl Kirschner v. Badcnau.
Christian Kusmits.
Josef Uieszner.
Johann Weinczierl.
Andr. Potornyay do Po-
tornya.
Carl Polzer.
Josef Gylirkovits.
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Josef Toccafondy.
Andreas Bogdanita
Josef Nagy de üalantha.
Thomas Potornyay do Po-
tornya.
Johann Bergmann.
Lukas Jovanchich.
Franz Barou Hallegg.
Ignaz Grimmer.
Anton Carcano.
Thomas Petrovits.
Mathias Tonkovich.
Josef Rosaudits.
Untorlleutenant«.
Jobann Latschat.
Franz Mollnar.
Eduard Jony de Jamnik.
Anton Hübsch.
Nikolaus Grabovsky.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Andreas Meissel.
Fähnrichs.
Franz Mattkovich.
Michael Janschich.
Franz Baron Cordou.
Georg von Nedctzky.
Josef HofTer.
Gregor Illits.
Josef Nebiba.
Franz Reiszner.
Carl Krisar de Havalla.
Emerich Csemitzky deCse-
mitze.
Johann Baron Hallegg.
Johann Windisch.
Josef Mihälfalvay de Mi
halfalva.
Josef Loy von Leichenfeld.
Josef Schlesinger.
Franz Pöch.
Josef Trunk.
Anton Hrabov8ky de llra-
bova.
Josef Härtlein.
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Moriz Desimon v Stern-
feld.
Josef Broglio.
Demeter Näko.
Stefau Willusz.
Paul Ebeling von Üün-
kirchen.
Georg Kaisergruber v. Sei-
lenburg.
Stefan Mesko von Felsö-
Kubiny.
Beilage Nr. 34
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1826.
Regiments-Inhabcr F. M. L. Paul Baron von R*dlTojevich.
Oberst Franz Kauftnann Edler vou Regiments-Caplan Bonaventura Schretz
Frauensteinburg.
Oberstlieutenant Paul Busäu, k. k.
1. Major .lob Wanya, Grcnad.-Bat.-Cmdt.
2. .. Jakob Vidakovits.
a !
Auditor II ]>tio. A Jendrassik.
Rechngsf. Lieut. Jos. Kohautb.
Adjt. Oberlt. Jos. Scblesinger.
Arzt Dr Carl Härtung
Joh. lnuerhofer.
Josef Baron Wöber.
Micbael Kosty de Bärköcz.
Georg Orisek.
Josef Schmidt.
Josef von Batka.
Franz Bartha.
Mathias Sabliar.
Anton Lohr Edler von Le-
venthal.
Franz Weiss von Wcissen-
heini.
Johann Swabinsky.
Josef Schauer.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Josef Toccafondy.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy de Galantha.
Thomas Potornyay de Po-
tornya.
Johann Hergmann.
Johann Latschat.
Hauptleute.
Ladislaus Meszarös de Szt.
Lelek
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leicheufeld.
Capitata- Lieutenants.
Joset Knöhr.
Georg Skriljak.
Oberlieutenants.
Andreas Potornyay de Po-
tornya.
Emerich Csemitzky de Cse-
mitze.
Carl Polzer.
Jobann Baron Hallegg.
Franz Tlohl von Stahlberg.
Alois Karkessy.
Carl Kirschuer v. Badenau.
Unterlieutenants.
Franz Mollnar.
Eduard Jony de Jamnik.
Anton Hübsch.
Nikolaus Grabovsky.
Franz Süsser.
Josef Stampf.
Andreas Meissel.
Josef Trunk.
Ignaz Grimmer.
Anton Carcano.
Thomas Petrovich.
Mathias Tonkovich.
Franz Mattkovich.
Michael Jancsich.
Franz Baron Cordon.
Fähnrichs.
Georg von Nedetzky.
Josef Huffer.
Gregor Illits.
Josef Nehiba
Demeter Näko.
Stefan Willusz.
Paul Ebeling von Dün-
kircben.
Peter Radossevich v. Rädos.
Peter Oreskovits.
Carl Vandony.
Johann Hetenyi.
Ludwig Franks.
Franz Reiszner.
Carl Krisar de Havalla.
Christian Kusmits.
Josef Rieszner.
Johann Windisch.
Josef Mihalfalvay de Mi-
halfalva.
Josef Loy von Leichenfeld.
Josef Scblesinger.
Franz Pöch.
Josef Gyurkovits
Anton Hrabovsky de
Hrabova.
Josef Hart lein.
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Mor. Desimon v. Sternfeld.
Josef Broglio.
Lukas Jovanchich.
Franz Baron Halleg.
Georg Kaisergruber von
Seilenburg.
Vasil Mankosch.
Stefan Mesko von Felsö-
Kubiny.
Kolomau Matkovich.
Josef Mitesser v. Dervent.
U» 48. I IUI. lU t
Digitized by Google
or^iers-Slandes Tabeite vom Jahre 1827.
Regiments-Inhaber F. M. L Paul Baron von
Oberst Franz
Frauensteinburg.
Oberstlieutenant Paul Busän, k k.
Kämmerer.
L Major Johann Wanya, Grenad.-Baons.
Comndt.
2. Major Jakob Yidakovits,
3. „ Johann Innerhofer.
i-Caplan Bonaventura S ehret/ .
_ Auditor Hauptmann Anton
Jendrassik.
Regiments-Rechnungsführer Oblt. Josef
Kohauth.
s-Adj. Oblt. Jos. Schlesinger.
Arzt Dr. Carl Haltung.
Josef Wöber.
Michael Rosty de Barkocz.
Georg Orisek.
Math. Glas v. Fclsenstern.
Josef Schmidt.
Hauptlcate.
Josef von Batka.
Ladislaus Meszarös de Szt.
Lelek.
Franz Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld .
Peter Radossevich v.
Peter Oreskovits.
Carl Vandony.
Ludwig Franits.
Franz Bartha.
Mathias Sabliar.
Capitain-Lieatenants.
Josef Knöhr. Franz von Reiszner.
Georg Skriljak.
Oberlientenants.
Anton Lohr Edler von
Lowenthal.
Fr. Weiss v.
Josef Swabinsky.
lgnaz Meschede.
Johann Weinczicrl.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Carl Polzer.
Carl Kirschner v. Badenau.
Weissenhebn. Christian Kusmits
Josef Rieszner.
Johann Windisch.
Josef Mihalfalvay de
Mihalfalva.
Josef Loy von Leichenfeld.
Josef Schlesinger.
Johann Baron Hallegg.
Franz Hohl v. Stahfberg.
AloiB Karke&sy.
Carl Binczer.
Franz Poch.
Josef Gyurkovits.
Josef Mollinary.
Jakob Palocsay de
Palöcsza.
Josef Toccafondy.
Andreas Bogdanita;
Josef Nagy de Galantha.
Thomas Potornyay do
Potornva.
Johann Be
Unterlientenants.
Johann Latschst
Franz Mo II aar.
Eduard Jony de Jamnik.
Nikolaus Grabovsky.
Josef Stampf.
Andreas Meissel.
Anton Hrabovsky de
Hrabova.
Josef Hartlein.
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Mor. Desimon v. Sternfels.
JoBef Broglio.
Lukas Jovanschicb.
Carl Hiemesch.
Ignaz Grimmer.
Thomas Petrovich.
Franz Mattkovich.
Michael Janschich.
Franz Baron Cordon.
Georg von Nedetzky.
Fähnrichs.
Josef Hoffer.
Gregor IlUts.
Josef Nchiba.
Demeter Niiko.
Stefan Wittum
Yasil Mankosch.
Stefan Mesko vo«
Kubiny.
Kolomau Matkovich
Jos. Mitesser v. Dervent.
Paul Ebeling v. Dunkirchsn Ferdinand Feigl v. Kriegs
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Beilage Nr. 36.
(Mficiers-Standes-TabeMe vom Jahre 1828.
Regiments-Inhaber F. M. L. Paul Freiherr von Radlvojevlch.
Oberst Franz Kaufmann, Edler von
Frauensteinburg.
Oberstlieutenant Paul Busin.
1. Major Johann Wanya, Grenadier-
Bataillons-Commandant.
2. , Jakob Vidakovits.
3. .
Regimente-Caplan Bonaventura Schretz.
Auditor Ilpt. Ant. Jendrassik.
Rechng8f. Oblt. Jos. Kohautb.
Adj. Obl. Josef Schlesinger.
Arzt Dr. Carl Härtung.
Josef Wöber.
Michael Rosty de Bärhoc*.
Georg Orwek.
Mathias Glas von Felsen-
Franz Bartha.
Mathias Sabliar.
Anton Lohr. Edler von
Lowcnthal.
Fr. Weiss v. Weissonheii
Josef Swabinsky.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Andreas Potonnray de
'otornyay de
Potornya.
Johann Bergmann.
Ignaz Grimmer.
Thomas Petrovich,
Franz Mattkovich.
Franz Baron Cordoo.
Georg von Nedetzky.
Josef Höffer.
Gregor Illits
Hanptlente.
Josef Schmidt.
Josef Batka.
Ladislaus Meszaros de
Szt. Lelek.
Franz Baron Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld.
Peter Rados&evich v. Bados
Peter Oreskovits.
Karl Vandony.
Ludwig Franita.
Jakob Palöcsay de Pal6csa.
Josef Toccafoady.
Andreas Bogdanitt.
Josef Naar de Galantha.
B Po
CapiUlB-Lientenaiite.
Georg Skriljak.
Franz Reiazner.
Oberlieutexiants.
Carl Polzer.
Johann Baren Hall
Karl Kirschner v.
Christian Knsmits.
Josef Rieszner.
Johann Wiadiscb.
Johann Mihalfalvay de
Mihälfalva.
rntrrlieutenants.
Franz Mollnar.
Nikolaus Grabovaky.
Josef Stampf,
Andres« Meisael.
Anton Hrabovsky de
Hrabova.
Josef Härtlein.
Johann Weiss.
K!ihnru>h>.
Joaef Nehiba.
Demeter Nako
Stefan Willusz.
Paul EbHing von Dön-
kirchen.
Vasil Mankosch.
Carl Rossary.
Adalbert v. Hennersdorf,
Mathias Spanisberger.
Josef Loy von Leichenfeld.
Joaef Schlesinger.
Carl Binejser.
Franz Hohl v. Stahlberg
AloiB Karkeasy.
Franz Poch.
Josef Gyurkovits.
Josef Mollinary.
Michael Nagy.
Moriz Desimon von
Sternfeld.
Franz Walter.
Josef Broglio.
Lukas Jovancbicb.
Karl Hieraesch.
Stefan Mesko von Felsö-
Kubiny.
Anton Rehak.
Josef Mitesser v. Dervent
Ferdinand Feigl
Kriegslohn.
Josef Wenke.
26*
Digitized by Google
Xr. 37.
Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1829.
Regiments-Inhaber G. M. Alois Freiherr Gollner von Goldnenfels.
Oberst Kranz Kaufmann Edler von
Frauens teinburg.
Obcrstlieutenant Paul BuBän, k. k.
1. Major Johann Wanya, Grenadier-
Batai Ho ns-Command ant.
2. . Jakob Vidakovits.
3. - Joh. Innerhofer.
Rcgiments-Caplan Bonaventura Schretz.
Auditor Hpt. Ant. Jendrassik.
Rcchsgf. Oblt. Jos. Kohauth.
Adj. Ohl. Josef Schlesinger.
Arzt Dr. Josef Nemethy.
Josef Baron Wöber.
Michael Rosty de Bärk6cz.
Mathias Gla8 von Felsen-
stern.
Josef Schmidt.
Hauptleute.
Josef von Batka.
Ladi>laus Meszäros de
Szt. Lelek.
Franz Baron Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Loy v. Leichenfeld.
Petei Radossevich v.Rädos.
Carl Vandony.
Ludwig Franits.
Franz Hartha.
Mathias Sabliar.
Georg Skriljak.
Ca pituin- Lieutenants.
Franz Reiszner.
Adalbert von üennersdorf.
Mathias Spanisberger.
Anton Lohr v. Lowenthal.
Frz. Weiss v. Weissenheim.
Josef Swabinsky.
Ignaz Meschede.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Carl Polzer.
Johann Baron Hallegg.
Obcrlieutcnants.
Alois Karkessy.
Carl Kirschner v. I'adenau
Christian Kusmits.
Josef Rieszner.
Johann W indisch.
Jos. Mihalfalvay de Mihäl-
falva.
Josef Schlesinger.
Josef Loy Edler v. Leichen-
feld.
Carl Binczer.
Franz Pöch.
Josef Gvurkovits.
Josef Mollinäry.
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Andreas Bogdanits.
Josef Toccafondy.
Josef Nagy de Galantha.
Thomas Potornyay de
Potornya.
Johann Bergmann.
Johann Latschat.
Nikolaus Grabovsky.
Unterlientenants.
Josef Stampf.
Andreas Meissel.
Ant.IIrabovsky doHrabova
Josef Härtlein.
Johann Weiss.
Michael Nagy.
Moriz Desimon v. Sternfeld.
Franz Walter.
Carl niemesch.
Franz Bogg v. Albensburg.
Ignaz Grimmer.
Thomas IVtrovich.
Franz Mattkovich.
Franz Baron Cordon.
Georg von Nedetzky.
Josef Hoffer.
Gregor Illits.
Josef Nehiba.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Fähnrichs.
Paul Ebeling von Düji-
kirchen.
Vasil Mankosch.
Stefan Mesko von Felsö-
Kubiny.
Carl Rossary.
Anton Rchak.
Josef Mitesser v. Dervent.
Ferd. Feigl v. Kriegslohn.
Josef Wenke.
Alex. Eölbey v. Kiss Eölbe.
Andreas Kardoss.
Josef Neubich.
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Nr. SS.
Officier8-Stande8-Tabelle vom Jahre
Regiments-Inhaber G. M. Freiherr Gollner von Goldnenfels.
Oberst Franz Kaufmann Edler von
Frauensteinbnrg.
Oberstlieutenant Johann Wauya, Grenad.-
BaonB-Cmndt.
1. Major Jakob Vidakovits.
2. - Josef Freiherr Wöber.
Regiment8-Caplan Bonaventura Schretz.
„ Auditor Hauptmann Anton
Jendrassik.
Regiments-Rechnungsführer Oberlt.
Josef Kohauth.
Regiments -Adj. Oblt. Jos. Schlesinger.
Arzt Dr. Carl Karg.
Michael Rosty de ßarköcz.
Math. Glas v. Felsenstern.
JoBef Schmidt.
Josef v. Batka.
Franz Baron Vogtberg.
Hauptlente.
Ladislaus Meszaros de Szt. Peter Radossevich de
Lelek. Rados.
Alexander Martin. Ludwig Franits.
Franz Loy v. Leichenfeld. Franz Bartha.
Carl Vandony. Mathias Sabliar.
Georg Skriljak.
Franz Reiszner.
Adalbert v. Hennersdorf.
Capitalii-Lieutenants.
Mathias Spanisberger. Fr. Weiss v. Weissenheim.
Anton Lohr v. Löwenthal, lgnaz Meschede.
Oberlleufonants.
Johann Weinczierl. Christian Kusmits.
Andreas Potornyay de Josef Rieszner.
Potornya. Johann Windisch.
Carl Poker. Josef Mihälfalvay de
Johann Baron Hallegg. Mihälfalva.
Alois Karkessy. Josef Loy v Lcichenfeld.
Carl Kirschncr v. Badenau. Josef Schlesinger.
Carl Binczer.
Josef Mollinäry
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Andreas Bogdanits.
Josef Toccafondy.
Josef Nagy de Galantha.
Thomas Potornyay de
Potornya.
Johann Latschat.
Nikolaus Grabovsky.
Josef Stampf
Andreas M i Issel.
Anton Hrabovsky de
Hrabova.
Johann Weiss.
Untcrlientenaiitfi.
Michael Nagy.
Moriz Desimon Kitter
v. Sternfeld.
Franz Walter.
Carl Hiemesch.
Fr. Begg v. Albensbnrg.
Ignaz Grimmer.
Fähnrichs.
Thomas Petrovich.
Georg v. Nedetzky.
Gregor Illits.
Josef Nehiba
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Stefan Baron Radivojevich.
Josef Hoffer.
Paul Ebelingv.Dünkirchen. Ferd. Feigl v. Kriegslohn, lgnaz Grobois.
Vasil Maukosch
Stefan Meskö von
Kubiny.
Carl Rossary.
Anton Rehak.
Josef Wenke. Franz Crobath.
I'elsö- Andreas Eölbey de Kiss Iguaz Gergath.
Eölbe. Christof Karst.
Andreas Kardoss. Elias Millutinovich.
Josef Neubich. Johann Edler v. Romäskän.
Josef Mitesser v. Dervent. Carl Horvath.
Digitized by Google
Beilag* Nr. »9.
i
Of&iwi-StafKlßs Tabelle vom Jahre m.
Regiments- Inhalier F M. L. Alois Freiherr Gelinter von Goldnenfels
Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar tod Regmta-CapJaa Bonaventura Schrei«.
Planken steru
Oberstlieutenant Josef von Huve
1. Major Josef Freiherr voo Wöber.
2. . Josef Schmidt.
>
*
-
Auditor Hptm. A nt Jendrassik.
Rechnungsführer Hptm. Josef
Kohauth
Adjutant Oblt Fmnz Walter.
Ar* Dr. Heinrich Telikan.
Hanptleate.
Mathias Glas von Felsen-
stero.
Josef Batka.
Ignaz Baron Vogtberg.
Alexander Martin.
Peter Badossevich v. Bados.
Carl von Vandony.
Kranz Barths.
Franz von Reiszner
Carl von
Mathias Spani
Kranz Weiss.
Capitain-Lientenanto.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay de Po-
Carl Polzer.
Ignaz Meschede. Christian Kusmits.
Johann Baron Hallegg. Jos MikatfeWay de
Carl Kirschner v. Badenau. fälva.
Josef Rieszner.
Josef Loy von Leichenfeld.
Carl Binczer.
JoBef Mollinary
Jakob Palöcsay.
Andreas Bogdanits.
Josef Toccafondy.
Josef Nagy de Galantha.
Andreas MeiBsel.
Georg Nedi
Josef rioffer.
Gregor Illits.
Josef Nehiba.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
VasU Mankosch.
Carl Vidakovits.
Johann Weinhoffcr.
Johann Meschede.
Hilgerins Windiseh.
Franz Barabo.
Budolf Wehrbeker.
Georg Rukawina v. Lieb-
stadt.
Josef Schlesinger.
Julias Baron Kavanagh
Thomas Potornyay de Po-
tornya.
Johann Latscbat.
Nikolaus Grabovsky
Josef Stampf
Michael Nagy
Moriz Desimon v. Sternfeld.
Franz Walter.
Unterlieutenante.
Stsfan Meako von Felsö-
Kubiny.
Franz Brunner.
Carl Rossary.
Anton Rchak.
Wilhelm Russo.
Josef Mitesser v. Dcrvent.
Josef Wanke.
Alex. Eolbey de Eölbe.
Fflhnrlehs.
Marcus Scherits.
Franz Bebrascha.
Guido Mattoschek.
Engen von Nagy.
Ludwig Host v de Barkocz.
Alois Frühwirth.
Stefan Hraborsky de Hra-
bova.
Carl Hiemescb.
Franz Begg v. Albensburg.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Ludwig Graf Creneville.
Ignaz Grimmer.
Stefan Badivojevich.
Thomas Petrovich.
Alois Heiterer.
Andreas Kardoss.
Josef Neubich.
Carl Horvath.
Ignaz Groboi*.
Franz Crobath.
Ignaz Gergatb.
Christof Karst
Elias Millutinovich.
Ludwig Geraus.
Dominik Rukavina
Morgenstern.
Michael Bätsak v
Franz Seyfried.
Carl Stark.
Digitized by Google
CHficiere-StanderTabelle vom Jahre 1832
Reg*ments-Inhaber P. M. L. Freiherr Zöllner von öoldnenfels.
Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar
Phuikensteru.
Oberst lieuteaant Josef von Hüve.
1. Major Josef Freiherr Wöber.
2. ,. Josef Schmidt.
3. , Sigmund Patrick
»
r ian Anton Szabolits.
Auditor Hptm. Ferd. Wischan.
Rechnungsführer Hptm. Josef
Kohanth.
Adjutant Oblt. Frans Walter
Arzt Dr. Heinrich Pelikan.
Ignsz
Christian KosmiU.
Josef Schlesinger.
Carl Binczer.
JoBef Mollinary.
Jacob Palöcsay de Palocsa.
Andreas Bogdanits.
Josef Toccafondj.
Josef Nagy de Galantha
Nicolaas Grabovsky
Andreas Meissel.
Yasil Mankosch.
Franz Brunner.
Carl Rossäry.
Anton Rehäk
Wilhelm Edler von Russo.
Josef Mitesser v. Dervent
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Math. Glas v. Felsenstern.
Franz Baron Vogtberg
Alexander Martin.
Peter Radossev ich t Radoe.
Carl Vandony.
Franz Bartha.
Franz Reiszner.
Adalbert v. Hennersdorf.
Frz.WeiBS v. Weissenheiro.
Johann Weinczierl.
Mathias Spanisberger.
Eduard Fürst Lichtenstein.
Jos. Mihälfalvay de Mibäl-
falva.
Julius Baron Kavanagb.
Oborllf uteiiantH.
Franz Waher.
Ludwig Graf Crenerille.
Franz Begg v. Albensburg.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Ignax Grimmer.
Stefan Baron Radivojevich.
Franz Barabo. Ludwig Gerans,
Franz Rebrascha. Dominik Rukawina
Eugen Nagy. Morgenstern.
Ludwig Rosty de Barkocz. Michael Batsak v.
Alois Frohwirth. Franz Seyt'ried.
Stefan Hrabovsky de Hra- Carl Stark,
bova. Friedrich Grobois.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Carl Polzer.
Johann Baron Hallegg.
Carl Kirschner v. Badenau.
Josef
Jos. Loy
feld.
Alois Heiterer
Fra
Gregor Illits
Josef Nebiba.
Demeter Näko
Stefan Willnsz.
Stefan
Kubin y
Mesko von Felsö
Unterlieutenants.
Alexander Eölbey de Kias
Kolbe.
Josef Neubich.
Carl Horväth.
Ignaz Grobois.
Ignaz Gergath.
Franz Crobath.
Christof Karst
Elias Millntinovich.
Jobann Edler Romaskan
FSknricks.
Johann Weinhofer.
Johann Meschede-
Gustav Baron Wetzlar von
Plankenstern.
Hilgerius Windisch.
Rudolf Wekbeker.
Georg Rukaviaa v. Lieb-
stadt
Markus Schevita
Guido Mattoschek.
Franz Sziller.
Johann Glas v. Felsensteru.
Carl Graf Lassberg.
Friedrich Walter.
Johann Reisigel.
Friedr. Kottas v. Helden-
berg.
Victor SoloriuB,
Digitized by Google
Beilage JVr 4L
Off iciers Standes Tabelle vom Jahre 1833.
Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Freiherr ftollner von Goldnenfels.
Oboist Heinrich Freiherr Wetzlar vou Regmts.-Caplan Anton Szabolits
l'lankenstern.
Obeistlieutenant Josef von Hüve.
1 Major Josef Freiherr Wöber
Jos. Schmidt, Grenad.-Batail -
Commandant.
3. „ Sigmund Petrich v. Hanusfalu
r
n
Auditor Hptm. Andreas Sandur.
Rechnungsführer Hptm. Josef
Kohauth.
Adjutant Oblt. Franz Walter.
Arzt Dr. Heiurich Pelikan.
Hauptlente.
Franz Baron Vogtberg.
Alexander Martin.
Franz Reiszner.
Albert von Hennersdorf.
Mathias Spanisbergcr.
Frz. Weiss v. Weissen beim.
Johann Weinczierl.
Andrea» Potornyay de
Potornya.
Eduard Fürst Lichtenstein.
Johann Baron Halle
Carl Kirschner v Bailenau
Christian Kussmits.
Jos. Mihalfalvay deMihäl-
falva.
Josef Schlesinger.
Capitain-Lieutenant*.
Julius Baron Käv&nagh. Josef MolUnary. Josef Nagy de Galantha.
Jos. Loy Edler v. Leichen- Jakob Palöcsay de Palöcsa. Nikolaus Grabovsky.
feld. Andreas Bogdanita.
Oberlleutonant«.
Carl
MorizDesimon v.Sternfeld.
Franz Walter.
Ludvrig Graf Creneville
Franz Begg v. Albensburg.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Ignaz Grimmer.
Stefan Baron Radivojevich.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss
Josef Neubich'
Carl Honrath.
Ignaz Groboia.
Franz Chrobath.
Ignaz Gergath.
Christof Karst.
Elias Millutinorich.
Ludwig Gerans.
Franz Seyiricd
Carl Stark.
Friedrich Grobois.
Franz Sziller.
Joh. Glas v.
Carl Graf Lassberg.
Thomas Petrovich.
Gregor Iiiita.
Josef Nehiba.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Gustav Baron Wetzlar v.
Plankenstern.
Stefan Mesko von Felsö
Kubiny.
Unterlleutenants.
Johann Edler v. Romaskan
Jobann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Hilgerius Windisch.
Georg Rukavina v. Lieb-
Markus Schevits
Guido Mattoschek.
Ludwig Rosty de Barköcz.
Fähnrichs.
Ferdinand Zimmermann
Johann Reisigel.
Ferd.Kottasv Heldenberg.
Franz Graas.
Adam Lopastovich.
Emil Härtung.
Juüus v. Waida.
Franz Brunner.
Vasil Maukosch.
Carl Roasäry.
Andreas Meissel.
Anton Rehäk.
Wilhelm Ritter von Russo.
Josef Mitesser v Dervent.
Dionisius Baron Wimpffen.
Franz Pavel.
Alois Frtihwirth.
Michael Batsak v. Benefa.
Franz Barabo
Franz Blaschke
Franz von Rebrascha.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Eugen von Nagy.
Moriz Fellizetti v Liebcn-
fels
Michael Edler v. Zamagua
Carl Frankovits
Albert Lehner.
Josef von Cscbacz.
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Beilage Nr.
Offlciers-Stande« Tabelle vom Jahre 1834.
Regimcnts-Inhaber F. M. L. Alois Baron Coliner von Goldnenfela.
Oberst Heinrich Baron Wetzlar von Regmts.-t 'aplan Franz Szabri
Plankenstern.
Oberstlieutenant Josef von Hüve.
1. Major Josef Freiherr von Wöber.
2. „ Josef Schmidt, Grenad.-Batail.-
Commandant
3. „ Alexander Martin.
Auditor Hptm. Andreas Sandor.
Rechnungsführer Hptm. .losel
Kohauth.
Adjut. Oblt. Andreas Kardoss.
Arzt Dr. Heinrich Pelikan.
Franz Baron Vogtberg.
Franz von Reiszner.
Albert von Hennersdorf.
Frz. Weiss v. Weissenheim. Christian Kusmits.
Hanptleate.
Eduard Fürst Lichtenstein.
Johann Baron Hallegg.
Carl Kirschner v. Badenau.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay.
Josef Schlesinger.
Julius Baron Kavanagh.
Franz Chavannc.
JoBef Mollin&ry.
Jakob Palocsay de Palöcsa.
Josef Loy v. Leichenfeld.
Andreas Bogdanits.
Josef Nagy de Galantha.
Jos. Mihälfalvay de Mihal-
falva.
Capitain-Lientenant«.
Nikolaus Grabovbky. Moriz Desimonv. Sternfeld.
Heinrich Baron von der Franz Walter.
Carl Binczcr.
Franz Begg v. Albensburg.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Tgnaz Grimmer.
Stefan Baron Radivojevich.
Thomas Petrovic.
Gregor Illits.
Josef Nchiba.
Carl Honrath.
Ignaz Grobois.
Franz Chrobath.
Ignaz Gcrgath.
Christof Karst.
Elias Millutinovich.
Johann Edler v. Romaskan.
Johann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Ludwig Gerans.
Kranz Sziller.
Johann Glas v. Fclseustern.
Carl Gf.Lassberg auf Loitz-
mannsdorf und Ochsen-
burg.
Ferdinand Zimmermann.
Oberllentenant«.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Gustav Baron Wetzlar von
Plankenstern.
Stefan Mesko von Fclsö
Kubiny.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Carl RossAry.
Unterlleutmaiits.
Hilgerius Windisch.
Georg Rukavina von Lieb-
stadt.
MarkuB Schevits
Guido Mattoschek.
Ferdinand Graf Platz.
Ludwig Rosty de Barköcz.
Franz Pavel.
Alois Frühwirth.
FShnrichs.
Johann Reisiegl.
Ferd. Kottas v. Heldenberg.
Adam Lapartovich.
Julius v. Waida.
Andreas Meissel.
Anton Reh 4k.
Josef Mitesser v. Dervent.
Gustav Mitterbacher.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Josef Neubich.
Emerich Baron Pasztory.
Michael BntsAk v. Benefa.
Franz Barabo.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Eugen Nagy.
Carl Stark.
Josef Mederer v. Mcderer
und Wuthwehr.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Albert Lehner.
Josef von Csebatz.
Gustav Graf Enzenberp
Josef Baron Rossich.
Mor. Felizetti v. Liehenfelh Heinrich Baron Wetzlar
Michael Edler v .
Carl Frankovits.
Zamagna. von Plankenstern.
Franz Ott.
OcifrhichU de« Us. Lini«n-Uf.-B«f-
27
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Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1835.
Regiments-Inhaber F. M. L. Freiherr Alois Gollner von Goldnenfeh
Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar von
Plankenstcrn.
Oberstlieutenant Josef Freiherr Wöber.
1. Major Josef Schmidt (Grenadier-
Bataillons-Commandant).
2. „ Alexander Martin.
3. _ Franz Reiazner.
Regmts.-Caplan Panl Szegh.
„ Aaditor Hptm. Andreas Ssndor.
. Rechnungsf. HptmJos.Kohanth.
_ Adjutant Oblt. Andreas Kardoas.
- Ar/t Dr. Heinrich Pelikan.
Hauptleute.
Franz Baron Vogtberg. Johann Baron Hallegg.
Albert von Hennersdorf. Carl Kirschner v. Badenau.
Johann Weinczierl. Christian Kusmits.
Andreas Potornyay de Po- Jos. Mihalfalvay de Mihal-
tornya. falva.
Eduard Kürst Lichtenstein. Josef Schlesinger.
Julius Baron Kavanagh.
Josef Loy v. Leichenfeld.
Franz Chavanne.
Josef Mollinäry.
Jakob Paldcsay de Palöcsa.
Andreas Bogdanits.
Capltaln-Lientanaiit«.
Josef Nagy von Galantha. Franz Walter. Franz Begg v. Albensburg.
<agy von (ial
Nikolaus Grabovsky
Heinrich Baron v. d. Trenk.
Moriz Desimon v. bteru- Carl Binczer.
feld.
Oberlieatenanta.
Anton II rubov.sk v de Hra- Gustav Baron Wetzlar von Gustav Mitterbacher.
Plankenatern. Josef Wenke.
Stefan Mcsko von Felaö Andreas Kardoss.
Kubiny. Josef Neubich.
Franz Brunner. Emerich Barou Paazthory.
Gottfried Weber.
Ignaz Grimmer.
Thomas Petrovich.
Gregor Illits.
Ignaz Edler von Ann&ker
Josef von Nehiba.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Ignaz Gergath.
Christof Karst.
Elias Millutiuovich.
Johann Edler v. RomaBkan.
Johann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Hilgerius Windisch.
Georg Rukavina von Lieb-
stadt.
Vasil Mankosch.
Carl Rossary.
UnterHcutenanta.
MarkuB Scbevits.
Ferdinand Graf Platz.
Ludwig Rosty de Barköcz.
Franz PaveL
Alois Frühwirth.
Michael Batsak v.
Franz Barabo.
Franz Blaschke.
Dominik Rukavina
Morgenstern.
Fähnrichs.
Carl Horväth.
Ignaz Grobois.
Kranz Chrobatb.
Eugen von Nagy.
Carl Stark.
Josef Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Sziller.
Ferd. Kottasv.Heldenbcrg.
Johann Reisiegl.
Johann Glaüv. Felsenstern. Michael Edler v. Zamagna Alois Swastita de Bocsär.
Carl Graf Lassberg. Carl Frankovits. Franz Ott.
Ferdinand Zimmermann. Adalbert Lehner. Georg Meissel.
Adam Lapartovich. Josef von Csebatz. Paul Elz.
Julius von Waida. Josef Baron Roaaich. Heinrich Dworzak.
Moriz Fellizetti.
Heinrich Baron Wetzlar Franz Kuhn.
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Offlciers-Standes-Tabelle vom Jahre 1836.
Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Coliner tod Goldneifels
Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar von Regmta-Caplan Paul Szegh.
Plankenstern.
Oberstlieutenant Josef Freiherr Wöber
1. Major Josef Schmidt.
2. „ Alexander Martin.
3. _ Franz v. Reiszner.
»»
»
»>
Auditor Hptm. Andreas Sandor.
Rechnungsf. Hptm. Jos.Kohauth.
Adjutant Oblt. Andreas Kardoss.
Arzt Dr. Heinrich Pelikan.
Albert von Hennersdorf.
Johann Weinczierl.
Andreas Potornyay de
Potornya.
Eduard Fürst Lichtenstein.
Johann Baron Hallegg.
Hauptleute.
Carl Kirschner v.Badenau.
Jos. Mihälfalvay de Mihäl-
falva
Josef Schlesinger.
Julius Baron Kavanagh.
CapiUiu-Lieutcnants.
Josef Loy v. Leichenfeld.
Franz Chavanne
Josef Mollinary.
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Andreas BogdanlU.
JoBef Nagy de Galantha.
Nikolaus Grabovsky. Moriz Desimon v. Stern- Franz Begg v Albensburg.
Heinrich Baron ton der feld. Carl Binczer.
Franz Walter. Anton Hrabovsky de Hra-
Ignaz Orimmer.
Thomas Petrovich.
Gregor Iiiita.
Ignaz von Annaker.
Josef Nehiba.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Gustav Baron Wetzlar.
Christof Karst.
Elias Millutinovich.
Johann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Hilgerius Windisch.
Georg Rukavioa von Lieb-
stadt.
Markus Schevits.
Ferdinand Graf Platz.
Ludwig Rosty de Barköcz.
Job. Glas v. Felsenstern.
Ferdinand Zimmermann.
Julius von Waida
Michael Edler v.
Carl Frankovits.
Albert Lehner.
Oberlieutenants.
Stefan Mesko von FelsO
Kubiny.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Carl Rossäry.
Andreas Meissel.
Anton Rehat
Gustav Mitterbacher.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss
Josef Neubich.
Ennerich Baron
Gottfried Weber.
Carl Honrath.
Franz Chrobath.
Ignaz Gergath.
Unterlieutenante.
Franz Pavel.
Alois Frühwirth.
Michael Batsak f.
Franz Barabo.
Franz Blaschke.
Dominik Rukavina
Morgenstern.
Eugen von Nagy.
Carl Stark.
Josef Mederer.
Fähnrichs.
Franz Graas.
Friedrich Grobois
Franz Seyfried.
Franz Sziller.
Jobann Reisiegl.
Carl Graf Lassberg
Adam Lapartovich
Moriz Felizetti v.
fels.
Josef v. Csebatz.
Josef Baron Rossich.
Heinrich Baron Wetzlar
von Plankenstern.
Alois Swastits
Franz Ott.
Georg Meisiel.
Panl Elz.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Mayersberg.
Alois Baron Stitka.
27*
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heHav* Nr. 46.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1837.
Kegiments-Inhabcr F. M. L. Alois Baron Coliner von Goldnenfels.
Oberst Peter Edler von Moulholand.
Oberstlieutenant dysses Baron Halis
Soglio.
1. Majors: Alexander Martin.
2 , Friedrich v. Titteldorf.
3 .. Jos. Bar. Jelachich de Buzim.
4. - Friedrich Reinharcz
Rgmts-( aplan Paul Szegh.
„ Auditor Hauptm. Johann ilengl.
„ Rechngsf. Hauptm. Jos. Kobauth.
„ Adjdt. Oberlt. Andreas Kardoss
„ Arzt Dr. Conrad Römer.
Albert von Ilennorsdorf.
Johann Baron Hallegg.
Carl von Kirschner.
Christian Kuszmits.
Josef Mihalfalvav de Mi-
halfalva.
Hanptleute.
Josef Schlesinger.
Julius Baron Kavanagh
Josef Loy von Leicbenfeld.
Franz Chavanne.
Josef von Mollinary.
Jakob Palöcsay de Palöcsa.
Andreas Bogdanits.
Josef von Nagy.
Nikolaus Grabowsky.
Heinrich Baron v. d. Trenk.
Moriz Desimon Ritter v.
Sternfeld.
Franz Walter.
Franz Begg v,
Carl Zerbony
Capttain-Lieutenants.
Albensbexg. Anton Hrabowsky de Friedrich Teuchert.
di Sposetti. Hrabova_ Ignaz Grimmer.
Thomas Petrovich.
Gregor Illits.
Ignaz von Annaker.
Josef von Nebiba.
Demeter Näko.
Stefan Willusz.
Georg von Pullay.
Oberlieutenaiits.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Carl Rossäry.
Andreas Meissel.
Anton Rehak.
Gustav Baron Wetzlar v. Josef Wenke.
Plankenstern. Andreas Kardoss.
Stefan Mesko von Felsö Josef Neubich.
Kubiny. Emcrich von Päszthory.
Carl von Horvath.
Ladislaus Niesner v.
fenberg.
Franz Crobath.
Ignaz Gergath.
Christof Karst.
Carl Binder.
Georg Rukavina v.
Stadt.
Johann Weuihoffer.
Grä-
Lieb-
Johann Meschede.
Hilgcrius Windisch.
Markiw Schevits.
Ferdinand Graf Platz.
Ludwig Rosty de Barköcz.
Franz Pavel.
Alois Fruhwirth.
Michael Batsak v. Benefa.
Kranz Barabo.
Franz Blaschke
Albert Lehner.
Josef von Csebatz.
Josef Baron Rossits.
Heinrich Baron Wetzlar
von Plankenstern.
Alois Swastits de Bocsar.
Franz Ott.
Unterlieutenanta.
Dominik Rukavina v. Mor-
genstern.
Fugen von Nagy.
Karl Stark.
Josef Medcrer v Mcdcrer
und Wuthwehr.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Sziller de Szillcy.
Johann Reisiegl.
Ffthnrlchs.
Wilhelm Meissel.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Böhm.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Alois Baron
Wachau
Adam Lapartovich.
Carl Graf I^assberg.
Johann Glas von Felsen-
stern.
Franz Ebeling von Dun-
kireben.
Julius von Waida.
Michael Edler v. Zaraagna.
Carl Frankovits.
Sigmund Baron Haller.
Franz Latsch at.
Franz Säghv v Nagy Sagh .
Carl Falk.
Johann Franchi.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigenbrodt.
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Beilmge Nr. 44t
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1838.
Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Golluer von Goldnenfels.
Oberst Peter Edler von Moulholand.
Oberstlieutenaiit UlvsBes Bar.Salis Soglio
1. Major Friedrich Titteldorf.
2. „ Jos. Bar. Jellacbicb de Buzira. ,
3. „ Friedrich Reinharcz. ,
4. „ Johann Baron Hallegg.
Hauptlente
Carl Kirschner v. Badenau.
Christian Kuszmits.
Josef Mihalfalvay de Mihal-
falva.
Josef Schlesinger.
Julius Baron Kavanatjh.
Regmts.-Caplan Paul Szcgh.
ff Auditor Hptm. Johann Hengl
Recbngsf. Hptm. Jos. Kohauth.
, Adjut. Oblt. Andreas Kardoss.
Arzt Dr. Conrad Römer.
Josef Loy v. Leichenfeld.
Franz Chavanne.
Josef Mollinary
Andreas v. Bogdanits.
Josef von Nagy
Nicolans Orabovsky.
Georg von Pullay.
Ignaz Grimmer.
Demeter Nako.
Stefan Willusz.
Gustav Baron Wetzlar von
Plankenstern.
Stefan Mesko von Felsö
Kubiny.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Carl Rossary.
CapiUdn- Lieutenants.
Thomas Petrovich.
Gregor lllits.
Oberlieutenants.
Andreas Meissel.
Anton Rehäk.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Josef Neubich.
Carl von Horvatb.
Ladisl. Nissner v. Grafen-
berg.
Franz Chrobath.
Heinr. Bar. von der Trenk.
Moriz Desimon Ritter v.
Sternfeld.
Franz Walter.
Franz Begg v. Albensburg.
Carl Zerbony de Sposetti.
Anton Hrabovsky.
August Graf Segur.
Ignaz von Annaker.
Josef Nehiba.
Ignaz Gergatb.
Christof Karst.
Friedr. Edler v. Weigels-
perg.
Johann Wallian.
Carl Binder.
Georg Rukavina v. Lieb-
stadt.
Johann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Unterlleutenants I. Classe.
Ililgerius Windisch.
Markus Schevits.
Ferdinand Graf Platz.
Ludwig Rosty de Barkocz.
Franz Pavel.
Alois Frühwirth.
Michael Batsak v. Benefa.
Franz Barabo.
Franz Blaschke.
Dominik Rukavina. Adam Lapartovich.
Eugen von Nagy. Carl Graf Lassberg.
Carl Stark. Joh. Glas v. Felsenstern.
Josef Mederer v. Mederer Franz Ebeling von Dün-
kirchen.
Julius von Waida.
Michael Edler v. Zamagna.
Carl Frankovits.
Albert Lehner.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Unterlientenant« II. Classe.
und Wuthwehr.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Sziller de Szilley.
Johann Reisiegl.
Josef von Csebatz.
Josef Baron Rossits.
Heinrich Baron Wetzlar
von Plankenstern.
Alois Swastits de Bocsär.
Franz Ott.
Wilhelm Meissel.
Albert Frankovits.
Carl Meschede.
Heinrich Dworzak.
Franz Kfihn.
Frauz Böhm.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Alois Bar. Stitkav.Wat bau.
Sigmund Baron Haller.
Cadeten.
Ignaz Edler v. Gukler.
Josef von Kuszmits.
Franz Latschat.
Frz. Saghy v. Nagy Sagh.
Johann Franchi.
Carl Falk.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigenbrodt.
Anton Praschinger.
Josef Bogschutz.
Albert
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Bcilaue 19r. 47.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1839.
Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Coldnenfcls.
Oberst Peter Filier von Moulholand.
Oberstlieut. Ulysses Baron Salis Soglio
1. Major Friedrich von Titteldorf. „
2. „ Jos. Bar. Jellachicb de Bnzim. „
3. „ Friedrich Reinharcz.
4. „ Johann Baron Hallegg.
Hauptleute.
Christian Kusmits.
Josef Mihalfalvay de Mihal-
falva.
Josef Schlesinger.
Julius Baron Kavanagh
Franz Chavanne.
Josef Mollinäry.
Andreas Bogdanits.
Itegnits.-Caplan Paul Szegh.
„ Auditor Hptm. Jobann Ilengl.
,. Rechngsf. Hptm. Jos. Kohauth.
„ Adjut. Oblt. Andreas Kardosa.
„ Arzt Dr. Conrad Romer.
von
Nikolaus Grabovsky
Heinrich Baron
Trenk.
Moriz Desimon Ritter v.
Sternfcld
Franz Walter.
Franz Begg v. Albensburg
;muth v. "
Joh. Dome
Hentersb
Carl Zerbony di Sposetti.
der Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Ignaz Grimmer.
Thomas Pctrovich.
Gregor Illits.
August Grat Segur.
Ignaz von Annaker.
Josef Nehiba.
Vasil Mankosch.
Carl Rossanr.
Andreas Meissel
Anton Rehäk.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Josef Neubich.
Carl v. Honrath.
Ladisl. Nieazner.
Franz Pavel.
Alois Frühwirtb.
Franz Barabo.
Eugen von Nagy.
Carl 8tark.
Josef Mcderer v Mederer
und Wutbwehr.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Capitaln-Lieutcnants.
Demeter Näko.
Stefan Willusz.
Oberlieutenants.
Franz Chrobatb.
Christof Karst.
Friedrich Edler v. Weigels-
Eerg.
ann Wallian.
Carl Binder.
Georg Rukavina v. Lieb-
stadt.
Johann Weinhoffer.
Lieutenante 1. Clagse.
Franz Sziller de Sziley.
Johann Rcisiegl.
Carl Gf. Lassberg anf Loitz-
mannsdorf u. Ochsenbg.
Joh. Glas v. FelBenstern.
Franz Ebeling von Don-
kirchen.
Julius von Waida.
Michael Edler v. Zatnagna
Gustav Baron Wetzlar von
Plankenstern.
Stef Mesko v. Felso Kubiny.
Johann Meschede.
Hilgerius Windisch.
Markus Schevits.
Ludwig Rosty de Barköcz.
Michael Bataak v. Benefa.
Franz Blaschke.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Franz Brunner.
Carl Frankovits.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Albert Lehner.
Josef von Csebatz.
Josef Baron von Rossich.
Alois Swastits de BocsAr.
Martin Wohlmntb.
Franz Ott.
Wilhelm Meissel.
Lieutenant* II. Classe.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Böhm.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Alois Baron Stitka
Wachau
Adalbert Frankovits
von
Franz Latschat.
Franz Saghy v. Nagy Sagb.
Johann Franchi.
Carl Falk.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigen brodt
Josef Bogscbütz.
Cadeten.
Carl Meschede.
Anton Praschinger.
Jakob Kanner.
Adam Wukellich.
Josef Kusmits
Franz Mattanovich.
Franz Nachtigall.
Ignaz Edler von Gukler
Ferdinand
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Beilage Nr. 48
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1840.
Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Goldncnfels.
Oberst Peter Edler von Monlholand.
Oberst lieutenant Johaun Braunhof Edler
von Braunhofer. „
1. Major Friedrich von Titteldorf.
2. ., Jos. Bar. Jell&chich de Buzim. ,
3. „ Friedrich Reinharcz.
4. „ Johann Baron Hallegg
Hauptleute.
Josef Mibälfalvay de Mibal-
falva.
Josef Mollinäry
Nikolaus Grabovsky.
Heinrich Baron von der
Trenk. \
Rrgmts.-Caplan Paul Szcgh.
„ Auditor Hptm. Jobaun Hengl.
„ Rechngsf. Hptm. Jos Knhauth
„ Adjut. Ohlt. Andreas Kardo.ss.
, Arzt Dr. Conrad Romer.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
Ignaz Grimmer.
Thomas Petrovich
August Graf Segur.
Gregor Illits.
(gnaz von Annaker.
Joaef von Nehiba.
Demeter von Näko.
Vasil Mankosch
Carl RoBsäry.
Andreas Meissel.
Anton Rehäk.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss
Josef Noubich.
Carl von Horväth.
Ladislaus Nieszner
Gräfenberg.
Moriz Desimou.
Franz Walter.
Franz ßegg v. Albcusburn.
Johann Demuth v. flenters-
bur R .
Carl Zerboni de Sposetü.
Capitata Lieutenant*.
Stefan Willusz. Theodor Stolz.
Gustav Baron Wetzlar von Franz Brunner.
Planken8tcrn.
Oberlieutenant«.
Franz Chrobath.
Christof Karst.
Johann Meschede.
Markus Schevits.
Friedr. Edler v. Weigels- Michael Batsäk v Benefa.
perg.
Johann Wallian.
Carl Binder.
Georg Rukavina v.
stadt
von Johann Weinhoffer.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Carl Stark.
Lieb- Josef Mederer v Mederer
und Wuthwehr.
Emil Baron Kavauagh.
Eugen Nagy.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Szillcr de Szilley.
Johann Reisicgl.
Carl Graf Lassberg.
Joh. Glas v. Felsenstern.
Franz Ebeling.
Lieutenants I. ( hisse.
Julins von Waida.
Michael Edler v. Zamagna
Carl Krankovits.
Albert Lehner.
Carl Zinnern v. Bnrgthal.
Josef Baron Rossich.
Alois Swastits de Bocsär.
Martin Wohlmuth
Franz Ütt.
Wilhelm Meissl.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Böhm.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Lieutenants II. Classe.
Alois Baron Stitka von Carl Pavlekovits.
Wachau.
Franz Latschat.
Frz. Saghy v. Nagy Sägh.
Johann Franchi.
Carl Falk.
Franz Koller.
Carl Meschede.
Nikolaus Eigenbrodt.
Josef Bogschatz.
Anton Pra8chinger.
Jakob Karncr.
Adam Wukellich.
Josef Kusmits.
Cadeten.
Markus Terbuhovits.
Ignaz Edler v. Gukler.
Conrad Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Franz Mattanovich.
Franz Nachtigall.
Johann Hackstock.
Adalbert Frankovits
Vincenz Fromm.
Ferdinand Muck.
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Nr. 49.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1841.
Regiments- Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Gnldnenfels.
Oberst Peter Edler von Moulholand.
Obcrstlieutenant Joh. Braanhof Edler
von Braunhofer.
L Major Friedrich Titteldorf.
2. „ Johann Baron Hallegg.
3. „ Stefan Baron Wernhardt.
Regmts.-Caplan Paul Szegh.
Auditor Hptm. Johann Hengl.
Rechngsf Hptm. Jos. Kohauth.
Arzt Dr. Conrad Römer.
Adjutant Oblt. Ladislaus von
Niesner.
n
Hauptleute.
Josef Mihalfälvay v. Mihal- Franz Begg v. Albensburg. Thomas Petrovich.
fälva. Johann Demuth von Hen- August Graf Segur.
Nikolaus Grabovsky. tersburg. Ignaz von Annaker.
Heinrich Baron von der Carl Zerbony di Sposetti. Josef von Nehiba.
Trenk. Anton Hrabövsky de Hra- Demeter Näko.
Moriz Desimon. bova.
C;»l>i t;ii Ii-Lieutenants.
Stefan Willusz. Theodor Stolz.
Gustav Baron Wetzlar von Franz
Plankenstern.
Vasil Mankosch.
Andreas Meissel.
Anton Rehak.
Josef Wenkc.
Andreas Kardoss.
Josef Neubich.
Carl von Horväth.
Ladisl. Niesner v. Gräfen-
berg.
Franz Chrobath.
Obcrlieutenants.
Christof Karst.
Friedr. Edler v. Weigels-
perg.
Johann Wallian
Carl Binder.
Markus Schevits.
Michael Batsak v. Benefa.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Carl Stark.
Georg Rukavina v Lieb- Josef Mederer v. Mederer
Stadt. und Wuthwehr.
Johann WeinhoflVr. Emil Baron Kavanagh.
Johann Meschede. Franz Graas
Friedrich Grobois.
Lieutenants I. Claase.
Franz Sziller de Szilley.
Carl Graf Lassborg.
Joh. Glas v. Felsenstern.
Franz Ebeling von Dün-
kircben.
Julius von Waida.
Michael Edler v. !
Carl Frankovits.
Albert Lebner.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Josef Baron Rossich.
Alois Swastits de Bocsir.
Martin Wohlmuth.
Franz Ott.
Wilhelm Meissel.
Heinrich Dworzak.
Franz Kahn.
Franz Böhm.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Alois Baron Stitka
Wachau.
Franz Latschat
Franz Sighy v. Nagy Sagh.
Johann Franchi.
Carl Falk.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigenbrodt.
Josef Bogschütz.
Anton Praschinger.
Jacob Karner.
Franz Koller.
Markus TerbuhovitB.
Llentenants II. ( hisse.
Adam Wukellich.
Josef v. Kusmits.
Conrad Moderer v. Mederer
und Wuthwehr.
Franz Mattanovich.
Franz Nachtigall.
Johann Hackstock.
Adalbert Frankovits.
Vincenz Fromm.
Daniel Ihasz de Ihazy.
Carl Meschede.
Stefau Sassuk.
Carl Schmidt.
Gadeteu.
Ignaz Edler v. Gukler.
I erdinand Muck.
Alexander Latschat.
Digitized by Google
Belage Ar. SO.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1842.
Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Goldnenfeh
Oberst Peter Edler von Moulholand.
Oberstlieutenant Joh. Braunhof Edler
von Braunhofer.
1. Major Friedrich Titteldorf
2. „ Johann Baron Hall«
Rgmts.-Caplan Paul Szegh.
Auditor Hptm. Johann Hengl
Reehngsf. Hptm. Jos. Kobauth
Adjutant Oblt Ladisl Nieszncr
Stefan Baron W
rdt.
Hauptleute.
Josef Mihalfälvay von Mi-
halfälva.
Nikolaus Grabovsky.
Heinrich Baron von der
Trenk.
Moriz Desimon Ritter von Gregor Illits.
Sternfeld.
Franz Begg v. Albensburg. August Graf Segtir.
Carl Zerboni di Sposetti. Ignaz von Annaker.
Josef von Nebiba.
Anton Hrabovsky de Hra
bova.
Thomas Pctrovich
Demeter Nako.
Gustav Baron Wetzlar v.
l'lankenstern.
Stefan Willusz.
Theodor Stolz.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Josef Neubicb.
Carl von Horväth.
Ladisl. Nieszncr v. Gräfen-
berg.
Frauz Chrobath.
Christof Karst.
Capitain-Lieutenants.
Franz Brunncr. Anton Rehäk.
Vasil Mankosch.
Oberlieutenants.
Friedrich v. Weigelsperg.
Johann Walliau.
Carl Binder.
Georg Rukavina v. Lieb-
stadt.
Johann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Michael Schweitzer.
Markus Schevits.
Dominik Rukavina v. Mor-
genstern.
Carl Stark.
Josef Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Emil Baron Kavanagh.
Franz Grass
Friedrich Grobois.
Franz Ebeling von Dün-
kirchen.
Franz Sziller von Szilley.
Johann Rcisiegl.
Carl Gf. Lassberg auf Loitz-
mannsdorf und Ochsen-
burg.
Joh Glas v. FelsenBtern.
Julius von Waida.
Michael Edler v. i
Carl Franko vits.
Lieutenants 1. Classe.
Albert Lehner.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Josef Baron Rossich.
Alois Swastits de Bocsar.
Martin Wohlmuth.
Kranz Ott.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Alois Baron Stitka von
Wachau.
Franz Latschat.
Franz Säghy v. Nagy Sagh.
Johann Franchi.
Carl Falk.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigenbrodt.
Josef BogschQtz.
Anton Praschinger.
Jakob Karner
Adam Wukellich.
Josef Kusmits.
Conrad Mederer.
Markus Terbuhovits.
Lieutenants II. Classe.
Franz Mattanovich.
Franz Nachtigall.
Johann Hackstock.
Adalbert Frankovits.
Vincenz Fromm.
Daniel Ihasz de Ihäzy.
Cadeten.
Carl Meschede.
Stefan Sassich.
Carl Schmidt.
Emil Baron Buffa.
Franz Koller.
Josef Schesztak
Ignaz Edler von Gukler. Ferdinand Muck.
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Beilage Kr. 51
OfRciers-Standes-Tabelle vom Jahre 1843.
Regimcnts-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Golduenfels.
Oberst Peter Edler von ?Ioulholand. Rgmts.-Caplan Paul Szegh.
Oberstlieut. Jobann Braunhof Edler v. n Rchngsf Hptm. Josef Kohauth.
Braunhofer. , Auditor Hauptm. Jobann Hengl.
1, Major Jobann Baron Hallegg. „ Adjt. Oberlt. Friedrieb Grobois.
2. „ Georg Ritt. Marziani de Sacile. „ Arzt Dr. Conrad Römer.
Nikolaus Grabovsky.
Heinrich Baron v. d. Trenk.
Moriz Desimon Ritter v.
Sternfeld.
Franz Begg v. Antensburg.
Carl Zerboni di Sposetti.
Hauptleute.
Anton Hrabovsky de
Hrabova.
August Graf Segur.
Ignaz von Annaker.
Josef von Nchiba.
Demeter Näko
Stefan Willusz.
Gustav Baron Wetzlar v.
Plankenstern.
Theodor Stolz.
Kranz Brunner.
Vasil Mankosch
Anton Rebäk.
Carl von Horvath.
Christof Karst
Friedrich Edler v. Weigels-
perg.
Johann von Wallian.
Carl Binder.
Georg Rukavina von Lieb-
stadt.
Jobann Weinboffer.
< apita in -Lieutenants.
Joset Wenke. Josef Neubicb.
Andreas Kardoss. Ladislaus Nieszner v. Gra-
fenberg.
Oberüeutenants.
Johann Glas v. Felsen-
stern.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Carl Franko vits.
Albert Lchner.
Josef Baron Rossich.
Alois SwastitR de Bocsar.
Martin Wohlmuth.
Heinrieb Dworzak.
Jobann Meschede.
Michael Schweizer.
Marcus Schevits.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Carl Stark.
Josef Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Emil Baron Kavanagb.
Lieutenants I. Classe.
Franz Kühn
Franz Mayersberg
Johann Stegma)er.
Alois Baron Stitka
Wachau.
Franz I-atschat
Franz Säghy de Nagy Sagh.
Johann Iranchi.
Carl Falk.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Ebeling von Dün-
kircben.
Carl Graf Lassberg.
Julius von Waida.
Michael von Zamagnä.
Wilhelm Baron Friesz.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigenbrodt.
Josef Bogschütz.
Anton Pra8chinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conrad Mederer von
Mederer u. Wuthwehr.
Lieutenants II. Classe.
Jobann Graf Lützow von
Treulützow u. Seedorf.
Franz Mattanovich.
Franz Nachtigall.
Johann Tökessy.
Adalbert Frankovits.
Josef Korren.
Markus Tcrbuhovits.
Vincenz Fromm.
Daniel Hiasz de Ihäzy.
Carl Meschede.
Stefan Sassich.
Carl Schmidt.
Emil Baron Bulla.
Cadeten.
Ignaz Edler von Gukler. Franz
Alexander Latschat.
Franz Koller.
Josef Schesztak.
Adolf Baron Schönberg.
Josef von Dworzak.
Vincenz Tartier.
Jakob Dudevsky.
Anton Töth.
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Beilage Mr. 62.
Offlciers-Standes-Tabelle vom Jahre 1844.
Regimcnts-Inhaber F. H. L. Alois Baron Gollner von Goldnenfels.
Oberst Peter Edler von Moulholand. Rgmts.-Caplan Paul Szegb.
Oberstlieut. Johanii Braunhof Edler v. „ Auditor Hptra. Johann Hengl.
Braunhofer. „ Rcbngsf. Hptm. Josef Kobauth.
1. Major Georg Ritt. Marziani de Sacile. „ Adjt. Oberlt. Friedrich Grobois
2. „ Carl Ritter von Odelga. „ Arzt Dr. Conrad Römer.
Moriz Desimon
Sternfeld.
Franz Begg r. Albensburg.
Carl Zerbony di Sposetti.
Anton Hrabovaky de
Hrabova.
Hanptlcute.
Ritter v. August Graf Segur.
Ignaz von Annaker.
Demeter Näko.
Stefan Willusz.
Gustav Baron Wetzlar
Plankenstern.
Stefan Mesko von lelsö
Kubiny.
Theodor Stolz.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Anton Rehak.
Josef Wenke.
Audreas Kardoss
Johann Wallian.
Carl Binder.
Georg Rukavina v. Lieb-
stadt,
Johann Weinhoffer.
Johann Meschede.
Michael Schweitzer.
Marcus Schevits.
Capitain-Lientenants.
Ladislaus Nieszner. Christof Karst.
Carl von Horvath. Friedrich Edler v.Weigels-
P«rg
Oberlieutenants.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Carl Stark.
Jo6ef Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Emil Baron Kavanagh.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Johann Glas von Felsen-
stern.
Josef Baron Rossich.
Alois Swastits de Bocsär
Martin Wohlmuth.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Mayersberg.
Franz Ebeling.
Carl GL Lassbergauf Loitz-
mannsdf. u. Ochsenburg
Julius von Waida.
Michael Edler v. Zamagna
Carl Zinnern v. Burgthal
Carl Frankovita.
Adalbert Lehner.
Johann Zellerin.
Lieutenants I. Classe.
Johann Stegmayer. Anton Prascbinger.
Franz Laischat. Jakob Karner.
Franz Sag^hy v. Nagy Sagh. Adam Wukellich.
Johanu Pranchi. Conrad Mederer von
Carl Falk. Mederer u Wuthwehr
Carl Pavlekovits. Franz Mattanovich.
Nikolaus Eigcnbrodt. Franz Nachtigall.
Josef Bogschutz.
Lieutenant« II. Classe.
Johann Tökessy.
Adalbert Frankovits.
Vincenz Fromm.
Daniel Ihasz de Ihäzy.
Carl Meschede.
Stefan Sassich.
Carl Schmidt.
Emil Baron Bu0a.
Franz Koller.
Josef Schesztak.
Josef Dworzak
Vincenz Tartier.
Ladeten.
ignaz Edler von Gukler. Alexander Latschat.
Jacob Dudevsky
Anton Töth.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Markus ßanianin.
Markus Terbuhovits.
Carl Tschekl
Franz Grobois.
Carl Agbaba.
28*
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Beilage JVr. 63.
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1845.
I Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl.
II Regiments-Inhaber F. M. L. Leopold Ritter Wlsslak von Wlesenhorst.
Oberst Johann Braunhof Edler von Rgmts.-Caplan Paul Szegh
Braunhofer.
Oberstlieutenant Georg Ritter Marziani
de Sacile.
L Major Carl Ritter von Odelga.
2. - Moriz Desinion.
Auditor Hptm. Johann Hengl.
Rechngsf. Hptm. Josef Kohauth.
Arzt Dr. Conrad Römer.
Adjutant Oblt. Friedrich Grobois.
Hauptleute
Franz Begg v. A Ibensburg.
Anton Hrabovsky de Hra-
bova.
August Graf Segur.
Ignaz Edler von Annaker.
Demeter Näko
Stefan Willusz.
Christof Karst
Friedrich Edler v. Waigels-
perg.
Gustav Baron Wetzlar von Anton Rehak.
Plankenstern. Andreas von Kardoss
Stefan Mesko von Felsö LidM. Nieszner v. Grafen-
Kubiny. berg
Theodor Stolz. Josef Wenke.
Franz Bruuner. Carl von Horvath.
Vasil Mankoscb.
Capital Ii-Lieutenants.
Andreas von Simon. Georg Rukavina von Lieb-
Johann Weinhoffer
Jobann Meschede
Michael Schweitzer.
Markus Schevitz.
Dominik Rukavina von
Morgenstern.
Carl Stark.
Josef Mederer v. Mederer.
Johann Wallian.
Carl Binder
Oberlieutenants.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Ebeling von Dün-
kirchen.
Carl Graf Lassberg.
JuliuB von Waida
Michael Edler v. Zamagna.
Carl Zinnern v. Burgthal.
stadt
Carl Frankovits.
Adalbert Lehner.
Johann Zelleriu
Josef Baron Rossich
Johann Glas von
stern.
Alois Swastits de Bocsär.
Martin Wohlmuth.
Unterlieiitenants I. ('lasse.
Heinrich Dwor/ak.
Franz Kühn.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayex.
Franz Latschai.
Franz Säghy de Nagy Sägh.
Johann Franchi.
Carl Falk.
Carl Pavlekovits.
Nikolaus EiRenbrodt
Josef Bogschütz.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conr. Mederer v. Mederer
und Wuthwchr.
Franz Mattanovicb.
Franz Nachtigall.
Johann Tökössy
Adalbert Frankovits.
Daniel Ihäsz de Ihäzy.
Carl Meschede.
Stefan Sassich.
ünterlieutenants II. (lasse.
Vincenz Fromm.
Carl Schmidt
Franz Koller.
Josef Schesztäk.
Josef Dworzak.
Vincenz Tartier.
Franz Grobois.
Jacob Dudevsky.
Anton Töth.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Marcus Bauianin
Marcus Terbuhovits.
Cadeten.
Carl Agbaba.
Ignaz Edler von Gukler.
Martin Hofhans.
Thum. Esquire Beriugton.
Ludwig Schatz
Alex. Latschat.
Ludwig Neulinger.
Friedrich Bergmann.
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Heilage Nr. 64
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1846.
I. R< giroents-Iubaber 8e. kaiscrl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L Leopold Ritter Wlssiak von Wierenhorst
Oberst Johann Braunhof Edlor von Regmts.-Caplan Paul Szegh.
Brauuhofer. ,, Auditor Hptm. Johann Hengl
Oberstlieutenant Georg Ritter Marziani „ Rechngsf. Hptm. Jos. Kohauth.
de Sacile. „ Adjut. Oblt. Friedrich Grobois.
1 Major Carl Ritter v. Odclga. „ Arzt Dr. Conrad Römer.
V , Moriz Desimon.
Hauptleute.
Frz. Beg« v. Albensburg Stefan Mesko von Felsö Josef Wenke.
August Graf Sogar Kubiny. Andreas Kardoss.
Ignaz Edler von Annaker. Theodor Stolz. Ladisl. NieRzner v. Grafen-
Demeter Nako. Franz Brunner. berg.
Gustav Baron Wetzlar von Vasil Mankosch. Carl von Horväth.
I'laukenstern.
Jobann von Wallian
Andreas von Simon
Anton Rehäk.
Christof Karst.
Capitain-Lleutenants.
Carl Binder. Carl Wilh. Prinz-Ziegler.
Georg Rukavina Johann Weinhoffer
Oberlieutenants.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Ebeling von Dün-
kirchen
Carl Graf Lassbern.
Julius von Waida
Jobann Meschede.
Michael Schweitzer
Markus Schevits.
Dominik Rukaviua von
Morgenstern.
Carl Stark
Josef M «lerer v. Mederer Michael Edler v. Zamagna
und Wuthwehr. Carl Zinnern v. Burgthal
Carl Frankovits.
Adalbert Lehner.
Johann Zellcrin.
Josef Baron Rossich.
Alois Swastits de Hörsar
Martin Wohlmuth.
Heinrich Dworzak.
Fnterlietitenants I. ("lasse
Franz Kuhn.
Franz Mayersberg.
Johann Stegmayer.
Franz Latschat.
Frz. Saghy de Nagy Sägh.
Johann Franchi.
Carl Kalk
Carl Pavlekovits.
Nikolaus Eigenbrodt.
Josef Bogschütz.
Anton Praschinger.
Jacob Karner.
Adam Wukellich.
Franz Nachtigall.
Johann Tökßssy.
Adalbert Frankovits.
Vincenz Fromm.
Daniel Ihäsz de Ihazy.
Conr. Mederer v. Mederer Carl Meschede
und Wuthwehr. Stefan Sassich
Franz Mattanovich Carl Schmidt.
Unterlieutenant« II. ('lasse.
Franz Koller.
Josef Schesztak
Josef Dworzak.
Vincenz Tartier.
Jakob Dudewsky.
Anton Totb.
Leopold Schmidt.
Friedrich Bergmann.
Josef Korrcn.
Markus Banianin.
Markus Terbuhovits.
Ignaz Edler von Gukler.
Martin Hofhans
Thomas Esquire Berington.
Alexander Latschat.
Cadeten.
Carl Agbaba.
Ludwig Schatz
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Eraanuel Budissavlerich v.
Predor.
Franz Grobois.
Johann Popovich.
Basil Stanits.
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Beilage Nr. SR.
Officiers Standes-Tabeüe vom Jahre 1847.
[. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl.
II Regiments-Inhaber F. M. L Leopold Ritter Wisslak von Wiesenhorst.
»
'»
»»
Oberst Johann ßraunhof Edler von
Braunhofer.
Oberstlieutenant Georg Ritter von Mar-
ziani de Sacile.
L Major Carl Ritter von Odelga.
2. ,, Moriz Desimon.
3. „ Eduard Schwarz.
Bauptleat«.
Franz Begg von Albens- Stefan Mesko von Fclsö
bürg. Kubiny.
Ignaz Edler von Annaker. Theodor Stolz.
Demeter Nako. Franz Brunner.
Gustav Baron Wetzlar von Vasil Mankosch.
IMankenstern.
Jobann von Wallian.
Andreas von Simon.
Jobann Meschede.
Markus Schevits.
Dominik Rukavina
Morgenstern.
Carl Stark.
Anton Rehak.
Rgmts.-Caplan Paul Szegh.
Auditor Hptm. Johann Hengl.
Rechngsf. Hptm. Josef Kohauth.
Arzt Dr. Conrad Römer.
Adjutant Oblt. Friedr. Grobois.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Ladisl. Nieszner v. Grafen-
berg.
Carl von Honrath.
Christof Karst.
Capitain-Lieutcnants.
Carl Binder. Carl Wilh. Prinz-Ziegler.
Georg Rukavina. Johann Weinhoffer.
Oberüentenant«.
Friedrich Grobois.
Franz Ebeling vou
kirchen.
Garl Graf Lassberg.
Julius von Waida.
Düu-
Josef Mederer v M«-derer Mich. Edler v. Zamapna.
und Wuthwebr.
Franz Graas.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Carl Frankovits.
Adalbert Lehner.
Johann v. Zellen n
Josef Baron Rossich.
Alois Swastits de Bocsar.
Martin Wohlmuth.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Heinrich Steigerhof.
Unterlienteiiants I. Clause.
Franz Mayersberg.
Johann Stegroayer.
Frauz Latscbat.
Frz. Säghy de Nagy Sagb.
Johann Franchi.
Carl Falk
Carl Pavlekovits.
Nicolaus Eigenbrodt.
Josef Bogschütz.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellicb.
Conr. Mederer v. Mederer
und Wuthwebr.
Franz Mattanovicb.
Franz Nachtigall.
Johann Tökessy.
Adalbert Frankovits.
Daniel Ihäsz de Ihäzy.
Carl Meschede.
Stefan Sassich.
Carl Schmidt.
Franz Koller.
Josef Scbesztak.
Vincenz Tartier.
rntorlimtennnts II. Classe.
Josef Dworzak.
Jacob Dudevskv.
Anton Totb.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Marcus Banianin.
Carl Agbaba..
Friedrich Bergmann.
Marcus Terbuhovits.
Eduard von Tiretta.
l^naz Edler von Gukler.
Martin Hofhans.
Thomas Esouire Berington.
Alexander Latschat.
Cadeten.
Constantin Witta«.
Basil Stanits.
Ludwig Schatz.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Emanuel Budissavlevich v.
Predor.
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Johann Popovich.
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Beiiage Itr. 56.
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1848.
I. Regimenta-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiraents-lnhaber F. M. L. Leopold Ritter WIssiak von Wiesenhorst.
Oberst Johann Braunhof Edler von
Brauuhoter.
1. Grenad -Batail.-Command Oberstlieut.
Georg Ritter Marziani de Sacile.
2. Oberstlieutenaut Moriz Desimon.
1. Major Franz Begg von Albensburg.
2. „ Gustav Baron Wetzlar von
Rgmts.-Caplan Paul Szcgh.
„ Auditor Hptm. Johann Hengl.
Rechngsf. ITptm. Josef Kobauth.
Adjutant Oblt. Franz Latschat.
Arzt Dr. Conrad Römer.
>»
»»
Stefan Me*ko v. Fclso Kubiny.
Hanptleute.
Annaker. Andreas von Simon.
Georg Rukaviua v
Stadt.
Johann Weinhoffcr.
Johann Meschede-
Dominik Rukavina
Morgenstern.
Capitain-Lieutenaiits.
Ignaz Edler von
Demeter Nako.
Theodor Stolz.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Josef Wenke.
Andreas Kardoss.
Lieb-
vou
Josef Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Franz Graas.
Friedrich Grobois.
Franz Ebeling von Dun-
kirchen.
Carl Graf Lassberg.
Julius von Waida.
Michael Edler v
Heinrich Steigerbof.
Johann Stegmayer.
Franz Latschat.
Franz Säghy de Nagy Sägh
Johann Franchi.
Carl Falk
Carl Pavlekovits.
Nicolaus Eigenbrodt.
Carl Frankovits.
Albert Lehuer.
Martin Wohlmuth.
Obcrlieutenant«.
Josef Bogschütz.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conrad Mederer v. Mederer
und W r uthwehr.
Franz Mattanovich.
Adalbert Frankovitt.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Franz Mayersberg.
Carl Meschede.
Carl Schmidt.
Franz Koller.
Josef Sche8ztak.
Vincenz Tartier.
Jakob Dudevsky.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
riiterlieutcnantft 1. Classe.
Franz Nachtigall.
Anton Toth.
Ignaz Edler von Gukler.
Martin Hufhans.
Thomas Esquire Berington.
Alexander Latschat.
Ludwig Schatz.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois
Moriz Eisler.
Josef Hutter.
Julius Obblidal
Friedrich Bergmann.
Josef Artuer.
Emerich Varga v. Balaton
Fond.
Johann Artner.
Julius Kohauth.
Josef Zimma.
Carl Agbaba.
Georg Jovanovich
Constantin Wittas.
Eduard Classen.
Basil Stanits.
Josef Molitor von Ortwein.
Alexander Hartmann.
UiiterHeutcnaut* II. Clause.
Franz Feldhofer.
Eduard Birnstingl.
Kosraas Brankovits.
Ferdinand Naske.
Carl Kriszten.
Paul Gresky.
Alexander Horvath.
Ludwig Hovn.
Paul von Wolnhofer.
Ludwig von Hachich.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
ladet.
Johann Popovich.
Josef Hudjin.
Felix Antonchich.
Victor Graf Licbtenberg-
Schneeberg.
Josef Papp.
Josef Sztits.
Johann Heimrich
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Beilage Ar. 57.
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1849.
Oberstlieut. Gustav Baron
Plankenstern.
Major Stefan Mcsko v. Felsö
v
Wetzlar
von
Kubiny.
L Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. E. H. Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Leopold Ritter Wlssiak von Wiesenhorst..
Oberst Moriz Desimon Ritt, v Sternfeld. Rgmts.-Caplan Anton Udalrich Frank.
„ Auditor Hptm. Johann Hcngl.
„ Rchngsf. Ilptm. Josef Kohauth.
„ Adjt. Überlt. Ludwig Neulinger.
„ Arzt Dr. Johann Baptist Dürfe).
Classe.
Franz Gr aas
Friedrich Grobois.
Franz EbeUng von Dun-
kirchen.
Julius von Waida.
Carl Frankovits.
Hauptleute I
Ignaz Edler von Annaker. Georg Rukawina v. Lieb-
Theodor Stolz.
Franz Brunner.
Vasil Mankosch.
Andreas Kardoss.
Stadt
Johann Weinhoffer.
Josef Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Albert Lehner.
Heinrich Dworzak.
Franz Kühn.
Heinrich Steigerhof.
Carl Falk
Nikolaus Eigenbrodt.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conrad Mederer von
Mederer u. Wuthwehr.
Franz Mattanovich.
Johann Tökessy.
Hanptleule II. Claase.
Franz Mayers berg.
Johann Stegmayer.
Franz Latschat.
Oberlieutenante.
Adalbert Frankovits.
Carl Meschede.
Carl Schmidt.
Franz Koller.
Josef Schesztak.
Vinceuz Tartier.
Jakob Dndevsky.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Thomas Esquire Berington.
Franz Säghy de Nagy Sagh.
Johann Franchi.
Ignaz Edler von Gukler.
Ludwig Scbatz.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Josef Hutter.
Julius Obhlidal.
Friedrich Bergmann.
Unterlieutenants I. Classe.
Josef Artner.
Jobann Artner.
Julius Kohauth.
Josef Zimma.
Georg Jovano\ich.
Carl Agbaba.
Constantin Wittas.
Eduard Classen
Basil Stanits.
Josef Molitor v. Ortwein.
Eduard Birnstingl.
Carl Kriszten.
Alexander Hartmaon.
Kosmas Branko\its.
Ferdinand Naske.
Paul Gresky.
Alexander Horväth.
Ludwig Hoyn.
Paul von Wolnhofer.
Ludwig von Bachich.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacber.
Felix Antonchich.
Unterlieutenants II. Classe.
Victor Graf Lichtenberg-
Schneeberg.
Josef Papp.
Josef SzOts.
Johann Heimrich.
Josef Emmerling.
Johann Popovich.
Eduard Andahazy.
Ludwig Kovatsits.
Horvath.
Anton Andl v. Nekersberg.
Conrad Obhlidal.
Johann Nagy.
Adolf Winternitz.
Isidor Varga v. Balaton
Fürcd.
Ludwig Fendt.
Friedrich St: anner.
Moriz Borovits.
Josef Dalberg.
Cadet.
Cornelius Rieder.
Carl Peterzany.
Mathias Mauthner.
Johann Stuchlik.
Carl Bergmann.
Paul Billichich.
Jose! Gottmann.
Michael Horvath.
Gustav Antonchich.
Wilhelm Hubs.
Josef Löw.
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Beilage Nr. 58.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1850.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiscrl. Hoheit F. M. L Erzherzog Frnst Carl
IT. Regiments-Inhaber F M. L. Leopold Ritter Wfssiak von Wiesenhorst
Oberst Stefan Mesko v. Felsö Kubiny. Rgmts -f'uplan Auton Udalrich Frank
Oberstlieutenant August Paulich „ Auditor Hptm Johann Henpl.
1. Major Adolf Roch. n Rchngst. Hptm Josef Kohauth
n „ Adjt. Oberlt. Jakob Dudevskv.
3. Johanu Vagyon
Demeter Nako.
Theodor Stolz
Franz Brunner.
Johann Weinhoffer.
Josef Mederer.
Friedrich Grobois
Franz Ebeling.
Franz Säghy de NagySägh
Jobann Franchi.
Anton Praschinger.
Johann : kessy.
Adalbert Frankovit«
Carl Meschede
Carl Schmidt.
Franz Koller
Josef Schesztak
Vincenz Tartier
Jakob Dudevsky
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Julius Blaschke.
Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel
Haupt leute 1. Classe.
< arl Frankovits.
Albert Lehner
Heinrich Dworzak
Franz Kühn.
Franz Mayersberg
Tarl Zembsch.
Carl Chevalier Letanche.
Hauptloute II. ( lasse,
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
JoBef KuBsenits.
Oberlieutenant«.
Jobann Stegniayer.
Franz Latschat.
Anton Pokorny
Heinrich Steigerhof
Carl Falk.
Franz Tripp.
Nikolaus Eigenbrodt
Conrad Mederer von
Mederer u. Wuthwehr
Franz Mattanovich.
Ignaz Edler vou Gukler Johann Artner
Thomas Esquire Berington Julius Kohauth
Alexander Latschat Franz J£aczkovsky
Ludwig Neulinger
Eduard Gassen.
Basil Stanits.
Josef Molitor v. Ortwein
Josef Heydt.
Carl von Villecz
Anton Baron Gavenda
Franz Grobois
Moriz Eisler.
Josef Hutter.
Wilhelm Oberhauser.
Julins Obhlidal
Josef Artner.
Unterlieutenanta I. ( lasse.
Johann Wächter
Josef Zimma.
Carl Zinnern v Burgthal
Franz Denk
Heinrich Huschek
Carl Agbaba.
Franz Oreskovich.
Georg Jovanovich.
Constantin W T ittas
Eduard Birnstingl.
Carl Kriszten.
Alexander Hartmann
Kosmas Brankovits.
Ferdinand Naske
Paul Gresky-
Ludwig Hoyn
Paul von Wolnhofer.
Ludwig von Bachich
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher
Felix Antonchich.
Josef Papp.
Josef SzUts.
Johann Heimrich.
Johann Popovicb.
Josef Kundtmann
Unterlientenants n. Classe.
Josef Reich.
Josef Dardina.
Ludwig Kovatsits
Anton Andl v. Nekersberg
Carl Lasswitz.
Johann Nagy.
Carl Peterzany
Conrad Obhlidal.
Adolf Winternitz.
Isidor Varga von Balaton Paul Billichich
Fttred
Ludwig Fendt.
Friedrich Stranner.
Moriz Borovits.
Jobann Stuchlik.
Josef Dalberg.
Mathias Mauthner.
Carl Bergmann.
Uocuicat« .!«•• W. Linien Inf. R«».
Josef Gottmann.
Michael Horvuth.
Gustav Antonchich.
Wilhelm Huss
Josef Low.
Michael Kirchberger.
Cornelius Rieder.
Adolf Sedlmayer.
Franz Fürst.
Edmund Baumetter.
Adalbert Podgursky.
Alfred Baron Sternfels.
James Thompson.
Gustav Thömmel.
Heinrich Weidinger.
Josef Heinzelmann.
Franz Magyar.
29
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Ar. K9
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre
I. Begiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inbaber F. M. L. Leopold Ritter Wlssiak von Wiesenhorst.
Oberst Stefan Mesko von FelsöKubiny. Rgmts.-Caplan Anton Ulrich Frank.
Oberstlieutenant August Paulich. „ Auditor Oblt. Friedrich Boczek.
1. Major Adolf Rocb. „ Rechngsf. Hptm. Josef Kobauth.
Adolf Freiherr Kfibek von „ Adjutant Lt. Alex. Bartmann.
Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel
2
3.
Kübau.
, Johann Vagyon.
Hanptleate I. Classe.
Theodor Stolz. Carl Frankovits
Johann Weinhofler. Albert Lehner.
Josef Mederer v. Mederer Eduard Kuhn.
und Wuthwehr. Franz Pajer.
Friedrich GroboiB. Carl Zembsch.
Franz Ebeling von Dün- Johann Stegmayer.
kirchen.
Johann Franchi.
Adam Wukellich.
Josef Kussenits.
Adalbert Frankovits.
Carl Schmidt.
Franz Koller.
Josef Schesztak.
Vincenz Tartier.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Julius Blaschke.
Anton Pokoruy.
Heinrich Steigerhof.
Carl Falk.
Franz Tripp.
Nikolaus Eigenbrodt.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Haupt leute II. Classe.
Ad. Smetana v. Eulenberg Franz Mattanovich
Conr. Mederer v. Mederer Johann Fischer.
und Wuthwehr.
Oberlientenants.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavunda.
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Wilhelm Oberhauser.
Julius Obhlidal.
Johann von Mihalik.
Josef Artner.
Ignaz Edler von Gukler. Johann Artner.
Thomas Esauire Berington. Julius Kohauth.
Alexander Latschat. Franz Kaczkovsky.
Unterlleutenants I. Classe.
Johann Tökessy.
Josef Zimtna.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Franz Denk.
Heinrich Huschek.
Carl Agbaba.
Franz Oreskovicb.
Georg Jovanovich.
Constantin Wittas.
Josef Heydt.
Thom. Esquire Fitzgerald
Basil Stanits.
Josef Molitor v. Ortwein
Carl von Villecz.
Carl Kriszten.
Alexander Hartmann.
Cosmas Brankovits.
Ferdinand N
Paul Gresky.
Ludwig Hoyn.
Paul von Wolnhofer.
Ludwig von Bachicb.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Felix Antonchich.
Josef SzOts.
Johann Heimrich.
Johann Popovich
Josef Kundtmann.
Unterlieutenanta II. Classe.
Johann Wächter.
Josef Reich.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Johann Nagy.
Carl Peterzany.
Conrad Obhlidal.
Adolf Winternitz.
Isidor Varga von Balaton
Füred.
Ludwig Fendt.
Friedrich Stranner.
Moriz Borovits.
Josef Dalberg.
Mathias Mauthner.
Johann Stuchlik.
Paul billichich.
Josef Gottmann.
Michael Horvath.
Gustav Antonchich.
Wilhelm Huss.
Jost f Low.
Michael Kirchbcrger.
Cornelius Rieder.
Adolf Sedlmayer.
Franz Fürst.
Eduard Baumetter.
Adalbert Podgursky.
Alfred Baron Sternfels.
James Thompson.
Gustav Thömmel.
Heinrich Weidinger.
Josef Hnnzelmann.
Franz Magyar.
Jakob Brunner.
Uamilkar Baron de Fin.
Josef Blascheck.
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Beitage Ar. 60.
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1852.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl-
Ii. Regiments inhaber F M. L. Eduard Grat Wengersky von UngersckBtz
Oberst Anton Szabo. Rgmts.-Caplan Anton Striczek.
Oberstlieutenant August Paulich. „ Auditor Oblt. Friedrich Boczek.
1 Major Adolf Roch. „ Rechngsf. Hptm. Josef Kohauth.
2. „ Adolf Fr. Kübek v. Kubau. „ Adjutant Oblt. Alex. Harunann.
3. „ Johann Vajryon.
4. „ Friedrich
Franz Ebeling.
Carl Frankovits.
Franz Päjer.
Albert Lehner.
Johann Siegmayer.
Franz Latschat.
Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel.
Hauptleute 1. Ilasse.
Johann Franchi.
Anton Pokorny.
Carl Vischar.
Edmund Graf Zedwitz
Carl Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Anton Prascbinger.
Hauptleute II. Classe.
Ad. Smetana v. Eulenberg. Carl Schmidt.
Jobann Tökössy.
Adalbert Frankovits
Franz Grigar.
Julius Blaachke.
Ignaz Edler von Gukler.
Alexander Latschat.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Josef Kiss.
Wilhelm Oberhauser.
Franz Koller.
Josef Schesztak.
Oberllcntenants.
Ludwig von Palkovits.
Jobann von Mihalik.
JoBef Artner.
Johann Artner.
Franz Kaczkovsky.
Josef Zimma.
Carl Zinnern v. Burgthal.
Franz Denk.
Heinrich Huschek.
Carl Agbaba.
Franz Oreskovits.
Adolf Wohlleben.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Josef Küssen. ts.
Conr. Mederer.
Franz Mattanovich.
Johann Fischer.
Vincenz Tartier.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Julius Obhlidal
Unterlieutenants I. Classe.
Georg Jovanovich
Constantin Wittas.
Josef Heydt.
Thom. Esqnire Fitzgerald.
Alexander Hartmann.
Carl Kriszten.
Basil Stanits.
Josef Molitor v. Ortwein
Carl von Villecz.
Peter Maroevich.
Anton v. Szt. Kiralyi.
Cosmas Brankovits.
Ferdinand Naske.
Paul Gresky.
Ludwig Hoyn
Paul von Wolnhofer.
Ludwig von Bachich.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Felix Antonchich.
Josef Szüts.
Johann Heimrich.
Josef Emmerling.
Johann Popovits.
Franz Schmidt.
Ladislaus Fischer.
Johann Wächter.
Josef Reich.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Radivoj Medakovick.
Jobann Nagy
Conrad Obhlidal.
Adolf Winternitz.
Ludwig Fendt.
Friedrich Stranner.
Moriz Borovits.
Jobann Stuchlik.
Josef Gottmann.
Michael Horväth.
Unterlieutenants II. Classe.
Mathias Mauthner.
Josef Dalberg.
Paul Billichich.
Gustav Antonchich.
Wilhelm Huss.
Josef Low.
Michael Kirchberger.
Cornelius Rieder.
Adolf Sedlmayer.
Edmund Baunietter.
Adalbert Podgursky.
James Thompson.
Gustav Thömmel.
Heinrich Weidinger.
Josef Heinzelmann.
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Jakob Brunn« r
Hamilkar Baron de Fin.
Josef Blascheck.
Carl Rigold.
Alexander von Pogränyi.
Otto Wagner.
Eugen Jovitsits.
Johann Wolf.
Adolf Dorner.
Robert Malkovsky.
Wilhelm Michna. '
Carl Rotky.
Friedrich Berthold TIeissc.
29*
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Heilage Nr. 61.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1853.
I. Regiments-Inhaber Sc kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L Eduard Graf Wenger sky von Ungersehiltz.
Oberst Anton Szabo. Rgmts.-Caplan Caspar Gretschy
Oberstlieutenant August v. Paulich. „ Auditor Oblt. Friedrich Boczek.
1. Major Adolf Roch. „ Rechngsf. Hptm. Jos. Kobautb.
2. „ Adolf Freih. Kübek v. Kübau. „ Adjutant Oblt. Alex. Hartmann.
8.
4.
n
Johann Vagjon.
Friedrich Grobois.
Arzt Dr. Joh. Baptist Dörfel.
Franz Ebeling von Düu-
kirchen.
Carl Frankovits.
Franz Pajer
Johann Stegmayer.
Franz Latschat.
Johann Franchi.
Hauptleute I. Clas.se.
Auton Pokorny.
Carl Vischer.
Edmund Graf Zedwitz.
Carl Falk
Nikolaus Eigcnbrodt.
Adolf Wohlleben.
Anton Praschinger.
Hauptleute II. ( lasse.
Ad. Smetana v. Eulenberg. Franz Koller.
Adalbert Frankovits. Josef Schesztak.
Carl Schmidt. Vincenz Tartier.
Oberlieutenants.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Josef Kussenits.
Conr. Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Franz Mattanovich
Johaun Fischer.
Leopold Schmidt.
Josef Korren.
Franz Grigär.
Julius Blaschke.
Iguaz Edler von Gukler.
Alexander Latschat.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Joset Kiss.
Julius Obblidal.
Ludwig von Palkovits.
Johann von Mihalik.
Josef Artner.
Johann Artner.
Franz Kaczkovsky.
Josef Zimma.
Franz Denk.
Heinrich Huschek.
Carl Apbaba
Franz Oreskovich.
Georg Jovanovich.
Constantin Wittas.
Josef Heydt.
Anton von Szt. Kirälyi.
Paul Gresky.
Ludwig Hoyn
Paul von Wolnboler.
Ludwig von Bachich.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher
Felix Autonebich.
Wenzl Luka.
Josef Szüts.
Unterlieuteuants I.
Ludwig Reichl.
Johann Popovich.
Franz Schmidt.
Ladislaus Fischer.
Johann Wächter.
Josef Reich,
.'osef Dardina
Carl Lasswitz.
Radivoj Medakovicb.
Johann Nagy.
Thom. Esquire Fitzgerald.
Alexander Hartmann.
Carl Kriszten.
Basil Stanits.
Josef Molitor v. Ortwein.
Carl von Villecz.
Peter Maroevich.
Ferdinand Naske.
Carl Graf Cerrini de Monte
Varchi.
Cosmas Brankovits
Classe.
Conrad Obblidal.
Adolf Winternitz.
Ludwig Fendt.
Friedrich Stranner.
Moriz Borovits.
Josef Gottmann.
Michael Horväth.
Josef Low.
Michael Kirchberger.
Unterlieutenants II. Classe.
Mathias Mautbner
Wilhelm Huss.
Cornelius Rieder.
Adolf Sedlmayer.
Edmund Baumetter.
Adalbert l'odgursky.
Alfred Baron Sternfels
James Tbompson.
Gustav Thönimel.
Heinrich Weidinger.
Josef '
Franz Magyar.
Thomas Piskor
Jakob Brunner.
Hamilkar Baron de Fin.
Josef Blascheck
Carl Rigold.
Alex. Pogränyi.
Otto Wagner.
Eugen Jovitsits.
Johaun Wolf.
Edler
Adolf Dörner.
Robert Malkovski
von Damwaiden
Wilhelm Michna.
Carl Rotky.
Friedrich 'Heisse
Ludwig Abendrotb
Gregor Moser.
Ludwig von Turek.
Samuel von Bögöthy.
Franz de Voko et Branko
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Beilage Nr. 62.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1854.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M L. Eduard Graf Wengersky von Luger schütz
Oberst Anton Szabö. Rgmts.-Caplan Caspar Gretschy.
2. Oberst C arl von Muralt.
1. Major Adolf Roch.
2. „ Johann Vagyon.
3. „ Friedrich Grobois.
4. „ Ferdinand Bauer.
5. „ Eduard üdvarnoky de Kisjoka.
n
»
Auditor Oblt. Friedrich Boczek.
Rechngsf. Ilptui. Jos. Kohautb.
Adjutant Oblt. Alex. Hartmann.
Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel.
Franz Kühn.
Franz Pajer.
Johann Stegmayer.
Kranz Latschat.
Anton Pokorny.
Carl Vischer.
Edmund Gral Zedtwitz.
Josef Korren.
Franz Grigar.
Julius Blaschke
Ignaz Edler von Gukler.
Ludwig von Falko vits.
Josef Artner.
Johann Artner.
Franz Kaczkovsky.
Josef Zimma.
Franz Denk.
Heinrich Huschek
Carl Agbaba.
Franz Oreskovifs.
Georg Jovanovicb.
Constantin Wittas.
Josef Heydt
Thom. Esquire Fitzgerald
Hauptleute I. Classe.
Carl Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Adolf Wohlleben.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conr. Mederer.
Hauptleute II. Classe.
Franz Mattanovich.
Johann Fischer.
Adalbert Frankovits.
Carl Schmidt
Franz Koller.
Josef Schesztak.
Vincenz Tartier.
Leopold Schmidt.
Moriz Eisler.
Josef Kiss.
Johann von Mihalik
Alexander
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois.
Oberlieutenants.
Alexander Hartmann.
Carl Kriszten.
Josef Molitor v. Ortwein.
Carl von Villecz.
Peter Maroevich.
Ferdinand Naske.
Carl Graf Cerrini de Monte Johann Wächter
Ladislaus Lutzenbacher.
Felix Antonchich.
Wenzl Luka.
Josef Szüts.
Ludwig Reichel.
Franz Schmidt.
Varchi.
Anton Szt. Kiralyi.
Ludwig Hoyu.
Paul Greskv
Paul von Wolnhofer.
Gustav Mazza.
Ladislaus Fischer.
Josef Reich.
Stefan Skarka.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Radivoj
llnterlientenants 1. Classe.
Ludwig von Bachich.
Johann Popovich.
Jobann Nagy.
Conrad Obhlidal.
Adolf Wint. rnitz.
Ludwig Fendt
Friedrich Stranner
Moriz Borovits.
Mathias Mautbner.
Josef Gottmann.
Michael Horväth.
Josef Low.
Michael Kirchberger.
Cornelius Rieder.
Adalbert Podgursky.
Alfred Baron Sternfels.
Jam>s Thompson.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmann
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Josef Blascbek.
Carl Rigold
Alexander von Pogranyi.
Eugen Jovitsits.
Johann Wolf.
Robert Malkovsky Edler
von Damwaiden.
Friedrich Heisac.
Gregor von Moser.
Ludwig von Turek.
Samuel von Bögöthy.
Franz de Vuko et Branko.
Oscar Ritter Negrelü von
Moldelbe.
Stefan Guarv.
Alexander Ülrich.
Franz Hörl.
Adolf Haftl.
Victor Stellwag v. Carion.
Josef Parthegyi.
Adalbert Pohl.
Digitized by Google
Zu Beilage Xr H2.
UnteriieutenantN II. Classe.
Wilhelm Huf»
Edmund Baumetter.
Otto Wagner.
Wilhelm Michna.
Alexander Adler.
Carl Striberny.
Ladislaus von More
Ladislaus von Kapotsfy.
Friedrich von Bufovr.
Franz Gaal.
Victor Koller v. Höllenstein.
Emil von Makay.
Ludwig von Pograuyi.
Carl Richard.
Josef Hanav<'k.
Arthur Wilsdorf.
Leopold Karner.
Anselm Szabovich.
Ferdinand Richter
Hugo Rochl.
Franst Thaller.
Josef Minichreitcr.
Jobann Hartmann.
Wenzl Lazina.
Franz Helmer.
Paul von Mladenovits.
August Laiml Ritter
Dedina.
Stefan Rössel.
Josef Orabner.
Emil Täuffer.
Beilage Nr. 63.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1855.
I. Regiments-Inhaber
II. Regiments- Inhaber F.
Oberst Anton Szabö.
Oberst-Commandant des 1. Bataillons
Carl von Muralt.
1. Major Adolf Roch.
2. „ Johann Yagyon.
3. „ Friedrich Grobois
4. „ Ferdinand Bauer.
6. a Ed. Udvarnoky de Kisjöka.
e. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
M. L. Eduard öraf Wengersky von Ungersckfltz
Regiments-Caplan Caspar Gretscby.
Auditor Hauptmann Friedrich
Boczek.
„ Rechnungsführer Hauptmann
Josef Kohauth.
, Adjutant Oblt. Alexander
Hartmann.
p Arzt 1. Classe Dr. Ant. Mayer.
Arzt 2. Classe Dr. Jos. Steidler.
Franz Kühn.
Franz Pajer.
Johann Stegmayer.
Franz Latschat.
Anton Pokorny.
Carl Vischer.
Edmund Graf Zedtwitz von
Neuberg.
Alexander Latschat.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron
Hanptleute I. Classe.
Carl Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Anton Praschinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conrad Mederer ?. Me-
derer und Wuthwehr.
Franz Mattanovich.
Hauptleute II. Classe.
Ludwig v. Palkovits.
Franz Kaczkovsky.
Franz Denk.
Heinrich Huschek.
Franz Oreskovitg.
Oarl Agbaba
Georg Jovanovich.
Constantin Wittas.
Josef Heydt.
Thom. Esquire Fitzgerald.
Alexander Hartmann.
Josef Molitor v. Ortwein.
Peter Maroevich
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Josef Kies.
Oberlieutenants.
Ferdinand Naske.
Carl Graf Cerrini de Monte
Varchi
Anton v. Szt. Kiralyi.
Ludwig Hoyn.
Paul Gresky
Paul v. Wolnhofer.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Felix Antonchich.
Wenzl Luka.
Josef SzQts
Ludwig Reichel.
Adalbert Frankovits.
Carl Schmidt.
Josef Schesztak
Vincenz Tartier.
Josef Korren.
Franz Grigar.
Julius Blaschke.
Ignaz Edler v. Gukler.
Johann v. Michalik.
Josef Artner.
Johann Artner.
Josef Zimma.
Franz Schmidt.
Johann Wächter.
Ladislaus Fischer.
Josef Reich.
Stefan Skarka.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Radivoj Medakovich.
Johann Nagy.
Ludwig von Bachich.
Conrad Obhlidal.
Adolf Winternitz.
Digitized by Google
Zu Beilage Ar. 63
Unterlieutenante I. Classe.
Johann Popovich.
Ludwig Fendt
Friedrich Stranner.
Moriz BorovitB.
Josef Gottinauu
Michael Horvath.
Josef Low.
Michael Kirchberger
Cornelius Rieder.
Edmund Baumctter.
Adalbert Podgursky.
Alfred Baron Sternfeld.
James Thompson.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmann.
Franz Magyar
Thomas PiBkor.
Jakob Brunuer.
Josef Blascheck.
Carl Rigold.
Alexander v. Pogranyi.
Eugen Jovitsits.
Johann Wolf.
Robert Malkovsky Edler
v. Damwaiden
Friedrich Heisse.
Gregor v. Moßer.
Ludwig v. Turek.
Samuel v Bogothy.
Franz de Vuko et Branko.
Oskar Ritter Negrelli t.
Molden».
Stefan Guary de Eadem
et Felsö-Szeleste.
Alexander Ulrich.
Franz Hörl.
Adolf Haftl.
Victor Stellwag v. Carion.
Adalbert Pohl.
Josef Pärthogyi
Alexander Adler.
Carl Striberny.
Unterlieutenants II. Classe.
Otto Wagner.
Ladislaus v. More.
Ladislaus v. Kapotsfy.
Friedrich v. Bülow.
Franz Gaal.
Victor Koller v. Höllen-
stein.
Ludwig v. Pogranyi.
Carl Richard.
Josef Hanavek
Arthur Wilsdorf.
Leopold Karner.
Anselm Szabovits.
Ferdinand Richter
Hugo Rochl.
Franz Thaller.
August Laiml Ritter
Dedina.
Josef Miuichreiter.
Johann Hartmann
Wenzl Lazina.
Franz Helmer.
Paul v Mladenovich
Stefan Rössel.
Josef Grabner.
Emil Täuffer.
Eberhard Obich v. Tarn»
v stein.
Philipp Kohlert.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter v. Walt-
heim.
Josef Polinsky.
Hr. 94
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1856.
I. Regiments-Inhaber Sc. kaiserl. Hoheit F. M. L Erzherzog Ernst Carl.
U. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtttz.
Regiments-Commandant Oberstlt. Carl Regiments-Caplan Caspar Gretschy.
Osmolsky v. Boncza
1. Major Johann Vagyon.
2.
3.
4.
Friedrich Grobois.
Ferdinand Bauer.
Ed. Udvarnoky de Kisjoka.
Auditor Hauptmann Frau/.
Greger.
Adjutant Oblt. Alexander
Hartmann.
Rechnungs-Official 2. Classe Josef
Schrott.
Regiments- Arzt 1. Classe Dr. Anton
Maver.
Arzt ' 2. Classe Dr. Josef
Steidler.
Franz Kühn
Franz Pajer.
Johann Stegmaier.
Franz Latschat.
Anton Pokorny.
Carl Vischer.
Edmund Graf Zedtwitz.
Carl Falk.
Hanptlente I. Classe.
Nikolaus Eigenbrodt.
Anton Prascbinger.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Adalbert Frankovits.
Carl Schmidt.
Josef Schesztak.
Vincenz Tartier.
Conrad Mederer v Mederer Josef Korren
und Wuthwchr.
I i.isi. Mattanovich.
Johann Fischer.
Franz Grigar.
Julius Blaschke.
Ignaz Edler v. Gukler.
Digitized by Google
Zu Beilage Ar. 04.
Alexander La tschat.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Ludwig v. Palkovits.
Franz Kaczkovsky.
Franz Denk.
Heinrich Huschek.
Franz Oreskovits.
Carl Agbaba.
Georg Jovanovich.
Constantin Wittas.
Josef Heydt
Edmund Graf Cerrini
Monte Varchi.
Alexander Hartmann.
Josef Molitor v. Ortwein.
de
Hauptleute II. Clasae.
Franz Grobois. Jobann v. Mihalik.
Moriz Eisler. Jobann Artner.
Josef Riss. Josef Zimma.
Oberlieutenants.
Peter Marocvicb.
Ferdinand Naske.
Carl Graf Cerrini di Monte
Varchi.
Anton v. Szt. Kirälyi.
Ludwig Hoyn.
Paul GreBky.
Paul v. Wolnhofer.
Jakob Uramovits.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Felix Antonchich.
Wenzl Luka.
Josef Szüts.
Franz Scbiaidt.
Johann Wächter.
Ladislaus Fischer.
Josef Reich.
Stefan Skarka.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Radiwoj MedakovitB.
Ludwig v. Bachich.
Conrad Obhlidal
Adolf Winternit/.
Unterlieutenanta I. Classe.
Friedrich Stranner.
Moriz Borovits.
Josef Gottmann.
Michael Horvath.
Josef Low
Cornelius Rieder.
Edmund Baumetter.
Adalbert Podgursky.
Alfred Baron Sternfeld.
James Thompson.
Gustav Tbömmel
Josef Heinzelmann
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Jakob Brunner.
Josef Blascheck
Alexander v. Pogranyi.
Eugen Jovitsits
Robert Malkovsky Edler
v. Damwaiden.
Friedrich Heisse.
Ludwig v. Turek
Franz de Vuko et Branko.
Oskar Negrelli.
Stefan Guary de Eadem
et Felsö-Szelezste
Alexander Ulrich.
Franz Hörl.
Adolf Haftl.
Victor Stellwag v. Carion.
Josef Parthegyi.
Adalbert Pohl.
Alexander Adler.
Josef Kuderna
Carl Striberny.
v. More
Unterlieutenants Tl. (la§se.
Otto Wagner.
Ladislaus v. Kapotsfy.
Friedrich v. Bulow.
Victor Koller v. Höllen-
stein.
Ludwig v. Pogranyi.
Carl Richard.
Josef Hanavek.
Arthur Wilsdorf.
Leopold Karner.
Anselm Szabovich
Ferdinand Richter.
Hugo Rochl.
Franz Thaller.
August Laim! Ritter
Dedina.
Josef Minichreiter.
Johann Hartmann
Weuzl Lazina.
Franz Hellmer.
Paul v. Mladenovich.
Stefan Rössel.
Emil Täuffer.
Josef Grabner.
Eberhard Obich v. Thurn-
stein.
Philipp Kohle«
Joachim Baron Beust.
Anton Walter v Waltbeim.
Josef Polinsky.
Jaroslav Graf Sternberg
August Seelini?
Ferd. Baron Normann.
Nr. 66.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1857.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M L Erzherzog Ernst Carl
n. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtttz.
Oberst Carl Osmolski v. Boncza.
Oberstlieutenant Johann Vagyon.
1. Major Friedrich Grobois.
2. „ Ferdinand Bauer.
3. „ Ed. Udvarnoky de Kiiyoka.
4. „ Heinr.Freih.IIentziv. Arthurn,
»»
Regiments-Caplan Caspar Gretschy.
Auditor Hptm. Franz Greger.
Adjutant Lieut. Stefan Guary
de Eadem etFelsö-Szeleste.
„ Arzt 1 . Classc Dr Ant. Mayer.
„ Arzt 2. Classe Dr. Fr Marek.
Rechnungs-Official 2. Classe Jos. Schrott.
„ Officialö. Classe And. Lubas
Digitized by Google
Zu Beilage JVr. 65
Franz Kühn.
Franz Pajer.
Johann Stegmaier
Carl Vischer.
Edmund Graf Zedwitz
Carl Falk
Nikolaus Eigenbrodt
Ludwig Neulinger.
Anton Barou Gaveuda.
Franz Grobois.
Hauptleute I. Classe.
Anton Praschinger.
Jakob Karuer.
Adam Wukcllich.
Conrad Mederer v. Mederer
und Wuthwehr.
Franz Mattanorich.
Johann Fischer.
Adalbert Frankovita.
Carl Schmidt.
Josef Schesztak.
Vincenz Tartier.
Franz Grigar.
Julius Blaschke.
Ignaz Edler v. Gukler.
Alexander Latschat.
Franz Denk.
Heinrich Huschek
Franz Oreskovits
Carl Agbaba.
Joset Heydt
Edmund Graf Cerrini de
Monte Varchi.
Alexander Hartmann
Josef Molitor v Ortwein.
Peter Maroevich.
Ferdinand Naske
Carl Graf Cerrini.
Hauptleute II. Classe.
Moriz Eisler.
Johann v. Mihälik
Johann Artner.
Oberlieutenants.
Anton v Szt. Kiralyi
Ludwig Hoyn.
Paul Fresky.
Paul v Wolnhofer.
Jakob Cramovicz
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Felix Autonchieh.
Wenzl Luka.
Jos»*f S/.tits.
Johann W achter.
Ladislaus Fischer.
Josef Zimma.
Franz Kaczkovskj
Josef Reich.
Stefan Skarka.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Radivoj Medakovits.
Ludwig v. Bachich.
Conrad Übhlidal.
Adolf Winternitz.
Friedrich Stranner.
Moriz Borovits.
Josef Gottmann.
Unterlieutenante I. Classe.
Michael Horvath
Josef Low.
Cornelius Rieder.
Edmund Baumetter.
Adalbert Podgurskv
James Thompson.
Gustav Thömmcl.
J<»sef Heinzelraann
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Jakob Brauner
Josef Blascheck.
Carl Riehard.
Josef Hanavek.
Arthur Wilsdorf.
Leopold Karner.
Auselm Szabovich
Ferdinand Richter
Hugo Rochl.
Frans Thaller.
Paul Gralmer.
Josef Minich reiter.
Alexander v. Pogranyi.
Eugen JoTitsits
Robert Malkovsky
Damwaldeu
Friedrich Heisse
Ludwig v. Turek.
Franz de Vuko et Branko.
Oskar Negrelli Ritter v.
Moldelbe
Stefan Guary.
Alexander Ulrich.
Franz Hörl.
Adolf Haftl
Victor Stell wag y. Carion.
Josef Pärthegyi.
Adalbert Pohl".
Alexander Adler.
Josef Kuderna.
Carl Striberny.
Ladislaus v. More.
Ladislaus v Kapotsfy.
Friedrich v. BQlow.
Victor Koller Köllen-
stein.
Ludwig v. Pogranyi.
ünterlieutenants II. Classe.
Johann Hartmann.
Wenzl Lazina.
Franz Hellmer.
Paul v. Mladenovich.
Stefan Rössel.
Josef Grabner.
Emil Täuffer.
Eberhard Obich v. Turn-
stein.
Philipp Kohlen.
Beust.
v. Walt-
Joachim Baron
Anton Walter
heim.
Josef Polinsky.
Jaroslav Graf Sternberg.
August Seeling.
Ferd. Maron Normann.
Moriz Heller.
Mathias Urbanovits.
Arthur v Fieschenberg.
d« 40. Um.n laf. H.g-
30
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Beilage J%r. 6ß
Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1858.
L Regimenta-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von üagerschlltz.
Rgmts.-Caplan Caspar Oretschy.
• Auditor Hptm. Franz Greger.
Arzt 1. Classe Dr. Ant. Mayer.
„ 2. „ Dr Franz Marek.
Adjut. Stefan Guary de Eadem
et Felsö Szeleste.
Rechngs.-Ofticial 2. Classe Josef Schrott.
„ „ 3. „ Andr. Lubas.
Oberst Carl Osmolski von Boncza.
Oberstlieutenant Johann Vagyon.
1. Major Josef Mederer v. Mederer und
Wuthwehr.
2. „ Ferdinand Bauer.
3. „ Eduard Udvarnoky de Kisjoka.
4. „ Heinrich Freiherr Hentzy von
Arthurn.
n
Franz Kühn.
Franz Pajer.
Johann Stegmayer.
Carl Vischer.
Edmund Graf Zedtwitz.
Carl Falk.
Nicolaus Eigenbrodt.
Ludwig Neulinger.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois.
Hauptleute I. Classe.
Jacob Karner.
Adam Wukellich.
Conr. Mederer v.
und Wuthwehr.
Franz Mattanovich.
Johann Fischer.
Carl Schmidt
Hauptleute 11. Classe.
Moriz Eisler.
Johann von Mihälik.
Johann Artner.
Josef Scbesztak.
Vincenz Tartier.
Josef Korrcn.
Franz Grigar.
Julius Rlaschke.
Ignaz Edler von Gukler.
Alexander Latschat.
Josef Zimma.
Franz Kaczkowsky.
Heinrich Huschek.
Franz Oreskovich.
Carl Agbaba.
Josef Heydt.
Edmund Graf Cerrini de
Monte Varcbi.
Alexander Hartmann.
Josef Molitor v. Ortwein.
Ferdinand Naske.
Carl Gf. Cerrini de Monte
Varcbi.
Oberlieutenants.
Anton von Szt. Kiralyi.
Ludwig Hoyn.
Paul Gresky.
Paul von Wolnhoffer.
Jakob Uramovits.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lut
Wenzl Luka.
Josef Szüts
Johann Wächter.
Ladislaus Fischer.
Josef Reich.
Stefan Skarka
Josef Dardina.
Carl Laszwitz.
Radivoj Medakovich.
Ludwig von Bachich.
Conrad Obhlidal.
Adolf Winternitz.
Friedrich Stranner.
Josef Gottmann.
Michael Horväth.
Unterlleutenants 1. Classe.
Josef Low.
Cornelius Rieder.
Edmund B .unnetter.
Adalbert PodgurBky.
James Thompson.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmann.
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander von Pogranyi.
Eugen Jovitsits.
Robert Malkowski von
Damwaiden.
Friedrich Heisse.
Ludwig von Turek.
Franz de Vuko et Branko.
Oskar Negrelli Ritter von
Moldelbe.
Stefan Gnary de Eadem et
Felsö SzeleBte.
Alexander Ullrich.
Franz Hörl.
Adolf Haftl.
Victor Stellwag v. Carion.
Josef Parthegyi.
Adalbert Pohl.
Alexander Adler.
Josef Kuderna.
Ladislaus von More\
Ladislaus von Kapotafy.
Friedrich von Bolow.
Ludwig von Pogranyi.
Carl Richard.
Josef Hauavek.
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Zu Beilage JVr. 66
Unterlieutenants II. Gasse.
Leopold Karoer.
Anselm Szabovicb.
Ferdinand Richter.
Franz Thaller.
Paul Grabner.
Josef Minichreiter.
Johann Hartmann.
Wenzl Lazina.
Franz Hellmer.
Paul von Mladenovich.
Stefan Rössel.
Josef Grabner.
Emil Täuffer.
Eberhard Obich v. Thurn-
stein.
Philipp Kohlert.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter v. Waltheim
Josef Polinsky.
Jaroslav Graf Sternberg
August Seeling.
Ferd. Baron Nonnann.
Moriz Heller.
Mathias Urbanovits.
Arthur Freiherr v]
brunn.
Arthur von Fieschenberg.
Ludwig Kontz de Gyer-
tyämos.
Ferdinand Hebentanz.
Anton Herdt.
Carl Just.
Beilage Ar. 67.
Officiers-Standes-Tabelle
Jahre 1859.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F M. L. Erzherzog Ernst Carl
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von UngerschBtz.
5. Major Camillo Bussetti.
6. „ Adalbert Teppner.
Rgmts.-Caplan Caspar Gretschy.
1. Oberst Carl OsmolBki von Boncza.
2. „ Leopold Prinz v. Sachs. -Coburg.
Oberstlieutenant Johann Vagyon.
v. Med
1. Major Josef Mederer v. Mederer.
2. „ Ferdinand Bauer.
3. „ Ed. Udvarnoky de Kisjoka.
4. „ Heinrich Freiherr Hentzy von
Arthurn.
Auditor Franz Greger
Adjutant Stefan Guary.
Arzt Dr. Franz Marek.
Rchgs -Offic. 2. Cl. Jos. Schrott
,, „ 5.01. Mart. Luther
Jobann Stegmayer.
Carl Vischer.
Edmund Graf Zedtwitz.
Carl Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Jakob Karner.
Adam Wukellich.
Conr. Mederer v. Mederer.
Franz Kaczkovsky.
Heinrich Huschek.
Franz Oreskovits.
Carl Agbaba.
Jacob Uramovits.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Wenzl Luka.
Josef Szüts.
Johann Wächter.
Ladislaus Fischer.
Josef Reich.
Stefan Skarka.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Radivoj Medakovits.
Ludwig von Bachicb.
Conrad Obhlidal.
Hauptleute I. Classe.
Franz Mattanovich
Johann Fischer.
Carl Schmidt
Jo6ef Schesztak.
Vincenz Tartier.
Josef Korren.
Franz Grigär.
Julius Hlaschke.
Hanptleute II. Classe.
Josel Heydt.
Edmund Graf Cerrini.
Alexander Hartmann.
Ferdinand Naske.
Oberlieutenants.
Adolf Winternitz.
Friedrich Stranner.
Josef Gottmann.
Michael Honrath.
Josef Löw.
Eduard Klepsch.
Adalbert Podgurszky
Gustav Thömmel.
Josef Hcinzelmann.
Cornelius Rieder.
Edmund Baumetter.
James Thompson.
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Ignaz Edler von Gukler.
Alexander Latschat.
Anton Baron Gavenda.
Franz Grobois.
Moriz Eisler.
Johann von Mihälik.
Johann Artner.
Josef Zimma.
Josef Molitor v. Ortwein.
Carl Graf Cerrini de
Paul Gresky.
Paul von Wolnhoffer.
Josef Blascheck.
Alexander von Pogranyi.
Eugen Jovitsits.
Robort Malkowsky.
Friedrich Heisse.
Ludwig von Turek.
Frauz de Vuco et Branko.
Oscar Negrelli Ritter von
Moldelbc.
Stefan Guary de Eadem
et Felsö Szeleste.
Alexander Ulrich.
Franz Hörl.
Victor Stell wag v. Carion.
30»
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Zu Beilage Ar. «7.
Fnterlieutenants I. Olasso.
Josef Parthegyi.
Adalbert Pohl.
Alexander Adler.
Ladislaus von Mork
Ladislaus von Kapotsfy.
Friedrich von Bülow.
Ludwig von Pogranyi.
Carl Richard.
Leopold Karner.
Anselm Szabovich.
Ferdinand Richter.
Franz Thallcr.
Paul Grabner.
Joset Minichrciter.
Johann Hartmann.
Wenzl Lazina.
Franz Hellmer.
Paul von Mladenovich.
Emil Tiiiiffer.
Philipp Kohlert.
Joachim Baron 1
Anton Walter.
Jaroslav Graf Sternberg
August Seeling.
Moriz Heller.
Mathias Urbanovits.
Arthur Freiherr v. Königs-
brunn.
Ludwig Kontz.
Ferdinand Hebentanz.
Anton Herdt
C arl Just
AI bin Fuchs.
August Osmolski v Boncza.
Josef Seeling.
Emerich von BecRey
Stanisl. Ritter v. Ilempel
Rudolf Pohl.
Theodor Köbrich.
OktaviuB Ritter v. Doschot.
Arthur Baron Teuffenbach
zu Tiefenbach uud Mass-
wegg.
Josef Radits.
Friedrich Magislris
Unterlieutenants II. Clasne.
Josef Sedlaczek.
Coloman Szenessy.
Josef Kriegelstein Ritter
von Sternfeld.
Carl Zurna.
Maximilian Straschiripka.
Hugo Wclzl.
Anton Csertik.
Johann Müller.
Julius von Ruzsa.
Carl Kriegelstein Ritter v.
Sternfeld.
Stanislaus Tabaczinsky.
Carl Kunkel.
Hugo Swastits.
Edmund v. Berczelly.
Franz Lcipold.
Bohuslaus Tabaczinsky.
Paul Guary de Eadem et
Felsö Szcleste.
Josef von Csorba.
Josef Griller.
Gustav Huscbek
Ludwig Klein.
Otto Freiherr Treusch von
Buttlar auf Brandenfels.
Carl Wurschbauer.
Carl Otb.
Carl Prochaska.
Johann Ganghoffer
Carl Rilter.
Carl Burcinsky.
Michael Wallner.
Carl Faragö.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1860.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit V. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
H. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungereimt/.
RegmtB.-Commamlant Oberstlieuteuant Regiments-Caplan Caspar Gretschy.
Daniel Va.*s de Diod Varallya.
Oberstlieutenant Ferdinand Bauer.
1. Major Ed. Udvarnoky de Kisjöka.
2. „ Johann Rosenzweig.
3. „ Camillo Bussetti.
4. „ Adalbert Teppner.
•»
-
Auditor Franz Greger.
Adjutant Oblt. Jos. Heinzel-
Rechnungstükr. Jos. Schrott.
Arzt 1. Cl. Dr Josef Grund.
,. 2. „ Dr. Franz Marek.
Carl Viecher.
Edmund Graf Zedtwitz.
Carl Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Adam Wukellich.
Franz Mattanovich.
Johann Fischer.
Eduard Wittmann.
Carl Schmidt.
Hauptleute I. Classe.
Josef Korren.
Julius Blaschke.
Moriz Eisler.
Johann von Mihälik
Johann Artner.
Josef Zimma.
Heinrich Huschek.
Franz Hauser.
Edmund Graf Cerrini.
Alexander Hartmann.
Josef Molitor v. Ortwein.
Franz Porak.
Arnold Balduin
Ludwig von Berzsenyi.
Paul KrivaM.
Bohuslav Strasznicky.
Franz Kraft.
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Zu Beilage Nr. 68.
Hauptleute II. Clause.
Gustav Mazza.
Ladislaus Lutzenbacher.
Wenzl Luka.
Ferdinand Heissig.
Stefan Skarka.
Josef Dardina.
Carl Lasswitz.
Ludwig von Bachicb.
Conrad Obhlidal.
Carl Scholz.
Carl Sculteti.
Josef Schuppler.
Josef Gottmanu.
Michael Honrath.
Josef Low.
Eduard Klepsch.
Adalbert Podgursky.
Josef Heinzelmann.
Cornelius Rieder.
Edmund Baumetter.
James Thompson.
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander v. Pogranyi
Robert Malkovsky.
Oberlieutenants.
Oskar Ncgrclli R. v. Mol-
delbc.
Stefan Guary de Eadem
et Felsö Szeleste.
Leopold BeUobraidits
Johann von Medveczky.
Franz Hörl.
Adalbert Pohl.
Ladislaus v. More.
Ladislaus von Kapotsfy.
Friedrich von Bülöw.
Ludwig von Pogranyi
Carl Richard.
Leopold Karner.
Anselm Szabovich.
Franz Thaller.
Wenzl Lazina.
Franz Hellmer.
Paul von Mladenovits.
Joachim Baron Beust.
Carl Just.
Eduard Schnabel.
Moriz Manker.
Gustav Pinter.
Eugen Grill v. Warimfeid
Albert Märton de Berethe.
Alfons Graf Rüdiger.
Sigmund Edler von Turic.
Carl Baron Coudenhove.
Unlerlieuteiiauts I. Clanse.
Franz Gla.s.
Anton Walter v. VValtheün.
Emerich von Becsey.
Stanislaus Ritter v. Hempel.
Rudolf Pohl.
Theodor Köbrich.
Octavius Ritter v. Dosebot.
Arthur Baron Teuffeubach.
Josef Radits.
Friedrich Magistris.
Josef Sedlaczek.
Coloman v. Szepessy.
Josef Kriegelstein Ritter
von Sternfeld.
Carl Zurna.
Maximilian Straschiripka.
Julius Ruzsa.
Carl Kriegelstein Ritter v.
Sternfeld.
Carl Kunkel.
Hugo Swastits.
Josef von Csorba.
Josef Griller.
Gustav Huscbek.
Otto Baron Treusch von
Buttlar.
Carl Wurschbauer.
Cail üth.
Johann Gankhoffher.
Ferdinand Armbrust.
Johanu Beierlein.
Maxmilian Meisslinger.
Franz Baumholzer.
Ladislaus Triff.
Franz Dräxler.
Anton Kiss.
Josef Vater.
Anton Pöckl
Carl Kotrtsch.
Ignaz Badanty.
Johann Drescher
Josef Taubler.
llnterlieutenaiits II. Classe.
Eduard Signor
Anton Gayer
Josef Pasztor.
Johann Otto
Adam Braider.
Jobann Göttlicher
Hugo Prohaska.
Alexander FarkaB
Josef Farkas.
Josef Peukert.
Alexander Stirling.
Franz Lellm.
Alexander Wyttnyedy.
Franz Wenzel.
Eduard Wilfling.
Franz Mischinger.
Josef Karnitsnigg
Friedr. Feigl v. Feigelfeld.
Carl Gyuricza.
Josef Messner.
Eugen von Almässy.
Wilhelm Höppler.
Johann Ulreich.
Josef Korneth
Anton Kiss.
Coloman Mollnär.
Friedrich Deckelmayer.
Carl Wellal.
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Beilage JVr. 69
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1861.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl Hoheit G. M. Eriherzog Ernst Carl.
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehlltz.
Regiments - Commandant Oberstlieute-
nant Ferdinand Bauer.
Oberstlieutenant Josef Ritter Sterbetzky
von Bangeuberg.
1. Major Raimund Neckermann.
2. „ Johann Rosenzweig.
3. „ Caraillo Bussetti.
Regiments-Caplan Caspar Gretschy
Auditor Oblt. Job. Lang.
Ferd
Regiments -Arzt 1. Classe Dr.
Perdisch.
Arzt 2. Classe Dr. Franz
Marek .
„ Adjutant Oberlieut.
Heinzelmann.
Rechnungsführer Hauptmann
Jos. Schrott.
„ Rechn ungs - Official Severin
Jose!
Edmund v. Zedtwitz.
Carl Ritter v. Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Franz Mattanovich.
Eduard Wittmann.
Carl Schmidt.
Wenzl Luka
Ferdinand Heissig.
Hauptleute I. Classe.
Juüub Blaschke Franz Porak
Moriz Eisler. Arnold Balduin.
Johann v. Mibälik. Paul Krivacic.
Josef Zimma Bohushv Straznicky.
Ignaz Hauser Franz Kraft.
Alexander Hartmann.
Hauptleute II. Classe.
Stefan Skarka Ludwig y. Bach ich
Carl Lasswitz.
Oberlieutenants.
Conrad Obhlidal
Carl Skultety
Josef Gottmann.
Michael Horvätb.
Adalbert Podgursky
Josef Heinzelroann
Edmund Baumetter.
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Josef Blaschek.
Alexander v. Pogrinyi.
Robert Malkowsky.
Franz Glas.
Stefan Ferenczy.
Emerich v. Becsey.
Stanislaus Ritt. v. Hempel. Julius Ruzsa.
Rudolf Pohl. Carl Kriegelstein.
Theodor Köbrich. Carl Kunkel.
Üktavius Ritt. v. Doschot. Josef v. Csorba.
Josef Radits. Gustav Huschek.
Friedrich Magistris. Otto Freiherr Treusch v
Josef Sedlaczek. Buttlar.
Coloman v. Szepessy. Carl Wurschbauer.
Oskar Negrellj.
Leopold Bellobraidic.
Franz Hörl.
Ladislaus v. More\
Ladislaus v. Kapotsty
Friedrich von Bfllow.
Ludwig v. Pogränyi.
Carl Richard.
Leopold Karner.
Franz Thaller.
Unterlieutenants I.
Franz Hellmer.
Paul v Mladenovich.
Eberhard Obich.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter v. Waltheim.
Carl Just.
Eduard Schnabel.
Eugen Grill v. Warimfeid.
Alphons Graf Rüdiger.
Sigmund Edler v. Tucic.
Classe.
Josef Kriegelstein. Carl Oth.
Carl Zurna. Paul Graf Auersperg.
Maximilian Straschiripka. Ferdinand Armbrust.
Maxmilian Meisslinger.
Franz Baumholzer.
Ladislaus Triff.
Franz Draxler.
Anton Pöckl.
Carl Kotrtsch.
Johann Drescher.
Josef Taubler.
Cnterlieutenants II. Classe.
Hugo Kochel
Edmund Signor.
Josef Pasztor.
Johann Otto.
Johann Göttlicher.
Hugo Prohaska.
Josef Farkas.
Josef Peukert.
Alexander Stirling.
Franz Wenzl.
Eduard Willing.
Franz Mischinger.
Josef Karnitschnigg.
Carl Gyuritza.
Josef Meszner.
Johann Ullrcich.
Coloman v. Mollnär.
Carl Wellal.
Josef Franzel.
Jaromir Edl. v.Bunyevacz
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Beilage Mr. 70.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1862.
I. RegimentB-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtltz.
Oberst Ferdinand Bauer.
Überstlieutenant Josef Ritter Sterl>etzky
v. Bangenberg.
1. Major Raimund Neckermann.
2. „ Johann Rosenzweig.
3. v Adolf Brozsek.
Regiments-Caplan Caspar Gretschy.
Auditor Oblt. Joh. Lang.
Regiments-Adjutant Lieutenant Rudolf
Fohl.
Rechnungsführer Hauptmanu
Josef Schrott.
Rechnungsführer 5. Classe
Severin Jansen.
Arzt 1. Classe Dr. Franz
Marek.
Arat 2. Classe Fcrd. Gmach.
Edmund Zedtwitz v. Neu
berg.
Carl Ritter v. Falk.
Nikolaus Eigenbrodt.
Franz Mattanovich.
Eduard v. Neumann.
Wenzel Luka.
Carl Lasswitz.
Hauptleute I. Classe.
Eduard Wittmann. Ignaz Haus er.
Carl Schmidt. Alexander Hartmanu.
Julius Blaschke. Franz Porak.
Moriz Eisler. Arnold Balduin.
Johann v Mihalik. Paul Krivacie.
Josef Zimma. Bobuslav Straznicky
Franz Kraft.
Hauptleute IL Classe.
Carl Skultety.
Josef Gottmänn.
Ludwig v. Bachich.
Conrad Obhlidal.
Oberlieutenants.
Oskar Ritter Negrelli von Paul v. Mladenovicb
Moldelbe
Leopold Bcllobraidie.
Franz Hörl.
Ladislaus v. More.
Friedrich v. Bülow.
Ludwig v. Pogranyi.
Eberhard Obich v. Thurn-
stein.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter v. Walt-
heim.
Carl Just.
Eduard Schnabl.
Eugen Grill v. Warimfeld.
Alfons Graf Rüdiger.
Sigmund Edler v. Tuiic.
Michael Horvatb.
Adalbert Podgorski.
Josef Heinzelmann.
Edmund Baumetter.
Franz Magyar.
Thomas Piskor.
Josef Blaschek.
Alexander v. Pogranyi. Carl Richard
Robert Malkowsky Edler Leopold Karner.
v. Damwaiden. ' Franz Thaller.
Franz Hellmer.
Unterlieuteiiants I. Classe.
Franz Glas. Carl Zurna. Carl Wurschbaucr.
Emerich v. Becsey. Maxmilian Straschiripka. Carl Ott.
Stanislaus Rit. v. Herapel. Julius Ruzsa. Ferdinand Annbrust.
Rudolf Pohl.
Theodor Köbrich.
Oktavius Ritt.
Josef Radits.
Friedrich Magistris.
Josef Sedlaczek.
Josef Ritter Kriegelstein
Carl Ritter Kriegelstein Maxmilian Meisslinger.
v. Sternfeld,
v. DoBchot. Carl Kunkel.
Josef von Csorba.
Gustav Huschek
Franz Baumholzer.
Ladislaus Triff.
Franz Dräxler.
Anton Pöckl.
Otto Freiherr Treusch v. Carl Kotrtsch.
Josef Taubler.
Hugo Rochel.
Josef Päsztor.
Johann Otto.
Johann Göttlicher.
Hugo Prohaska.
Josef Farkas.
Jose f Peuckert.
Buttlar.
Unterlieutenants II. Classe.
Johann Ullreich.
Coloman v. Mollndr.
Alexander Stirling.
Franz Wenzl
Eduard Willing.
Franz Mischinger.
Josef Karnitschnigg.
Carl Gyuritza.
Josef Meszner.
Carl Wellal.
Josef Franzel.
Jaromir Edl. v. Bunjevacz.
Rudolf Laban.
Andreas v. Benedek.
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Beilage Nr. 71.
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1863.
(Ende October).
I. Regimcnts-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II Regimeuts-Inhabcr F. AI. L Eduard Graf Wengersky von Ungerschtitz
Oberst Ferdinand Bauer.
1. Major Raimund Neckermann.
2. „ Johann Rosenzweig.
8. „ Carl Ritter v. Falk.
Regiraenta-Caplan Caspar Gretschy.
N
NikolauB Eigenbtodt
Franz Mattanovicb.
Eduard v. Neuniann.
Julius Blaschke.
Moriz Eisler.
Friedrich Mangesius.
Ludwig v Bacnich.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmanu
Eduard Bauraetter
I ran/. Magyar.
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander v. Pogranyi.
Robert Malkowsky Edler
v. Damwaiden.
Oskar Ritter Negrelli v.
Moldelbe
Hauptleute I. Clastie.
Johann v. Mihälik.
Josef Zimma.
lgnaz Hauser.
Alexander Hartmann.
Weuzl Luka.
Hauptleuto II. (lasse.
Conrad Obhlidal
Carl Scultety
ObcrlieuteAante.
Leopold Bellobraidic
Franz Hörl.
Ladislaus v. More
Ludwig v. Pogranyi.
Carl Richard.
Leopold Karuer.
Franz Thaller.
Franz Hellmer.
Paul v. Mladi novich.
Eberhard Obich v. Thurn-
stein.
Auditor Oberlieut. Johann
Lang.
Arzt Dr. Ferd. Gmach.
Adjutant Unterlt. Rudolf
Pohl
Rechnungsführer Hauptmann
Josef Schrott.
Franz Poräk
Arnold Balduin.
Paul Krivacie.
Franz Kraft
Carl Lasswitz.
Josef Gottmann.
Michael Horväth.
Adalbert Podgöreky.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter v. Waltheim.
Eduard Schnabel.
Eugen Grill v. Warimleld.
Alfons Graf Rüdiger.
Sigmund Edler v. Tucic
Hugo Rocbel.
Franz Glas
Emerich v. Becsev
Carl Just.
UntcriuMitcnaiits I. Classe.
Stanislaus Rit v. Hempel
Rudolf Pohl.
Theodor Köbrich.
Oktavius Rit. v. Doschot.
Josef Kadits.
Friedrich Magistris
Joset Sedlaczek.
Josef Ritter Kriegelstein
v. Sternfeld.
Carl Zurna.
Maxmilian Straschiripka
Carl Ritter Kriegelstein v.
Sternfeld.
Carl Kunkel
Josef v Csorba.
Gusiav Huschek
Otto Freiherr Treusch v.
Buttlar.
Carl Wurschbauer.
Carl Oth
Fenlinand Armbruszt
Maxmilian Meisslinger.
I ranz Baunihoizer.
Ladislaus Triff.
Franz Dräxler.
Anton Pöck).
Carl Kotmch
Josef l'asztor
Johann Otto
Johann Göttlicher
Josef Taubler.
UnterlieuteuanDi II. Classe.
Johann Trappel.
Josef Farkas.
Josef Peukert
Alexander Stirling.
Franz Weuzl.
Eduard Willing.
Franz Mischinger.
Josef Karnitschnigg.
Carl Gyuritza.
Josef Meszner.
Coloman v. Molnär.
Josef Franzel.
Jan. mit Edl v. Bunjevacz
Rudolf Laban.
Andreas v. Btnedek.
Eduard Rott.
Teofil Urycki.
Franz Lang.
Ferdinand Karl
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Btltlafr JVr. 79
Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1864.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengeraky von Ungerschtltz.
.-Caplan Caspar Gretscby.
Auditor Hptm. Johann Lang.
Adjutant Oblt. Rudolf Pohl.
Arzt L Cl. Dr. Joh Kollarcz.
U berat Ferdinand Bauer
Oberstlieutenant Josef Kopal, l.Baous.-
Commandant.
Major Joh. Rosenzweig, 4. Bataiilons-
Coromandant
. Const. Haberecker, 3. Baons -
Commandant.
„ Nikol. Eigenbrodt, 2. Bat.-Cmdt.
Hauptleute I. Classe
Franz Mattanovich.
Eduard von Neumann.
Julius Blaschke.
Moriz Eisler
Jobann von Mihalik
Stefan Skarka.
Conrad Obhlidal.
Carl 8kült6ty. .
Thomas Piskor
Josef Blascheck.
Alezander von Pogranvi,
Robert Malkowsky Edler
Josef Zin ma.
Friedrich Mangesius.
Ignaz Häuser.
Alexander Hartmann.
Wenzl Luka.
Oscar Ritter Negrelli von
Moldelbe.
Leopold Bellobraidic.
Frsnz Hörl.
Ladislaus von More\
Ludwig von Pogranyi
Haupt! oute n. Classe.
Josef Gottmann.
Michael Horvath.
Adalbert Podgorsky.
Oberlleutenants.
Carl Richard.
Leopold lfarher.
Franz Thaller.
Franz Hellmer.
Paul v. Mladenovich.
Eberhard Oliich v. Thurn-
stein.
Joachim Barou Beust
Anton Walter von Walt-
heim.
Carl Just.
1. „ Dr. Jos. Klabutschar.
Rechnungsführer Hptm. Jose!
Schrott
Franz Porak.
Arnold Balduin.
Paul Krivatic.
Franz Kraft.
Carl Laeswitz.
Ludwig von Bachich.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmann.
Edmund Baumetter.
Franz Magyar.
Alfons Graf Rüdiger.
Sigmund Edler v. Tucie.
Franz Glas.
Emerich von Becsey.
Stanisl. Ritter v. Heropel
Rudolf Pohl.
Octav Ritter v. Doschot.
Josef Radits.
Friedrich Magistris.
Victor Habiger v. Hartenek.
rnterllcutcnants I. Classe.
Anton Preininger.
Josef Sedlaczek
Josef Ritter Kriegelstein v.
Sternfeld.
Carl Zurna.
Gustav Huschek.
Ladislaus Triff.
Otto Freiherr Treusch von Franz Dräxler
Buttlar
Carl Wurschbauer.
Carl Oth.
Carl Ritter Kriegelstein v. Johann Trappel.
Stern feld.
Carl Kunkel.
Josef von Csorba.
Alezander Stirling.
Franz Wentel.
Eduard Wilfng
Franz Miechinger.
Josef Karnitschnigg.
Carl Gyuritza
Coloman von Mollnar
Josef Kranze!.
Ferdinand Armbrust.
Maximilian Meisslinger.
Franz Baumholz«r.
Anton Pöckl
Carl Kotrtsch.
Josef Päsztor.
Johann Otto.
Jobann Göttlicher.
Josef Karkas.
Josef Taubler
Unterllcutenants II. Classe.
Jaromir Edler v.Bunyeväcz Adalbert Batthav. Wattha.
' Rudolf Laban Josef Halva.
Andreas von Benedek. Ludwig Gönczy.
Eduard Rott. Ludwig Wettendorfer
Theofil Crycki. Gottlieb Amtmann
Franz Lang Anton Signor
Ferdinand Karl. Emanuel Terbuhovicb.
Anton Bellobraidic.
31
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Beilage Nr. 73
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1865.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G
II. Regiments-Inbaber F. M. L. Eduard Graf
Oberst Ferdinand Bauer.
Oberstlieutenant Josef Kopäl, 1. Batail-
lons>Commandant.
Major Jobann Rosenzweig, 4. Baons.-
Commandant.
„ Const. Haberecker, 3. Baons. -
Nik Eigenbrodt, 2. Bat.-Comdt.
M. Erzherzog Ernst Carl.
Fengersky von Uugerschütz.
Caplan Emericb Göbölös.
Auditor Hptm. Jobann Lang.
Adjutant OMt. Rudolf Pohl
Arzt 1 Cl. Dr. Joh. Kollarcz
„ 1. „ Dr. Jos. Klabutschar.
Rechnungsführer Hptm. Josef
Schrott.
Eduard von
Friedrich Freih. v. Ende.
Julius B'Bschke.
Moriz Eisler.
Johann von
Josef Zimma
Haupleute I. Classe.
Friedrich Mangesius.
August Pfisterer
Alexander
Wenzl Luka.
Arnold Balduin.
Paul Krivacie.
Franz Kraft.
Carl Latswitz.
Ludwig von Bachich
Conrad Obblidal.
Carl Sculcety.
Josef Gottmann.
Stefan Szarka.
Michael Horvath.
Adalbert Podgorsky
Robert Malkowsky Edler
von Damwaiden.
Oscar Ritter Negrelli von
Moldelbe.
Leopold Bellobraidic.
Franz Hörl.
Ladislaus \on More
Ludwig von Pogranyi.
Carl Riebard.
Leopold Karner
Franz Thaller.
Hauptleute II. Classe,
Gustav Tbömmel. Thomas Pia kor
Josef Heinzelmann Josef Blaschcck.
Edmund Baumetter. Alexander von Pogranyi.
Olierlieutenaiits.
Franz nellmer.
Paul von Mladenovicb
Eberhard Obich v. Thurn-
stein.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter von Wan-
heim.
Eduard Schnabel.
Alfons Graf Rüdiger.
Sigmund Edler v. Tucic.
Franz Glas.
Emericb von Becsey.
Stanislaus Ritter v.Hempel
Rudolf Pohl.
Octav. Ritter v. Doschot.
Josef Radits.
Friedrich Magistris.
Victor Hab ger von Har-
tenek.
Anton Preinioger.
Josef Sedlaczek
Josef Sussicb.
Unterlieutenants I. Classe.
Josef
Ritter Kriegelstein
von Sternfeld
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v.
Sternfeld.
Carl Kunkel.
Josef von Csorba.
Gustav von Huschek.
Otto Freiherr Treusch von
Buttlar.
Carl Wurschbauer.
Carl Oth.
Johann Trappel.
Ferdinand Armbrust.
Maximilian Meisslinger.
Ladislaus Triff.
Franz Draxler.
Anton Pöckl
Carl Kotrtsch.
Josef Pasztor.
Johann Otto.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas
Josef Taubler
Alexander Stirling
Michael Tarbuk.
Eduard Wilfiug.
Franz Mischini
Carl Gyuricza.
Josef Franzel.
Jarom Edler v.
Rudolf Laban
Unterlieutenants II. Classe.
Andreas von Benedek.
Eduard Rott
Theofil ürycki.
Franz Lang.
Ferdinand Karl.
Adalb. Battha v. Wattha.
Jo sef Halva.
Ludwig Gönczy
Ludwig Wettendorfer.
Gottlieb Amtmann
Anton Signor.
Emanuel Terbuhovich.
Eugen Blaschke.
Anton Bulla.
Carl Freiherr
Ernst Gross.
Beilage Nr. 74.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1866.
I. Regiments-Inhaber 8e. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengerskj von Ungerschlltz.
Oberst Maxmilian Fischer.
Oberstlieutenant Joh. Hosenzweig, 1. B.
Major Constantiu Haberecker, 8. B.
„ Nikolaus Eigenbrodt, 4. B.
, Friedrich Freiherr v. Ende, 2. B.
„ Julius Blaschke.
Rgmts -Caplan Emerich Göbölös.
r Auditor Hptm. Heinrich Kraus.
- Adjutant Oberlt. Rudolf Pohl.
„ Arzt L Cl. Dr. Jos. Klabutschar.
Rgmts.-Arzt 2. „ Dr. Johann Srb.
„ „ 2. „ Dr. Leop. Krank.
Rechngsf. Hptm. Josef Schrott.
Oberarzt Dr. Franz Bena.
„ Dr. Ferdinand Mayr.
Oberwundarzt Josef Moissl.
„ Math. Pollak.
Unterarzt Johann Modlitba.
„ Abraham Fliegel-
Friedrich Mangesius.
August Pfisterer.
Alexander Hartmann.
Wenzl Luka.
Arnold Balduin.
Thomas Piskor.
Joaef Blascheck.
Adalbert Podgorsky.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmann.
Edmund Baumetter.
Alexander von Pogranyi. Leopold Bellobraidic
Robert Malkowsky. Franz Hörl.
Hauptleute I. Ciasse.
Franz Kraft.
Stefan Skarka.
Carl Lasswitz.
Ludwig von Bachich.
Conrad Obhlidal.
Hauptleute II. ( lasse.
Oscar Ritter Negrelli von Ladislaus von More.
Moldelbe Carl Richard.
Leopold Karner.
Franz Thaller.
Franz Hellmer.
Eberhard Obich v. Thu ni-
stein.
Joachim Baron Beust.
Anton Walter von Walt-
heim.
Eduard Schnabel.
Alfons Graf Radiger.
Sigmund Edler von Tucic.
Franz Glas.
Emerich von Becsey.
Stanislaus Ritter v. Hempel.
Oberlieutenants.
Rudolf Pohl.
Octav. Ritter von Doschot
(Inh.-Adjut.)
Josrf Karl US.
Friedrich Magist ris.
Josef Ritter Kriegelstein
von Sternfeld.
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v.
Sternfeld.
Carl Kunkel.
Josef von Csorba.
Gustav Huschek.
Otto Freiherr Treusch
Buttlar.
Ferdinand Armbrust.
Maximilian Meisslinger.
Johann Trappel.
Ladislaus Triff.
Anton Pöckl.
Carl Wurechbauer
Franz Draxler.
Josef Pasztor.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas
Unterlieutenant« I. Ciasse.
Alexander Stirling.
Michael Treuer.
Josef Taubler.
Michael Tarbuk
Eduard Wilfing
Franz Mischinger.
Carl Gvuricza.
Josef Franzel.
Jaromü* Edler von Bunye-
vacz.
Rudolf Laban
Andreas von Benedek.
Teofil Uryclri.
Franz Lang.
Ferdinand Karl.
Adalbert Battha v. Wattha.
Josef Halva.
Ludwig Wettendorfer.
Gottlieb Amtmann.
Anton Signor.
Kmanuel Terbuhovic.
Eugen Blaschke.
Anton Bulla.
Carl Freiherr v.
Ernst Gross
Johann
Wilhelm Glück.
Victor Huber.
Josef Ditz.
Ferdinand Sassik.
Franz Ritter des Loges.
Ernst Obhudal.
Rosenberger.
31*
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Beiiage Xr 74.
Unterlieutenants II. Classe.
Carl Moschner.
Alexander Rosenbaum
Slaromir Edler
V&C2
Adolf Mende
Sigmund Mollnar.
Ferdinand Czenger.
Andreas Wellanschiti.
Theodor Pohl
Julius Freiherr Treusch t.
Buttlar
Igaaz von Hertelendy.
v. Bunye- Josef Muck
Heinrich l'oul
Ludwig Henz
Frauz Zauiiii.
Carl Riedel.
NikolauB Bellobraidic.
Josef Freibcrger.
Raimund Larisch.
Josef Ritter Negrelli von
Moldolbe
Adolf Göttlicher.
Eduard Dubasievits
Heinrich Funke
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Nr. 76.
Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1867.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von UngersehHtz.
Oberst Maximilian Fischer
Oberstlieutenant Johann Rosenzweig,
1. Bataillons-Commandaut
Major Constantin Haberecker, 4. Ba-
taillous-Coramaudant
Regiments-Auditor Hauptmann Heinrich
Dr. Jose!
Dr. Oswald
3 Ba-
Arzt I.
Klabutschar.
Arzt II. Classe
Frank.
Rechnungsführer
Josef Schrott.
Rechnungsführer IV Classe
Carl Hofbauer.
AuguBt Pfisterer
Major Nikolaus Eigcnbrodl,
taillons-Conimandant
Major Friedr. Freiherr v. Ende, 2. Ba
taillons-Commandant.
Regiments-Caplan Emerich Göbölös.
Hanptleute I. Classe.
Franz Kraft. Gustav Thömmel.
Lndwtg v Bachieh. Josef Heinzelmann.
Conrad Oblilidal Edmund Baumetter
Adalbert Podgorskv.
Hanptleute IL Classe.
Robert Malkowsky Edler Leopold Bellobraidic.
v. Damwaiden Franz Hörl
Oskar Ritter Negrelli v. Ladislaus v. More.
Moldelbe Carl Richard.
Leopold Karner
Ober Heuten an ts.
Friedrich Magistris Ferdinand Armbrust.
Josef Ritter Kriegelstein Maximilian Meisslinger
I Classe
Wenzel Luka.
Arnold Balduin
Stefan UUmann.
Thomas I iskor.
Josef Blascheck.
Alexander v. Pogranyi.
Fran« Tballer.
Frans Hellmer.
Joachim Baron Beust.
v. Sternfei J.
Anton Walter v. Wakheim. Carl Zurna.
Eduard Schnabel.
Franz Glas.
Emerich ▼
Rudolf Pohl.
Oktarios Ritter v Doschot
Johann Tr
äl.
Carl Ritter
Sternfeld
Carl Kunkel.
Josef v. Csorba.
Gustav Huschek.
Otto Freiherr Treusch
Unterlleutenant« I. Clause.
Ladislaus TnflT
Anton Pöckl.
Carl Wurschbauer.
Josef Pastor.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas.
Alexander Stirling
Michael Tretter.
Josef Taubler.
Michael Tarbuk.
Eduard Willing.
Franz Mischinger.
Carl Gyuricza
Jaromir Edl. v. Bunyevacz
Rudolf Laban.
Theofil Urycki.
Franz Lang.
Ferdinand Carl.
Adalbert Battha v.Wattha.
Josef Halva.
Gottlieb Amtmann.
Emanuel Terbuhovic.
Eugen Blaschke.
Ernst Gross.
Jobann Reisenauer.
Wilhelm Glück.
Victor Huber.
Josef Ditz.
Ferdinand Sassik
Franz Ritter Des-Loges.
Ernst Obblidal.
Carl Moscbner.
Alexander Rosenbaum.
Emerich Racher
Slavomir Edl. v. Bunyevacz
Adolf Mende.
Sigmund Mollnar.
Ferdinand Czenger
Andreas Wellanschitz
Theodor Pohl.
Carl Freiherr Wucherer. Iguaz Rosenberger.
Untcrlicutenants II. Classe.
Julius Freiherr Treusch Raimund Lariscb.
v. Buttlar.
Ignaz v. Hertelendy.
Josef Muck.
Heinrieb Pohl.
Ludwig Hencz.
Franz Zanini.
Nikolaus Bellobraidic.
Josef Freiberger.
Josef Ritter Negrelli
Moldelbe.
Adolf Göttlicher.
Eduard Dubasievits.
Heinrich Funke
Ignaz Hoffer.
Wenzl Snremak
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Beilage JSr. 78.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 186a
l Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. I* Erzherzog Ernst Carl
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von UngerscMtz.
Oberst Maxmilian Fischer.
Oberstlieutenant Johann Rosenzweig
Edler v. Powacbt, I. Bataillons-Com-
mandant.
Major Constantin Haberecker, 4. Ba-
taillons-Commandant
Major Nikolaus Eigenbrodt, 3. Ba-
taillons-Commandant
Major Friedrich Freiherr v. Ende, 2. Ba-
Regiments-Caplan Emerich Göbölös.
„ Auditor Hauptmann Heinrich
Krause.
„ Arzt I. Classe Dr. Josef
Klabutachar.
Arzt II. Classe Dr. Ludwig
V
Hauptmann Rechnungsf. Jos.
Schrott.
August Pfisterer.
Alexander Hartmann.
Arnold Balduin.
Stefan Ullmann.
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander r. Pogranyi.
Gustav ThOmmel.
Josef Heinzelmann.
Franz Thaller.
Franz Heümer.
Anton Walter t. Waltheim.
Franz Glas.
Emerich v. Becsey.
Rudolf Pohl.
Josef Raditz.
Friedrich Magiatris.
Hauptleute I. Classe.
Franz Kraft
Ludwig v. Bachicb.
Conrad Obhlidal.
Hauptleute II. Classe.
Robert Malkowsky Edler Leopold Bellobraidic.
v. Damwaiden. Franz Hörl.
C-Bkar Ritter Negrelli v. Carl Riebard.
Moldelbe.
Oberlicutenants.
Josef Schenda.
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v
Sternfeld.
Carl Kunkel.
Josef v. Csorba
Otto Freiherr Treusch v.
Buttlar.
Ferdinand Armbrust.
Maxmilian Meisslinger.
Jobann Trappe],
Ladislaus Triff.
Anton Pöckl.
Carl Wurschbauer.
Franz Peschka.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas.
Unterlieutenants I. Classe.
Alexander Stirling.
Michael Tretter.
Josef Taubler.
Michael Tarbuk.
Kranz Mischinger.
Carl Gyuricza.
Jaromir Edl v.Bunyevacz.
Rudolf Laban.
Tbeofil ürycky
Franz Lang.
Ferdinand Carl.
Adalbert Battha v. Wattha.
Josef Halva.
Gottlieb Amtmann
Emanuel Terbuhovic.
Eugen Blaschke.
Carl Freiherr Wucherer
v. Huldenfeld.
Frnst Gross.
Johann Reisenauer.
Wilhelm Glück.
Victor Huber.
Josef Ditz.
Ferdinand Sassik.
Franz Ritter Des-Loges
Ernst Obhlidal.
Unterlieutenants II. Classe.
Alexander Rosenbaum.
Emerich Racher.
Slavomir v. Bunyevacz
Adolf Mende.
Sigmund Mollnar.
Ferdinand Czenger.
Andreas Wellanscbitz.
Theodor Pohl.
Julius Freiherr Treusch v
Buttlar.
Josef Muck.
Heinrich Pohl.
Ludwig Henz.
Nikolaus Bellobraidic.
Josef Freiberger.
Raimund Larisch.
Josef Ritter Negrelli
Moldelbe.
Ado f Göttlicher.
Eduard Dubasievits.
Ignaz Hoffer.
Wenzel Seremak.
Johann Bellobraidic
v.
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Nr. 77
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1869.
L Regiments-Inbaber Sc kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II Regiments-Inhaber F. M L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtttz.
Oberst Maximilian Fischer.
Ober et Johann Rosenzweig Edler v.
Powacht.
Oberstlieutenant Constantin Uaberecker,
1. Bataillons-Commandant.
Major Nikolaus Eigenbrodt, 3. Ba-
taillons-Commandant.
Major Friedrich Freiherr v. Ende,
2. Bataillons-Commandant.
jor Emil Steinbock, 4. Bataillons-
Alexander
Carl Ungard.
Arnold Balduin.
Franz Kraft.
Ludwig v. Bachich
Stefan Ulimann.
Carl Richard.
Leopold Karner.
Frans Thaller.
Anton Walter r. Waltheim.
Fans Glas.
Emerich v. Becsey.
Rudolf Pohl.
Josef Radits.
Friedrich Magistris
Georg Kotlovac
Franz Mischinger.
Carl Gyuricza.
Jaromir Edl. v. Bunyevacz.
Rudolf Laban.
Theofil Urycki.
Franz Lang.
Ferdinand Carl.
Adalbert Batthar. Wattha.
Josef Halva.
Gottlieb Amtmann.
Emauuel Terbuhovic.
Eugen Blaschke.
Carl Freiherr v. Wucherer.
Hauptleute I. Classe.
Gustav Thömmel.
Josef Heinzelmann.
Edmund Baumetter
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander v. Pogranyi.
Hauptleute II. Clanse.
Amon Cavallar.
Stefan Karras*.
Oberlieutenants.
Ottomar Suchomel.
Josef Sehen da.
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v.
Sterufeld.
Carl Kunkel.
Otto Freiherr Treusch v.
Buttlar.
Lieutenant«.
Ernst Gross.
Johann Reisenauer.
Wilhelm Glück.
Victor Huber.
Josef Ditx.
Ferdinand Sassik.
Franz Ritter Des-Loges.
Ignaz Rosenberger.
Emerich Racher.
SlavomirEdl. v. Bunyevacz.
Sigmund Mollndr
Ferdinand Czenger.
Andreas Wellanschitz.
ReRiments-Arzt I. Classe Dr. Mathias
Hanikir.
Regimentfi-Arzt II. (Masse Dr. Ludwig
Weezter.
Oberazt Dr. Franz Bena.
„ „ Guido Werdnig
Rechnungsführer Hauptmann Josef
Schrott.
Rechnungsführer Hauptmann Carl
Hofbauer.
Lieutenant Rechnungsführer Josef
Alfred Aue.
Robert Malkowsky Edler
v. Damwaiden.
Oskar Ritter Negrelli v.
Moldelbe.
Leopold Bellobraidic.
Franz Hörl
Frans Hellmer
Maximilian Meisslioger.
Johann Trappal.
Gebhard Oelhofer
Ladislaus Triff.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas.
Philipp Engelmann
Alexander Stirling.
Michael Tretter.
Theodor Pohl.
Julius Freiherr v. Treusch
Josef Muck.
Heinrich Pohl.
Ludwig Hencz.
Nikolaus Bellobraidic.
Josef Frei berger.
Raimund Larisch.
Josef Ritter v. Negrelli.
Adolf Göttlicher.
Ignaz Hofier.
Wenzel Seremak.
Johann Bellobraidic.
Ernst Kraus.
Cadeten-Officiers-StellTertreter.
Ludwig Ritter v. Eggen- Michael Werner. Alexander Jarosch.
berger. Carl Nihlik. Moria 8ilberberg.
Jakob Grubnic. Carl Strohmayer.
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Nr. 78.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1870.
I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M L. Erzherzog Ernst Carl.
1] Regimenta-Inhaber F. M. L. Eduard Grat Wengersky von Uiigerscttttta.
Oberst Johann Rosenzweig Edler Ton
Powacht.
Oberstlieut. Reserve-Commandant Sig-
mund Ton Keler
ii 1 Baons.-Command. Carl
Strasser.
Major 2. Baons-Comdt. Friedr. Freih.
von Ende
3.
4
>»
»
»
n
Rgrats.-Arzt Dr. Mathias Hanikir.
„ 2. Cl. Dr. Ludw. v.Wewrter.
„ 2. Cl. Dr. Johann Langer.
Oberarzt Dr Franz Bena.
„ Dr. Guido Werdnig
„ Dr. Franz Bubeniczek.
Recbngsf. Hptm. JoBef Schrott
2. Cl. Carl Hofbauer.
Lieut. Pättl Dertst-
n
»
»>
»
Alexander Hartmann.
Carl Ungtird.
Arnold Balduin.
Ludwig von Bachich.
Stefan Ullaann.
Gustav Ritter v. Thommel Alfred Aue
Alex Maver.
leid. Gf. Deytn
von Stritetz.
Hauptleute I. Claase.
Josef Ritter v.HeinzelmanD. Robert Malkowsky Edler
Edmund Baumetter von Damwaiden.
Thomas Piskor. Oskar Ritt» Negrelli von
Josef Blascheck- Moldelbe.
Alexander von Pogränyi. Leopold Bellobraidil
I ranz Hörl.
Carl Richard.
Leopold Kartet.
Anton Cavallar.
Franz Glas.
Emerich von Becscv.
Rudolf Pohl.
Josef Radits.
Georg Kozlovac
Ottomar Suchomel.
Josef Schendn
Franz Mischinger
Carl Gyuricza
Jarom. Edl. v
Rudolf Laban.
Teofil Urycki.
Franz Lang
Ferdinand Karl
Josef Haha.
Gottlieb Amtmann.
Emanuel Terbuhovic.
Engen Blaschke.
Carl Freiherr Wucherer
von Hui Ilfeld.
Ernst Gross.
Hauptleute II. Claaw.
Stefan Karraez. Franz Thaller.
Franz Hellmer.
Oberlientenanta.
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v.
Sternfeld.
Carl Konkel.
Otto Freiherr Treusch von
Buttlar.
Maximilian Meisslinger.
Lieutenants.
Johann Reisenauer.
Wilhelm Gluck.
Victor Huber.
Josef Ditz
Ferdinand Sassik.
Franz Ritter Des-Loges.
IgTiaz Rosenberger
Emerich Racher
Slavomir Edler v Bunye-
vacz.
Sigmund Molnär.
Ferdinand Czenger
Andreas Wellanschitz
Johann Trappel.
Ladislaus Triff
Anton Pöckl.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas.
Philipp Enjrelmann.
Alexander Siirling
Michael Tretter.
Julius Freiherr Treusch v
Buttlar.
Josef Muck.
Heinrich Pohl.
Ludwig Hencz.
Nikolaus Bellobraidir.
Josef Kreiberger.
Raimund Lariscb.
Adolf Göttlicher.
Igoaz Hofer.
Wenzl Seremak
Johann Bellobraidir.
Ernst Kraus*
Josef Laban.
Theodor Pohl.
Cadet-Offieiers-Stelhert reter.
Ludwig Ritter von Eggen- Jakob Grubniö. Carl Strohmayer,
berger. Michael Werner Moria Silberbefg
Stanislaus Gazdovtf
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lieilafje Nr. 7i>.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1871.
I. Regiments-lnhaber Se. kaiscrl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl.
II. Regimeuts-Inhaber F. M. L. Eduard Gral Wengerwky von Unfrern'htttz.
Oberst Maxmiliau Fischer. Generalstabs-
Chef beim Gen -Conindo. in Agrain
OI»erst Regmts.-Comandt. Johann Rosen-
zweig Edler von Powacht
Oberst Heserve-Command. Sigmund von
Keler.
Oherstlieuteuant 1. Bat.-Cnmand Carl
Strasser.
Major .1. Bat.-Comdt. Alex. Mayer.
4. .. ., Isidor Graf Devin
von Stritetz
Lieut-
Haupt leute I. Classe.
Major 5. Bat.-Comdt Lud*. Dierkes.
1. „ ., l'eter Ilranilovic
de fvetaiin.
Rgmts-Arzt 1 CT. Dr Ludwig Bobor v.
Hujnik.
1. „ Dr. Mathias Ilanikir
2. „ Dr. Johann Langer.
,, 2 „ Dr Ludwig Bena.
Oberarzt Dr Ludwig Wiek
Hptm.-Rechngsf 1 ( 1. Josef Schrott
2. .. Carl II"fbauer.
Paul Dertzmuuek.
»
t»
Alexander Hartman».
Arnold Balduin.
Ludwig von Bachich.
Stefan Fllmauu.
Gustav Kitter v Tliömmel.
Jos Ritter v. Heinzelmann.
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Pogranyi
Alexander
Alfred Aue
Robert Malkowsky
von Damwaiden.
Stefan Freiherr Pongmcz
Oscar Ritter von Negrelli
Leopold Bellobraidic.
Franz Horl
Kdler Carl Richard.
Leopold Karner.
Anton Cavallar.
Stefan Kärräsz.
Hudoll Pohl.
Josef Kadits.
Ottomar Suchoniel.
Josef Schenda.
Carl Znrna
Carl Pitter v. Kriegelstein.
Carl Kunkel.
Otto Freiherr von Treusch
Josef Halva.
Gottlieh Amtmann
Kmanuel Terbuhovic.
Eugen Blaschke.
Carl Freiherr v.Huldenfeld
Frust Gross.
Johann Reisenauer.
Wilhelm G.ück.
Victor Ruber.
Josef Ditz
Ferdinand Sassik.
Franz Ritter Des-Loges
Ignaz Rosenberger.
Emerich Racher.
Haupt leute If. Classe.
Franz Mellmer.
Franz Thaller.
Oberlientenants.
Maximilian Meissliiiirer.
Johann Trappel
Ladislaus Triff.
Autou Iockl
Johann Gottlicher
Josef Parkas.
Filipp Eugelmann.
Alexander Stirliug.
Lieutenants.
Slavomir Edler v. Bunye-
vdez.
Sigmund Mollnar.
Ferdinand Czenger.
Andreas Wellanschitz.
Theodor Pohl
Julius Freiherr Treusch v.
Buttlar.
Josef Muck.
Heinr Pohl
Ludwig Hencz.
Nikolaus Bellobraidic
Josef Freiberger.
Eraerieh von Becsey.
Michael Fretter
Franz Mischin^er.
Carl Gyuricza.
Jaromir Edl v. Bunvevirz.
Rudolf Laban.
Teotil Fricky
Franz Laug
Ferdinand Karl
Adolf Gottlicher.
Ignaz Hofer.
Wenzl Seremak
Johaun Bellobraidic.
Josef Laban
Isidor Märtonfahi.
Friedrich Polakovic.
Josef Bernetich.
Sidney Spitzer
Ferdinand l'ersich Edler
von Kottenheim
Norbert Friedl.
Ludwig Ritter v. Eggeu-
berger.
Jakob Grubnic.
Michael Werner.
Johann Zivcic.
Carl Strohmayer
0..c!.|rU« .!«• «. I.iüicn Inf. K.»
Raimund Lariscn
Cadeten-OfHeiers-Stell Vertreter.
Georg Popovic Stanislaus Gazdovits
Moibes Kraja' ic Franz Reichenaner
Moriz Silberberg. Emanuel Deutsch
Georg Gorbade. Ferdinand Juhasz
Pantaleon Cokorac
32
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Beilage Hr. 80.
Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1872.
E. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L Ersherzog Erat Carl.
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungerschfltz.
Oberst Johann Rosenzweig Edler v.
Powacht, Regts.Cmndt.
Oberst Sigmund v. Keler, Res.-Cmndt
Oberstlieutenant Carl Strasser comman-
dirt daB 1. Bataillon.
Major Alexander Mayer commandirt
das 3. Bataillon.
Major Ludwig Dierkes commandirt das
5. Bataillon.
Major Isidor Graf Deym v. Stritetz
commandirt das 4. Bataillon
Major Peter Hranilovic de Cvetasin
commandirt das 2. Bataillon.
Major Gustav Ritter v. Thömmel (beim
General-Commando Zurai.
Regimentsarzt 1. C lasse Dr. Ludwig
Bobor v. Hajnik.
L Classe Dr. Carl
2. Claas. Dr. Johann
2. Classe Dr. Franz
Repmentsarzt
Malluscbka.
Regimentsarzt
Langer.
Regimentsarzt
Bena
Oberarzt Dr. Ludwig Wiek
„ „ Ignaz Fischer.
Hauptmann Rechnungsführer 1.
Maxmilian Madry.
Hauptmann Rechnungsfahrer 2.
Carl Hofbauer.
Hauptmann Rechnungsführer 2
Vincenz Ruski.
Lieutenant Rechnungsführer
Dertzmanek
Classe
Cl
Claase
Paul
Arnold Balduin.
Ludwig v. Bachich.
Stefan Ullmann.
Josef Ritt. v. Heinzelmann.
Thoraas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander v. Pogranyi.
Hauptleute I. Classe.
Alfred Aue. Leopold Bellobraidk.
Robert Malkowsky Edler Franz Hörl.
v. Dam wähle»
Carl Richard.
Stefan Freiherr Pongracz Alexander Nedeczky de
v. Szt. Miklos et Ovar
Oskar Ritter Negrelli v.
Moldelbe.
Nedecz.
Leopold Karner.
Anton Cavallar
Georg Mirovich.
Stefan Kärräsz.
Sabbas Petrovic.
Josef Plivellic.
Ottomar Suchomel.
Josef Schenda.
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v.
Sternfeld
Carl Kunkel.
Otto Freiherr Treusch v.
Buttlar.
Eugen Blaschke
Carl Baron Wucherer
Huldenfeld.
Ernst Gross.
Wilhelm Glück.
Hauptleute II. Classe.
Franz Thaller. Josef Radits.
Emerich v. Becsey. Gregor v. Gidro.
Oberlieutenant«.
Adalbert Roth.
Maximilian Meisslingcr.
Johann Trappe!
Ladislaus Triff.
Anton Pöckl.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas.
Albert Edler v. Gartel-
gruber-Mayer.
Alexander Stirling.
Lieutenants.
Victor Huber.
Josef Ditz
Franz Ritter Des-Loges.
Ignaz Rosenberger.
Johann Vorkapic.
SlavomirEdl.v Bunyevacz.
Michael Tretter
Franz Mischinger.
Carl Gyuricza.
Jaromir Edl. v Bunyevacz.
Rudolf Lab&n.
Teofil üricki.
Franz Lang.
Ferdinand Carl.
Josef Halva.
Gottlieb Amtmann.
Emanuel Terbuhovic
Sigmund Mollnar.
Ferdinand Czenger.
Andreas Wellanschitz.
Theodor Pohl.
Julius Freiherr Treusch v
Buttlar.
Digitized by Google
Zu Beilage Nr. 80.
Josef Muck.
Adam Sudom
Heinrich Pohl
Ludwig Hencz.
Adolf Ritter v. Vukelic
Eduard Straberger
Julius Makensen.
Nikolaus Bellobraidk.
Josef Freiberger.
Kaimund Larisch
Lieutenant«.
Adolf Göttlicher
Rade Kangrga
Lukas St. u evit:
Ignaz Hoffer.
Wenzl Seremak
Gabriel Brailla
Johann Bellobraidic.
Josef Laban
Isidor Märtonfalvi.
Friedrich Poläkorits.
Josef Bernetich.
Sidney Spitzer.
Ferdinand Persich Edler
v. Kästenheim.
Norbert Fried!
Ludwig Ritter v. Eggen*
berger.
Nikolaus Lenard.
Anton Kovacs.
Johann Zivcic
Carl Strohniayer.
Georg Popovic.
Moises Krajacic
C adet-Offi ciers-Stel lrertreter.
Moriz Silberberg.
Georg Gerbaciö.
Stanislaus Gazdovic
Johann Jovic.
Franz Reichenauer.
Emanuel Deutsch.
Ferdinand Juhasz.
Pantaleon Cokorac.
Arthur Rubesch
Beilage Nr. Hl.
Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1873.
Regiments-Inbaber Se. kaiserl. Hoheit
Oberst Jobann Rosenzweig Edler v.
Powacht, Regte-Cmndt.
Oberst Sigmund v. Keler (Reserve-Com-
mandant .
Oberstlieutenant Heinrich Endlicher
1. Bataillons-Commandant.
Major Alexander Mayer 3. Bataillons-
Commandant.
Major Ludwig Dierkes 5. Bataillons-
Commandant.
Major l'eter Hranilovic de Cvetasin
(beim General- Stab).
Major Rudolf Segerc 4. Bataillons-
Commandant.
Major Alexander Hold 2. Bataillons-
Commandant.
F. M. L. Erzherzog Ernst Carl
Regimentsarzt 1. Chvsse Dr. Ludwig
Bobor v. Hajnik.
Regimentsarzt 1. Classe Jakob Müller.
Regimen tsarzt 2. Classe Franz Bena.
Oberarzt Dr. Ludwig Wiek.
B Dr. Ignaz Fischer
„ Dr. Franz Wildau.
Hauptmann Rechnungsführer 1. Classe
Maxmilian Madry.
Hauptmann Rechnungsführer 2. Classe
Carl Hofbauer.
Hauptmann Rechnungsführer 2 Classe
Vmcenz Ruski.
Lieutenant Rechnungsführer Paul
Ludwig v. Bachich.
Heinrich Gabor.
Stefan Ullmann.
Josef Ritt v. Heinselmann.
Thomas Piskor.
Josef Blascheck.
Alexander v. Pogranyi.
Hauptleute 1. Classe.
Alfred Aue. Carl Richard.
Robert Malkowsky Edler Alexander Nedetzky.
Franz Thaller.
Emerich v. Becaey.
v Damwaiden.
Oskar Negrelli Ritter
Moldelbe.
Leopold Bellobraidio.
Franz Hörl.
Hauptleute II. Classe.
Alexander Jankovic.
Gregor v. Gidro.
Leopold Karner.
Anton Cavallar.
Georg Mirovich.
Stefan Karras.
Ferdinand Heinzel.
32*
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Zu Beilage Ar. 81.
Sabbas Petrovic.
Josef l'livelid.
Josef Scbenda.
Carl Zurna.
Carl Ritter Kriegelstein v.
Carl Kunkel.
Otto Freiherr v. Treusch.
Adalbe t Roth.
Maxmilian Meisslinger.
Johann Trappel
Ladislaus Trift'.
Anton Pockl
Victor Huber.
Slavorair Ed), v. Bunyevaez.
Sigmund Mollnär.
Ferdinand ('/.enger.
Andreas Wellanschitz.
Theodor Pohl.
Luka* Stan'evic
Iguaz Hoffer.
Wenzel Sereniak.
Gabriel Hrailla.
Johann Hellnhraidits.
Julius Betigze.
Josef Laban
Isidor Märtonfalvi.
Friedrich Polakovic.
Josef Bernetich.
Sidney Spitzer.
Oberlieutenants.
Johann Göttlicher.
Josef Farkas.
Albert Edler v. Garte) -
gruber-Mayer.
Alexander Stirling.
Michael Tretter.
Franz Mischinger.
Carl Gyuricza
Jaromir Kdl. v Bunyevaez.
Rudolf Laban.
Theolil Urycki.
Franz Lang.
Lieutenants.
Julius Freiherr Treusch v.
Buttlar.
Josef Muck.
Adam Sudom.
Heinrich Pohl.
Ludwig Hencz.
Ferdinand Pereich Edler
v K.istenheim.
Norbert Friedl.
Ludwig Ritter v. Eggen-
berger.
Nikolaus L6nard.
Anton Kovacs.
Alois Ossoinak.
Johann Zivcic.
Carl Strohrnayer.
Moises KrajaOic.
Ferdinand Carl.
Josef Halva
Gottlieb Amtmann.
Emanucl Terbuhovic.
Eugen Blaschke
Carl Freiherr v. Wucherer.
Ernst Gross.
Johann Reisenauer.
Wilhelm Glück.
Josef Ditz.
Franz Ritter Des-Loges.
Ignaz Rosenberger.
Johanu Vorkapic.
Julius Makenseu
Nikolaus Bellobraidic.
Josef Frciberger.
Raimund Larisch.
Adolf Gottlicher.
Rade Kangrga.
Georg Gerba^ic
Stanislaus Gazdovic.
Georg Popovie
Johann Jovii 1
Arthur Rubesch.
Franz Reichenauer.
Fmanuel Deutsch.
Ferdinand Juhasz.
Pantaleon i'okorac.
Emil Ritter v. Thierry.
Cadeteii-Ofttciers-Stellvertreter.
Moriz Silberberg. Johanu Kollak. Michael Leschko.
Emil Malesevic. Josef Schrott.
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